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Plattenspieler Test: Img
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, Heimkino, HIFI.DE, Digital Home und d-pixx.

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Die besten analogen Plattenspieler

Plattenspieler ganz ohne digitale Schnittstelle, ob nun drahtlos oder per USB, erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Hier bekommt man noch die reine analoge Lehre präsentiert, das einzige Zugeständnis an die Moderne ist allenfalls der hier und da integrierte Entzerrervorverstärker, weil viele Verstärker und Receiver keinen dezidierten Phono-Eingang mehr haben. Wer also seinen alten Plattenspieler ersetzen will oder muss, die analoge Wiedergabe quasi von der Pike auf erleben möchte, der ist mit einem der folgenden Geräte bestens ausgestattet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Favorit

Denon DP 400

Der Denon DP-400 gehört zur aktuellen Range, die 2018 Jahr vorgestellt wurde. Neben einem außergewöhnlichen Design und toller Verarbeitung hat er auch klanglich einiges zu bieten – was kaum verwunderlich ist – da er mit einem Tonabnehmer aus eigener Entwicklung bestückt ist. Man kann also getrost davon ausgehen, dass die wesentlichen Komponenten besonders gut aufeinander abgestimmt sind. Außerdem verwöhnt der Denon mit einer zuschaltbaren Halbautomatik, am Ende der Schallplatte stoppt der Plattenteller und der Tonarm wird angehoben.

Wenn Geld egal ist

Dual CS 800

Test besten Plattenspieler: Dual CS 800
Der Dual CS 800 bietet tollen Klang und feinste Mechanik aus dem Schwarzwald.

Der Dual CS 800 wird tatsächlich im Schwarzwald vom Nachfolge-Unternehmen der Traditionsmarke hergestellt – und das wohl zum großen Teil von Hand. Dafür spricht die hohe Verarbeitungsqualität, die man allerdings für den aufgerufenen Preis auch erwarten kann. Der CS 800 ist als Sub-Chassis ausgelegt, auch diesbezüglich weicht er vom Mainstram ab. Zusammen mit dem vorinstallierten Tonabnehmer stellt der Dual eine wohlklingende Kombi mit Potential dar.

Klangtipp

Music Hall mmf-3.3

Plattenspieler Test: Music Hall Audio Mmf 3 3 Turntable Black
Der mmf-3.3 kommt in innovativer Sandwichbauweise und mit vielen Details zur Klangoptimierung.

Beim Music Hall mmf-3.3 ist nicht ganz klar, ob es sich um eine reine Brett-Konstruktion handelt. Mit den beiden Zargen, die schwingend miteinander verbunden sind erinnert er eher an eine Sub-Chassis-Konstruktion. Diese Konstruktion sorgt auf jeden Fall für eine hervorragende Entkopplung von störenden Einflüssen aus der Umgebung. Der Tonarm ist sehr hochwertig und sorgt zusammen mit dem eingesetzten Tonabnehmer-System für ein tolles Klangerlebnis.

Designtipp

Pro-Ject Debut Carbon EVO

Test besten Plattenspieler: Pro-Ject Debut Carbon EVO
Der Debut Carbon Evo kommt in einer nochmals verbesserten Ausführung auf den Markt. Aktuell sind acht Farbvarianten verfügbar.

Wie schon der Name vermuten lässt, ist der Debut Carbon Evo von Pro-Ject eine verbesserte Version seines Vorgängers. Die Zarge gibt es in insgesamt acht unterschiedlichen Farben und einem Echtholz-Furnier, damit dürfte jeder die passende Variante für sein persönliches Musikzimmer finden. Wie immer bei Pro-Ject ist das aber nicht der einzige Vorzug des Gerätes, der hochwertige Tonarm harmoniert hervorragend mit dem vorinstallierten Tonabnehmer und Sie erhalten neben der optischen auch eine akustische Bereicherung.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
FavoritWenn Geld egal istKlangtippDesigntipp
ModellDenon DP 400Dual CS 800Music Hall mmf-3.3Pro-Ject Debut Carbon EVONAD C 588Thorens TD 402 DDMagnat MTT 990Dual CS 460Edwards Audio TT5NAD C 558Pro-Ject Essential IIIMusic Hall mmf-2.3Elac Miracord 50Rega Planar 1 PlusThorens TD 201Audio-Technica AT-LPW30TK
Test besten Plattenspieler: Denon DP450USBTest besten Plattenspieler: Dual CS 800Plattenspieler Test: Music Hall Audio Mmf 3 3 Turntable BlackTest besten Plattenspieler: Pro-Ject Debut Carbon EVOPlattenspieler Test: 41c0ti4+b5l. Ac Sl1000Test besten Plattenspieler: Thorens TD 402 DDTest besten Plattenspieler: Magnat MTT 990Test besten Plattenspieler: Dual CS 460Plattenspieler Test: Edwards Audio Tt5Test besten Plattenspieler: NAD C 558Test besten Plattenspieler: Pro-Ject Essential IIITest besten Plattenspieler: Music Hall mmf-2.3Test besten Plattenspieler: Elac Miracord 50Test besten Plattenspieler: Rega Planar 1 PlusTest besten Plattenspieler: Thorens TD 201Test besten Plattenspieler: Audio-Technica AT-LPW30TK
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Aktivierbare Endabschaltung mit aktivem Tonarm-Lift
  • Hochwertig verarbeitet
  • Hervorragender Klang
  • Einfache Montage und Bedienung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hervorragender Klang
  • Einfache Bedienung
  • Innovative Konstruktion
  • Hervorragender Klang
  • Hochwertig verarbeitet
  • Es stehen diverse Oberflächen-Varianten zur Verfügung
  • Hervorragender Klang
  • Tonarm höhenverstellbar
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hervorragender Klang
  • Unkomplizierte Installation
  • Einfache Bedienung
  • Hervorragender Klang
  • Spielt auch alte Schellackplatten mit 78 U/min ab
  • Tonarm ist höhenverstellbar zur perfekten Anpassung anderer Systeme
  • Hervorragender Klang
  • Saubere Sub-Chassis-Konstruktion
  • Bewährte Automatik
  • Hervorragender Klang
  • Hervorragend gelagerter, höhenverstellbarer Tonarm
  • Bietet viel Upgrade Potential
  • Toller spritziger Klang
  • Hochwertig verarbeitet
  • Hervorragender Klang
  • Sehr gute Grundlage für viele Ausstattungsvarianten
  • In vielen Farben verfügbar
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Hervorragender Klang
  • Gut vormontiert
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr guter Klang
  • Elegantes, schlichtes Design
  • Hervorragender Klang
  • Schnell betriebsbereit zusammengebaut
  • Guter Klang
  • Sehr gut verarbeitet
  • Hervorragender Klang
  • Sehr genaue Justierung möglich
Contra
  • Unkonventionelle Haubenkonstruktion
  • Anschlussterminal schwer zugänglich
  • Zum Wechsel der Geschwindigkeit muss der Riemen umgesetzt werden
  • Kein Phono-Vorverstärker integriert
  • Komplexe Installation
  • Unpraktische Haubenkonstruktion
  • Zum Wechsel der Geschwindigkeit muss der Riemen umgesetzt werden
  • Umschalter des Vorverstärkers schlecht zugänglich
  • Kein Vorverstärker integriert
  • Finish nicht ganz perfekt
  • Funktioniert nur mit dem einen Tonabnehmer
  • Klanglich bleiben Wünsche offen
  • Deutlich hörbarer Motor
Bester Preis

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Plattenspieler Test: Denon Dp400 Top

Testsieger: Denon DP 400

Mit dem berühmten DL-103 hat Denon einen Tonabnehmer im Programm, der sich seit fast 60 Jahren nahezu unverändert am Markt behauptet. Na gut, fast unverändert, denn der Preis wurde nach und nach nach oben korrigiert. Um diesem und anderen Schmuckstücken eine ideale Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen, produziert Denon mindestens ebenso lange auch komplette Plattenspieler.

Favorit

Denon DP 400

Der DP-400 wurde 2018 zusammen mit seinen Kollegen vorgestellt. Er ist aktuell, neben seinem Bruder DP450USB mit USB-Ausgang, das Spitzenmodell von Denon. Beide sind in Schwarz und Weiß erhältlich, passen wunderbar zum Design der Denon Hifi-Geräte, machen aber auch in anderer Umgebung eine gute Figur.

Zusammenbau und Justierung

Auch Denon lässt bei der Verpackung und Transportsicherung des DP-400 nichts anbrennen; die Headshell mit perfekt vormontiertem Tonabnehmer-System ist ebenso separat im Karton wie das Gegengewicht, der Plattenteller und die Haubenscharniere. Stopp – Haubenscharniere hat der Denon natürlich nicht, dafür liegt die Haube mit dem markanten Tunnel zum Schutz des Tonarms schon auf dem Laufwerk. Polster sorgen für den nötigen Abstand und der Tonarm ist sicherheitshalber zusätzlich mit einem Draht in der Ruheposition fixiert.

Der Tonarm des DP-400 ist nicht gerade, wie die meisten anderen, sondern folgt der sogenannten »S«-Form, woraus sich ein geringfügig verbesserter Spurfehlerwinkel ergibt. Auch hier handelt es sich um einen Plattenspieler nach Brett-Konstruktion mit Riemenantrieb. Der Riemen liegt bei Auslieferung schon um den kleineren integrierten Innenteller und ist dort mit einem roten Bändchen fixiert. Nach dem Aufsetzen auf das Lager wird der Riemen mit Hilfe dieses Bändchens über die Motorachse gezogen, die durch eine der Aussparungen im Plattenteller zu sehen ist.

Das Gegengewicht wird hinten auf den Tonarm geschraubt, soweit, bis der Tonarm in der Waage ist. Die Skala wird auf Null gestellt, um das Gewicht anschließend auf den Wert in der Anleitung einzustellen. Die Messung mit der Tonarmwaage ergab eine Abweichung von unter zehn Prozent: ein Spitzenwert! Die Antiskating-Einstellung wird auf den gleichen Wert gestellt, der nach unseren Messungen dem Tonarm ebenfalls perfekt in der Spur hält.

Die Haube schützt den Plattenspieler nur wenn er nicht in Betrieb ist, dann wird sie von der Achse des Plattentellers zentriert und der Tonarm verschwindet unter dem Tunnel. Ein recht schwerer Metallklotz mit mehreren Aussparungen liegt bei, hierin wird die Haube geparkt – wer will, kann dort dann Schallplatten oder die Cover der aktuellen Platte griffbereit anlehnen.

Auf der Rückseite ist das Anschlussfeld mit zwei Umschaltern: einer für die automatische Endabschaltung, einer für den integrierten Vorverstärker, der nach Bedarf zu- und abgeschaltet werden kann, sodass der Plattenspieler an die AUX-Buchse, oder – wo vorhanden – an eine Phono-Buchse angeschlossen werden kann. Die automatische Endabschaltung bewirkt, dass der Tonarm am Ende der Schallplatte vom Lift angehoben und der Teller gestoppt wird. Diese Funktion lässt sich wahlweise auch abschalten.

Der Denon beherrscht automatische Endabschaltung

Vorn auf dem Brett gibt es nur einen einzigen Drehknopf zur Auswahl der Drehzahl, hier werden neben den üblichen Umdrehungszahlen von 331/3 und 45 auch die 78 Umdrehungen pro Minute angeboten – für alte Schelllackplatten. Dafür muss dann eine andere Nadel eingesetzt werden, weil die Rille breiter ist als bei modernen Vinyl-Platten.

Nun heißt es das Visier zum Schutz der Nadel hochzuklappen, den Tonarmlift anzuheben, die passende Geschwindigkeit einzustellen und die Nadel wieder per Lift in die Einflugschneise der Rille abzusenken – und schon kann der Klangtest beginnen.

Der Klang

Das hauseigene Tonabnehmersystem senkt sich sanft in die Rille und der Spaß kann beginnen. Schon nach den ersten Takten wird klar, dass Denon bei der Wahl des Tonabnehmers nicht gerade ins untere Regal gegriffen hat; gegenüber dem AT95 legt das montierte Denon CN-6518 nochmal eine kleine Schippe drauf. Hauptsächlich profitiert die Mittelhochton-Auflösung vom direkten Vergleich, dabei gibt sich das Denon weniger Spitz als das Audio-Technica.

Auch der Tiefbass geht noch eine Stufe tiefer in den Keller, ohne mit höherem Pegel zu blenden. Insgesamt spielt die Kombination von Denon auf dem gleichen hohen Niveau wie die Plattenspieler mit Audio-Technica AT95 und Ortofon OMB 10, jede mit ihrer eigenen Charakteristik. Die räumliche Abbildung der Musik gelingt dem Denon selbst bei den komplexen Klanggebilden von Pink Floyd nahezu spielerisch.

Eigentlich kann man mit der Kombination aus Laufwerk, Tonarm und Tonabnehmer beim Denon DP-400 rundum zufrieden sein. Dennoch ist es gut zu wissen, dass Experimente mit anderen Tonabnehmern, gern auch vom selben Hersteller, problemlos möglich sind.

Nachteile?

Etwas zwiespältig ist die Haubenkonstruktion des DP-400. Einerseits sieht sie gut aus – sowohl auf dem Plattenspieler, als auch als Platten- und Cover-Halter neben dem Gerät – andererseits gibt es beim Abspielen keinen Staubschutz. Damit erschöpft sich die Kritik allerdings auch schon, denn darüberhinaus macht der Denon seine Sache sehr gut.

Denon DP 400 im Testspiegel

Die Konstruktion der Haube sieht nicht jeder als Problem, in den meisten Tests wird sie eher positiv als Designmerkmal angesehen, über die übrigen Qualitäten des Plattenspielers gibt es allerdings keine Zweifel:

In der Stereo Ausgabe 12/2018 erreichte der Denon beim Klang-Niveau 48 Prozent und im Preis-Leistungsverhältnis das Prädikat »exzellent« und vier von fünf Sternen. Auch den Kollegen hat besonders gefallen das der Plattenspieler durchaus von einem Upgrade des Tonabnehmers profitieren kann:

»Kompakter, sensorgeregelter Plattenspieler mit Riemenantrieb und Endabschaltung. Laufwerk und Tonarm sind für die Preisklasse sehr gut, auch der eingebaute Tonabnehmer von Audio Technica ist gut, der Dreher kann aber auch noch von einem besseren profitieren. Clevere Detaillösungen wie die stylische Abdeckung und vor allem der integrierte Phonoverstärker MM/MC (!) machen Spaß.«

In der Ausgabe 8/2018 des Magazins Audio Test konnte der Denon das Prädikat »Ausgezeichnet« (91,5 Prozent) erringen und erhielt im Preis-Leistungsverhältnis sogar zehn von zehn Punkten. Die weitere Bewertung setzt sich folgendermaßen zusammen: In der Wiedergabequalität erhielt er 52,5 von 60 Punkten, die Ausstattung wurde mit 14 von 15 Punkten honoriert und bei der Benutzerfreundlichkeit erhielt er mit 15 Punkten ebenfalls die volle Punktzahl.

Auf Like HiFi, der Online-Variante von Audio Test, erreichte der Denon als Gesamtergebnis aus den Disziplinen Wiedergabequalität, Ausstattung/Verarbeitung, Benutzerfreundlichkeit und Preis-Leistungsverhältnis insgesamt 92 Prozent:

»Ohne zu viel zu versprechen, können wir dem Denon DP-400 HiFi-Plattenspieler eine absolute Top-Performance bescheinigen. Die Laufruhe, die Verarbeitung, der Bedienkomfort und die einfache Installation – alles ist von höchster Güte. Der hauseigene MM-Tonabnehmer kitzelt musikalische Details in wirklich anmutiger Farbigkeit selbst aus eher mäßigen Aufnahmen. Wir meinen, für den Preis von 500 Euro ist der Plattenspieler fast schon zu preiswert.«

Alternativen

Obwohl der DP-400 seine eindeutigen Vorzüge hat, können je nach Bedarf auch andere Geräte interessant sein. Wir stellen im Folgenden noch einen Spieler mit Vollautomatik, unseren Klangtipp, ein teures und ein günstiges Modell vor.

Wenn Geld egal ist

Dual CS 800

Test besten Plattenspieler: Dual CS 800
Der Dual CS 800 bietet tollen Klang und feinste Mechanik aus dem Schwarzwald.

Beim Anblick des CS 800 von Dual werden so manche Erinnerungen wach. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich werden die hochwertigen Dual-Plattenspieler nach wie vor im Schwarzwald produziert – und viele Bauteile, wie zum Beispiel der filigrane Tonarm, haben sich äußerlich so gut wie gar nicht verändert. Der CS 800 ist zudem, wie schon seine Vorfahren, eine Sub-Chassis-Konstruktion und liegt wegen der höheren Produktionskosten eher am oberen Ende der Preisskala.

 Plattenspieler Test: Dual Cs800
Trotz Sub-Chassis Konstruktion ist der CS 800 wunderbar schlank geworden.

Außerdem muss der Dual vollkommen manuell bedient werden. Das heißt: Motor mit der gewünschten Umdrehungszahl starten, Tonarm in Richtung Platte bewegen, Lift absenken und genießen. Am Schluss muss man sich dann wieder die Mühe machen und den Tonarm per Lift aus der Rille heben, Motor stoppen und alles in die Ruheposition bringen. Das kann was von einem Ritual haben, dient auf jeden Fall dem Klang, da eine Automatik immer auch mehr oder weniger mechanische Einflüsse auf den Tonarm und damit auf die Abtastnadel und letztlich auf den Klang ausübt.

Bei der Wahl der richtigen Geschwindigkeit des Plattentellers per Touchfläche geht es dagegen außergewöhnlich modern zu. Einmal tippen stellt die Geschwindigkeit auf 33 1/3 Umdrehungen pro Minute für LPs, zweimal tippen erhöht diese auf 45 und einmal lange Tippen stoppt den Motor.

Zum Lieferumfang des CS 800 gehört ein sehr hochwertiges Anschlusskabel, ein Inbus zur Entfernung der beiden Transportsicherungen, sowie eine Montage-Schablone für den Tonabnehmer, falls man den mal wechseln möchte. Das Anschlussterminal auf der Rückseite sitzt auf einer soliden Metallplatte und besteht durchweg aus hochwertigen Buchsen und einer soliden Klemmschraube für die Erdung.

Die Buchsen und die Klemmschraube bieten zudem genug Platz, sodass auch Grobmotoriker keine Anschlussprobleme haben dürften. Ein Phono-Vorverstärker ist dagegen nicht integriert.

Aufgrund der Skalen auf dem Gegengewicht und der Antiskating-Einrichtung ist die Erstmontage ziemlich einfach. Bei eingestellten 1,75 mN messen wir tatsächlich 1,9 mN, was einer Abweichung von unter zehn Prozent entspricht – das ist Spitze. In der Einspielphase lassen wir die etwas höhere Auflagekraft und werden prompt mit einem hervorragenden Klangerlebnis belohnt.

Zwar gehört das vorinstallierte Ortofon 2M Red nicht zu den absoluten Spitzen-Abnehmern, trotzdem bringt uns die Kombination mit dem Dual ein sehr einnehmendes Klangerlebnis. Der Filigrane Tonarm mit seiner exzellenten Lagerung übt so gut wie keinen hörbaren Einfluss auf die Abtastung aus.

Vom tiefsten Bass bis hin zu einer lebendigen, fein aufgelösten Höhenwiedergabe vermissen wir gar nichts. Sicher gibt es Tonabnehmer, die noch mehr Informationen aus der Rille zaubern. Diese eignen sich als ideales Upgrade des CS 800, denn dessen Potential ist mit dem installierten Ortofon längst nicht ausgeschöpft.

Klangtipp

Music Hall mmf-3.3

Plattenspieler Test: Music Hall Audio Mmf 3 3 Turntable Black
Der mmf-3.3 kommt in innovativer Sandwichbauweise und mit vielen Details zur Klangoptimierung.

Der Music Hall mmf-3.3 wird wie die Pro-Ject Plattenspieler und auch viele andere in einem Werk in Tschechien produziert. Der Einfluss, den Roy Hall (der Namensgeber) auf die Konstruktion hat ist dabei unübersehbar. Anders als der mmf-2.3, der bislang diesen Platz belegte, besteht der mmf-3.3 aus zwei Brettern, die in Sandwichbauweise übereinander montiert sind, mit einer Dämpfungslage dazwischen.

Tonarm und Tellerlager sind auf dem oberen Brett fixiert, wogegen die Motor-Einheit auf dem unteren Brett ruht. Die einzige Verbindung stellen besagte Dämpfer sowie der Antriebsriemen dar, womit der Music Hall eindeutig zu den Sub-Chassis- Konstruktionen gehört.

 Plattenspieler Test: Musichall Mmf33
Der Music Hall mmf-3.3 besteht aus zwei Brettern oder Zargen in Sandwich-Bauweise mit einer Dämpfung dazwischen.

Zum Lieferumfang gehören wie immer eine Schablone und eine Waage zur Tonabnehmer-Montage, ein hochwertiges Anschlusskabel sowie gleich zwei Riemen. Während die Einstellungen 33 1/3 und 45 U/min per Taster elektronisch ausgewählt werden, muss für 78 Umdrehungen der zweite runde Riemen gegen den Flachen getauscht werden. Hierzu müssen Sie den Teller abnehmen, bei den selten gewordenen 78-er Schallplatten hält sich der Aufwand aber wohl in Grenzen. Der Netzschalter ist vorn links unter der Zarge.

Bei der Erstmontage müssen drei Schrauben, die zur Transportsicherung dienen, unter dem Plattenteller entfernt werden. Ein passender Schraubendreher war bei unserem Testmuster leider nicht dabei. Um eine mögliche Beschädigung während des Transports zu verhindern, sind die Haubenscharniere noch nicht an der Zarge befestigt. Die notwendigen Schrauben sind allerdings schon eingesetzt, die Scharniere selbst müssen noch angeschraubt werden.

Beim Verkabeln des Plattenspielers mit dem Verstärker mussten wir feststellen, dass das Anschlussterminal ziemlich tief innen liegt, sodass an gerade mit größeren Fingern so seine Mühe hat, es sei denn, man schließt das mitgelieferte Kabel schon mal an, solange der Plattenteller des mmf-3.3 noch nicht aufliegt und auch die Haube noch nicht befestigt ist.

Nach diesen zugegebenermaßen nur kleinen Stolpersteinen bei der Montage geht es nun an die Feinarbeit. Der vormontierte Tonabnehmer soll noch die korrekte Auflagekraft bekommen und die dazu passende Antiskating-Einstellung muss ebenfalls noch erledigt werden. Das montierte Ortofon 2M Red soll laut Anleitung 18 mN Auflage haben, diese lässt sich ziemlich genau mit Hilfe der Skala auf dem Gegengewicht des Tonarmes einstellen.

Die Antiskating-Vorrichtung wird bei diesem Tonarm mit einem Fadengewicht realisiert, der Faden soll bei der eingestellten Auflagekraft in den mittleren Ring der entsprechenden Vorrichtung am Tonarm eingehängt werden – passt.

Weil das System noch jungfräulich, also nicht eingespielt ist, erhöhen wir die Auflage auf etwa 2 mN. Das ist einerseits zu wenig, um das Antiskating anpassen zu müssen, andererseits verkürzt es die Einspielzeit und verbessert zudem die Abtastung messbar. Die Kombi von Music Hall spielt dann auch auf Anhieb souverän auf. Der Bass ist zwar dezent, reicht aber spürbar sehr tief runter. Auch bezüglich der Auflösung im Mittelhochton- und Hochtonbereich läuft das Ortofon in dieser Kombination zur Höchstform auf. Dank seiner vergleichsweise hohen Ausgangsspannung dürften selbst einfachere Phono-Vorverstärker gut damit zurechtkommen.

Schnell stellt mich der mmf-3.3 von Music Hall klanglich zufrieden, dennoch kommt es vor, dass man nach geraumer Zeit zu experimentieren anfängt. Spätestens wenn die Nadel des 2M Red verschlissen ist, stellt sich die Frage, ob sich ein Wechsel lohnt, oder ab es nicht Zeit für ein Upgrade mit einem hochwertigeren System ist. Der Music Hall wird diese Frage mit einem klaren »Ja« beantworten, dann bleibt nur noch die Frage nach Ihren Budget und nach Ihrer Fingerfertigkeit, denn das Headshell ist fest am Tonarmrohr verklebt, was die Montage etwas erschwert.

Designtipp

Pro-Ject Debut Carbon EVO

Test besten Plattenspieler: Pro-Ject Debut Carbon EVO
Der Debut Carbon Evo kommt in einer nochmals verbesserten Ausführung auf den Markt. Aktuell sind acht Farbvarianten verfügbar.

Die Ähnlichkeiten des Pro Ject Debut Carbon Evo zum Music Hall mmf-3.3 sind unverkennbar, nur dass es sich im Falle des Debut Carbon Evo tatsächlich um ein echtes Brett-Laufwerk handelt. Plattenteller, Antrieb und vor allem der Tonarm könen aber ihre gemeinsame Herkunft aus der Fabrik in Tschechien nicht leugnen – wollen sie auch gar nicht. Schließlich genießt die Fabrik den Ruf, hochwertige Plattenspieler für nahezu jedes Budget produzieren zu können.

Darüber hinaus bietet diese Fertigungstiefe unter einem Dach neben den technischen auch Design-Möglichkeiten. So gibt es für den Debut Carbon Evo aktuell neun verschiedene Zargen, darunter acht farbige und eine in Holzfurnier. Sollten Sie also mit einem Plattenspieler liebäugeln, der entweder als Eycatcher oder als bestens integriertes Möbelstück ins Musikzimmer soll, werden Sie beim Debut Carbon Evo in jedem Fall fündig.

 Plattenspieler Test: Project Debutcarbonevo
Außer in Hochglanz-Weiß gibt es den Debut Carbon Evo noch in sieben weiteren Farbvarianten, auch ein Holzfurnier ist aktuell verfügbar.

Dass man sich um die Montage, die Bedienung und vor allem den Klang keine Sorgen machen muss ist bei Geräten von Pro-Ject ohnehin klar. Schon beim Auspacken fällt die wohlgefüllte Tüte mit dem Montage- und anderem Zubehör angenehm auf. Der Weg in den Baumarkt oder zum Fachhändler für einen Lastminute Deal darf getrost ausfallen. Die Haubenscharniere sind bereits montiert, der Riemen muss nur noch aufgelegt werden, wozu selbstredend ein Hilfswerkzeug beiliegt, Filzmatte drauf und schon kanns losgehen. Eine Transportsicherung in Form von einer oder mehrere Schrauben ist hier überflüssig, da es sich um einen Brett-Spieler handelt.

Sogar ein zweiter Riemen, rund statt flach, liegt im Zubehörbeutel. Der wird allerdings nur fürs Abspielen von Platten mit 78 Umdrehungen pro Minute benötigt, für die Umschaltung zwischen 33 1/3 und 45 U/min ist der Wippschalter links unter der Zarge zuständig. Der hat nämlich drei Positionen: die I für 33 1/3 und die II für 45 U/min sowie die 0, um den Motor auszuschalten.

Der Debut Carbon Evo hat zwar das Tonabnehmer-System von Ortofon schon am Arm montiert, trotzdem müssen die Auflage- und Antiskating-Kraft noch justiert werden. Auch hier liegt die Auflage zwischen 18 und 20 mN, die sich mit Hilfe der Skala auf dem Gegengewicht des Tonarmes unkompliziert ausbalancieren lässt. Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass wir eine Abweichung knapp 20 Prozent gemessen haben.

Ob das nun ins Reich der Psychoakustik gehört oder tatsächlich den unterschiedlichen Konstruktionsweisen der Plattenspieler geschuldet ist, mag dahingestellt sein. Uns vermittelt der Debut Carbon Evo einen Tick weniger Souveränität, vor allem bezüglich der Räumlichkeit als der mmf-3.3 von Music Hall. Aber wie gesagt sind die Unterschiede marginal, sodass Sie getrost ihren persönlichen Geschmack bezüglich des Designs entscheiden lassen können – und da hat der Debut Carbon Evo eindeutig mehr zu bieten.

Außerdem getestet

Der NAD C 588 ist der teurere der zwei aktuellen Plattenspieler von NAD. Wie viele andere, bedient sich auch NAD bei den wenigen verbliebenen Herstellern und so ist die Ähnlichkeit des verwendeten Tonarms mit denen von Rega sicher kein Zufall. Das Tonarmrohr ist aus Karbon, die Headshell und das Gegengewicht glänzen metallisch, sodass man davon ausgehen kann, dass das Material aus den oberen Regalen des Herstellers stammt. Dazu zählen ohne Zweifel auch die Lager des Tonarmes, die mutmaßlich nur geringste Toleranzen aufweisen dürften. Zum Lieferumfang des C 588 gehören eine Schablone und eine Waage zur Montage und Justierung des Tonabnehmers. Das ebenfalls beiliegende Cinch-Kabel ist sehr hochwertig – und last but not least liegen ein Paar Handschuhe bei, die das Set bei der Montage vor Staub und Fingerabdrücken schützen.

Der NAD ist sehr montagefreundlich verpackt, die Einzelteile (Haube, Zarge, Subteller und Glasteller) können fast in der Reihenfolge ihrer Montage einzeln herausgenommen werden. Die schützenden Schaumstofflagen liegen jeweils dazwischen und sind nicht seitlich angepresst, wie das bei anderen Geräten der Fall ist.

Die Auflagekraft des montierten Systems muss zwingend mit der Waage eingestellt werden, da das Gegengewicht über keine Skala verfügt. Nun wird auch die Funktion der Inbus-Schlüssel klar: zum Fixieren des Gegengewichts und zum Lösen beziehungsweise Fixieren des Tonarmes in seiner Führung. Beide NAD Plattenspieler verfügen nämlich über einen höhenverstellbaren Tonarm, der die korrekte Montage beinah jeden Tonabnehmers ermöglicht.

Das Antiskating wird seitlich am Tonarm mit einer sehr fein aufgelösten Skala und einer satt laufenden Rändelschraube vorgenommen. Zum Wechsel der Geschwindigkeit muss der Riemen umgelegt werden, wozu vorher wiederum der Acrylteller abgenommen werden muss.

Auch bei NAD hat man Gefallen am Ortofon 2M Red gefunden, nach korrekter Einstellung der Auflage und des Antiskatings gibt es die mittlerweile gewohnte Performance. Mit satten, tiefreichen den Bässe, hoch auflösenden Mitten und brillanten Höhen verwöhnt nun auch die Kombination aus Ortofon und C 588. Wenn man sich dann daran sattgehört hat und eventuell von allem noch etwas mehr möchte: trockeneren Bass, eine klarere räumliche Abbildung des Musikgeschehens, dann wäre der C 588 der letzte, der sich gegen ein Upgrade sperren würde. Im Gegensatz zum TT5 passt hier sogar die Haube.

Seit gut zwei Jahren ist die neu gegründete Thorens GmbH nun in Sachen Plattenspieler aktiv und hat in der Zeit die Produktpalette stetig erweitert. Der TD 402 DD ist einer der jüngeren Sprösslinge, der zudem mit einem Direktantrieb punkten will. Zwar ist das Design stark von den letzten Sub-Chassis Spielern beeinflusst, bis hin zu den sogenannten Knebelschaltern zum Ein-/Ausschalten und zur Wahl der Geschwindigkeit. Dennoch handelt es sich nicht um eine Sub-Chassis Konstruktion, sondern um einen Brett-Spieler. Auspacken und Erstmontage sind wie üblich auch beim TD 402 DD schnell erledigt. Die Einstellungen von Tonarm und Abnehmer gehen ebenso leicht von der Hand. Nicht zuletzt weil hier gut sichtbare Skalen bei den Einstellungen von Auflage und Antiskating helfen, die zudem noch wehr genau sind und im Falle der Auflagekraft beispielsweise gerade mal fünf Prozent Toleranz aufweisen.

Bei der optionalen Endabschaltung wird nur der Motor abgeschaltet, wenn die Nadel einige Zeit im Ende der Rille kreist. Ein Halbautomatischer Plattenspieler würde den Arm zumindest anheben, das macht der Thorens aber nicht. Dafür stellt er einen eingebauten Phono-Vorverstärker zur Verfügung, der bei Bedarf aber umgangen werden kann. So können Sie gegebenenfalls selbst entscheiden, welcher Phono-Vorverstärker das bessere Klangerlebnis bietet, der im Plattenspieler oder der in der Stereo-Anlage.

Beim TD 402 DD ist das Audio-Technica AT VM95E mit elliptischer Nadel vorinstalliert. Im Vergleich zum allgegenwärtigen 2M Red von Ortofon kommt der Bass jetzt weniger massiv rüber, reicht aber mindestens genauso tief runter. Insgesamt erscheint das VM95 etwas ausgewogener als das M2 Red zu sein, die Ausgangsspannung ist ähnlich hoch und dürfte auch einfache Phono-Vorverstärker nicht überfordern. Dank abnehmbarer Headshell und der einfachen Justage freut sich der TD 402 DD aber sicher auch über ein gelegentliches Upgrade.

Magnat kennt man ursprünglich aus der Lautsprecher-Entwicklung, doch seit einigen Jahren spielt die Marke auch bei hochwertiger und dabei preiswerter Hifi-Elektronik eine wichtige Rolle. Um die Hifi-Sparte mit einem Vinyl-Dreher zu komplettieren, brachte Magnat den MTT 990 ins Spiel: hochwertig und dabei preiswert. Den Magnat MTT 990 gibt es ausschließlich in Schwarz, die Zarge ist hochglanzpoliert – ein Paradies für jedes Staubkorn. Zum Glück gehört eine Haube zum Lieferumfang, so kann wenigstens die Oberseite weitestgehend vor diesen Biestern geschützt werden. Auf den ersten Blick wurde beim MTT 990 auf jeglichen Schnickschnack verzichtet. Ein einziger, großer Drehknopf vorne links ist für die Geschwindigkeitswahl zuständig, rechts wartet der ebenfalls überwiegend in dezentem Schwarz gehaltene Tonarm auf seinen Einsatz.

Gegen einen schnellen Zusammenbau spricht auch hier nur die Achtsamkeit, mit der man solche mechanischen Preziosen grundsätzlich behandeln sollte – zumal wenn sie über ein so hohes Eigengewicht verfügen, wie die Zarge und auch der Plattenteller des Drehers von Magnat. Dank des direkten Antriebs des Plattentellers muss man hier keinen Riemen auflegen, was mitunter etwas fummelig sein kann.

Anschließend geht es an die Justierung von Auflagekraft und Anti-Skating-Vorrichtung, nach Anleitung soll das Gewicht hierzu auf die üblichen zwei Gramm gestellt werden. Die sind laut Messung mit der Tonarmwaage schon erreicht, wenn die Skala mal eben 1,5 anzeigt – hier war man also recht großzügig. Weniger grob funktioniert dagegen die Anti-Skating-Vorrichtung, hier passt es nach Messung in der Skalenposition zwei, entsprechend der korrekten Auflagekraft.

Zeit, einen Blick auf die anderen Feinheiten oder technischen Finessen zu werfen. Der besagte große Drehknopf schaltet nicht nur zwischen 331/3 und 45 U/min um, sondern hier lässt sich der Plattenteller auch auf 78 U/min bringen. Zum Abspielen der alten Schellackplatten, sollten Sie also noch im Besitz solcher Raritäten sein – der MTT 990 ist auf jeden Fall gerüstet.

Doch damit nicht genug: Rund um die Tonarmbasis gibt es einen Ring, der über verführerische Griffmulden verfügt und außerdem mit einer Skala versehen ist. Hier lässt sich der komplette Tonarm in der Höhe verstellen, nachdem der kleine Hebel zur Verriegelung gelöst wurde. Sollten Sie also irgendwann ein Upgrade mit einem anderen Tonabnehmer-System planen, sind Sie nicht darauf beschränkt, dass Ihr neuer Favorit über die selbe Bauhöhe wie das eingesetzte System verfügt – Sie können die Höhe korrigieren.

Da ist es von Vorteil, dass der MTT 990 keinen eingebauten Phono-Vorverstärker hat, die beschränken sich nämlich zumeist entweder auf ein MM- oder ein MC-System. Aus diesem Grund sollte der Verstärker schon über einen entsprechenden Phono-Eingang verfügen oder Sie schalten ein entsprechendes Gerät dazwischen.

Damit können Sie sich aber vorerst Zeit lassen, denn das standardmäßig verbaute AT95E von Audio-Technica spielt in Verbindung mit dem Tonarm und nach guter Justierung hervorragend auf. Gerade im Bass und Grundtonbereich langt es beherzt zu, ohne allerdings zu dick aufzutragen – mit dem Erfolg, dass die Magnat-Kombi wunderbar erdig und doch bis in die Spitzen fein aufgelöst aufspielt.

Die Musik bekommt genug Raum, sowohl in der Breite als auch in der Tiefe, der MTT 990 macht nach der ersten LP förmlich süchtig und lässt erstmal nicht das Verlangen nach mehr aufkommen. Und wenn irgendwann doch, dann ist er bestens vorbereitet.

Der Dual CS 460 wird nicht nur bei uns Erinnerungen geweckt haben: Dieser vollautomatische Plattenspieler in Subchassis-Bauweise wird wieder überwiegend in St. Georgen im Schwarzwald produziert und offensichtlich kommt nach wie vor ein Großteil von Technik und Design vergangener Vinyl-Dreher zum Einsatz. Produziert wird dort mittlerweile seit Anfang der 90er von der Alfred Fehrenbacher GmbH, einem der Inhaber der Markenlizenz von Dual.

Auch wenn wir es beim CS 460 mit bewährter Technik zu tun haben, ist solch eine Konstruktion mit Sub-Chassis um einiges aufwändiger bei der Montage als die Brettspieler. Die Automatik macht das ganze nicht leichter, der Hersteller liefert dennoch ein gut vorbereitetes Paket, sodass auch der Dual problemlos aufzubauen ist, wenngleich es schon einige Minuten mehr Zeit erfordert. Danach geht fast alles wie gehabt: Headshell mit montiertem Tonabnehmer und Gegengewicht werden am Tonarm montiert und letzteres wird justiert.

Dabei wird mit Hilfe des Gegengewichts der Tonarm mit montiertem Abnehmer nur in die Balance gebracht, die Einstellung der Auflagekraft erfolgt dann mit einer Rändelschraube am Tonarmlager und zwar per Federkraft. Der nach Anleitung und Skala eingestellte Wert stimmt ziemlich genau mit der Tonarmwaage überein. Dasselbe gilt dann auch für die Antiskating-Vorrichtung, die über ein Drehrad an der Tonarmbasis auf den selben niedrigen Wert gestellt wird.

Das montierte Ortofon OMB 10 soll mit einer Auflagekraft von 15 Millinewton, was einem Gewicht von etwa 1,5 Gramm entspricht, in die Rille gedrückt werden – nach einigen Messungen mit Hilfe der Mess-Schallplatte erreichten wir mit 1,8 Gramm (laut Tonarmwaage) ein optimales Abtastergebnis. Vor dem Abspielen für den Klangtest gibt es jedoch noch einen Wermutstropfen: Dem CS 460 fehlt leider der integrierte Vorverstärker, sodass ausschließlich an den Phono-Eingang des Receivers oder Verstärker angeschlossen werden kann – schade eigentlich.

Ist er allerdings am korrekten Eingang angeschlossen, kann es endlich losgehen. Beim CS 460 muss man jetzt nur noch die richtige Geschwindigkeit einstellen, die Tonarmverriegelung lösen und den Starthebel betätigen. Der Plattenteller läuft an, der Tonarm hebt sich aus der Ruheposition, schwebt zur Platte hinüber und legt eine punktgenaue Landung am Anfang der Rille hin. Am Ende der Platte sorgt die auseinandergezogene Auslaufphase der Rille dafür, dass der Tonarm sich wieder hebt, zurück in die Ruheposition schwenkt und der Plattenteller gestoppt wird.

Dazwischen gibt es hervorragenden Klang, die Kombination aus Dual CS460 mit dem schlanken Tonabnehmer von Ortofon liegt mindestens auf dem Niveau der Sets, die mit dem AT95 bestückt sind. Der Dual schien uns bei einigen Stücken sogar etwas spritziger zu Werke zu gehen. Auf jeden Fall sorgt der Dual mit seinem einfachen Handling und der Musikwiedergabe für reichlich Spaß.

Edwards Audio TT5

Plattenspieler Test: Edwards Audio Tt5

Keine Preise gefunden.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Edwards Audio TT5 ist eein Plattenspieler für Enthusiasten, Experten oder zumindest feinmechanisch versierte Menschen. Normalerweise wird er ohne Tonabnehmer-System geliefert, wir bekamen ihn mit vormontiertem und justiertem Zephyr C200 aus gleichem Hause, das allerdings große Ähnlichkeit mit einem AT91 von Audio-Technica hat. Wie dem auch sei, die Entscheidung, welches System Sie fahren möchten, hängt davon ab, ob Sie sich eine Montage selbst zutrauen oder was Ihnen der Fachhändler diesbezüglich anbieten kann.

Natürlich können Sie das System auch selbst montieren und Auflagekraft sowie Antiskating justieren, sofern Sie über das notwendige Equipment wie Tonarmwaage, Schablone und Messplatte verfügen.

Der Tonarm ist einpunktgelagert und eine Eigenentwicklung namens Edwards A5, gerade diese Art der Lagerung macht es ohne die Erwähnten Hilfsmittel unmöglich einen Tonabnehmer korrekt zum montieren. Anders als die klassisch kardanisch gelagerten Tonarme neigt das Einpunkt-Lager nämlich zum kippeln. Dem wirken das quasi tiefergelegte Gegengewicht und einige andere Konstruktionsdetails zwar entgegen, das macht die Montage aber nicht viel leichter.

Andererseits gehört der Tonarm zu den wenigen im Test, den man in der Höhe verstellen kann. So können auch exotische Tonabnehmer geometrisch perfekt montiert werden. Auch wenn das in unserem Falle montierte System alles andere als exotische Abmessungen aufweist, muss der Tonarm dennoch so hoch eingestellt werden, dass die Haube sich nicht mehr schließen lässt. Dem Hersteller war das durchaus bekannt, denn der gesamte Karton ist mit Spickzetteln gefüllt, die darauf hinweisen, dass man die Haube ja nicht schließen solle. Das schreit förmlich nach Fehlkonstruktion, oder aber »es war halt grad keine passende im Regal«. Denn mit einer höheren Haube wäre das Problem gar nicht erst entstanden. So ist die Haube nutzloser Ballast.

Nun erreichte uns der Edwards Audio TT5 komplett montiert und auch justiert, und außerdem verfügen wir über die notwendigen Gerätschaften zur Kontrolle. Deshalb durfte auch die Diva zu Gehör bringen, was sie denn zu leisten vermag. Und das war nicht wenig: Wenn es sich beim Zephyr C200 tatsächlich um ein verkapptes Audio-Technica AT91 handelt, holt der Edwards Audio TT5 damit mehr aus der Rille als die Plattenspieler, die wir bislang mit dem oder dem besseren AT95 haben spielen hören. Damit schreit der Plattenspieler förmlich nach einem System-Upgrade. Das sollten Sie dann aber mit viel Geduld installieren oder das Ganze direkt dem Fachhändler überlassen.

Der Nad C 558 sieht seinem großen Bruder, dem C 558 ziemlich ähnlich – zumindest auf den ersten Blick. Bei näherem Hinschauen werden jedoch die Abstriche bemerkbar, die man beim C 558 für das geringere Budget machen muss. Am auffälligsten ist da tatsächlich der Tonarm. Auch wenn beide aus der gleichen Fabrik stammen, mutmaßlich von Rega, so verzichtet der des C 558 auf das Carbonrohr und die Headshell aus Metall, wie sie beim großen Bruder eingesetzt werden. Hier ist alles aus einem Stück und offensichtlich etwas preisgünstiger. Als System kommt hier das Ortofon OM 10 zum Einsatz. Das ist ebenfalls etwas günstiger als das Ortofon 2M Red, aber keinesfalls eine schlechte Wahl, wie sich noch zeigen wird.

Der Nad C 558 hat den gleiche Lieferumfang wie der große Bruder. Entsprechend schnell gelingt auch die Erstinstallation allerdings auch hier nur mit Hilfe der mitgelieferten Tonarmwaage, da auch hier keine Skala auf dem Gegengewicht aufgedruckt ist. Das System Ortofon OM10 hat eine empfohlene Auflage von 15 mN, die wir zumindest für die Einlaufphase auf knapp 2 mN erhöhten. Die Antiskating-Einstellung läuft ebenso satt und lässt sich sehr exakt auf den erforderlichen Wert einstellen.

Klanglich gibt sich das OM10 sehr spritzig, mit einer guten Portion Tiefbass-Performance. Auf jeden Fall macht es Spaß, mit der günstigen Kombi von NAD Musik zu hören. Zum Wechsel der Geschwindigkeit muss allerdings auch hier der Acryl-Teller abgenommen und der Antriebsriemen auf dem Pulley umgesetzt werden.

Pro-Ject Essential III

Der Pro-Ject Essential III Phono kommt, wie der Music Hall mmf-2.3 und das Pro-Ject Juke Box S2 Stereo Set, vom gleichen Hersteller, wird sogar unter der Hausmarke Pro-Ject verkauft. Den Essential III gibt es sowohl in den unterschiedlichsten Farbvarianten als auch in diversen Ausbaustufen, so lässt er sich, wie unser Testmuster, mit eingebautem Vorverstärker bestellen, oder mit integriertem AD-Wandler und USB-Anschluss, zum Digitalisieren der Plattensammlung per PC. Selbst eine Ausbaustufe mit Bluetooth-Modul ist verfügbar, Grund genug für uns, einen Blick auf die Grundkonstruktion zu werfen, denn schließlich sind die klangentscheidenden Grundlagen überall die gleichen.

Plattenspieler Test: Project Essential Top
Den Essential III von Pro-Ject gibt es in diversen Farbvarianten.

Im Vergleich zum Bruder von Music Hall bringt der Essential III mit seinen fünf Kilo nur gut die Hälfte auf die Waage, und das, obwohl der in unserer Variante sogar über einen Vorverstärker verfügt, den der Music Hall nicht hat. Das Brett ist dünner, der Plattenteller ebenfalls aus leichterem Material, und der Essential III ist ein sogenannter Außenläufer, der Motor-Pulley ragt gut sichtbar neben dem Plattenteller aus der Basis, der Riemen wird kurzerhand um den Außenrand des Plattentellers gelegt. Zur Änderung der Geschwindigkeit wird der Riemen einfach auf den größeren oder kleinere Durchmessers des Pulleys gelegt.

Deshalb reicht zum Starten und Stoppen des Motors ein Schalter, der an die Seite des Bretts verlegt wurde, um die Frontpartie frei von Bedienelementen zu halten. Hier tritt dann auch schon ein kleines Problem der Leichtbauweise auf: Der Plattenspieler ist so leicht, dass er beim Betätigen des Motorschalters schon mal verrücken kann, wenn man nicht sanft gegenhält. Beim montierten Vorverstärker handelt es sich um ein Modell, was in ähnlicher Form auch separat angeboten wird, ist also schon was amtliches. So sollte man ihn einfach eingeschaltet lassen, denn auch hier ist der entsprechende Umschalter nicht ganz einfach zu erreichen, was dem Umstand geschuldet ist, dass der Hersteller den Vorverstärker so wie er war unter das Brett geschraubt hat, ohne Schalter und Buchsen an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Dafür ist der Essential III Phono ein echtes Schnäppchen geblieben, immerhin hat man ihm einen sehr guten Tonarm spendiert und sich auch beim Tonabnehmer nicht lumpen lassen, immerhin kommt das schlanke Ortofon OM 10 zum Einsatz, dessen Form irgendwie an die Concorde erinnert. Man hat also alles getan, um möglichst gute Klangeigenschaften zu einem überschaubaren Budget zu realisieren. Weil es im Budget noch drin war, hat man dem Plattenspieler ein sehr hochwertiges Audio-Kabel beigelegt, damit das recht empfindliche Tonsignal auf dem Weg in den Receiver möglichst wenig Verluste oder Störungen erfährt.

Entsprechend erwachsen spielt die Kombination dann auch auf; die Mitten- und Mittelhochtonauflösung ist sehr fein, ohne nach oben raus spitz zu werden, der Bass ist abgrundtief und straff. Die Staffelung der Bühne gelingt sowohl in der Tiefe als auch in der Breite mit beeindruckender Stabilität.

Wer dennoch mit dem Gedanken spielt, den Essential III aufzuwerten, vielleicht mit einem hochwertigeren Tonabnehmersystem, der ist herzlich eingeladen: Das Gegengewicht lässt sich leicht und präzise an die meisten gängigen Tonabnehmer anpassen, die Antiskating-Vorrichtung mit dem Gewicht am Faden funktioniert ebenso zuverlässig. Der Essential III Phono ist also ein hervorragend klingender Einstieg mit reichlich Potential zum Upgrade, obwohl das erfahrungsgemäß nicht so bald sein muss.

Der Music Hall mmf-2.3 ist der zweite im Bunde. Zusammen mit dem Pro-Ject Juke Box S2 Stereo Set von der vorangegangenen Seite und dem Pro-Ject Essential III stammt auch er aus dem gleichen Werk in Tschechien. Wie der Music Hall Vertrieb aber darlegt, wird der mmf-2.3 nach Vorgaben von Roy Hall (dem Namensgeber) produziert und vor allem in klanglicher Hinsicht optimiert.

Plattenspieler Test: Musichall Mmf23 Top
Dem Music Hall mmf-2.3 ist seine Herkunft aus der Pro-Ject Schmiede deutlich anzusehen.

Damit man auch beim günstigsten Plattenspieler aus dem Hause Music Hall möglichst schnell und unkompliziert in den ungetrübten Musikgenuss kommt, ist der mmf-2.3 bereits weitestgehend vormontiert. Da die Headshell fest im Tonarm integriert ist, sitzt auch das Tonabhnehmersystem schon an Ort und Stelle, wenn der mmf-2.3 ausgepackt wird. Die sensible Nadel ist dabei ebenso gegen mögliche Transportschäden geschützt, wie der Plattenteller. Der sitzt zwar schon auf seiner Lagerung, ein Keil aus Pappe sorgt allerdings für den notwendigen Abstand, damit er nicht aufsetzt.

Außerdem gibt es das bei Pro-Ject übliche Zubehör, wie eine einfache Tonarmwaage, eine Einstellschablone für das Tonabnehmersystem und sogar einen kleinen Inbus. Dieser wird allerdings beim Music Hall mmf-2.3 nicht gebraucht. Was gebraucht wird, ist das kleine Gewicht am Faden zur Einstellung des Antiskating. Der montierte Tonarm ähnelt auf den ersten Blick dem des Essential III, bei näherem Hinsehen fällt aber die etwas geänderte Lagerung auf – auch das Tonarmrohr, dieses besteht nämlich aus Karbon. Karbon ist nicht nur leicht, es hat auch eine sehr geringe Neigung zu Eigenschwingungen und wird daher gern für Tonarme genutzt, allerdings werden die meist in deutlich teureren Plattenspielern eingesetzt.

Der Motor befindet sich hier unter dem Teller, um dort einen Subteller per Riemen anzutreiben, auf den dann wiederum der schwerere Metallteller gesetzt wird. Das Auflegen des Riemens auf den Subteller ist etwas einfacher als bei den Modellen mit fest integrierter Lauffläche. Das muss auch so sein, denn zum Abspielen von 78er Schelllackplatten muss der Riemen auf den anderen Pulley-Durchmesser umgelegt werden. Der Wechsel von 331/3 auf 45 Umdrehungen pro Minute geht zum Glück leichter, hierzu muss einfach nur die kleine Taste vorn auf dem Brett zweimal kurz gedrückt werden, eine blaue LED zeigt dann die entsprechende Geschwindigkeit an – erst blinkend, bis der Plattenteller seine Sollgeschwindigkeit erreicht hat. Wird der Taster länger gedrückt, stoppt der Motor.

Der Zusammenbau gestaltet sich wegen der guten Vormontage recht einfach, wobei das Justieren des Gewichts etwas Fingerspitzengefühl erfordert, da die Null-Markierung einen recht großen Abstand zum Gegengewicht und damit zur Skala hat, zumindest wenn der Arm mit dem vormontierten System in der Waage steht. Die Anzeige auf der Skala ist dann sehr zuverlässig. Die für das Tonabnehmersystem geforderten zwei Gramm sind schnell und mit nur minimaler Toleranz eingestellt. Auch die Antiskating-Vorrichtung zeigt bei der angegebenen Einstellung die ideale Wirkung.

Der Klang mit dem Music Hall Spirit gelabelten Tonabnehmer ist erstaunlich gut, es handelt sich wieder um ein Produkt aus der großen Palette von Audio-Technica, obwohl es nirgends Informationen darüber gibt, um welches genau. Das ist angesichts des Ergebnisses aber auch nebensächlich, zumal sich der mmf-2.3 diesbezüglich problemlos aufrüsten lässt. Dazu besteht jedoch vorerst kein Anlass; der Tiefbass ist sehr präsent und raumfüllend, Mittelhochton- und Hochtonbereich sind daneben fein differenziert, ohne bissig zu werden. Die räumliche Abbildung der Musik ist auch hier nahezu greifbar und löst sich komplett von den Lautsprechern. Mit dieser Vorstellung erwirbt der mmf-2.3 gerade auch im Vergleich zum aufgerufenen Preis zurecht den Klangtipp.

Mit Elac haben wir einen weiteren alten Bekannten aus der Vinyl-Szene der 70er Jahre, der Miracord 50 deckt in der Produktkette den Einsteigerbereich ab. Vom Design macht er schon einiges her, die Zarge sieht auf den ersten Blick nach gebürstetem Metall aus, entpuppt sich aber bei näherem Hinsehen als entsprechend kaschierte Holz-Konstruktion. Obenauf ist der Miracord 50 mit schwarzem Hochglanzlack versehen, der den hochwertigen Eindruck noch verstärkt. Mit dem AT91 kommt wieder eines der beliebten Tonabnehmersysteme von Audio-Technica zum Einsatz – und zwar ebenfalls eines aus der oberen Schublade. Der Tonarm erlaubt eine exakte Justierung, wobei die Abweichungen sich ebenfalls im Rahmen von zehn Prozent hakten. Übernimmt man die Einstellung des Gewichts auch wieder für die Antiskating-Vorrichtung, hat der Tonabnehmer ideale Arbeitsbedingungen.

Klanglich kann dieses Ensemble mit den ähnlich zusammengestellten Konkurrenten locker mithalten. Es lässt sich kein gravierender Unterschied zum AT95 oder anderen auf gleichem Niveau spielenden Abnehmern feststellen. Auch die Kombination aus Miracord 50 und AT91 macht ihre Sache sehr gut und stellt die Bühne zum Greifen nah in den Raum.

Der Rega Planar 1 Plus entsprecht exakt dem Rega Planar 1, den wir zusammen mit dem Fono Mini A2d V2 bestellt hatten. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Planar 1 Plus das Kästchen schon eingebaut hat, zumindest teilweise. Er ist mit einem integrierten Vorverstärker aufgerüstet, lässt sich damit dann auch an die AUX-Buchsen des Receivers anschließen. Vom Aufbau ist der Spieler natürlich ebenso unkompliziert wie sein Kollege, allerdings mit den gleichen Einschränkungen; man sollte sich mit dem mitgelieferten Tonabnehmer zufrieden geben, da sich weder die Auflagekraft noch die Antiskating-Vorrichtung auf andere Systeme justieren lassen. Zwar könnte man unter Zuhilfenahme einer Tonarmwaage die Auflagekraft anpassen, das geht allerdings nur in Richtung »leichter«, da auf der anderen Seite der Festanschlag passend fürs Rega Carbon System die Bewegung einschränkt.

Allerdings muss man im Grunde auch nichts verändern, der Planar 1 Plus spielt schon in der Grundausstattung und -einstellung höchst musikalisch auf. Dabei ist er in Rekordzeit spielbereit aufgebaut, eben weil nichts eingestellt werden muss. Ein Hingucker ist der puristische Plattenspieler allemal.

Trotz der Namensähnlichkeit handelt es sich beim Thorens TD 201 nicht um eine rein analoge Variante des TD 202, sondern eher um den kleinen Bruder. Die Basis ist zwar auch hochglänzend schwarz lackiert, aber deutlich schmaler. Die Montage gelingt ebenso problemlos wie beim großen Bruder. Es ist der gleiche Tonarm montiert, allerdings ein billigeres Tonabnehmersystem. Das benötigt dann auch eine höhere Auflagekraft, die mit einer ebenfalls höheren Antiskating-Einstellung einhergeht. Lässt sich das Auflagegewicht noch ganz passabel und auch genau einstellen, stößt die Antiskating-Vorrichtung schon an ihre Grenzen. Alles in allem könnte der TD 201 einen besseren Tonabnehmer vertragen, bzw. einen, der besser mit dem Tonarm harmoniert. Das ist zwar ohne weiteres möglich, sprengt allerdings wohl das Budget, was zur Erstausrüstung zur Verfügung stand.

Audio-Technica AT-LPW30TK

Der Audio Technica AT-LPW30TK rundet das Preisgefüge nach unten ab: Für etwas mehr als 200 Euro bekommt man einen schön gemachten Brettspieler, der obendrein mit einem Tonabnehmer ausgestattet ist, der selbst in manch teurerem Gerät nicht zu finden ist. Für den Preis ist der AT-LPW30TK außerdem gut verarbeitet, nur die Montage der Haube ist ohne Fingerklemmer kaum zu bewerkstelligen. Im Betrieb macht sogleich der Motor von sich zu hören – und zwar so laut, wie bislang noch kein anderer im Test. Ob das bei diesem Modell generell so ist oder der Serienstreuung geschuldet ist, werden wir recherchieren. Wenn das der Fall ist, kann es sich durchaus lohnen, den AT-LPW30TK zu erstehen, man sollte nur genauer hinhören. Ohne das Problem mit dem Motorgeräusch klingt der Audio Technica dank des sehr guten Tonabnehmers mehr als passabel.

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Kommentare

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J Buschbeck
J Buschbeck

Die Haube ist des Denon DP400 ist nicht nur ungewöhnlich, sondern unglücklich bis unpraktisch (dämlich). Ein Function- -Follows-Form-Unglück. Mit gescheiter Hülle würde ich ihn sofort kaufen. Aber so? Geht nicht. Staub & Kinder. Wegen der Abdeckung muss ich das schöne und technisch für mich perfekte Gerät ausschließen. Ab sich die Entwickler dessen bewusst waren? Bitter.

ich
ich

Auflagekraft wird in Millinewton gemessen! 15 mN entsprechen etwa 1,5 g

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