Die besten Powerbanks

Alle Powerbanks im Test

Wir haben 18 aktuelle Powerbanks getestet: Die beste ist die kompakte EasyAcc PB6400MT2. Der kleine externe Handy-Akku bietet genug Kapazität, um ein Smartphone zweimal komplett aufzuladen und gehört gleichzeitig zu den günstigsten Akkupacks im Testfeld.

Update 1. März 2017

Wir haben den Testbericht mit neuen Modellen aktualisiert.

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25. August 2016

Wir haben den Testbericht mit neuen Modellen aktualisiert.

Powerbanks sind das Mittel der Wahl, das größte Problem des mobilen Zeitalters zu lösen: die begrenzte Akku-Kapazität von Smartphones und Tablets. Im handlichen Format für die alltägliche Bahnfahrt zur Arbeit oder als riesiger Energiespeicher für das lange Wochenende in den Bergen dienen externe als mobile Not-Steckdose zum Nachtanken des schlappen Akkus.

Je nach Kapazität des Akkupacks und der Größe des Handy-Akkus reicht der Notstrom für eine oder für mehrere Ladevorgänge. Denn die zahlreichen Hersteller, die sich inzwischen auf diesem Markt tummeln, bieten Powerbanks in vielen unterschiedlichen Größen an: von eher bescheidenen 3.000 bis hin zu stolzen 20.000 Milliamperestunden (mAh) und noch mehr. Mit der Kapazität steigen Maße und Gewicht der Geräte – und in der Regel auch der Preis.

Das kleine Einmaleins der Akku-Physik

Die Kapazität eines Akkus zu bestimmen, ist in der Praxis gar nicht so einfach. Sie ist zum Beispiel von der Umgebungstemperatur abhängig – bei Kälte liefert ein Akku deutlich weniger Strom als bei Zimmertemperatur. Wir alle kennen das Problem, dass Akkus mit der Lebensdauer kontinuierlich an Kapazität verlieren. Und auch beim Laden und Entladen selbst geht Strom verloren, da spielt übrigens die Qualität der USB-Kabel eine große Rolle. Die Energiemenge, die man in einen Akku hineinsteckt, ist also nie die selbe, die auch wieder rauskommt.

All diese Unsicherheiten machen sich viele Hersteller zunutze und übertreiben maßlos mit ihren Angaben über die Kapazität ihrer Akkupacks – nach dem Motto: Kann ja eh keiner genau nachmessen. Gerade bei No-Name-Herstellern aus Fernost kann man sich alles andere als sicher sein, dass das, was drauf steht, auch drin ist.

Es hat sich eingebürgert, die Kapazität von Akkus in Milliamperestunden anzugeben. Dabei handelt es sich dabei eigentlich um eine Einheit, die wenig über die tatsächliche Kapazität eines Akkus aussagt.

Wesentlich aussagekräftiger als die Milliamperestunde ist die Einheit Wattstunde (Wh), die für die elektrische Arbeit und damit für die Energiemenge steht, die ein Akku abgeben kann. In diese Einheit fließt neben der Stromstärke in Ampere nämlich auch die elektrische Spannung in Volt ein, mit der der Powerbank-Akku entladen wird. Und diese Spannung beeinflusst die nutzbare Kapazität oder besser gesagt die Menge an Energie, die ein Smartphone tatsächlich aus einem Akkupack ziehen kann.

Kleines Rechenbeispiel: Ein Zusatz-Akku mit 10.000 mAh leistet bei 3,7 Volt genau die gleiche elektrische Arbeit wie ein Akku mit 1.000 mAh bei 37 Volt – nämlich 37 Wh. Die Angabe der Milliamperestunde(mAh) allein sagt also wenig aus, entscheidend ist die Wattstunde (Wh). 10.000 mAh klingt allerdings zweifellos eindrucksvoller als 37 Wh, weshalb die Hersteller wohl diese Angabe bevorzugen. Immerhin: Die Anbieter fast aller von uns getesteten Akkupacks geben inzwischen die Kapazität in mAh und Wh an.

Wie oft kann ich mein Smartphone mit einem Akkupack aufladen?

Die meisten Smartphone-Akkus haben eine Kapazität zwischen 2.500 und 3.500 mAh. Allerdings geben sie in der Regel 3,8 Volt ab, weshalb die Milliamperestunde des Akkupacks streng genommen nicht direkt mit der des Smartphones verglichen werden kann. Wenn man wissen will, wie oft man sein Smartphone mit einem Akkupack aufladen kann, sollte man also lieber auf die Wattstunden schauen.

Bei 3.000 mAh und 3,8 Volt kommt man auf rund 11.000 mWh Kapazität für ein durchschnittliches Smartphone. Hat ein Akkupack eine Kapazität von 20.000 mWh, kann man es also knapp zwei mal komplett aufladen.

Wer mehr zum Thema Kapazität, elektrische Arbeit und Spannung bei Powerbanks und Smartphone-Akkus wissen will: eine detaillierte Erläuterung der Zusammenhänge gibt es hier bei Allround-PC.

So haben wir getestet

Wir haben ausführlich recherchiert und schließlich 18 aktuelle Akkupacks mit guten Kundenbewertungen bestellt. Eingeteilt haben wir die Zusatzakkus in drei Kategorien: unter 10.000 mAh, 10.000 bis 20.000 mAh und über 20.000 mAh.

Da man sich auf die Hersteller-Angaben zur Kapazität nicht wirklich verlassen kann, haben wir alle Powerbanks selbst gemessen. Wir wollten wissen, wie viel Milliwattstunden Energie beim vollständigen Entladen eines Akkupacks tatsächlich fließt und haben die gemessenen Werte dann mit den Herstellerangaben verglichen.

Dazu haben wir jede Powerbank aufgeladen und anschließend an einem Tablet so lange entladen bis sie keinen Strom mehr lieferte. Die Messungen haben wir mit Hilfe eines USB-Multimeters von Drok vorgenommen. Dabei haben wir stets das Ladekabel verwendet, das der Hersteller dem jeweiligen Akkupack beigelegt hat.

Da die Spannung wie oben beschrieben einen großen Einfluss auf die maximal entnehmbare Energiemenge hat, haben wir versucht, den Ladestand des Tablet-Akkus während der Messung nicht unter 30 Prozent fallen und nicht über 70 Prozent steigen zu lassen. Denn in diesem Bereich reguliert die Ladeelektronik in der Regel nicht den Stromfluss, so dass alle Powerbanks mit der gleichen Spannung entladen wurden.

Wie in fast jedem modernen Gerät mit Akku verhindert auch in Powerbanks eine Elektronik, dass der Akku vollständig entladen wird. Eine gewisse Restmenge an Energie bleibt immer gespeichert, sonst wird der Akku beschädigt. Das ist in der Praxis allerdings irrelevant, da dieser Rest dem Smartphone oder Tablet eben nicht zur Verfügung steht.

Außerdem sorgt auch die Umwandlung der Spannung für einen Energieverlust. Die 3,7 Volt des Powerbank-Akkus müssen auf 5 Volt für den USB-Ausgang umgewandelt werden. Das ist die Standard-Spannung für USB-Anschlüsse, nur mit dieser lässt sich ein Smartphone oder Tablet aufladen.

Diese beiden Fakten – ungenutzte Restenergie im Akku und Verluste bei der Spannungsumwandlung – sorgen nochmals für eine Differenz zwischen den Herstellerangaben und der tatsächlich nutzbaren Kapazität einer Powerbank.

Neben der Messung der tatsächlichen Energiemenge, die Akkupacks abgeben, interessierte außerdem auch die Ladezeit. Dazu haben wir jedes Modell mit einem 1-Ampere- sowie mit einem 3-Ampere-Ladegerät vollständig aufgeladen und die Ladezeit gemessen.

Powerbanks mit einem Eingang, der eine höhere Stromstärke akzeptiert, profitieren von einem leistungsstarken Netzteil. Richtig groß sind die Zeitunterschiede natürlich bei Modellen mit hoher Kapazität.

Einige Geräte benötigen weit über 10 Stunden Ladezeit, wenn man sie mit einem der üblichen 1-Ampere-Netzteile auflädt. Wenn man sich dafür extra ein stärkeres Ladegerät kaufen muss, verändert das die Preis-Leistungsrechnung erheblich. Denn: Ladegeräte gehören bei keiner der getesteten Akkupacks zum Lieferumfang.

In der Regel benutzt man daher das USB-Ladegerät vom Smartphone – oder einfach den USB-Anschluss eines Laptops oder PCs. Die meisten Smartphone-Ladegeräte liefern aber nur 1 Ampere und auch viele PC-USB-Buchsen geben keine 3 Ampere her. Welche Stromstärke ein Ladegerät liefert, können Sie auf dem Gerät – meist sehr kleingedruckt – nachlesen.

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EasyAcc 6400mAh Preisvergleich

Kommentare

1 Kommentar zu "Die besten Powerbanks"

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Bei meinem Powerpack war schon bei der Bestellung klar, der Hersteller übertreibt reichlich.
30 Ah und 1,5 Watt Solar.
Aber wenn es realistisch auch nur
10 Ah und 0,7 Watt Solar sein soltlen,
war trotzdem das Geld Wert.

http://www.dx.com/p/mediacon-sp30000a-universal-5v-30000mah-li-ion-polymer-solar-power-bank-charger-black-356580#.VxKWLZDmTIU

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