Die besten Soundbars und Sounddecks

Soundbar Test

Die beste Soundbar mit Surround-Qualitäten und feinen musikalischen Eigenschaften ist die HEOS Bar von Denon. Die beste Soundbar mit Dolby Atmos ist die Philips Fidelio B8. Das Front-Surround-System von Philips schafft eine beeindruckende Heimkino-Atmosphäre und bleibt preislich trotzdem im Rahmen. Wer den Fernseher auf einem Möbel stehen hat, fährt mit einem Sounddeck besser. Unser Favorit ist hier das Canton DM 90.3, das bietet hervorragenden Sound sowohl für Musik als auch für Filme.

Update 11. November 2017

Wir haben einen komplett neuen Test gemacht und uns 18 Soundbars und Sounddecks besorgt und ausführlich miteinander verglichen. Unterteilt haben wir die Ergebnisse in normale Soundbars, Soundbars mit Dolby Atmos und Sounddecks.

Je flacher das Bild, desto flacher der Ton, auf diese einfache Formel lässt sich die Tonqualität moderner Fernsehgeräte bringen, seit diese immer schlanker werden und nicht mehr als wuchtige Kisten daherkommen. Eigens zur Verbesserung des Fernseh-Tones ist eine eigene Lautsprecher-Kategorie entstanden: Die Soundbar ist so klein und flach, dass sie idealerweise an die Wand unter den Fernseher gehängt werden kann.

Soundbars liefern ohne Frage einen deutlich besseren Fernseh-Ton als die eingebauten Lautsprecher – an eine vollwertige Surround-Anlage kommen aber auch die besten nicht heran, dessen sollte man sich bewusst sein. Dafür haben sie aber auch einen großen Vorteil gegenüber einer Surround-Anlage: Man muss sein Wohnzimmer nicht mit fünf, sieben oder mehr Lautsprechern plus Subwoofer vollstellen.

Seit einiger Zeit hat sich bezüglich des Surround-Sounds etwas getan: Dolby Atmos beschert dem Filmsound die dritte Dimension, und was in der kompletten Heimkino-Installation mit zwei bis vier Deckenlautsprechern realisiert wird, müssen die Soundbars mit Hilfe gezielt eingesetzter Wand- und Deckenreflexionen simulieren – eine ziemliche akustische Herausforderung.

Mittlerweile ersetzen gute Soundbars die einstmals so beliebten Surround-Komplett-Pakete, die neben einem Receiver auch über ein komplettes Lautsprecherset verfügten – schöne wohnzimmerfreundliche Klangsäulen, mit zumeist recht zweifelhaften Klangeigenschaften.

Die nächste Ausbaustufe nach der Soundbar ist tatsächlich ein Surround-Set mit »erwachsenen« Lautsprechern und einem potenten AV-Receiver. Für viele Filmfreunde die einzig wahre Lösung, die allerdings viel Platz, tolerante Mitbewohner und ein etwas größeres Budget benötigt.

Soundbar oder Sounddeck?

Bei vielen Nutzern soll die Soundbar im Wohnzimmer sogar die Stereo-Anlage ersetzen. Da stoßen die meisten Soundbars allerdings an ihre Grenzen, selbst wenn man einen Subwoofer hinzufügt.

Denn Soundbars sind ursprünglich dafür gebaut worden, dass man sie unter einem an der Wand hängenden Flachbildfernseher anbringt. Dafür dürfen sie nicht allzu tief sein. Da die meisten ihren Fernseher aber nicht an die Wand hängen, sondern auf ein Möbel stellen, dürfen Soundbars zudem nicht sehr hoch sein, denn sonst verdecken sie den Bildschirm oder das Empfangs-Auge für die Fernbedienung. Die Gehäuseabmessungen von Soundbars sind damit in zwei Dimensionen begrenzt, was in klanglicher Hinsicht eine Herausforderung ist, denn für einen möglichst guten Klang, braucht ein Lautsprecher vor allem eins: Volumen. Dies gilt insbesondere für die Wiedergabe des Tiefton-Bereiches.

Sounddecks kommen oft ohne extra Subwoofer aus

Für Fernseher, die auf Möbeln positioniert werden, bietet es sich daher an, die Tiefe der Soundbar als Klangkörper zu nutzen und den Fernseher dann einfach auf diesen zu stellen. Damit war das Konzept der Soundbase, Soundplate bzw. des Sounddecks geboren – so richtig hat man sich noch nicht auf einen Namen für dieses Lautsprecherkonzept geeinigt.

Da ein Sounddeck über deutlich mehr Gehäusevolumen und größere Lautsprecher-Chassis als eine klassische Soundbar verfügt, machen sie bei Musik meist eine deutlich bessere Figur. Oft kann man mit ihnen sogar den Subwoofer einsparen. Dennoch ist der Trend der Sounddecks leicht rückläufig, streng genommen werden sie mittlerweile fast nur noch von Lautsprecher-Spezialisten wie Canton oder Nubert entwickelt. Hier versteht man das Potenzial des größeren Gehäuses zu nutzen und ist andererseits nicht auf hohe Stückzahlen angewiesen.

Was ist für wen das Richtige?

Die Entscheidung, ob Sie lieber eine Soundbar, eventuell mit Subwoofer, oder eher ein Sounddeck in Ihr Wohnzimmer stellen, hängt dabei fast ausschließlich von ihrer Einrichtung ab: Haben Sie den Fernseher, wie es die Werbung gern darstellt, an der Wand aufgehängt, kommt im Grunde nur die Soundbar in Frage.

Die Wahl, ob es dann noch ein zusätzlicher Subwoofer sein soll oder muss, hängt davon ab, ob Sie bereit für eine zusätzliches Möbelstück sind, um auch fast subsonische Tiefbass-Gewitter beim Film richtig genießen zu können. Scheidet der Subwoofer aus Platzgründen aus, müssen Sie dagegen mit dem Sound leben, den die Soundbar liefert, was bei einigen unserer Empfehlungen gewiss nicht zu knapp ist.

Die Einrichtung entscheidet über die Auswahl

Wird die Soundbar nicht an der Wand befestigt, weil der Fernseher auf einem Sideboard steht, ist ein Sounddeck, das mit seinem Plus an Volumen meist auch ohne separaten Subwoofer für reichlich Sound sorgt, oft die bessere Wahl.

Lautsprecher-Alternative fürs Wohnzimmer?

Dank Bluetooth und digitalen Eingängen sowie einem intelligenten Sound-Prozessor können gute Soundbars oder -decks für viele durchaus die Stereo-Anlage ersetzen. Dabei kommt es allerdings darauf an, welche Ansprüche Sie an die Klangqualität bei Musik stellen. Denn auch hier gilt: An ein gutes Stereo-Boxenpaar kommt auch die beste Soundbar beim Musikhören nicht heran, dafür fehlt ihr einfach das Volumen und eine entsprechend breite Stereo-Abbildung. Sounddecks kommen da schon eher ran, wenngleich auch hier Kompromisse eingegangen werden müssen.

Soundbars und -decks sind immer ein Kompromiss

Die perfekte Lautsprecher-Lösung fürs Wohnzimmer, die sowohl ein hervorragendes Musikerlebnis als auch tollen Filmsound bietet und dabei ohne viele Boxen auskommt, gibt es also nach wie vor nicht: Eine Surround-Anlage bietet zwar tollen Sound sowohl für Musik als auch Filme, benötigt aber viele Boxen. Soundbars und Sounddecks liefern guten Ton für den Fernseher, kommen aber bei Musik nicht an gute Stereoboxen heran. Und Stereoboxen neben dem Fernseher liefern keinen Surround-Sound und keine gute Sprachverständlichkeit. Irgendeinen Kompromiss muss man also immer eingehen.

Bluetooth, HDMI und Co.– komfortable Multitalente?

WLAN, Bluetooth, HDMI und Co. alles sucht Anschluss zur Soundbar, damit soll diese, wie auch schon der Fernseher, das Schaltzentrum im Wohnzimmer sein, diesmal eben für den Ton. Viele Geräte verfügen tatsächlich über die gesamte Palette der notwendigen Anschlüsse, einschließlich mehrerer HDMI-Eingänge und eines HDMI-Aushgangs. Genau in diesem vermeintlichen Komfort-Vorteil liegt jedoch auch die eine oder andere Stolperfalle begründet.

Wie funktioniert die Bluetooth-Anbindung? Muss der Fernseher laufen, wenn ich nur vom Smartphone streamen möchte? Erkennt die Soundbar die gerade aktiven Eingänge, oder muss ich immer umschalten? Das sind nur einige Fragen, die aus meinem Bekanntenkreis an mich herangetragen wurde, und die ich mir während des Tests ebenfalls stellte.

Leider gibt es hier keine Patentlösung, so dass man aufs Ausprobieren angewiesen ist. Zu viele Unwägbarkeiten spielen beispielsweise bei den HDMI-Verbindungen eine Rolle. So werden zum Beispiel Steuersignale übers HDMI-Kabel verschickt (meist muss dafür die CEC Kompatibilität der Geräte aktiviert werden), so dass der Fernseher oder die Soundbar eine aktive Quelle erkennt und diese dann vorrangig durchlässt. Das funktioniert längst nicht bei allen Geräten und schon gar nicht mit allen HDMI-Kabeln.

Bei modernen Receivern wie auch bei vielen Soundbars kommt nun noch das Audio-Streaming via Bluetooth hinzu, welches so gar nicht in der HDMI-Welt vorgesehen war. Nun ist folgendes Szenario denkbar: Die Soundbar erkennt nach einmaligem Pairing dass das Smartphone Verbindung aufnehmen möchte. Nun schaltet die Soundbar aus dem Standby ein, oder von einem anderen Eingang auf Bluetooth um. Der Fernseher erhält nun via HDMI (und ausschließlich hier) das Signal »Eine Quelle ist aktiv«, und schaltet sich gegebenenfalls ein, er geht nämlich grundsätzlich davon aus, dass es sich um eine Bildquelle handelt. Soll der Fernseher beim Bluetooth-Betrieb dunkel bleiben, bleibt nur die Möglichkeit, generell auf die Quellenerkennung zu verzichten, oder den Fernseher einfach per Hand auszuschalten.

SAT-Receiver, die auch Radio empfangen, schalten den Fernseher übrigens ihrerseits Dunkel, indem sie signalisieren, sie seien aus, oder senden eine Bildschirmschoner oder die Sender-Daten. Eine Soundbar, die das macht ist mir allerdings noch nicht untergekommen. Das kann aber durchaus auch an meinem Fernseher liegen – oder am HDMI-Kabel;-)

So haben wir getestet

Das wichtigste ist natürlich, dass sich die Soundbar / das Sounddeck problemlos an die vorhandene Peripherie anschließen lässt. Seitens der Aufstellung der einzelnen Komponenten sind die meisten Testgeräte eher unkompliziert. Beim Samsung HW-K950, mit zusätzlichen Lautsprechern für den Rückkanal, muss man allerdings unter Umständen etwas mit dem Standort experimentieren, um das bestmögliche Resultat zu erhalten. Die Funk-Verbindung mit den Rear-Speakern funktioniert im Idealfall per Plug´n´Play, ebenso die Anbindung der zumeist drahtlosen Subwoofer.

Als Zuspieler stand uns der Oppo UDP-203 zur Verfügung, ein Blu-ray-Player der nicht nur die meisten Surround-Formate beherrscht, die auf die Disks gebannt sind, sondern der auch über die diversen Ausgänge verfügt, um die verschiedenen Soundbars und Sounddecks direkt anzuspielen.

Anschließend mussten die Probanden zeigen, was sie klanglich drauf haben; für einen ersten Eindruck, gerade der Dolby Atmos kompatiblen Geräte, sorgte die Dolby Atmos Demo-Blu-ray. Anschließend war die klangliche Umsetzung diverser Filmton-Formate angesagt. Hierzu stehen u. a. Die Tribute von Panem Mockingjay Teil 1 und Mockingjay Teil 2 zur Auswahl, außerdem Phantastische Tierwesen, und wo sie zu finden sind. All diese Scheiben liefern neben den anderen Dolby-Formaten auch Dolby Atmos. Dasselbe gilt für Roger Waters The Wall mit seinen herrlichen Live-Konzert-Aufnahmen.

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Kommentare

42 Kommentare zu "Die besten Soundbars und Sounddecks"

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Ewald Kutzenberger
Ewald Kutzenberger

Warum wurde Bose Soundbar 300 nicht getestet?

Hab Teufel’s Cinebase und bin hochzufrieden!

YAMAHA YSP 5600 …. mehr geht nicht. Ich habe viele getestet…. da kam kein Sonos oder Bose ran

Er kann’s machen….

Tölke an Dein Soundsystem kommt keiner dran… WDR 4 in Ultra HD

Kein Raumfeld, kein Teufel. Kommerz Test

Die Kleene Teufel hattet ihr ja im Test. Die Cinebar 52 wäre ja sonst klar Testsieger

TEUFEL Preis Leistung top !!!!!

Soundbars können nie eine richtige Anlage ersetzen und kommen auch bei weitem nicht an den Klang ran.

Eine Teufel Cinebar 52 kostet unter 1000,- und macht fetten THX Sound. Abgenommen. Zeig mir was vergleichbares

Edifier R1280 + Mivoc Hype 10 wären da vergleichbar. Nein, moment..
Das Set wäre besser als die C52 von Teufel :p
Kostet auch nur rund 250€

Jede Anlage mit einer Box pro Kanal ist überlegen. Natürlich nicht so kompakt. Aber wenn wir bei Teufel sind, z. B. THX 8 oder 10…

Oft inzwischen teuerer als gute TVs…finde ich etwas überzogen im Preis.

Klipsch sonst nix

Hätte nicht gedacht das jemand ernsthaft Soundbars benutzt ! Ich möchte nicht auf meinen Yamaha Receiver verzichten! Mit meinen JBL Mk ll Boxen und fetten Sub habe ich richtigen Sound! Natürlich habe ich auch passende Rear und ne Center! Sound geiler als im Kino! Höchstens unter unseren Zweit TV könnte ich mir ne Soundbar vorstellen aber auf keinem Fall da wo ich auch wirklich SOUND möchte.

Nubert AS-450…

Oder gleich ne ordentliche Sat/Sub Kombi…
aber so en „Klangriegel“ da, niemals!

Nichts kann eine vernünftige Anlage ersetzen!

Ich hab Denon HEOS und bin sehr begeistert

Nubert ist top….

TEUFEL natürlich

Sonos natürlich.und wer den sub nicht hat,dann kann ich ihn nur empfehlen. Und wenn deine Türklingel ertönt dann steht der Nachbar vor der Türe, um dir mitzuteilen den basspegel zu reduzieren megaaaa Bass

Dito , habe mir die playbar+sub+2xOne gegönnt .

Unfassbar geiler klang 👍🏻👍🏻👍🏻

Zu teuer, dafür zu schlecht..