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Soundbar Test

Die besten Soundbars

Wir haben uns zwölf Soundbars – schmal und kompakt, breit und schlank, mit und ohne Subwoofer – für Sie angehört. Die Preise bei Soundbars gehen weit auseinander: Während das günstigste Modell im Test für weniger als 300 Euro zu haben ist, kostet die teuerste fast 1.000 Euro.

Wer bereit ist, zwischen 750 und 1.000 Euro auszugeben, hat die Wahl zwischen vielen sehr guten Modellen, bei Soundbars für weniger als 500 Euro ist die Auswahl kleiner – und die Klangqualität deutlich geringer. Zum Fernsehen reicht es bei ihnen, wenn man keine allzu hohen Ansprüche stellt, zum Musikhören und für eine annähernd akzeptable Surround-Sound-Imitation sind die günstigen Soundbars aber kaum geeignet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Die HEOS Bar von Denon ist eigentlich die Soundbar zum Multiroom-System HEOS aus gleichem Hause. Das macht aber gar nichts, denn auch ohne Multiroom ist die Soundbar der am überzeugendsten klingenden Riegel, den wir gehört haben. Zum Glück läuft sie eben auch vollkommen autark und ist mit allen notwendigen Ein- und Ausgängen versorgt.

Mit Rear-Speakern

JBL Bar 5.1

Test besten Soundbars und Sounddecks: JBL Bar 5.1
Bei der JBL-Soundbar lassen sich die angedockten Seitenteile als Rear-Speaker betreiben, mit Akku, und daher ganz ohne Kabel.

Die JBL Bar 5.1 ist das Spitzenmodell der aktuellen Soundbars von JBL und auch das bei weitem interessanteste; zu beiden Seiten des Sound-Riegels ist jeweils ein kleinerer Lautsprecher angedockt. Beide lassen sich abnehmen und als Rear-Lautsprecher einsetzen – dank internem Akku wirklich ganz ohne Kabel. Andernfalls erweitern die beiden Andock-Lautsprecher »nur« die Basisbreite der Soundbar. So flexibel kann man nur wenige Soundbars einsetzen und da die JBL Bar auch klanglich punkten kann, ist sie unsere zweite Empfehlung.

Für Sonos-Fans

Sonos Beam

Mit der Beam hat Sonos gleich mehrere Innovationen eingeführt; endlich gibt es einen HDMI-Anschluss, Sonos hört auf Alexa und der Preis ist vergleichsweise moderat gehalten. An der erwarteten Klangqualität hat sich glücklicherweise nur wenig geändert. Bei Bedarf lässt sich die Beam ebenso wie die Playbar mit einem Sub und jedem anderen Lautsprecher von Sonos kombinieren.

Preistipp

Teufel Cinebar Duett

Die Berliner Lautsprecherschmiede hat mit der Teufel Cinebar Duett das perfekte Einsteiger-Set platziert. Die Soundbar kommt mit allen notwendigen Schnittstellen, erwachsenem Klang und einfacher Bedienung daher. Erhältlich ist sie in schwarz und in weiß, was die Anpassungsfähigkeit an die Umgebung wesentlich erleichtert. Der Preis beider Farbvarianten ist übrigens gleich niedrig. Dank der Dynamore-Schaltung lässt sich die Klangbühne, welche die Duett abstrahlt, in zwei Stufen virtuell erweitern.

Das Überraschungspaket in diesem Test ist die Canton DM 5: Klein, stark, schwarz könnte man sagen, es gibt sie aber auch in weiß. Egal welche Farbe Sie bevorzugen, klanglich ist der Zwerg ein Riese, und deshalb die ideale Lösung, wenn kein Subwoofer aufgestellt werden kann oder darf.

Vergleichstabelle

TestsiegerMit Rear-SpeakernFür Sonos-FansPreistippKleiner Klangriese
Modell Denon HEOS Bar JBL Bar 5.1 Sonos Beam Teufel Cinebar Duett Canton DM 5 Sonos Playbar Philips Fidelio B1/12 Nano Focal Dimension Polk Magnifi Max SR Sony HT-CT800 Sony HT-MT500 LG SJ7 Teufel Cinebar One+
Test besten Soundbars und Sounddecks: Denon HEOS BarTest besten Soundbars und Sounddecks: JBL Bar 5.1Test besten Soundbars und Sounddecks: Sonos BeamTest besten Soundbars und Sounddecks: Teufel Cinebar DuettTest besten Soundbars und Sounddecks: Canton DM 5Test besten Soundbars und Sounddecks: Sonos PlaybarTest besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B1/12 NanoTest besten Soundbars und Sounddecks: Focal DimensionTest besten Soundbars und Sounddecks: Polk Magnifi Max SRTest besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-CT800Test besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-MT500Test besten Soundbars und Sounddecks: LG SJ7
Pro
  • Enorme Bassleistung für das schlanke Gehäuse
  • Schön breites Surround-Klangbild
  • Unauffällig schlankes Design
  • Hervorragender Klang
  • Einfache Installation inkl. Einmessung
  • Innovative, flexible Rears mit Akku-Betrieb
  • Sehr guter Klang, vor allem mit TruePlay
  • Schlanker als die Playbar
  • Mit Dolby Digital Decoder (HDMI-Eingang)
  • Sehr guter Filmsound
  • Einstellbare Basisbreite in zwei Stufen
  • Gute Ausstattung
  • Subwoofer nicht zwingend notwendig
  • Ausgesprochen breites Klangbild
  • Sehr solide verarbeitet
  • Perfekte Ergänzung zum Multiroom-System von Sonos
  • Sehr gute Klang-Anpassung dank TruePlay
  • Baut eine erstaunlich breite Klangbühne auf
  • Akustisch sehr gute Anbindung an den Subwoofer
  • Einfache Bedienung
  • Schafft auch ohne Sub einen kräftigen konturierten Bass
  • Surroundsound ähnlich präsent wie bei der Heos
  • Relativ günstig
  • Guter Sound zum Film
  • WiFi und Bluetooth integriert
  • Günstig
  • Klanglich bei Musik und Film sehr gut
  • WiFi und Bluetooth integriert
  • Als Klangsäulen sehr gute Surround-Performance möglich
  • Flexibel einsetzbar
  • Sehr günstig
  • Üppig ausgestattet
  • Sehr günstiger Preis
Contra
  • Ganz tief im Basskeller wünscht man sich manchmal Subwoofer Unterstützung
  • Begrenzte Akkulaufzeit der Rears
  • USB-Netzteil nicht im Lieferumfang
  • Kleine Sonos-Speaker lassen sich nicht als echte Rear-Kanäle einbinden
  • Geringe Stereo-Basis
  • Einrichtung ausschließlich per App
  • Zu wenig Druck in größeren Wohnzimmern
  • Schwächen in der Verarbeitung
  • Der Sub fehlt für echtes Kinofeeling, vor allem in größeren Räumen
  • Lässt sich nur ins Sonos System einbinden
  • Kein HDMI-Eingang
  • keine
  • HDMI-Schnittatellen nicht 4K kompatibel
  • Bluetooth nur optional
  • Probleme beim Pairing
  • Rears werden über Steckernetzteile versorgt
  • Subwoofer stößt schnell an seine Grenzen
  • Akustische Anbindung zwischen Sub und Soundbar könnte besser sein
  • Bei Musikwiedergabe nur mittelmäßiger Klang
  • Kein HDMI-Eingang
  • Hörbare Senke im Grundtonbereich
  • Aufwändige Installation
  • Bedienung umständlich
  • Klang bei Film und Musik eher mittelmäßig
Bester Preis
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Testsieger: Denon HEOS Bar

Mit der HEOS Bar von Denon haben wir wieder mal einen Favoriten von einem ausgemachten Audio-Experten. Um es gleich vorwegzunehmen: Die HEOS Bar kann auch seitens des Designs voll überzeugen, jedenfalls sieht sie unter oder vor dem Fernseher viel unauffälliger aus, als sie ist.

Bedienung und Ausstattung

Die HEOS Bar kommt mit einer üppigen Auswahl an Schnittstellen daher, sowohl digital als auch analog bleiben keine Wünsche offen. Auch die drahtlose Audio-Übertragung stellt kein Problem für die HEOS dar, WLAN und Bluetooth beherrscht sie nämlich ebenfalls. Zum Lieferumfang gehört ein HDMI-Kabel, sowie eines für den optischen Digitalanschluss, man kann also sofort loslegen. Die vier HDMI-Eingänge machen die HEOS zur Schaltzentrale im Wohnzimmer, denn hier werden sogar 4K-Videos zum Fernseher durchgeschleift.

Außen klare Linien, innen viel Technik

Von außen sieht man davon nicht viel, denn sämtliche Schnittstellen sind gut versteckt in einer Gehäusemulde untergebracht, allerdings so, dass man notfalls auch mit größeren Händen immer noch drankommt. Die Fernbedienung ist zwar rudimentär, aber solide und vor allem zuverlässig – zuverlässiger jedenfalls als die der Focal Dimension, die schon sehr genau Richtung Empfangsauge zeigen muss. Die sechs Presets können frei belegt werden, so lässt sich beispielsweise ein beliebter Internet-Radiosender auf die Nummer 1 legen. Auskunft, was gerade aktiv ist, gibt das dezente, in verschiedenen Farben glimmende Display.

Wahlweise kann die HEOS auch mit der dazugehörigen App bedient werden, was mir aber etwas überdimensioniert erscheint, solange die Soundbar nicht in einer Multiroom-Umgebung spielt oder in einem 5.1 Setup – wozu man sie ausbauen kann. Oder sie erlernt die tonrelevanten Befehle der Fernsehfernbedienung, das sorgt für etwas mehr Überblick auf dem Wohnzimmertisch.

Im Gegensatz zu den Sonos-Systemen lässt sich die HEOS Bar tatsächlich mit Hilfe eines Subwoofers und zweier Rear-Lautsprecher in ein echtes fast kabelloses 5.1 Setup ausbauen. Fast kabellos deshalb, weil ja sowohl der Woofer als auch die Rear-Lautsprecher immer noch eine Streckdose benötigen. Hier kann ich dann aber mit der dazugehörigen App die Anlage perfekt auf meinen Sitzplatz einstellen.

Ja, dann stellen wir die mal auf, oder hängen sie auf. Eigentlich liegt sie eher, mit maximal sieben Zentimetern ziemlich flach vor dem Fernseher, oder mit den montierten Füßchen etwas höher schwebend. Auch eine Wandmontage unter dem Fernseher ist möglich, die Anschlüsse werden dann nach oben weggeführt. Seitlich gibt es drei Tasten – falls die Fernbedienung mal so schnell nicht auffindbar ist, kann man dort die Lautstärke einstellen bzw. per Muting-Taste sofort für Ruhe sorgen.

Denon HEOS Bar im Klangtest

Aber wir wollen ja jetzt was hören, und wie! Schon bei den ersten Takten schauen wir uns verwundert um: Steht da noch irgendein Subwoofer in der Nähe, der sich wer weiß wie mit der HEOS verbunden hat? Nein, aber beim näheren Hinschauen, oder eher Fühlen an den Bassreflex-Öffungen, wird deutlich, woher der Wumms kommt. Offenbar hat man bei Denon reichlich Entwicklungsaufwand betrieben, um die Soundbar auch ohne Sub erwachsen aufspielen zu lassen.

Die HEOS schafft ein ähnlich ausgeprägtes Tiefdruckgebiet wie die Focal Dimension, allerdings klingt sie insgesamt noch einen Hauch geschlossener im Übergang vom Bass zu den unteren Mitten. Auch die Breite der Darstellung ist bei der HEOS etwas definierter, ganz besonders gut zu hören auf Mockingjay Teil 1 in der Sequenz, als die Aufständischen auf den Damm zu marschieren, um die Sprengsätze abzulegen. Gleich darauf drückt die HEOS mit voller Wucht die Sprengungen heraus, um anschließend das Wasser auf breiter Front talwärts spülen zu lassen.

Wie spielt die denn bei Musik? Hierzu wanderte unsere Referenz-Blu-ray Roger Waters The Wall in den Player. Diese Mischung aus Livekonzert-Aufnahmen und Filmdialogen stellt schon eine gewisse Herausforderung an die Audio-Komponenten, insbesondere, wenn es sich um eine Soundbar handelt.

Die HEOS Bar bringt alles souverän rüber; die Dialoge sind nicht vorlaut und doch sehr gut verständlich, das Klangspektakel auf der Bühne kommt eindrucksvoll eben nicht nur von vorn, sondern auch sehr authentisch von den Seiten – der Fernseher kann gar nicht breit genug sein.

Nachteile?

Die HEOS Bar hat sich in unserem Test keinerlei Blöße gegeben, selbst der Preis erscheint angesichts der Ausstattung, der damit verbundenen Möglichkeiten und auf jeden Fall der Klangqualität mehr als angemessen. Lediglich der Subwoofer wird manchem Filmfreund doch irgendwann fehlen, da lässt sich dann mit dem passenden, kabellosen Tieftondrücker aus gleichem Hause Abhilfe schaffen.

Denon HEOS Bar im Testspiegel

Weil die HEOS Bar noch recht jung ist, halten sich die Testergebnisse noch in Grenzen, lediglich die Zeitschrift Test der Stiftung Warentest hat die HEOS Bar mit drei weiteren Geräten getestet, und das Magazin Video konnte sich ebenfalls für die Soundbar begeistern. Sobald es neue Testberichte gibt, werden wir ein entsprechendes Update machen.

In der Ausgabe 1172017 konnte sich die HEOS Bar sogar den Testsieg in der Zeitschrift test sichern. Sie konnte sich dort gegen vier Mitbewerber durchsetzen und die Note »befriedigend« (2,6) für sich verbuchen:

»Die Teure. Soundbar mit integrierten Basslautsprechern. Klingt noch gut, sehr deutliche Filmdialoge. Bass relativ kräftig, bei Rockmusik etwas dröhnend. WLan und Multiroom-Funktion. Raumklang nur mit zusätzlichen Satellitenlautsprechern. Erweiterungs-Set für Raumklang ab 408 Euro, Bassmodul für 660 Euro.«

Wobei ich die Beurteilung des Raumklangs nicht so ganz nachvollziehen kann, es ist trivial, dass mehr Lautsprecher besseren Raumklang erzeugen, für »nur« eine Soundbar macht die HEOS das unserer Meinung nach sehr gut.

Ganz ähnlicher Meinung waren wohl auch die Tester von Video, die der HEOS Bar im August 2017 sehr gute Klangeigenschaften attestierten, vor allem eine satten Bass und eine saubere Musikwiedergabe:

»… Bemerkenswert ist der satte Bass, der aus der neuen HEOS 3.0-Soundbar kommt. Da geht’s ordentlich rund im Wohnzimmer. Dafür sind sechs 2,5 Zoll Mittel-/Tieftöner verantwortlich, drei Hochtöner sorgen für eine saubere Musikwiedergabe. … Alles läuft (problemfrei) via App. …«

Alternativen

Das Angebot ist riesig. Dabei sind es weniger Preisunterschiede, sondern eher die unterschiedlichen Konzepte, mit denen die Hersteller auf die unterschiedlichsten Anforderungen beim Kunden eingehen. Da gibt es Soundbars für Kompromisslose, die auch vor großen, auffälligen Geräten nicht zurückschrecken, ebenso wie diejenigen denen das Lautsprecher-Set nicht unauffällig genug sein kann.

Mit Rear-Speakern

JBL Bar 5.1

Test besten Soundbars und Sounddecks: JBL Bar 5.1
Bei der JBL-Soundbar lassen sich die angedockten Seitenteile als Rear-Speaker betreiben, mit Akku, und daher ganz ohne Kabel.

Die JBL Bar 5.1 ist quasi unser neuer Stern am Soundbar-Himmel, neben dem Subwoofer werden auch gleich zwei Rear-Speaker mitgeliefert. Der besondere Clou ist allerdings, dass sie wahlweise als seitliche Ergänzung an die Soundbar angedockt werden können. Hier tragen sie dann dazu bei, dass die Sound-Bühne noch etwas breiter wird. Außerdem werden sie gleichzeitig aufgeladen, denn in jeder der Rear-Boxen befindet sich ein Akku, der kabellosen Betrieb ermöglicht. Es muss nicht einmal ein Netzkabel angeschlossen werden.

Davon profitiert natürlich die Aufstellung, es muss nämlich keine Steckdose in der Nähe sein und die Rears laufen bis zu 10 Stunden auf Akku. Unter unseren praxisnahen Testbedingungen reichte es immerhin für gut acht Stunden Kinosound. Dann sollten die Rears entweder zum Aufladen an die Soundbar angedockt werden, oder aber man nutzt den vorhandene USB-Lade-Anschluss. Allerdings liegen weder entsprechende Netzteile, noch passende Kabel bei, so dass man auf vorhandene Ressourcen zurückgreifen muss – oder eben auf die Soundbar.

Befestigungsmaterial liegt dem Paket bei und die Böxchen verfügen über eine rutschfeste Standfläche, beziehungsweise ein Gewinde, was die Befestigung an der Wand oder die Aufstellung auf Möbeln vereinfacht. Für ein optimales, raumfüllendes Klangerlebnis sollte man das Set nun noch einmessen. Das geht ebenfalls recht schnell vonstatten, da das notwendige Mess-Mikrofon zum Lieferumfang gehört.

Das Mikrofon wird am Hörplatz positioniert und das eigentliche Prozedere mit einem simplen Tastendruck auf die Fernbedienung in Gang gesetzt. Nun ermittelt die Elektronik innerhalb weniger Sekunden die für die Aufstellung optimale Lautstärke und Phasenlage der einzelnen Lautsprecher, mit frappierendem Ergebnis:

Die JBL-Kombination spielt absolut erwachsen auf, kommt auch mit schwierigen Aufstellungssituationen gut zurecht und sorgt für ordentlich Filmspaß. Allerdings kommt auch die Musikalität nicht zu kurz; lediglich eine kleine Senke zwischen Subwoofer und Soundbar wird bei einigen Stücken hörbar. Das macht die Heos Bar besser, kostet allerdings mit zusätzlichen Rears auch fast das Doppelte.

Für Sonos-Fans

Sonos Beam

Die Sonos Beam ist um einiges kürzer als die Playbar, bringt aber dennoch ein erstaunliches Gewicht auf die Waage. Auch technisch ist sie ein Schwergewicht, zumindest im Vergleich mit der Playbar, denn mit der Beam hat Hersteller Sonos das eigene Ecosystem einen Spalt breit geöffnet.

Erstes Anzeichen für eine offenere Kommunikation ist sicher die Kompatibilität mit Alexa, wobei die zugegebenermaßen noch verbesserungsfähig zu sein scheint – wie übrigens auch bei vielen anderen Lizenznehmern. Nicht immer versteht Alexa was ich von ihr will, vor allem, wenn die Box schon mit sattem Pegel mein Wohnzimmer beschallt.

Sonos hat seiner Beam Soundbar gleich mehrere Mikrofone gespendet, womit sich das System sicher noch besser sensibilisieren lässt, schließlich ist die Hardware schon vorhanden. Die HDMI-Verbindung zum Fernseher soll ausschließlich mit einer ARC-Buchse (Audio-Rückkanal) vorgenommen werden, sofern am Fernseher vorhanden. Falls dies nicht der Fall ist, kommt der Adapter für die optische Toslink-Schnittstelle zum Einsatz. Der Fernseher lässt sich dann allerdings nicht mehr über Alexa steuern.

Eine LED zeigt übrigens an, ob das Mikro aktiv ist und Alexa immer mithört. In der App lässt sie sich deaktivieren und mit ihr hoffentlich auch das Mikrofon.

Klanglich ist die Beam ein Schwergewicht und kann bereits ohne TruePlay-Einmessung den Raum gebührlich und angenehm mit Musik füllen, solange dieser nicht allzu groß ist. Bis 20 Quadratmeter sind okay, darüber hinaus sollte man zumindest mit dem optionalen Sub nachrüsten. Die Soundbar lässt sich auch mit den Play 1-Lautsprechern erweitern, und diese im Setup als Surround-Speaker ansprechen, schließlich verfügt die Beam über einen 5.1 Decoder, was sie der Playbar voraus hat.

Als Single und mit amtlichem Filmsound betrieben streicht die Beam dann doch irgendwann die Segel, aber auch das macht sie angesichts ihrer kompakten Abmessungen erstaunlich spät und erst bei sehr lauten Pegeln. Auch hier kann der Sub Wunder bewirken. da er die schlanke Beam hörbar entlastet. Allerdings kostet die Beam im Set mit dem Sub deutlich über 1.000 Euro, als ausgewachsenes 5.1 System, ähnlich der JBL Bar 5.1 muss man sogar weit über 1.500 Euro auf den Tisch des Hauses legen.

Am Ende des Tages lohnt sich die Beam nur für Besitzer einer Sonos-Infrastruktur, oder solche, die es werden wollen.

Die Beam löst die Playbar in unseren Empfehlungen ab, da sie klanglich auf ähnlichem Niveau spielt, aber mit Alexa, HDMI-Schnittstelle und eingebautem 5.1-Decoder als Soundbar schlicht die bessere Figur macht. Dazu ist sie erheblich günstiger.

Preistipp

Teufel Cinebar Duett

Die Teufel Cinebar Duett ist neben der Cinebar One das zweite Produkt aus der Berliner Lautsprecherschmiede in unserem Test. Hier kommt es nicht auf kompakte Abmessungen an, weswegen die Soundbar selbst großzügig dimensioniert und mit entsprechend vielen Chassis ausgestattet ist.

Trotzdem ist die Soundbar nicht besonders schwer geworden, was erstmal kein Nachteil ist. Das ist dann eher schon das etwas außergewöhnliche Design. Bei der Duett ragen die Seitenteile nämlich deutlich nach vorn, so ganz anders als viele Wettbewerber, die ein möglichst dezentes Design bevorzugen. Dafür gibt es die Duett wahlweise in Schwarz oder in Weiß, sodass sie sich auch heller Umgebung optisch sehr gut macht.

Die Soundbar verfügt zwar lediglich über einen einzigen HDMI-Eingang, der reicht aber vollkommen aus und leitet sogar 4K-Signale an den angeschlossenen Fernseher weiter. Außerdem gibt es noch einen optischen sowie einen analogen Audio-Eingang, falls man das Audio-Signal direkt am Fernseher abzwacken will oder muss. Der Bluetooth-Empfänger rundet das ganze ab, hierüber lässt sich Musik vom Smartphone auf die Soundbar streamen.

Bevor das losgehen kann, soll aber erstmal der Subwoofer mit der Soundbar gekoppelt werden. Dazu wird die Soundbar per Fernbedienung »scharf« gestellt, um anschließend den Subwoofer per Tastendruck auf Empfang zu schalten. Glücklicherweise muss dies nur einmal am Anfang gemacht werden, die entsprechende Taste am Subwoofer befindet sich nämlich an der Unterseite, er muss hierzu also gekippt werden.

Schnell ist der Tieftöner dann mit der Soundbar gekoppelt und schafft erst das richtige Fundament, zumindest für Filmdarbietungen. Für den Raumklang ist ausschließlich die Soundbar zuständig, was sie dank der seitlich abstrahlenden Chassis auch ordentlich macht. Aktiviert man per Fernbedienung die in zwei Stufen vorgehende Dynamore-Schaltung, wird die Frontbasis deutlich breiter, je nach räumlicher Gegebenheit reicht allerdings schon die erste Stufe aus. Bei Aktivierung der zweiten, der »Ultra Wide« Stufe, kann es dazu führen, dass Dialoge nicht mehr so verständlich sind. Hier hilft also nur ausprobieren.

Die Möglichkeiten, welche die Teufel Cinebar Duett für das schmale Budget bietet, sind schon enorm, allerdings darf man eben auch nicht zu viel erwarten.

Die DM 5 von Canton ist die einfachste und schnellste Lösung für eine Soundbar, sie wird, obwohl sie ziemlich kompakt ist, ganz ohne Subwoofer ausgeliefert. Das solide, recht schwere Gehäuse kann aber schon beim Aufstellen annähernd vermitteln, dass dieser auch gar nicht unbedingt notwendig ist.

Dennoch lässt sich auch die DM 5 mit einem passenden Subwoofer erweitern. Der entsprechende Anschluss ist vorhanden und in den Einstellungen kann man den Sub dann getrennt hinzuschalten, was die Soundbar nochmal zusätzlich von der Bassarbeit entlastet. Den passenden SUB 200 gibt es direkt bei Canton im Online-Shop, hier ist er sogar um 20 Euro billiger als das Pendant, welches bei Amazon gelistet ist.

Allerdings ist der Subwoofer auch das einzige, was man bei der DM 5 vermissen könnte, und das auch nur, wenn es um basslastige Actionszenen oder Musik geht – hier kommt das schlanke Böxchen sonst an seine Grenzen. Ansonsten spielt die Box locker und einfach stimmig und sie schafft ein erstaunliches Surroundfeeling, mindestens so gut wie die kleine Philips.

Die DM 5 ist die perfekte Soundbar für beengte Wohnverhältnisse, die keinen Subwoofer zulassen, sowie emfindliche Nachbarn und Mitbewohner – man könnte sie beispielsweise nach einem Umzug mit dem SUB 200 aufwerten.

Außerdem getestet

Die Sonos Playbar hatten wir im Test zusammen mit dem passenden Sub, den sie allerdings kaum nötig hat. Das ist gut so, denn das Komplett-Set ist doppelt so teuer wie die einzelne Soundbar. Angesichts der wenigen Anschluss­mög­lich­keiten – neben LAN und WLAN gibt es nur noch einen optischen Digital-Eingang – macht die Playbar vor allem als Bestandteil eines Sonos-Systems Sinn.

Philips Fidelio B1/12 Nano

Eine recht kompakte und gute Soundbars mit externem Subwoofer ist die Philips Fidelio B1/12 Nano. Sie macht ihren Job überzeugend und bleibt dennoch optisch dezent im Hintergrund. Sie ist zwar kein Ausstattungswunder, hat aber alle notwendigen Schnittstellen und bringt einen schlanken aber durchsetzungsstarken Subwoofer mit.

Die Focal Dimension, hier ohne Subwoofer, ist zwar technisch schon etwas in die Jahre gekommen, das gilt aber keinesfalls für die Klangqualität, da sie zudem mittlerweile mit einem attraktiven Preis punkten kann. Allerdings sind die HDMI-Schnittstellen nicht 4K-fähig und auch die Anpassung an die Raumakustik über winzige, gut versteckte DIP-Schalterchen ist zwar sehr effizient, aber nicht mehr ganz zeitgemäß.

Die Focal Soundbar klingt nicht nur bei Musik sehr ausgewogen und bietet eine hervorragende Dialog-Verständlichkeit. Sie schafft ein enorm in Breite und Tiefe reichendes Klangbild und kann damit eindrucksvoll die Stimmung von Konzert oder Blockbuster ins Wohnzimmer übertragen.

Die Polk Magnifi Max SR wird wie die JBL direkt mit zwei Rear-Speakern ausgeliefert, allerdings hat man die notwendige Stromversorgung bei Polk weniger elegant gelöst – schlichte Steckernetzteile belegen jeweils eine Steckdose im engeren Umfeld der hinteren Lautsprecher, dafür ist die Wandbefestigung etwas einfacher gehalten.

Nachdem das etwas mühsame Prozedere des Pairings erfolgt ist, kann die Soundbar von Polk allerdings recht überzeugend aufspielen. Für die gebotene Performance und das etwas hakelige Handling ist uns der aktuelle Preis allerdings etwas zu hoch. Der Subwoofer ist leicht und wenig versteift, daher neigt er besonders bei höheren Pegeln zum Dröhnen. Allerdings ist die Sprachverständlichkeit bei Dialogen hervorragend, was für den aktuellen Preis aber zu wenig ist. Lediglich seitens der Ausstattung mit Schnittstellen und deren guter Erreichbarkeit kann die Magnifi Max SR überzeugen.

Die Sony HT-CT800 ist schnell aufgebaut und alles ist fix verbunden. Die Fernbedienung ist erstmal etwas unübersichtlich und die Eingangswahl ist, wie auch das Klang-Preset, unnötig mühsam, bis man sich durchgezappt hat. Der Sound zum Film ist gut, zumindest wenn dieser auch auf Movie steht. Das gleiche gilt für Musik von Roger Waters; wenn das Preset auf Musik steht ist der Sound am natürlichsten. Generell ist der Klang nicht so homogen wie bei der HEOS. Eine hörbare Lücke ist nicht nur zwischen Sub und Soundbar, auch in den oberen Mitten scheint es an Durchzeichnung zu fehlen.

Die Sony Soundbar kann vor dem Fernseher liegen oder an der Wand befestigt werden. Sie ist schön schlank und auch der Sub ist von erträglichen Ausmaßen. Besonders auffällig im direkten Vergleich mit der HEOS ist die vergleichsweise schmale Basis. Die HEOS bringt eine viel breitere Bühne unter den Fernseher.

Die Soundbar Sony HT-MT500 ist wirklich sehr kompakt; der Sub ist schmal, dafür hoch und tief, so dass er ganz passabel hinter Gardinen oder anderen Accessoires platziert werden kann. Dennoch verfügt er über ein beachtliches Volumen, was ihm ordentlich Druck verleiht. Zusammen mit der besseren akustischen Anbindung an die Soundbar vermittelt dieses Set etwas mehr Homogenität als die Sony HT-CT800.

Um jedoch ein ähnlich breites Klangbild zu vermitteln wie die Philips Soundbar, muss die HT-MT500 schon recht laut spielen. Weiteres Manko: Als Eingang gibt es neben den drahtlosen lediglich eine optische Digital-Schnittstelle.

Die LG SJ7 besteht aus drei Elementen. An der rechten Box ist ein simpler Schiebeschalter, der diese entweder als Rear-Speaker, Soundbar, oder mobile Box konfiguriert. Letzeres erlaubt es, die rechte Box kurzerhand mit in die Küche oder wohin auch immer zu nehmen, um via Bluetooth den Smartphone-Sound zu verbessern.

Als Ergänzung zum Fernsehsound gibt es dagegen zwei Aufstellungsvarianten: Einmal stehen die beiden Klangsäulen rechts und links neben dem Bildschirm, was bei uns für ein breites Surround-Erlebnis sorgte. Man kann sie aber auch wie eine Soundbar mit den Füßen zueinander unter bzw. vor den Fernseher legen, was unter Umständen besser aussieht aber zu Lasten des Surround-Eindruckes geht.

Damit ist die LG SJ7 besttens für eine flexible Aufstellung geeignet. Ein kleiner Wermutstropfen: Beide Säulen verfügen über je ein Kabelnetzteil, was unter Umständen das Gesamtbild stören kann.

Mit der Cinebar One+ hat Teufel ein Experiment gewagt, wieviel Sound und Ausstattung wohl in eine kompakte Soundbar zu einem möglichst kleinen Preis passt. So ganz gelungen erschien uns dieses Experiment nicht, was sicher nicht an der Ausstattung liegt, denn ein mitgelieferter Subwoofer, Bluetooth-Fähigkeit mit aptX-Unterstützung und ein HDMI-Eingang sind schon eine Ansage, vor allem für den aufgerufenen Preis.

Auf der Soll-Seite steht dann allerdings, dass wir mangels eines Displays (selbst ein einfaches hätte schon gereicht) völlig im Unklaren über die Einstellungen und Betriebsszustände gelassen wurden. Dass die Cinebar One+ dann auch klanglich eher im Mittelfeld liegt, macht sie bestenfalls als günstige Ergänzung zum reinen Fernseh-Alltag oder zum Gaming am PC-Bildschirm interessant.

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48
Kommentare

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Michi
Michi

Sony HT-MT500 kann auch HDMI-ARC.

Frank
Frank

Die beste soundbar ist die focal dimension!ich habe alle getestet !ohne wenn und aber

Jöni
Jöni

Wäre es Möglich die Teufel Cinebar Pro ins Testsortiment mitaufzunehmen?

Name
Name

Bose ist was für ältere Herren.
Da wäre ein THX-Hörgerät sinnvoller.

Ewald Kutzenberger
Ewald Kutzenberger

Warum wurde Bose Soundbar 300 nicht getestet?

Chris Mahnert
Chris Mahnert

Hab Teufel’s Cinebase und bin hochzufrieden!

Sascha Akaloo
Sascha Akaloo

YAMAHA YSP 5600 …. mehr geht nicht. Ich habe viele getestet…. da kam kein Sonos oder Bose ran

Oliver Tölle
Oliver Tölle

Er kann’s machen….

Karl David Domaros
Karl David Domaros

Tölke an Dein Soundsystem kommt keiner dran… WDR 4 in Ultra HD

Ron
Ron

Ich kann auch keinen ernsthaften
Kongruenten finden, einfach super.

Heiko
Heiko

Die 5600 ist nur laut, klang mäßig .Bose Soundtouch 300 set um Welten besseren und sauberen Klang als dieses Brüllmosnter 😉

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Kein Raumfeld, kein Teufel. Kommerz Test

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Die Kleene Teufel hattet ihr ja im Test. Die Cinebar 52 wäre ja sonst klar Testsieger

Engin Ekin
Engin Ekin

TEUFEL Preis Leistung top !!!!!

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Soundbars können nie eine richtige Anlage ersetzen und kommen auch bei weitem nicht an den Klang ran.

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Eine Teufel Cinebar 52 kostet unter 1000,- und macht fetten THX Sound. Abgenommen. Zeig mir was vergleichbares

Thomas Windhausen
Thomas Windhausen

Edifier R1280 + Mivoc Hype 10 wären da vergleichbar. Nein, moment..
Das Set wäre besser als die C52 von Teufel :p
Kostet auch nur rund 250€

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Jede Anlage mit einer Box pro Kanal ist überlegen. Natürlich nicht so kompakt. Aber wenn wir bei Teufel sind, z. B. THX 8 oder 10…

Erik Dorn
Erik Dorn

Oft inzwischen teuerer als gute TVs…finde ich etwas überzogen im Preis.

Claas van Wutal
Claas van Wutal

Klipsch sonst nix

Dennis Sellhorn
Dennis Sellhorn

Hätte nicht gedacht das jemand ernsthaft Soundbars benutzt ! Ich möchte nicht auf meinen Yamaha Receiver verzichten! Mit meinen JBL Mk ll Boxen und fetten Sub habe ich richtigen Sound! Natürlich habe ich auch passende Rear und ne Center! Sound geiler als im Kino! Höchstens unter unseren Zweit TV könnte ich mir ne Soundbar vorstellen aber auf keinem Fall da wo ich auch wirklich SOUND möchte.

Manuel Hornig
Manuel Hornig

Nubert AS-450…

Manuel Hornig
Manuel Hornig

Oder gleich ne ordentliche Sat/Sub Kombi…
aber so en „Klangriegel“ da, niemals!

Maximilian Bär
Maximilian Bär

Nichts kann eine vernünftige Anlage ersetzen!