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Soundbar Test
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Sounddeck Test

Die beste Soundbar mit Dolby Atmos

Die beste Soundbar mit Dolby Atmos ist die Philips Fidelio B8. Mit geringem Installationsaufwand schafft das Front-Surround-System von Philips eine beeindruckende Heimkino-Atmosphäre und bleibt preislich trotzdem im Rahmen. Dank der üppigen Ausstattung und der vielen möglichen Setups ist die Fidelio Soundbar außerdem sehr vielseitig einsetzbar.

Insgesamt vier der von uns getesteten Soundbars sind mit Dolby Atmos kompatibel, so dass sie quasi ein dreidimensionales Klanggeschehen erzeugen können. Hierfür sind allerdings, neben der Kompatibilität mit der entsprechenden Tonspur auf der Disk oder im Streaming-Signal, auch entsprechend optimierte Lautsprecher notwendig. Dazu strahlen zwei bis vier (wie bei der Samsung) Lautsprecher den entsprechenden Sound schräg gegen die Decke, von wo er dann reflektiert wird, um den Sound von Deckenlautsprechern zu imitieren.

Zwar verfügt auch Yamaha über eine entsprechende Soundbar, die Yamaha YSP-5600 hat sogar ein recht effektives Einmesssystem integriert, womit die Soundbar sehr gut an die Raumakustik angepasst werden kann. Leider konnten wir die Yamaha-Soundbar noch nicht selbst testen, weil uns der Hersteller bislang kein Testgerät zur Verfügung stellen konnte.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips Fidelio B8/12

Test besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B8/12
Die Fidelio B8/12 liefert die beste Gesamtvorstellung.

Die Philips Fidelio B8 ist aktuell die vielseitigste Atmos-Soundbar und daher unser Favorit. Sie überzeugt nicht nur klanglich sondern ist auch ausstattungsseitig mit allen Wassern gewaschen. Für eine Soundbar, die Dolby Atmos unterstützt, ist die Fidelio B8 mit knapp 1000 Euro zudem noch einigermaßen erschwinglich.

Genau so gut

Sony HT-ST5000

Sony glänzt mit hervorragender Verarbeitung und guter Performance

Die Sony HT-ST5000 liegt klanglich in etwa auf dem gleichen Niveau, bietet allerdings noch einige interessante Features, wie die Bluetooth- und Laufwerkssteuerung direkt über die Fernbedienung und WLAN. Außerdem ist der externe Subwoofer nicht ganz so gewaltig wie der unseres Favoriten, kann allerdings akustisch ebenso überzeugen.

Mit Surroundboxen

Samsung HW-K950

Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-K950
Die zusätzlichen Surround-Lautsprecher sorgen für intensives Surround- und Atmos Feeling

Samsung setzt mit der HW-K950 Maßstäbe, hier kommen zusätzlich zu Soundbar und Subwoofer noch jeweils eine Surroundbox mit ebenfalls integrierten Atmos-Systemen zum Einsatz. Daher schafft sie mit Abstand den authentischsten Surroundsound, inklusive Dolby Atmos. Sie ist als HW-K850 auch ohne Surroundboxen zu haben.

Für sehr große Fernseher

LG SK10Y

Test besten Soundbars und Sounddecks: LG SK10Y
Die Soundbar von LG eignet sich wegen ihrer Breite besonders für Fernseher ab 65 Zoll Diagonale.

Die LG SK10Y hat mit ihren 140 Zentimetern schön Überbreite, zumindest bei Fernsehern mit einer Bilddiagonalen von unter 65 Zoll. Das setzt natürlich dem Klang keine Grenzen, eher im Gegenteil, die Ingenieure nutzen die komplette Breite für eindrucksvollen Kino-Sound. Die Chassis für die Atmos gerechte Decken-Abstrahlung sitzen außen in der Soundbar und strahlen, wie es sich gehört, nach oben ab.

Vergleichstabelle

TestsiegerGenau so gutMit SurroundboxenFür sehr große Fernseher
Modell Philips Fidelio B8/12 Sony HT-ST5000 Samsung HW-K950 LG SK10Y Sony HT-ZF9 LG SJ9
Test besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B8/12Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-K950Test besten Soundbars und Sounddecks: LG SK10YTest besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-ZF9Test besten Soundbars und Sounddecks: LG SJ9
Pro
  • Beeindruckende Atmos-Performance
  • Sehr gute musikalische Darstellung
  • Einfache Installation
  • Sehr gute Atmos und Surround-Performance
  • HiRes-Audio kompatibel
  • Hervorragend verarbeitet
  • Dank Surround-Speaker hervorragende Atmos und Surround-Abbildung
  • Einfache Bedienung
  • Sehr gute Dolby Atmos Performance
  • Sehr guter Surroundsound
  • Sehr schlanke Bauweise
  • Sehr guter, raumfüllender Surroundsound
  • Ziemlich günstig
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Kompaktes Design
  • Atmos- und Surround-Darstellung ist gut
Contra
  • Nicht für akustisch komplexere Räume geeignet
  • Subwoofer stößt recht schnell an seine Grenzen
  • Lässt sich nicht an die Raumakustik anpassen
  • Zusätzliche Surround-Lautsprecher müssen untergebracht werden
  • Wegen der sehr breiten Soundbar eigentlich nur für sehr breite Fernseher geeignet
  • Lässt sich nicht auf die Deckenhöhe einstellen
  • Atmos-Eindruck bleibt hinter den anderen zurück
  • Der Subwoofer neigt schnell zum Dröhnen
Bester Preis
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Testsieger: Philips Fidelio B8

Die Fidelio kommt im recht großen, sperrigen Paket. Das liegt weniger an der Soundbar als vielmehr am aktiven Subwoofer, der dazugehört.

Die Fidelio B8 ist vollgepackt mit Knowhow und Technik, von außen sieht man davon aber nicht viel: Klare Linien und wenige Bedienelemente sind das Design-Kredo der Fidelio B8.

Testsieger

Philips Fidelio B8/12

Test besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B8/12
Die Fidelio B8/12 liefert die beste Gesamtvorstellung.

Dabei ist sie keineswegs so rudimentär ausgestattet, wie es anfangs den Anschein hat. Die Anschlüsse liegen sämtlich gut in Gehäusemulden versteckt, sind aber auch für größere Hände noch gut erreichbar. Als Eingänge stehen neben zwei wählbaren HDMI-Schnittstellen auch ein optischer und ein koaxialer Audio-Eingang zur Verfügung. Selbst ein analoger Stereo-Eingang in Mini-Klinken-Ausführung ist vorhanden.

Über eine USB-Buchse können ebenfalls Audiodaten zugeführt werden, etwa per USB-Stick. Damit der USB-Anschluss auch noch erreichbar ist, wenn die Soundbar an die Wand geschraubt wird, liegt ein passender Winkeladapter bei.

Das Smartphone kann Musik direkt via Bluetooth zur Fidelio übertragen, eine Verbindung lässt sich dabei unkompliziert per NFC herstellen. Zur Übertragung von Musik in CD-Qualität unterstützt die Fidelio dabei sogar den aptX-Codec.

Außen klare Linien, innen viel Technik

Für die Wandmontage sind zwei passende Winkel nebst Schrauben beigelegt, die Soundbar kann aber auch unter oder vor dem Fernseher liegen. Selbst mit den rutschfesten Gummifüßen ist sie mit ihren schmalen fünf Zentimetern Höhe noch so flach, dass sie die Bedienelemente der meisten Fernseher nicht verdeckt.

Aufstellen und Anschließen der Soundbar sind schnell erledigt. Subwoofer und Soundbar haben sich bereits kurz nach dem Einschalten selbstständig miteinander verbunden.

Der Standort des Sub kann relativ frei ausgewählt werden, der aktive Subwoofer benötigt lediglich eine Steckdose in der Nähe. Er arbeitet nach dem Downfire-Prinzip, das Lautsprecher-Chassis strahlt also nach unten ab, so dass die sichtbaren Flächen völlig glatt und pflegeleicht sind.

Fidelio B8 im Klangtest

Angeschlossen an Blu-ray-Player und Sat-Receiver darf die Fidelio B8 zeigen was sie kann. Die Eingangswahl erfolgt über die Fernbedienung mit Direktwahltasten. Die Soundbar erkennt, welches Signal anliegt, ob nun einfaches Stereo, Surround oder Dolby Atmos, und richtet sich entsprechend darauf ein. Sie zeigt den eingestellten Status auch kurz im Display an.

Außerdem können drei Presets ausgewählt werden, um die Fidelio B8 in Richtung Filmsound, Musik oder besserer Sprachwiedergabe zu optimieren. Mit der Einstellung »smart« wählt die Soundbar automatisch das entsprechende Preset aus, was in den meisten Fällen auch prima passt, ansonsten heißt es ausprobieren. Mit der Fernbedienung lassen sich zudem die Gesamtlautstärke sowie der Pegel des Subwoofers getrennt einstellen.

Liegt ein Atmos-Signal an, zeigt die Soundbar das in ihrem dezenten Dotmatrix-Display an der Frontseite an und aktiviert die schräg nach vorn-oben abstrahlenden Lautsprecher. Mit Hilfe der Deckenreflexion werden nun die Atmos-Kanäle simuliert.

Philips empfiehlt für eine optimale 3D-Abbildung des Sounds eine Installation der Soundbar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern. Diese Größen treffen für das meiste Mobiliar zu, auf das Fernseher so platziert werden. Die ideale Sitzposition soll zwischen 2 und 3 Metern von der Soundbar entfernt liegen, das trifft ebenfalls auf die meisten Wohnzimmer zu, zumindest bei uns passte es perfekt.

Toller 3D-Sound für (fast) jedes Wohnzimmer

Die Wirkung war beeindruckend. Die Demo-Tracks, die Dolby zur Verfügung stellt, lassen den Regen fast direkt von der Decke prasseln. Auch die anderen Scheiben, die wir uns über die Soundbars anhörten, hüllten uns komplett ins Klanggeschehen ein. Den besten Job machte hier allerdings die Samsung HW-K950, da ist sie mit den beiden Zusatzlautsprechern eindeutig im Vorteil.

Allerdings sollte man sich tatsächlich innerhalb des Sweetspots befinden, also zwei bis drei Meter von der Soundbar und dem Bildschirm entfernt, außerhalb dieser Zone wird der Eindruck zunehmend diffuser. Allerdings bleibt der Sweetspot über die gesamte Breite der Fernseh-Couch erhalten, was auch nicht jedem Testgerät gelingt.

Schaltet man einen Gang tiefer, setzt also auf 5.1 Kanal-Wiedergabe, ist der Sweetspot nicht ganz so eng. Die Wiedergabe über die im Fernseher eingebauten Lautsprecher ist hier ebenfalls kein Vergleich. Der Sound wirkt viel breiter und passt nun endlich zum großen Bild. Der Subwoofer kann es ordentlich krachen lassen und gibt Explosionen in Action-Filmen den richtigen Wumms.

Wie es sich für eine gute Surround-Anlage gehört, verfügt die Fidelio auch über einen Mitternachtsmodus, der fährt das Film-Getöse auf ein für Nachbarn freundliches Niveau herunter.

Auch beim Musikhören im Stereo-Betrieb, oder 2.1 mit Subwoofer, kann die Fidelio B8 überzeugen. Hier muss sie auch am wenigsten tricksen, die seitlichen Kanäle sind weit genug auseinander, der Rest wird mit seitlich abstrahlenden Lautsprechern erledigt. An gute Stereoboxen kommt sie freilich bei Musik nicht heran.

Da es allerdings auch viele Konzert-Aufnahmen in Dolby Surround und sogar in Dolby Atmos gibt, musste die Fidelio auch bei Roger Waters The Wall zeigen, was sie drauf hat. Tatsächlich wird hier, wie sonst nirgends hörbar, wie stark die Elektronik ins Musik-Signal eingreift, weil sie darauf getrimmt ist, um jeden Preis den imaginären Surround-Sound zu erhalten. Das Ergebnis ist ein leichter Hang zum Nasalen in der Stimme von Roger Waters, auch die Ortbarkeit der Musiker, ob sie nun eher rechts, links oder in der Mitte der Bühne stehen, ist weit von einem guten Stereo-Setup entfernt.

Die Fidelio B8 liefert klanglich für eine Soundbar eine rundherum eindrucksvolle Performance ab. Ein komplettes Surround-Lautsprecher-Set kann sie natürlich nicht ersetzen, ebenso wenig eine gute herkömmliche Stereoanlage. Aber wenn Sie beim Filmegucken tollen Surround- und Atmos-Sound genießen wollen, ohne sich das Wohnzimmer mit Lautsprechern vollzustellen, ist die Fidelio B8 ein hervorragender Kompromiss.

Nachteile?

Für den ultimativen Kick fehlt es dem Subwoofer der Fidelio B8 ein wenig an Punch. Bei akustisch komplexer aufgebauten Wohnzimmerkinos stößt die dreistufige Raumanpassung für Dolby Atmos doch an Grenzen. Das lässt sich dann nur mit der Unterstützung einer Einmessung oder mit zusätzlichen Lautsprechern, wie bei der Samsung HW-K950, meistern.

Eine Surround-Beschallung mit separaten Boxen kann aber auch die nicht ersetzen. Insofern ist die Philips Fidelio B8 mit ihrer einfachen Installation kaum zu schlagen.

Philips Fidelio B8 im Testspiegel

Auch andere Tester sind von der Philips Fidelio B8 angetan.

Der jüngste Test stammt aus der Zeitschrift Test (11/2017). Dort erreichte die Soundbar mit der »guten« Note 2,3 Platz 3 von 11:

»Zwischen klassisch und modern. Modern mit Dolby-Atmos. Der Raumklangeffekt nach oben hält sich aber in Grenzen. Keine Erweiterung mit Satellitenlautsprechern möglich. Klingt angenehm, Bass neigt aber zum Dröhnen. Filmdialoge gut verständlich. Klassisch: ohne WLan, kein Multiroom.«

In der AVF-Bild (05/2017) konnte sich die Soundbar von Philips sogar als Testsieger gegen drei Konkurrenten durchsetzen. Sie erreichte hier ebenfalls die Note »gut« (2,43):

»Mit Dolby Atmos kann der Fidelio B8 Raumklang-Effekte sogar von oben wiedergeben. Davon profitiert der gesamte Raumeindruck, selbst für Effekte von hinten und der Seite klappt die Ortung bei entsprechendem Filmmaterial problemlos. … Stimmen gibt der B8 gut verständlich wieder … Im Musikbetrieb setzt der Fidelio B8 weniger auf Raumklang, stattdessen erfreut er mit tollem Stereo-Bild und ausgewogenem Klang …«

Im Magazin HEIMKINO (03/2017) erreichte die Fidelio mit der Note 1,0 ein »überragendes« Testergebnis in der Oberklasse. Die Preis-Leistung kann sich mit einem »sehr gut« ebenfalls sehen lassen, und die einfache Installation beschert der Soundbar zudem das Prädikat »Praxistipp«:

»Für atmosphärischen Surroundsound benötigt man nicht mehr zwangsläufig ein teures, platzraubendes Heimkinosystem, denn clevere Soundbars sind mittlerweile in der Lage, auch aus einer einzelnen Quelle packendes Kinofeeling zu schaffen. Der Philips Fidelio B8 bietet die Funktionalität eines 5.1.2-Systems in einem kompakten Soundbar und schafft es damit unkompliziert, auch im Wohnzimmer hervorragenden Kinoklang genießen zu können.«

Einen der ersten Tests der Fidelio B8 gab es in der Zeitschrift Video (12/2016) mit einem »sehr guten« Ergebnis (1,0). Die Soundbar erhielt zudem das Attribut »Highlight« und konnte mit einem »überragenden« Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. Das Fazit des Tests:

»Wir sind begeistert! Philips schickt uns mit der B8 mitten in die dritte Dimension. Für 1000 Euro ist sie der aktuelle Preis-Leistungs-Knaller in der Kategorie der Dolby Atmos Soundbars!«

Alternativen

Dolby Atmos Geräte gibt es natürlich auch noch andere gute auf dem Markt. Hier sind einige Alternativen für alle, die mit Philips nicht so viel anfangen können.

Genau so gut

Sony HT-ST5000

Sony glänzt mit hervorragender Verarbeitung und guter Performance

Als echtes Schwergewicht entpuppt sich die Sony HT-ST5000 schon bevor sie ausgepackt ist. Nach dem Auspacken wird klar warum: Wo bei den Gehäusen der meisten Soundbar-Subwoofer-Sets Kunststoff, beziehungsweise Holz zum Einsatz kommt, findet bei der Sony Soundbar Metall Verwendung. Selbst das Gehäuse des Subwoofers ist zu einem großen Teil aus Alu, was neben dem anständigen Gewicht nebenbei für eine resonanzarme Wiedergabe sorgt.

Ist die HT-ST5000 einmal aufgestellt, hat sich flugs der Subwoofer mit der Soundbar verbunden. Überhaupt gehört die Sony Soundbar zu den anschlussfreudigen ihrer Gattung; mit gleich drei HDMI-Eingängen lässt sie sich als Schaltzentrale für entsprechende Zuspieler einsetzen.

Daneben gibt es die üblichen analogen und digitalen Audio-Schnittstellen, abgerundet wird das ganze mit dem kompletten Funkpaket. Neben Bluetooth verfügt die Soundbar auch über integriertes WLAN, womit direkt aus dem Netz gestreamt werden kann. Die Bluetooth-Schnittstelle unterstützt neben dem bekannten aptX-Codec auch LDAC, der eine noch höhere Datenrate übertragen kann.

Wobei die Verwendung solch hochkarätiger Übertragungsraten in einer Soundbar durchaus fragwürdig erscheint. Die Umsetzung von Dolby Atmos steht dagegen unserem Favoriten kaum nach, wenngleich die Sony nicht mal über die rudimentären Raumanpassungen verfügt.

Die Klang-Charakteristika, die hier Sound-Field heißen, sind auch im Atmos-Betrieb wählbar, dennoch spielt auch hier Roger Waters The Wall am überzeugendsten im Stereo-Modus, gern auch mit Subwoofer-Unterstützung.

Die sehr hochwertige Verarbeitung und die üppige Ausstattung begründen den etwas höheren Preis des Sony Sets.

Mit Surroundboxen

Samsung HW-K950

Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-K950
Die zusätzlichen Surround-Lautsprecher sorgen für intensives Surround- und Atmos Feeling

Samsung geht mit der HW-K950 einen Sonderweg unter den Soundbars, sie bringt direkt zwei zusätzliche Lautsprecher für die Surround-Effekte mit. Die sind, wie der Subwoofer, als Aktiv-Boxen ausgelegt, das heißt, dass das Tonsignal drahtlos von der Soundbar übertragen wird.

Andererseits sind sie ebenfalls wie der Subwoofer auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen, was gewisse Einschränkungen bei der Aufstellung mit sich bringt – denn als Surround-Kanäle sollen sie rechts und links leicht hinter der Hörposition aufgestellt werden.

Um die Aufstellung des Sets so einfach wie möglich zu gestalten, sind die Surround-Boxen sogar nach links und rechts gekennzeichnet, die Funkverbindung zur Soundbar baut sich ebenso schnell und automatisch auf wie zum Subwoofer. Die kleine Fernbedienung ist selbsterklärend, besonders gut gelungen; die beiden als Wippe ausgelegten Pegelsteller für Gesamt- und Woofer-Pegel.

Die Surround-Lautsprecher sorgen für sehr stabile Ortbarkeit, aufgrund derer die HW-K950 in einer anderen Liga spielt als die Konkurrenz – zumindest solange sie als Surround- oder Atmos-Setup betrieben wird. Bei reiner Stereo-Wiedergabe kann sie sich dagegen nicht absetzen.

Wer die Möglichkeit hat und die zusätzlichen Surround-Lautsprecher nicht scheut, bekommt mit dem Set von Samsung eine hervorragende Surround-Lösung, die mit erheblich weniger Aufwand zu realisieren ist als mit dezidierten Boxen.

Für sehr große Fernseher

LG SK10Y

Test besten Soundbars und Sounddecks: LG SK10Y
Die Soundbar von LG eignet sich wegen ihrer Breite besonders für Fernseher ab 65 Zoll Diagonale.

Bereits bei Anlieferung sprengt die LG SK10Y so einige Grenzen, schließlich braucht der 140 Zentimeter lange oder wenn man so will breite Riegel eine adäquate Verpackung.

Wie gesagt, macht sie sich bestens mit Fernsehern ab 65 Zoll Bildschirm, was aber nicht heißt, dass die Soundbar nicht auch kleinere Bildschirme klanglich aufwerten kann, sieht Halt nur etwas gewöhnungsbedürftig aus.

Um die einkommenden Dolby-Signale bestmöglich nutzen zu können, hat man sich bei LG Unterstützung von Meridian geholt, ausgemachte Experten für digitales Audio. Glücklicherweise klingt das Set dadurch keinesfalls gesoundet, wie das mitunter bei Kopfhörern oder Auto-Hifi der Fall ist, damit auch jeder hört, dass da am Klang manipuliert wurde.

Die Soundbar ist schnell angedockt. Sie verfügt zwar nur über zwei HDMI-Eingänge, dafür aber auch über einen LAN- und einen digitalen Audio- Eingang. Der Subwoofer ist direkt nach dem Einschalten wie von Zauberhand mit der Soundbar verkoppelt, sollte das einmal nicht auf Anhieb funktionieren, gibt es rückseitig immer noch die Pairing-Taste.

Aus den Klang-Presets Standard, Meridian, Music, Bass Blast und Movie gefielen uns für die Filmbegleitung »Movie« und eventuell »Meridian« am besten. Letztere setzt nochmal in puncto Feinauflösung etwas drauf und klingt insgesamt etwas wärmer – hier heißt es ausprobieren, denn die Akustik ist nicht in jedem Wohnzimmer die gleiche.

Das trifft auch für die Höhe der Decke zu, deshalb ist es etwas verwunderlich, dass sich die für Atmos zuständigen, nach schräg oben abstrahlenden Lautsprecher nicht auf verschiedene Abstände zur Zimmerdecke einstellen lassen. Unser Favorit kann das immerhin.

Dennoch schafft die LG SK10Y eine beeindruckende Räumlichkeit, auch und gerade in der dritten Dimension. Wem das an raumfüllendem Klang nicht reicht, der kann die LG mit optionalen Rear-Lautsprechern ausbauen.

Außerdem getestet

Mit der HT-ZF9 hat Sony ein technisches Schmankerl an den Start gebracht; ganze drei Chassis sind in der Soundbar untergebracht, wo sich sonst teilweise über 10 tummeln. Zu allem Überfluss strahlen alle drei noch nach vorn ab und sollen trotzdem eine breite Klangbühne und sogar die Deckenlautsprecher imitieren können.

Ersteres gelingt der Sony Soundbar erstaunlich gut, sobald man dann ein Atmos Signal anlegt, wird der Sound nochmal deutlich raumfüllender – und ja, man kann sich in die dreidimensionalen Klangwelten einhüllen lassen. Allerdings sind diese recht diffus und halten dem Vergleich mit mit einer Soundbar, die schräg nach oben abstrahlt, nicht stand. Die HT-ZF9 ist schlank und spart damit Platz, wer wegen einer Dachschräge oder ähnlichen Komplikationen ohnehin Probleme mit Atmos hat, aber nicht auf den Effekt verzichten will, ist mit der Sony Soundbar gut und günstig bedient.

Bei der LG SJ9 liegt der Schwerpunkt auf einem möglichst wohnzimmertauglichen Design. Sie baut zwar etwas höher und breiter als unser Favorit, wirkt aber durch die gerundeten Seiten und den feinen umlaufenden Leisten sehr leicht. Der Subwoofer ist dafür beinahe um die Hälfte niedriger und findet dadurch auch im beengteren Wohnzimmer einen adäquaten, unauffälligen Standort.

Auch wenn die LG keine Anpassung an die Höhe der Zimmerdecke zulässt, kommen die typischen Atmos-Effekte sehr überzeugend rüber. Sie liegt beim Filmsound klanglich auf gleichem Niveau wie unser Favorit, muss aber in der Bassabteilung leichte Abstriche hinnehmen; Fidelio geht tiefer und bleibt auch bei größeren Pegeln noch präzise.

Die LG SJ9 macht sich überall dort gut, wo das Netzwerk als Zuspieler eine größere Rolle spielt als beispielsweise der Blu-ray-Player, der SAT-Receiver und andere Geräte.

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Kommentare

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Thomas Liedtke
Thomas Liedtke

Hallo ,

ersteinmal Danke für diesen ausführlichen Bericht,wirklich stark!!!
Ich bin auf der Suche nach einem Sounddeck ,also möchte meinen Fernseher raufstellen.
Meine Frage , ich habe einen Fernsehschrank und möchte das Sounddeck dort plazieren.
Ist dies schon getestet wurden ,oder sollte man davon absehen ,da sich der Sound nicht ausbreiten kann.

Vielen Dank im Voraus

BaGi
BaGi

Klanglich ist die Polk klasse, doch leider haben die ein riesen Problem mit dem Sub und den Rears beim normalen Fernsehprogramm (vor allem was leiser). Man hört ständig ein unglaublich störendes knacken und knistern. Polk scheint das Problem auch zu ignorieren (siehe Englisches Polk Forum)

Didi
Didi

Mir wurden die nuPro von Nubert empfohlen. Wer Wert auf einfache, gute Stereowiedergabe legt, guten Klang und einen satten Bass macht hiermit nichts falsch, ich bin begeistert. Empfohlen wurden mir die Aktiv Lautsprecher von Nubert als ich die Sounbar kaufen wollte, sehr gute Beratung.

Michi
Michi

Sony HT-MT500 kann auch HDMI-ARC.

Frank
Frank

Die beste soundbar ist die focal dimension!ich habe alle getestet !ohne wenn und aber

Jöni
Jöni

Wäre es Möglich die Teufel Cinebar Pro ins Testsortiment mitaufzunehmen?

Name
Name

Bose ist was für ältere Herren.
Da wäre ein THX-Hörgerät sinnvoller.

Ewald Kutzenberger
Ewald Kutzenberger

Warum wurde Bose Soundbar 300 nicht getestet?

Chris Mahnert
Chris Mahnert

Hab Teufel’s Cinebase und bin hochzufrieden!

Sascha Akaloo
Sascha Akaloo

YAMAHA YSP 5600 …. mehr geht nicht. Ich habe viele getestet…. da kam kein Sonos oder Bose ran

Oliver Tölle
Oliver Tölle

Er kann’s machen….

Karl David Domaros
Karl David Domaros

Tölke an Dein Soundsystem kommt keiner dran… WDR 4 in Ultra HD

Ron
Ron

Ich kann auch keinen ernsthaften
Kongruenten finden, einfach super.

Heiko
Heiko

Die 5600 ist nur laut, klang mäßig .Bose Soundtouch 300 set um Welten besseren und sauberen Klang als dieses Brüllmosnter 😉

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Kein Raumfeld, kein Teufel. Kommerz Test

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Die Kleene Teufel hattet ihr ja im Test. Die Cinebar 52 wäre ja sonst klar Testsieger

Engin Ekin
Engin Ekin

TEUFEL Preis Leistung top !!!!!

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Soundbars können nie eine richtige Anlage ersetzen und kommen auch bei weitem nicht an den Klang ran.

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Eine Teufel Cinebar 52 kostet unter 1000,- und macht fetten THX Sound. Abgenommen. Zeig mir was vergleichbares

Thomas Windhausen
Thomas Windhausen

Edifier R1280 + Mivoc Hype 10 wären da vergleichbar. Nein, moment..
Das Set wäre besser als die C52 von Teufel :p
Kostet auch nur rund 250€

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Jede Anlage mit einer Box pro Kanal ist überlegen. Natürlich nicht so kompakt. Aber wenn wir bei Teufel sind, z. B. THX 8 oder 10…

Erik Dorn
Erik Dorn

Oft inzwischen teuerer als gute TVs…finde ich etwas überzogen im Preis.

Claas van Wutal
Claas van Wutal

Klipsch sonst nix

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