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Soundbar Test
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Sounddeck Test

Die beste Soundbar mit Dolby Atmos

Die beste Soundbar mit Dolby Atmos ist die Yamaha MusicCast YSP-5600. Mit geringem Installationsaufwand schafft das Front-Surround-System eine beeindruckende Heimkino-Atmosphäre, nicht zuletzt weil es sich perfekt auf die Raumakustik einmessen lässt. Außerdem ist sie als Bestandteil der MusicCast-Familie auch in eine Multiroom-System integrierbar.

Mehr und mehr Soundbars sind mit Dolby Atmos kompatibel, so dass sie quasi ein dreidimensionales Klanggeschehen erzeugen können. Hierfür sind allerdings, neben der Kompatibilität mit der entsprechenden Tonspur auf der Disk oder im Streaming-Signal, auch entsprechend optimierte Lautsprecher notwendig. Dazu strahlen zwei oder sogar vier (wie bei der Samsung) Lautsprecher den entsprechenden Sound schräg gegen die Decke, von wo er dann reflektiert wird, um den Sound von Deckenlautsprechern zu imitieren.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Yamaha MusicCast YSP-5600

Test Soundbar/Sounddeck: Yamaha YSP-5600
Die Yamaha MusicCast YSP-5600 ist schon sehr lange am Markt und immer noch unangefochtener Spitzenreiter.

Endlich konnten wir die Yamaha MusicCast YSP-5600 in unseren Testräumen ausgiebig unter die Lupe nehmen. Die Soundbar ist schon erstaunlich lange am Markt, setzt aber nach wie vor Maßstäbe, was die Raumanpassung und die Umsetzung des Dolby Atmos Sounds betrifft. Auch der Preis ist über die Jahre etwas geschmeidiger geworden, zumal die YSP-5600 in vielen Fällen ohne Subwoofer auskommen dürfte, uns stand als Tiefton-Ergänzung der NS-SW 300 zur Verfügung.

HiRes-Audio kompatibel

Sony HT-ST5000

Sony glänzt mit hervorragender Verarbeitung und guter Performance.

Die Sony HT-ST5000 liegt klanglich in etwa auf dem gleichen Niveau, bietet allerdings noch einige interessante Features, wie die Bluetooth- und Laufwerkssteuerung direkt über die Fernbedienung und WLAN. Außerdem ist der externe Subwoofer nicht ganz so gewaltig wie der unseres Favoriten, kann allerdings akustisch ebenso überzeugen.

Mit Surroundboxen

Samsung HW-Q90R

Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q90R
Die zusätzlichen Surround-Lautsprecher sorgen für intensives Surround- und Atmos Feeling.

Bei der Samsung HW-Q90R handelt es sich eigentlich um eine um rückwärtige Surround-Lautsprecher ergänzte HW-Q80R. Wie der Subwoofer werden auch diese drahtlos angesteuert, und benötigen nur noch jeweils eine Steckdose. Nun strahlen sowohl vorn als auch hinten je zwei Lautsprecher nach oben ab, so dass wir ein ausgewachsenes 5.1.4-Setup haben, mit beeindruckendem 3D-Sound.

Für sehr große Fernseher

LG SK10Y

Test besten Soundbars und Sounddecks: LG SK10Y
Die Soundbar von LG eignet sich wegen ihrer Breite besonders für Fernseher ab 65 Zoll Diagonale.

Die LG SK10Y hat mit ihren 140 Zentimetern schön Überbreite, zumindest bei Fernsehern mit einer Bilddiagonalen von unter 65 Zoll. Das setzt natürlich dem Klang keine Grenzen, eher im Gegenteil, die Ingenieure nutzen die komplette Breite für eindrucksvollen Kino-Sound. Die Chassis für die Atmos gerechte Decken-Abstrahlung sitzen außen in der Soundbar und strahlen, wie es sich gehört, nach oben ab.

Preistipp

Philips Fidelio B8/12

Test besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B8/12
Die Fidelio B8/12 liefert die beste Gesamtvorstellung.

Die Philips Fidelio B8 ist erstaunlich vielseitig, und war lange unser Favorit, allerdings kann sie gegen den neuen Favoriten nicht mehr mithalten. Angesichts des aktuellen Preises von knapp 700 Euro bietet sie sich mit ihren klanglichen Qualitäten und auch mit der üppigen Ausstattung förmlich als Preistipp an.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerHiRes-Audio kompatibelMit SurroundboxenFür sehr große FernseherPreistipp
Modell Yamaha MusicCast YSP-5600 Sony HT-ST5000 Samsung HW-Q90R LG SK10Y Philips Fidelio B8/12 Samsung HW-Q80R Sony HT-ZF9 Samsung HW-Q70R LG SJ9
Test Soundbar/Sounddeck: Yamaha YSP-5600Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q90RTest besten Soundbars und Sounddecks: LG SK10YTest besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B8/12Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q80RTest besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-ZF9Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q70RTest besten Soundbars und Sounddecks: LG SJ9
Pro
  • Beste Atmos-Performance
  • Subwoofer nicht unbedingt notwendig
  • Einmessung auf die Raumakustik inklusive
  • Sehr gute Atmos und Surround-Performance
  • HiRes-Audio kompatibel
  • Hervorragend verarbeitet
  • Sehr klar definierte Surround- und Atmos-Kanäle
  • Einfache Installation und Konfiguration
  • Sehr gute Dolby Atmos Performance
  • Sehr guter Surroundsound
  • Beeindruckende Atmos-Performance
  • Sehr gute musikalische Darstellung
  • Einfache Installation
  • Sehr gute Frontsurround-Vorstellung
  • Einfache Installation
  • Wenig Platzbedarf
  • Sehr schlanke Bauweise
  • Sehr guter, raumfüllender Surroundsound
  • Ziemlich günstig
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Schlanke Bauweise mit wenig Platzbedarf
  • Gute Frontsurround-Performance
  • Kompaktes Design
  • Atmos- und Surround-Darstellung ist gut
Contra
  • Stößt bei komplexen Räumen an ihre Grenzen
  • Lässt sich nicht an die Raumakustik anpassen
  • Die Surround-Boxen benötigen zusätzlichen Stellplatz und jeweils eine Steckdose
  • Wegen der sehr breiten Soundbar eigentlich nur für sehr breite Fernseher geeignet
  • Lässt sich nicht auf die Deckenhöhe einstellen
  • Nicht für akustisch komplexere Räume geeignet
  • Subwoofer stößt recht schnell an seine Grenzen
  • Rückwärtige Kanäle etwas diffus
  • Atmos-Eindruck bleibt hinter den anderen zurück
  • Atmos-Eindruck bleibt eher diffus
  • Der Subwoofer neigt schnell zum Dröhnen
Bester Preis
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Testsieger: Yamaha MusicCast YSP-5600

Die Yamaha MusicCast YSP-5600 baut mit über 20 Zentimetern für eine Soundbar recht hoch, das hat durchaus einen technischen Hintergrund, schließlich tummeln sich hier insgesamt 46 Lautsprecher, die mit ihrer genau berechneten Ausrichtung, zusammen mit diversen anderen Maßnahmen, überhaupt erst einen so beeindruckenden Raumklang erzeugen können.

Testsieger

Yamaha MusicCast YSP-5600

Test Soundbar/Sounddeck: Yamaha YSP-5600
Die Yamaha MusicCast YSP-5600 ist schon sehr lange am Markt und immer noch unangefochtener Spitzenreiter.

Die Soundbar kann entweder unter dem Fernseher oder der Leinwand aufgestellt werden, für eine sichere Wandmontage sind zwei passende Winkel nebst Schrauben beigelegt – wie gesagt ist die recht große Bauhöhe von gut 20 Zentimetern die einzige Einschränkung bei der Installation.

Die Einrichtung (inklusive Einmessung) ist trotz des mittlerweile etwas altbacken wirkenden Menüs schnell erledigt. Dank der vielen HDMI-Eingänge eignet sie sich zudem als zentrale Steueranlage, es lassen sich nämlich insgesamt vier HDMI-Quellen anschließen. Außerdem gibt es natürlich weitere Eingänge, digitale und auch analoge. Außerdem ist sie mit der MusicCast-App kompatibel und lässt sich ohne weiteres in ein entsprechendes Multiroom-System einbinden.

Für größere Räume (ab ca. 20 Quadratmetern) sollte man unbedingt einen Subwoofer mit einplanen, was nicht mehr schwer fällt, da die Soundbar schon zu recht moderaten Preisen gehandelt wird und zudem nicht selten im Set mit einem adäquaten Subwoofer, der uns zur Verfügung stehende NS-Sw 300 lässt sich optimal an diese und auch andere Soundbars anpassen und ist erfreulich preiswert.

Yamaha MusicCast YSP-5600 im Klangtest

Ist die YSP-5600 auf die Raumakustik eingemessen, kann das Kinovergnügen beginnen. Der erste Durchgang geht noch mit normaler Surround-Kost, also ohne die dritte Dimension der Dolby Atmos Spur. Schon jetzt kann die Soundbar voll überzeugen, liefert einen klar definierten Rundumklang mit beeindruckend differenzierter Ortung auch des rückwärtigen Klanggeschehens. Sie sorgt selbst in unserem recht großen Hörraum für akzeptables Tiefbassgewitter und lässt den Subwoofer, der uns als NS-Sw 300 mitgeliefert wurde, erstmal nicht vermissen.

Toller 3D-Sound für jedes Wohnzimmer

Entsprechend gespannt waren wir auf die Umsetzung der dritten Klangdimension, die Dolby Atmos eröffnet. Die Demo-Tracks, die Dolby zur Verfügung stellt, lassen den Regen fast direkt von der Decke prasseln. Auch die anderen Demo-Tracks schafften eine beeindruckende Atmosphäre. Unschlagbar ist hier allerdings die Sequenz aus Die Tribute Von Panem Mockingjay 2, in welcher die Präsidentin den Alarm auslösen lässt: Die Evakuierung des Districts in die tiefer gelegenen Bunker wird durch den Atmos-Effekt erst richtig beklemmend.

Gerade der 3D-Eindruck ist für eine reine Soundbar sehr überzeugend. Ganz besonders gut ist die Dialogwiedergsabe, keines der anderen Geräte schafft das so klar, ohne dass die Dialoge übermäßig in den Vordergrund gerückt werden. Das ganze funktioniert sogar, ohne dass der DSP auf Clear Voice steht. Damit geht es dann nochmal besser, rückt aber, wie bei allen anderen auch, das Filmgeschehen mehr in den Hintergrund.

Um ihre musikalischen Qualitäten im Dolby Atmos Betrieb unter Beweis zu stellen, musste die YSP-5600 auch bei Roger Waters The Wall zeigen, was sie drauf hat. Tatsächlich wird hier deutlich, wie sonst nirgends hörbar, wie stark die Elektronik ins Musik-Signal eingreift, weil sie darauf getrimmt ist, um jeden Preis den imaginären Surround-Sound zu erhalten. Auch hier kann die Yamaha weitestgehend überzeugen, sorgt bei den vielen Szenenwechseln umgehend für die richtige Atmosphäre: einmal im Stadion-Konzert, einmal im eher intimen Gespräch im Auto oder an der Hotelbar.

Die YSP-5600 liefert eine rundherum eindrucksvolle Performance ab. Ein komplettes Surround-Lautsprecher-Set kann sie natürlich nicht ganz ersetzen, sie kommt aber ohne Zweifel sehr nah ran und benötigt dafür viel weniger Platz.

Nachteile?

Der einzige Nachteil ist allenfalls die nicht ganz so definierte Wiedergabe der rückwärtigen Kanäle, dafür ist die YSP-5600 bislang noch die einzige Soundbar, die nur als Frontsystem eine derart gute Surround- und Atmos- Vorstellung abgibt. Auch der Preis hat wegen der langen Marktpräsenz deutlich nachgegeben.

Yamaha MusicCast YSP-5600 im Testspiegel

Auch andere Tester sind von der MusicCast YSP-5600 angetan – und das schon seit Jahren, hier nur ein kleiner Auszug aus den Testberichten der Kollegen:

Einen der jüngsten Tests gab es in der Zeitschrift Video (7/2018), die im Juni 2018 erschienen ist. Hier wurde die Yamaha mit einem »sehr gut« (80%) Testsieger – mit einem »sehr guten« Preis-Leistungs-Verhältnis:

»Yamaha sichert sich verdientermaßen den Testsieg. Wir sind vom immersiven und natürlich wirkenden Erlebnis aus dem einzelnen Gerät einfach begeistert. In Kombination mit entsprechenden modernen Features wie Sprachsteuerung und Multiroom ergibt sich ein spannendes Gesamtpaket, für das man allerdings auch einen stolzen Preis entrichten muss.«

Im Magazin HEIMKINO (05/2016) erreichte die YSP 5600 mit der Note 1,0 ein »überragendes« Testergebnis in der Spitzenklasse. Die Preis-Leistung kann sich mit einem »sehr gut« ebenfalls sehen lassen und die einfache Installation beschert der Soundbar zudem das Prädikat »Klangtipp«:

»Wenn sich ein Gerät die Bezeichnung Frontsurround-System verdient hat, dann ganz klar Yamahas YSP-5600. Zugegeben, das Gerät ist nicht gerade klein und mit 1.700 Euro auch kein Schnäppchen, doch hier muss man bereits mit echten Surrond-Sets vergleichen, die ähnlich viel kosten, mehr Platz brauchen und trotzdem weniger Funktionen bieten. Hier wird mit wenig Aufwand ein tolles Klangerlebnis erzeugt, das einen voll ins Geschehen auf dem Bildschirm hineinzieht.«

Alternativen

Soundbars, die Dolby Atmos eindrucksvoll umsetzen können, gibt es mehr und mehr auf dem Markt. Wir haben einige Alternativen getestet, die teils andere Konzepte nutzen, und für Sie eventuell eher in Frage kommen.

HiRes-Audio kompatibel

Sony HT-ST5000

Sony glänzt mit hervorragender Verarbeitung und guter Performance.

Als echtes Schwergewicht entpuppt sich die Sony HT-ST5000 schon bevor sie ausgepackt ist. Nach dem Auspacken wird klar warum: Wo bei den Gehäusen der meisten Soundbar-Subwoofer-Sets Kunststoff, beziehungsweise Holz zum Einsatz kommt, findet bei der Sony Soundbar Metall Verwendung. Selbst das Gehäuse des Subwoofers ist zu einem großen Teil aus Alu, was neben dem anständigen Gewicht nebenbei für eine resonanzarme Wiedergabe sorgt.

Ist die HT-ST5000 einmal aufgestellt, hat sich flugs der Subwoofer mit der Soundbar verbunden. Überhaupt gehört die Sony Soundbar zu den anschlussfreudigen ihrer Gattung; mit gleich drei HDMI-Eingängen lässt sie sich als Schaltzentrale für entsprechende Zuspieler einsetzen.

Daneben gibt es die üblichen analogen und digitalen Audio-Schnittstellen, abgerundet wird das ganze mit dem kompletten Funkpaket. Neben Bluetooth verfügt die Soundbar auch über integriertes WLAN, womit direkt aus dem Netz gestreamt werden kann. Die Bluetooth-Schnittstelle unterstützt neben dem bekannten aptX-Codec auch LDAC, der eine noch höhere Datenrate übertragen kann.

Wobei die Verwendung solch hochkarätiger Übertragungsraten in einer Soundbar durchaus fragwürdig erscheint. Die Umsetzung von Dolby Atmos steht dagegen unserem Favoriten kaum nach, wenngleich die Sony nicht mal über die rudimentären Raumanpassungen verfügt.

Die Klang-Charakteristika, die hier Sound-Field heißen, sind auch im Atmos-Betrieb wählbar, dennoch spielt auch hier Roger Waters The Wall am überzeugendsten im Stereo-Modus, gern auch mit Subwoofer-Unterstützung.

Die sehr hochwertige Verarbeitung und die üppige Ausstattung begründen den etwas höheren Preis des Sony Sets.

Mit Surroundboxen

Samsung HW-Q90R

Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q90R
Die zusätzlichen Surround-Lautsprecher sorgen für intensives Surround- und Atmos Feeling.

Samsung geht mit der Samsung HW-Q90R ebenso wie mit dem Vorgänger einen Sonderweg unter den Soundbars, sie bringt direkt zwei zusätzliche Lautsprecher für die Surround-Effekte mit. Die sind, wie der Subwoofer, als Aktiv-Boxen ausgelegt, das heißt, dass das Tonsignal drahtlos von der Soundbar übertragen wird.

Bei der HW-Q90R handelt es sich um die höchste Ausbaustufe, inklusive Rears. Die Soundbar selbst und der Subwoofer sind baugleich mit der Q80R. Produziert sie ohne Rears schon einen beeindruckend räumlichen Sound, wird dieser durch die zugeschaltete Rears nochmal definierter und weniger diffus. Das betrifft sowohl den Rückbereich als auch die Atmos-Effekte, die nochmal von den ebenfalls nach oben abstrahlenden Lautsprechern in den Rears profitiert.

Die Installation ist super einfach, lediglich die Anpassung der einzelnen Kanäle an die Raumakkustik ist mit der rudimentären Fernbedienung und dem kleinen Display zwar gewöhnungsbedürftig, aber machbar.

Andererseits sind sie ebenfalls wie der Subwoofer auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen, was gewisse Einschränkungen bei der Aufstellung mit sich bringt – denn als Surround-Kanäle sollen sie rechts und links leicht hinter der Hörposition aufgestellt und dieser leicht zugeneigt werden.

Die Surround-Lautsprecher sorgen für sehr stabile Ortbarkeit, aufgrund derer die HW-Q90R in einer anderen Liga spielt als die Konkurrenz – zumindest solange sie als Surround- oder Atmos-Setup betrieben wird. Bei reiner Stereo-Wiedergabe kann sie sich dagegen nicht absetzen.

Wer die Möglichkeit hat und die zusätzlichen Surround-Lautsprecher nicht scheut, bekommt mit dem HW-Q90R Set von Samsung eine hervorragende Surround-Lösung, die mit erheblich weniger Aufwand zu realisieren ist als mit dezidierten Boxen.

Für sehr große Fernseher

LG SK10Y

Test besten Soundbars und Sounddecks: LG SK10Y
Die Soundbar von LG eignet sich wegen ihrer Breite besonders für Fernseher ab 65 Zoll Diagonale.

Bereits bei Anlieferung sprengt die LG SK10Y so einige Grenzen, schließlich braucht der 140 Zentimeter lange oder wenn man so will breite Riegel eine adäquate Verpackung.

Wie gesagt, macht sie sich bestens mit Fernsehern ab 65 Zoll Bildschirm, was aber nicht heißt, dass die Soundbar nicht auch kleinere Bildschirme klanglich aufwerten kann, sieht Halt nur etwas gewöhnungsbedürftig aus.

Um die einkommenden Dolby-Signale bestmöglich nutzen zu können, hat man sich bei LG Unterstützung von Meridian geholt, ausgemachte Experten für digitales Audio. Glücklicherweise klingt das Set dadurch keinesfalls gesoundet, wie das mitunter bei Kopfhörern oder Auto-Hifi der Fall ist, damit auch jeder hört, dass da am Klang manipuliert wurde.

Die Soundbar ist schnell angedockt. Sie verfügt zwar nur über zwei HDMI-Eingänge, dafür aber auch über einen LAN- und einen digitalen Audio- Eingang. Der Subwoofer ist direkt nach dem Einschalten wie von Zauberhand mit der Soundbar verkoppelt, sollte das einmal nicht auf Anhieb funktionieren, gibt es rückseitig immer noch die Pairing-Taste.

Aus den Klang-Presets Standard, Meridian, Music, Bass Blast und Movie gefielen uns für die Filmbegleitung »Movie« und eventuell »Meridian« am besten. Letztere setzt nochmal in puncto Feinauflösung etwas drauf und klingt insgesamt etwas wärmer – hier heißt es ausprobieren, denn die Akustik ist nicht in jedem Wohnzimmer die gleiche.

Das trifft auch für die Höhe der Decke zu, deshalb ist es etwas verwunderlich, dass sich die für Atmos zuständigen, nach schräg oben abstrahlenden Lautsprecher nicht auf verschiedene Abstände zur Zimmerdecke einstellen lassen. Unser Favorit kann das immerhin.

Dennoch schafft die LG SK10Y eine beeindruckende Räumlichkeit, auch und gerade in der dritten Dimension. Wem das an raumfüllendem Klang nicht reicht, der kann die LG mit optionalen Rear-Lautsprechern ausbauen.

Preistipp

Philips Fidelio B8/12

Test besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B8/12
Die Fidelio B8/12 liefert die beste Gesamtvorstellung.

Die Fidelio kommt im recht großen, sperrigen Paket. Das liegt weniger an der Soundbar als vielmehr am aktiven Subwoofer, der dazugehört.

Die Fidelio B8 ist vollgepackt mit Knowhow und Technik, von außen sieht man davon aber nicht viel: Klare Linien und wenige Bedienelemente sind das Design-Kredo der Fidelio B8.

Dabei ist sie keineswegs so rudimentär ausgestattet, wie es anfangs den Anschein hat. Die Anschlüsse liegen sämtlich gut in Gehäusemulden versteckt, sind aber auch für größere Hände noch gut erreichbar. Als Eingänge stehen neben zwei wählbaren HDMI-Schnittstellen auch ein optischer und ein koaxialer Audio-Eingang zur Verfügung. Selbst ein analoger Stereo-Eingang in Mini-Klinken-Ausführung ist vorhanden.

Über eine USB-Buchse können ebenfalls Audiodaten zugeführt werden, etwa per USB-Stick. Damit der USB-Anschluss auch noch erreichbar ist, wenn die Soundbar an die Wand geschraubt wird, liegt ein passender Winkeladapter bei.

Das Smartphone kann Musik direkt via Bluetooth zur Fidelio übertragen, eine Verbindung lässt sich dabei unkompliziert per NFC herstellen. Zur Übertragung von Musik in CD-Qualität unterstützt die Fidelio dabei sogar den aptX-Codec.

Für die Wandmontage sind zwei passende Winkel nebst Schrauben beigelegt, die Soundbar kann aber auch unter oder vor dem Fernseher liegen. Selbst mit den rutschfesten Gummifüßen ist sie mit ihren schmalen fünf Zentimetern Höhe noch so flach, dass sie die Bedienelemente der meisten Fernseher nicht verdeckt.

Aufstellen und Anschließen der Soundbar sind schnell erledigt. Subwoofer und Soundbar haben sich bereits kurz nach dem Einschalten selbstständig miteinander verbunden.

Der Standort des Sub kann relativ frei ausgewählt werden, der aktive Subwoofer benötigt lediglich eine Steckdose in der Nähe. Er arbeitet nach dem Downfire-Prinzip, das Lautsprecher-Chassis strahlt also nach unten ab, so dass die sichtbaren Flächen völlig glatt und pflegeleicht sind.

Angeschlossen an Blu-ray-Player und Sat-Receiver darf die Fidelio B8 zeigen was sie kann. Die Eingangswahl erfolgt über die Fernbedienung mit Direktwahltasten. Die Soundbar erkennt, welches Signal anliegt, ob nun einfaches Stereo, Surround oder Dolby Atmos, und richtet sich entsprechend darauf ein. Sie zeigt den eingestellten Status auch kurz im Display an.

Außerdem können drei Presets ausgewählt werden, um die Fidelio B8 in Richtung Filmsound, Musik oder besserer Sprachwiedergabe zu optimieren. Mit der Einstellung »smart« wählt die Soundbar automatisch das entsprechende Preset aus, was in den meisten Fällen auch prima passt, ansonsten heißt es ausprobieren. Mit der Fernbedienung lassen sich zudem die Gesamtlautstärke sowie der Pegel des Subwoofers getrennt einstellen.

Liegt ein Atmos-Signal an, zeigt die Soundbar das in ihrem dezenten Dotmatrix-Display an der Frontseite an und aktiviert die schräg nach vorn-oben abstrahlenden Lautsprecher. Mit Hilfe der Deckenreflexion werden nun die Atmos-Kanäle simuliert.

Philips empfiehlt für eine optimale 3D-Abbildung des Sounds eine Installation der Soundbar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern. Diese Größen treffen für das meiste Mobiliar zu, auf das Fernseher so platziert werden. Die ideale Sitzposition soll zwischen 2 und 3 Metern von der Soundbar entfernt liegen, das trifft ebenfalls auf die meisten Wohnzimmer zu, zumindest bei uns passte es perfekt.

Allerdings sollte man sich tatsächlich innerhalb des Sweetspots befinden, also zwei bis drei Meter von der Soundbar und dem Bildschirm entfernt, außerhalb dieser Zone wird der Eindruck zunehmend diffuser. Allerdings bleibt der Sweetspot über die gesamte Breite der Fernseh-Couch erhalten, was auch nicht jedem Testgerät gelingt.

Schaltet man einen Gang tiefer, setzt also auf 5.1 Kanal-Wiedergabe, ist der Sweetspot nicht ganz so eng. Die Wiedergabe über die im Fernseher eingebauten Lautsprecher ist hier ebenfalls kein Vergleich. Der Sound wirkt viel breiter und passt nun endlich zum großen Bild. Der Subwoofer kann es ordentlich krachen lassen und gibt Explosionen in Action-Filmen den richtigen Wumms.

Wie es sich für eine gute Surround-Anlage gehört, verfügt die Fidelio auch über einen Mitternachtsmodus, der fährt das Film-Getöse auf ein für Nachbarn freundliches Niveau herunter.

Auch beim Musikhören im Stereo-Betrieb, oder 2.1 mit Subwoofer, kann die Fidelio B8 überzeugen. Hier muss sie auch am wenigsten tricksen, die seitlichen Kanäle sind weit genug auseinander, der Rest wird mit seitlich abstrahlenden Lautsprechern erledigt. An gute Stereoboxen kommt sie freilich bei Musik nicht heran.

Da es allerdings auch viele Konzert-Aufnahmen in Dolby Surround und sogar in Dolby Atmos gibt, musste die Fidelio auch bei Roger Waters The Wall zeigen, was sie drauf hat. Hier gibt es einen leichter Hang zum Nasalen in der Stimme von Roger Waters, auch die Ortbarkeit der Musiker, ob sie nun eher rechts, links oder in der Mitte der Bühne stehen, ist weit von einem guten Stereo-Setup entfernt.

Die Fidelio B8 liefert klanglich für eine Soundbar eine rundherum eindrucksvolle Performance ab. Ein komplettes Surround-Lautsprecher-Set kann sie natürlich nicht ersetzen, ebenso wenig eine gute herkömmliche Stereoanlage. Aber wenn Sie beim Filmegucken tollen Surround- und Atmos-Sound genießen wollen, ohne sich das Wohnzimmer mit Lautsprechern vollzustellen, ist die Fidelio B8 ein hervorragender Kompromiss.

Außerdem getestet

Die Samsung HW-Q80R ist quasi eine Q90R ohne Rears, diese können aber nachträglich integriert werden – die entsprechenden Vorrichtungen (Empfangs-/Sendeteil) sind schon vorhanden. Folgerichtig sind Subwoofer und die Soundbar selbst mit denen der HW-Q90R baugleich. Die Installation ist also ebenso schnell erledigt, mit dem kleinen Zeitvorteil, dass keine Rears angeschlossen werden müssen. Der Sound ist auf Anhieb schon viel definierter (zumindest von vorn/oben) als beim kleinen Q70R, der hat auch keine Seiten- und Topstrahler. Allerdings hört man auch hier deutlich die Handschrift der Spezialisten von Harman.

Als Grundausstattung mit Ausbaupotential ist die HW-Q80R also absolut empfehlenswert.

Mit der HT-ZF9 hat Sony ein technisches Schmankerl an den Start gebracht; ganze drei Chassis sind in der Soundbar untergebracht, wo sich sonst teilweise über 10 tummeln. Zu allem Überfluss strahlen alle drei noch nach vorn ab und sollen trotzdem eine breite Klangbühne und sogar die Deckenlautsprecher imitieren können. Ersteres gelingt der Sony Soundbar erstaunlich gut, sobald man dann ein Atmos Signal anlegt, wird der Sound nochmal deutlich raumfüllender – und ja, man kann sich in die dreidimensionalen Klangwelten einhüllen lassen. Allerdings sind diese recht diffus und halten dem Vergleich mit mit einer Soundbar, die schräg nach oben abstrahlt, nicht stand.

Die HT-ZF9 ist schlank und spart damit Platz, wer wegen einer Dachschräge oder ähnlichen Komplikationen ohnehin Probleme mit Atmos hat, aber nicht auf den Effekt verzichten will, ist mit der Sony Soundbar gut und günstig bedient.

Die Samsung HW-Q70R ist schnell eingerichtet und liefert erwachsenen Sound solange man sich in der zweidimensionalen Ebene befindet: Bei Atmos ist der Klang zusehends diffuser. Es gibt keine nach oben abstrahlenden Lautsprecher, die kleine Samsung arbeitet mit Acoustic Beam Technologie, die Atmos-Kanäle werden schon in der Box passiv nach oben umgelenkt, entsprechend diffus ist das Atmos- und DTX-Klangbild. Als kleine Lösung ist die HW-Q70R dennoch attraktiv, zumal sie den gleichen sehr potenten Subwoofer hat wie die großen Geschwister.

Bei der LG SJ9 liegt der Schwerpunkt auf einem möglichst wohnzimmertauglichen Design. Sie baut zwar etwas höher und breiter als unser Favorit, wirkt aber durch die gerundeten Seiten und den feinen umlaufenden Leisten sehr leicht. Der Subwoofer ist dafür beinahe um die Hälfte niedriger und findet dadurch auch im beengteren Wohnzimmer einen adäquaten, unauffälligen Standort.

Auch wenn die LG keine Anpassung an die Höhe der Zimmerdecke zulässt, kommen die typischen Atmos-Effekte sehr überzeugend rüber. Sie liegt beim Filmsound klanglich auf gleichem Niveau wie unser Favorit, muss aber in der Bassabteilung leichte Abstriche hinnehmen; Fidelio geht tiefer und bleibt auch bei größeren Pegeln noch präzise.

Die LG SJ9 macht sich überall dort gut, wo das Netzwerk als Zuspieler eine größere Rolle spielt als beispielsweise der Blu-ray-Player, der SAT-Receiver und andere Geräte.

 

55
Kommentare

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Peter Meier
Peter Meier

Die neu getestete Nubert nuPro AS-225 gehört nicht zur nuPro Reihe und heisst korrekt Nubert nuBox AS-225, ist aber trotzdem gut : )

Thomas Liedtke
Thomas Liedtke

Hallo ,

ersteinmal Danke für diesen ausführlichen Bericht,wirklich stark!!!
Ich bin auf der Suche nach einem Sounddeck ,also möchte meinen Fernseher raufstellen.
Meine Frage , ich habe einen Fernsehschrank und möchte das Sounddeck dort plazieren.
Ist dies schon getestet wurden ,oder sollte man davon absehen ,da sich der Sound nicht ausbreiten kann.

Vielen Dank im Voraus

BaGi
BaGi

Klanglich ist die Polk klasse, doch leider haben die ein riesen Problem mit dem Sub und den Rears beim normalen Fernsehprogramm (vor allem was leiser). Man hört ständig ein unglaublich störendes knacken und knistern. Polk scheint das Problem auch zu ignorieren (siehe Englisches Polk Forum)

Didi
Didi

Mir wurden die nuPro von Nubert empfohlen. Wer Wert auf einfache, gute Stereowiedergabe legt, guten Klang und einen satten Bass macht hiermit nichts falsch, ich bin begeistert. Empfohlen wurden mir die Aktiv Lautsprecher von Nubert als ich die Sounbar kaufen wollte, sehr gute Beratung.

Michi
Michi

Sony HT-MT500 kann auch HDMI-ARC.

Frank
Frank

Die beste soundbar ist die focal dimension!ich habe alle getestet !ohne wenn und aber

Jöni
Jöni

Wäre es Möglich die Teufel Cinebar Pro ins Testsortiment mitaufzunehmen?

Name
Name

Bose ist was für ältere Herren.
Da wäre ein THX-Hörgerät sinnvoller.

Ewald Kutzenberger
Ewald Kutzenberger

Warum wurde Bose Soundbar 300 nicht getestet?

Chris Mahnert
Chris Mahnert

Hab Teufel’s Cinebase und bin hochzufrieden!

Sascha Akaloo
Sascha Akaloo

YAMAHA YSP 5600 …. mehr geht nicht. Ich habe viele getestet…. da kam kein Sonos oder Bose ran

Oliver Tölle
Oliver Tölle

Er kann’s machen….

Karl David Domaros
Karl David Domaros

Tölke an Dein Soundsystem kommt keiner dran… WDR 4 in Ultra HD

Ron
Ron

Ich kann auch keinen ernsthaften
Kongruenten finden, einfach super.

Heiko
Heiko

Die 5600 ist nur laut, klang mäßig .Bose Soundtouch 300 set um Welten besseren und sauberen Klang als dieses Brüllmosnter 😉

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Kein Raumfeld, kein Teufel. Kommerz Test

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Die Kleene Teufel hattet ihr ja im Test. Die Cinebar 52 wäre ja sonst klar Testsieger

Engin Ekin
Engin Ekin

TEUFEL Preis Leistung top !!!!!

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Soundbars können nie eine richtige Anlage ersetzen und kommen auch bei weitem nicht an den Klang ran.

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Eine Teufel Cinebar 52 kostet unter 1000,- und macht fetten THX Sound. Abgenommen. Zeig mir was vergleichbares

Thomas Windhausen
Thomas Windhausen

Edifier R1280 + Mivoc Hype 10 wären da vergleichbar. Nein, moment..
Das Set wäre besser als die C52 von Teufel :p
Kostet auch nur rund 250€

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Jede Anlage mit einer Box pro Kanal ist überlegen. Natürlich nicht so kompakt. Aber wenn wir bei Teufel sind, z. B. THX 8 oder 10…

Erik Dorn
Erik Dorn

Oft inzwischen teuerer als gute TVs…finde ich etwas überzogen im Preis.

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