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Soundbar Test
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Sounddeck Test

Die besten Sounddecks

Die Sounddecks sind ursprünglich aus der Notwendigkeit heraus entstanden, dem Flachbildschirm ohne viel Aufwand und mit möglichst wenig zusätzlichen Möbelstücken klanglich auf die Sprünge zu helfen. Deshalb haben die meisten Sounddecks auch keinen Subwoofer dabei, aufgrund ihres größeren Volumens brauchen sie den für gewöhnlich auch nicht. Der Nachteil des größeren Gehäuses kann allerdings auch zum Vorteil werden, so kann der Fernseher problemlos auf das Deck gestellt werden.

Die Auswahl an Sounddecks ist nach wie vor längst nicht so groß wie die von Soundbars, auch ist man dort weit entfernt von hektischen Modellwechseln, sodass unsere sechs Testgeräte durchaus in die Kategorie ausgereifter Klassiker passen. Zudem stammen sie fast ausschließlich aus der Entwicklung ausgemachter Audio-Experten.

Lautsprecher-Spezialist Nubert, der mit dem AS-250 Sounddeck lange Zeit unseren Favoriten stellte, setzt auf seine ganz eigene Philosophie adäquaten Klangs für Flachbildschirme; fernab von allen Surround-Imitationen setzen die Schwaben auf ausgefeilte und optimierte Stereo-Technik. Ich war nicht zum ersten Mal überrascht, wie breit sich ein Klangbild aufbaut, das rein zweikanaligen Ursprungs ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Canton DM 90.3

Test Soundbar/Sounddeck: Canton DM 90.3
Das Sounddeck von Canton kommt mit Bluetooth und vielen Anschlüssen, ein separater Subwoofer kann optional angeschlossen werden.

Unser Favorit, das Canton DM 90.3 Sounddeck, kann eine hervorragende Stereo- und Surroundbasis erzeugen und hat genug Volumen für einen knackigen präzisen Bass. Deshalb kommt es gut ohne Subwoofer aus. Dank der üppigen Ausstattung mit HDMI-Schnitstellen und Bluetooth ist es für alle Eventualitäten gerüstet. Der Klang, sowohl im Surround als auch im Zweikanal-Betrieb, ist über alle Zweifel erhaben. Mit 90 Zentimeter Breite und 15 Zentimeter Höhe ist die Canton DM 90.3 allerdings nicht gerade zierlich.

Schlanke Wuchtbrumme

Canton DM 101

Test besten Soundbars und Sounddecks: Canton DM 101
Die DM 101 ist die verbesserte Nachfolgerin der DM 100, sie sorgt selbst im großen Wohnzimmer für eindrucksvollen Raumklang und enormen Tiefgang.

Das Canton DM 101 ist Nachfolger des DM 100. Äußerlich ist das schlanke Sounddeck unverändert geblieben, beim Sound-Check gelangt die Räumlichkeit des DM 101 problemlos in Gefilde der Playbase von Sonos, allerdings ganz ohne Einmessen per Smartphone und ohne Sub-Unterstützung. Das DM 101 wird einfach an die an den digitalen Ausgang von Player, Fernseher oder Beamer angeschlossen, Multiroom ist mangels WLAN allerdings nicht möglich.

2-Kanal in Bestform

Nubert nuPro AS-250

Test Sounddeck bis (fast) 500 Euro: Nubert nuPro AS-250
Der Verzicht auf Surround-Effekte beschert der AS-250 den besten Klang fürs Geld.

Das Nubert Sounddeck nuPro AS-250 verhilft Ihrem Flachbildschirm zu einer hervorragenden Basis, und zwar in zweierlei Hinsicht: Einerseits gibt das knapp 16 Zentimeter hohe Sounddeck ihm sicheren Halt und eine etwas exponierte Position, außerdem ergänzt es das große Bild mit entsprechend großem Sound.

Preistipp

Magnat Sounddeck 150

Test besten Soundbars und Sounddecks: Magnat Sounddeck 150
Das Sounddeck von Magnat leistet Erstaunliches für den aufgerufenen Preis.

Dem Magnat Sounddeck 150 sieht man weder den günstigen Anschaffungspreis an, noch hat dieser Einfluss auf die Klangqualitäten des Decks. In kleinen bis mittleren Wohnzimmern ist das Deck von Magnat kaum zu schlagen, erst wenn höhere Pegel gewünscht sind, stößt es an seine Grenzen. Wer nicht viel Geld ausgeben will, findet zur Zeit nichts besseres.

Vergleichstabelle

TestsiegerSchlanke Wuchtbrumme2-Kanal in BestformPreistipp
Modell Canton DM 90.3 Canton DM 101 Nubert nuPro AS-250 Magnat Sounddeck 150 Sonos Playbase Focal Dimension Canton DM 60 Nubert nuPro AS-450
Test Soundbar/Sounddeck: Canton DM 90.3Test besten Soundbars und Sounddecks: Canton DM 101Test Sounddeck bis (fast) 500 Euro: Nubert nuPro AS-250Test besten Soundbars und Sounddecks: Magnat Sounddeck 150Test Multiroom-System: Sonos PlayBaseTest besten Soundbars und Sounddecks: Focal Dimension / incl. SubTest besten Soundbars und Sounddecks: Canton DM 60Test besten Soundbars und Sounddecks: Nubert nuPro AS-450
Pro
  • Hervorragende Musikwiedergabe
  • 3 HDMI-Eingänge
  • 4K wird durchgeschleift
  • Einfachste Installation
  • Eignet sich auch für große Wohnzimmer und hohe Pegel
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Satter Sound
  • Einfache Installation
  • Kein Subwoofer nötig
  • Raumfüllender Klang in mittleren Räumen
  • Hervorragend ausgestattet
  • Sehr gut verarbeitet
  • Sehr gut ablesbares Dot-Matrix-Display
  • Perfekte Ergänzung zum Multiroom-System von Sonos
  • Sehr gute Klang-Anpassung dank TruPlay
  • Hervorragender Klang
  • Inkl. Subwoofer auf dem der Fernseher platziert werden kann
  • Schönes, schlankes Gehäuse Überraschender Tiefgang beim Klang
  • Breite Stereobasis
  • Absolut solides Tiefbass-Fundament
  • Einfache Installation
  • Sämtliche Anschlusskabel im Lieferumfang
Contra
  • Keine
  • Keine HDMI-Schnittstelle
  • HDMI-Schnittstelle und Bluetooth nur optional
  • Liefert gerade für größere Räume nicht genug Bass
  • Verliert bei höheren Pegeln schon mal die Kontrolle
  • Lässt sich nur ins Sonos System einbinden
  • iPhone oder iPad zum Einrichten erforderlich
  • Kein HDMI-Eingang
  • Kein Surround-Decoder an Bord
  • HDMI nicht 4K-kompatibel
  • Bluetooth nur optional
  • Für große Wohnzimmer etwas unterdimensoiniert
  • Ziemlich groß und schwer
  • HDMI-Schnittstelle und Bluetooth nur optional
Bester Preis

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Testsieger: Canton DM 90.3

Das Konzept unseres Favoriten, dem Canton DM 90.3, hat sich offenbar bewährt, nicht umsonst geht das Sounddeck schon in die dritte Generation, wie unschwer an der Typenbezeichnung festzustellen ist. Seit knapp 10 Jahren besteht dieses Grundkonzept immerhin schon, von Anfang an standen hervorragender Klang und solide Verarbeitung im Fokus – daran hat sich bis heute nichts geändert. Nach und nach wurde das Sounddeck mit modernen Schnittstellen ausgestattet, bis zuletzt der Bluetooth-Empfänger nebst intelligenter Aufweckfunktion das DM 90.3 fürs Streaming per Smartphone fit gemacht hat.

Wirklich smart ist das Deck mit seiner Bauhöhe von immerhin 16 Zentimetern nicht gerade, aber guter Bass will schließlich Volumen haben, dafür hält sich das gute Stück in der Tiefe und der Breite vornehm zurück. Selbst die Dimension von Focal, die wir hier inklusive angedocktem Subwoofer ebenfalls unter die Sounddecks subsumiert haben, ist über 20 Zentimeter breiter und geht als Set auch viel weiter in die Tiefe.

Installation

Schon beim Aufbau zeigt sich das Canton Deck von seiner angenehmen Seite. Klar, ein Leichtgewicht ist es mit knapp 17 Kilo zwar nicht gerade, allerdings wiegt das große AS450 von Nubert sogar das Doppelte und ist für eine Person allein kaum zu bewältigen. Auch die Focal Dimension erfordert bei der Aufstellung und dem Setup zusammen mit dem dazugehörigen Subwoofer schon einiges an Kraft und auch Geschicklichkeit, aber dazu später.

Das DM 90.3 ist, wie gesagt, ganz gut auch alleine aufzustellen, man sollte sich nur für das Umsetzen des Fernsehers zwei helfende Hände organisieren. Anschlussseitig gibt sich das Deck sehr offen, drei HDMI-Eingänge bieten Platz für Blu-ray-Player, SAT-Receiver und eine weitere Quelle. Soll der Fernseher die Schaltzentrale bleiben, kann dessen Audio-Ausgang auch direkt digital oder analog angeschlossen werden.

Andernfalls wird der HDMI-Ausgang des Decks eben mit dem Fernseher verbunden, 4K-Bildsignale werden übrigens komplett an den Bildschirm weitergeleitet. Da der Ausgang ARC-fähig ist (Audio-Rück-Kanal), lässt sich die Lautstärke des Sounddecks bequem mit der TV-Fernbedienung einstellen.

Fehlt nur noch das Pairing via Bluetooth mit dem Smartphone, doch das ist schnell geschehen. Danach bietet gerade der Bluetooth-Eingang des DM 90.3 einen netten Komfort: »One Touch Play« ist das Zauberwort, so nennt sich die Technik, welche die automatische Wahl des Bluetooth-Eingangs ermöglicht, sobald von einem Bluetooth-fähigen Mobilgerät ein Audiosignal empfangen wird. Das weckt das 90.3 sogar aus dem Standby auf.

Auf das RDS-Tunermodul des Vorgängers kann man da gut verzichten, schließlich könnte man ja Internet-Radio direkt vom Smartphone streamen.

Bedienung und Ausstattung

So übersichtlich die Fernbedienung sich auch gibt, so umfangreich lässt sich das Sounddeck damit steuern. Die wichtigsten Tasten sind einmal das Paar für die Eingangswahl (links), sowie das für die Lautstärke (rechts). Unterhalb der Lautstärke gibt es ebenfalls eine Auswahltaste, um die Pegel der Bässe und Höhen einzustellen.

Bei längerem Druck auf diese Sound-Taste erscheinen die Kürzel für Lippensynchronität und EQ im Display, die dann ebenfalls entsprechend eingestellt werden können. Drei Equalizer-Einstellungen stehen zur Verfügung, die je nach Konstellation von Soundbar und TV zum Tragen kommen.

Das Preset EQ1 ist werksseitig eingestellt und ist die richtige Einstellung, wenn das Canton Sounddeck auf dem Sideboard steht und der TV an der Wand befestigt ist. Das Preset EQ2 kommt zum Tragen, wenn der TV auf dem Sounddeck steht, und wenn das Sounddeck im Regal steht, ist die Einstellung EQ3 zu verwenden.

Neu in der dritten Version des Sounddecks ist der implementierte DTS-TruSurround-HD-Algorithmus, der ein noch eindrucksvolleres Klangbild erzeugt als noch im 90.2. Die Umschaltung zwischen Zweikanal- und Surround-Wiedergabe geschieht übrigens ebenfalls auf Tastendruck mit der Play Mode-Taste.

Canton DM 90.3 im Klangtest

Das DM 90.3 baut noch nicht einmal so tief wie der Subwoofer-Part des Focal Dimension, dennoch steht der Tieftonbereich dem des Franzosen kaum nach. Ganz im Gegenteil: Neigt der Focal Sub bei größeren Pegeln schon mal zum Dröhnen, behält das DM 90.3 selbst bei einer Bassanhebung um 6 Dezibel stets die Kontrolle, reicht allerdings nicht ganz so tief hinab. Dennoch kann man normalerweise auf einen externen Subwoofer verzichten, der sich natürlich trotzdem an das DM90.3 anschließen lässt.

Startet man nun einen Film direkt im Surroundmodus, wächst bereits beim Intro die Klangbühne weit über das Sounddeck hinaus. Man kann sich das gute Stück auch hervorragend unter einer Leinwand vorstellen, womit das Bild ja nochmal deutlich breiter darzustellen ist.

Nun vermutet man – bei einigen Konkurrenten zurecht –, dass dies zu Lasten der Mittendarstellung geht, wo ja für gewöhnlich die Dialoge abgebildet werden. Aber auch hier brilliert das Sounddeck mit einer klar verständlichen und dennoch unaufdringlichen Wiedergabe. Hier stimmt einfach alles und man kann sich wunderbar ins Kinoerlebnis hineinfallen lassen, um an entsprechender Stelle wiederum vom krachenden Tiefbassgewitter herausgeholt zu werden.

Kurz und gut, keine der Konkurrenten schaffte eindrucksvollere Beklemmungen, als im Mockingjay Teil 1 im unterirdischen Bunkersytem von Destrikt 13 der Alarm ausgelöst wird. Auch während des Getöses bei der Landung der Hovercrafts behält der Canton stets die tonale Kontrolle. Der Surroundklang ist in diesem Testfeld der überzeugendste.

Als nächstes sollte das DM 90.3 bei Musik zeigen, was es kann; gerade Roger Waters The Wall stellt hier eine enorme Herausforderung dar, weil die Grundlage eine native Surround-Aufnahme ist, und keine hochgemixte Zeikanal-Aufnahme.

Hier stößt allerdings nicht nur die Canton an ihre Grenzen; zwar bildet sie tatsächlich wieder eine breite Bühne ab, der Leadgesang ist allerdings im Gesamtkomplex leicht unterrepräsentiert. Abhilfe kann hier die Umschaltung in den Stereo-Modus schaffen, dann rückt allerdings auch die Bühnenbreite etwas zusammen.

Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Canton Deck auch hier gut schlägt, eine ideale Wiedergabe erhält man hier nur mit einem kompletten Surround-Set, besser noch zwei oder gar vier zusätzliche Deckenlautsprecher, weil es sich um eine Dolby Atmos Aufnahme handelt.

Nachteile?

Wirkliche Nachteile konnten wir eigentlich keine finden. Fernseher mit weniger als 50 cm Bilddiagonale sehen auf dem Sounddeck fast schon etwas verloren aus, aber wen kümmert schon die Optik, wenn der Sound stimmt, schließlich spart das DM 90.3 im Zweifel mindestens vier Boxen, die sonst verteilt im Wohnzimmer stünden, auch auf den Subwoofer kann man gut verzichten.

Canton DM 90.3 im Testspiegel

Wie die meisten anderen Sounddecks auch, ist unser Favorit schon einige Zeit am Markt, entsprechend groß ist die Dichte der Testberichte:

Das jüngste Testergebnis kommt von areaDVD, hier durfte das DM 90.3 zeigen, dass es sowohl bei Filmkost »Star Wars Episode 7- Das Erwachen der Macht«, als auch bei Musik »Elements Of Life – Copenhagen« zur Höchstform aufläuft und zur Gesamt-Referenz aktive TV-Lautsprecher avanciert:

»Poe und Finn flüchten nun in einem Tie Fighter, und werden erbittert verfolgt: Die Kampfpiloten der »Ersten Ordnung« möchten die Flucht unbedingt verhindern. Waghalsige Flugmanöver, Geschützfeuer – es geht äußerst rund. Mit tadelloser Kontur und mit gutem Überblick bleibt der DM 90.3 auch bei deutlich gehobenem Pegel erstaunlich souverän. … – … Sehr lebhaft wird vom DM 90.3 auch der Live-Event des Star-DJs wiedergegeben. Die elektronischen Effekte bei »Back in Your Head« umgeben den Zuhörer gekonnt. Der Kickbass könnte allerdings noch eine Idee dynamischer übertragen werden. Hier fehlt es ein wenig an Ausdruckskraft. Sauber wird die weibliche Gesangsstimme vom Rest der Akustik getrennt.«

Im Magazin HEIMKINO Ausgabe (5-6/2015) bescheinigte Jochen Schmitt dem Sounddeck mit der Note 1,0 den Spitzenplatz in der Oberklasse, den es bis heute inne hat:

»Selbst in unserem großen HEIMKINO-Testraum punktet der Canton DM 90.3 Soundbar mit satten Bässen und enormer Räumlichkeit. Eine Hinterkopf-Ortung wie bei einem dedizierten 5.1-System bietet der Canton keine, dafür staffelt er die Klangdetails schön präzise im sich bis seitlich der Sitzposition weit aufspannenden Raum. Mit »Edge of Tomorrow« im Blu-ray-Player zieht der Canton gekonnt alle Register, so dass ein anwesender Redakteurskollege mehr als anerkennend bilanziert: »Wahnsinn, macht ganz schön Alarm, das Ding!«

Kollege Jochen Wieloch fand auf i-Fidelity.net ebenfalls treffende Worte für das DM 90.3, dort hat das Sounddeck seit August 2016 bereits Referenz-Status:

»Was der Löwe in der Tierwelt, ist der DM 90.3 im Bereich der Sounddecks: der souveräne König, gegen den die meisten anderen Klangaufhübscher blass aussehen und vor Neid verstummen. Der mächtige Soundquader ist exzellent verarbeitet und hervorragend ausgestattet – insgesamt vier HDMI-Buchsen, ein Display sowie die Bluetooth-Schnittstelle zeugen davon. Akustisch gefällt die Box durch satte Bässe, eine hohe Dynamik und eine tolle Sprachverständlichkeit. Gut gebrüllt, Canton!«

Alternativen

Es geht natürlich auch kleiner und günstiger, aber auch größer und teurer, deshalb haben wir noch einige Empfehlungen zusammengefasst, die mit besonderen Features aufwarten können.

Schlanke Wuchtbrumme

Canton DM 101

Test besten Soundbars und Sounddecks: Canton DM 101
Die DM 101 ist die verbesserte Nachfolgerin der DM 100, sie sorgt selbst im großen Wohnzimmer für eindrucksvollen Raumklang und enormen Tiefgang.

Das Canton DM 101 ist Nachfolger des DM 100. Äußerlich ist das schlanke Sounddeck unverändert geblieben, beim Sound-Check gelangt die Räumlichkeit des DM 101 problemlos in Gefilde der Playbase von Sonos, allerdings ganz ohne Einmessen per Smartphone und ohne Sub-Unterstützung. Das DM 101 wird einfach an die an den digitalen Ausgang von Player, Fernseher oder Beamer angeschlossen, Multiroom ist allerdings nicht möglich, lediglich das Streaming via Bluetooth vom Smartphone.

Das DM 101 verfügt nur über jeweils einen optischen und einen koaxialen Digital-Eingang, es wird vorzugsweise direkt an den entsprechenden Ausgang des Fernsehers angeschlossen, sofern vorhanden. Andernfalls bleibt nur der direkte Anschluss an das Quellgerät, also beispielsweise einen Blu-ray-Player. Damit haben wir im Grunde schon die wesentlichen Nachteile des Canton Sounddecks erfasst.

Andererseits erweist sich dieses vermeintliche Manko durchaus als Vorteil beim Anschließen, denn sämtliche benötigten Kabel gehören zum Lieferumfang, beim Anschluss der optischen oder koaxialen Schnittstelle kann man kaum Fehler machen, und erhält dennoch das volle Dolby- bzw. DTS-codierte Signal.

Damit weiß das DM 101 hervorragend umzugehen; im Vergleich zum DM100, dem Vorgänger, hat man hier reichlich Feintuning betrieben, und sowohl die Lautsprecher-Chassis als auch die DSP-Schaltung überarbeitet. Der Digitale-Sound-Prozessor (DSP) ist hauptsächlich dafür verantwortlich, aus dem ankommenden Signal einen Sound zu kreieren, der dem Sounddeck ein veritables räumliches Klanggeschehen entlockt.

Und das schafft die Schaltung mit Bravour; Selbst unser großer Testraum konnte mit satten Pegeln gefüllt werden, und durch die geschickte Ausnutzung von Reflexionen und Phasenverschiebungen hatte ich zeitweise den Eindruck, das Canton Deck würde mit zusätzlichen Rear-Lautsprechern arbeiten.

Im Film-Modus löst sich der Klang komplett von dem DM 101 und schafft eine beachtliche Breite und Tiefe, sowie bei entsprechendem Pegel einen beachtlichen Rear-Effekt.

Einzig die HDMI-Schnittstellen, und der noch präzisere, souveränere Auftritt im Tieftonbereich sichert dem großen Bruder DM 90.3 die Position oben auf dem Podest, allerdings ist das DM 101 schlanker und auch etwas günstiger.

2-Kanal in Bestform

Nubert nuPro AS-250

Test Sounddeck bis (fast) 500 Euro: Nubert nuPro AS-250
Der Verzicht auf Surround-Effekte beschert der AS-250 den besten Klang fürs Geld.

Das nuPro AS-250 überzeugt vor allem klanglich aber auch mit ihrer praxisgerechten Ausstattung sowie der akkuraten Verarbeitung. All das kommt zu einem mehr als fairen Preis. AS lässt sich übrigens mit Aktives Stereoboard übersetzen, denn nichts anderes haben die Schwaben da entwickelt, ganz ohne Surround-Effekte und voll und ganz auf perfekte Stereo-Wiedergabe getrimmt. Allerdings kann Stereo auch räumlich klingen, vor allem, wenn wie beim Nubert AS-250, eine schön breite Stereo-Basis geschaffen wird.

Ganz der Philosophie folgend, das Sounddeck als Klang-Erweiterung für den Flachbildschirm zu konzipieren und vielleicht noch die herkömmliche Stereoanlage ein Stück weit zu ersetzen, hat man das AS-250 nur mit rudimentären Anschlüssen versehen. HDMI und Bluetooth gibt es nur optional und gegen Aufpreis und ein Dolby-Decoder, der mit den diversen Filmton-Formaten etwas anfangen kann, ist weder enthalten, noch vorgesehen. Dafür ist ein USB-DAC zum Anschluss eines PCs an Bord und im Karton finden sich neben dem passenden USB- auch Anschlusskabel für die optische und coaxiale Digitalschnittstelle. Außerdem ein analoges Cinch-Kabel.

Der Sound ist schön ausgewogen, mit solidem Bassfundament. Es geht nicht so weit in die Tiefe wie die Focal Kombi, ist aber auch bei großen Pegeln präziser und schafft nahezu die gleiche breite Bühne. Besonders bei Roger Waters The Wall spielt das puristische Deck seine Stärken voll aus, da ist die reine 2-Kanal-Wiedergabe den verschiedenen Surround-Imitaten deutlich überlegen. Lediglich die Samsung mit den Surround-Speakern kann hier einigermaßen gegen halten, allerdings nicht in der Stereoeinstellung. Beim Bass erreicht aber auch sie nicht die Präzision, sondern versucht Boden mit Tiefgang und Pegel wettzumachen.

Wer mag, kann die nuPro AS-250 trotzdem mit einem passenden Sub erweitern, das ist aber nur nötig, wenn das Wohnzimmer so riesig ist, dass die beiden eingebauten Chassis an ihre Grenzen stoßen.

Das ist bei uns nicht der Fall, weshalb uns die AS-250 rundum glücklich macht. Sie hat nämlich weit mehr drauf, als einfach nur knallharten trockenen Blockbuster-Tiefbass rauszuhauen, feine Musik zählt ebenfalls zu ihren Spezialitäten. Hier brilliert sie mit einer sagenhaften Auflösungsfähigkeit und einem Detailreichtum, den man von einem Sounddeck nicht erwartet – und vom Fernseher schon gar nicht.

Klanglich stellt das kompakte Nubert-Sounddeck auch wesentlich größere – und wesentlich teurere – Konkurrenten in den Schatten.

Preistipp

Magnat Sounddeck 150

Test besten Soundbars und Sounddecks: Magnat Sounddeck 150
Das Sounddeck von Magnat leistet Erstaunliches für den aufgerufenen Preis.

Magnat hat mit dem Sounddeck 150 ein echtes Schnäppchen unter den Fernseher gestellt. Dabei bietet das Sounddeck sogar noch mehr Standfläche als das DM 60, welches wir gleichzeitig im Test hatten.

Das Sounddeck 150 kann direkt per HDMI an den Fernseher angeschlossen werden, sofern dieser über eine Buchse mit Audio-Rückkanal (ARC) verfügt. Andernfalls tut es auch eine der beiden Schnittstellen für digitales Audio, und selbst wenn der Fernseher nur einen analogen Ausgang hat, lässt er sich an das Sounddeck anschließen.

Das wäre angesichts des eingebauten Dolby Digital Decoders allerdings die schlechteste Lösung, man nutzt besser einen der digitalen Eingänge, zu denen auch die HDMI-Buchse gehört.

Sofort öffnet sich die Klangbühne zu den Seiten hin, nicht ganz unerwartet angesichts der Größe des Decks. Auch der Bass schafft eine gute Grundlage, wie immer abhängig vom Untergrund. In unserem Test im mittelgroßen Wohnzimmer funktionierte das sehr gut, allerdings darf man gerade vom Bass keine Wunder erwarten, schließlich muss er ganz allein arbeiten, im Gegensatz zur DM 60 von Canton, die im kompakteren Gehäuse gleich auf zwei Tieftöner zurückgreifen kann.

Allerdings ist das Canton Deck auch mehr als doppelt so teuer wie das Sounddeck 150 von Magnat. Für kleinere und mittlere Setups ist das Magnat allerdings perfekt und es ist zudem hervorragend verarbeitet und üppig ausgestattet, so dass man jeden Fernsehton deutlich erweitern kann.

Außerdem getestet

Die Playbase von Sonos ist sehr flach und schlank, spielt klanglich aber trotzdem weit vorne mit. Sie ergänzt ein vorhandenes Sonos Multiroom-System oder ist der erste Schritt in die Sonos-Infrastruktur, ganz wie man möchte. Vor allem lässt sich die Playbase dank Trueplay auf die Raumakustik einmessen – dann geht die Playbase richtig ab. Allerdings verfügt die Sonos Playbase wie alle Sonos Multiroom-Speaker lediglich über LAN und WLAN, die Playbase hat darüber hinaus wie die Playbar noch einen optischen Digital-Eingang, entweder zum Anschluss an den Fernseher oder direkt an die Quelle. HDMI fehlt leider.

Anfangs ist die Playbase noch sehr im gewöhnungsbedürftigen Badewannen-Sound abgestimmt (viel Bass, wenig Mitten, viel Höhen), hat also einen starken Loudness-Charakter. Das lässt sich aber mit der Trueplay-Funktion korrigieren. Der extreme Loudness-Charakter geht dann deutlich zurück und am Hörplatz wird einem sogar eine erstaunlich breite Bühne präsentiert. Allerdings täuscht das nicht darüber hinweg, dass der Playbase kein echtes Surroundsignal zugrunde liegt. So verstolpert sie sich ausgerechnet bei unserer Musik-Referenz-Disk The Wall, gerade der wichtige Leadgesang wirkt etwas dünn und klanglich verfärbt. Auch die Empfehlung von Sonos, die Playbase mit Rear-Speakern aufzurüsten, macht wenig Sinn: Wenn man eh kein DTS verarbeiten kann, kann man sich die Investition in zusätzlichen Rear-Speaker aus unserer Sicht auch sparen.

Für eine derartige Insellösung, wenn auch eine mit hervorragendem Klang, finden wir die Playbase deutlich zu teuer, zumal sie fürs Filmvergnügen nur bedingt geeignet ist. Sie ist eher etwas für die, die ihr Multiroom-System erweitern oder die Stereoanlage ersetzen wollen, also für alle, denen es in erster Linie auf das Abspielen von Musik und erst in zweiter Linie auf den Fernsehton ankommt.

Focal Dimension

Test besten Soundbars und Sounddecks: Focal Dimension / incl. Sub

Keine Preise gefunden.

Obwohl die Focal Dimension mit Sub schon einige Zeit am Markt ist, liegt man klanglich mit ihr immer noch auf hohem Niveau. Die enormen Abmessungen – die Dimension ist mit Sub über einen Meter breit und 40 Zentimeter tief tief – werden durch das elegante Design schön kaschiert, aber Platz braucht man trotzdem. Mittlerweile ist der Preis selbst inklusive Subwoofer mehr als konkurrenzfähig.

Das Sounddeck Canton DM 60 ist der Nachfolger des DM 55 und hat einige kleine aber auch größere Verbesserungen erfahren. So wurden die Mitteltöner optimiert, was hörbar noch mal eine bessere Anbindung an den Tieftonbereich mit sich bringt. Außerdem hat man die Klangeinstellungen erweitert; so gibt es jetzt außer der Bass- und Höhen-Korrektur auch eine der Mitten, sämtliche um +/- 6 Dezibel. Auch ein drittes Preset wurde dem DM 60 spendiert, so kann man nun zwischen »Movie«, »Music« und »Stereo« wählen, wobei das neue »Music« -Preset die optimierte Einstellung für Konzertaufnahmen in 5.1 wie in der Blu Ray Roger Waters The Wall darstellt.

Gleich geblieben ist, dass es viel größer und breiter klingt als es aussieht. Es hat sichtbar weniger Volumen als die Sonos Playbase, schlägt diese aber in punkto Druck und Präzision im Bass um Welten. Seitens der räumlichen Abbildung, also der Bühnenbreite liegt die Sonos dank der Einmessung dann zwar wieder vorn, nur zeigt das Canton Deck deutlich die Mängel der Sonos auf – auch im breiten Surroundmodus bleiben Dialoge klar und deutlich. Selbst der Leadgesang von Roger Waters bleibt sonor und und weitestgehend unverfärbt, das gelingt dem DM 60 nun noch besser im »Music«-Preset. Für Film- und Musikfreunde, die auf ein proprietäres Multiroom-System verzichten wollen, ist das DM 60 eine bessere und auch günstigere Alternative zu Sonos.

Mit dem Nubert Nupro As 450 wird es schwer und zwar buchstäblich. Das ebenfalls als aktives Stereoboard ausgelegte Sounddeck wiegt deutlich über 30 Kilo und ist überdies satte 40 Zentimeter tief und über einen Meter breit – also ein Fall für vier starke Arme, zumindest beim Auspacken und Aufbauen.

Es ist zwar ebenso rudimentär ausgestattet und ein reines 2.1-System wie der kleinere Bruder, überzeugen kann das Deck allerdings mit noch größerer Basisbreite als das kleinere AS-250. Der Bass geht gnadenlos tief runter und arbeitet ungemein präzise, selbst bei Pegeln, die gut und gerne einen Nachbarschaftsstreit auslösen könnten.

Mit seiner guten Performance ersetzt das AS-450 ein Paar sehr guter Stereo-Boxen, es spielt ungeheuer souverän, beinah schon gelassen auf. Besonders bei Roger Waters ist es daher deutlich zu hören: Im Zweifel ist tatsächlich sehr gutes Stereo besser als das beste virtuelle Surround-Sound. Allerdings hat der Bolide auch seinen Preis und ein Fernseher unterhalb von 50 Zoll kann schon etwas verloren auf dem Sounddeck wirken.

53
Kommentare

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Thomas Liedtke
Thomas Liedtke

Hallo ,

ersteinmal Danke für diesen ausführlichen Bericht,wirklich stark!!!
Ich bin auf der Suche nach einem Sounddeck ,also möchte meinen Fernseher raufstellen.
Meine Frage , ich habe einen Fernsehschrank und möchte das Sounddeck dort plazieren.
Ist dies schon getestet wurden ,oder sollte man davon absehen ,da sich der Sound nicht ausbreiten kann.

Vielen Dank im Voraus

BaGi
BaGi

Klanglich ist die Polk klasse, doch leider haben die ein riesen Problem mit dem Sub und den Rears beim normalen Fernsehprogramm (vor allem was leiser). Man hört ständig ein unglaublich störendes knacken und knistern. Polk scheint das Problem auch zu ignorieren (siehe Englisches Polk Forum)

Didi
Didi

Mir wurden die nuPro von Nubert empfohlen. Wer Wert auf einfache, gute Stereowiedergabe legt, guten Klang und einen satten Bass macht hiermit nichts falsch, ich bin begeistert. Empfohlen wurden mir die Aktiv Lautsprecher von Nubert als ich die Sounbar kaufen wollte, sehr gute Beratung.

Michi
Michi

Sony HT-MT500 kann auch HDMI-ARC.

Frank
Frank

Die beste soundbar ist die focal dimension!ich habe alle getestet !ohne wenn und aber

Jöni
Jöni

Wäre es Möglich die Teufel Cinebar Pro ins Testsortiment mitaufzunehmen?

Name
Name

Bose ist was für ältere Herren.
Da wäre ein THX-Hörgerät sinnvoller.

Ewald Kutzenberger
Ewald Kutzenberger

Warum wurde Bose Soundbar 300 nicht getestet?

Chris Mahnert
Chris Mahnert

Hab Teufel’s Cinebase und bin hochzufrieden!

Sascha Akaloo
Sascha Akaloo

YAMAHA YSP 5600 …. mehr geht nicht. Ich habe viele getestet…. da kam kein Sonos oder Bose ran

Oliver Tölle
Oliver Tölle

Er kann’s machen….

Karl David Domaros
Karl David Domaros

Tölke an Dein Soundsystem kommt keiner dran… WDR 4 in Ultra HD

Ron
Ron

Ich kann auch keinen ernsthaften
Kongruenten finden, einfach super.

Heiko
Heiko

Die 5600 ist nur laut, klang mäßig .Bose Soundtouch 300 set um Welten besseren und sauberen Klang als dieses Brüllmosnter 😉

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Kein Raumfeld, kein Teufel. Kommerz Test

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Die Kleene Teufel hattet ihr ja im Test. Die Cinebar 52 wäre ja sonst klar Testsieger

Engin Ekin
Engin Ekin

TEUFEL Preis Leistung top !!!!!

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Soundbars können nie eine richtige Anlage ersetzen und kommen auch bei weitem nicht an den Klang ran.

Michael Curver Berner-Saldeitis
Michael Curver Berner-Saldeitis

Eine Teufel Cinebar 52 kostet unter 1000,- und macht fetten THX Sound. Abgenommen. Zeig mir was vergleichbares

Thomas Windhausen
Thomas Windhausen

Edifier R1280 + Mivoc Hype 10 wären da vergleichbar. Nein, moment..
Das Set wäre besser als die C52 von Teufel :p
Kostet auch nur rund 250€

Tommy Lobinsky
Tommy Lobinsky

Jede Anlage mit einer Box pro Kanal ist überlegen. Natürlich nicht so kompakt. Aber wenn wir bei Teufel sind, z. B. THX 8 oder 10…

Erik Dorn
Erik Dorn

Oft inzwischen teuerer als gute TVs…finde ich etwas überzogen im Preis.

Claas van Wutal
Claas van Wutal

Klipsch sonst nix

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