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Syntrox Germany 16 in 1, Caso SV900, Steba SV 2, Klarstein Jacuzzi, Profi Cook SV-1112, Klarstein Tastemaker, Severin SV 2447
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

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Die besten Sous-Vide-Töpfe

Der große Vorteil von Sous-Vide-Töpfen gegenüber Sticks ist, dass sie einen Deckel haben – dadurch geht deutlich weniger Energie verloren.

Allerdings sind die Geräte nicht nur teurer, sie benötigen auch deutlich mehr Platz in der Küche als ein Sous-Vide-Stick. Günstigere Töpfe verfügen außerdem nur über eine Heizplatte unter dem Tank und haben keine Zirkulationspumpe. Die Folge: Sie halten die Temperatur nicht so genau wie Sous-Vide-Sticks.

Es gibt allerdings auch Sous-Vide-Töpfe mit Zirkulationspumpe. Die sind zwar recht teuer, für uns aber die einzigen, die wir guten Gewissens empfehlen können. Denn beim Sous-Vide-Garen kommt es entscheidend auf die exakt richtige Temperatur an. Sous-Vide-Tanks ohne Zirkulationspumpe sind daher aus unserer Sicht grundsätzlich nicht empfehlenswert.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Caso SV900

Test Sous Vide Garer: Caso SV900
Hochwertiges Gehäuse, schnelles Aufheizen und einfach bedienbar.

Der Caso SV900 glänzt mit seiner simplen Bedienung, seinem modernen und hochwertigen Design aber vor allem mit seiner Schnelligkeit und Genauigkeit beim Aufwärmen von Wasser. Mit seiner aktiven Zirkulation heizt er kaltes Wasser so schnell auf wie kein anderer Sous-Vide-Topf im Test. Außerdem stimmt hier die gemessene Wassertemperatur sehr genau mit der angezeigten Temperatur im Display überein – im Test der Sous-Vide-Tanks leider bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

Schnell und simpel

Steba SV 2

Test Sous Vide Garer: Steba SV 2
Schnelles Aufheizen, einfach bedienbar und er hatte die geringste Temperaturabweichung von nur zwei bis drei Grad.

Der Steba SV 2 hat ebenfalls eine aktive Zirkulationspumpe, mit der wir eiskaltes Wasser in 55 Minuten auf 85 Grad aufheizen. Das hört sich langsam an, ist aber nur die Hälfte von dem, was die meisten anderen Sous-Vide-Töpfe an Zeit benötigen. Der Steba SV 2 ist nicht so hochwertig verarbeitet wie unser Testsieger, die simple Bedienung ohne Schnickschnack überzeugt aber ebenfalls.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerSchnell und simpel
Modell Caso SV900 Steba SV 2 Profi Cook SV-1112 Klarstein Tastemaker Klarstein Jacuzzi Severin SV 2447 Syntrox Germany 16 in 1
Test Sous Vide Garer: Caso SV900Test Sous Vide Garer: Steba SV 2Test Sous Vide Garer: Profi Cook SV-1112Test Sous Vide Garer: Klarstein TastemakerTest Sous Vide Garer: Klarstein JacuzziTest Sous Vide Garer: Severin SV 2447Test Sous Vide Garer: Syntrox Germany 16 in 1
Pro
  • Erreicht Wunschtemperatur am schnellsten
  • Einfache Bedienung ohne Schnickschnack
  • Hochwertiges Gehäuse
  • Geringste Temperaturabweichung
  • Wasserablauf-Schlauch
  • Erreicht schnell Wunschtemperatur
  • Einfache Bedienung ohne Schnickschnack
  • Geringste Temperaturabweichung
  • Bedienung brauchbar
  • Anleitung mit Rezeptideen
  • Fortsetzung nach Stromausfall
  • Einfache Bedienung
  • Modernes Design
  • LED blinken beim Aufheizen
  • Setzt Arbeit bei Stromausfall fort
  • LED blinkt beim Aufwärmen
  • Multifunktionsgerät mit 11 voreingestellten Programmen
Contra
  • Biegsame Gar-Halterung
  • Hoher Preis
  • Lautstärke (Pumpe)
  • Nur akzeptable Gehäusequalität
  • Lautstärke (Pumpe)
  • Langsames Aufheizen
  • Temperaturabweichung 14-16 °C
  • Minderwertiges Display
  • Langsames Aufheizen
  • Temperaturabweichung 11-16 °C
  • Minderwertiges Bedienfeld
  • Extrem langsames Aufheizen
  • Temperatur-Nachjustierung nicht möglich
  • Hohe Temperaturabweichungen von 6-9 °C
  • Wackliges Einstell-Drehrad
  • Umständliche Bedienung
  • Extrem langsames Aufheizen
  • Wassertemperatur von über 80° nicht erreichbar
  • Langsames Aufheizen
  • Minderwertiges Display
  • Umständliche Bedienung
  • Keine Anzeige der Wassertemperatur
Bester Preis
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Testsieger: Caso SV900

Der Caso SV900 war der hochwertigste Sous-Vide-Topf in unserem Test. Er besteht aus Kunststoff und Aluminium, wie auch die meisten anderen Geräte. Jedoch wirkt die Konstruktion stabiler und die Spaltmaße sind sauberer.

Testsieger

Caso SV900

Test Sous Vide Garer: Caso SV900
Hochwertiges Gehäuse, schnelles Aufheizen und einfach bedienbar.

Das Touch-Bedienfeld ist qualitativ hochwertiger als die Soft-Touch-Buttons der meisten anderen Töpfe. Das Bedienfeld ist folglich leicht abwischbar und es macht einen langlebigen Eindruck.

Der Caso SV900 besitzt auf der Rückseite einen Ablaufschlauch für das Wasser im Topf. Der hat natürlich auch einen Absperrhahn. Der Caso ist das einzige Gerät mit einem solchen Schlauch, der Nutzen ist offensichtlich: Bei jedem anderen Sous-Vide-Tank muss man das komplette Gerät oder die herausnehmbare Wanne über die Spüle hieven und das Wasser vorsichtig auskippen. Das können Sie sich mit dem Caso sparen, sofern er neben der Spüle steht. Ansonsten nimmt man eben einen Eimer zu Hilfe. Einziger Nachteil: Das Ablassen des Wassers dauert ziemlich lange.

Caso SV900 - mit diesem Schlauch lassen Sie das Wasser aus dem Gerät heraus, das dauert aber ziemlich lange
Caso SV900 – mit diesem Schlauch lässt man das Wasser aus dem Gerät heraus, das dauert aber ziemlich lange.

Der Caso erwärmt in nur 29 Minuten 11 Grad kaltes Wasser auf 85 Grad. So schnell war kein anderer Sous-Vide-Topf im Test, nur einige Sticks erreichten ähnlich schnelle Aufwärmzeiten. Der Grund dafür: Der Caso besitzt eine Zirkulationspumpe innerhalb der das durchfließende Wasser erhitzt wird. Geräte ohne aktive Pumpe besitzen nur eine Heizplatte unter den Becken. Die Erwärmung des Wassers geschieht dann sehr schwerfällig und dauerte teilweise über 100 Minuten.

Das ist in der Praxis nicht unbedingt ein Problem, denn statt kaltem Wasser kann man einfach warmes Wasser einfüllen. Zu heiß darf es aber nicht sein, denn wir wollen ja eine exakte Zieltemperatur erreichen – und das möglichst schnell. Deshalb ist die Heizleistung eben auch ein wichtiges Kriterium.

Große Unterschiede bei der Heizdauer

Die Abweichung zwischen Ist-Temperatur des Wassers und der angezeigten Temperatur am Display war beim Caso gering. Sie schwankt beim Aufheizen zwischen einem und fünf Grad, wenn die Wunschtemperatur erreicht ist, liegt die Differenz nur noch bei einem Grad – ein sehr guter Wert.

Caso SV900 - unten sehen Sie den Ablauf für die Zirkulation
Caso SV900 – mit Ablauf für die Zirkulation.

Bedienung

Die Anleitung des Caso SV900 ist mehrsprachig und auch in Deutsch verfügbar. Hier hat sich der Hersteller Mühe gegeben. Ausführlich werden die technischen Gegebenheiten beschrieben. Rezeptideen oder gar ein Rezeptbuch gibt es hingegen nicht, worüber wir aber hinwegsehen.

Die Menüführung des Caso ist vorbildlich einfach. Auf der Touch-Oberfläche befinden sich der Ein/Aus-Schalter sowie ein Stopp-Button. Über das Temperatur- bzw. Uhrzeit-Symbol können Sie stets, auch während des laufenden Prozesses, mit den beiden Plus/Minus-Tasten erhöhen oder verringern.

Wenn die gewünschte Gartemperatur erreicht ist, ertönt ein Piepton und die Wassertemperatur wird für die eingestellte Zeitspanne gehalten, zum Beispiel 65 Grad.

Nachteile?

Wir loben den Caso für seine Geschwindigkeit, doch die Zirkulationspumpe hat einen kleinen Haken: Man hört sie und sie ist ständig an, selbst wenn das Wasser nicht mehr aufgeheizt sondern nur noch auf Temperatur gehalten wird.

Im Zubehör befindet sich ein Korb und eine Gargut-Halterung. Leider erscheint uns besonders die Halterung minderwertig, ihre Streben sind dünn und können leicht ungewollt verbogen werden.

Caso SV900 im Testspiegel

Es gibt bislang keine Testberichte zum Caso SV900. Sollten wir andere Tests zum Gerät finden, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Der Testsieger punktete besonders mit seiner simplen Handhabung und der tollen Qualität – doch auch der Topf von Steba kann sich in Sachen einfacher Bedienung sehen lassen.

Schnell und simpel

Steba SV 2

Test Sous Vide Garer: Steba SV 2
Schnelles Aufheizen, einfach bedienbar und er hatte die geringste Temperaturabweichung von nur zwei bis drei Grad.

Der Steba SV 2 mit seinem einfachen Kunststoff-Chassis ist qualitativ nicht so hochwertig wie unser Testsieger und auch die Optik macht nicht so viel her.

Der Steba SV 2 benötigt 45 Minuten zum Aufheizen von 11 Grad kaltem Wasser auf 85 Grad (5 Liter). Das hört sich viel an, liegt aber bedeutend unter den 110 bis 120 Minuten einiger anderer Sous-Vide-Tanks.

Diese Schnelligkeit erreicht auch der Steba durch eine aktive Pumpe, die allerdings ebenfalls während des gesamten Aufheiz- und Garvorgangs einen gewissen Geräuschpegel erzeugt. Das kann bei sehr langen Garzeiten – bis 24 sind Stunden einstellbar – schon an den Nerven zehren.

Steba SV 2: Wassertemperatur und angezeigte Temperatur weichen höchstens 3° voneinander ab
Steba SV 2: Wassertemperatur und angezeigte Temperatur weichen höchstens 3 Grad voneinander ab.

Die Temperaturabweichungen sind gering, zwei bis drei Grad Unterschied verzeichnen wir zwischen der Wasser-Temperatur und der angezeigten Temperatur am Display. Wenn das Gerät seine Temperatur erreicht hat, beginnt nach einem Signalton automatisch die eingestellte Zeit. In diesem Zustand hatte das Wasser eine Temperatur von 82 Grad, die eingestellte Wunschtemperatur lag bei 85 Grad. Mit solch geringen Soll-Ist-Abweichungen kann man im Sous-Vide-Einsatz leben.

Durch die Pumpenzirkulation ist die Wassertemperatur überall gleich, das ist auch wichtig für einen homogenen Garvorgang. Allerdings sollte dann auch die Garguthalterung benutzt werden, denn ansonsten können Tüten mit Gargut die kleine Ansaug-Öffnung der Pumpe verdecken.

Sehr gut gefällt uns die Memory-Funktion: Bei einem kurzen Stromausfall setzt das Gerät seinen Betrieb ohne Unterbrechung bzw. Neueinstellung der Zeit fort. Außerdem stellt der Steba seinen Betrieb ein, wenn der Wasserstand unter den markierten Pegelstrich fällt. So wird ein Leer-Kochen verhindert und das Gerät kann mit zu wenig Wasser nicht in Gang gesetzt werden.

Das Bedienfeld ist nicht so hochwertig wie beim Testsieger, die Soft-Touch-Tasten erfüllen lediglich ihren Zweck.

Außerdem getestet

Keine Empfehlung können wir für diese Sous-Vide-Tanks geben. Mangels einer aktiven Pumpe benötigen sie sehr viel Zeit zum Aufheizen. Ein Topf war noch nicht mal in der Lage, eine Temperatur von über 80 Grad zu erzielen. Ein anderer Tank benötigte stolze 134 Minuten, um Wasser auf 85 Grad zu bringen. Manche Töpfe haben minderwertige Bedien-Panels und unnötig komplizierte Zeit- und Temperatureinstellungen.

Der Profi Cook SV-1112 ist ein günstiges Einsteiger-Modell mit einer in einzelnen Bereichen minderwertigen Verarbeitung. Das LCD ist mit einer eindrückbaren Folie überzogen. Beim Wasseraufheizen braucht der Profi Cook Topf gar nicht so lange (74 Minuten), allerdings sind die Temperaturunterschiede zwischen Wasser- und LCD-Temperatur mit 14 bis 16 Grad sehr groß.

Gut hat uns die ausführliche Anleitung mit den Rezeptideen und der Garzeit-Tabelle gefallen. Bei einem kurzen Stromausfall setzt Profi Cook den Garvorgang fort und eine einfache Nachjustierung der Temperaturzeit ist möglich.

Klarstein Tastemaker

Der Klarstein Tastemaker ist ebenfalls ein günstiges Einsteiger-Modell. Es hat keine aktive Pumpe und braucht deshalb im Aufwärmtest 82 Minuten. Die Temperaturabweichung beim Aufheizen liegt dabei zwischen 11 und 16 Grad, bei der Zieltemperatur liegt die Abweichung aber nur bei vier Grad.

Schade, denn die Bedienung ist eigentlich super, auch wenn das Bedienfeld mit der Folie über dem Display minderwertig ist. Das Drehrad zum Einstellen von Zeit und Temperatur erhöht den Komfort, allerdings ist es ziemlich wacklig und könnte daher schnell zu Bruch gehen. Fairerweise muss man hier dazu sagen, dass es sich um ein Auslaufmodell der Marke handelt.

Der Klarstein Jacuzzi ist ein sehr günstiger Einsteiger-Tank. Doch selbst ein Einsteiger auf dem Sous-Vide-Gebiet wird nicht bereit sein, so lange auf die Erwärmung des Wassers zu warten. 134 Minuten benötigte der Jacuzzi für 85 Grad. Während dieser Zeit blinkt zumindest eine LED und zeigt den Aufheiz-Vorgang an.

Die Bedienung ist umständlich: Eine nachträgliche Temperaturänderung ist nicht möglich und der Temperatur-Unterschied zwischen Wasser- und Display-Temperatur liegt bei sechs bis neun Grad.

Der Severin SV 2447 hat ein modernes Design und eine LED blinkt beim Aufheizen. Das war es auch schon mit den Vorteilen. Der Severin ist langsam, erst nach 127 Minuten waren 77 Grad erreicht! 85 Grad, unsere Zieltemperatur, konnte der Topf überhaupt nicht erreichen. Schon aus diesen Gründen ist das Gerät für Sous-Vide unbrauchbar.

Missfallen hat uns außerdem die umständliche Bedienung mit dem Zwang, eine Garzeit einstellen zu müssen. Außerdem ist eine Nachjustierung der Garzeit nicht möglich, das eingestellte Programm muss also abgebrochen werden. Wir raten vom Kauf ab.

Syntrox Germany 16 in 1

Der Syntrox Germany 16 in 1 versucht seine Käufer mit schierer Funktionsvielfalt zu überzeugen: Das Gerät kann nicht nur Wasser für Niedertemperatur-Garen erwärmen, sondern auch Kochen, Braten, Aufwärmen oder Dämpfen. Der Tank arbeitet dafür in Temperaturen zwischen 45 bis 220 Grad Celsius.

Leider müssen wir uns wegen dieser Vielfältigkeit durch ein unnötig kompliziertes Menü hangeln, das beim Start des Aufheiz-Vorganges noch nicht einmal Feedback gibt. Beginnt es nun mit dem Aufwärmen? Das merkt man erst Minuten später durch ein Erwärmen des Gerätekorpus, denn leider gibt es auf dem minderwertigen Bedien-Panel (dicke Folie über LCD) keine Temperaturanzeige. Als das Syntrox dann in unserem Test nach 88 Minuten piepte (85 Grad erreicht) hatte das Wasser eine Temperatur von 80 Grad.

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