Die besten SSDs

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Test: SSD – Testsieger Crucial BX200

Für die meisten Nutzer ist derzeit die Crucial BX200 mit 480 Gigabyte die beste SSD. Sie bietet eine optimale Mischung aus Leistung, Preis und Zuverlässigkeit. Und 480 Gigabyte bieten in der Regel ausreichend Kapazität für Betriebssystem, Programme sowie eigene Dateien. In anderen Größen haben wir andere Empfehlungen für Sie.

Update 1. September 2017

ARCHIVIERT: Unser Testsieger ist nicht mehr verfügbar. Wir stellen das Thema ein.

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20. Mai 2016

Die Crucial BX200 ist inzwischen günstiger zu haben und damit unsere neue Empfehlung in der 500 Gigabyte Klasse. Auch die Favoriten der anderen Speichergrößen haben wir aktualisiert.

Wer seinen Computer schneller machen möchte, greift am besten zu einem Solid State Drive, kurz SSD. Einen schnelleren Prozessor oder mehr Arbeitsspeicher einzubauen, ist zwar nach wie vor eine bewährte Maßnahme, doch der Austausch der herkömmlichen Festplatte gegen eine SSD ist das effektivste Tuning. Der Grund: Eine SSD lässt sich wie eine normale Festplatte relativ einfach einbauen und bringt dennoch einen kräftigen Leistungsschub.

Computer, die rund zwei bis drei Jahre alt sind und damit CPU- wie RAM-technisch noch nicht zum ganz alten Eisen zählen, profitieren vom Einbau einer SSD besonders. Denn eine SSD bietet gegenüber einer herkömmlichen Festplatte einige entscheidende Vorteile.

Anders als herkömmliche Hard Disk Drives (HDD) nutzen SSDs zum Speichern von Daten keine rotierenden Magnetscheiben, sondern Flash-Bausteine – ähnlich einem USB-Stick oder einer Speicherkarte. Dateien zu schreiben oder zu lesen, geht damit sehr viel schneller. Diese so genannte Zugriffszeit besagt, wie lange das Speichermedium – genauer gesagt: der Controller der SSD oder HDD – benötigt, um eine Datei von irgendwo auf der Festplatte zu lesen bzw. zu schreiben.

Eine wirklich schnelle HDD schafft beim Lesen etwa 9 Millisekunden und beim Schreiben rund 5 Millisekunden. Selbst eine langsame SSD braucht nur 0,176 bzw. 0,19 Millisekunden.

Dieser gewaltige Unterschied ist dafür verantwortlich, dass ein PC mit SSD wesentlich schneller reagiert als ein PC mit HDD. Man merkt das vor allem, wenn man den Computer hochfährt, Programme startet oder Dateien öffnet.

Aufgrund der schnelleren Verarbeitung von Dateien sind auch die Transferraten beim Lesen und Schreiben von Dateien besser. Aktuelle HDDs liegen hier bei durchschnittlich 150 MB/s. Gute SSDs schaffen hingegen Werte von deutlich über 500 MB/s. Einige Modelle könnten sogar noch schneller, würde der SATA-Anschluss (s. weiter unten), über den die allermeisten SSDs mit dem Rechner verbunden werden, dies erlauben. Doch selbst der aktuelle SATA-3-Standard wird hier zum Nadelöhr – so schnell sind SSDs unterwegs.

Das bedeutet konkret: Kopiert man Dateien auf eine SSD, ist man wesentlich schneller fertig, als wenn man die gleichen Dateien auf eine HDD kopieren würde. Bei einigen wenigen bzw. kleinen Dateien mag der Zeitunterschied nicht allzu groß sein. Aber wer sein komplettes Musik- oder Videoarchiv kopiert, spart womöglich sogar Stunden.

SSDs haben keine beweglichen Bauteile. Wo sich bei einer HDD die Magnetscheiben drehen und ein Schreib-Lesekopf bewegt, um Dateien abzuholen oder abzulegen, tut sich bei einer SSD gar nichts. Der Vorteil: Sie arbeitet nahezu geräuschlos und ist robuster. Und wo keine beweglichen Teile sind, kann auch weniger kaputt gehen.

Das Fehlen beweglicher Teile in einer SSD sorgt auch für einen geringeren Energieverbrauch. Das erhöht bei Notebooks die Akkulaufzeit.

Der große Nachteil der SSDs ist, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten wesentlich teurer sind, vor allem im Verhältnis zum Speicherplatz. Etwa 30 Cent bis hin zu weit über 1 Euro kann das Gigabyte Speicherplatz in einer SSD schon mal kosten. Im Gegensatz dazu sind HDDs mit 3 bis 10 Cent echte Schnäppchen. Große SSDs sind daher nach wie vor sehr teuer. Aber im Bereich zwischen 250 und 500 Gigabyte sind SSDs inzwischen durchaus erschwinglich.

Allerdings gilt es zu beachten: Je mehr Kapazität eine SSD hat, desto niedriger ist in der Regel auch der Preis pro Gigabyte. Langfristig kann sich also der Kauf einer großen SSD für mehrere hundert Euro durchaus lohnen. Und die Preise sind in den letzten Monaten bereits drastisch gesunken – Tendenz: weiter fallend.

Tipps für den Kauf

Man sollte beim Kauf einer SSD nur zu einem Modell mit SATA-3-Schnittstelle (oft auch SATA-6G genannt) greifen. Nur dieser leistet die oben genannten hohen Zugriffszeiten und Transferraten. Der PC bzw. das Notebook muss ebenfalls eine freie SATA-3-Schnittstelle haben. Ist der Computer nicht älter als sieben Jahre, sollte es einen entsprechenden Port geben. Ein Blick ins Handbuch des Rechner oder der Hauptplatine (Mainboard) klärt darüber auf. Üblicherweise nimmt man einfach den Anschluss der alten Festplatte.

Übrigens: Es lohnt sich nicht, einen SATA-3-Port mit einer speziellen Erweiterungskarte nachzurüsten. Diese bremst die SSD aus und macht den Geschwindigkeitsvorteil wieder zunichte. Wenn möglich, sollte man die SSD mit dem ersten SATA-Anschluss im Computer verbinden. Außerdem sollte man den Betriebsmodus des SATA-Ports im Bios von IDE auf AHCI umschalten. Das wirkt sich positiv auf die Leistung aus.

Gerade bei SSDs sind Preis und Qualität wichtiger als die Geschwindigkeit. Denn die Zugriffszeiten und Transferraten halbwegs aktueller Modelle liegen inzwischen so dicht beieinander, dass man den Unterschied in der Praxis gar nicht bemerkt. Ob eine Datei innerhalb von 0,036 oder 0,082 Millisekunden gelesen wird, ist im Alltag völlig unerheblich. Ähnliches gilt für das Kopieren oder Verschieben von Dateien: Eine halbe Minute mehr oder weniger? Das ist fast immer egal.

Unterm Strich kann man sagen: Jede SSD ist besser als gar keine SSD. Abgesehen von No-Name-Produkten kann man sorglos zu SSDs namhafter Hersteller wie Crucial, Samsung, Plextor, Intel, Seagate, Corsair, Adata, PNY, Transcend, Kingston, SanDisk, Toshiba oder OCZ greifen. Wenn Sie irgendwo ein besonders günstiges Sonderangebot sehen, greifen Sie zu.

Beachten sollte man dabei die Herstellerangaben zur TBW und MTBF. Das Kürzel TBW steht für Total Bytes Written und der Wert drückt aus, welches Datenvolumen die SSD aufnimmt, bevor es zu Ausfällen in einzelnen Speicherzellen kommen kann. Die Angaben sollten über 50 Terabyte liegen. Bei der Crucial BX200, beträgt der TBW-Wert 72 Terabyte. Das bedeutet, dass man über die Garantiezeit von drei Jahren täglich 65 Gigabyte auf das Medium speichern müsste, um an die Grenze zu stoßen.

Die Abkürzung MTBF steht hingegen für Mean Time Between Failures, also für die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen. Diese gibt beispielsweise Crucial mit 1,5 Millionen Stunden an – ein Standardwert in der Branche. Er bedeutet, dass man die BX200 1,5 Millionen Stunden, das sind 171 Jahre, am Stück laufen lassen müsste, um einen Ausfall zu provozieren.

Allerdings handelt es sich dabei um einen statistischen Wert. Auf regelmäßige Backups sollte man trotz hoher MTBF- und TBW-Werte nicht verzichten. Auch eine lange Herstellergarantie von drei, fünf oder gar zehn Jahren hilft da nicht weiter. Ist die SSD einmal defekt, erhält man vielleicht kostenfrei eine neue. Doch die darauf gespeicherten Daten holt einem niemand mehr zurück.

Externe SSDs: einfach selber bauen

Auch als externe Festplatten machen SSDs Sinn: sie sind nicht nur schneller als herkömmliche Festplatten, sondern auch kleiner und weniger empfindlich, weil sie keine beweglichen Teile haben.

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Das ist gerade für kleine, mobile 2,5-Zoll-Festplatten ein Vorteil, die man oft mit sich herumträgt. Denn nichts mag eine herkömmliche HDD weniger, als im Betrieb bewegt zu werden.

Natürlich kann man externe SSDs fertig kaufen. Weil die Preise für SSDs immer weiter purzeln, werden externe SSDs immer beliebter.

Günstiger fährt man aber, wenn man einfach eine interne SSD in ein externes Festplattengehäuse steckt. Solche Gehäuse kosten nicht viel, tun alles, was sie sollen und zum Einbau braucht man nicht einmal Werkzeug. Und auch alten ausgebauten Festplatten kann man damit ein zweites Leben zu verschaffen.

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Kommentare

1 Kommentar zu "Die besten SSDs"

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Moritz Lind lel

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