SSD Test: Bersicht 4
test
Letztes Update: 6.5.2021

Die besten SSDs

Wir haben 30 SSDs für den Einbau in den Rechner getestet. Die beste SSD für M.2-Slots ist die Samsung 970 EVO Plus. Sie liefert in jeder Disziplin mehr als überzeugende Leistungen ab und gehört trotzdem nicht zu den teuersten M.2-SSDs im Test. Den ersten Platz bei den 2,5-Zoll-SATA-3-SSDs holt sich die im mittleren Preisbereich angesiedelte Seagate BarraCuda SSD. Sie gehört zu den schnellsten SATA-3-SSDs im Test, ist aber trotzdem vergleichsweise günstig zu haben.

Sven Kloevekorn
begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Er hat unter anderem für AndroidNext und Notebookcheck geschrieben und arbeitet außerdem als freier Fotograf.
Letztes Update: 6. Mai 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

6. November 2020

Im November 2020 haben wir den Test um zwei SATA-3-SSDs und vier M.2-SSDs erweitert. Eine neue Empfehlungen ist die rasante Samsung 980 Pro für PCIe 4.0.

6. August 2020

Wir haben vier neue SSDs getestet. Die Transcend SSD230S ist unser neuer Preistipp.

Weitere Updates

Wenn ein PC beschleunigt werden soll, ist mit dem Wechsel auf eine schnelle interne SSD am meisten zu gewinnen, denn mechanische Festplatten sind in den meisten PCs der mit Abstand größte Performance-Flaschenhals. Weder Speicher- noch teure Prozessor-Upgrades bringen ähnlich hohe Verbesserungen der Rechner-Geschwindigkeit.

Geht es etwa darum, ein Betriebssystem zu starten oder ein Programm zu laden, besteht zwischen einer SSD und einer herkömmlichen Festplatte (HDD) ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer einmal auf einem Computer mit SSD gearbeitet hat, kommt sich bei einem System ohne SSD regelrecht ausgebremst vor.

Derzeit dominieren noch »herkömmliche« SSD-Festplatten im 2,5-Zoll-Gehäuse den Markt. Die werden allerdings schon seit einigen Jahren durch ihre SATA-3-Schnittstelle ausgebremst, sodass sie nur Transferraten von maximal 550 Megabyte pro Sekunde erreichen. Deutlich schneller sind die übers NVMe-Protokoll angebundenen Steckkarten-SSDs im M.2-Format. Auch wenn Sie keinen M.2-Slot in Ihrem PC haben, können Sie M.2-SSDs mit einem PCI-Adapter nutzen. Damit sind Sie genauso schnell unterwegs wie mit einen M.2-Slot – wir haben es bei allen SSDs ausprobiert.

Wer bereits eine halbwegs aktuelle SSD im PC hat, sollte sich von einem neuen, schnelleren Modell allerdings keine Wunder erwarten. Tatsächlich hält sich der gefühlte Unterschied aller von uns getesteten SSDs beim täglichen Arbeiten in engen Grenzen. So haben wir das PC-Spiel Borderlands 3 sowohl von einer »langsamen« SATA-3-SSD als auch von einer rasanten M.2-SSD gestartet, der Unterschied zugunsten der Steck-SSD lag bei gerade einmal einer Sekunde (46 versus 45 Sekunden Ladezeit).

Echte Vorteile bieten M.2-SSDs in der Praxis bei Kopiervorgängen, Installation von Spielen, Videoschnitt oder größeren Kompiliervorgängen. Außerdem ist diese Bauform oft die einzige Möglichkeit, wenn es um ein Notebook-Upgrade mit einer größeren und/oder schnelleren SSD geht. Laptops mit einem freien Platz für eine 2,5-Zoll-SATA-SSD werden immer seltener.

Unsere Empfehlung ist daher ganz klar: Wenn Sie über ein Mainboard mit einem schnellen M.2-Steckplatz verfügen und immer das höchste Tempo haben wollen, nehmen Sie den kleinen Mehrpreis pro Gigabyte in Kauf und entscheiden Sie sich für eine M.2-SSD. Wenn ausschließlich SATA-Steckplätze zur Verfügung stehen oder das Budget sehr knapp ist, fahren Sie aber auch mit einer SATA-SSD gut.

Wir haben 16 M.2-SSDs und 14 SATA-3-SSDs getestet und für je einen Favoriten sowie alternative Empfehlungen gekürt. Was SSDs gegenüber herkömmlichen Festplatten auszeichnet und was es mit den Unterschieden zwischen M.2-SSDs und SATA-3-SSDs auf sich hat, lesen Sie nach unseren Empfehlungen im Abschnitt »Warum sind SSDs schneller?«

SSD-Test: Übersicht Update November 2020 M.2-SSDs

Die besten M.2-SSDs

Wir haben 16 M.2-SSDs mit 500 Gigabyte Speichergröße getestet. Zusammen mit den 1-Terabyte-Varianten bietet diese Größe den niedrigsten Preis pro Gigabyte (13 bis 27 Cent, Update). Die Preise unterliegen deutlichen Schwankungen, zum Testzeitpunkt lagen sie zwischen 59 bis 125 Euro.

Bis auf die teuren Modelle Samsung 980 Pro und Corsair Force MP600, die PCIe 4.0 x4 beherrschen, setzen alle getesteten M.2-SSDs auf PCIe 3.0 x4, was auch der Ausstattung des Testsystems entspricht. Mainboards mit PCIe 4.0 sind derzeit noch eher selten und recht teuer, ein Beispiel sind die mit dem X570-Chipsatz für AM4-CPUs von AMD.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Samsung 970 EVO Plus

Test SSD: Samsung 970 EVO Plus MZ-V7S500BW)
Besonders bei den praxisnahen Tests ist sie kaum zu schlagen.

Die Samsung-EVO-SSDs genießen ihren hervorragenden Ruf nicht umsonst. Das Oberklasse-Modell 970 Plus ist nicht ganz billig, zuletzt aber etwas im Preis gefallen. Gerade in den Kopiertests fährt sie mit die besten Ergenisse im Test ein. Leichte Schwächen zeigt die M.2-SSD nur bei der 4K-Leseleistung.

Auch gut

Corsair Force MP510

Test SSD: Corsair Force MP510
In Sachen Performance spielt sie ganz vorne mit – und dafür ist sie wirklich günstig.

Zum Zeitpunkt des Updates vom November 2020 war die Corsair Force MP510 in etwa günstig so günstig wie unser Preistipp unten – und das bei deutlich besseren Benchmarkergebnissen. Statt der üblichen 465,76 Gigabyte liegt die nutzbare Kapazität hier nur bei 447,13 Gigabyte. Im AS-SSD-Benchmark spielt die Steckkarte ihre Stärken voll aus, schächelt aber bei unserem Bild-Kopiertest, bei dem gleichzeitig gelesen und geschrieben wird. Die Gesamtperformance gehört zu den besten im Test.

Für PCIe 4.0

Samsung 980 Pro

Test  besten SSDs: Samsung 980 Pro
In jeder Hinsicht Spitze – allerdings auch beim Preis.

Die Samsung 980 Pro gehört zu den teuersten SSDs im Test, setzt sich aber mit dem besten Gesamtergebnis und den besten Einzelergebnissen in allen Disziplinen die Performance-Krone auf. Könnten wir die volle PCIe-4.0-Performance mit unserem Testsystem abbilden, wäre das Preis-Leistungs-Verhältnis wohl deutlich besser. Eigentümer passender Mainboards können bedenkenlos zuschlagen, für alle anderen lohnt sich die Karte eher nicht.

Günstige Alternative

Sabrent Rocket

Test SSD: Sabrent Rocket
In der Praxis schnell genug und dauerhaft günstig!

Die sehr günstige Sabrent Rocket ist unsere Empfehlung für Sparfüchse. Sie bietet immerhin 73 Prozent der Gesamtperformance der Samsung 980 Pro, stellt aber jede SATA-3-SSD lässig in den Schatten. Sie musste sich zum Testzeitpunkt (!) allerdings in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis der schnelleren Corsair Force MP510 (siehe oben) geschlagen geben. Bei der Sabrent Rocket rechnen wir mit einem dauerhaft niedrigen Preisniveau, bei der Corsair nicht unbedingt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutFür PCIe 4.0Günstige Alternative
Samsung 970 EVO Plus Corsair Force MP510 Samsung 980 Pro Sabrent Rocket Corsair MP600 Force Series Western Digital SN5550 Silicon Power A80 (P34A80) Crucial P1 Western Digital Black SN750 Samsung 970 EVO SanDisk Extreme Pro Seagate FireCuda 510 ADATA XPG SX8200 Pro Transcend MTE220S Pioneer APS-SE20Q Lexar NM610
Test SSD: Samsung 970 EVO Plus MZ-V7S500BW)Test SSD: Corsair Force MP510Test  besten SSDs: Samsung 980 ProTest SSD: Sabrent RocketTest SSD: Corsair MP600 Force SeriesTest  besten SSDs: Western Digital SN5550Test  besten SSDs: Silicon Power A80 (P34A80)Test SSD: Crucial P1 (CT500P1SSD8)Test SSD: Western Digital Black SN750 ohne HeatsinkTest SSD: Samsung  970 EVO (MZ-V7E500BW)Test SSD: SanDisk Extreme ProTest SSD: Seagate  FireCuda 510Test SSD: ADATA XPG SX8200 ProTest  besten SSDs: Transcend MTE220STest  besten SSDs: Pioneer APS-SE20QTest  besten SSDs: Lexar NM610
Pro
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Rasante Kopier­vorgänge
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Günstig
  • Schnellste SSD im Test
  • PCIe 4.0
  • Sehr günstig
  • Gute Benchmark-Ergebnisse
  • Zweitschnellste SSD im Test
  • PCIe 4.0
  • Sehr günstig
  • Sehr günstig
  • Gute Benchmark-Ergebnisse
  • Sehr günstig
  • Gute Benchmark­ergebnisse
  • Schnellster AS-SSD-Copy-Test
  • 1 GB DDR4-DRAM-Cache
  • Gute Benchmark-Ergebnisse
  • Sehr schneller AS-SSD-Copy-Test
  • Ordentliche Benchmark-Ergebnisse
  • Sehr schneller AS-SSD-Copy-Test
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Rasante Kopier­vorgänge
  • Sehr günstig
  • Sehr gute 4K-Leseleistung
  • Gut bei AS SSD Copy
Contra
  • Schwach im Bilddateien-Kopiertest
  • Teuer
  • Deutliche Schwächen beim Kopieren
  • Keine Verwaltungs­software erhältlich
  • Teuer
  • Schwach im Bilddateien-Kopiertest
  • Deutliche Schwächen beim Kopieren
  • QLC-NAND
  • Im Vergleich In jeder Hinsicht langsam
  • Bilddateien-Kopiertest nur mittelmäßig
  • Schwache 4K-Leseleistung
  • Teuer
  • Schwache Benchmark-Ergebnisse
  • Suboptimale AS-SSD-Ergebnisse
  • Langsamster Bild-Kopiertest
  • Überwiegend schwache Benchmark-Ergebnisse
Bester Preis
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Schnittstelle / ProtokollPCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 4.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 4.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3PCIe 3.0 x4 / NVMe 1.3
FormfaktorM.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280M.2 2280
Nutzbare Kapazität465,76 GB447,13 GB465,76 GB476,94 GB465,76 GB465,76 GB476,94 GB465,76 GB465,76 GB465,76 GB465,76 GB465,76 GB476,94 GB476,94 GB465,76 GB465,76 GB
DRAM-Cache512 MB LPDDR4 RAMN/A1 GB LPDDR4 SDRAMDRAM (N/A)(LP)DDR4 RAM, vermutlich ca. 500 MB (N/A)keinerDRAM (N/A)512 MB DDR3 RAM1 GB LPDDR4 RAM512 MB LPDDR4 RAMN/AN/A512 MB DDR3L RAM, 1866 MHzDDR3 (N/A)N/A (2 TB: 512 MB)keiner (HMB-Cache)
MTBF (lt. Hersteller)1,5 Mio. Stunden1,8 Mio. Stunden1,5 Mio. Stunden1,8 Mio. Stunden1,7 Mio Stunden1,7 Mio. StundenN/A1,5 Mio. Stunden1,75 Mio. Stunden1,5 Mio. Stunden1,75 Mio. Stunden1,8 Mio. Stunden2 Mio. Stunden2 Mio. StundenN/A1,5 Mio. Stunden
SoftwareSamsung MagicianCorsair SSD ToolboxSamsung MagiciankeineCorsair SSD ToolboxWestern Digital SSD DashboardSP ToolBoxCrucial Storage ExecutiveWestern Digital SSD DashboardSamsung MagicianSanDisk SSD DashboardSeaToolsADATA SSD ToolBoxSSD Scopekeinekeine
Garantie5 Jahre oder 300 TBW5 Jahre5 Jahre oder 600 TBW3 Jahre nach Online-Registrierung5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre oder 300 TBW5 Jahre oder 300 TBW5 Jahre5 Jahre oder 650 TBW5 Jahre oder 320 TBW5 Jahre3 Jahre3 Jahre
AS SSD Seq Read2.972,68 MB/s2.937,27 MB/s2.881,5 MB/s2.958,29 MB/s3.008,55 MB/s2.217,01 MB/s2940,38 MB/s1.756,11 MB/s3.050,71 MB/s2.841,03 MB/s3.047,69 MB/s3.016,03 MB/s2987,5 MB/s3019,34 MB/s1.789,3 MB/s1.900,06 MB/s
AS SSD Seq Write2.637,98 MB/s2.139,09 MB/s2.831,52 MB/s2.269,51 MB/s2.446,48 MB/s1.744,46 MB/s2300,18 MB/s917,49 MB/s2.187,22 MB/s2.279,59 MB/s2.420,6 MB/s1.975,22 MB/s2305,16 MB/s2145,24 MB/s985,45 MB/s1.580,3 MB/s
AS SSD 4K Read61,86 MB/s70,65 MB/s72,38 MB/s69,73 MB/s71,97 MB/s50,19 MB/s63,94 MB/s61,07 MB/s47,92 MB/s58,6 MB/s45,88 MB/s72,66 MB/s62,28 MB/s65,29 MB/s67,23 MB/s44,85 MB/s
Kopiertest Bilddateien Lesen/Schreiben gleichzeitig34 Sekunden52 Sekunden26 Sekunden58 Sekunden31 Sekunden43 Sekunden58 Sekunden56 Sekunden41 Sekunden39 Sekunden41 Sekunden35 Sekunden32 Sekunden66 Sekunden43 Sekunden60 Sekunden

SSD Test: Samsung 970 Evo Plus

Testsieger: Samsung 970 EVO Plus

Wer das Beste will und dabei nicht auf so sehr auf den Preis schaut, dem empfehlen wir die Samsung 970 EVO Plus. Besonders bei praxisnahen Einsatzszenarien zeigt sie eine überzeugende Leistung. Fünf Sterne bei bald 5.000 Amazon-Bewertungen sprechen für sich.

Unser Favorit

Samsung 970 EVO Plus

Test SSD: Samsung 970 EVO Plus MZ-V7S500BW)
Besonders bei den praxisnahen Tests ist sie kaum zu schlagen.

Samsung teilt seine M.2-SSDs in drei Klassen auf: EVO, EVO Plus und Pro. Mit der 970 EVO Plus hatten wir das mittlere Modell im Test. Der Mehrpreis gegenüber der ebenfalls getesteten 970 EVO beläuft sich lediglich auf rund 20 Prozent, während die 980 Pro zum letzten Testzeitpunkt in 2020 circa 78 Prozent teurer war als die günstigste Variante. Neben der 500-Gigabyte-Variante bietet Samsung die SSD auch noch mit 250 Gigabyte sowie einem oder zwei Terabyte Kapazität an.

Die nutzbare Kapazität beläuft sich auf die üblichen 465,76 Gigabyte, genutzt werden V-NAND-3-Bit-MLC-Zellen in 96 Lagen sowie ein 512 Megabyte großer DRAM-Cache mit schnellem LPDDR4-RAM. Der Preis pro Gigabyte belief sich zum Testzeitpunkt auf 25 Cent. Wie bei allen anderen SSDs im Test kommt das NVMe-Protokoll in der Version 1.3 zum Einsatz. Die Anbindung direkt an die CPU erfolgt über PCIe 3.0 x4.

Samsung gibt eine eine MTBF von mindestens 1,5 Millionen Stunden an. Die Herstellergarantie beläuft sich auf fünf Jahre oder 300 Terabyte TBW. Als Verwaltungssoftware steht Samsung Magician bereit.

1 von 4
SSD Test: Samsung 970 Evo Plus Mz V7s500bw 4
SSD Test: Samsung 970 Evo Plus Mz V7s500bw 1
SSD Test: Samsung 970 Evo Plus Mz V7s500bw 3
SSD Test: Samsung 970 Evo Plus Mz V7s500bw 2

Im AS-SSD-Benchmark landet die Samsung-SSD nur auf dem vierten Platz. Während die sequenziellen Transfergeschwindigkeiten noch ganz vorne mitspielen, erreicht die SSD beim Einlesen kleiner, verteilter Datenblöcke mit 60 Megabyte pro Sekunde zwar einen guten Wert, die in dieser Disziplin besten M.2-SSDs im Test schaffen aber bis zu 74 Megabyte pro Sekunde.

Ihre große Stärke zeigt die EVO-Plus-SSD bei den Kopiertests, wo sie durchweg Spitzenergebnisse einfährt. Beim gleichzeitigen Lesen und Schreiben wird sie nur von den teureren beiden PCIe-4.0-SSDs geschlagen.

Die 970 EVO Plus verwendet einen insgesamt 22 Gigabyte großen SCL-Cache, der sich bei unserem 500-GB-Modell aus 4 Gigabyte festem und 18 Gigabyte dynamischem Cache (»Intelligente Erweiterung«) zusammensetzt. Das Ganze trägt bei Samsung die Bezeichnung »TurboWrite«. Der Hersteller gibt als Schreibrate in den SLC-Cache bis zu 3200 Megabyte die Sekunden an, danach fällt sie auf 900 Megabyte die Sekunde ab. Der letztgenannte Wert wird zum Beispiel bei einer lang anhaltenden Videoaufzeichnung in 8K-Auflösung nicht ansatzweise erreicht.

Samsung 970 EVO Plus im Testspiegel

ComputerBase kommt bei der dort getesteten und schnelleren Ein-Terabyte-Variante zu ähnlichen Ergebnissen wie wir und bescheinigt der 970 EVO Plus eine sehr gute Performance, die sich sowohl von der Vorgängerin als auch von der günstigeren 970 EVO abhebt. Zutreffenderweise weist der Testredakteur allerdings darauf hin, dass normale Heimanwender und Spieler den Geschwindigkeitszuwachs in der Regel nicht bemerken dürften.

Moritz von Techstage hatte die 256-Gigabyte-Variante im Test und betont, dass die 970-EVO-Plus-Serie ihr Versprechen einlöse und schneller unterwegs sei als die EVO 970. Er hat allerdings bei seiner Variante Geschwindigkeitseinbußen bei sehr großen Dateien festgestellt.

Alternativen

Die beste M.2-SSD ist für uns die Samsung 970 EVO Plus. Gerade für den Ottonormalanwender und Spieler daheim kommt es aber in erster Linie auf den Preis an. Daher haben wir hier einige Alternativen zusammengestellt, mit denen man von der Leistung her auf der sicheren Seite liegt.

Gute Alternative: Corsair Force MP510

Sehr gut gefallen hat uns auch die Corsair Force MP510, die Anfang November 2020 für 71 Euro sensationell günstig zu haben war, aber auch mit nur 447,13 Gigabyte Kapazität daherkommt. Der Preis pro Gigabyte belief sich damit zum Zeitpunkt des November-Updates auf 16 Cent. Es kommt 3D TLC NAND zum Einsatz, die MTBF gibt Corsair mit vergleichsweise üppigen 1,8 Millionen Stunden an. Fünf Jahre Garantie sind außer bei QLC-SSDs üblich, aber trotzdem nicht zu verachten. Corsair stellt als kostenfreie Verwaltungssoftware seine SSD Toolbox zur Verfügung.

Auch gut

Corsair Force MP510

Test SSD: Corsair Force MP510
In Sachen Performance spielt sie ganz vorne mit – und dafür ist sie wirklich günstig.

Der synthetische Benchmark sieht die SSD insgesamt auf dem vierten Platz, besonders die theoretisch für Betriebssystem- und Programmstarts wichtige Performance bei 4K Read gehört zu den besten im Testfeld. Ebenfalls wurde der AS-SSD-Copy-Test mit Bravour bewältigt.

1 von 5
SSD Test: Corsair Force Mp510
Die schlicht designte Corsair Force MP510.
SSD Test: Corsair Force Mp510 4
Corsair Force MP510: AS SSD
SSD Test: Corsair Force Mp510 1
Corsair Force MP510: CrystalDiskMark 7.0
SSD Test: Corsair Force Mp510 3
Corsair Force MP510: AS SSD Kopier-Benchmark
SSD Test: Corsair Force Mp510 2
Corsair Force MP510: AS SSD Kompressions-Benchmark.

Getrübt wird die ausgezeichnete Vorstellung lediglich durch das schwache Abschneiden beim gleichzeitigen Schreiben und Lesen von Bilddateien im Rahmen unseres eigenen Kopiertests. Hier erreicht die SSD lediglich 50 Prozent des Tempos der schnellsten SSD im Test in Gestalt der Samsung 980 Pro. Die in dieser Einzeldisziplin langsamste M.2-SSD im Test kommt auf 39 Prozent. Vom Preis-Leistung-Verhältnis her spielt die Force MP510 ganz vorne mit – und das sogar, wenn sie wieder etwas teurer wird als 71 Euro.

Extrem schnell: Samsung 980 Pro

Wer ein Mainboard mit PCIe 4.0 x4 hat und/oder einfach die schnellste M.2-SSD im Test haben will, muss sich auch mit einem relativ hohen Preis anfreunden. Auch unser Favorit ist ein ganzes Stück günstiger zu haben als die topaktuelle und rasante Samsung 980 Pro.

Für PCIe 4.0

Samsung 980 Pro

Test  besten SSDs: Samsung 980 Pro
In jeder Hinsicht Spitze – allerdings auch beim Preis.

Ob AS-SSD-Benchmark, AS-SSD-Copy-Test oder Bilddateien-Kopiertest: Die beliebte Samsung-SSD liegt über alle vorne. Ihr Hauptkonkurrent in Gestalt der Corsair MP600 kann in unserem Testsystem etwas schneller sequenziell lesen, beim Schreiben ist wieder die 980 Pro besser. Auf Augenhöhe und damit vor der versammelten Konkurrenz liegt die theoretisch für Programm- und Betriebssystemstarts wichtige 4K-Leseleistung.

1 von 5
SSDs Test: Samsung 980 Pro
Trotz PCIe 4.0 verzichtet Samsung auf einen Kühlkörper.
SSDs Test: Samsung 980 Pro 1
Samsung 980 Pro: AS SSD.
SSDs Test: Samsung 980 Pro 2
Samsung 980 Pro: Copy Test.
SSDs Test: Samsung 980 Pro 3
Samsung 980 Pro: Kompression.
SSDs Test: Samsung 980 Pro 4
Samsung 980 Pro: CrystalDiskMark 7.0.

Die geringe und in der Praxis auch bei PCIe 4.0 in der Regel nicht spürbare Mehrleistung schlägt sich durchaus im Preis nieder. Pro Gigabyte zahlte man zum Zeitpunkt des Tests üppige 29 Cent – mehr als bei jeder anderen M.2-SSD im Test. Der geringste Preis pro Gigabyte lag bei 12 Cent. Dafür ist man bei einem Umstieg auf ein aktuelles und passend ausgestattetes Mainboard zukunftssicher aufgestellt.

Was uns im Test aufgefallen ist, ist die starke Erwärmung der Steck-SSD, die bei exzessiver Nutzung durchaus in einer Drosselung der Performance münden könnte. Auf einen aufwändigen Kühlkörper wie bei der Corsair Force MP600 hat Samsung verzichtet. In unserem gut belüfteten Gehäuse und bei Alltagsaufgaben ist uns keine Drosselung aufgefallen.

Preis-Tipp: Sabrent Rocket

Die Sabrent Rocket mit 476,94 Gigabyte Kapazität kostet mit am wenigsten und bietet mit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gilt besonders, wenn man bedenkt, dass M.2-SSD-Käufer ohne spezielle Anforderungen wahrscheinlich keinen Unterschied zum schnellsten Modell im Test wahrnehmen werden.

Günstige Alternative

Sabrent Rocket

Test SSD: Sabrent Rocket
In der Praxis schnell genug und dauerhaft günstig!

Dabei erreicht sie in den synthetischen Benchmarks 79 Prozent und beim Bilddatei-Kopiertest gar nur 45 Prozent der Performance der Samsung 980 Pro, kostete zuletzt aber oft auch weniger als die Hälfte. Geht es um die möglichst schnelle Abarbeitung vieler paralleler Zugriffe, sollte man zu den teureren Modellen im Test greifen.

Dem günstigen Preis ist vielleicht auch die gegen gegenüber den meisten anderen SSDs geringere Garantiezeit von drei Jahren nach Online-Registrierung zu verdanken. Die beiden direkten Konkurrenten hatten wir oben vorgestellt.

1 von 5
SSD Test: Sabrent Rocket
Die Sabrent Rocket im blau-schwarzen Gewand.
SSD Test: Sabrent Rocket 4
Sabrent Rocket: AS SSD.
SSD Test: Sabrent Rocket 1
Sabrent Rocket: CrystalDiskMark 7.0.
SSD Test: Sabrent Rocket 3
Sabrent Rocket: AS SSD Kopier-Benchmark.
SSD Test: Sabrent Rocket 2
Sabrent Rocket: AS SSD Kompressions-Benchmark

Außerdem getestet

Silicon Power A80 (P34A80)

Bei der Silicon Power A80 (P34A80) handelt es sich um eine der langsameren SSDs im Test, dafür aber auch um eine mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Während die synthetischen (Kopier-)Benchmarks noch ordentliche Ergebnisse ausspucken, zieht die schwache Kopierleistung im Praxistest den Gesamtscore nach unten.

1 von 4
SSDs Test: Silicon Power A80 4
SSDs Test: Silicon Power A80 3
SSDs Test: Silicon Power A80 1
SSDs Test: Silicon Power A80 2

Western Digital SN5550

Die Western Digital WD Blue SN550 kostet pro Wertungspunkt mit am wenigsten, nahe kamen ihr vom Preis-Leistungs-Verhältnis zum Testzeitpunkt her die deutlich schnellere Corsair Force MP510 sowie die ebenfalls schnellere Sabrent Rocket. Bevor man zuschlägt, sollte man also die Preise dieser drei Solid State Drives vergleichen. Die Gesamtperformance liegt bei 63 Prozent der Samsung 980 Pro. Sehr gut schneidet sie beim synthetischen Benchmark ab, kann aber bei unserem Bilddateien-Kopiertest (Lesen und Schreiben gleichzeitig, knapp 30 Gigabyte) nicht mit den meisten anderen M.2-SSDs mithalten. In dieser Disziplin glänzen die beiden erwähnten direkten Mitbewerber allerdings auch nicht.

Gar nicht behaupten kann sich die WD SN550 beim Einlesen kleiner, verteilter Daten (4K Read), wo sie mit nur 50 Gigabyte pro Sekunde eines der schlechteren Ergebnisse im Test einfährt. Aber auch das dürfte sich in der Praxis kaum bemerkbar machen.

1 von 5
SSDs Test: Western Digital Wd Blue Sn550
SSDs Test: Western Digital Sn550 1
SSDs Test: Western Digital Sn550 2
SSDs Test: Western Digital Sn550 3
SSDs Test: Western Digital Sn550 4

Western Digital Black SN750

Die Western Digital Black SN750 bietet eine sehr gute Performance und vor allem ein prima Preis-Leistung-Verhältnis. Wäre sie etwas günstiger, wäre sie anstatt der etwas langsameren Sabrent Rocket unsere Preis-Leistung-Empfehlung geworden. Hier lohnt es sich definitiv, ab und an mal nach dem Preis zu schauen, denn die Preise fluktuieren bei SSDs wie gesagt stark und da kann es schnell sein, dass die Western Digital der bessere Deal ist.

1 von 4
SSD Test: Western Digital Black Sn750 4
SSD Test: Western Digital Black Sn750 1
SSD Test: Western Digital Black Sn750 3
SSD Test: Western Digital Black Sn750 2

Crucial P1

Bei der Crucial P1 handelt es sich um die langsamste M.2-SSD in unserem Vergleichstest. Dafür ist sie allerdings auch sehr günstig zu haben. Kaum teurer aber deutlich besser ist allerdings die Sabrent Rocket. Sinn machen kann die P1 in einem nur mit PCIe 3.0 x2 angebundenen M.2-Steckplatz, den dürfte sie einigermaßen ausnutzen.

1 von 4
SSD Test: Crucial P1 Ct500p1ssd8 4
SSD Test: Crucial P1 Ct500p1ssd8 1
SSD Test: Crucial P1 Ct500p1ssd8 3
SSD Test: Crucial P1 Ct500p1ssd8 2

Samsung 970 EVO

Mit unseren synthetischen Benchmarks hatte die Samsung 970 EVO so ihre leichten Probleme und konnte auch im Bilddateien-Kopiertest nicht voll überzeugen. Die EVO ist eine solide SSD mit einem vernünftigen Gegenwert fürs Geld, für eine Empfehlung hat es trotzdem nicht gereicht.

1 von 4
SSD Test: Samsung 970 Evo Mz V7e500bw 4
SSD Test: Samsung 970 Evo Mz V7e500bw 1
SSD Test: Samsung 970 Evo Mz V7e500bw 3
SSD Test: Samsung 970 Evo Mz V7e500bw 2

SanDisk Extreme Pro

Mit der SanDisk Extreme Pro macht man vom Tempo her nichts verkehrt, auch wenn die von AS SSD gemessene 4K-Lese-Performance suboptimal ausfällt und die Schreibleistung im Kompressions-Benchmark immer wieder kurz einbricht.

1 von 4
SSD Test: Sandisk Extreme Pro 4
SSD Test: Sandisk Extreme Pro 1
SSD Test: Sandisk Extreme Pro 3
SSD Test: Sandisk Extreme Pro 2

Seagate FireCuda 510

Die Seagate FireCuda 510 ist bei 4K Read Spitze und sonst überall sehr gut, was sich in ihrem sehr hohen Benchmark-Gesamtscore niederschlägt. Das rechtfertigt allerdings nicht den aus unserer Sicht zu hohen Preis, der für eine Empfehlung noch etwas fallen muss.

1 von 4
SSD Test: Seagate Firecuda 510 4
SSD Test: Seagate Firecuda 510 1
SSD Test: Seagate Firecuda 510 3
SSD Test: Seagate Firecuda 510 2

Transcend MTE220S

In fast jeder Hinsicht schwach schneidet die Transcend MTE220S ab, die mit dem ersten Update hinzugekommen ist. Im AS-SSD-Benchmark belegt sie den drittletzten Platz und in unseren Bildordner kopiert sie sogar noch langsamer als die durch ihre Schnittstelle limitierte Crucial P1 mit PCIe 3.0 x 2. Ordentliche Ergebnisse konnte sie nur im weniger aussagekräftigen AS-SSD-Copy-Test erzielen.

1 von 3
SSDs Test: Transcend Mte220s 1
SSDs Test: Transcend Mte220s 2
SSDs Test: Transcend Mte220s 3

ADATA XPG SX8200 Pro

ADATA liefert bei seiner XPG SX8200 Pro einen Kühlkörper zum Aufkleben mit. Im Hinblick auf das Temperaturlimit vor einsetzender Drosselung von nur 70 Grad Celsius ist das wohl eine gute Idee. Ihre Stärken spielt die ADATA bei Kopiervorgängen aus, mit den synthetischen Benchmarks hatte sie hingegen deutliche Probleme vor allem bei parallelisierten Zugriffen.

1 von 4
SSD Test: Adata Xpg Sx8200 Pro 1
SSD Test: Adata Xpg Sx8200 Pro 4
SSD Test: Adata Xpg Sx8200 Pro 2
SSD Test: Adata Xpg Sx8200 Pro 3

Pioneer APS-SE20Q

Die Pioneer APS-SE20Q ist vor allem sehr günstig, kann aber in keiner Disziplin außer bei den sehr guten 4K-Leserten wirklich punkten. Wie man dem Screenshot vom Kompressions-Benchmark ansieht, kommt hier Kompression zum Einsatz – das ist bei keiner anderen SSD im Test der Fall, und das aus gutem Grund.

1 von 4
SSDs Test: Pioneer Aps Se20q 1
SSDs Test: Pioneer Aps Se20q 2
SSDs Test: Pioneer Aps Se20q 3
SSDs Test: Pioneer Aps Se20q 4

 

Lexar NM610

Auf immerhin 60 Prozent der Gesamtperformance der Samsung 980 Pro kommt die neue Lexar NM610. Dafür, dass die Leistung nur mittelmäßig ist, war uns die M.2-SSD zum Testzeitpunkt zu teuer.

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SSDs Test: Lexar Nm610 1
SSDs Test: Lexar Nm610 2
SSDs Test: Lexar Nm610 3
SSDs Test: Lexar Nm610 4

SSD Test: Bersicht 1

Die besten SATA-3-SSDs

Wir hatten 14 SATA-3-SSDs im 2,5-Zoll-Gehäuse im Test. Wer keine hohen Anforderungen stellt, kriegt bei einer SATA-3-SSD mehr Gigabyte fürs Geld. Der deutlich schwankende Preis pro Gigabyte lag zum Testzeitpunkt zwischen 10 und 29 Cent. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Seagate BarraCuda SSD

Test SSD: Seagate BarraCuda SSD
Sie war in unsserem Test die Schnellste und ist nicht mal besonders teuer.

Die beste sehr schnelle SATA-3-SSD unter Berücksichtigung des Preises ist die Seagate BarraCuda SSD. Die sequenziellen Schreib- und Leseraten sind ebenso Spitze wie die Ergebnisse der AS-SSD-Kopiertests. Besonders gut schlägt sie sich auch bei den Zugriffen mit mehreren Threads gleichzeitig. Etwas suboptimal fallen die Ergebnisse unseres eigenen Kopiertests sowie die 4K-Leseleistung aus.

Auch gut

Samsung 860 EVO

Test SSD: Samsung 860 EVO (MZ-76E500B/EU)
In Benchmarks und Praxis Spitze.

Die Samsung 860 EVO liegt im AS-SSD-Benchmark im Spitzenfeld, beim (nicht besonders zuverlässigen) AS-SSD-Kopiertest reicht es dagegen nur für ein mittelmäßiges Ergebnis. Beim gleichzeitigen Schreiben und Lesen lässt die EVO aber wiederum alle getesteten Konkurrenten hinter sich. Sie ist nicht ganz so schnell wie unser SATA-3-Favorit, bot zum Zeitpunkt des Updates im August 2020 aber das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gut & günstig

Crucial MX500

Test SSD: Crucial MX500 CT500MX500SSD1(Z)
Preis-Leistungs-Sieger ohne Schwächen.

Wer eine wirklich schnelle SATA-3-SSD zum möglichst günstigen Preis sucht, für den ist die nicht umsonst beliebte Crucial MX500 mit »nur« 465,76 GB Kapazität die beste Wahl. Sie schneidet im AS-SSD-Benchmark nur minimal schlechter ab als der Testsieger, agiert aber sonst auf Augenhöhe.

Leistungsstark

Transcend SSD230S

Test  besten SSDs: Transcend SSD230S
Sehr gute Performance für sehr wenig Geld.

Nur minimal langsamer als die MX500 aber ebenfalls ohne echte Schwächen zeigt sich die günstige Transcend SSD230S. Bei gleichem Preis würden wir uns für die MX500 entscheiden, ansonsten können Sie einfach zum günstigeren Modell greifen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutGut & günstigLeistungsstark
Seagate BarraCuda SSD Samsung 860 EVO Crucial MX500 Transcend SSD230S Western Digital WD Blue SanDisk Ultra 3D Samsung 870 QVO Crucial BX500 Samsung 860 PRO Intenso Top Performance SanDisk SSD Plus Western Digital Green Silicon Power Ace A55 Lexar NS100
Test SSD: Seagate BarraCuda SSDTest SSD: Samsung 860 EVO (MZ-76E500B/EU)Test SSD: Crucial MX500 CT500MX500SSD1(Z)Test  besten SSDs: Transcend SSD230STest SSD: Western Digital WD Blue (WDS500G2B0A)Test SSD: SanDisk Ultra 3DTest  besten SSDs: Samsung 870 QVTTest SSD: Crucial BX500 CT480BX500SSD1(Z)Test SSD: Samsung 860 PROTest SSD: Intenso Top PerformanceTest SSD: SanDisk SSD PlusTest SSD: Western Digital GreenTest  besten SSDs: Silicon Power Ace A55Test  besten SSDs: Lexar NS100
Pro
  • Mit die schnellste SATA-3-SSD im Test
  • Gutes P/L-Verhältnis
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Schnellster Bilddateien-Kopiertest
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Günstig
  • Sehr günstig
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Sehr günstig
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Günstig
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Top-Score bei AS SSD
  • Extrem günstig (Testzeitpunkt)
  • Mit die schnellste SATA-3-SSD im Test
  • Günstig
  • Leicht erhöhte Kapazität
  • Ordentliche Kopier­leistung
  • Extrem günstig (Testzeitpunkt)
  • Schnelle sequenzielle Übertragungs­raten
  • Schnelle sequenzielle Übertragungs­raten
  • Sehr schnelles Kopieren
  • Top beim Bilddateien-Kopiertest
Contra
  • Bilddateien-Kopiertest leicht suboptimal
  • AS-SSD-Copy-Test suboptimal
  • Bilddateien-Kopiertest leicht suboptimal
  • Bilddateien-Kopiertest mittelmäßig
  • Bilddateien-Kopiertest mittelmäßig
  • Bilddateien-Kopiertest nur mittelmäßig
  • Sehr langsames Schreiben außerhalb des SLC-Cache
  • Leicht verringerte Kapazität
  • Schwache 4K-Leseleistung (auch 64 Thrd)
  • Bilddateien-Kopiertest sehr schwach
  • Sehr teuer
  • Schwache 4K-Leseleistung (auch 64 Thrd)
  • Sonst in jeder Hinsicht sehr langsam
  • Leicht verringerte Kapazität
  • Sonst in jeder Hinsicht sehr langsam
  • Leicht verringerte Kapazität
  • Schlechte 4K-Leseleistung
  • Suboptimale sequenzielle Schreib­leistung
  • Schlechte 4K-Leseleistung
Bester Preis
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SchnittstelleSATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3SATA 3
Formfaktor2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll2,5 Zoll
Kapazität465,76 GB465,76 GB447,13 GB476,94 GB465,76 GB465,76 GB931,51 GB447,13 GB476,94 GB476,94 GB447,13 GB447,13 GB476,94 GB476,94 GB
MTBF (lt. Hersteller)1,8 Mio. Stunden1,5 Mio. Stunden1,8 Mio. Stunden2 Mio. Stunden1,75 Mio. Stunden1,75 Mio. Stunden1,5 Mio. Stunden1,5 Mio. Stunden1,5 Mio. StundenN/A1,75 Mio. StundenN/A1,5 Mio. StundenN/A
Garantie5 Jahre5 Jahre oder 300 TBW5 Jahre oder 180 TBW5 Jahre5 Jahre5 Jahre3 Jahre3 Jahre5 Jahre oder 300 TBW2 Jahre3 Jahre3 Jahre3 Jahre3 Jahre
SoftwareSeaTools for WindowsSamsung MagicianCrucial Storage ExecutiveSSD ScopeWestern Digital SSD DashboardSanDisk SSD DashboardSamsung MagicianCrucial Storage ExecutiveSamsung MagiciankeineSanDisk SSD DashboardWestern Digital SSD DashboardSP ToolBoxkeine
AS SSD Seq Read531,9 MB/s528,93 MB/s530,98 MB/s530,23 MB/s475,97 MB/s478,3 MB/s550,64 MB/s529,43 MB/s531,12 MB/s527,48 MB/s520,85 MB/s520,63 MB/s530,45 MB/s529,13 MB/s
AS SSD Seq Write497,75 MB/s506,23 MB/s488,14 MB/s493,25 MB/s498,5 MB/s503,15 MB/s524,07 MB/s495,02 MB/s505,21 MB/s485,35 MB/s457,6 MB/s460,06 MB/s461,33 MB/s479,37 MB/s
AS SSD 4K Read45,69 MB/s40,81 MB/s41,22 MB/s37,42 MB/s39,62 MB/s39,38 MB/s40,4 MB/s25,18 MB/s43,15 MB/s23,43 MB/s17,54 MB/s17,57 MB/s25,45 MB/s24,9 MB/s
Kopiertest Bilddateien Schreiben/Lesen126 Sekunden105 Sekunden130 Sekunden81 Sekunden166 Sekunden172 Sekunden186 Sekunden119 Sekunden108 Sekunden122 Sekunden390 Sekunden304 Sekunden111 Sekunden109 Sekunden

SSD Test: Seagate Barracuda Ssd

Testsieger: Seagate BarraCuda SSD

Die beste SATA-3-SSD ist für uns die Seagate BarraCuda SSD. Sie schneidet in drei von vier Bewertungskriterien am besten ab und kann sich auch beim Bilddaten-Kopiertest sehr gut behaupten. Dabei bleibt sie preislich deutlich unter der gleich schnellen Samsung 860 Pro.

Unser Favorit

Seagate BarraCuda SSD

Test SSD: Seagate BarraCuda SSD
Sie war in unsserem Test die Schnellste und ist nicht mal besonders teuer.

Aus der nutzbaren Kapazität von 465,76 Gigabyte 3D-TCL-NAND ergab sich zum Testzeitpunkt ein Preis pro Gigabyte von 20 Cent, was im Gesamtvergleich im oberen Bereich liegt. Für Verwaltung und Tuning der SSD bietet Seagate ein eigenes Programm namens SeaTools für Windows an.

Den ersten Platz im AS-SSD-Benchmark teilt sich die BarraCuda mit der Samsung 860 Pro, die allerdings deutlich teurer ist. Sowohl die sequenziellen Transferraten als auch die Performance beim Einlesen von 4K-Datenblöcken sind Spitze, in der letztgenannten Disziplin belegt die Kandidatin mit ausgezeichneten 46 Megabyte pro Sekunde wie in einigen anderen Einzeldisziplinen sogar den ersten Platz im Feld. Ebenfalls hervorragend stellt sich die Leistung bei Zugriffen mit mehreren Threads gleichzeitig dar.

Beim Kopiertest von AS SSD setzt sich die Seagate-SSD ebenfalls an die Spitze, wird allerdings in unserem hausgemachten Bilddaten-Kopiertest von gleich vier Konkurrenten abgehängt. Sie erreicht aber immer noch sehr gute 83 Prozent des Tempos der Samsung 860 EVO, die hier den Maßstab setzt.

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SSD Test: Seagate Barracuda 1
SSD Test: Seagate Barracuda 4
SSD Test: Seagate Barracuda 2
SSD Test: Seagate Barracuda 3

Da das Duplizieren eines Ordners auf derselben SSD (Kopiertest Bilddateien) nicht unbedingt häufig vorkommt, kann man der Seagate BarraCuda keine relevanten Schwächen unterstellen. Im Gegenteil: Das limitierte Potenzial der angejahrten SATA-3-Schnittstelle nutzt sie bestmöglich aus.

Die Seagate BarraCuda SSD im Testspiegel

Computer BILD sieht die BarraCuda bei sich auf dem vierten Platz und verpasst der 1-Terabyte-Variante die Note »sehr gut« (1,2). Ihr werden sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben sehr gute Transferraten sowie sehr hohe Zugriffsgeschwindigkeiten attestiert, Schwächen sieht die Computer-BILD-Redaktion keine.

c’t hat die 2-Terabyte-Version getestet und hebt die lange Garantie hervor, findet die SSD aber etwas langsam beim Schreiben und eher teuer.

Auch Chip hatte die 2-Terabyte-Version im Test und sieht ebenfalls keine Schwächen. Gelobt werden das sehr hohe Lesetempo und die gute Schreibperformance.

Alternativen

Unser Favorit bietet die beste Gesamtperformance im Test, es gibt aber auch Modelle mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwei SSDs lagen im Test so nah beieinander, dass es keinen Sinn machen würde, eine der anderen vorzuziehen. Daher empfehlen wir mit der Crucial MX500 und der Transcend SSD230S diesmal zwei Modelle als gut & günstig. Außerdem haben wir noch eine »Auch gut«-Empfehlung in Gestalt der Samsung 860 EVO, die eine hervorragende Performance mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis vereint.

Was immer beachtet werden muss: Die Preisschwankungen bei SSDs sind groß. Was heute günstiger als ein Vergleichsmodell ist, kann morgen teurer sein.

Kaum Schwächen: Samsung 860 EVO

Die rasante Samsung 860 EVO erreicht ebenfalls Spitzenwerte in den synthetischen Benchmarks, schwächelt jedoch ein wenig beim AS-SSD-Kopiertest.

Auch gut

Samsung 860 EVO

Test SSD: Samsung 860 EVO (MZ-76E500B/EU)
In Benchmarks und Praxis Spitze.

Wichtiger ist der Bilddateien-Kopiertest mit gleichzeitigem Lesen und Schreiben, wo sich die Samsung-SSD sogar noch etwas vor ihre teurere Schwester aus dem gleichen Hause schieben kann.

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SSD Test: Samsung 860 Evo
Die Samsung 860 EVO im schlichten Schwarz. Bei der EVO Pro ist das graue Quadrat rot.
SSD Test: Samsung 860 Evo 4
Samsung 860 EVO: AS SSD.
SSD Test: Samsung 860 Evo 1
Samsung 860 EVO: CrystalDiskMark 7.0.
SSD Test: Samsung 860 Evo 3
Samsung 860 EVO: AS SSD Kopier-Benchmark.
SSD Test: Samsung 860 Evo 2
Samsung 860 EVO: AS SSD Kompressions-Benchmark.

Preiswert: Crucial MX500

Nennenswerte Einbußen gegenüber unserem Favoriten muss man bei der deutlich günstigeren Crucial MX500 mit 465,76 Gigabyte nutzbarer Kapazität nicht hinnehmen.

Gut & günstig

Crucial MX500

Test SSD: Crucial MX500 CT500MX500SSD1(Z)
Preis-Leistungs-Sieger ohne Schwächen.

Die sequenzielle Schreibleistung sowie die 4K-Leseleistung fallen geringfügig niedriger aus – und für den AS-SSD-Kopiertest braucht der Preis-Leistung-Sieger ein Quäntchen länger. Beim Duplizieren der Bilddateien agieren die beiden SSDs auf Augenhöhe.

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SSD Test: Crucial Mx500
Die Crucial MX500 im silbernen Metallgewand.
SSD Test: Crucial Mx500 4
Crucial MX500: AS SSD
SSD Test: Crucial Mx500 1
Crucial MX500: CrystalDiskMark 7.0.
SSD Test: Crucial Mx500 3
Crucial MX500: AS SSD Kopier-Benchmark.
SSD Test: Crucial Mx500 2
Crucial MX500: AS SSD Kompressions-Benchmark.

Zum Testzeitpunkt lag der Preis pro Gigabyte bei günstigen 13 Cent. Die MTBF beläuft sich auf 1,8 Millionen Stunden bei 5 Jahren Garantie und 180 TBW. Auch Crucial verfügt über ein eigenes SSD-Tool namens Crucial Storage Executive. Von echten Schwächen kann man bei der Crucial MX500 nicht sprechen, mehr SSD fürs kleine Geld ist kaum zu bekommen.

Gute Performance: Transcend SSD230S

Ein Neuzugang aus dem Update vom August 2020 hat es mühelos in die Empfehlungen geschafft, weil hier sowohl der günstige Preis als auch die Performance passen.

Leistungsstark

Transcend SSD230S

Test  besten SSDs: Transcend SSD230S
Sehr gute Performance für sehr wenig Geld.

Mit der Transcend SSD230S bekommt man eine SATA-3-SSD mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis und ohne echte Schwächen, die in den Einzeldisziplinen – wenn überhaupt – so geringügig hinter der Crucial MX500 liegt, dass wir empfehlen, sich einfach für das zum Kaufzeitpunkt günstigere Modell zu entscheiden.

1 von 5
SSDs Test: Transcend Ts512gssd230s
Mattsilbernes Alu ist solide und schick.
SSDs Test: Transcend Ssd230s 1
Transcend SSD230S: AS SSD.
SSDs Test: Transcend Ssd230s 4
Transcend SSD230S: CrystalDiskMark 7.0.
SSDs Test: Transcend Ssd230s 2
Transcend SSD230S: AS SSD Kopier-Benchmark.
SSDs Test: Transcend Ssd230s 3
Transcend SSD230S: AS SSD Kompressions-Benchmark.

Außerdem getestet

SanDisk Ultra 3D

Ebenfalls nicht verstecken müssen sich die offenbar baugleichen SSDs SanDisk Ultra 3D und Western Digital WD Blue. Die Messergebnisse sind weitestgehend identisch. In den synthetischen Benchmarks liegen sie nur geringfügig hinter den Empfehlungen und liefern dabei in jeder Einzeldisziplin eine sehr ordentliche Performance ab. Etwas anders sieht das bei den Kopiertests aus: Bei dem von AS SSD werden 85 Prozent der Performance der schnellsten SATA-3-SSD im Test erreicht, beim Duplizieren der Bilddateien sind es aber nur noch 61 Prozent. Die schwächste SSD im Test kommt hier auf 27 Prozent.

Die SanDisk Ultra 3D erreicht zwar nicht ganz die sequenzielle Transferraten der in dieser Disziplin schnellsten SSDs im Test, hat aber weder Probleme mit dem Einlesen kleiner, verteilter Datenblöcke (4K Read) noch mit Zugriffen mit mehreren simultanen Threads. Weniger gut schneidet sie hingegen beim gleichzeitigen Lesen und Schreiben von Daten ab.

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SSD Test: Sandisk Ultra 3d 4
SSD Test: Sandisk Ultra 3d 1
SSD Test: Sandisk Ultra 3d 3
SSD Test: Sandisk Ultra 3d 2

Western Digital WD Blue

Die Western Digital WD Blue gehörte zum Testzeitpunkt zu den günstigsten Flashspeichern im Test und dürfte baugleich mit der SanDisk Ultra 3D sein, zu identisch sind die Ergebnisse in allen Einzeldisziplinen. Dazu muss man wissen, dass Western Digital vor ein paar Jahren SanDisk übernommen hat, aber weiterhin SSDs unter beiden Markennamen anbietet. Hier entscheidet also allein der Preis.

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SSD Test: Wd Blue 4
SSD Test: Wd Blue 1
SSD Test: Wd Blue 3
SSD Test: Wd Blue 2

Crucial BX500

Bei mittelmäßiger Leistung ist die Crucial BX500 sehr günstig zu bekommen und gehört rein vom Preis-Leistung-Verhältnis her zu den attraktivsten SATA-3-SSDs im Test. Auffällige Schwächen zeigt sie im AS-SSD-Benchmark bei der 4K-Leseleistung, CrystalDiskMark misst einen höheren Durchsatz.

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SSD Test: Crucial Bx500 4
SSD Test: Crucial Bx500 1
SSD Test: Crucial Bx500 3
SSD Test: Crucial Bx500 2

Samsung 860 PRO

Die Samsung 860 Pro gehört zu den schnellsten SSDs in unserem Test, ist für das Gebotene aber deutlich zu teuer. Sie überzeugt in jeder Disziplin, beeindruckend sind auch die konstanten Transferraten im Kompressions-Test.

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SSD Test: Samsung 860 Pro 4
SSD Test: Samsung 860 Pro 1
SSD Test: Samsung 860 Pro 3
SSD Test: Samsung 860 Pro 2

SanDisk SSD Plus

Auch die SanDisk SSD Plus wird zum Kampfpreis angeboten, wegen ihrer schlechten Performance ist zu einem vergleichbaren Preis aber die Crucial BX500 vorzuziehen. Die Leistung beim Einlesen kleiner, zufällig verteilter Blöcke gehört zu den schlechtesten im Test.

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SSD Test: Sandisk Ssd Plus 4
SSD Test: Sandisk Ssd Plus 1
SSD Test: Sandisk Ssd Plus 3
SSD Test: Sandisk Ssd Plus 2

Western Digital Green

Bei der Western Digital Green handelt es sich um eine lahme SSD zum überteuerten Preis. Den schlechten AS-SSD-Gesamtscore teilt die sich mit der SanDisk SSD Plus. Auch hier gilt: Hände weg!

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SSD Test: Wd Green 4
SSD Test: Wd Green 1
SSD Test: Wd Green 3
SSD Test: Wd Green 2

Silicon Power Ace A55

Nicht auf ganzer Linie konnte uns die Silicon Power Ace A55 überzeugen, was vor allem an Problemen mit der 4K-Leseleistung und der weniger guten, aber auch nicht schlechten sequenziellen Schreibleistung im AS-SSD-Benchmark liegt. Geht es hingegen um ausufernde Kopiervorgänge, ist die extrem günstige SSD vorne mit dabei.

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SSDs Test: Silicon Power Ace A55 1
SSDs Test: Silicon Power Ace A55 4
SSDs Test: Silicon Power Ace A55 2
SSDs Test: Silicon Power Ace A55 3

Intenso Top Performance

Die Intenso Top Performance schwächelt in den synthetischen Benchmarks, kann sich in Sachen Kopierleistung aber sehen lassen. Auch hier gilt: Für das gleiche Geld bekommt man Besseres wie beispielsweise die Crucial MX500.

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SSD Test: Intenso Top Performance 1
SSD Test: Intenso Top Performance 2
SSD Test: Intenso Top Performance 3

Lexar NS100

Lexar bietet neuerdings auch SATA-3-SSDs an, die NS100 konnte aber nicht voll überzeugen. Bei der (weniger wichtigen) sequenziellen Schreibleistung fällt sie etwas hinter die meisten Konkurrenten zurück, und die 4K-Leseleistung liegt im unteren Bereich. Ihre Stärken konnte sie im Bilddateien-Kopiertest ausspielen, wo sie ganz vorne mit dabei ist.

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SSDs Test: Lexar Ns100 1
SSDs Test: Lexar Ns100 2
SSDs Test: Lexar Ns100 3
SSDs Test: Lexar Ns100 4

Samsung 870 QVO

Die Samsung 860 QVO war eine der ersten SSDs mit QLC-NAND, bei der getesteten 870 QVO handelt es sich um den Nachfolger. Die sehr beliebte SSD konnte im synthetischen Benchmark glänzen, das trifft aber wegen der SATA-3-Limiterung auch auf viele Konkurrenten zu. Sie wäre für eine Empfehlung infrage gekommen, wenn sie nicht beim beim gleichzeitigen Lesen und Schreiben unserer Bilddateien so schlecht abgeschnitten hätte. Nach vielleicht 2/3 der Zeit war wohl der SLC-Cache erschöpft und die Übertragungsraten fielen ins Bodenlose.

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SSDs Test: Samsung 870 Qvo 1
SSDs Test: Samsung 870 Qvo 2
SSDs Test: Samsung 870 Qvo 3
SSDs Test: Samsung 870 Qvo 4

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir ein schnelles Mainstream-PC-System mit aktueller Hardware verwendet (CPU: AMD Ryzen 5 3600, 6x 3,6 – 4,2 GHz, SMT; Mainboard: ASRock B450 Pro4; Speicher: 2x 8 Gigabyte DDR4 3200 MHz Dual Channel; Betriebssystem: Windows 10 Pro).

SSD Test: Bersicht 2
Alle SSDs aus dem Test 04/2020.

Das System verfügt über zwei M.2-Steckplätze, wovon der, den wir für die Test verwendet haben, über PCIe 3.0 x4 (Key M) angebundenen ist. Für die Messungen mit dem Adapter haben wir den zweiten Grafikkartenslot des Mainboards verwendet, dessen Anbindung der des schnellen M.2-Slots entspricht. Theoretisch sollten sich die Abweichungen zwischen den Messungen mit und ohne Adapter im Rahmen der Messtoleranzen bewegen, was sich auch bestätigt hat.

SSD Test: M2 Edge Connector Keying
M.2-SSD-Keys B, M und B&M.

Es spricht also nichts dagegen, einen geeigneten PCIe-Port mit Adapter zu verwenden, wenn das Mainboard nicht über einen M.2-Port verfügt oder dieser schon belegt ist.

 

PCIe 3.0 x4-Adapter bremsen M.2-SSDs nicht aus

Die jungfräulichen SSDs haben wir einem Benchmark-Parcours mit den verbreiteten Programmen AS SSD 2.0 und CrystalDiskMark 7.0 sowie praxisnahen Kopiertests unterzogen:

Das Programm AS SSD besteht aus synthetischen Benchmarks sowie einem Kopier- und einem Kompressionstest. Die synthetischen Benchmarks werden bei deaktiviertem Betriebssystem-Cache durchgeführt. Zur Messung der sequenziellen Schreib- und Leserate schreibt die Software 1 Gigabyte große Dateien auf die SSD und liest sie anschließend wieder ein.

Der für Programm- und Betriebssystemstarts wichtige 4K-Test misst die Schreib- und Leseleistung bei kleinen, zufällig verteilten 4K-Datenblöcken. Dasselbe macht der 4K-64Thrd-Test, allerdings mit 64 Threads gleichzeitig.

Wenn ein SSD-Controller zur Erhöhung der Performance und Schonung der Flash-Zellen Datenkomprimierung verwendet, müsste sich das negativ auf die Schreibleistung auswirken, wenn bereits vorkomprimierte Daten geschrieben werden sollen, da diese vom Controller nicht weiter »verdichtet« werden können. Der Kompressions-Benchmark von AS SSD zeigt, dass das bei keiner der getesteten SSD der Fall ist.

Die Zugriffszeit-Messung erfolgt über die gesamte Kapazität der SSD (Full Stroke).

Aus den vorgenannten Messungen erstellt AS SSD einen Schreib-, einen Lese- sowie einen Gesamtscore, die wir neben den Messwerten selbst in die Bewertung haben einfließen lassen.

Drei typische Kopier-Szenarien und damit die Belastung der SSD mit gleichzeitigen schreib-und Lesevorgängen sollen die Kopier-Tests abbilden. Bei »ISO« werden zwei große Dateien kopiert, bei »Programme« ein Ordner mit vielen kleinen Dateien und bei »Games« ein Ordner mit kleinen und großen Dateien. Der Betriebssystem-Cache bleibt hier aktiviert, sodass es zu Schwankungen kommen kann. Die Ergebnisse dieser Tests haben wir daher nur in geringem Umfang bei der Bewertung berücksichtigt.

CrystalDiskMark 3 ist ebenfalls ein weit verbreiteter Massenspeicher-Benchmark, dessen Messmethoden allerdings derartig in der Kritik stehen, dass wir die Werte nur zum Vergleich erhoben und bei der Gesamtwertung nicht berücksichtigt haben.

Spannend wird es wieder bei unseren eigenen, praxisnahen Kopiertests, für die wir uns einen knapp 26 Gigabyte großen Ordner mit Bilddateien unterschiedlichster Größe zusammengestellt haben. Die reichen von einigen Photoshop-Dateien mit mehreren Hundert Megabyte bis zu Mini-JPGs mit vier Kilobyte, die meisten Dateien sind aber zwei bis 32 Megabyte groß, was typischen JPG- und RAW-Dateien von älteren bis hin zu aktuellen Digitalkameras entspricht.

Bei den SATA-3-SSD haben wir den Ordner von einer rasanten M.2-SSD zunächst auf die Test-SSD kopiert und dann wieder zurück. Da die M.2-SSD erheblich schneller ist als die SATA-3-Modelle, kann so die maximale Transfergeschwindigkeit der 2,5-Zoll-Modelle abgebildet werden. Anschließend haben wir den Ordner auf der Test-SSD selbst dupliziert, um die Performance bei gleichzeitigen Schreib- und Lesevorgängen zu testen. Diesen letztgenannten Test haben wir auch bei den M.2-Modellen durchgeführt. Die Kopiertests fließen mit in die Wertung ein.

SSD Test: Herkömmliche HDD

Warum sind SSDs schneller?

In herkömmlichen magnetischen Festplatten oder HDDs, die zuerst von IBM im Jahre 1956 entwickelt wurden, werden die Daten mithilfe von Schreib- und Leseköpfen an einem mechanischen Arm auf rotierenden, magnetischen Scheiben (Platter) gespeichert. Die Platten drehen sich mit 5.400 oder 7.200 Umdrehungen pro Minute. Um Abnutzung zu vermeiden, schwebt der Arm im Betrieb einige Mikrometer über den Plattern und muss von der Laufwerksmechanik dort positioniert werden, wo Daten gelesen oder geschrieben werden wollen.

Das geht am schnellsten, wenn die Daten hintereinander weggeschrieben oder gelesen werden können, ohne dass der Arm größere Bewegungen absolvieren muss. Bei solchen sequenziellen Schreib- oder Lesevorgängen wird bei HDDs das höchste Tempo erreicht. Man kann sich den Vorgang in etwa wie beim Abspielen einer Schallplatte vorstellen. Im Gegensatz zu SSDs können Daten hier auch direkt mit neuen überschrieben werden.

Kopiert man eine große Datei wie etwa ein ISO-Abbild auf eine frisch formatierte HDD, erreicht man die höchste Schreibgeschwindigkeit, die die Platte erreichen kann. Ganz anders sieht es aus, wenn viele kleine, physisch auf der Festplatte verteilte Dateien eingelesen werden müssen, was typisch für Programm- und Betriebssystemstarts ist. Das zwingt dem Arm zu ständigen Bewegungen über die Oberflächen der Platten, um jeweils nur kleinste Datenmengen einzulesen – das kostet Zeit.

Computersysteme ohne SSD sind oft quälend langsam

Wenn man einen Teil der Dateien von einer Festplatte löscht, entstehen physische Lücken mit freiem Speicherplatz. Kommen nun wieder neue Daten hinzu, werden zuerst die Lücken neu überschrieben, was auf Dauer dazu führen kann, dass beispielsweise der neue Bildordner über die gesamte Oberfläche der Platten verteilt wird.

Diese Zerstückelung eigentlich zusammenhängender Daten wird als Fragmentierung bezeichnet. Je stärker eine Platte fragmentiert ist, desto langsamer wird sie, weil immer mehr Bewegung der Köpfe erforderlich ist, um eine bestimmte Menge an Daten zu lesen oder zu schreiben. Bei einer Defragmentierung werden logisch zusammenhängende Daten auch physisch wieder zusammenhängend angeordnet mit dem Effekt, dass der Rechner wieder flotter wird.

Heute spielt die Defragmentierung keine so große Rolle mehr, denn Technologien wie das sogenannte Native Command Queuing (NCQ) erlauben es dem Laufwerk, die Reihenfolge von Schreib- und Lesevorgängen intern so umzusortieren, dass möglichst wenige Bewegungen der Köpfe erforderlich werden. Dazu wird ein schneller DRAM-Datenpuffer auf der Platine der HDD verwendet, der einkommende Daten zwischenspeichert, um dem Laufwerk Zeit zu geben, sie möglichst effizient auf den Platten abzulegen.

Hybrid-Festplatten

Eine Mischform aus HDDs und SSDs stellen sogenannten Hybrid-Festplatten (SSHD) dar, die ihre beste Zeit wegen des massiven Preisverfalls bei SSDs aber schon hinter sich haben. Die Laufwerke bestehen aus einer großen HDD und einer kleinen SSD mit einer typischen Größe von acht Gigabyte Flashspeicher. Neue Daten landen zunächst auf der HDD. Der Controller des Laufwerks merkt sich mit der Zeit, welche Dateien häufig geladen werden und kopiert diese auf die SSD, von der sie dann erheblich schneller eingelesen werden können.

System- und Programmstarts lassen sich mit einer SSHD spürbar beschleunigen. Ein limitierender Faktor ist aber die Größe des SSD-Caches. Das Tempo reiner SSDs erreichen Hybridlaufwerke bei Weitem nicht. Wir raten daher eher zu einer Kombination aus einer SSD für das Betriebssystem und häufig genutzte Programme und einer herkömmlichen Festplatte für Multimedia-Daten wie Fotos und Filme, bei denen es nicht so sehr darauf ankommt, wie schnell sie geladen werden können.

Bauformen, Formfaktoren, Schnittstellen

SSDs werden hauptsächlich in zwei Bauformen angeboten: als 2,5-Zoll-Gehäuse und in der M.2-Form.

SSDs in einem 2,5-Zoll-Festplattengehäuse sind schon erheblich länger auf dem Markt und entsprechend weiter verbreitet. Sie setzen in der Regel auf die veraltete SATA-3-Schnittstelle, die schon vor rund zehn Jahren das Licht der Welt erblickte und Daten theoretisch mit maximal sechs Gigabit pro Sekunde bewegen kann. In der Praxis ergeben sich sequenzielle Übertragungsraten von bis zu 550 Megabyte pro Sekunde, typische Werte für das Einlesen kleiner, verteilter Datenblöcke liegen aber nur zwischen 20 und 45 Megabyte pro Sekunde.

Noch nicht so verbreitet aber stark im Kommen sind die über das Protokoll »NVM Express« (NVMe) und PCIe angebundenen SSDs im M.2-Formfaktor, bei denen es sich um Steckkarten ohne Gehäuse handelt. Sie passen in entsprechende M.2-Slots aktueller Mainboards und eignen sich aufgrund ihrer platzsparenden Bauweise auch hervorragend für kompakte Notebooks. Bei PCs kann man sich mit einem Adapter behelfen.

Neben den kleineren Abmessungen haben SSDs noch weitere Vorteile gegenüber herkömmlichen Festplatten: ein massiv verringertes Gewicht, erheblich geringeren Stromverbrauch und höhere Stoßfestigkeit.

SATA-3-SSDs beherrschen die Protokolle IDE (veraltet, kein NCQ) und AHCI (Advanced Host Controller Interface, beherrscht NCQ), bei dem die CPU mit dem Host-Controller des PCs kommuniziert und dieser dann die SSD anspricht.

Eine große Stärke von NVMe ist die starke Parallelisierung

2011 kam das NVMe-Protokoll auf den Markt, das eine direkte Kommunikation zwischen der CPU und der SSD ermöglicht. Neben wirklich massiv gesteigerten Transferraten ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für die parallelisierte Abarbeitung von Schreib- und Lesebefehlen. Während AHCI nur eine Warteschlange mit bis zu 32 Instruktionen zulässt, sind es bei NVMe 65.536 Warteschlangen mit jeweils 65.536 Plätzen.

Dazu eine Analogie: Eine Gruppe von Leuten ruft gleichzeitig Informationen ab. Jede Person hat eine Liste mit Anfragen. Die Anzahl der Personen bestimmt die Anzahl an Threads. Die Anzahl der Anfragen auf jeder Liste entspricht der Tiefe der jeweiligen Queue (Warteschlange). In den typischen Einsatzszenarien eines Normalanwenders kommt es selten zu parallelen Anforderungen, es bleibt also zumeist bei einem Thread und Queue-Tiefen von eins bis vier. Ganz anders sieht das bei Server-Systemen aus.

Flash-Speicher, SLC-Cache und Wear Leveling

Grob gesagt kann man aktuellen NAND-Flash in vier Kategorien unterteilen: SLC, TLC, MLC und QLC.

SLC (Single Level Cell) kann in einer Zelle ein Bit speichern. SLC ist am längsten auf dem Markt, bietet die höchste Geschwindigkeit und Lebensdauer und ist mit Abstand am teuersten. Die Speicherdichte ist hier gering.

TLC (Triple Level Cell) kann drei Bits pro Zelle speichern, dafür ist er erheblich langsamer und die Zellen erreichen nur einen Bruchteil der Lebensdauer einer SLC-Zelle. Auf der Habenseite stehen ein erheblich günstigerer Preis sowie eine höhere Speicherdichte. TLC ist derzeit in den meisten aktuellen SSDs verbaut.

MLC (Multi Level Cell) mit zwei Bits pro Zelle wurde nach SLC und vor TLC und QLC entwickelt, was auch den Namen erklärt. Von den Eigenschaften und Kosten her residiert MLC zwischen SLC und TLC.

QLC (Qadruple Level Cell) ist noch nicht lange auf dem Markt und speichert sogar vier Bits pro Zelle. Er ist nochmals langsamer als TCL und auch weniger haltbar, was sich derzeit beispielsweise darin niederschlägt, dass QLC-SSDs nur drei Jahre Herstellergarantie erhalten, während TLC-SSDs aus dem selben Hause mit fünf Jahren Garantie angeboten werden. Da größere SSDs potenziell über mehr Chips verfügen, die parallel vom Controller angesprochen werden können, skaliert die Performance theoretisch mit der Kapazität.

Um trotz der Verwendung von MLC oder TLC hohe Transferraten bieten zu können, setzen inzwischen fast alle erhältlichen SSDs auf einen sogenannten SLC-Cache. Dazu wird ein bestimmter, von Modell zu Modell unterschiedlich großer Bereich des TLC-Flash mit nur einem Bit pro Zelle beschrieben, was die Lese-und Schreibleistung erhöht. Der Bereich kann dynamisch oder fest definiert sein, im letztgenannten Fall verringert sich die nutzbare Kapazität der SSD gegenüber ihrer tatsächlichen Kapazität.

Die Größe des SCL-Caches bestimmt, wann die Schreibleistung einbricht

Schreibt man Daten auf die SSD, landen diese zunächst im schnellen SLC-Cache, bis dessen Kapazität erschöpft ist, was zumeist einen deutlichen Einbruch der Transferrate nach sich zieht. Sieht man von speziellen Anwendungsszenarien wie Videobearbeitung oder Videoüberwachung in hohen Auflösungen ab, spielt das in der täglichen Praxis aber kaum eine Rolle, da bei den ohnehin viel selteneren Schreibvorgängen in der Regel die Kapazität des SLC-Cache nicht ausgereizt wird.

Ist der Schreibvorgang in den SLC-Cache beendet, werden die Daten intern in den eigentlichen TLC-Bereich verschoben und der SLC-Cache so wieder freigeräumt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Festplatten können die Flash-Zellen einer SSD nicht einfach überschrieben werden, hier muss jeweils ein separater Löschvorgang vorgeschaltet werden. Dieser wird idealerweise über den sogenannten TRIM-Befehl im Hintergrund erledigt, wenn die SSD sonst gerade nichts zu tun hat. So stehen beim nächsten Schreibeinsatz wieder mehr aufnahmefähige Zellen zur Verfügung.

SSD Test: Delock M2 Pci Express X4 Card Adapter Mit Ssd
Delock M2 PCI Express x4 Card Adapter mit SSD.

Lösch- und Schreibvorgänge nutzen Flash-Zellen mit der Zeit ab. Da bei MLC-, TLC- und QLC-Flash mehrere Bits in einer Zelle gespeichert werden, erhöht sich die Belastung der Zellen, was in einer geringeren Lebensdauer münden kann. So werden SLC-Zellen mit 100.0000 Löschvorgängen spezifiziert, MLC mit 10.000, TLC mit 3.000 und QLC mit nur noch 1.000.

Aufgabe des sogenannten Wear Leveling (»Abnutzungs-Ausgleichung«) ist es, Lösch- und Schreibvorgänge möglichst gleichmäßig auf die vorhandenen Flash-Zellen zu verteilen, sodass alle Speicherzellen gleich oft beschrieben werden und sich die SSD gleichmäßig abnutzt.

Auch unsere Benchmarks sind bei ihren Einzeltests überwiegend im Bereich des SLC-Cache unterwegs, was aber eben bei vermutlich 95 Prozent der üblichen Nutzung im Alltag auch der Fall ist. Typische Größen nicht dynamischer SLC-Caches liegen bei 30 bis 50 Gigabyte bei einer 500-Gigabyte-SSD. Meistens schweigen sich die Hersteller zu diesem Punkt aus.

Drosselung bei hohen Temperaturen

Da bei den »nackten« M.2-SSDs die Abwärme nicht über ein Gehäuse abgeleitet wird, kann es bei hoher Dauerbelastung zu einer Überschreitung der individuell für jede SSD vom Hersteller festgelegten Höchsttemperatur kommen, was eine temporäre Drosselung der Leistung nach sich ziehen kann.

Haltbarkeit von SSDs: MTBF und TBW

Heutzutage kein Thema mehr ist die Lebensdauer von SSDs, bei durchschnittlicher Nutzung gehen viele Jahre ins Land, bevor man einen Ausfall fürchten muss. Die ohnehin mit Vorsicht zu genießenden Herstellerangaben werden dabei oft deutlich übertroffen. Die MTBF (Mean Time Between Failure) gibt die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Ausfällen an.

Die Haltbarkeit von SSDs ist heute kein Thema mehr

Ihre Garantieversprechen in Jahren limitieren die Hersteller oft zusätzlich mit der Menge an Daten, die in diesem Zeitraum im Rahmen der Garantie auf die SSD geschrieben werden dürfen (TBW, To Be Written).

Was bringt eine M.2-SSD gegenüber einer SATA-3-SSD?

Diese Frage beantwortet sich oft dadurch, dass sie gestellt wird. Wer weiß, wo in seinem System die Flaschenhälse liegen, weiß auch, ob eine rasante M.2-SSD sie beseitigen kann. Für alle anderen Anwender dürfte die Mehrleistung in der Praxis kaum einen Unterschied ausmachen.

Aber natürlich gibt es eher spezielle Anwendungsszenarien, die von einer M.2-SSD profitieren können. Beispiele sind hier Caching in Serversystemen, Video-Editing, Softwareentwicklung mit häufigen und/oder umfangreichen Kompiliervorgängen, sonstige Anwendungen, die auf eine besonders hohe Schreibleistung angewiesen sind sowie häufige Kopiervorgänge mit großen Datenmengen.

Von einigen Vorteilen profitiert vielleicht jeder Nutzer: Der PC wirkt aufgeräumter, es werden Kabel eingespart, die den Luftstrom behindern können, und manchmal will man ja auch einfach nur das Beste haben.

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