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Die besten SSDs

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SSD Test: Bersicht 4
Sven Kloevekorn

Sven Kloevekorn

begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Nach einem Intermezzo bei AndroidNext schreibt er derzeit unter anderem für Notebookcheck und arbeitet außerdem als freier Fotograf.

Wir haben 30 SSDs für den Einbau in den Rechner getestet. Die beste SSD für M.2-Slots ist die Samsung 970 EVO Plus. Sie liefert in jeder Disziplin mehr als überzeugende Leistungen ab und gehört trotzdem nicht zu den teuersten M.2-SSDs im Test. Den ersten Platz bei den 2,5-Zoll-SATA-3-SSDs holt sich die im mittleren Preisbereich angesiedelte Seagate BarraCuda SSD. Sie gehört zu den schnellsten SATA-3-SSDs im Test, ist aber trotzdem vergleichsweise günstig zu haben.

Update 6. November 2020

Im November 2020 haben wir den Test um zwei SATA-3-SSDs und vier M.2-SSDs erweitert. Eine neue Empfehlungen ist die rasante Samsung 980 Pro für PCIe 4.0.

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6. August 2020

Wir haben vier neue SSDs getestet. Die Transcend SSD230S ist unser neuer Preistipp.

Wenn ein PC beschleunigt werden soll, ist mit dem Wechsel auf eine schnelle interne SSD am meisten zu gewinnen, denn mechanische Festplatten sind in den meisten PCs der mit Abstand größte Performance-Flaschenhals. Weder Speicher- noch teure Prozessor-Upgrades bringen ähnlich hohe Verbesserungen der Rechner-Geschwindigkeit.

Geht es etwa darum, ein Betriebssystem zu starten oder ein Programm zu laden, besteht zwischen einer SSD und einer herkömmlichen Festplatte (HDD) ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer einmal auf einem Computer mit SSD gearbeitet hat, kommt sich bei einem System ohne SSD regelrecht ausgebremst vor.

Derzeit dominieren noch »herkömmliche« SSD-Festplatten im 2,5-Zoll-Gehäuse den Markt. Die werden allerdings schon seit einigen Jahren durch ihre SATA-3-Schnittstelle ausgebremst, sodass sie nur Transferraten von maximal 550 Megabyte pro Sekunde erreichen. Deutlich schneller sind die übers NVMe-Protokoll angebundenen Steckkarten-SSDs im M.2-Format. Auch wenn Sie keinen M.2-Slot in Ihrem PC haben, können Sie M.2-SSDs mit einem PCI-Adapter nutzen. Damit sind Sie genauso schnell unterwegs wie mit einen M.2-Slot – wir haben es bei allen SSDs ausprobiert.

Wer bereits eine halbwegs aktuelle SSD im PC hat, sollte sich von einem neuen, schnelleren Modell allerdings keine Wunder erwarten. Tatsächlich hält sich der gefühlte Unterschied aller von uns getesteten SSDs beim täglichen Arbeiten in engen Grenzen. So haben wir das PC-Spiel Borderlands 3 sowohl von einer »langsamen« SATA-3-SSD als auch von einer rasanten M.2-SSD gestartet, der Unterschied zugunsten der Steck-SSD lag bei gerade einmal einer Sekunde (46 versus 45 Sekunden Ladezeit).

Echte Vorteile bieten M.2-SSDs in der Praxis bei Kopiervorgängen, Installation von Spielen, Videoschnitt oder größeren Kompiliervorgängen. Außerdem ist diese Bauform oft die einzige Möglichkeit, wenn es um ein Notebook-Upgrade mit einer größeren und/oder schnelleren SSD geht. Laptops mit einem freien Platz für eine 2,5-Zoll-SATA-SSD werden immer seltener.

Unsere Empfehlung ist daher ganz klar: Wenn Sie über ein Mainboard mit einem schnellen M.2-Steckplatz verfügen und immer das höchste Tempo haben wollen, nehmen Sie den kleinen Mehrpreis pro Gigabyte in Kauf und entscheiden Sie sich für eine M.2-SSD. Wenn ausschließlich SATA-Steckplätze zur Verfügung stehen oder das Budget sehr knapp ist, fahren Sie aber auch mit einer SATA-SSD gut.

Wir haben 16 M.2-SSDs und 14 SATA-3-SSDs getestet und für je einen Favoriten sowie alternative Empfehlungen gekürt. Was SSDs gegenüber herkömmlichen Festplatten auszeichnet und was es mit den Unterschieden zwischen M.2-SSDs und SATA-3-SSDs auf sich hat, lesen Sie nach unseren Empfehlungen im Abschnitt »Warum sind SSDs schneller?«

SSD-Test: Übersicht Update November 2020 M.2-SSDs

 

Die besten M.2-SSDs

Wir haben 16 M.2-SSDs mit 500 Gigabyte Speichergröße getestet. Zusammen mit den 1-Terabyte-Varianten bietet diese Größe den niedrigsten Preis pro Gigabyte (13 bis 27 Cent, Update). Die Preise unterliegen deutlichen Schwankungen, zum Testzeitpunkt lagen sie zwischen 59 bis 125 Euro.

Bis auf die teuren Modelle Samsung 980 Pro und Corsair Force MP600, die PCIe 4.0 x4 beherrschen, setzen alle getesteten M.2-SSDs auf PCIe 3.0 x4, was auch der Ausstattung des Testsystems entspricht. Mainboards mit PCIe 4.0 sind derzeit noch eher selten und recht teuer, ein Beispiel sind die mit dem X570-Chipsatz für AM4-CPUs von AMD.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Samsung 970 EVO Plus

Die Samsung-EVO-SSDs genießen ihren hervorragenden Ruf nicht umsonst. Das Oberklasse-Modell 970 Plus ist nicht ganz billig, zuletzt aber etwas im Preis gefallen. Gerade in den Kopiertests fährt sie mit die besten Ergenisse im Test ein. Leichte Schwächen zeigt die M.2-SSD nur bei der 4K-Leseleistung.

Auch gut

Corsair Force MP510

Test SSD: Corsair Force MP510
In Sachen Performance spielt sie ganz vorne mit – und dafür ist sie wirklich günstig.

Zum Zeitpunkt des Updates vom November 2020 war die Corsair Force MP510 in etwa günstig so günstig wie unser Preistipp unten – und das bei deutlich besseren Benchmarkergebnissen. Statt der üblichen 465,76 Gigabyte liegt die nutzbare Kapazität hier nur bei 447,13 Gigabyte. Im AS-SSD-Benchmark spielt die Steckkarte ihre Stärken voll aus, schächelt aber bei unserem Bild-Kopiertest, bei dem gleichzeitig gelesen und geschrieben wird. Die Gesamtperformance gehört zu den besten im Test.

Die Samsung 980 Pro gehört zu den teuersten SSDs im Test, setzt sich aber mit dem besten Gesamtergebnis und den besten Einzelergebnissen in allen Disziplinen die Performance-Krone auf. Könnten wir die volle PCIe-4.0-Performance mit unserem Testsystem abbilden, wäre das Preis-Leistungs-Verhältnis wohl deutlich besser. Eigentümer passender Mainboards können bedenkenlos zuschlagen, für alle anderen lohnt sich die Karte eher nicht.

Günstige Alternative

Sabrent Rocket

Test SSD: Sabrent Rocket
In der Praxis schnell genug und dauerhaft günstig!

Die sehr günstige Sabrent Rocket ist unsere Empfehlung für Sparfüchse. Sie bietet immerhin 73 Prozent der Gesamtperformance der Samsung 980 Pro, stellt aber jede SATA-3-SSD lässig in den Schatten. Sie musste sich zum Testzeitpunkt (!) allerdings in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis der schnelleren Corsair Force MP510 (siehe oben) geschlagen geben. Bei der Sabrent Rocket rechnen wir mit einem dauerhaft niedrigen Preisniveau, bei der Corsair nicht unbedingt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutFür PCIe 4.0Günstige Alternative
ModellSamsung 970 EVO PlusCorsair Force MP510Samsung 980 ProSabrent RocketCorsair MP600 Force SeriesWestern Digital SN5550Silicon Power A80 (P34A80)Crucial P1Western Digital Black SN750Samsung 970 EVOSanDisk Extreme ProSeagate FireCuda 510ADATA XPG SX8200 ProTranscend MTE220SPioneer APS-SE20QLexar NM610
Test SSD: Samsung 970 EVO Plus MZ-V7S500BW)Test SSD: Corsair Force MP510Test besten SSDs: Samsung 980 ProTest SSD: Sabrent RocketTest SSD: Corsair MP600 Force SeriesTest besten SSDs: Western Digital SN5550Test besten SSDs: Silicon Power A80 (P34A80)Test SSD: Crucial P1 (CT500P1SSD8)Test SSD: Western Digital Black SN750 ohne HeatsinkTest SSD: Samsung 970 EVO (MZ-V7E500BW)Test SSD: SanDisk Extreme ProTest SSD: Seagate FireCuda 510Test SSD: ADATA XPG SX8200 ProTest besten SSDs: Transcend MTE220STest besten SSDs: Pioneer APS-SE20QTest besten SSDs: Lexar NM610
Pro
  • Sehr gute Benchmarkergebnisse
  • Rasante Kopiervorgänge
  • Sehr gute Benchmarkergebnisse
  • Günstig
  • Schnellste SSD im Test
  • PCIe 4.0
  • Sehr günstig
  • Gute Benchmarkergebnisse
  • Zweitschnellste SSD im Test
  • PCIe 4.0
  • Sehr günstig
  • Sehr günstig
  • Gute Benchmarkergebnisse
  • Sehr günstig
  • Gute Benchmarkergebnisse
  • Schnellster AS-SSD-Copy-Test
  • 1 GB DDR4-DRAM-Cache
  • Gute Benchmarkergebnisse
  • Sehr schneller AS-SSD-Copy-Test
  • Ordentliche Benchmarkergebnisse
  • Sehr schneller AS-SSD-Copy-Test
  • Sehr gute Benchmark-Ergebnisse
  • Rasante Kopiervorgänge
  • Sehr günstig
  • Sehr gute 4K-Leseleistung
  • Gut bei AS SSD Copy
Contra
  • Schwach im Bilddateien-Kopiertest
  • Teuer
  • Deutliche Schwächen beim Kopieren
  • Keine Verwaltungssoftware erhältlich
  • Teuer
  • Schwach im Bilddateien-Kopiertest
  • Deutliche Schwächen beim Kopieren
  • QLC-NAND
  • Im Vergleich In jeder Hinsicht langsam
  • Bilddateien-Kopiertest nur mittelmäßig
  • Schwache 4K-Leseleistung
  • Teuer
  • Schwache Benchmarkergebnisse
  • Suboptimale AS-SSD-Ergebnisse
  • Langsamster Bild-Kopiertest
  • Überwiegend schwache Benchmarkergebnisse
Bester Preis
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SSD Test: Samsung 970 Evo Plus

Testsieger: Samsung 970 EVO Plus

Wer das Beste will und dabei nicht auf so sehr auf den Preis schaut, dem empfehlen wir die Samsung 970 EVO Plus. Besonders bei praxisnahen Einsatzszenarien zeigt sie eine überzeugende Leistung. Fünf Sterne bei bald 5.000 Amazon-Bewertungen sprechen für sich.

Unser Favorit

Samsung 970 EVO Plus

Samsung teilt seine M.2-SSDs in drei Klassen auf: EVO, EVO Plus und Pro. Mit der 970 EVO Plus hatten wir das mittlere Modell im Test. Der Mehrpreis gegenüber der ebenfalls getesteten 970 EVO beläuft sich lediglich auf rund 20 Prozent, während die 980 Pro zum letzten Testzeitpunkt in 2020 circa 78 Prozent teurer war als die günstigste Variante. Neben der 500-Gigabyte-Variante bietet Samsung die SSD auch noch mit 250 Gigabyte sowie einem oder zwei Terabyte Kapazität an.

Die nutzbare Kapazität beläuft sich auf die üblichen 465,76 Gigabyte, genutzt werden V-NAND-3-Bit-MLC-Zellen in 96 Lagen sowie ein 512 Megabyte großer DRAM-Cache mit schnellem LPDDR4-RAM. Der Preis pro Gigabyte belief sich zum Testzeitpunkt auf 25 Cent. Wie bei allen anderen SSDs im Test kommt das NVMe-Protokoll in der Version 1.3 zum Einsatz. Die Anbindung direkt an die CPU erfolgt über PCIe 3.0 x4.

Samsung gibt eine eine MTBF von mindestens 1,5 Millionen Stunden an. Die Herstellergarantie beläuft sich auf fünf Jahre oder 300 Terabyte TBW. Als Verwaltungssoftware steht Samsung Magician bereit.

Im AS-SSD-Benchmark landet die Samsung-SSD nur auf dem vierten Platz. Während die sequenziellen Transfergeschwindigkeiten noch ganz vorne mitspielen, erreicht die SSD beim Einlesen kleiner, verteilter Datenblöcke mit 60 Megabyte pro Sekunde zwar einen guten Wert, die in dieser Disziplin besten M.2-SSDs im Test schaffen aber bis zu 74 Megabyte pro Sekunde.

Ihre große Stärke zeigt die EVO-Plus-SSD bei den Kopiertests, wo sie durchweg Spitzenergebnisse einfährt. Beim gleichzeitigen Lesen und Schreiben wird sie nur von den teureren beiden PCIe-4.0-SSDs geschlagen.

Die 970 EVO Plus verwendet einen insgesamt 22 Gigabyte großen SCL-Cache, der sich bei unserem 500-GB-Modell aus 4 Gigabyte festem und 18 Gigabyte dynamischem Cache (»Intelligente Erweiterung«) zusammensetzt. Das Ganze trägt bei Samsung die Bezeichnung »TurboWrite«. Der Hersteller gibt als Schreibrate in den SLC-Cache bis zu 3200 Megabyte die Sekunden an, danach fällt sie auf 900 Megabyte die Sekunde ab. Der letztgenannte Wert wird zum Beispiel bei einer lang anhaltenden Videoaufzeichnung in 8K-Auflösung nicht ansatzweise erreicht.

Samsung 970 EVO Plus im Testspiegel

ComputerBase kommt bei der dort getesteten und schnelleren Ein-Terabyte-Variante zu ähnlichen Ergebnissen wie wir und bescheinigt der 970 EVO Plus eine sehr gute Performance, die sich sowohl von der Vorgängerin als auch von der günstigeren 970 EVO abhebt. Zutreffenderweise weist der Testredakteur allerdings darauf hin, dass normale Heimanwender und Spieler den Geschwindigkeitszuwachs in der Regel nicht bemerken dürften.

Moritz von Techstage hatte die 256-Gigabyte-Variante im Test und betont, dass die 970-EVO-Plus-Serie ihr Versprechen einlöse und schneller unterwegs sei als die EVO 970. Er hat allerdings bei seiner Variante Geschwindigkeitseinbußen bei sehr großen Dateien festgestellt.

Alternativen

Die beste M.2-SSD ist für uns die Samsung 970 EVO Plus. Gerade für den Ottonormalanwender und Spieler daheim kommt es aber in erster Linie auf den Preis an. Daher haben wir hier einige Alternativen zusammengestellt, mit denen man von der Leistung her auf der sicheren Seite liegt.

Auch gut

Corsair Force MP510

Test SSD: Corsair Force MP510
In Sachen Performance spielt sie ganz vorne mit – und dafür ist sie wirklich günstig.

Sehr gut gefallen hat uns auch die Corsair Force MP510, die Anfang November 2020 für 71 Euro sensationell günstig zu haben war, aber auch mit nur 447,13 Gigabyte Kapazität daherkommt. Der Preis pro Gigabyte belief sich damit zum Zeitpunkt des November-Updates auf 16 Cent. Es kommt 3D TLC NAND zum Einsatz, die MTBF gibt Corsair mit vergleichsweise üppigen 1,8 Millionen Stunden an. Fünf Jahre Garantie sind außer bei QLC-SSDs üblich, aber trotzdem nicht zu verachten. Corsair stellt als kostenfreie Verwaltungssoftware seine SSD Toolbox zur Verfügung.

Der synthetische Benchmark sieht die SSD insgesamt auf dem vierten Platz, besonders die theoretisch für Betriebssystem- und Programmstarts wichtige Performance bei 4K Read gehört zu den besten im Testfeld. Ebenfalls wurde der AS-SSD-Copy-Test mit Bravour bewältigt.

Getrübt wird die ausgezeichnete Vorstellung lediglich durch das schwache Abschneiden beim gleichzeitigen Schreiben und Lesen von Bilddateien im Rahmen unseres eigenen Kopiertests. Hier erreicht die SSD lediglich 50 Prozent des Tempos der schnellsten SSD im Test in Gestalt der Samsung 980 Pro. Die in dieser Einzeldisziplin langsamste M.2-SSD im Test kommt auf 39 Prozent. Vom Preis-Leistung-Verhältnis her spielt die Force MP510 ganz vorne mit – und das sogar, wenn sie wieder etwas teurer wird als 71 Euro.

Wer ein Mainboard mit PCIe 4.0 x4 hat und/oder einfach die schnellste M.2-SSD im Test haben will, muss sich auch mit einem relativ hohen Preis anfreunden. Auch unser Favorit ist ein ganzes Stück günstiger zu haben als die topaktuelle und rasante Samsung 980 Pro.

Ob AS-SSD-Benchmark, AS-SSD-Copy-Test oder Bilddateien-Kopiertest: Die beliebte Samsung-SSD liegt über alle vorne. Ihr Hauptkonkurrent in Gestalt der Corsair MP600 kann in unserem Testsystem etwas schneller sequenziell lesen, beim Schreiben ist wieder die 980 Pro besser. Auf Augenhöhe und damit vor der versammelten Konkurrenz liegt die theroretisch für Programm- und Betriebssystemstarts wichtige 4K-Leseleistung.

Die geringe und in der Praxis auch bei PCIe 4.0 in der Regel nicht spürbare Mehrleistung schlägt sich durchaus im Preis nieder. Pro Gigabyte zahlte man zum Zeitpunkt des Tests üppige 29 Cent – mehr als bei jeder anderen M.2-SSD im Test. Der geringste Preis pro Gigabyte lag bei 12 Cent. Dafür ist man bei einem Umstieg auf ein aktuelles und passend ausgestattetes Mainboard zukunftssicher aufgestellt.

Was uns im Test aufgefallen ist, ist die starke Erwärmung der Steck-SSD, die bei exzessiver Nutzung durchaus in einer Drosselung der Performance münden könnte. Auf einen aufwändigen Kühlkörper wie bei der Corsair Force MP600 hat Samsung verzichtet. In unserem gut belüfteten Gehäuse und bei Alltagsaufgaben ist uns keine Drosselung aufgefallen.

Günstige Alternative

Sabrent Rocket

Test SSD: Sabrent Rocket
In der Praxis schnell genug und dauerhaft günstig!

Die Sabrent Rocket mit 476,94 Gigabyte Kapazität kostet mit am wenigsten und bietet mit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gilt besonders, wenn man bedenkt, dass M.2-SSD-Käufer ohne spezielle Anforderungen wahrscheinlich keinen Unterschied zum schnellsten Modell im Test wahrnehmen werden.

Dabei erreicht sie in den synthetischen Benchmarks 79 Prozent und beim Bilddatei-Kopiertest gar nur 45 Prozent der Performance der Samsung 980 Pro, kostete zuletzt aber oft auch weniger als die Hälfte. Geht es um die möglichst schnelle Abarbeitung vieler paralleler Zugriffe, sollte man zu den teureren Modellen im Test greifen.

Dem günstigen Preis ist vielleicht auch die gegen gegenüber den meisten anderen SSDs geringere Garantiezeit von drei Jahren nach Online-Registrierung zu verdanken. Die beiden direkten Konkurrenten hatten wir oben vorgestellt.

Außerdem getestet

Auch wenn sie es aktuell nicht in unsere Empfehlungsriege geschafft haben – auch bei den übrigen getesteten M.2-SSDs sind gute Modelle dabei.

Silicon Power A80 (P34A80)

Bei der Silicon Power A80 (P34A80) handelt es sich um eine der langsameren SSDs im Test, dafür aber auch um eine mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Während die synthetischen (Kopier-)Benchmarks noch ordentliche Ergebnisse ausspucken, zieht die schwache Kopierleistung im Praxistest den Gesamtscore nach unten.

Western Digital SN5550

Die Western Digital WD Blue SN550 kostet pro Wertungspunkt mit am wenigsten, nahe kamen ihr vom Preis-Leistungs-Verhältnis zum Testzeitpunkt her die deutlich schnellere Corsair Force MP510 sowie die ebenfalls schnellere Sabrent Rocket. Bevor man zuschlägt, sollte man also die Preise dieser drei Solid State Drives vergleichen. Die Gesamtperformance liegt bei 63 Prozent der Samsung 980 Pro. Sehr gut schneidet sie beim synthetischen Benchmark ab, kann aber bei unserem Bilddateien-Kopiertest (Lesen und Schreiben gleichzeitig, knapp 30 Gigabyte) nicht mit den meisten anderen M.2-SSDs mithalten. In dieser Disziplin glänzen die beiden erwähnten direkten Mitbewerber allerdings auch nicht.

Gar nicht behaupten kann sich die WD SN550 beim Einlesen kleiner, verteilter Daten (4K Read), wo sie mit nur 50 Gigabyte pro Sekunde eines der schlechteren Ergebnisse im Test einfährt. Aber auch das dürfte sich in der Praxis kaum bemerkbar machen.

Western Digital Black SN750

Die Western Digital Black SN750 bietet eine sehr gute Performance und vor allem ein prima Preis-Leistung-Verhältnis. Wäre sie etwas günstiger, wäre sie anstatt der etwas langsameren Sabrent Rocket unsere Preis-Leistung-Empfehlung geworden. Hier lohnt es sich definitiv, ab und an mal nach dem Preis zu schauen, denn die Preise fluktuieren bei SSDs wie gesagt stark und da kann es schnell sein, dass die Western Digital der bessere Deal ist.

Bei der Crucial P1 handelt es sich um die langsamste M.2-SSD in unserem Vergleichstest. Dafür ist sie allerdings auch sehr günstig zu haben. Kaum teurer aber deutlich besser ist allerdings die Sabrent Rocket. Sinn machen kann die P1 in einem nur mit PCIe 3.0 x2 angebundenen M.2-Steckplatz, den dürfte sie einigermaßen ausnutzen.

Mit unseren synthetischen Benchmarks hatte die Samsung 970 EVO so ihre leichten Probleme und konnte auch im Bilddateien-Kopiertest nicht voll überzeugen. Die EVO ist eine solide SSD mit einem vernünftigen Gegenwert fürs Geld, für eine Empfehlung hat es trotzdem nicht gereicht.

Mit der SanDisk Extreme Pro macht man vom Tempo her nichts verkehrt, auch wenn die von AS SSD gemessene 4K-Lese-Performance suboptimal ausfällt und die Schreibleistung im Kompressions-Benchmark immer wieder kurz einbricht.

Die Seagate FireCuda 510 ist bei 4K Read Spitze und sonst überall sehr gut, was sich in ihrem sehr hohen Benchmark-Gesamtscore niederschlägt. Das rechtfertigt allerdings nicht den aus unserer Sicht zu hohen Preis, der für eine Empfehlung noch etwas fallen muss.

In fast jeder Hinsicht schwach schneidet die Transcend MTE220S ab, die mit dem ersten Update hinzugekommen ist. Im AS-SSD-Benchmark belegt sie den drittletzten Platz und in unseren Bildordner kopiert sie sogar noch langsamer als die durch ihre Schnittstelle limitierte Crucial P1 mit PCIe 3.0 x 2. Ordentliche Ergebnisse konnte sie nur im weniger aussagekräftigen AS-SSD-Copy-Test erzielen.

ADATA liefert bei seiner XPG SX8200 Pro einen Kühlkörper zum Aufkleben mit. Im Hinblick auf das Temperaturlimit vor einsetzender Drosselung von nur 70 Grad Celsius ist das wohl eine gute Idee. Ihre Stärken spielt die ADATA bei Kopiervorgängen aus, mit den synthetischen Benchmarks hatte sie hingegen deutliche Probleme vor allem bei parallelisierten Zugriffen.

Die Pioneer APS-SE20Q ist vor allem sehr günstig, kann aber in keiner Disziplin außer bei den sehr guten 4K-Leserten wirklich punkten. Wie man dem Screenshot vom Kompressions-Benchmark ansieht, kommt hier Kompression zum Einsatz – das ist bei keiner anderen SSD im Test der Fall, und das aus gutem Grund.

 

Auf immerhin 60 Prozent der Gesamtperformance der Samsung 980 Pro kommt die neue Lexar NM610. Dafür, dass die Leistung nur mittelmäßig ist, war uns die M.2-SSD zum Testzeitpunkt zu teuer.

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