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Die besten Stereo-Receiver

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Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Der beste Stereo-Receiver für rund 500 Euro ist der Nad C 338. Er ist in der Preisklasse am besten ausgestattet, lässt sich recht einfach vernetzen und klingt ausgesprochen gut. Eine Klasse drüber steht nach wie vor der Denon DRA-100 auf dem Siegertreppchen. Auch er lässt sich komfortabel und einfach vernetzen, klingt ausgesprochen gut und bietet zudem einige Design-Schmankerl.

Update 1. März 2019

Zur besseren Übersicht haben wir die beiden Artikel zu Stereo-Receivern zusammengeführt und im gleichen Zug eine ganze Reihe neuer Modelle getestet: In der Preisklasse um 500 Euro kamen der NAD C 338, der Audiolab M-One, der Yamaha WXA-50, der Denon PMA-60, der Sonos AMP und der Pioneer SX-N30AE dazu. In der Preisklasse um 1.000 Euro gab es Zuwachs in Form des Magnat MR 780, des Quad Vena 2, des Cambridge Audio CXA80, des NAD C 368 und des Marantz HD-AMP1.

Einige der neuen Modelle sind empfehlenswert und der NAD C 338 ist sogar unser neuer Favorit in seiner Preisklasse.

Stereo-Receiver – Neue Aufgaben für einen Klassiker

Ein Vollverstärker mit einem eingebauten Radio und diversen Eingängen für weitere Quellen – so sah bis vor einigen Jahren ein Receiver aus. Viele der Kombis aus Receiver, Lautsprecher, CD-Player und Co. tun auch heute noch zuverlässig ihren Dienst und es gibt kaum einen Grund für große Veränderungen.

Nur mit vielen modernen Quellen, wie Smartphone oder Netzwerk, kommen die meisten nicht mehr zurecht. Nun kann man hergehen und die gute alte HiFi-Anlage mit Zusatzgeräten kompatibel für Smartphone und Netzwerk machen: Ein neues Kästchen hier, ein Adapterkabel dort, das Ganze wird aber leider nicht übersichtlicher und auch nicht komfortabler in der Bedienung – von der Ästhetik im Wohnzimmer mal ganz zu schweigen.

Das Angebot ist überschaubar geworden

Dennoch kann es bis zum endgültigen Defekt des Vorgängers dauern, bis die Neuanschaffung eines modernen Stereo-Receivers unumgänglich wird – dann heißt es, sorgfältig planen und die Bedürfnisse möglichst genau abklopfen: Braucht es wirklich einen technologischen Rundumschlag mit LAN, WLAN, Bluetooth und diversen digitalen Eingängen? Werden andererseits überhaupt noch analoge Zuspieler genutzt, oder gibt es gar noch einen Plattenspieler, der nicht im Regal verstauben soll?

Neben den technischen, inneren Werten spielt auch das Design eine erhebliche Rolle. Die HiFi-Anlage wird schließlich in den wenigsten Haushalten hinter verschlossenen Türen versteckt und sollte zudem nach Möglichkeit zu bereits vorhandenem Equipment passen.

Das Angebot an Stereo-Receivern ist zwar recht überschaubar geworden, dennoch setzen die Hersteller teilweise ihre ganz eigenen Schwerpunkte. Das gilt für die Technik ebenso wie fürs Design. So gibt es nach wie vor Receiver im klassischen HiFi-Maß, mit 43 Zentimetern Breite, passend zum restlichen Equipment wahlweise in Schwarz oder Silber, ebenso wie einige ganz besondere Schmuckstücke, die sich bewusst davon absetzen.

HiFi gut vernetzt – LAN, WLAN und Bluetooth

Die klassischen Quellen adäquat und vor allem verlustfrei wiederzugeben ist kein großes Problem mehr. Daher setzen die Traditionsmarken der HiFi-Branche außerdem auf neue, überwiegend digitale Musikquellen und wenden eine ganze Menge Knowhow an, um auch den Zuspielern über Netzwerk und Bluetooth zu bestmöglicher Wiedergabequalität zu verhelfen.

Dabei stellt weder LAN noch WLAN als Übertragungsart ein größeres Problem dar, die verfügbaren Bandbreiten und Protokolle reichen vollkommen aus, um Musik teilweise in besserer Qualität als von der CD an den Receiver und letztendlich an die Lautsprecher zu bringen.

Mit aptX-Codec Übertragung mit höherer Auflösung möglich

Schwierig wird es im Grunde erst, wenn die wertvollen Musik-Daten vom Smartphone drahtlos und komfortabel via Bluetooth in den Receiver eingespeist werden sollen. Ursprünglich war dieses Funkprotokoll lediglich für geringen Datendurchsatz von PC-Zubehör wie Maus und Tastatur, oder zum Telefonieren via Headset geplant. Da Audio-Daten schnell, störungsfrei und dann auch noch in hoher Datenrate übertragen werden sollten, erweiterte man die Bluetooth-Übertragung mit dem aptX-Codec.

Die Audio-Daten werden im Smartphone quasi in einen aptX-Container gepackt, dieser wird an den Empfänger geschickt, der ihn dann wieder entpacken muss. Sind sowohl Quelle als auch Empfänger kompatibel mit dem aptX-Codec, kann die Musik zumindest in CD-Qualität übertragen werden. Der von Sony entwickelte LDAC Codec kann nun noch höhere Datenraten und damit auch HiRes-Audio per Bluetooth übertragen. Dieser wird theoretisch zwar von allen neuen Smartphones ab Android 8 unterstützt, was erstens nicht heißt, dass er auch von allen Herstellern eingesetzt wird, und zweitens ist die kompatible Hardware im HiFi-Sektor noch recht überschaubar.

Per Kabel vom Smartphone – die bessere Alternative?

Wer in den vollen Genuss von hochauflösenden Audio-Daten vom Smartphone, Tablet oder PC kommen möchte, kommt bislang also ohne Kabel kaum aus, es sei denn, man nutzt das WLAN. Wer hochauflösende Datenformate per Tidal, Deezer, Quobuz oder einen anderen Streaming-Dienst auf sein Smartphone, Tablet oder den PC streamt, wird sich nur ungern mit maximal CD-Qualität bei der Übertragung auf den Receiver begnügen. Hinzu kommt, dass Funkverbindungen auch anfällig für Störungen sind.

Signale sind stabiler über eine Kabelverbindung

Dies lässt sich vermeiden, indem man das Signal über den Kopfhörerausgang des Smartphones auf den Verstärker überträgt. Noch besser ist allerdings, man nutzt einen sogenannten externen DAC mit Line-Ausgang. Dieser zwackt das digitale Audio-Signal an der USB-Buchse des Smartphones ab, wandelt es in ein analoges Signal um und wird dann an einen beliebigen Line-Eingang des Receivers angeschlossen.

Der Vorteil: Die aus Audio-Sicht meist minderwertige Wandler- und Verstärkerelektronik des Smartphones wird dabei umgangen und das Signal gelangt weitestgehend unbeschadet und störungsfrei in den Receiver, der es dann schließlich sorgfältig verstärkt an die Lautsprecher weiterleitet.

Viele unserer getesteten Receiver verfügen sogar über eine USB-Buchse vom Typ A, nicht selten befindet diese sich einladend an der Frontseite. Besitzer eines iPhones oder iPads können sich nun meist glücklich schätzen, die können hier nämlich direkt andocken und den internen Wandler (DAC) des Receivers nutzen, der um einiges hochwertiger ist, als der im iPhone. Mit Android Smartphones sind diese Buchsen leider meistens nicht kompatibel.

So haben wir getestet

Im Test haben wir uns alle relevanten Aspekte angesehen: Vor dem entspannten Musikgenuss, ob vom Smartphone, der CD oder gar dem Plattenspieler, steht die Installation. Die sollte, trotz der mittlerweile enormen Funktionsvielfalt, möglichst frustfrei vonstatten gehen. Insbesondere betrifft das die Einbindung ins Netzwerk, sowie die Verbindung mit den vorhandenen Bluetooth-Quellen. Gerade hier fordert der drahtlose Komfort seinen Tribut, denn der HiFi-Enthusiast quält sich nur ungern mit Netzwerktechnik herum. Daher geht das idealerweise nicht viel umständlicher als das einfache Einstöpseln der anderen Eingänge in die entsprechende Buchse.

Als Nächstes stand der alltägliche Gebrauch im Fokus. Da kommt es auf die übersichtliche Bedienstruktur auf der Fernbedienung und am Gerät an. Hinzu kommt die Möglichkeit, den Receiver dank einer App auch vom Smartphone aus bedienen zu können.

Nicht zuletzt spielte natürlich der Klang eine entscheidende Rolle. Allerdings sind die Klangunterscheide bei den Receivern deutlich geringer als beispielsweise bei Lautsprechern oder Kopfhörern. Die meisten klanglichen Eigenarten werden erst im direkten Vergleich oder bei ausgiebigen Hörsessions deutlich. Beides haben wir gemacht, um Ihnen einen Eindruck der unterschiedlichen Charakteristika der Verstärker vermitteln zu können.

Hierzu spielte ich den Testkandidaten hochauflösendes Material vom Smartphone via Bluetooth zu, außerdem wurden nach Möglichkeit die gleichen Stücke von CD über die analogen und digitalen Eingänge eingespeist. Hiermit lässt sich am besten der Unterschied bzw. die möglichen Schwachstellen mancher Übertragungswege herauskristallisieren.

Als Spielpartner an den Lautsprecher-Terminals standen mit einem Paar Nubert Nubox 513 ausgewachsene Standboxen zur Verfügung, zum Vergleich verkabelte ich die Receiver aber zusätzlich mit den kompakteren Aurum Megan VIII von Quadral, die zwar schon etwas betagter sind, aber immer noch zu den Lautsprechern gehören, die mit vorzüglicher Auflösungsfähigkeit glänzen können.

Die besten Stereo-Receiver um 500 Euro

Viele Geräte in dieser Preisklasse sind schon erstaunlich vielseitig und leistungsfähig. So ist unser aktueller Favorit zwar nicht ganz billig, verfügt aber über alle Anschlüsse, die ein moderner Stereo-Receiver braucht und bietet darüber hinaus auch dem guten alten Plattenspieler eine Anschlussmöglichkeit. Alles in Allem muss man nur wenige Einbußen hinnehmen; hin und wieder ist davon die Verarbeitungs-Qualität betroffen, häufiger ist es aber die Ausstattung, bzw. die Verstärkerleistung, wo es zu Sparmaßnahmen kommt.

Wir haben fünf aktuelle Geräte in der Klasse um 500 Euro getestet: der Audiolab M-One, entwickelt in Groß Britannien, produziert in Fernost, liefert Understatement pur, der Denon PMA-60 ist der Nachfolger des PMA-50, den wir beim letzten Durchgang zum Test hatten, der Pioneer SX-N30AE ist besonders üppig ausgestattet, der Sonos AMP, soll die vorhandene Stereo-Anlage, insbesondere Lautsprecher, an die Sonos-Infrastruktur anbinden, und schließlich haben wir mit dem Yamaha WXA-50 einen der kompaktesten netzwerk- und multiroom-tauglichen Verstärker überhaupt im Test.

Davor standen ebenfalls fünf Kandidaten zur Verfügung: Der Pioneer SX-N30DAB, der allerdings nicht mehr verfügbar ist, und der Yamaha R-N402 kommen im klassischen HiFi-Gardemaß von 43 Zentimetern daher. Beide sind zudem in schwarz und Silber verfügbar und setzen allein mit ihrer Bauhöhe von 14 bzw. 15 Zentimetern ein Statement. Der Denon PMA-50 und der Onkyo R-N855 sind kompakt – der Denon kann sogar hochkant betrieben werden. Der NAD C 338 setzt auf ein schlankes Slimline-Format, ebenfalls mit klassischer Breite.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

NAD C 338

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: NAD C 338
Der NAD C 338 verbindet die alte analoge Welt perfekt mit der neuen digitalen, die Bedienung bleibt übersichtlich und der Klang ist hervorragend.

Der NAD C 338 glänzt mit hochwertiger Verarbeitung und bietet mit der Unterstützung von Bluetooth und WLAN viele Möglichkeiten zur Vernetzung. Es bleibt trotzdem noch Platz zum Anschluss verkabelter digitaler und analoger Quellen – selbst einen Plattenspieler können Sie an dem NAD problemlos betreiben. Die musikalischen Qualitäten, die der NAD an die angeschlossenen Lautsprecher weitergibt, runden unseren Testsieger ab.

Klangtipp

Audiolab M-One

Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Audiolab M One Silber.p1140x855
Der M-One ist ein echter Hingucker, dabei sehr gut ausgestattet und ausgesprochen klangstark.

Der Audiolab M-One misst in der Breite ziemlich genau die Hälfte der üblichen 43 Zentimeter. Das ovale Display wird von den beiden großen Knöpfen – einer fürs Menü und die Quellenwahl, einer für die Lautstärke – flankiert, außerdem gibt es noch eine Kopfhörerbuchse. Das muss auf der Frontplatte reichen. Tut es auch, denn die Briten, die den M-One entwickelt haben, mögen es eben lieber funktional. Auf der Rückseite gibt es reichlich Ein- und Ausgänge, digital wie analog, und sogar eine Antenne für stabilen Bluetooth-Empfang findet sich dort. Sein wahres Können entfaltet der M-One jedoch erst an den Lautsprechern – er klingt nämlich außergewöhnlich gut.

Multiroom

Yamaha WXA-50

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Yamaha WXA-50
Fast schon ein Streaming-Klassiker – der WXA-50 ist perfekt auf das MusicCast Multiroom System abgestimmt.

Der Yamaha WXA-50 hat tatsächlich noch Bedienelemente auf der Frontplatte, obwohl man angesichts der wirklich kompakten Abmessungen wohl eher eine Bedienung per App und Smartphone erwarten könnte. Die gibt es natürlich auch, das ändert aber nichts daran, dass der WXA-50 erstmal unterschätzt wird – und zwar bezüglich seiner Ausstattung und seiner Ausgangsleistung gleichermaßen. Nur muss man sich bezüglich der Ausgangsleistung keinerlei Sorgen machen, zumal er diese fast allen aktuellen Quellen zugänglich macht, digitalen wie analogen. Dabei schreckt er auch vor komplexen Anforderungen eines Multi-Room-Systems nicht zurück.

Alternative von Sonos

Sonos AMP

Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Sonampbk
Der AMP rundet die Sonos Welt ab, oder bietet einen guten Einstieg, ganz wie man will.

Mit dem Sonos AMP bietet der amerikanische Hersteller Besitzern hochwertiger Stereo-Boxen einen Einstieg in die Sonos-Welt. Der Quader kommt dank drei Touchflächen ohne Bedienelemente aus und passt damit und mit der guten Anbindung ans Netzwerk hervorragend zu den anderen Sonos-Komponenten. Auf der anderen Seite macht er so viel Dampf an den Lautsprecher-Terminals, dass er auch ausgewachsenen Standboxen mühelos einen kraftvollen Sound verpassen kann. Er ist damit mehr als eine Verbindung zwischen herkömmlicher Stereo-Anlage und Sonos-Streaming.

Preistipp

Pioneer SX-N30AE

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Pioneer SX-N30AE
Der Pioneer ist sehr umfangreich ausgestattet, der Preis bleibt dabei erfreulich niedrig.

Mit dem SX-N30AE bleibt Pioneer der Devise treu, lieber einige Features mehr als zu wenige anzubieten. Der Receiver ist dann auch ausgestattet wie kein anderer in diesem Test: Neben LAN, WLAN und Bluetooth nimmt er Signale von vielen analogen und immerhin zwei digitalen Quellen in Empfang und selbst ein FM-Tuner ist integriert. Auf der anderen Seite beliefert der Verstärker gleich zwei Paar Lautsprecher, auf Wunsch einzeln oder gleichzeitig. Um dennoch das notwendige Budget in Grenzen zu halten, gibt es natürlich hier und da Abstriche. Wer damit leben kann, erhält für kleines Geld einen komplett ausgestatteten Stereo-Receiver.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerKlangtippMultiroomAlternative von SonosPreistipp
Modell NAD C 338 Audiolab M-One Yamaha WXA-50 Sonos AMP Pioneer SX-N30AE Denon PMA-60 Yamaha R-N402 Onkyo R-N855 Denon PMA-50
Test Stereo-Receiver um 500 Euro: NAD C 338Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Audiolab M One Silber.p1140x855Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Yamaha WXA-50Stereo-Receiver um 500 Euro Test: SonampbkTest Stereo-Receiver um 500 Euro: Pioneer SX-N30AETest Stereo-Receiver um 500 Euro: Denon PMA-60Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Yamaha R-N402Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Onkyo R-N855Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Denon PMA-50
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Einfach zu bedienen
  • Bluetooth und WLAN integriert
  • Mit Phono-Eingang
  • Hervorragender Klang
  • Kompakte Abmessungen
  • Anschlüsse für viele analoge und digitale Quellen
  • Hervorragendes Multiroom-Konzept
  • Satte Leistung aus kompaktem Gehäuse
  • Bluetooth, LAN und WLAN on Bord
  • Mit LAN und WLAN voll Netzwerk kompatibel
  • Bindet vorhandene Lautsprecher ins Sonos-System ein
  • Klassische Gehäuse-Maße
  • Reichlich Ein- und Ausgänge
  • LAN, WLAN und Bluetooth an Bord
  • Phono-Eingang
  • Für hochkanten Betrieb ausgelegt
  • Schöne Optik
  • Sehr guter Klang
  • Günstiger Preis
  • Hervorragende Klangeigenschaften
  • Gute Verarbeitung
  • Kompakt gebaut
  • Phono-Eingang
  • Für hochkanten Betrieb ausgelegt
  • Schöne Optik
  • Sehr guter Klang
Contra
  • Keine LAN-Buchse
  • Kein Phono-Eingang
  • Wenig Eingänge
  • Kein Phono-Eingang
  • Keine Bluetooth-Übertragung
  • Nur ein analoger Eingang
  • Trueplay nur für iOS verfügbar
  • Bluetooth-Empfang nicht sehr stabil
  • Klang nur mittelmäßig
  • Einfache Verarbeitung
  • Zu wenig Leistung für anspruchsvolle Lautsprecher
  • Einfache Verarbeitungsqualität der Anschlussbuchsen
  • Bedienung etwas holprig
  • Keine Netzwerkanbindung
  • Nur ein analoger Anschluss
Bester Preis
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 Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Nad C338 Front

Testsieger: NAD C 338

Im schlanken Slimline-Gehäuse und mit aufgeräumter Front-Partie hält sich der NAD C 338 erstmal dezent im Hintergrund. Die hochwertige Verarbeitung macht sich spätestens bei der Installation und dann bei der Bedienung bemerkbar. Gehalten ist der NAD im schon klassisch zu nennenden Hifi-Format mit 43 Zentimetern Breite. Genau genommen kommt beim NAD noch ein halber Zentimeter dazu, der ist den sanft abgerundeten Seiten geschuldet. Ansonsten integriert sich der NAD nahezu perfekt in vorhandenes Equipment, das oft über die gleichen Abmessungen verfügt.

Testsieger

NAD C 338

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: NAD C 338
Der NAD C 338 verbindet die alte analoge Welt perfekt mit der neuen digitalen, die Bedienung bleibt übersichtlich und der Klang ist hervorragend.

Ausstattung und Installation

Beherrscht wird die Frontseite von dem mittigen Display und dem großen, satt laufenden Lautstärkeknopf rechts. Die Tasten für für die Quellenwahl, zum Ein-/Aus-Schalten und zur Aktivierung des Bass-Equalizers sowie die Kopfhörerbuchse als einziger Anschluss an der Vorderseite sind alles, was man an Bedienelementen findet. Auch die Fernbedienung im Scheckkartenformat verfügt über nur wenig mehr Tasten.

Auf der Rückseite sieht es dagegen fast schon üppig aus: Gleich drei Antennen senden und empfangen Funksignale vom WLAN und Bluetooth, wenn man sie denn alle anschraubt. Zwei sind nur für WLAN zuständig. Der C 338 muss so für stabile Empfangsverhältnisse sorgen, da man die LAN-Buchse eingespart hat.

Zwei optische und zwei koaxiale Digital-Eingänge bieten weiteren digitalen Quellen Zugang zum C 338, außerdem können bis zu drei analoge Quellen angeschlossen werden. Bei der dritten analogen Schnittstelle handelt es sich allerdings um eine Phono-Buchse, die beileibe keine Notlösung für den Plattenspieler darstellt: Anders als bei mancher günstigen Lösung, hat man dem C 338 eine gesonderte Platine mit exakter Entzerrung nach RIAA spendiert.

Man muss nur wenige Kompromisse eingehen

Buchstäblich den Abschluss bilden die Lautsprecherklemmen in besonders solider Ausführung, sowie eine Cinch-Buchse, die bei Bedarf einen aktiven Subwoofer steuert, um gerade bei höheren Pegeln in großen Räumen die Endstufen zu entlasten. Die Lautsprecherterminals sind um einiges solider und besser zugänglich als beispielsweise beim Pioneer SX-N30AE, der zwar zwei Paar Lautsprecher befeuern kann, die aber sehr fummelig anzuschließen sind.

Die kleine Fernbedienung ist für den alltäglichen Gebrauch zwar vollkommen ausreichend, die Einbindung ins Netzwerk gestaltet sich damit jedoch beliebig schwierig. Besser ist, die Google Home App aufs Smartphone zu laden, dann geht das schnell und zuverlässig. Auch die Einbindung diverser Streaming-Dienste ist damit kein Hexenwerk.

Der Klang

Am Klang wurde nicht gespart

Auch klanglich liegt der NAD C 338 in diesem Umfeld gut im Rennen. Bei der Kombination aus Tonalität, Tiefen- und Breitenstaffelung der musikalischen Darbietung geht der NAD C 338 nur wenige Kompromisse ein. Bei NAD hat man alles richtig gemacht, denn analoge wie digitale Quellen bekommen schon direkt hinter dem Eingang die bestmögliche Behandlung, bevor sie an die Endstufe weitergereicht werden: Digitale Signale werden von einem hochwertigen BurrBrown Wandler (PCM 1796), der sogar auf einer gesonderten Platine sitzt, gewandelt. Selbst für das empfindliche Signal vom Plattenspieler gibt es eine Sonderbehandlung, denn es wird, ebenfalls auf einer separaten Platine, exakt nach der RIAA-Norm entzerrt, feinfühlig aufgepäppelt und schließlich an die Endstufen weitergereicht.

Die Leistung ist angemessen. Sie reicht auch für Partybeschallung in großen Räumen und wer es braucht, kann noch einen Subwoofer zur Unterstützung im Basskeller anschließen beziehungsweise den NAD inklusive Stereo-Lautsprecher plus Sub auch an den Fernseher hängen und so dem Filmton auf die Sprünge helfen. Der C 338 verbindet die analoge mit der digitalen HiFi-Welt in nahezu idealer Weise. Diese Verbindung schafft er mit dem stimmigsten Bedienkonzept.

Nachteile

Der NAD C 338 ist nicht ganz billig, allerdings halten sich die Nachteile auch in Grenzen. So kann man nur ein Paar Lautsprecher anschließen und der Verzicht auf die LAN-Buchse kann im ungünstigsten Fall dazu führen, dass die Netzwerkverbindung instabil ist. Dem wirkt NAD aber mit der zweiten Antenne entgegen – nach unseren Erfahrungen ziemlich erfolgreich. Das ist besonders wichtig, da es keine USB-Buchse zum Streamen vom Laptop, PC oder Tablet gibt. Auch hier muss das WLAN oder die Bluetooth-Verbindung reichen.

Die Leistung von 50 Watt pro Kanal stellt nur bei anspruchsvollen Boxen in großen Räumen ein Problem dar, das sich aber dank des Subwoofer-Ausgangs beheben lässt. Damit werden die Endstufen von der Schwerarbeit bei den tiefen Frequenzen entlastet und können oben rum auch bei großen Lautstärken besser und präziser arbeiten.

NAD C 338 im Testspiegel

Einige Tests des NAD C 338 sind schon veröffentlicht. Grundtenor der meisten Tests ist das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis sowie die umfassende Ausstattung des Receivers:

Der Kollege Philipp Schneckenburger bezeichnet den NAD in der HiFiTest Ausgabe 2/2018 als perfektes Einstiegsgerät für HiFi-Enthusiasten in die Welt des Streaming und verleiht ihm die Note 1,2 in der Spitzenklasse. Hinzu kommt ein »hervorragendes« Preis-Leistungsverhältnis sowie das Prädikat »Praxistipp«:

»So entwickelte der C 338 im Test gerade im Hochtonbereich einen wunderbar detaillierten Klang mit einer schönen Feinzeichnung. Gleichzeitig sorgte gute Präzision bei Percussioninstrumenten für einen wunderbar definierten Bassbereich, auch ohne den vorhandenen Bass-EQ. … – … Dank der tollen Nutzerfreundlichkeit des C 338 zeigt NAD, dass Streaming kein Hexenwerk ist. Gepaart mit den guten analogen Tugenden des Vollverstärkers erhält man ein tolles HiFi-System, das klassische und modere Musikwiedergabe voll im Griff hat.«

In der Stereo Ausgabe 9/2017 erreichte der NAD vier von fünf Sterne sowie das Klangniveau von 51%, außerdem auch hier das Prädikat »exzellent« im Preis-Leistungsverhältnis:

»Der NAD überzeugt mit einer für den preis schier unglaublichen Ausstattungsfülle – der Fertigung in China nach NAD-Vorgaben sei es gedankt. Klanglich überzeugend und erstaunlich kraftvoll zählt er zu den überzeugendsten Angeboten fürs Geld.«

Alternativen

Klangtipp

Audiolab M-One

Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Audiolab M One Silber.p1140x855
Der M-One ist ein echter Hingucker, dabei sehr gut ausgestattet und ausgesprochen klangstark.

Fast könnte der Audiolab M-One aus der Feder des gleichen Designers stammen wie der NAD-Receiver, denn auch hier dominiert das Display, welches sich stufenweise verdunkeln lässt. Rechts und links daneben sorgen hier allerdings zwei große Dreher für die optische Symmetrie. Der linke für die Quellenwahl beziehungsweise das Zappen durchs Menü, der rechte für die richtige Lautstärke. Allerdings ist der M-One doppelt so hoch wie der NAD C 338 und dafür nur etwa halb so breit, außerdem gibt es den M-One auch in Silber.

Dem M-One liegt nur eine Antenne bei, die nach dem Auspacken an den dafür vorgesehenen Anschluss geschraubt wird. Man beschränkt sich auf Bluetooth – eine Anbindung ans Netzwerk ist direkt nicht möglich, lässt sich aber indirekt beispielsweise per Laptop über die USB-Typ-B-Schnittstelle realisieren. Die ebenfalls vorhandene Schnittstelle vom Typ-A nimmt externe Speicher auf oder es lässt sich ein iPad oder iPhone dort zum Streamen anschließen. Mit einem Android-Smartphone funktioniert das bei den meisten Geräten allerdings nicht.

Da beide USB-Buchsen an der Rückseite angebracht sind, sind sie fürs Anstöpseln zwischendurch weniger, sondern eher für die dauerhafte Verbindung geeignet. Für den optischen und den koaxialen Digital-Anschluss gilt das ebenso, wie für die Cinch-Buchsen für zwei analoge Quellen. Auf einen dezidierten Phono-Eingang verzichtet der M-One. Man könnte allenfalls einen bereits vorhandene Plattenspieler über einen entsprechenden Vorverstärker anschließen – oder gleich einen Plattenspieler, bei dem dieser integriert ist. Das lohnt sich aber eigentlich nur, wenn man ohnehin die Anschaffung eines neuen Plattendrehers plant.

Wie gesagt, erledigt der rechte Drehknopf zwar die Auswahl des Eingangs. Per Dreh und Druck lässt sich aber auch schnell und einfach durch die Menüs zappen, um diverse Einstellungen vorzunehmen. Mit der kleinen, hochwertigen Fernbedienung geht das aber auch bequem vom Sofa aus. Sogar die Steuerung des per Bluetooth angeschlossenen Smartphones ist damit möglich, zumindest solange es um das Abspielen der Musik geht. Start, Stopp, Pause und durch die Tracks zappen funktioniert also hervorragend.

Klanglich geht der unscheinbare M-One dann umso mehr zur Sache. Das heißt, die Elektronik bleibt dezent im Hintergrund und er versteht es eine breite und tiefe Bühne aufzuspannen. Vor allen Dingen hält er gekonnt die Balance zwischen detaillierter Erbsenzählerei und einem angenehm runden Klangbild. Das gilt für die Bluetooth-Übertragung vom Handy; direkt an einen CD- oder anderem Zuspieler angeschlossen rastet die musikalische Bühne förmlich ein. Schwierige Klavierpassagen spielt er aber auch via Bluetooth ohne hörbare Verzerrungen ab.

Der Audiolab M-One ist nicht ganz billig – er kostet sogar in etwa so viel wie unser Favorit und bietet dafür weniger Ausstattung. Klanglich liefert er aber das rundere Gesamtbild, auch wenn das nur Nuancen sind, die vor allem im direkten Vergleich zu hören sind.

Multiroom

Yamaha WXA-50

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Yamaha WXA-50
Fast schon ein Streaming-Klassiker – der WXA-50 ist perfekt auf das MusicCast Multiroom System abgestimmt.

Der Yamaha WXA-50 ist zwar ein unscheinbares kleines Kästchen, sogar noch kleiner als der auch schon sehr kompakte Sonos AMP, das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er sowohl netzwerktechnisch als auch musikalisch mit allen Wassern gewaschen ist. Das Gehäuse ist so konzipiert, dass er sowohl quer als auch hochkant betrieben werden kann. Für den Hochkantbetrieb liegen zwei massive U-Schalen bei, die ihm dann zusätzliche Standfestigkeit geben.

Das Gehäuse ist rundum aus Metall und schirmt somit sämtliche Funkwellen gut ab, daher muss eine Kombi-Antenne auf der Rückseite an den entsprechenden Anschluss geschraubt werden. Diese ist sowohl für WLAN als auch für Bluetooth zuständig. Hier gibt es dann auch schon den ersten Unterschied zum Sonos AMP – der versteht nämlich kein Bluetooth.

Dem WXA-50 liegt eine einfache Fernbedienung im Scheckkartenformat bei, die allerdings etwas hochwertiger hätte ausfallen können. Andere Hersteller sind da weitaus großzügiger. Für die alltägliche Bedienung wie Quellenwahl, Lautstärke und sogar zum Bluetooth-Pairing reicht die Fernbedienung vollkommen aus. Ein Display gibt es nicht; man verlässt sich bei der Quellenwahl vollkommen auf die verschiedenen Farben, in denen die entsprechende LED leuchtet. Als Hilfestellung sind die entsprechenden Tasten auf der Fernbedienung mit den gleichen Farben gekennzeichnet, ansonsten sollte der WXA-50 überwiegend mit der MusicCast App bedient werden.

Diese ist auch notwendig, um den kleinen Verstärker ins Netzwerk einzubinden und darüberhinaus in ein möglicherweise schon vorhandenes MusicCast-Multiroom-System. Das hat bei mir erst nach einigen Anläufen funktioniert, offenbar setzt die Industrie hier generell darauf, dass der Kunde nur über ein einfach strukturiertes WLAN verfügt. Wer aus Sicherheits- oder anderen Gründen über ein komplexeres Netzwerk verfügt, muss wohl mehrere Anläufe machen, bis alles so funktioniert, wie es soll.

Dann geht es aber endlich ans Musizieren: Der Kleine klingt deutlich erwachsener als man es vermutet. Die musikalische Bühne steht quasi dreidimensional im Raum, mit gut definierter Bühnenbreite und -tiefe. Der WXA-50 hat erstaunliche Leistungsreserven, kommt selbst bei sehr hohen Pegeln kaum an seine Grenzen und behält immer die volle Kontrolle über das Musikgeschehen. Da ist es gut, dass die Bluetooth-Verbindung sowohl weitreichend als auch stabil ist, dennoch kann man auch hier die Leistungsfähigkeit des aptX Codec ausloten. Der Wechsel von der Bluetooth- zur Übertragung per Draht oder WLAN bringt nochmal ein Stück mehr Detailreichtum und Plastizität ins Klanggeschehen.

Auch wenn der kleine Yamaha auf einen Phono-Eingang und eine Kopfhörerbuchse verzichten muss, so ist er dennoch besser ausgestattet als der Kollege von Sonos und damit unsere Empfehlung als Ergänzung oder Einstieg in ein Multiroom-System, alternativ zur Sonos-Infrastruktur.

Alternative von Sonos

Sonos AMP

Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Sonampbk
Der AMP rundet die Sonos Welt ab, oder bietet einen guten Einstieg, ganz wie man will.

Der Sonos AMP ist der Nachfolger des CONNECT:AMP, der lange Zeit die einzige Möglichkeit darstellte, vorhandene Passivboxen in die Sonos Infrastruktur einzubinden. Der Erfolg ließ auf sich warten und ganz nebenbei kamen auch andere Hersteller mit Verstärkern oder Receivern um die Ecke, die ebenfalls mittels Netzwerk streamingfähig wurden, allerdings ohne sich auf die damals noch proprietäre Sonos-Infrastruktur beschränken zu müssen. 

Das soll nun anders werden: Der Sonos AMP ist ist zwar immer noch ein astreiner Sonos, wobei man sich für die Einbindung ins Netzwerk leider immer noch registrieren muss, darüberhinaus hat er aber durchaus das Zeug, eingefleischte Stereo-Enthusiasten in die Multiroom- und Streaming-Thematik einzuführen. Man darf also getrost die bereits vorhandenen Boxen behalten, was sich durchaus lohnt, wenn diese hochwertig und entsprechend teuer sind. Die kleinen aktiven Netzwerk-Boxen One von Sonos klingen zwar auch ganz passabel, sind aber nichts für audiophil veranlagte Zeitgenossen.

Die neuerdings ebenfalls erhältlichen Decken-In-Wall und Outdoor-Lautsprecher kann der AMP auch betreiben, sogar bis zu drei Paaren gleichzeitig. Allerdings sollte man bei der Verkabelung darauf achten, dass die Kabel nicht zu lang werden, denn die angegebenen 135 Watt Leistung pro Kanal teilen sich in dem Falle schon auf die drei angeschlossenen Lautsprecher auf – da braucht es nicht noch zusätzliche Verluste durch lange Leitungen.

Wir wollen uns nun aber mit dem AMP als reinen Stereo-Receiver befassen, wenn auch mit ausgewachsenen Streaming-Qualitäten. Er kommuniziert sowohl per WLAN als auch per LAN-Kabel, was gerade bei komplexer Vernetzung von Vorteil sein kann. Die entsprechende Buchse ist natürlich auf der Rückseite, wo es zudem einen analogen Eingang, den Ausgang für einen Subwoofer und – da habe ich nicht schlecht gestaunt – eine HDMI-Schnittstelle gibt. Damit lässt er sich prima mit dem Flachbildschirm koppeln, sodass man nunmehr den Fernsehsound über ausgewachsene Lautsprecher hört, die zudem bei Bedarf noch vom Subwoofer unterstützt werden.

Bluetooth gibt es dagegen nicht, das Streaming vom Smartphone oder Tablet funktioniert ausschließlich über die Sonos App. Die Lautsprecher-Terminals sind bündig in das Gehäuse eingelassen, was gerade in der Tiefe Platz spart. Wer Kabelklemmen benötigt, findet entsprechende Adapter im Lieferumfang.

Der mechanische Aufbau ist dann auch entsprechend schnell erledigt und beim Einbinden ins Netzwerk hilft die Sonos App, die allerdings auch eine Registrierung auf dem Sonos-Server verlangt – ohne geht’s nicht. Wie schon der Yamaha WXA-50 brauchte auch der Sonos AMP mehrere Anläufe bis er im Netzwerk hing, das sollte im normalen Haushalt mit einfach strukturiertem Netzwerk allerdings schneller gehen.

Die Oberfläche der Sonos App ist wegen der Funktionsvielfalt recht verschachtelt, damit kommt man jedoch nach einiger Zeit zurecht. Gut ist, dass man beim Streaming z. B. von Tidal einfach mit einem Wisch zwischen dessen und der Sonos-Oberflächen wechseln kann. Wenn es mal schnell gehen soll, lässt der AMP sich zudem kurzerhand über die drei Touchflächen an der Front bedienen; Start/Stopp mit der mittleren, die Lautstärke mit den beiden äußeren Flächen. Eine Fernbedienung gehört beim Sonos Amp nicht zum Lieferumfang, für rudimentäre Funktionen lernt er aber, der Fernbedienung des Fernsehers oder eines anderen Gerätes zu gehorchen, ein Infrarot-Empfänger ist jedenfalls schon eingebaut.

Der Klang des Sonos AMP kam mir auf Anhieb recht voluminös vor, zu voluminös, ein Blick ins Equalizer-Menü offenbarte dann, dass hier standardmäßig der »Loudness«-Schalter aktiv ist. Diesen schnell deaktiviert und die Klangsteller auf Mittelposition gebracht, spielte sich der Sonos förmlich frei; keine Spur mehr von Kaufhaushintergrundgedudel; er gibt richtig Gas, haucht den Life-Aufnahmen, die ich ihm zuschiebe Atmosphäre und Leben ein. Das schafft er ohne hörbare Verzerrungen bis zu den höchsten Pegeln. Die Bühne stellt er breit auf, allerdings nimmt er es bei der Positionierung der einzelnen Instrumente nicht so genau, jedenfalls nicht so genau wie die meisten anderen unserer Empfehlungen. Dennoch ist der AMP in der Sonos Umgebung ohne Alternative, denn endlich lassen sich auch hochwertige Lautsprecher nahtlos einbinden.

Preistipp

Pioneer SX-N30AE

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Pioneer SX-N30AE
Der Pioneer ist sehr umfangreich ausgestattet, der Preis bleibt dabei erfreulich niedrig.

Der SX-N30AE ist eines der üblichen Ausstattungswunder von Pioneer, außerdem ein Klon des SX-N30DAB, den wir beim letzten Durchgang getestet haben, der allerdings nicht mehr verfügbar ist. Auch aus diesem Grund ist der SX-N30AE aktuell sehr günstig zu haben.

Von den Abmessungen und dem Design passt er perfekt zu bereits vorhandenen auch älteren HiFi-Komponenten. Auch wenn man eigentlich außer einem CD-Spieler nicht mehr viele Zuspieler benötigen wird. Dem SX-N30AE hat Pioneer neben der vollen Netzwerk-Kompatibilität nämlich auch einen Tuner spendiert. Der beherrscht zwar nur FM und AM, angesichts der insgesamt sehr üppigen Ausstattung fragt man sich schon, wie das möglich sein kann, oder andersherum, warum das bei anderen erst mit einem gehörigen Aufpreis zu realisieren ist.

Die Antwort ist recht schnell gefunden, natürlich wird auch beim Pioneer der Rotstift angesetzt. Schon beim Blick auf die Rückseite wird klar, dass er zwar über sehr viele Schnittstellen verfügt – es sind Terminals für zwei Paar Lautsprecher und ein Phono-Eingang vorhanden – diese hinterlassen aber bei weitem nicht den soliden Eindruck wie bei der Konkurrenz. Die Cinch-Buchsen sind nicht vergoldet, was auf Dauer zu Korrosion und dann zu Kontaktproblemen führt, und die Lautsprecher-Terminals sind eine etwas wacklige Angelegenheit, insbesondere, wenn man sich tatsächlich dazu entschließt, vier Boxen anzuschließen.

Andererseits sind das Probleme, die, wie die Lautsprecheranschlüsse, nur einmal in Erscheinung treten, oder erst nach langen Jahren Betriebsdauer, wie die Korrosion der Buchsen. Ansonsten heißt es nämlich auspacken, anschließen und gleich loslegen – und wenn es erstmal nur UKW-Radio ist. Danach kann man sich in Ruhe den anderen Quellen widmen, so wie beispielsweise der Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone, was sehr schnell erledigt ist. Titel und gegebenenfalls Album werden auf dem Display angezeigt, welches sich überdies in drei Stufen dimmen lässt.

Die Bluetooth-Verbindung ist sogar sehr stabil, wenngleich auch der aptX-Codec zur Übertragung nicht genutzt wird. Damit ist das Streamen hochauflösender Audio-Daten via Bluetooth nicht möglich und man sollte daher auf WLAN oder Lan zurückgreifen, wenn die Qualität eine Rolle spielen soll. Zwar gibt es vorn sogar eine USB-Buchse, die nimmt auch Datensticks auf und spielt von iPhone und iPad ab, beim Android-Smartphone ist aber üblicherweise Schluss, da bleiben die Lautsprecher stumm.

Übers Netzwerk und natürlich von CD spielt der Pioneer dann sein klangliches Potenzial voll aus, solange die Lautstärke moderat bleibt. Bei höheren Pegeln werden Verzerrungen hörbar, erst bei sensibler Klavier- oder Flügelmusik, dann kommt schnell der Oberbass in dröhnende Bereiche. Man hört der Verstärker-Sektion buchstäblich an, dass sie am Limit arbeitet, bzw. das Netzteil eventuell etwas zu knapp dimensioniert wurde.

Bis dahin ist allerdings alles gut und man erhält mit dem Pioneer SX-N30AE ein gut ausgestattetes Gesamtangebot, das sich zudem perfekt in die meisten vorhandenen Gerätschaften integrieren lässt, in Schwarz oder Silber.

Außerdem getestet

Der Denon PMA-60 ist der direkte Nachfolger des PMA-50 aus dem vorangegangenen Vergleich; das Design ist das gleiche. Ebenso wie der DRA-100 kann er hochkant betrieben werden – das könnte man zwar mit jedem anderen Receiver auch machen, nur dreht sich das Display das Denon gleich in die passende Position.

Eine USB-B-Buchse dient als Eingang für Daten, die vom Laptop oder PC gestreamt werden, außerdem nimmt er via Bluetooth Verbindung zum Smartphone auf. Damit hat es sich bei der Vernetzung. Klanglich kann auch der PMA-60 überzeugen, zusammen mit den Design-Kollegen von Denon macht er daher nicht nur optisch eine gute Figur.

Obwohl der Yamaha R-N402 keinesfalls perfekt ist, so kann er doch mit einfacher Bedienung und hervorragenden Klangeigenschaften überzeugen. Die einfache Verarbeitung der diversen Anschlussbuchsen lässt sich angesichts des günstigen Preises verschmerzen.

Der Onkyo R-N855 ist sehr kompakt gebaut, hat also nicht das übliche Maß, und sehr gut verarbeitet. Auch er verfügt über drei analoge Anschlüsse, darunter einen Phono-Anschluss. Bei den digitalen Anschlüssen ist er schon etwas spendabler und auch der Klang kann überzeugen. Leider ist die Bedienung nicht ganz so einfach, was an der Fernbedienung mit vielen kleinen Tasten liegt.

Beim Denon PMA-50 handelt es sich um den Vorgänger des PMA-60, da der nur geringfügig seitens der Eingangsstufen überarbeitet wurde, ist auch der ältere PMA-50 noch sein Geld wert, zumal sein Preis eher noch sinken wird, solange er noch verfügbar ist.

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Kommentare

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Hans Fischer
Hans Fischer

Schade dass Bluesound nicht im Test vertreten ist. Die haben mit dem Powernode 2i mit den interessantesten Amp auf dem Markt für deutlich unter 1000 Euro. Super kompakt, mit BlueOS ein immer mehr unterstütztes System an Bord, hochwertigste Wandler, mehr als ausreichend Power auch um große Standlautsprecher anzutreiben, eine hervorragende App….und btw: bei Tests von Class D Verstärkern den „Klang“ eines Verstärkers hervorzuheben ist unsinnig. Sofern nicht eine völlige Fehlkonstruktion vorliegt klingen die alle gleich – nämlich gar nicht.

Alexander
Alexander

Yamaha ist am Besten, benutze ich schon seit Jahren

eberano
eberano

Bitte die Bilder nicht automatisch durchlaufen lassen. Ab der ersten Bilderserie ruckelt dann der nachfolgende Text die ganze Zeit mit nach oben und unten! Lesen unmöglich!

Redaktion
Redaktion

Wir haben den Fehler korrigiert!

GENELEC
GENELEC

Also..ich kann das nicht nachvollziehen.Der einzige mit dem man Musik hören kann ist der NAD , mag auch der eine oder andere Song über andere Mibewerber „besser klingen „- ist nach meiner einschätzung Effekthascherei.Grosse Yamahas – machen nicht wirklich Musik – obwohl Yamaha gute Instrumente baut.Die Aussattung ist zudem erstmal nebensächlich – was soll ich mit Streaming etc.. wenn es sich anhört wie ein Sack Muscheln an der Nordsee – mit Musik -reproduktion hat sowas nichts zu tun ! Für den Preis zwar ok, allerdings ist hier der NAD der einzige der auch dazu gebaut ist Musik zu hören; Nich… Mehr... »

SirBrause
SirBrause

Oh, ein NAD Fanboy… oder vielleicht doch Händler, oder gar ein Mitarbeiter?
Würde den Dummsinn erklären, der sich im obigen Text tummelt.

Tim Boo
Tim Boo

Der yamaha hat kein phono eingang

Andreas H. Beyer
Andreas H. Beyer

Also der R-N 855 hat die besseren DAC und durch fireconnect wesentlich flexibler im Netz.
Auch die FB ist beim Onyko besser da die Tasten wenigstens unterschiedlich geformt sind und die FB logischer und aufgeräumter wirkt.
Der fehlende Photo ist beim Yamaha genau wie die billigen Plastikknöpfe und Anschluss-Terminals am Gerät eine Schande.

Na da scheint der „Tester“ wohl nicht bei der Sache gewesen zu sein.

Jürgen Wieser
Jürgen Wieser

Onkyo fehlt

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