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Test: Aufmacher Denon Pma150h
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Stereo-Receiver Test: Fünf Stereo Receiver Oberklasse

Die besten Stereo-Receiver um 1000 Euro

Fünf neue Testkandidaten runden unseren Test in dieser Kategorie ab: Der Denon PMA-150H ist der designierte Nachfolger unseres ehemaligen Favoriten, ebenso wie der Quad Vena 2 Play die Steigerung des Quad Vena 2 ist und der Cambridge Audio CXA61 dem CXA60 folgt. Auf den Yamaha R-N803D warten wir dagegen schon eine ganze Weile, was sich aber gelohnt hat. Last but not least hat NAD mit dem D 3045 noch eine kleine Design-Ikone an den Start gebracht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Denon PMA-150H

Test besten Stereo-Receiver: Denon PMA-150H
Der Denon PMA-150H ist der aufgebohrte Nachfolger unseres ehemaligen Favoriten.

Der Denon PMA-150H ist der Nachfolger des DRA-100 und löst ihn auch an dieser Position ab. Außer den umfangreichen Vernetzungsmöglichkeiten, für die sein Vorgänger bekannt war, hat Denon dem neuen PMA-150H zusätzlich einen Kombi-Tuner mit UKW und DAB+ spendiert und außerdem eine neue Verstärkerschaltung eingesetzt. Der Unterschied kann sich hören lassen.

Mit Röhren

Magnat MR 780

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Magnat MR 780
Der Magnat bringt moderne digitale Quellen mit Röhrenverstärker-Technik in Einklang.

Beim Magnat MR 780 kommen zwei Röhren (das sind glimmende Glaskolben) in der Verstärkerstufe zum Einsatz. Damit ist der Receiver aber noch längst kein Gerät für unverbesserliche Nostalgiker, jedenfalls nicht ausschließlich. Neben dem zu erwartenden Phono-Eingang ist der Magnat nämlich auch offen für diverse digitale Quellen und empfängt sogar via Bluetooth Daten vom Smartphone. Auch Radio-Empfang ist bereits integriert, nämlich sowohl DAB+ als auch FM, so komplett sind nur wenige Konkurrenten ausgestattet.

Klangtipp

Quad Vena 2 Play

Stereo-Receiver Test: Quad Vena2plays
Der Vena kommt jetzt in der dritten Ausbaustufe und hat seitens der Vernetzung nochmal nachgelegt, klanglich macht ihm ohnehin keiner was vor.

Der Quad Vena 2 Play ersetzt den Quad Vena 2, hier hat es eine deutliche Erweiterung der Netzwerkfähigkeiten gegeben, die den Vena 2 Play nunmehr auch Multiroom-tauglich machen. Die guten Eigenschaften, wie der hervorragende Klang, hat der Vena 2 Play zum Glück behalten.

Mit Raumeinmessung

Yamaha R-N803D

Stereo-Receiver Test: Bildschirmfoto 2020 02 14 Um 11.52.14
Der Yamaha R-N803D lässt sich auf die Raumakustik einmessen und hat die wichtigsten Streaming-Dienste integriert.

Mit dem Yamaha R-N803D haben wir auch in dieser Preisklasse ein Gerät, das sich nach einer kurzen Messung selbstständig auf die Raumakustik einstellt. Der Yamaha ist dabei allerdings nicht auf das im iPhone eingebaute Mikrofon angewiesen, sondern bringt direkt eins mit.

Preistipp

Denon DRA-100

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Denon DRA 100
Der DRA-100 ist schon einige Zeit am Markt und immer noch unser Favorit.

Obwohl man dem DRA-100 von Denon sein Alter kaum ansieht, geschweige denn anhört, lässt sich nicht leugnen, dass er schon einige Jahre auf dem Markt ist. Mittlerweile hat er mit dem neuen Favoriten einen würdigen Nachfolger bekommen und ist im Preis deutlich gesunken. Deshalb, und weil das Gesamtkonzept und der Klang des DRA-100 immer noch wegweisend sind, ist er aktuell unser Preistipp.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerMit RöhrenKlangtippMit RaumeinmessungPreistipp
ModellDenon PMA-150HMagnat MR 780Quad Vena 2 PlayYamaha R-N803DDenon DRA-100Cambridge Audio CXA61NAD D 3045NAD C 368Quad Vena 2Marantz HD-AMP1Rotel A12Cambridge Audio CXA80Cambridge CXA60
Test besten Stereo-Receiver: Denon PMA-150HTest Stereo-Receiver um 500 Euro: Magnat MR 780Stereo-Receiver Test: Quad Vena2playsStereo-Receiver Test: Bildschirmfoto 2020 02 14 Um 11.52.14Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Denon DRA 100Test besten Stereo-Receiver: Cambridge Audio CXA61Test besten Stereo-Receiver: NAD D 3045Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: NAD C368Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Unilet Quad Vena2 Black 637x320Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Marantz HD-AMP1Stereo-Receiver um 500 Euro Test: Rotel A12 SilverTest Stereo-Receiver um 500 Euro: Cambridge Audio CXA80Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Cambridge CXA60
Pro
  • Sehr guter Klang
  • DAB+ und FM mit RDS an Bord
  • Dank WLAN, LAN und Bluetooth umfassend netzwerkfähig
  • Sehr guter Klang
  • DAB+ integriert
  • Hervorragender Klang
  • Dank WLAN und Bluetooth sehr gut vernetzt
  • Hervorragender Klang
  • Hohe Leistungsreserven
  • Einmessung auf die Raumakustik
  • Sehr guter Klang
  • Sehr gute Netzwerk-Anbindung
  • Praxisgerechte Ausstattung
  • Durchdachtes Gesamtkonzept
  • Hervorragender Klang
  • Solide Leistung
  • Zwei Lautsprecherpaare können angeschlossen werden
  • Sehr guter Klang
  • HDMI-Eingang mit ARC-Unterstützung integriert
  • Phono-Stufe eingebaut
  • Aufrüsten ist möglich
  • Digitale und analoge Quellen möglich
  • Hervorragender Klang
  • Viele Gehäusevarianten
  • Kompaktes Design
  • Sehr guter Klang
  • Eigenständiges, hochwertiges Design
  • Viele analoge Anschlüsse
  • Guter Klang
  • Hervorragender Klang
  • Symmetrischer Eingang
  • Sehr guter Klang
  • Bluetooth möglich
  • Leistung satt
Contra
  • Kein Phono-Eingang
  • Kein Netzwerk
  • Bluetooth nicht mit aptX kompatibel
  • Kein Phono-Eingang
  • Eigenwilliges WLAN
  • Kein Phonoeingang
  • Kein Netzwerk
  • Kein Netzwerk
  • LAN und WLAN nur mit optionalen Modulen möglich, die sehr teuer sind
  • Kein Display
  • Kein LAN oder WLAN
  • Keine drahtlose Vernetzung möglich
  • Nur im Fachhandel zu bekommen
  • Kein LAN oder WLAN
  • Keine Netzwerkfunktionen
Bester Preis
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Stereo-Receiver Test: Denon Pma150h

Testsieger: Denon PMA-150H

Der Denon PMA-150H sieht dem DRA-100, der vorher auf diesem Platz stand, zum Verwechseln ähnlich. Auch er ist massiger, als er auf den meisten Fotos aussieht. Immerhin hat er noch mal ein gutes Kilo beim Betriebsgewicht zugelegt, das muss ja einen Grund haben, selbst wenn man äußerlich erstmal keinen erkennt.

Testsieger

Denon PMA-150H

Test besten Stereo-Receiver: Denon PMA-150H
Der Denon PMA-150H ist der aufgebohrte Nachfolger unseres ehemaligen Favoriten.

Beim Blick auf die Anschlüsse an der Rückseite fällt dann allerdings schon mal die USB-A-Buchse auf: Die ist neu und erlaubt das Streaming direkt vom PC. Die vorn leicht zugängliche Standard-USB-Buchse ist dagegen ebenso geblieben wie der Kopfhörer-Anschluss, der sich zudem nach wie vor an den Leistungsbedarf des angeschlossenen Kopfhörers anpassen lässt.

Neu ist der Kombi-Tuner, der in dem schönen Gehäuse Einzug gehalten hat, weshalb der PMA-150H neuerdings sowohl UKW als auch das rauschfreie DAB+ Empfangen kann. Multiroom kann er natürlich auch, vorzugsweise in der hauseigenen Infrastruktur. Sie wird Heos genannt und wird von Marantz ebenfalls unterstützt, da Denon und Marantz zwei Töchter der Mutter Sound United sind.

Der Kopfhörerausgang ist für große 6,3-mm-Klinkenstecker ausgelegt und lässt sich, wie gesagt, im Menü in drei Stufen an den Energiebedarf des jeweils angeschlossenen Kopfhörers anpassen. Man kann also wahlweise den Hörer mit niedriger Impedanz, den man auch am Mobilgerät nutzt, anschließen oder ein hochohmigeres Studio-Modell mit zumeist besseren Klangeigenschaften, auf jeden Fall aber mit höherem Energiebedarf.

Tolles Design und gute Verarbeitung

Bei der Auswahl der Quelleneingänge haben die Entwickler beim DRA-100 eine kluge Auswahl getroffen: Mit drei digitalen Eingängen, davon zwei optischen (Toslink) und einem elektrischen (koaxial) dürfte der Bedarf der meisten abgedeckt sein. Hinzu kommen noch zwei analoge Eingänge für alle Fälle, bzw. Geräte, die keine digitalen Ausgänge haben. Einen Phono-Eingang hat man allerdings auch dem PMA-150H nicht spendiert, was etwas verwunderlich ist, da Denon nach wie vor Tonabnehmer-Systeme Produziert und auch einige sehr gute Plattenspieler im Portfolio hat. Die haben allerdings einen entsprechenden Phono-Vorverstärker bereits integriert, sodass dieses Manko hausintern nicht ins Gewicht fällt.

Ausstattung und Installation

Die beiden Antennen und die LAN-Schnittstelle zeugen von den eigentlichen Stärken des PMA-150H. Via Bluetooth nimmt er Kontakt mit dem Smartphone oder einer anderen kompatiblen Quelle auf. Per WLAN lässt er sich ins Netzwerk einbinden und bekommt damit auch einen Internet-Zugang, beispielsweise zum Internetradio oder Streaming-Diensten wie Spotify.

Wem das WLAN als Verbindung zu vage ist, der kann den Denon auch mit stabiler LAN-Verbindung ins Netzwerk bringen.

Die Integration ins Netzwerk bringt das ansonsten recht eingängige und auch übersichtliche Bedienkonzept des DRA-150H allerdings auch an seine Grenzen: Das dreizeilige Menü lässt uns lange im Unklaren, ob die vorgenommenen Einstellungen nun übernommen wurden oder nicht.

Netzwerk-Integration ist umständlich

Glücklicherweise gibt es neben der manuellen Installation auch die Möglichkeit, den Receiver per WPS-Knopfdruck ins Netz zu bekommen. So muss man nicht mühsam mit der Fernbedienung die Zugangsdaten eintippen, auch die Heos-Einbindung erfordert einige Geduld und unter Umständen mehrere Anläufe. Ob das nun an der Netzwerk-Infrastruktur unserer Testumgebung liegt oder nicht, mag dahingestellt sein, die meisten Konkurrenzprodukte tun sich jedenfalls nicht so schwer.

Anders sieht es beim Bluetooth-Pairing aus, denn obwohl der PMA-150H nun ohne NFC-Chip auskommen muss, ist er schnell mit dem Smartphone verbandelt. Nur im Betrieb machte sich auch hier eine Unart bemerkbar, wie schon beim Marantz führt das Zappen von einem Track zum nächsten zu einem kurzen Stottern der Übertragung. Das Smartphone zeigt längst den nächsten Track, übertragen wird allerdings noch der alte, dann springt die Übertragung kurz hin und her um schließlich den gewünschten Track ordnungsgemäß von Anfang an abzuspielen.

Das ist zwar etwas nervig, fällt aber im normalen Spielbetrieb nicht sonderlich ins Gewicht. Zumal sich die beiliegende Fernbedienung sehr übersichtlich gibt und sich sämtliche Eingänge direkt per Tastendruck auswählen lassen.

Der Klang

Angeblich hat Denon auch die Endstufe im PMA-150H überarbeitet, was ebenfalls eine Erklärung für das Mehrgewicht gegenüber dem 100er wäre. Mangels eines direkten Vergleichs mit dem DRA-100 lässt sich das allerdings nicht verifizieren. Die dort schon exzellenten Klangeigenschaften haben sich jedenfalls nicht verschlechtert. Egal von welcher Quelle er beliefert wird, der Denon PMA-150H holt immer das bestmögliche aus der angelieferten Musik. Dabei ist sein Klang so elegant wie sein Äußeres vermuten lässt. Vordergründige Effekthascherei liegt ihm nicht, eher die dezente Zurückhaltung, solange die Musik das erforderlich macht.

Der Denon kann feinste musikalische Gespinste erzeugen, kann die Boxen jedoch auch unvermittelt, von einem Moment zum nächsten fest zupacken lassen: Ob das Nachschnarren von hart gezupften Bass-Saiten oder der knackigen Schläge auf der Bass-Drum – der PMA-150H hat immer alles fest im Griff.

Nach langem Hören unterschiedlicher Stilrichtungen und dem direkten Vergleich mit den Kontrahenten lässt sich eine leichte Zurückhaltung in den höchsten Höhen feststellen. Der Denon nimmt allzu bissigen Sibilanten (S-Lauten) die Schärfe, was vor allem bei längeren Hör-Sessions durchaus angenehm ist.

Klanglich holt er das Beste raus

Dass er kein Schönfärber ist und es gerade mit Details sehr genau nimmt, kann man beim Wechsel der Quellen gut hören. Wechselt man von der Bluetooth-Einspielung auf die Wiedergabe per CD oder – noch besser – eine Hi-Res-Audio-Zuspielung per USB oder Netzwerk, glitzern schlagartig viele vorher nicht wahrgenommene Details durch, auch die Bühne wirkt dreidimensionaler und steht zudem stabiler im Raum.

Ganz besonders auffällig werden die prinzipbedingten Mängel der Bluetooth-Übertragung natürlich beim A/B-Vergleich ein und desselben Stücks. Die Leistung des Denon liegt darin, dass er diese Unterschiede tatsächlich hörbar macht – vorausgesetzt, er befeuert die entsprechenden Lautsprecher.

Nachteile?

Es wird langsam dünn in dieser Preisklasse, vor allem, weil der Denon PMA-150H seitens der Ausstattung nochmal zugelegt hat. Einzig der fehlende Phono-Eingang oder die Anschlussterminals für ein zweites Lautsprecherpaar wird der eine oder andere vermissen. Der Phono-Eingang lässt sich allerdings verschmerzen, wenn man entweder in einen separaten Phono-Vorverstärker investiert oder der nächste Plattenspieler hat den idealerweise direkt integriert – was zugunsten des aufgeräumten Designs die bessere Lösung ist.

Der Denon PMA-150H im Testspiegel

In der stereoplay (03/2020) wurde der PMA-150H gerade getestet:

»Der PMA-150H agiert voll digital. Das reicht von USB-Wiedergabe und Streaming in HiRes bis hin zu Bluetooth und den Zugriff auf fünf Musikservices. Mit der neuartigen Digital-Endstufe hat Denon wieder einen Schritt nach vorn gemacht, das Ganze in einem sehr edlen und kompakten Finish.«

ModernHifi gab dem Denon PMA-150H 9,1 von 10 Punkten sowie 9 von 10 Punkten in Preis-Leistung:

»Stereo-Verstärker werden immer smarter, kompakter und erhalten Funktionen, die weitere Geräte überflüssig machen. Der PMA-150H von Denon ist ein Meister seiner Klasse. Auf Wunsch schaltet er sich mit dem TV-Gerät automatisch ein, verteilt Musik auf benachbarte Lautsprecher und klingt mit vier Endstufen* auch noch überzeugend gut. Dazu sieht der Denon im Alukleid auch noch richtig schick aus. Vor dem nächsten Verstärkerkauf unbedingt reinhören«

Alternativen

Obwohl wir den Testsieger den meisten empfehlen, möchten wir noch weitere Modelle für diejenigen vorstellen, die weniger ausgeben wollen oder auf bestimmte Ausstattungsmerkmale Wert legen.

Mit Röhren

Magnat MR 780

Test Stereo-Receiver um 500 Euro: Magnat MR 780
Der Magnat bringt moderne digitale Quellen mit Röhrenverstärker-Technik in Einklang.

Auf dem Display des Magnat MR 780 werden nach dem Einschalten 30 Sekunden für das Warm-Up herunter gezählt, dann gibt ein sattes Klacken die Bahn zu den Lautsprechern frei und der Magnat legt los. Rechts neben dem Display kann man erkennen, wofür die Zeit benötigt wird: Die beiden Röhren sind effektvoll hinter einem Glas in Szene gesetzt, sodass man die Glühdrähte beim Aufwärmen gut beobachten kann.

Ohne jetzt in die Tiefen der Röhrentechnik einsteigen zu wollen: Elektronenröhren müssen aufgeheizt werden, bevor sie richtig arbeiten. Früher war das eher lästig, heutzutage dauert das Hochfahren der meisten modernen Komponenten mindestens ebenso lange. Wo liegt nun der Vorteil der doch schon recht betagten Röhrentechnik gegenüber den modernen Halbleitern? Außer dem optischen Effekt, der unbestreitbar etwas von wohliger Wärme vermittelt, wird den Röhren zudem ein ähnlicher akustischer Effekt zugesprochen.

Nachweisbar ist, dass Röhrenschaltungen tatsächlich Verzerrungen erzeugen, nämlich sogenannte harmonische, bezogen auf den Grundton. Daher werden sie eher als angenehm empfunden, im Gegensatz zu Transistorverstärkern, deren Klang von manchen Menschen als zu clean oder kühl empfunden wird. Beim Magnat MR 780 finden Röhren nur im Vorverstärker Verwendung, sodass der »Röhrensound« anschließend von den Transistor-Endstufen verstärkt wird.

Wie der Kollege von Rotel, hat auch der Magnat MR 780 das Bluetooth-Modul fest an der Rückseite angedockt. Das spart die Antenne, die man ansonsten wegen des abschirmenden Metallgehäuses einsetzen müsste, und ist dadurch letztendlich weniger auffällig. Überhaupt ist der Magnat für viele Quellen zugänglich – digital wie analog. Zu letzteren gehört auch der Phono-Eingang, der wieder mehr und mehr dazugehört.

Die Bluetooth-Verbindung ist schnell erstellt. Zur Übertragung wird auch der aptX-Codec genutzt, was der Magnat sogar auf dem Display anzeigt – neben den anderen Informationen zum Musikstück, sofern welche vorhanden sind.

Egal ob das nun von den Röhren kommt: Der Klang des Der Klang ist MR 780 überrascht mit enormem Detailreichtum. Er liefert zudem eine fast plastische Räumlichkeit und die Bühne steht quasi dreidimensional um die Boxen. Bei Bedarf geht er schnell und zackig zur Sache und vermittelt selbst bei hohen Pegeln niemals den Eindruck, die Kontrolle über die Lautsprecher zu verlieren.

Der Magnat MR 780 ist eine gute Wahl – nicht nur für Nostalgiker, die auf Röhrensound stehen und noch einen Plattenspieler haben. Mit der Unterstützung des Bluetooth-Streaming und DAB+ liegt er voll im Trend.

Klangtipp

Quad Vena 2 Play

Stereo-Receiver Test: Quad Vena2plays
Der Vena kommt jetzt in der dritten Ausbaustufe und hat seitens der Vernetzung nochmal nachgelegt, klanglich macht ihm ohnehin keiner was vor.

Mit dem Vena 2 Play geht Quad schon in die dritte Runde eines mittlerweile schon klassisch zu nennenden Geräts. Im Grunde war der Vena das von Beginn seiner Karriere an, denn allein das Design gibt es so oder zumindest in Anlehnung schon seit über 50 Jahren.

In seiner neusten Version hat der Quad Vena 2 Play gegenüber seinem Vorgänger, dem Quad Vena 2, noch mal nachgelegt. Verbessert wurde mutmaßlich natürlich die Klangqualität, obwohl auch der Vena 2 diesbezüglich schon kaum mehr Potential bot.

So richtig zugelegt hat der Vena 2 Play allerdings in Richtung Vernetzung. Musste der Vorgänger sich noch mit Bluetooth und einigen digitalen Schnittstellen begnügen, so hat der Vena 2 Play neben einem WLAN-Modul auch eine LAN-Buchse spendiert bekommen.

Als eines der wenigen Geräte in unserem Test muss der Vena 2 Play komplett ohne Disply auskommen, einzig die LEDs auf der Front geben Aufschluss über die gerade eingeschaltete Quelle oder den Betriebszustand. Dennoch ist die Integration ins Netzwerk und damit ins Internet auch nicht schwerer als bei anderen. Am besten und einfachsten klappt das hier wie dort per WPS, der Taster dazu befindet sich auf der Rückseite.

Das anschließende Streaming geht dann logischerweise nur per Kontrolle über eine App. Da die App von DTS kommt, lassen sich mit ihrer Hilfe nur die Streamingdienste auswählen und der Quad in ein kompatibles Multiroom-System einbinden. Ansonsten kann man nur noch die Lautstärke einstellen, die ebenfalls vorhandene Surround-Schaltung bleibt Geräten vorbehalten, die mehr für’s Heimkino-Feeling gedacht sind.

Der Quad klingt im ersten direkten Vergleich zu den meisten Konkurrenten noch mal etwas geschlossener und souveräner, was gerade großorchestrierten Aufnahmen sehr zugute kommt. Bei manchen Stücken hat der Bass noch etwas mehr Punch, der Quad ist insgesamt ein sehr dynamisch aufspielender Verstärker und jeden Cent wert, zumal auch hier der Phono-Eingang selbstverständlich dazugehört.

Mit Raumeinmessung

Yamaha R-N803D

Stereo-Receiver Test: Bildschirmfoto 2020 02 14 Um 11.52.14
Der Yamaha R-N803D lässt sich auf die Raumakustik einmessen und hat die wichtigsten Streaming-Dienste integriert.

Der Yamaha R-N803D ist schon einige Zeit auf dem Markt, hat aber erst jetzt den Weg in unsere Redaktion gefunden. Dass er schon vor Jahren zukunftsweisend konzipiert worden ist, beweist die Tatsache, dass er lange vor den wenigen Nachahmern eine Möglichkeit zur Anpassung an die Raumakustik angeboten hat.

Hierzu bringt der  Yamaha R-N803D die von Yamaha AV-Receivern bestens bekannte automatische Einmessautomatik YPAO mit. Anders als beispielsweise Sonos und Nubert, die sich auf das im iPhone eingesetzte Mikrofon verlassen, geht Yamaha konsequent den eigenen Weg und packt das passende Messmikrofon gleich mit in den Karton.

Das vollautomatische Einmesssystem YPAO (Yamaha Parametric Acoustic Room Optimizer) ermöglicht es auch dem R-N803D mittels Messmikrofon und einer Messprozedur von etwa einer Minute den Hörraum akustisch zu vermessen und entsprechende Korrekturparameter in den eingebauten Equalizern zu setzen. Dabei werden Daten über Raumgröße, Reflexionseigenschaften des Raumes und sogar die Position der Lautsprecher automatisch erfasst und dienen zur Optimierung der Klangwiedergabe am entsprechenden Hörplatz.

Was beim AV-Receiver mit fünf und mehr Lautsprechern sehr gut funktioniert, stößt bei zwei im Raum aufgestellten Lautsprechern logischerweise an seine Grenzen, weil die beiden Boxen weniger Einfluss auf die Raumakustik nehmen können als es beispielsweise eine Surround-Anlage vermag. Dennoch hat die Prozedur gerade in akustisch problematischen Räumen einen positiven Effekt, insbesondere lassen sich ein dröhnender Bass so kompensieren oder ein harter, halliger Raum verliert wenigstens einen Teil seines Schreckens.

Bei allen Mess-Experimenten wollen wir aber den Rest der Ausstattung des R-N803D nicht unterschlagen. Da wären die umfangreichen Netzwerkoptionen des Yamaha: Sowohl per LAN-Kabel oder drahtlos per WLAN findet er Zugang zum Netzwerk und damit auch zum Internet. Dienste wie Spotify, Napster, Deezer oder Juke hat der R-N803D schon an Bord, Anbieter wie Tidal oder Qobuz stellen ebenfalls kein Problem dar, notfalls streamt man einfach vom Laptop per USB auf den Yamaha. Ein Kombi-Tuner liefert UKW (mit RDS) und DAB+, außerdem gibt es auch einen Phono-Eingang.

Lautsprecherklemmen gibt es hier wiederum gleich für zwei Paar Stereo-Boxen und der Yamaha verfügt über ausreichende Leistungsreserven, um sie auch effizient zu befeuern.

Davon bekommt man beim Musikhören nichts mit: Der R-N803D lässt seine Muskeln so dezent spielen, dass er eben noch als subtiler Feinzeichner quasi aus dem Stand raushauen kann, was das Orchester hergibt. Er kann es fein wie auch grob und schafft die Übergänge zwischen beiden Disziplinen ansatzlos.

Gerade wer seine Boxen nicht hundertprozentig perfekt aufstellen kann oder über der unzureichenden Akustik in seinem Hörraum verzweifelt, sollte sich unbedingt den Yamaha R-N803D anhören.

Preistipp

Denon DRA-100

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Denon DRA 100
Der DRA-100 ist schon einige Zeit am Markt und immer noch unser Favorit.

Der Denon DRA-100 weicht zwar von der für HiFi-Komponenten üblichen Breite 43 Zentimetern ab und gibt sich daher eher würfelförmig, ist aber doch massiger, als er auf den meisten Fotos aussieht. Dazu passt das solide Gewicht von immerhin knapp fünf Kilo. Alles in allem kann man sagen, dass man mit dem Denon ein echtes Designerstück im Wohnzimmer hat.

Dominiert wird die schwarze Frontpartie vom dreizeiligen Display, zumindest wenn der DRA-100 eingeschaltet ist. Deckel und Boden sind aus dickem Aluminium, mit sorgsam gebürsteter Oberfläche – also nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Handschmeichler.

Rechts und links vom Display sind der große Lautstärkesteller bzw. das aus Steuerkreuz und Ein-/Aus-Schalter bestehende Bedienfeld. Eine USB- und eine Kopfhörerbuchse sind ebenfalls von vorne zugänglich.

Der Kopfhörerausgang ist für große 6,3-mm-Klinkenstecker ausgelegt und lässt sich im Menü in drei Stufen an den Energiebedarf des jeweils angeschlossenen Kopfhörers anpassen. Man kann also wahlweise den Hörer mit niedriger Impedanz, den man auch am Mobilgerät nutzt, anschließen oder ein hochohmigeres Studio-Modell.

 

Bei der Auswahl der Quelleneingänge haben die Entwickler beim DRA-100 eine kluge Auswahl getroffen: Mit drei digitalen Eingängen, davon zwei optischen (Toslink) und einem elektrischen (koaxial) dürfte der Bedarf der meisten abgedeckt sein. Hinzu kommen noch zwei analoge Eingänge für alle Fälle, bzw. Geräte, die keine digitalen Ausgänge haben.

Die beiden Antennen und die LAN-Schnittstelle zeugen von den eigentlichen Stärken des Denon DRA-100. Via Bluetooth nimmt er Kontakt mit dem Smartphone oder einer anderen kompatiblen Quelle auf. Per WLAN lässt er sich ins Netzwerk einbinden und bekommt damit auch einen Internet-Zugang, beispielsweise zum Internetradio oder Streaming-Diensten wie Spotify.

Die Integration ins WLAN oder in das hauseigene Multiroom-System Heos gestalten sich hier ebenso sperrig, wie beim Nachfolger; seitens des Netzwerk ist man per WPS-Knopfdruck aber immer auf der sicheren Seite, wenn der Router diese Verbindungsweise unterstütz, was bei den meisten der Fall ist.

Egal von welcher Quelle er beliefert wird, der Denon DRA-100 holt immer das bestmögliche aus der angelieferten Musik. Epische Werke vom Schlag des Albums FEAR von Marillion werden in ihrer ganzen Dynamik ausgegeben: Das Vogelzwitschern im Intro ist zwar leise, aber doch so vernehmbar, dass sich hier bereits ein Spannungsfeld aufbaut. Das steigert sich im Verlauf dieses sehr epischen Werkes sukzessive, bis der musikalische Höhepunkt erreicht ist.

Der Denon kann die Boxen jedoch auch unmittelbar zupacken lassen: Ob das Nachschnarren von hart gezupften Bass-Saiten oder der knackigen Schläge auf der Bass-Drum – der DRA-100 hat immer alles fest im Griff.

Der Denon DRA-100 musste zwar den ersten Platz an seinen besser ausgestatteten Kollegen abgeben, so wirklich schlechter trifft man es mit ihm aber nicht, immerhin ist der Preis seit Erscheinen des Nachfolgers deutlich gesunken.

Außerdem getestet

Der Cambridge Audio CXA61 ist fast so rudimentär ausgestattet wie seine beiden Kollegen, der CXA80 und der CXA60. Lediglich Bluetooth ist jetzt serienmäßig integriert, deshalb prangt hier jetzt auch eine entsprechende Antenne zum Anschrauben. Das Pairing des Cambridge Audio CXA61 mit dem Smartphone geht dann auch sehr zügig und intuitiv.

Neben der Möglichkeit des Bluetooth-Streaming gibt es noch insgesamt vier analoge Eingänge, ein Phono-Eingang fehlt allerdings. Dafür gibts einen USB-Port für PC, sowie je eine 3,5-mm Klinke für AUX und Kopfhörer vorn. Trotz des etwas günstigeren Preises liefert der CXA61 ordentlich Verstärkerleistung – und das an zwei Paar Lautsprecher-Anschlüsse. Wer auf die Vollvernetzung verzichten kann oder will, bekommt mit dem Cambridge Audio CXA61 einen grundsolides, leistungsfähiges Stereo-Gerät. Als Plattenspieler bietet sich der Alva TT an, der hat einen integrierten Phono-Vorverstärker und passt auch optisch zum CXA61 – allerdings wird’s dann teuer.

Der Nad D 3045 treibt es ungewohnt hochkant und passt damit perfekt ins Bücherregal. Nur für die Anschlüsse auf der Rückseite müssen zumindest einmalig die Schwarten rechts und links vom NAD herausgenommen werden. Anders als die kleineren Denons dreht sich beim Nad D 3045 das Display nicht mit, wenn er dann doch mal auf der Seite liegend betrieben werden soll. Überhaupt ist das hochglänzende Kunststoffgehäuse spätestens beim Anfassen eine Enttäuschung, weil man mehr erwartet – mehr Gewicht und eine solidere Haptik.

Gespart wurde auch an den Netzwerkfähigkeiten: Der D 3045 hat weder LAN noch WLAN, einzig das Bluetooth-Modul erlaubt das drahtlose Musik-Streaming vom Smartphone. Dafür arbeitet der NAD beim Bluetooth bidirektional, wodurch er Signale empfängt und gleichzeitig an Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher weitergibt. Immerhin hat man dem D 3045 trotz diverser Einsparmaßnahmen eine Phono-Eingang spendiert, wer also außer Bücher auch noch Schallplatten im Regal hat, kann mit dem Nad D 3045 glücklich werden.

Wem das Potential des DRA-100 nicht ausreicht, der kann mit dem brandneuen NAD C 368 beginnen und diesen später nach Bedarf mit den vielseitigen MDC-Modulen aufrüsten. Er ist wie unser Testsieger offen für digitale und analoge Quellen, was ihn flexibel macht. Anbindungen an LAN und WLAN sind in der Grundausstattung nicht möglich. Dafür benötigt man ein Modul, dass man optional dazu kaufen kann – mit satten 500 Euro ist es aber enorm teuer.

Der Quad Vena 2 macht keinen Hehl aus seiner Herkunft und manch einer wird sich an das Design erinnern, das tatsächlich seit über sechs Jahrzehnten in der HiFi-Welt Bestand hat. Während das Design über die Jahrzehnte nur vergleichsweise kleine Anpassungen erfahren hat, wurde die Technik, die dahinter steckt, immer auf den aktuellsten Stand gebracht. Auch der Vena 2 ist dank digitaler Eingänge, USB-Port und Bluetooth-Empfang in der Moderne angekommen. Alte Tugenden, wie ein Phono-Eingang und die hervorragenden Klangeigenschaften, hat man indes beibehalten.

Der Quad Vena 2 ist, wie der Name schon vermuten lässt, schon die zweite Generation eines überaus erfolgreichen Receiver-Konzeptes. Das Design ist Funktional gehalten, ohne das es langweilig oder gar billig wirkt. Tatsächlich kann er wahlweise zum Hingucker werden oder sich ganz dezent in die Wohnlandschaft integrieren. Er ist außer in Silber auch in sogenanntem Lancester-Grau erhältlich. Gegen Aufpreis gibt es ihn als Black Gloss Version in schwarzem Hochglanz-Holzgehäuse, aber auch andere Holzarten wurden schon gesichtet.

Da aber schön sein alleine nicht reicht, hat der Hersteller auch den Vena 2 mit modernster Technik ausgestattet, ohne jedoch auf den auflebenden Charme beispielsweise eines Plattenspielers zu verzichten: Neben den digitalen Schnittstellen gibt es nämlich auch einen Phono-Anschluss auf der Rückseite. Außerdem findet sich dort eine USB-B-Buchse fürs Streamen vom PC sowie zwei weitere analoge Eingänge.

Der Quad schafft aus dem Stand eine eindrucksvolle Staffelung des Musikgeschehens – sowohl in der Breite als auch in der Tiefe, was insbesondere guten Live-Aufnahmen zugute kommt. Hier transportiert er das Konzert-Feeling perfekt ins Wohnzimmer. Auch bei komplexen Aufnahmen geht ihm kein Detail verloren und selbst bei große Lautstärken hat er alles im Griff.

Der neue Quad Vena 2 kann eben nicht nur gut aussehen, er bringt auch die meisten modernen Quellen zu Gehör. Dass er dabei nicht allzu groß ist und sich zudem in mehreren Gehäusevarianten die Ehre gibt, ist sicher nicht von Nachteil.

Der Marantz HD-AMP1 ist ein echtes Statement: Polierte Holzwangen fassen das schwere Gehäuse ein, vorne prangen zwei große, satt laufende Dreher – links die Quellenwahl, rechts die Lautstärke – in der Mitte sitzt das runde Display. Die Lautsprecher-Terminals dürften selbst dickste Kabel mühelos einklemmen. Der Marantz beschränkt seine Eingänge ausschließlich auf verkabelte Quellen. Diese dürfen dann allerdings auch digital sein; vom PC kann via USB gestreamt werden. Diese Selbstbeschränkung auf klanglich zuverlässige Quellen sowie die ausgeklügelte Verstärkerschaltung haben natürlich Folgen: Der Klang ist über jeden Zweifel erhaben.

Wenn Sie viele analoge Zuspieler an Ihren Stereo-Receiver anschließen möchten, ist der Rotel A12 genau das richtige für Sie. Er verfügt über fünf analoge Anschlüsse, ist aber auch für digitale Medien gut gerüstet. Klanglich kann sich der Rotel durchaus sehen lassen und auch optisch macht er einen guten Eindruck. Ein Manko ist, dass er nur im Fachhandel erworben werden kann.

Mit dem CXA80 hat Cambridge Audio dem CXA60 einen großen Bruder zur Seite gestellt. Der CXA80 liefert schon mal mehr Leistung an zwei Paar solide Lautsprecherbuchsen, bietet nunmehr eine USB-B-Schnittstelle zum Streamen vom PC und hat neben den normalen, analogen Cinch-Eingängen einen zusätzlichen symmetrischen Eingang mit professionellen XLR-Buchsen. Wer also über eine Quelle verfügt, die sich derart hochwertig verkabeln lässt, ist mit dem CXA80 gut bedient und kann zumindest über Bluetooth und USB streamen.

Mit dem Cambridge Audio CXA80 haben wir nun den größeren Bruder des Analog-Experten CXA60 im Test. Erstmal sehen sie sich sehr ähnlich, was ja bei Brüdern auch so üblich ist. Dennoch hat der CXA80 außer dem Plus an Leistung noch einige Spezialitäten zu bieten, die für manch als zum Kaufargument reichen.

Vorweg die schlechte Nachricht: Auch hier muss man den USB-Dongle BT100 für Bluetooth-Empfang dazu kaufen, dafür lässt sich dieser aber jetzt bequem per Fernbedienung zum Pairing aktivieren. Beim Kleinen musste man noch die Taste auf dem Stick drücken, der zudem noch unkomfortabel in der Rückseite steckte. Das tut er zwar beim CXA80 auch noch – es handelt sich sogar um den gleichen USB-Stick – aber, wie gesagt, reicht ein Druck auf die entsprechende Taste auf der Fernbedienung und schon blinkt der BT100 zur Paarungsbereitschaft.

Das geht erstaunlich schnell und wo der Blick schon auf die Rückseite fällt, werden sogleich weitere Änderungen sichtbar: Der CXA80 hat einen analogen Eingang hinzubekommen. Das wäre trivial, wenn es sich hierbei nicht um einen sogenannten symmetrischen Eingang handeln würde. Kenner der Materie wissen sogleich, worum es geht – nämlich nicht um simple Cinch-Buchsen, sondern um sogenannte XLR-Buchsen, die aus der Bühnentechnik stammen.

Die symmetrische Signalübertragung gilt als besonders wenig anfällig gegen Störeinflüsse. Vom Geräteinnern wie von außen und wurde bzw. wird deshalb gern im Profibereich genutzt, wo zumeist Kabel von mehreren Metern verlegt werden müssen und zudem keine sogenannten Brummschleifen oder anderes Ungemach entstehen dürfen.

Allerdings gibt es auch hochwertige Player und andere Quellen aus dem Heimbereich, die über symmetrische Ausgänge verfügen und genau hierfür ist der CXA80 gut gerüstet. Dasselbe gilt für die USB-B-Buchse, die jetzt hinzugekommen ist und dem Streamen von PC und Laptop dient – die gab es beim kleinen Bruder ebenfalls nicht.

Der CXA80 kommt ebenfalls ohne Display aus. Wer will, kann sogar die Anzeige-LEDs per Fernbedienung dimmen und sogar ganz abschalten. Die Fernbedienung selbst will dagegen nicht so ganz zum sonst sehr gediegenen Äußeren des CXA80 passen, erfüllt aber ihren Zweck.

Der Klang ist mehr als erwachsen: Der Cambridge Audio CXA80 baut eine breite, tiefe Bühne auf, spart nicht an Details und musiziert trotzdem wie aus einem Guss. Dabei ist er allerdings kein Schönfärber – Fehler, die bei der Aufnahme oder im Quellgerät entstehen, deckt er gnadenlos auf.

Wer auf allzuviel Komfort bei der Vernetzung verzichten kann, dafür aber Wert auf symmetrische Anschlüsse und ein außergewöhnliches Klangerlebnis legt, ist mit dem CXA80 gut bedient. Nur die Fernbedienung sollte man nach Möglichkeit verstecken.

Der Cambridge CXA60 ist das Richtige für Zeitgenossen, denen die komplette Vernetzung zu weit geht, und die ihre digitalen Quellen und das Smartphone mit dem bestmöglichen Klang zu diesem Preis versehen wollen. Das bedeutet, dass Musik über das Smartphone in CD-Qualität ausgegeben wird. Auf Netzwerkfunktionen muss verzichtet werden, Bluetooth steht aber zur Verfügung. Das Gerät ist sicher eine gute Alternative für alle, die ihre Hifi-Anlage erweitern möchten. Es ist zudem der kleinere Bruder des CXA80.

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Kommentare

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Hans Fischer
Hans Fischer

Schade dass Bluesound nicht im Test vertreten ist. Die haben mit dem Powernode 2i mit den interessantesten Amp auf dem Markt für deutlich unter 1000 Euro. Super kompakt, mit BlueOS ein immer mehr unterstütztes System an Bord, hochwertigste Wandler, mehr als ausreichend Power auch um große Standlautsprecher anzutreiben, eine hervorragende App….und btw: bei Tests von Class D Verstärkern den „Klang“ eines Verstärkers hervorzuheben ist unsinnig. Sofern nicht eine völlige Fehlkonstruktion vorliegt klingen die alle gleich – nämlich gar nicht.

Alexander
Alexander

Yamaha ist am Besten, benutze ich schon seit Jahren

eberano
eberano

Bitte die Bilder nicht automatisch durchlaufen lassen. Ab der ersten Bilderserie ruckelt dann der nachfolgende Text die ganze Zeit mit nach oben und unten! Lesen unmöglich!

Redaktion
Redaktion

Wir haben den Fehler korrigiert!

GENELEC
GENELEC

Also..ich kann das nicht nachvollziehen.Der einzige mit dem man Musik hören kann ist der NAD , mag auch der eine oder andere Song über andere Mibewerber „besser klingen „- ist nach meiner einschätzung Effekthascherei.Grosse Yamahas – machen nicht wirklich Musik – obwohl Yamaha gute Instrumente baut.Die Aussattung ist zudem erstmal nebensächlich – was soll ich mit Streaming etc.. wenn es sich anhört wie ein Sack Muscheln an der Nordsee – mit Musik -reproduktion hat sowas nichts zu tun ! Für den Preis zwar ok, allerdings ist hier der NAD der einzige der auch dazu gebaut ist Musik zu hören; Nich… Mehr... »

SirBrause
SirBrause

Oh, ein NAD Fanboy… oder vielleicht doch Händler, oder gar ein Mitarbeiter?
Würde den Dummsinn erklären, der sich im obigen Text tummelt.

Tim Boo
Tim Boo

Der yamaha hat kein phono eingang

Andreas H. Beyer
Andreas H. Beyer

Also der R-N 855 hat die besseren DAC und durch fireconnect wesentlich flexibler im Netz.
Auch die FB ist beim Onyko besser da die Tasten wenigstens unterschiedlich geformt sind und die FB logischer und aufgeräumter wirkt.
Der fehlende Photo ist beim Yamaha genau wie die billigen Plastikknöpfe und Anschluss-Terminals am Gerät eine Schande.

Na da scheint der „Tester“ wohl nicht bei der Sache gewesen zu sein.

Jürgen Wieser
Jürgen Wieser

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