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Die besten Überwachungskameras

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Überwachungskameras Test: Überwachungskamera
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 43 Überwachungskameras getestet. Die beste für draußen ist die Lupus LE221 Outdoor. Es handelt sich um eine robuste, wetterfeste und hochauflösende Kamera, die auf Akku-Spielereien verzichtet. Einmal an 230 bzw. 12 Volt anschließen, ausrichten und nie wieder um die Hardware kümmern. Und das Beste: keine Folgekosten. Bei den Indoor-Kameras ist die Netamo Welcome für uns die Beste: Sie hat eine super Gesichtserkennung und speichert die Daten lokal.

Update 5. August 2020

Wir haben weitere Überwachungskameras ausprobiert und die haben unsere Empfehlungen ordentlich aufgemischt. Die Lupus LE221 Outdoor ist nach Bauart und Verkabelung ein solider Klassiker ohne Akku aber mit 4K-Auflösung. Reolinks Argus 2 hat ein Solarpanel im Gepäck und arbeitet autark. Boschs Eyes-Außenkamera ersetzt eine 230-Volt-Leuchte und versteckt die Kamera.

Bei den Indoor-Kameras haben wir die Netamo Welcome aufgenommen, die durch eine tolle Gesichtserkennung überzeugt. Die Bosch Eyes-360°-Innenkamera hat mehr Übersicht, sie kann fast hinter sich schauen.

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4. Oktober 2019

Wir haben zwei weitere Kameras getestet: Die günstige Reolink H-E1 Pro ist ein Modell für drinnen, das viel Freiraum bei der lokalen Speicherung als auch bei den Alarm-Einstellungen bietet. Die teure Ring Stick Up Cam Battery ist wetterfest und kann überall befestigt werden. Der Komfort in den vergleichsweise komplexen Apps kommt an den Testsieger jedoch nicht heran.

12. April 2019

Wir haben drei weitere Outdoor-Kameras getestet und zwei neue Empfehlungen: Die Reolinks Go glänzt mit ultimativer Mobilität dank LTE-Modul und SIM-Karte. Und die D-Link DCS-2802KT-EU lässt bei der lokalen Speicherung freie Hand und kommt mit einer relativ komplexen App daher.

Die teure Eufy EufyCam E bietet lokale Speicherung als auchCloud-Speicher an und macht gute Fotos, für eine Empfehlung reicht das aber nicht.

14. Dezember 2018

Wir haben fünf weitere Outdoor-Überwachungskameras getestet. Diesmal mit dabei: die Logitech Circle 2, die Netgear Arlo Pro 2, die Blink XT von Amazon, die D-Link DCS-2670L und die sehr günstige Wansview W2, die sich ausschließlich für die Überwachung an PC oder Mac eignet.

6. Juli 2018

Wir haben 12 weitere Überwachungskameras getestet, darunter bekannte Marken wie Nest, Netatmo, Ring, Instar oder Reolink. Die Top-Modelle konnten uns bei Installation, Qualität und Bedienung überzeugen, so manches Low-End-Modell aber nicht. Beim Komfort in den Apps trennt sich nach wie vor die Spreu vom Weizen.

Wenn Sie sich eine Überwachungskamera zulegen wollen ist die erste Frage, ob sie außen oder innen angebracht werden soll. Für beide Fälle gibt es ganz unterschiedliche Anforderungen und entsprechend unterschiedliche Modelle. Daher haben wir diesen Test in Outdoor- und Indoor-Überwachungskameras unterteilt.

Vor allem bei Überwachungskameras für draußen müssen Sie rechtliche Aspekte beachten, denn öffentlicher Grund darf nicht aufgezeichnet werden. Mehr dazu lesen Sie weiter unten im Ratgeber-Teil.

Der Markt für Überwachungskameras ist groß und es gibt sie in jeder Preisklasse. Wir haben 36 Modelle für den Außeneinsatz und 7 für drinnen getestet – sowohl günstige, als auch teure. 32 der getesteten Modelle sind aktuell noch erhältlich.

Die beste Outdoor-Überwachungskamera

Früher war es sehr teuer, außen am Haus eine Überwachungskamera zu installieren, denn sie musste aufwändig verkabelt werden. Heute kann man sich bei vielen Modellen nicht nur das Videokabel sparen, sondern bei Bedarf auch das Stromkabel: IP-Kameras senden das Signal direkt per WLAN und viele Modelle gibt es mit Akku oder mit eigenem Solarpanel.

Ein Akku muss allerdings regelmäßig geladen werden, für den Dauereinsatz ist eine Verkabelung daher meist doch sinnvoll – oder aber man setzt auf ein Modell mit Solarpanel.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Lupus LE221 Outdoor

Test besten Überwachungskameras: Lupus LE221 Outdoor
Von Lupus kommt eine robuste, wetterfeste und bildstarke Kamera. Man muss sie nur an 230 bzw. 12 Volt anschließen, ausrichten und sich nie wieder um die Hardware kümmern – ohne Folgekosten.

Lupus hat mit der LE221 Outdoor eine klassische Überwachungskamera im Programm: Sie ist groß, wuchtig und auf 50 Meter als Kamera zu erkennen, das schreckt Übeltäter gleich ab. Sie übersteht jede Wetterlage, muss aber per Kabel mit Strom versorgt werden. Das hat aber auch eien Vorteil: Einmal installiert und ausgerichtet, müssen Sie sich nie wieder um die Kamera kümmern. Die Energie für die Lupus kommt aus der Steckdose, aus dem Ethernet-Kabel oder aus einem 12-Volt-Solarakku. Lupus hat keine Folgekosten, denn gespeichert wird lokal auf SD-Karte oder auf dem Computer. Die Nacht-Ausleuchtung ist exzellent und die Tageslicht-Aufnahmen in 4K sind brillant.

Komfort-Sieger

Logitech Circle 2

Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Logitech Circle 2
Die Circle 2 ist kompakt, flexibel, komfortabel in der Bedienung (Tagesresümee) und wird in der Nacht fast unsichtbar.

von 120 Lesern gekauft

Die bedienerfreundlichste Kamera für draußen ist für uns die Logitech Circle 2. Für einen moderaten Preis bekommt man eine akkubetriebene Kamera, die flexibel montiert und ausgerichtet werden kann. In der Circle 2 App finden sich jede Menge Features, wie Geofencing, Zeitplanung oder Sichtfeldmodifikation. In echte Begeisterung versetzt uns das Tagesresümee: Anstatt sich durch 30 einzelne Clips zu klicken, generiert man einfach ein Tagesresümee und schaut es sich in 60 Sekunden an. Komfortabler geht’s nicht.

Ohne Kabel
Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: D-Link DCS-2802KT-EU
D-Link liefert eine robuste und kompakte Kamera, sie lässt die Wahl zwischen lokaler oder einer günstigen Cloud-Speicherung.

Die D-Link DCS-2802KT-EU ist sicherlich kein günstiges Angebot, doch die zwei akkubetriebenen Kameras haben viele Vorzüge. Sie sind solide verarbeitet und bringen sehr gutes Befestigungsmaterial mit. Aufnahmen gelingen ohne Verzögerungszeit – sehr gut! Gespeichert wird auf SD-Karte (in der Basis-Version) oder auf einer angeschlossenen USB-Festplatte. Den Cloud-Service muss man nicht in Anspruch nehmen, wenn aber doch, dann ist er bezahlbar. Leider ist die modern gestaltete App nicht wirklich intuitiv bedienbar, da ist Einarbeitung nötig.

Energie-Selbstversorger
Test besten Überwachungskameras: Reolink Argus 2 + Solarpanel
Die Energie der Reolink kommt aus dem Solarmodul, es braucht nur eine Verbindung zu ihrem WLAN.

Die Argus 2 von Reolink bringt im entsprechenden Set ein Solarpanel mit, das den Kamera-Akku ständig auflädt. So müssen Sie nicht regelmäßig Akkus aufladen und können nach Herzenslust den Live-View anwerfen. Die Anbringung der wetterfesten Kamera ist im Rahmen des WLANs flexibel. Auch ohne WiFi oder bei Stromausfall geht die Aufzeichnung dank Speicherkarte in der Kamera weiter. Das kann der stromabhängige Testsieger nicht. Bilder und Videos können einfach aus der App heraus geteilt werden.

Unscheinbar

Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera

Test besten Überwachungskameras: Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera
Die Bosch ist eine Leuchte für den Hauseingang, mit Bewegungsmelder, Gegensprechanlage und unscheinbarer Kamera.

Sie wollen keine protzige Kamera, über die die Nachbarn reden? Bosch Smart Home hat mit der Eyes-Außenkamera ein Modell im Programm, das einfach ihre alte 230-Volt-Türleuchte ersetzt. Sie gibt Licht auf Bewegung und hat zwei Stimmungslichter. Die unscheinbare Kamera ist erst aus der Nähe erkennbar. Sie leistet zusammen mit der gut bedienbaren App den Überwachungs-Aspekt. Nebenbei ist das Ganze auch eine Gegensprechanlage. Schnelles WiFi ist Grundbedingung, denn Ethernet ist nicht vorgesehen und gespeichert wird in der Bosch Cloud (14 Tage Aufbewahrung kostenlos).

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerKomfort-SiegerOhne KabelEnergie-SelbstversorgerUnscheinbar
ModellLupus LE221 OutdoorLogitech Circle 2D-Link DCS-2802KT-EUReolink Argus 2 + SolarpanelBosch Smart Home Eyes-AußenkameraNetgear ArloReolink GoNetatmo PresenceLupus LE204 OutdoorRing Stick Up Cam Battery 2. GenEufy EufyCam ENest Cam OutdoorNetgear Arlo Pro 2Wansview W2D-Link DCS-2670LRing Video Doorbell 2Instar IN-9008 Full-HDInstar IN-5907 HDYI Dome IP Kamera 1080pReolink Argus 2Nest Cam IQAbus TVAC19100A7Links IPC-800.FHDBlink XT2Somfy Outdoor 2401560
Test besten Überwachungskameras: Lupus LE221 OutdoorTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: Logitech Circle 2Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: D-Link DCS-2802KT-EUTest besten Überwachungskameras: Reolink Argus 2 + SolarpanelTest besten Überwachungskameras: Bosch Smart Home Eyes-AußenkameraTest: Funk-Überwachungskamera für draußen – Testsieger Netgear ArloTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: Reolink Reolink GoTest Outdoor-Überwachungskamera: Netatmo PresenceTest besten Überwachungskameras: Lupus LE204 OutdoorTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: Ring Stick Up Cam BatteryTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: Eufy eufyCam ETest Outdoor-Überwachungskamera: Nest Cam OutdoorTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: Netgear Arlo Pro 2Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Wansview W2Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: D-Link DCS-2670LTest Outdoor-Überwachungskamera: Ring Doorbell 2Test Outdoor-Überwachungskamera: Instar IN-9008 Full-HDTest Outdoor-Überwachungskamera: Instar IN-5907 HDTest Outdoor-Überwachungskamera: YI Dome IP Kamera 1080pTest Outdoor-Überwachungskamera: Reolink Argus 2 1080p HDTest Outdoor-Überwachungskamera: Nest Cam IQTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: ABUS TVAC19100ATest Outdoor-Über­wachungs­kamera: 7Links Wetterfeste WLAN-IP-Kamera mit Full HDTest besten Überwachungskameras: Blink XT2Test besten Überwachungskameras: Somfy Outdoor 2401560
Pro
  • 4K Auflösung
  • Speichert lokal auf SD, im PC oder auf eigenem FTP
  • Hochwertiges Gehäuse
  • 12 Volt Stromversorgung
  • Kein Account beim Hersteller nötig
  • Benutzername für jede Cam
  • Keine Folgekosten
  • Sehr gute Nachtsicht: Ausleuchtung 4 bis 6 Meter
  • Leichte Montage/Ausrichtung
  • Überwachungsbereiche
  • Einzigartiges Tagesresümee
  • Unsichtbarer IR-Strahler
  • Keine Basisstation nötig
  • Robust und kompakt
  • OneTap: Funktion hinterlegen in der App
  • Lokale Speicherung auf SD/USB, alternativ Cloud
  • Schnell installiert
  • Flexibler Standort
  • Solar lädt auch bei diffusem Licht
  • Bilder/Videos Teilen aus App heraus
  • Gute Timeline-Bedienung
  • Wetter-Haube und reichlich Zubehör
  • Hochwertiges Gehäuse
  • 2 x Stimmungslicht + Alarm-Scheinwerfer
  • 14 Tage Speicherung kostenlos
  • Schnell installiert
  • Reaktionsschnell
  • Bild/Video Teilen einfach
  • Sensible Bereiche Frei-Hand
  • 230-Volt-Sockel
  • Einfache Installation und Bedienung
  • Zeitplanung und Geofencing
  • Ohne Abo, speichern auf SD-Karte
  • Für jeden Standort, da kein Strom und kein WiFi nötig
  • Schwer als Kamera zu erkennen
  • Vielfache Speichermöglichkeiten
  • Hochwertige Installation
  • Flutlicht für bestimmte Ereignisse
  • Gute Nachtaufnahmen
  • Sehr gutes Bildmaterial
  • Hochwertiges Gehäuse
  • 12 Volt Stromversorgung
  • Kein Account beim Hersteller nötig
  • Benutzername für jede Cam
  • Keine Folgekosten
  • Gute Nachtsicht Ausleuchtung 2 bis 3 Meter
  • keine Folgekosten, mit Software auf PC speichern
  • Vielseitig Befestigen
  • Montage-Material
  • Talk-Funktion z. B. Kinderaufsicht
  • Günstiger Cloud-Speicher
  • Robuste Kamera
  • Bis 16 Kameras plus 16 Bewegungsmelder
  • Lokal oder Cloud-Speicher
  • 16 GB microSD-Karte (in Basis)
  • Sehr hochwertig
  • Guter Feuchtigkeitsschutz
  • Auto-Off
  • Filter: Bewegung, Tiere, Personen
  • Zeitraffer und Timeline Gegensprechen via App
  • Gute Nachtaufnahmen
  • Leichte Montage, schneller Positionswechsel
  • Zeitplanung, Geofencing etc.
  • Überwachungsbereiche
  • Familienzugriff
  • Gegensprechen
  • Komfortable App
  • Zeitplanung
  • Kein Abo, keine Folgekosten
  • PC/Mac Software
  • Keine Cloud-Speicherung
  • CVR ohne Kosten (Daueraufnahmen)
  • Ethernet- oder WiFi-Betrieb
  • Überwachungsbereiche
  • Kein Abo, keine Folgekosten
  • Keine Cloud-Speicherung (SD-Karte)
  • Ethernet oder WiFi-Betrieb
  • Akku-und Netzbetrieb möglich
  • Steuert Türglocke
  • Gegensprechen via App
  • Schnelle und einfache Installation
  • Günstiger Cloud-Speicher
  • Sehr wetterfest
  • Steuert Sirene, Gong, Flutlicht
  • Vielfache Speichermöglichkeiten
  • Aufzeichnung nach Zeitplan
  • Komfortable Web-UI
  • Sehr wetterfest
  • Steuert Sirene, Gong, Flutlicht
  • Vielfache Speichermöglichkeiten
  • Aufzeichnung nach Zeitplan
  • Gute App mit Detail-Settings und Timeline
  • Schnell und einfach installiert
  • Speichern auf SD-Karte
  • Kamerafahrten (Dome)
  • Akku- oder Solar-Panel-Betrieb
  • Komfortable App mit Timeline
  • Drei Befestigungsarten
  • Kein Abo / Folgekosten
  • Gute Nachtaufnahmen
  • Auto-Off
  • Nahaufnahme mit automatischer Nachverfolgung
  • 4k-Sensor
  • Gegensprechen mit sehr guter Quallität
  • Gute Nachtaufnahmen
  • Vergleichsweise günstig
  • Mit Zeitplaner in der App
  • Solider Fuß
  • Schnell installiert
  • Aktivitätszonen
  • REC LED abschaltbar
  • Guter Preis
  • 230 Volt Lösung
Contra
  • Ethernet-Port nicht verschließbar
  • Braucht schnelles WiFi, besser Ethernet-Betrieb
  • Video-Sichtung in App mühsam
  • Gegensprechen nur bei Netzbetrieb
  • Träge beim Einschalten des Live-Bildes
  • Geringe WLAN-Reichweite und Laufzeit
  • Cloud-Zwang
  • Vergleichsweise komplexe App
  • Max. 4 Kameras am Hub
  • Hoher Preis
  • Sirene zu leise
  • SD-Karte zwingend nötig
  • Keine sensiblen Zonen
  • Nachtsicht nur bis 3 Meter
  • Keine IR-Nachtsicht, Scheinwerfer bei Alarm (bis 4 Meter ausgeleuchtet)
  • Braucht schnelles WiFi, Ethernet-Betrieb nicht vorgesehen
  • Cloud-Zwang
  • Regelmäßiger Batterie-Wechsel
  • Keine technischen Ergänzungen möglich
  • Nachtaufnahmen könnten besser sein
  • Cloud-Zwang
  • Hoher Preis
  • SD-Karte ist nicht dabei
  • Aufzeichnungslänge 8 Sekunden nicht änderbar
  • Kosten durch SIM mit Datentarif
  • Zwangskonto
  • Teils unzuverlässiges WiFi-Setup
  • Kein Pinch-Zoom in App
  • Ethernet-Port nicht verschließbar
  • Braucht schnelles WiFi, besser Ethernet Betrieb (im WiFi nicht bedienbar)
  • Komplexe App
  • Sirene zu leise für draußen
  • Video-Speicherung nur mit Abo
  • Verzögerte Aufnahme
  • Qualität Nachtbild
  • Befestigung minderwertig
  • Nur 10 Videos pro Tag auf SD-Karte
  • Lange Aufnahmeverzögerung
  • Hoher Preis
  • Nest Aware Abo fast zwingend Speicherung auf Server
  • Teure Abo-Optionen
  • Kein echtes Full-HD
  • Unkomfortable App
  • Gewöhnungsbedürftige Software
  • Profi-Einstellungen mit vielen Details
  • Kein SD-Steckplatz
  • Unkomfortable App
  • FTP-Speicher unzuverlässig
  • Keine Zeitsteuerung
  • Minderwertiges Gehäuse
  • App teilweise unzuverlässig und langsam
  • Gute Nachtsicht nur bis 2 Meter
  • Akku hält nur zwei Monate
  • Solar-Lader ineffektiv
  • Komplexe Installation
  • Aufwendige Videosichtung
  • Unscharfe Nachtaufnahmen
  • Komplexe Installation
  • Keine Timeline/Ereignisse in Web-UI oder App
  • Nur 720p-HD-Qualität
  • Unkomfortable Web-UI
  • Unscharfe Nachtaufnahmen
  • Kein Regen-/Feuchtigkeitsschutz
  • Geringe Qualität von Kamera und Befestigung
  • Unscharfe Nachtaufnahmen
  • Unzuverlässiger Verbindungsmodus
  • SD-Card nicht dabei, aber zwingend nötig für Aufzeichnung
  • Gegensprechen mit schlechter Qualität
  • Nest Aware Abo fast zwingend Speicherung auf Server
  • Sehr teuer
  • Schlechte App
  • Keine SD-Karte dabei
  • Schlechte Bildqualität
  • Schlechte Bildqualität bei Tag und Nacht
  • Schlechte Befestigung
  • Plastik-Gehäuse
  • 1-Wege-Mikrofon
  • Nur 2 Meter Nachtsicht
  • 2-Wege-Talk verzögert
  • Bild/Video speichern nicht möglich
  • Live-View ist nicht Standard
  • Timeline mühsam & reaktionsträge
  • Batterie bei häufigem Live-View & hoher Aktivität schnell erschöpft
  • Chassis aus Plastik, schlecht fixiert
  • Nicht flexibel (Schwenken/Neigen)
  • Nur senkrechter Anbau
  • Live-Bild und Gegensprechen stark verzögert
  • Sirene nur manuell
  • WiFi-Anbindung misslungen, Ethernet-Betrieb
  • Nachtsicht nur 4 Meter
  • Nur IP54
  • Kein echtes FHD
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Was Sie über Outdoor-Kameras wissen sollten

Früher mussten Outdoor-Überwachungskameras aufwändig verkabelt werden, heute senden sie das Videosignal einfach per WLAN direkt an den Router. Solche IP-Kameras sind wesentlich günstiger als herkömmliche Überwachungskameras und daher für jedermann erschwinglich. IP steht dabei für »Internet Protocol«, IP-Kamera lässt sich also am besten als »Netzwerkkamera« übersetzen.

Eine IP-Kamera ist letztlich also ein kleiner Computer, der mit einem Kameramodul und Infrarotsensoren bestückt ist und als Netzwerkgerät ins heimische Funknetzwerk integriert wird. Mit Hilfe eines Bewegungssensors zeichnet sie Fotos oder Videos auf, sobald jemand ins Blickfeld der Kamera kommt. Auch Nachtaufnahmen gelingen mit einem eingebauten Infrarot-Scheinwerfer.

 Überwachungskameras Test: Outdoor Cams Lupus Le221 Outdoor
Lupus LE221 Outdoor: Robust, wetterfest und ohne Batterien.

IP-Kameras sind direkt mit dem Internet-Router verbunden, etwa der Fritzbox oder einem Telekom-Speedport. Das hat den Vorteil, dass nicht immer ein Computer laufen muss, um die Videos aufzuzeichnen. Die Verbindung erfolgt entweder über ein Netzwerkkabel, oder – wie bei den meisten Überwachungskameras heute – über WLAN. Das ist viel praktischer, denn so spart man es sich, Kabel zu verlegen.

Für den Zugang zur Kamera braucht man ein gutes Passwort

Auch auf einen Stromanschluss kann man bei einigen IP-Kameras verzichten. Sie werden einfach mit Batterien, Akkus oder einem Solarmodul ausgestattet. So können sie völlig frei ganz ohne Kabel platziert werden.

Für den Test haben wir aus dem riesigen Markt der Überwachungskameras über die Zeit von mehreren Updates in Summe 43 Modelle herausgesucht, die das ganze Preisspektrum abdecken, von günstigen Geräten ab rund 50 bis zu teuren Markenkameras, die an der 400-Euro-Marke kratzen.

Überwachungskameras von Markenherstellern werden inzwischen zunehmend von No-Name-Herstellern aus Fernost verdrängt. Die sind oft wesentlich günstiger, bieten aber so gut wie keinen Kundenservice – und haben manchmal eklatante Sicherheitsmängel. So wurde kürzlich bekannt, dass viele günstige Sicherheitskameras über ihre IP-Adressen ohne jeglichen Passwortschutz über das Internet erreichbar sind – so bekommt jedermann Zugriff auf die Kamera. Bei der Installation sollte man daher auf jeden Fall ein sicheres Passwort für den Zugang zur Kamera vergeben und es ist umso wichtiger, dass der Vorgang einfach und verständlich ist.

Schutz gegen Einbrecher

Praktisch alle Outdoor-Überwachungskameras arbeiten mit einer Smartphone-App zusammen, über die ein Alarm direkt ans Smartphone gemeldet wird, entweder als Push-Nachricht, per SMS oder E-Mail.

 Outdoor-Über­wachungs­kamera Test: Outdoorcamera U0919 Ringstickup
Alles im Blick: IP-Kameras versprechen mehr Sicherheit für wenig Geld.

Das hört sich auf den ersten Blick verlockend an, denn so kann man einen Einbrecher selbst aus der Ferne auf frischer Tat ertappen und gleich die Polizei verständigen – denkt man sich zumindest.

Doch die Realität sieht anders aus, denn meistens ist es nicht ein unerwünschter Eindringling, der den Alarm auslöst, sondern die Katze des Nachbarn, die über die Terrasse läuft, spielende Kinder oder ein Auto in der Ferne. Selbst Wind, der die Äste von Bäumen bewegt, kann bestimmte Bewegungsmelder auslösen.

Netatmo Presence App: Menschen, Fahrzeuge und Tiere unterschiedlich behandeln.
Netatmo Presence App: Menschen, Fahrzeuge und Tiere können unterschiedlich behandelt werden.

In der Praxis wird daher kaum jemand die Push-Nachrichten aufs Handy dauerhaft eingeschaltet lassen – das ständige Gebimmel nervt. Nur in speziellen Bereichen, etwa dem geschützten Eingangsbereich eines Hauses, sind Push-Meldungen sinnvoll. Alternativ begrenzt eine Zeitplanung die Aktivität der Kamera auf die Nachtstunden.

Logitech, Blink XT, Netatmo, Nest, Ring, D-Link, Arlo und Instar gehen daran, das Problem zu entschärfen: Einmal durch die Aufteilung des erfassten Bereiches in verschiedene Segmente. Hier kann der Spielplatz von der Überwachung ausgeschlossen werden, die Einfahrt hingegen bleibt überwacht.

 Outdoor-Über­wachungs­kamera Test: Outdoorcamera U0919 Ringstickup Screen
Ring Stick Up Cam Battery: drei Zonen für die Erfassung von Bewegung

Die Filter bei Netatmo und Nest gehen noch einen Schritt weiter: Es gibt sie für Personen, Tiere oder sonstige Bewegungen. Je nach Wunsch lösen dann nur Menschen Alarm aus, Tiere aber nicht. Manche Modelle bieten sogar Gesichtserkennung: Familienmitglieder können dann unbehelligt eintreten, Fremde lösen einen Alarm oder zumindest eine Videoaufzeichnung aus.

Alarm wird bei Bewegungen jeglicher Art ausgelöst

Wirklich verhindern kann eine Überwachungskamera einen Einbruch also nicht, sie wirkt aber abschreckend. Schließlich liefert sie Beweismaterial, mit dem ein Täter unter Umständen identifiziert werden kann. Einen zielstrebigen und gut vorbereiteten Einbrecher wird auch das nicht abhalten, schließlich kann er sich auch vermummen. Aber so gut vorbereitet gehen die meisten Einbrecher nicht zu Werke.

Einige Überwachungskameras verfügen auch über eine Alarmschaltung, über die zum Beispiel eine Sirene oder ein Flutlicht angeschlossen werden kann bzw. ist eine Sirene gleich eingebaut. So macht man potentiellen Einbrechern das Leben noch ein Stückchen schwerer – oder aufgrund ständiger Fehlalarme auch den Nachbarn.

In der Regel verrichtet eine Überwachungskamera ihren Dienst daher eher passiv. Kommt es zu einem Einbruch, kann man das Material der vergangenen 24 Stunden oder – je nach Modell bzw. Abo – auch der letzten Tage oder Wochen sichten. Das ist der eigentliche Sinn einer Überwachungskamera.

Zusatzfunktionen wie der Blick in den heimischen Garten in Echtzeit wirken zwar erstmal attraktiv, mit der Zeit wird die manuelle Bedienung der Kamera aber in Vergessenheit geraten.

Bildqualität

Alle Outdoor-IP-Kameras im Test lösten mit mindestens 1.280 x 720 Bildpunkten (720p) auf, viele bieten aber auch höhere Auflösungen, etwa 1920 x 1080 Pixel (1080p, also Full-HD) oder gar 4K ([3840×2160).

Die Videoqualität von Outdoor-Überwachungskameras kann weder mit der eines Smartphones noch der eines Camcorders mithalten. Auch einen optischen Zoom gibt es fast nie. Die Bildqualität ist am ehesten mit einer einfachen HD-Webcam im Klappdeckel eines Notebooks vergleichbar: Relativ starkes Bildrauschen, oft stark überdrehte Kontraste, verfälschte Farben und manchmal unscharfe Flecken im Bild, speziell bei den beweglichen Dome-Kameras. Auch wenn die Hersteller mit HD oder Full-HD werben – die Bildqualität ist nicht unbedingt das, was man erwartet, selbst wenn die hohe Auflösung das suggeriert.

Nest Cam Outdoor Tag: Objekt auf 2 m
Nest Cam Outdoor Tag: Nur wenige Kameras haben so ein klares Bild mit kräftigen Farben.

Aber bei einer Überwachungskamera geht es ja auch nicht darum, möglichst schöne Videos vom Einbrecher zu machen, sondern darum, dass sie zuverlässig in allen möglichen Lichtsituationen ein erkennbares Bild liefert – vor allem auch nachts.

Bild­qualität ist zweit­rangig – so­lange man etwas erkennen kann

Dazu sind IP-Kameras in der Regel mit Infrarot-Lichtquellen ausgestattet, die den Bereich vor der Kamera mit einer für das menschliche Auge unsichtbaren Lichtwellenlänge ausleuchten. Infrarot-Licht im Wellenlängenbereich von 800 – 1000 Nanometern kann von jeder Kamera in Schwarzweiß aufgezeichnet werden. Bei Tageslicht wird der Infrarot-Filter in der Kamera einfach weggeklappt.

 Überwachungskameras Test: Outdoor Cams Update072020 Lupus Le221 Outdoor Pic Sw5m
Lupus LE221 Outdoor: Nachtbild 8MB auf 1 m, 2 MB groß.

Gänzlich unsichtbar sind die Infrarot-Scheinwerfer der meisten IP-Kameras allerdings nicht. Wenn man nachts frontal in die Kamera blickt, kann man meist rote oder blaue Punkte sehen. Der Grund: IR-Scheinwerfer in Kameras arbeiten meist mit einer Wellenlänge von 850 Nanometern. Es gibt zwar auch unsichtbare 940nm-IR-Strahler, deren Reichweite ist aber nur halb so groß wie die von 850nm-IR-Strahlern.

Typischerweise schauen Überwachungskameras in eine Richtung und leuchten dabei einen engen Bereich aus. Im Test war der ein bis zwölf Meter weit und höchstens vier bis sechs Meter breit. Herstellerangaben von 15 bis 20 Metern Reichweite halten wir für stark übertrieben. Im Test konnten die Scheinwerfer höchstens sechs Meter vernünftig ausleuchten.

Objekte in größerer Entfernung verschwanden in der Dunkelheit. Mit separaten IR-Scheinwerfern aus dem Handel kann man Abhilfe schaffen, falls man mit der Ausleuchtung unzufrieden ist. Das ist bei einem hohen Anspruch an die Nachtsichtqualität sogar empfehlenswert, denn die Infrarot-LED-Scheinwerfer im Kameragehäuse sind selten eine optimale Lösung.

Bild zeigt die Scheinwerfer-Kegel der 2 Dome-Kameras (über Tor) und der 5 anderen IP-Kameras (Bildmitte)
Das Bild zeigt die Scheinwerferkegel der zwei Dome-Kameras (über dem Tor) und der fünf anderen IP-Kameras (links).

Auch sonst haben eingebauten Scheinwerfer Nachteile: Verschmutzungen auf der Objektivabdeckung führen zu Reflexionen, die die Bildqualität drastisch verschlechtern können. Ein häufiges Problem sind solche Spiegelungen vor allem bei eingebauten Infrarot-LEDs bei Dome-Kameras, denn die Plastikkuppel der Abdeckung reflektiert auch das Infrarot-Licht der LEDs darunter.

Zwar verschmutzen auch externe LED-Strahler, aber das hat allenfalls Auswirkungen auf die Ausleuchtung, nicht auf die Bildqualität. Abstrahlwinkel und Leuchtweite sind bei eingebauten LED-Strahlern im Kameragehäuse in jedem Fall ungünstiger als bei externen LED IR-Scheinwerfern. Außerdem lockt die Abwärme der eingebauten IR-LEDs Insekten und Spinnen an, die sich gern an der Kamera niederlassen und die Sicht blockieren.

Hohe Auflösung problematisch

Bis vor wenigen Jahren besaßen Überwachungskameras im besten Fall 640 x 480 Pixel (VGA) Auflösung. Für den Einsatzzweck reicht das auch heute noch aus, aber viele Käufer erwerben trotzdem gerne hochauflösende Megapixel-Kameras: 1.920 x 1.080 Bildpunkte sind heute der Standard.

Eine geringere Auf­lösung kann sinn­voller sein

Weil die Bildsensoren trotz höherer Auflösung aber nicht größer werden, benötigen solche Kameras mehr Licht, um die gleiche Detailschärfe zu liefern. Sie beginnen dadurch schneller zu rauschen als Kamerasysteme mit geringen Auflösungen.

Die Folge des Bildrauschens: Die Qualität der Bilder sinkt, die erforderliche Bandbreite und der Speicherbedarf steigen um bis zu 80 Prozent und intelligente Analysefunktionen liefern permanent Fehlergebnisse. Unser Tipp: Entscheiden Sie sich entweder gleich für eine geringere Auflösung: Maximal 1080p bei netzbetriebenen Kameras und maximal 720p bei Akku-Kameras.

So oder so sollte ihre WLAN-Verbindung zur Kamera ein sehr gutes Signal haben, sonst nerven ständige Verbindungsfehler, eine quälend langsame App und deutliche Zeitverzögerungen beim Live-View.

 Überwachungskameras Test: Outdoor Cams Update072020 Lupus Le221 Outdoor Pick
Ein einziges 4K-Foto 3840 x 2160 ist 10 Megabyte groß (Lupus LE221 Outdoor)!

Apps günstiger Kameras: Oft nicht brauchbar oder zu komplex

Namenhafte Hersteller wie Logitech, Nest, Netgear, Netatmo, D-Link, Ring, aber auch Yi Camera, Eufy und Reolink haben viel Zeit und Mühe in die Entwicklung komfortabler Apps investiert. Das merkt man diesem Programm auch an. Als Nutzer fühlt man sich wohl, selbst wenn man sich hier und da etwas einarbeiten muss.

Viele günstige Hersteller haben dafür leider keine Zeit. Sie versuchen entweder durch zahlreiche Funktionen und überbordende Einstellungsmöglichkeiten den Nutzer einzuschüchtern (HiKAM A7, 7Links, Instar, LogiLink, Wansview) oder sie haben nur eingeschränkte Einstellungsmöglichkeiten (Abus, Samsung, Blink XT). Von Komfort wollen wir gar nicht reden. Ein richtiger Wohlfühlfaktor wollte da nicht aufkommen.

Die Dome-Kameras von LogiLink und Foscam, aber auch die Instar-Modelle, setzen beim Thema Bedienung noch einiges drauf: Sie können per PC- oder Mac-Software oder einfach per IP-Zugriff im Browser bedient und eingerichtet werden. Der Laie steigt bei diesen Profi-Tools jedoch schnell aus, denn »einfach« und »komfortabel« ist hier gar nichts. Für den Profi, der vier oder mehr Kameras einrichtet und die Überwachung hautsächlich vom PC aus steuert, sind LogiLink, Instar, Wansview oder Foscam allerdings mächtige Tools. Von der Zeitplanung bis hin zum FTP-Speicherort bleiben kaum Wünsche offen.

Instar Web UI: Alarm-Aktionen
Instar Web-UI: Alarmaktionen.

Die manuelle Bedienung der Kameras mit Aufnahme, Zoom, Helligkeit oder Ton On/Off funktionierte bei allen Kameras im Test zumindest brauchbar. Abstriche mussten wir bei Yi Camera und Reolink machen: Erstere reagiert etwas verzögert auf die Steuerung (Dome Kamera mit Kamerafahrt) und zweite verzögert das Live-Bild um sechs bis acht Sekunden.

Echte Ausreißer leisteten sich nur die Dome-Kameras von LogiLink und Foscam: Die baugleichen Geräte waren in der App oder auch in der Client-Software am PC schlichtweg nicht bedienbar. Sie reagierten extrem träge, jeder Schwenk der fahrbaren Kamera wurde zur Geduldsprobe. Das änderte sich auch durch das Einstellen einer niedrigen Auflösung nicht wesentlich. Erst als wir eine Verbindung per Ethernet-Kabel statt über WLAN herstellten, waren die beiden Kameras flüssig bedienbar. Möglicherweise war unser Funknetzwerk durch die vielen Kameras überlastet – oder die 15-Meter-Distanz war zu groß. So können wir vom Funkbetrieb der Dome-Modelle LogiLink WC0049 und Foscam FI9828W jedoch nur abraten und müssen stattdessen den Betrieb über Netzwerkkabel empfehlen.

Auch Samsung zeigte sich von der Schattenseite: Während alle Kameras inklusive der Dome-Modelle kein Problem mit der Videoübertragung über 15 Meter Luftlinie zum Router hatten, streikte die Kamera häufig bei so einer Distanz. Wenn wir die Auflösung auf maximal setzten – das sind bei Samsung 1.920 x 1.080 Pixel – war gar keine Verbindung mehr möglich.

Speicher: Online oder auf Karte

Viele IP-Kameras speichern das aufgezeichnete Videomaterial auf fest eingebaute oder von außen eingesteckte SD-Speicherkarten. Alternativ kann das Material bei einigen Modellen auch gleichzeitig auf einem Onlinespeicher abgelegt werden – darüber  sollten Sie sich vor dem Kauf genau informieren. Oft müssen Sie separat eine Speicherkarte erwerben, die können Sie dann gleich mit bestellen.

 Überwachungskameras Test: Outdoor Cams Update072020 Lupus Le204 Outdoor
Lupus LE204 Outdoor: Speicherkarte unter dem Dome: manuelle Fixierung des Objektivs.

In Punkto Ausfallsicherheit ist die Onlinespeicherung ideal, denn auch bei Zerstörung der Kamera bleibt das Beweismaterial erhalten.

Einige wenige Kameras verfügen über einen eigenen Router (Netgear Arlo, D-Link, Reolink Go, Eufy, Blink XT), gewissermaßen als Empfangsteil der Kamera, das man im Haus unterbringt. Auf diesem kann das Videomaterial teilweise auf einem USB-Stick oder einer SD-Karte gespeichert werden.

Wenn die Kamera manuell mit der Smartphone-App ausgelöst wird, werden Bilder und Videos meistens direkt auf dem Speicher des Smartphones abgelegt.

Unser Testsieger von Lupus speichert Alarmvideos je nach Wunsch auf SD-Karte, auf eigenem FTP-Speicher oder auf einem PC im Netzwerk. Eine Circle 2 speichert ausschließlich in der Cloud, es gibt keinen lokalen Speicher. Nur deshalb kann auch zügig ein Tages-Resümee erstellt werden, ihr Smartphone hätte dazu nicht die nötige Rechenkapazität, von der Download-Zeit des ganzen Videos Materials mal ganz abgesehen. Alles, was sie im Video-Archiv sehen, passiert also auf dem Logitech-Server.

Bewegungserkennung

Der Bewegungssensor ist ein passiver Infrarot-Sensor (PIR-Sensor), der auf Bewegung in Verbindung mit Wärme reagiert. So kann er den Erfassungsbereich laufend nach Lebewesen absuchen, denn die strahlen Wärme ab.

Arlo Pro 2: App - Überwachungsbereich festlegen
Arlo Pro 2: App – Überwachungsbereich festlegen.

Vor dem 4×5 Millimeter großen Sensor sitzt eine Linsenanordnung, die den Erfassungsbereich in Zonen aufteilt. Jede Linse sieht einen genau abgegrenzten Bereich und lenkt auftretende Wärmestrahlung direkt auf den PIR-Sensor. Bewegt sich eine Wärmequelle durch die einzelnen Zonen, werden unterschiedliche Ladungsdifferenzen auf dem PIR-Sensor erzeugt und der Alarm wird ausgelöst.

Eine andere Möglichkeit der Bewegungserkennung ist das konstante Aufzeichnen eines Videostreams. Verändert sich der Bildinhalt sehr schnell, etwa wenn eine Person durch das Sichtfeld läuft, wird der Alarm ausgelöst.

Doch ein solcher Bildvergleich kann unter Umständen viele Fehlalarme produzieren, etwa, wenn Bäume sich durch Wind bewegen, starker Schnee fällt oder Autos durchs Bild fahren. Zuverlässiger sind Überwachungskameras mit passiven Infrarot-Sensoren.

Was ist mit Ton?

Während einige Geräte komplett auf die Audioaufzeichnung verzichten (Netgear), können andere mit einem Außenmikrofon ergänzt werden oder haben ein integriertes Mikrofon (fast alle Modelle). Einige IP-Kameras haben sogar einen Lautsprecheranschluss (Instar, Foscam, LogiLink) bzw. eingebaute Lautsprecher (Logitech, Nest, Netatmo, D-Link, Reolink, Ring, Yi, 7Links, Bosch, Somfy). Zusammen mit einem Mikrofon können sie dann auch als Gegensprechanlage eingerichtet werden. Die Qualität dabei ist aber nur bei den Nest-Kameras, Logitech, Ring, Bosch und Netatmo zufriedenstellend.

Rechtliche Situation

Privatnutzer in Deutschland müssen sich auf ihren Grundstücken und in ihren Wohnungen wenig Gedanken über Datenschutzbestimmungen machen, wenn sie eine Überwachungskamera einsetzen wollen. Sie müssen noch nicht einmal konkrete Gründe dafür nennen. Teile einer öffentlichen oder vom Nachbarn genutzten Fläche dürfen aber nicht überwacht werden. Es gilt allgemein die Transparenzpflicht: Wenn Sie Ihren Besuchern gegenüber fair sein möchten, sollten Sie Hinweise bzgl. der Überwachungskamera anbringen.

Das eigene Grund­stück darf über­wacht werden

Gezielte Beobachtungen des Nachbargrundstückes sind allerdings klar verboten. Das wäre eine tiefgreifende Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Nachbarn und er könnte auf Schadenersatz und Schmerzensgeld klagen. Um keinen Unfrieden zu stiften, sollten Sie im Zweifel mit Ihren Nachbarn über das Vorhaben sprechen und darauf hinweisen, welche Bereiche aufgezeichnet werden. Vor allem, wenn es um gemeinsame Zuwege und Flächen geht, ist eine einvernehmliche Absprache Pflicht.

Dabei spielt es nach aktueller Rechtslage keine Rolle, ob die Kamera ein Dummy oder technisch gar nicht funktionsfähig ist. Entscheidend ist, dass Ihr Nachbar oder ein Besucher von einer Aufzeichnung ausgeht und sich beobachtet fühlt.

Vorsicht ist auch geboten, wenn öffentliche Gehwege, Parkplätze etc. durch die Kamera mit überwacht werden. Deutsche Gerichte räumen dem Persönlichkeitsrecht des Passanten regelmäßig mehr Gewicht ein als den Schutzinteressen eines Hausbesitzers. Mehr dazu können Sie in einer Broschüre der Universität Münster nachlesen.

Gewerbe

Gaststätten, Hotels, Geschäfte oder Bürogemeinschaften berufen sich in der Regel auf ihr Hausrecht, wenn sie Überwachungskameras installieren. Hier gibt es jedoch datenschutzrechtliche Vorschriften, schließlich handelt es sich um öffentlich zugängliche Räume im Sinne von § 6b Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Grundsätzlich dürfen Pächter und Eigentümer aber Maßnahmen gegen Diebstahl oder Beschädigungen des Eigentums ergreifen und die Videoüberwachung ist dabei ein legitimes Mittel zur Prävention und zur Aufklärung. Eine heimliche oder verdeckte Videoüberwachung verletzt aber die Interessen der Betroffenen und ist daher grundsätzlich unzulässig. Das gilt vor allem für Gaststätten oder ähnliche Lokale.

Produktionsstätten, Büros und Küchen sind kritisch

Produktionsstätten ohne Publikumsverkehr, Büros oder auch Küchen sind bei der Überwachung grundsätzlich ein kritischer Fall, die Inhaber oder Entscheider sollten sich auf jeden Fall über ihren rechtlichen Spielraum genau informieren. Wirtschaftsgänge, Lager, Außenbereiche oder Parkplätze sind hingegen selten problematisch. Einen guten Einstieg in das Thema finden Sie beim sächsischen Datenschutzbeauftragten.

In der Schweiz ist die Rechtslage ähnlich wie in Deutschland. Mehr Informationen dazu finden Sie beim eidgenössischen Datenschutzbeauftragten.

In Österreich ist die Gesetzeslage dagegen strenger: Hier sind Überwachungskameras meldepflichtig, sobald sie Videomaterial aufzeichnen. Im gewerblichen Bereich darf Videoüberwachung nur in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden und muss ebenfalls vorab genehmigt werden. Mehr Informationen dazu finden sie bei der österreichischen Datenschutzbehörde.

So haben wir getestet

Die meisten Geräte unserer Testreihe sind wetterfest und halten zumindest den IP66-Standard ein. Somit sind sie gegen starkes Strahlwasser, Staub und Berührung vollständig geschützt und können ohne jeden Schutz direkt dem Wetter ausgesetzt werden.

Für überdachte Carports oder andere Außenbereiche sollte man Geräte mit der Schutzklasse IP66 oder IP67 wählen, weil auch hohe Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser ungeschützter Elektronik schaden kann. Für Innenräume und Hallen genügen aber auch einfache Indoor-Modelle, die meistens günstiger sind. Wir haben uns für unseren Test aber auf Outdoor-Modelle konzentriert.

Wir haben den Winter oder auch den nassen Herbst genutzt und alle Kameras im Freien installiert, wenn möglich ohne jeden Wetterschutz. Alle Geräte haben den Testlauf über mehr als zwei Wochen bestanden, wir hatten keine Ausfälle. Allenfalls die Bildqualität kann unter Regentropfen und Kondenswasser auf der Linsenabdeckung leiden.

Videoqualität bei Tageslicht

Bei Tageslicht sollte man keine Superfotos erwarten: Der Kontrast ist bei den meisten Kameras übersteuert. Lebensechte, neutrale Farben liefert unser Testsieger von Lupus, aber auch die Circle 2. Allerdings kommt durch das Weitwinkel-Objektiv die bekannte Fischaugen-Optik zustande. Circle 2 bildet hinsichtlich der Bildqualität die Mittelklasse ab.

Brauchbare Fotos liefern nicht gerade alle Modelle, es gibt aber Positivbeispiele. Allerdings sind das meist batteriebetriebene Modelle, die in der Praxis sicherlich nicht dauerhaft mit der höchsten Auflösung fahren.

Nachtaufnahmen

Beweismaterial ist der Hauptzweck einer Kamera, daher haben wir Nachtaufnahmen einer Person und von beschrifteten Aufstellern bzw. Namensschild gemacht. Wir wollten wissen, auf welche Distanz wir im Bild die Gesichtszüge bzw. die Buchstaben erkennen können.

Bei den meisten Kameras sind die Infrarot-Scheinwerfer sichtbar, das sind die rot oder blau leuchtenden Punkte in Nachbarschaft der Kameralinse. Mit solchen wird eine Sicherheitskamera natürlich schnell entdeckt. Unsichtbar werden IR-Strahler durch Filter oder wenn sie in einer bestimmten Wellenlänge arbeiten.

Es sind indes die Akku-Kameras, die in der Regel die schlechtesten Nachtbilder liefern. Das kommt in erster Linie von der geringen Leuchtkraft ihrer Infrarot-Scheinwerfer.

 Überwachungskameras Test: Outdoor Cams Lupus Le221 Outdoor

Testsieger: Lupus LE221 Outdoor

Robust, wetterfest, wartungsfrei und erstklassige Bildqualität, diese Kernmerkmale lassen die Lupus LE221 Outdoor aufs Siegertreppchen steigen. Alle, die nicht auf Akkus oder Batterien angewiesen sein wollen und eine klassische Verkabelung bevorzugen, werden mit der Lupus wahrscheinlich zufrieden sein. Lupus hat keine Cloud, sie kümmern sich selbst um die Verwahrung ihrer Alarm-Clips.

Testsieger

Lupus LE221 Outdoor

Test besten Überwachungskameras: Lupus LE221 Outdoor
Von Lupus kommt eine robuste, wetterfeste und bildstarke Kamera. Man muss sie nur an 230 bzw. 12 Volt anschließen, ausrichten und sich nie wieder um die Hardware kümmern – ohne Folgekosten.

Die Lupus kann im WLAN (2,4 GHz) oder am Netzwerkkabel betrieben werden. Letzteres versorgt die Kamera dann auch mit Energie (PoE). Das mitgelieferte 12-Volt-Steckernetzteil ist nicht wetterfest, es muss auf jeden Fall trocken untergebracht sein. Das wird mit dem kurzen Verbindungskabel nicht immer möglich sein, da müssen Sie verlängern. Betreiber einer Insel-Solaranlage können die Kamera direkt an eine 12-Volt-Batterie anschließen.

Wir empfehlen nicht den WiFi-Betrieb, sondern das Ethernet-Kabel. In unserem Fall war sogar die Verbindung via Kabel am WiFi-Repeater noch zu langsam, was man am verzögerten Live-View bemerkte. Eine direkte Verbindung mit dem Basis-Router ist also fast schon Pflicht, es sei denn, Sie nennen ein sehr schnelles Mesh oder Extender-WiFi ihr Eigen.

Für den RJ45-Stecker im Außenbereich liegt eine wasserdichte Kupplung bei. Wenn Sie allerdings Funk benutzen bleibt die Frage, wie Sie den Port verschließen, denn das ist mit der besagten Kupplung nicht möglich.

Lobenswert ist das Befestigungsmaterial mit Bohrschablone und Torx-Schlüssel für die Ausrichtung des Gelenks. Die Schrauben halten wir für die schwere Kamera für zu kurz, speziell wenn sie an der Wetterseite des Hauses angebracht werden soll.

 Überwachungskameras Test: Outdoor Cams Lupus Le221 Outdoor
Lupus LE221 Outdoor: Solider Fuß.

Die Konstruktion der Kamera ist über jeden Zweifel erhaben. Der Druckguss-Korpus und Fuß ist solide, kann exakt ausgerichtet werden und wird Wind und Wetter sicherlich über viele Jahre standhalten. Die Schatten-Haube über der Linse kann etwas nach vorn oder hinten verschoben werden.

Die Zertifikate sind IP67 (100 Prozent dicht gegen Staub und Sand, 30 Minuten unter Wasser) und sogar IK10. Letzteres beschreibt den Grad der mechanischen Einwirkung, den die Kamera überstehen würde. IK10 ist die höchste Stufe und beschreibt fünf Kilogramm Masse, die aus 40 Zentimetern Höhe auf die Kamera fallen. Das hat im Testfeld kein anderer Hersteller zu bieten.

Bedienung und Komfort

Gespeichert wird lokal auf der SD-Karte (bis 128 Gigabyte), die sich unter einer Klappe in der Kamera befindet. Insofern arbeitet die Kamera weiter, wenn das Internet ausfällt. Eine SD-Karte liegt nicht bei. Sie können im Falle von Aufzeichnungen am PC aber auch komplett darauf verzichten.

Einen Cloud-Service gibt es nicht, Sie sind 100 Prozent selbst für die Speicherung ihrer Alarm-Videos verantwortlich.

In der App können zahlreiche Lupus Kameras für drinnen und draußen kombiniert werden. Für jede Kamera wird ein Nutzername und ein Passwort eingerichtet. Das klingt lästig, ist aber nötig, weil es keinen zentralen Account gibt. Sie müssen sich also beim Hersteller nicht registrieren und irgendwelche Daten preisgeben.

Zeitpläne zum Aufsetzen von Überwachungszeiten sind möglich. Nicht möglich ist das Definieren von Privaten-Zonen im Sichtfeld, bei denen Bewegung keinen Alarm auslösen soll. Die Lupus ist eine Kamera fürs Grobe.

Die App ist in Sachen Video-Sichtung auf der Timeline nicht komfortabel, es gibt keine Tageszusammenfassung und natürlich auch keine Gesichtserkennung. Schlussendlich ist die Lupus eine Überwachungskamera, bei der man das Material nach einem Ereignis sichtet.

Die App kann bei Alarm Push-Nachrichten empfangen und anzeigen lassen. Doch mangels Sirene und Talk-Funktion können Sie ohnehin nicht in das Geschehen eingreifen, es sei denn über Telefon.

Optimal lässt sich die Lupus-Kamera mit der SmartVision Software des Herstellers verwenden. Diese NVR-Software ist dann die Schnittstelle zur Kamera, in der sie alle Einstellungen vornehmen, Zeitpläne erstellen und Videos sichten. Die App ist im Vergleich rudimentär, hat deutlich weniger Settings und das Sichten von Material ist mühsam – aber möglich.

Bildmaterial

Die Lupus LE221 Outdoor liefert bei Tag erstklassiges Bildmaterial ab, die Farben sind natürlich. Durch das Weitwinkel-Objektiv (112 Grad horizontal, 60 Grad vertikal) entsteht eine Fischaugen-Optik mit leicht verzerrten Objekten.

In der Nacht erleben wir eine zentrierte IR-Ausleuchtung, die bis auf vier bis sechs Meter jedes Detail erkennbar macht. Die Infrarot-Lichter streuen nicht in die Breite, sondern fokussieren auf die Mitte, was in den Bildern deutlich erkennbar ist.

Solche fast schon gestochen scharfen Nachtaufnahmen bot bisher noch keine Kamera in unseren Tests. Die Herstellerangabe von bis zu 60 Meter Nachtsicht halten wir für sehr übertrieben, da sind bestenfalls Schatten erkennbar.

Ob eine Überwachungskamera 3840 x 2160 Bildpunkte liefern muss, darüber kann man sich streiten. Der Speicherplatz auf NAS, PC oder SD-Karte ist unnötig schnell erschöpft und die Bandbreite wird strapaziert.

Auf der anderen Seite können wir im Live-View eine große Fläche bis ins Detail überwachen und ganz dicht herangehen. Das Bild bleibt gestochen scharf. Die Alarm-Videos können je nach Setting auch in kleineren Auflösungen mitgeschnitten werden.

Die Talk-Funktion haben wir nicht vermisst. Wer möchte schon mit einer wuchtigen Kamera sprechen, die vielleicht auf vier Metern Höhe angebracht ist. Gleiches gilt für eine Sirene, es ist keine in der Kamera eingebaut. Eine solche könnte vom Hersteller erworben und verknüpft werden (LUPUSEC Außensirene V2 12033).

Das Lupus-Modell eignet sich für einen großen Hof, einen weiten Garten oder ein Betriebsgelände. Für eine schmale Einfahrt wäre die Kamera überdimensioniert. Wollen Sie mehrere Lupus-Kameras betreiben, dann ist NVR-Software Pflicht. Mit der App lassen sich keine großen Mengen von Material sichten.

Nachteile?

Die Lupus LE221 Outdoor fährt den klassischen Ansatz ohne Schnickschnack. Einigen Anwendern könnten daher Merkmale wie Gegensprechanlage oder eingebaute Sirene fehlen. Wir meinen allerdings, dass solche Features nichts im Body dieser Kamera zu suchen haben, sondern eher in einer Video-Türklingel oder einem Außenlicht, wie bei der Bosch Eyes-Außenkamera.

Die kleinen Nachteile sind daher nur der nicht wasserdicht verschließbare Ethernet-Port und die Notwendigkeit eines schnellen WiFi Signals. Wir empfehlen die direkte Ethernet Verbindung mit dem Basis-Router.

Die Sichtung von Videos in der App-Timeline ist möglich aber bei größeren Mengen mühsam. Beim Einsatz mehrerer Kameras kommen Sie um die Verwendung einer NVR-Software nicht herum, Lupus liefert seine eigene SmartVision Software für den PC gleich mit.

Lupus LE221 Outdoor im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine weiteren seriösen Testberichte zur Lupus LE221 Outdoor. Sollten wir zukünftig Tests finden, so tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Die Lupus LE221 Outdoor ist erstklassig konstruiert und hat eine tolle Bildqualität, allerdings ist sie beim Sichten von Videos und smarten Features nur zweitklassig. Daher gibt es Alternativen, die in solchen Disziplinen besser sind.

Komfort-Sieger

Logitech Circle 2

Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Logitech Circle 2
Die Circle 2 ist kompakt, flexibel, komfortabel in der Bedienung (Tagesresümee) und wird in der Nacht fast unsichtbar.

von 120 Lesern gekauft

Die Circle 2 kann per WiFi aber auch mit dem Netzkabel betrieben werden, allerdings ist diese Verbindung nicht wetterfest. Für den Netzbetrieb müssen Sie Ihre Kamera also wenigstens unter einem Dach installieren. Die Logitech ist offen für Apple HomeKit, Google Home sowie Amazon Alexa.

Bei der Montage der Logitech Circle 2 ist man sehr flexibel: Mit Dübeln oder Holzschrauben befestigen wir die kleine Montage-Platte an der Wand oder auf dem Dach. Der Kamerafuß wird aufgesteckt. Auf seinen Holm stecken wir die fertig eingerichtete Circle 2 und können sie dann ausrichten. Die Befestigung an der Decke ist auch möglich, aber nicht über den Kamerafuß, sondern mit einem 6-mm-Stativ-Mount an der Unterseite.

Circle 2: die Abo Option Circle Safe bringt mehr Komfort und Einstellungsoptionen
Logitech Circle 2: Die Abo Option Circle Safe bringt mehr Komfort und Einstellungsoptionen.

Die Logitech Circle 2 hat trotz ihrer Wetterfestigkeit eingebaute Mikrofone und einen Lautsprecher. Via App kann die Kamera als Gegensprechanlage benutzt werden, etwa wenn Sie nicht daheim sind und dem Paketboten über den Abstellort informieren. Die Qualität und die Lautstärke sind ganz zufriedenstellend, aber nicht so gut wie bei anderen Modellen im Test.

Unsere Begeisterung für die Logitech-Kamera kommt nicht zuletzt von der hervorragenden, einfach bedienbaren App. Die Einstellungen zu Qualität, Nachtsicht, Filtern und Überwachungsbereichen sind übersichtlich. Hier kann auch die Bewegungserkennung aktiviert oder deaktiviert werden, sogar mit einem Zeitplan. Eine Timeline zeigt nach Datum strukturiert das Alarm-Logfile. Bei Bedarf können die Videos aufs Smartphone heruntergeladen werden.

Richtig begeistert sind wir vom Tages-Resümee. Sie wählen dabei einfach eine Zeitspanne der vergangenen 1 bis 24 Stunden, drücken auf generieren und ruckzuck können Sie sich eine Zeitraffer-Aufnahme anschauen und auch herunterladen. In den meisten anderen Apps müssen Sie sich durch Listen mit Videoclips scrollen und haben nur anhand der Zeitangaben eine Orientierung.

Geofencing bei Netgears Arlo, Logitech kann das aber auch
Geofencing bei Netgears Arlo, Logitech kann das aber auch.

Unser Logitech setzt noch eins drauf, nämlich Geofencing. Das bedeutet: Der Alarm wird nur scharfgeschaltet, wenn sich ein oder mehrere definierte Mobilgeräte aus dem Funknetz abmelden (Option). Dann nimmt die App der jeweiligen Kamera an, dass niemand mehr zuhause ist und aktiviert die Alarmbereitschaft.

Die Circle 2 kann nur mit einem Circle-Konto betrieben werden. Die Kamera hat keinen internen Speicher, Fotos und Videos werden grundsätzlich in der Cloud abgelegt. Um das Video zu sichten, muss eine entsprechend stabile und schnelle Internetverbindung bestehen, was von unterwegs nicht immer funktioniert.

Ohne Abo können immer nur die letzten 24 Stunden im Video-Archiv abgerufen werden (Circle Free). Bei der Erstinstallation fällt das gar nicht auf, weil sie automatisch erst mal die Funktionen eines Abos testen. Für vier Euro im Monat können Sie von einer längeren Speicherung profitieren (14 Tage), ein faires Angebot. Aufnahmen können unbegrenzt runtergeladen, gespeichert und geteilt werden.

Wer noch mehr Komfort, wie etwa eine konfigurierbare Tageszusammenfassung haben möchte, wählt Circle Safe Premium für zehn Euro im Monat. Hier sind dann auch die Personenerkennung, der Ereignis- und Alarmfilter sowie Alarmierungszonen dabei.

Circle 2: Abo-Pläne von 4-10 Euro pro Monat
Logitech Circle 2: Abo-Pläne von 4 bis 10 Euro pro Monat.

Wie üblich gibt es, wenn in den Optionen gewählt, Push-Mitteilungen bei Alarmereignissen. Die Kamera zeichnet für jede registrierte Bewegung Videos mit einer voreingestellten Länge auf.

Flexibel, bezahlbar und mit einem tollen Tages-Resümee, was könnte da noch gegen einen Kauf sprechen? Unterschätzen Sie nicht das Nachladen des Akkus: Wir hatten die Circle 2 am Montag in Betrieb genommen, am Donnerstagabend meldete sie einen fast leeren Akku. Sicher, wir hatten temporär in den Qualitätsmodus geschalten und auch relativ oft das Live-Bild aufgerufen. Dennoch gehen wir nicht davon aus, dass die Akkuladung für zwei Monate ausreicht, selbst wenn auf das Live-Bild und den Qualitätsmodus verzichtet wird. Unsere Circle 2 befand sich in 7 Metern Entfernung vom Router mit lediglich einer Glasscheibe als Hindernis.

Logitech Circle 2: Bei hoher Bildqualität und/oder häufiger Live-Bild-Nutzung ist der Akku binnen weniger Tage leer.
Logitech Circle 2: Bei hoher Bildqualität und/oder häufiger Live-Bild-Nutzung ist der Akku binnen weniger Tage leer.

Bei Amazon handelt sich die Circle 2 neben Lob auch Kritik ein, dabei geht es in erster Linie ebenfalls um die Akkulaufzeit. Einige Nutzer meinen, nur der Aktivmodus registriert Bewegungen und bietet eine brauchbare Bildqualität. Allerdings sei der Akku hier bereits nach 24 Stunden erschöpft.

Wir haben ohne den Aktivmodus brauchbare Überwachungsvideos erhalten. Die Qualität ist gering, speziell bei Nachtaufnahmen. Die Qualität von durchschnittlichen Smartphone-Aufnahmen darauf eben nicht erwartet werden. Die Konturen eines Gesichts sind oft nicht erkennbar.

Um Energie zu sparen, darf der WLAN-Chip der Kamera nur mit einer geringen Leistung fahren (Normalmodus). Das schränkt die Reichweite ein und es wird nur stark komprimiertes Bildmaterial gesendet. Dies ist ein Tribut an die Akku-Mobilität und an den Verzicht auf einen speziellen Circle 2 – Router. Die Wifi-Reichweite ist damit geringer als bei den Arlo-Kameras. Wenn sie mehr als 10 Meter Distanz, vielleicht sogar mit mehreren Wänden, überwinden müssen, sollten Sie ein anderes Modell wählen oder einen WiFi-Repeater installieren.

Die Abo-Optionen sind relativ teuer, allerdings sind sie für den sinnvollen Betrieb nicht zwingend notwendig. Nur wer erweiterte Detail-Settings haben möchte oder aber mit deutlich mehr als zwei Kameras arbeiten will, wird sich mit den Abo-Optionen beschäftigen. Wer ein Abo nutzt, kann zum Beispiel von der Personen- und Tiererkennung profitieren. Außerdem ist die Vergrößerungsfunktion bei Schnappschüssen nur bei Abo möglich.

Das Gegensprechen ist nur bei Netzbetrieb möglich, kein Wunder, es benötigt einfach zu viel Energie und die Circle 2 ist nun mal nicht darauf ausgelegt, dass der Akku alle zwei Wochen aufgeladen wird. Außerdem sollte Gegensprechen kein wichtiges Kaufargument sein, die Lautstärke ist zu gering und die Stimme geht oft im Umgebungsrauschen unter.

Leider dauert der Wechsel zum Live-Bild 15 bis 20 Sekunden, weil sich die Kamera erst aus dem Energiesparmodus hochfahren muss. Wer oft das Live-Bild sehen möchte, wird genervt sein.

Eine weitere Kritik ist die zeitverzögerte Aufnahme: Löst eine Person dem Bewegungssensor aus, startet die Aufnahme erst eine gute Sekunde später. Die Person ist unter Umständen bereits aus dem Blickfeld der Kamera verschwunden oder man sieht nur noch den Rücken. Auf diese Weise sind die Aufnahmen für Überwachungszwecke unbrauchbar, es sei denn wir überwachen einen Bereich von 15 bis 20 Metern. Den überwindet auch eine schnell gehende Person nicht in dieser kurzen Zeit.

Ohne Kabel
Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: D-Link DCS-2802KT-EU
D-Link liefert eine robuste und kompakte Kamera, sie lässt die Wahl zwischen lokaler oder einer günstigen Cloud-Speicherung.

Die zwei D-Link-Kameras im Set bieten zahlreiche Vorzüge, allerdings für einen kräftigen Aufpreis. Zum einen ist ihre Verarbeitung vorbildlich, in dieser Hinsicht und auch bei der Optik und Befestigung ähnelt D-Link den Arlo-Konkurrenten stark. Die Kameras können mit dem Magnet-Halbkreis an der Wand befestigt werden. Das erlaubt eine sehr einfache Ausrichtung und Nachjustierung. Für die Dachmontage, also stehend auf einer Oberfläche, benutzen Sie die Stativverschraubung auf der Unterseite. Eine entsprechende Halterung liegt bei.

Die Kameras sind nach dem Aufstellen der Basis-Station zügig eingerichtet, sie haben dafür einen Sync-Button. Die Basis ist per Netzkabel mit ihrem Router verbunden und muss im Gebäude aufgestellt werden, sie ist nicht wetterfest.

Die Basisstation ist mit einer Sirene ausgerüstet, die auf Wunsch automatisch bei einem Alarmereignis angeht. Vielleicht ist es aber gar nicht in Ihrem Interesse, denn wenn der Täter die Basis auf Grund des Lärms findet, stiehlt er gegebenenfalls gleich das Videomaterial.

D-Link: vergleichsweise günstige Abo-Optionen für die Cloud-Speicherung
D-Link: vergleichsweise günstige Abo-Optionen für die Cloud-Speicherung.

Wer vor kostenpflichtigen Abos zurückschreckt, ist bei D-Link richtig. Im einfachsten Fall speichern Sie Ihre Alarmvideos auf der SD-Karte in der Station, leider liegt eine solche Karte nicht bei. Sie können aber auch eine externe USB-Festplatte anschließen. Für die lokale Speicherung wird übrigens kein mydlink-Konto benötigt. Dies funktioniert über die Weboberfläche.

Mit der lokalen Speicherung sind Sie vor Folgekosten geschützt, allerdings könnte ein Einbrecher die Basis samt Datenspeicher entwenden. Dieses Risiko können Sie mit dem kostenpflichtigen D-Link Cloud-Service vermeiden, der Ihnen dann auch einen Überblick des Tages bietet. Die 24 Stunden Videospeicherung in der Cloud ist kostenlos.

Der Cloud-Dienst ist mit 25 Euro pro Jahr für eine siebentägige Videospeicherung (bis zu drei Kameras) gar nicht mal teuer. Im Abo gibt es weitere Abstufungen mit Premium (50 Euro im Jahr) und Pro (100 Euro im Jahr) wobei dann 14 bzw. 30 Tage gespeichert werden und fünf bzw. bis zu zehn Kameras aufgestellt werden können.

Mit seiner App macht D-Link vieles richtig: Sie hat eine moderne Oberfläche und bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Erstellen von Zeitplänen und Automation. Leider bringt das auch eine gewisse Komplexität mit sich, wir mussten uns erst eine Zeit lang einarbeiten, bis wir alles verstanden hatten.

Die Videoaufnahmen gelingen fast ohne Verzögerungszeit. Das ist besonders lobenswert, die anderen Kameras haben durchaus mal ein bis zwei Sekunden Verzögerung. In dieser Zeit sind Menschen manchmal schon wieder aus dem Blickfeld der Kamera verschwunden.

Gespeichert wird auf SD-Karte (in der Basisstation) oder auf einer angeschlossenen USB-Festplatte, den Cloud-Service müssen Sie nicht in Anspruch nehmen.

One Tap ist eine Funktion der App. Hier hinterlegen Sie selbst definierte Zustände mit bestimmten Verhaltensmodi der Kamera. Zum Beispiel »Abwesend« wenn die D-Link Bewegung aufzeichnen soll.

Wie bei allen akkubetriebenen Kameras hängt die Laufzeit sehr stark davon ab, wie viele Alarmaufnahmen pro Tag getätigt werden und wie oft das Live-Video in der App benutzt wird. Bei einer sehr hohen Frequenz von Aktivitäten und Zugriffen liegt die Laufzeit bei wenigen Tagen. D-Link lehnt sich weit aus dem Fenster und spricht von sechs Monaten: »Jede Kamera verfügt über Lithium-Akkus mit hoher Kapazität. Diese ermöglichen 6 monatelangen Betrieb ohne erneutes Aufladen. […] Basierend auf einer ungefähren Kamera-Betriebszeit von 3 Min./Tag ohne Live-Anzeige.«

Nicht unerwähnt lassen wollen wir die zahlreichen Detail-Settings: Hier können die Länge des Clips, die Videoqualität oder die Pausen zwischen den Videos beeinflusst werden.

Unterm Strich halten wir die D-Link DCS-2802KT-EU für eine sehr gute Lösung, die sich allerdings aufgrund ihrer Komplexität an ambitionierte Alarmanlagen-Fans richtet, die perspektivisch auch noch weitere Kameras integrieren möchten. Wer eine schnelle Lösung sucht, ist beim Testsieger oder auch beim Preis-Leistungssieger besser aufgehoben.

Energie-Selbstversorger
Test besten Überwachungskameras: Reolink Argus 2 + Solarpanel
Die Energie der Reolink kommt aus dem Solarmodul, es braucht nur eine Verbindung zu ihrem WLAN.

Der Energie-Selbstversorger Reolink Argus 2 kommt im Bundle mit einem Solarmodul daher. Es lädt den Akku der Kamera bei Sonnenschein auf, so ist dieser jederzeit geladen. Das Panel erzeugt auch im Schatten Strom und muss auf Grund des Kabels in Ein-Meter-Nachbarschaft zur Kamera angebracht werden.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Reolink Argus 2 kann weiterhin flexibel im Rahmen ihres WLANs befestigt werden (Akku) und Sie können nach Herzenslust den stromfressenden Live-View benutzen bzw. hochauflösende und lange Videos aufnehmen. Kameras mit Wechsel-Batterien oder Akkus müssen Sie bei solch intensiver Nutzung andauernd laden bzw. neue Batterien kaufen.

Vom Konzept her ist die Reolink Argus 2 auch eine Mitnehm-Kamera mit Tragegurt, Rundsockel und Regenhaube. Eine SD-Karte wird direkt in die Kamera geschoben (wird zwingend benötigt), das Bildmaterial geht nur auf Wunsch in die Cloud. Das Abo ist nur nötig, wenn sie sich nicht um die Speicherung kümmern möchten. Bei Diebstahl der Kamera wäre das Videomaterial dann immer noch da.

Bilder und Videos teilen, das geht einfach aus der App heraus. Die Timeline mit den Alarm-Videos lässt sich gut bedienen. Die Talk-Funktion auch, jedoch muss der Zuhörer schon windgeschützt und nah bei der Kamera stehen. Der Lautsprecher ist nämlich nicht sehr laut, weshalb die Sirene ziemlich jämmerlich klingt.

Zeitpläne lassen sich definieren, nicht jedoch Private-Zonen, in denen keine Bewegung erfasst werden soll.

Das Bildmaterial in FullHD ist ok, mehr aber auch nicht. Im Detail wird es sofort pixelig. Nachtaufnahmen sind nur bis 3 Meter passabel erkennbar (Gesichter, Schrift), die Ausleuchtung mit Infrarot ist schwach.

Wir empfehlen die Reolink + Solar denjenigen, die keine Rennerei wegen leeren Akkus haben möchten und die ihre Kamera vielleicht auch mal an andere Orte mitnehmen möchten (Festival, Urlaub, etc.). Die Reolink arbeitet ohne Basisstation direkt mit dem Router, ist also schnell einsatzbereit.

Unscheinbar

Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera

Test besten Überwachungskameras: Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera
Die Bosch ist eine Leuchte für den Hauseingang, mit Bewegungsmelder, Gegensprechanlage und unscheinbarer Kamera.

Die Bosch Eyes-Außenkamera richtet sich an Hausbesitzer, die kein als Überwachungskamera erkennbares Gerät an der Fassade haben möchten. Dafür tarnt sich die Bosch als Leuchte für den Hauseingang – mit Bewegungsmelder, Gegensprechanlage und Stimmungslicht.

Sie brauchen also nur ihre alte Bewegungsmelder-Leuchte mit der Bosch austauschen. WLAN-Zugriff ist Pflicht, bei der Bosch kann kein Netzwerk-Kabel angeschlossen werden. Es muss auch ein schnelles WLAN sein, minimale Upload Geschwindigkeit 768 KBit/s, sagt der Hersteller. Ist das vorhanden, dann reagieren App und Live-View reaktionsschnell.

Die Eyes-Außenkamera hat einen kleinen internen Speicher von 4 Gigabyte, der kann nicht erweitert werden, es gibt keinen SD-Card Slot. Die Nutzung der Bosch Cloud ist daher Zwang, was kostenlos ist. Wer sein Material länger als 14 Tage vorhalten will, der muss zum zahlungspflichtigen Abo greifen.

Ein Ausfall der Internet-Verbindung hat zur Folge, dass nur noch temporär auf dem kleinen Speicher geschrieben werden kann.

Bis auf den Kunststoff-Sockel ist das Gehäuse sehr hochwertig. Es besteht aus poliertem Aluminium und einem Milchglas, das den Strahler abdeckt. Oben und unten an der »Röhre« leuchtet ein Stimmungslicht, dessen Verhalten auch in der App eingestellt werden kann.

Eine Besonderheit des Bosch Eyes-Außenkamera: Sie hat keine Infrarot-Scheinwerfer, ein Grund warum das Objektiv so unauffällig verbaut werden konnte. Für Alarm-Videos oder Fotos in der Nacht wird der Scheinwerfer eingeschaltet, genauso wie eine Bewegungsmelder-Leuchte das macht. Bis vier Meter sind damit gut ausgeleuchtet, dahinter wird es düster.

 Überwachungskameras Test: Outdoor Cam Update072020 Bosch Eyes Außen Pic Day1080
Full HD 1920×1080 mit 675 KByte (Bosch Eyes-Außen).

Das Tageslicht Bildmaterial ist in den Farben zu kontraststark, sofern starkes Sonnenlicht auf die Kamera scheint. Bei halbschattigen Lichtverhältnissen sind die Farben lebensecht. Die Bosch löst mit FullHD auf. Zoom In wird damit schnell pixelig.

Die App ist angenehm bedienbar, wir konnten zügig zwischen der Außen- und der Innen-Eyes hin und her wechseln. Das Teilen von eigenen Videos oder Bildern über die App geht einfach. Nutzer können Zeitpläne erstellen aber auch sensible Bereiche frei Hand in das Sichtfeld der Kamera einzeichnen.

Außerdem getestet

Die Blink XT2 optimiert die Batterie-Laufzeit des Vorgängers Blink XT, zumindest sagt das der Hersteller. Die versprochene Laufzeit von zwei Jahren wird in der Praxis mit häufigen Live-Views und zahlreichen täglichen Aufnahmen aber nicht erreicht, selbst dann nicht, wenn man die niedrigen Auflösungen wählt. Positiv, der Cloud-Speicher ist klein aber nach wie vor kostenlos und die Videos werden bis zu einem Jahr vorgehalten. Nutzer können jederzeit älteres Material löschen, um neuen Platz zu schaffen. Talk-Back ist eine Notlösung, der Lautsprecher ist zu leise und das Gespräch funktioniert, wie beim CB-Funk, immer nur einseitig und außerdem verzögert. Alarm-Videos leiden immer noch an einer deutlichen Aufnahme-Verzögerung. Das heißt die Person kann schon fast aus dem Bild sein, wenn die Aufzeichnung beginnt.

Für manuelle Schnappschüsse ist die Blink eine schlechte Wahl, Teilen ist zu kompliziert, die Qualität ist schlecht und es zieht an der Batterie. Die Timeline ist mühsam und reaktionsträge, das Durchforsten von Videos bereitet keine Freude.

Die Lupus LE204 Outdoor ist die kleine Dome-Schwester der Lupus LE221 Outdoor. Sie hat ein ebenso wetter- und schlagfestes Gehäuse (IP67 & IK10) und liefert sehr gute Bildqualität. Allerdings nicht 4K, sondern nur 3MP (2304 x 1296 Bildpunkte). Obgleich die Kamera in einer Kuppel steckt und an der Decke angebracht wird: Es ist keine 360-Grad-Kamera! Die Weitwinkel-Linse ist fix, sie wird manuell eingestellt (100 Grad horizontal, 55 Grad vertikal). Die LE204 Outdoor teilt alle Vorzüge der Lupus-Kameras hinsichtlich Cloud- und Account-Freiheit (keine Folgekosten, keine Datenkrake). Sie kann ebenfalls per WiFi oder per Ethernet betrieben werden, wobei abermals schneller Funk nötig ist. Wir konnten die LE204 Outdoor erst am Kabel vernünftig betreiben.

Die Nachtsicht-Ausleuchtung geht mit zwei bis drei Metern in Ordnung, es ist eben eine Kamera für einen Eingangsbereich und nicht für den 300-Quadratmeter-Hof.

Mobiler geht es wirklich nicht: Die Reolink Go setzt nicht nur auf den Akkubetrieb, sondern auf WiFi-Unabhängigkeit mit einer eigenen SIM-Karte, das ist sicherer, verursacht aber Zusatzkosten. Um die Stromversorgung dauerhaft zu gewährleisten, gibt es ein optionales Solarpanel. Wir empfehlen das dringend, denn schon bei mittlerer Aktivität entleert sich der Akku binnen Tagen. Videos werden lokal auf einer SD-Karte gespeichert und erst bei Zugriff heruntergeladen. Ein Cloud-Dienst ist in Arbeit. Die Talk-Funktion und die Sirene erlauben ein aktives Eingreifen bei Alarm. Die Aufzeichnungslänge von acht Sekunden kann nicht verändert werden, wohl aber die Qualität.

Der große Vorteil: Sie können Ihre Reolink Go vollkommen WiFi- und stromunabhängig in der Landschaft aufstellen, zum Beispiel auf der Pferdekoppel oder auf einem Hochstand. Einzig ein Mobilfunknetzwerk muss zur Verfügung stehen. Im Lieferumfang befindet sich eine V-Sim Karte von Vodafone, die man nutzen kann, aber nicht muss.  Je nachdem, welcher Betreiber in ihrem Gebiet eine gute Abdeckung hat, können Pin-freie micro SIM-Karten von T-Mobile, Telekom, O2, EE oder Orange genutzt werden.

Leider liegt keine SD-Karte im Karton, das hätten wir bei diesem Preis gern gesehen. Auf dieser Karte speichert die Kamera sämtliche Alarmaufnahmen. Ein Cloud-Dienst ist für Deutschland in Arbeit, bis dahin liegen die Videos in der Kamera, was mitunter ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Wir empfehlen das optionale Solarpanel dringend, denn die Laufzeit mit Akku liegt irgendwo zwischen acht Stunden im ständigen Betrieb und zwei Monaten. Der Akku kann zum Aufladen entnommen werden, der vordere Teil der Kamera wird dazu einfach abgeschraubt. Alternativ kann auch direkt über den USB-Port der Kamera geladen werden. Doch das sind Tätigkeiten, die Sie sicher nicht alle paar Tage oder auch alle paar Wochen machen möchten. Alternativ können Sie auch jeden beliebigen 5V-/2A-Adapter benutzen, z. B. von einem Solar-Laderegler.

Wir haben unsere Reolink mit der SIM-Karte sehr schnell eingerichtet. Wichtig: Die PIN der SIM-Karte muss vorher deaktiviert werden, dafür müsste sie kurzzeitig einmal in ein Mobiltelefon gesteckt werden.

Die Verarbeitung der Kamera ist sehr gut. Der Hersteller liefert einen stabilen Fuß für die Wandmontage mit. Eine Montage auf dem Dach ist damit nicht möglich. Zum Lieferumfang gehört eine Wetterschutzhaube aus Silikon. Der USB-Port für das Solarpanel oder zum Aufladen befindet sich an der Unterseite der Kamera und ist durch eine Abdeckung geschützt.

Ein mitunter großes Manko der Reolink Go ist die Festlegung der Video-Mitschnitte auf eine Länge von acht Sekunden. Das kann nicht verändert werden. Wohl aber können Sie die Bild- und Bit-Rate verändern sowie bei der Qualität zwischen 1080p (Full-HD) und wesentlich geringeren 360p wählen.

Wir empfehlen die Reolink Go für alle, die einen WiFi-unabhängigen Einsatz planen. Das Solarpanel oder eine anderweitige Stromversorgung ist allerdings ein Muss. Der hohe Preis wird durch die Flexibilität gerechtfertigt, mit der Sie die Kamera an jedem Ort befestigen können. Außerdem gibt es (noch) keine Abo-Option mit langfristigen Kosten. Die SD-Karte in der Kamera sehen wir als ihren größten Schwachpunkt an.

Die Presence ist erst auf den zweiten Blick als Kamera zu erkennen, auf den ersten Blick schaut Sie aus wie ein Flutlicht neben der Haustür. Die Stromversorgung kommt aus der Fassade, sie könnten also eine alte Leuchte demontieren und dafür die Presence einsetzen. Die Presence von Netatmo ist beim Bedienkomfort unterm Strich auf gleicher Höhe mit den Logitech bzw. Nest-Kameras. Eine Personenerkennung (intelligente Warnungen) gibt es bei Nest als auch bei Netatmo. Damit ist jedoch nicht die Gesichtserkennung gemeint (bekannte Gesichter versus Unbekannte), die gibt es nur bei der Nest Cam IQ.

Die Installationsmittel als auch der kantig wuchtige Kamera-Korpus sind stabil und robust für den wetterfesten Einsatz an der Fassade. Die Befestigung mit der Montageplatte und entsprechender Ausrichtung gelingt professionell. Die Kamera kann vertikal oder horizontal ausgerichtet werden.

Die App bietet eine schöne Timeline mit Bildvorschau. Um Fehlalarme einzugrenzen, können Sie Filter für Bewegung, Tiere und Personen einrichten. Dann reagiert die Kamera nicht bei einer Katze, aber bei menschlichen Bewegungen.

Die Tonqualität über die App hat uns gefallen. Sprache ist laut und verständlich, das Mikrofon dämpft Nebengeräusche. Gelungen sind auch die Alarmbereiche: Hier können Sie auf dem Blickfeld der Kamera Zonen einrichten, die unterschiedlich reagieren, z. B. einen privaten Bereich, der keine Reaktionen auslöst. 24-Stunden-Zeitraffervideos bringen eine kurze Zusammenfassung des Tages – so müssen Sie nicht jeden Clip einzeln durchsehen. Das erinnert uns im positiven Sinne an die Logitech Circle 2.

Ähnlich wie bei Logitech und Nest ist ein Netatmo-Konto Pflicht, es kann aber flexibler abgespeichert werden und Sie benötigen kein Abo. Tatsächlich bietet Netatmo gar keinen Cloud-Service an: Die mittgelieferte, austauschbare SD-Karte speichert die Videos, sie können aber auch auf einen eigenen FTP-Speicher oder in der DropBox abgelegt werden, also quasi in der eigenen Cloud.

Die Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln ist für eine Überwachungskamera ziemlich gut, die Farben sind unverfälscht, die Konturen deutlich. Hinsichtlich der Nachtsicht sollten Sie jedoch nicht zu viel erwarten, auch nicht vom Scheinwerfer. Höchstens sechs Meter leuchtet selbiger aus, sodass Sie eine Person vielleicht noch erkennen können.

Leider ärgerte uns die Installationsroutine: Nach einer Änderung des WiFi-Kennwortes brachten wir die Neueinrichtung über Stunden nicht zustande, denn ohne erkennbare Gründe wollte sich die Kamera nicht verbinden.

Wer eine einfach zu installierende und einfach zu bedienende Überwachungskamera ohne viel Schnickschnack sucht, die ultimativ flexibel angebaut werden kann und die sogar ohne Abo ihren Einsatzzweck erfüllt, ist mit der Netgear Arlo gut bedient. Allerdings nervt das regelmäßige Wechseln der Batterien, speziell wenn mehrere Kameras arbeiten. Das in Verbindung mit der geringen Bildqualität kostet Sie unsere Empfehlung.

Die Bildqualität der Nachtaufnahmen lässt zu wünschen übrig, speziell, weil man Gesichter oder Beschriftungen erst auf sehr kurze Distanz erkennen kann. Hier zeigt sich der Nachteil des Batteriebetriebs: Um Energie zu sparen, hat der Hersteller nur eine schwache Infrarot-Beleuchtung eingebaut. Während der gut vierwöchigen Testphase im Winter fiel der Akkustand von 95 auf 75 Prozent. Bei hoher Auflösung gehen wir daher von einer drei bis höchstens viermonatigen Laufzeit aus, der Hersteller gibt vier bis sechs Monate an. Die vier CR2 Batterien können immerhin sehr einfach ausgetauscht werden. Kostenpunkt 11 bis 15 Euro für vier Stück.

Bild zeigt die Scheinwerfer-Kegel der 2 Dome-Kameras (über Tor) und der 5 anderen IP-Kameras (Bildmitte)
Das Bild zeigt die Scheinwerferkegel der zwei Dome-Kameras (über dem Tor) und der fünf anderen IP-Kameras (links).

Zeitplanung und Geofencing erlauben eine nahtlose Einbindung in die normalen Abläufe eines Haushalts. So beginnt die Überwachung auf Wunsch erst, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben (Geofencing). Solchen Komfort bietet nur die teurere Konkurrenz.

Die Netgear Arlo schafft bei der Datenübertragung problemlos eine 15-Meter-Distanz zu seinem eigenen Router im Wohngebäude. Die wenigen Einstellungen der Arlo zu Qualität, Nachtsicht und Bildumkehrung (für die Deckenmontage) sind übersichtlich. Hier kann auch die Bewegungserkennung aktiviert oder deaktiviert werden, passend dazu mit einem Zeitplan.

Eine Bibliothek zeigt nach Datum strukturiert das Alarm-Logfile. Bei Bedarf können die Videos aufs Smartphone heruntergeladen werden. So übersichtlich wie die App von Netgear ist nur noch die von Blink XT, allerdings gibt es eben auch weniger Optionen/Filter als bei Logitech, Nest oder Netatmo.

Das Arlo-System ist nur bis zum Einsatz von maximal fünf Kameras und Speichern der Aufnahmen für sieben Tage kostenlos, aber das dürfte für die meisten mehr als ausreichen. Wer länger auf die Aufnahmen zugreifen möchte, mit mehr Kameras überwachen möchte, muss das Premier-Paket für neun Euro im Monat erwerben und kann dann 30 Tage lang auf die Aufnahmen in der Cloud zugreifen. Will man mit mehr als fünf Kameras überwachen, muss man Einzelkamera-Abos abschließen. Für den professionellen Einsatz mit mehr Funktionen bzw. Kameras ist die Arlo Pro 2 gedacht.

Ein weiterer Nachteil: Man muss die Arlo-Cloud zur Speicherung von Videos nutzen, denn lokale Speichermöglichkeiten auf einer SD, einem USB-Stick oder einer USB-Festplatte an der Arlo Basis gibt es beim Arlo-System nicht. Die Schwester Arlo Pro 2 kann das, sie hat zwei USB-Ports an der Basis für ein lokales Back-Up.

Die Somfy Outdoor 2401560 ist eine 230 Volt Lösung ähnlich der Bosch Eyes-Außen – jedoch ist es kein Scheinwerfer. Allerdings ist die Verarbeitung deutlich schlechter: Das Chassis aus Plastik ist schlecht fixiert (nur eine winzige Schraube!) und es ist matt-weiß. Jeder Hausbesitzer weiß, wie das nach einem Jahr ausschaut. Die Wetterfestigkeit ist dann auch nur eine IP54.

Die Kamera kann ein klein wenig geschwenkt oder geneigt werden, allerdings über einen winzigen Kunststoff-Bolzen, der wenig Vertrauen erweckt. Der Anbau ist nur senkrecht möglich.

Das Live-Bild kommt etwas verzögert, gleiches gilt für den uni-direktionalen Sprechfunk (Talk-Funktion). Hier rächt es sich, dass Somfy keine Ethernet Anbindung anbietet. Eine Sirene hat die Kamera nicht.

Die Kamera-Erkennung hat uns zudem Stunden gekostet, inklusive der Somfy Indoor 2401507, deren WiFi-Verbindung wir nicht aktivieren konnten. Zuerst war gar nicht klar, ob die App visidom, tahoma oder protect genutzt werden muss. Das war alles ziemlich verwirrend. Somfy bietet komplexe Smart Home Lösungen an. Somfy Outdoor kann aber als Single Solution ohne eine TaHoma Box genutzt werden.

Die Bildqualität ist dann auch nur brauchbar, statt echtem FullHD (1920×1080) gibt es nur 607×1080 im Weitwinkel. Die Nachtsicht ist brauchbar ausgeleuchtet, aber nur bis 4 Meter.

Ring Stick Up Cam Battery 2. Gen

Die Ring Stick Up Cam Battery hat ihre Stärken bei der Verarbeitung, dem stabilen Befestigungsmaterial und dem Gelenk-Arm. Der Wechsel-Akku muss extern per USB geladen werden oder Sie nutzen das optionale Solarpanel. In der App können drei fixierte Alarmzonen festgelegt werden. Die App ist vergleichsweise komplex aufgebaut, hier können einzelne oder mehrere Ring-Geräte beaufsichtigt und verknüpft werden, z. B. eine Doorbell und ein Chime (Klingel & WiFi-Repeater). Die Stick Up Cam kann passabel als Gegensprechanlage benutzt werden, die Aufnahme- und Tonqualität ist gut. Die Lautstärke der eingebauten Sirene ist jedoch zu gering für Außenanwendungen.

Wie gehabt sind Video-Speicherung und Video-Verlauf für 30 Tage nur mit Abo zu haben, das kostet 3 Euro pro Monat oder 30 Euro pro Jahr. Lokal hat die Kamera keinen Speicher.

Leider sind Videos nicht immer »vollständig«: Wenn der Mitschnitt einer Person startet, hat diese meist schon die Hälfte des Bildes passiert oder aber man sieht nur noch den Rücken. Das Problem verzögerter Aufnahmen haben auch andere Akku-Kameras, z. B. eufy.

Die EufyCam E kommt im Set mit zwei Kameras, die an sich eine sehr gute Qualität haben. Leider gilt das nicht für das Befestigungsmaterial. Die App ist insgesamt übersichtlich und kann intuitiv bedient werden. In der Basisstation befindet sich ein Steckplatz für eine SD-Karte, alternativ kann auch eine USB-Festplatte angeschlossen werden. Abo-Optionen müssen nicht zwangsläufig genutzt werden, doch sie würden das Entwendungsrisiko des Beweismaterials verhindern.

Das größte Manko ist die lange Aufnahmeverzögerung von circa zwei Sekunden. In dieser Zeit kann der Täter schon an der Kamera vorbeispaziert sein, das Video hat ihn dann nicht erfasst. Im Test hatten wir haufenweise Videomaterial, auf dem gar keine Personen mehr zu sehen waren.

Die Nest Cam Outdoor kostet fast 100 Euro mehr und kann kabelgebunden im Outdoor-Bereich installiert werden. Aufgrund des exzellenten Installationszubehörs (Klemmen, Schrauben) und des sieben Meter langen Kabels kann die war auch an der Fassade profimäßig installiert werden. Wir betonen das, weil bei den meisten Kameras das Installationsmaterial minderwertig und die wassergeschützten Kabel viel zu kurz sind. Da muss der Installateur dann mit Verlängerungen arbeiten oder Verbindungen behelfsmäßig vor Wind und Wetter schützen. Nicht so beim Nest, hier ist der Feuchtigkeitsschutz erstklassig.

Das Abo ist nicht gerade günstig und erst damit gibt es auch den Videoverlauf im Zeitraffer. Sie können wählen, wie lange die Videos vorgehalten werden sollen: 5 Tage kosten pro Jahr 50 Euro, 10 Tage 100 Euro und 30 Tage 300 Euro. Im Voll-Abo hat man damit schon die Kosten der Kamera überschritten. Weitere Kameras kosten extra.