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Die besten Wandersocken

Wir haben 15 Paar Wandersocken getestet – vom Billigsocken aus Fernost im Dreierpack bis zur deutschen Qualitätssocke, bei der schon ein Paar auf eine höhere Summe kommt. Die besten sind für uns die Smartwool Men’s Phd Outdoor Light Crew Socks, aber auch andere Modelle sind empfehlenswert.

Arnold Zimprich
Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 26. September 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

24. Februar 2022

Wir haben sechs weitere Paar Wandersocken getestet. Neu unter den Empfehlungen sind die CEP Hiking Light Merino Mid Cut, die mit besonders tollem Tragekomfort überzeugt haben.

Weitere Updates
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Merinowolle oder Kunstfaser? Dick oder dünn? Bis zur Wade oder nur bis knapp über den Knöchel? Wandersocken gibt es viele, die Preisspanne reicht dabei von rund 5 Euro bis 30 Euro für ein Paar Socken.

Im Test haben wir versucht herauszufinden, wo die Unterschiede zwischen Billigsocken aus Fernost und teureren Modellen sind, die in der EU oder den USA hergestellt werden. Trägt Merinowolle zum Tragekomfort bei? Worauf sollte man sonst beim Kauf achten? Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Smartwool Men's Phd Outdoor Light Crew Socks

Test besten Wandersocken: Smartwool Herren Wandersocke
Weiche, mollig warme Wandersocken mit ausreichender Materialstärke auch für anspruchsvollere, längere Wanderungen. Sehr schöne Verarbeitung und Passform.

Smartwool hat mit den Men’s Phd Outdoor Light Crew Socks einen Dauerbrenner am Start. Das Unternehmen aus Colorado stellt die Socken in den USA her – was man an der Qualität sofort merkt. Die Socken sitzen toll, haben eine angenehme, mittlere Materialstärke und eignen sich damit für ein breites Spektrum an Outdoor-Aktivitäten: von kurzen Tagestouren bis zu Mehrtagestouren mit etwas mehr Gewicht auf dem Rücken. Dass Smartwool über mehr als ein Vierteljahrhundert Erfahrung in der Sockenfertigung verfügt, merkt man an der überragenden Passform.

Für lange Wanderungen

Falke TK2

Test besten Wandersocken: Falke TK2
Fein verarbeiteter, dicht gewebter Socken für längere Wanderungen oder Bergtouren bei wärmerem Wetter.

Feiner Stoff! Die Falke TK2 Wandersocken fühlen sich einfach toll an und folgen damit ganz der Tradition des Qualitätsherstellers aus Schmallenberg. Sie sind etwas dünner gearbeitet und daher eher für wärmere Verhältnisse bzw. die Übergangszeiten gedacht. Die Passform ist ausgezeichnet, zudem haben die Falke-Socken im Test durch ihre überragendes Klimamanagement überzeugt. Das hat natürlich seinen Preis – der ist aber in unseren Augen absolut gerechtfertigt.

Komforttipp

CEP Hiking Light Merino Mid Cut

Test besten Wandersocken: CEP Hiking Light Merino Mid Cut
Die CEPs sind die am besten sitzenden Socken im Test. Perfekt für leichte Wanderungen bei wärmeren Temperaturen haben sie darüber hinaus leicht komprimierende Eigenschaften.

Die CEP Hiking Light Merino Mid Cut Socks haben uns schnell überzeugt – was in erster Linie an ihrer tollen Passform liegt. Die relativ dünnen Socken eignen sich für kurze Wanderungen bei wärmeren Temperaturen, bieten eine angenehm unauffällige Kompressionsfunktion und lassen sich zum Beispiel auch für Läufe bei etwas kühleren Temperaturen optimal »zweitnutzen«. Okay, Qualität hat ihren Preis – das Geld ist hier aber in unseren Augen gut angelegt.

Preistipp

Yuedge Wandersocken

Test besten Wandersocken: Yuedge Crewsocken Sportsocken Wandersocken
Für diesen Preis kann man wenig falsch machen. Ein Allrounder, der nicht nur beim Wandern für einen angenehmen Klima- und Gehkomfort sorgt. Schöne Passform.

Fünf Paar Socken für rund 28 Euro – das sind gerade mal 5,60 Euro pro Paar. Der Preis ist heiß und auch die Qualität der China-Socken von Yuedge konnte im Test überzeugen. Die Socken fühlen sich vergleichsweise fest an, trotzdem tragen sie sich angenehm und eignen sich im Speziellen für Wanderungen bei wärmeren Bedingungen. Zwar kommt hier keine Schafs- sondern Baumwolle zum Einsatz, dennoch hat es Yuedge geschafft, für eine zufriedenstellende Luftzirkulation und Trocknung zu sorgen.

Allwettertipp

Sealskinz Waterproof Hiking Mid

Test besten Wandersocken: Sealskinz Warterproof Hiking Mid
Diese Socken spielein einer eigenen Liga: Sie werden aus steifem, dicht gewebtem Material hergestellt und sind perfekt für eiskalte Temperaturen.

Die Sealskinz Men’s Waterproof Hiking Mid Socks haben uns ehrlich überrascht. Mit einem herkömmlichen Wandersocken haben die wasserdichten und atmungsaktiven Socken wenig zu tun – eher mit einem Gummistiefel! Trotzdem punkten die Socken aus England. 38 Prozent Merinowolle sei Dank, mit einem erstaunlich angenehmem Tragekomfort und sind damit ein heißer Tipp für alle Allwetterwanderer, die auf warme Füße Wert legen. Dass die Socken rund 30 Euro teuer sind, wird da zu einer Randnotiz.

Vergleichstabelle

TestsiegerSmartwool Men's Phd Outdoor Light Crew Socks
Für lange WanderungenFalke TK2
KomforttippCEP Hiking Light Merino Mid Cut
PreistippYuedge Wandersocken
AllwettertippSealskinz Waterproof Hiking Mid
UYN Herren Trekking Nature Merino Socke
Ortovox Alpinist Mid Socks
Alpin Loacker Wandersocken
Wool Rockers Merino Wandersocken
Gipfelsport Wandersocken Merinowolle
Dogma Mountain Lion
Danish Endurance Merino Wandersocken
Footnote Gepolsterte Wandersocken
Splends Merino Wandersocke dick
Weekend Peninsula Wandersocken Trekkingsocken
Test besten Wandersocken: Smartwool Herren Wandersocke
  • Schöne Verarbeitung
  • Ausgezeichnete Passform
  • Weiches, anschmiegsames Material
  • Mulesing-freie Produktion
Test besten Wandersocken: Falke TK2
  • Sehr anschmiegsam
  • Feine Verarbeitung
  • Tolles Klimamanagement
  • Ausgezeichnete Passform
Test besten Wandersocken: CEP Hiking Light Merino Mid Cut
  • Ausgezeichnete Passform
  • Tolle Verarbeitung
  • Spürbare, moderate Kompression
  • Schmaler Einsatzbereich
  • Teuer
Test besten Wandersocken: Yuedge Crewsocken Sportsocken Wandersocken
  • Angenehme Haptik
  • Gute Atmungseigenschaften
  • Angenehme Passform
  • Etwas niedrig geschnitten
  • Relativ dünn
Test besten Wandersocken: Sealskinz Warterproof Hiking Mid
  • Wind- und wasserdicht
  • Atmungsaktive Merinowolle
  • Sehr warm
  • Regentauglich
  • Teuer
  • Relativ dick und steif
Test besten Wandersocken: UYN Herren Trekking Nature Merino Socke
  • Aufwändige Verarbeitung
  • Komfortable Passform
  • Teuer
Test besten Wandersocken: Ortovox Alpinist Mid Socks
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Tolle Passform
  • Langlebiges Material
  • Teuer
  • Relativ dünn
Test besten Wandersocken: Alpin Loacker Wandersocken
  • Angenehme Passform
  • Mollig warmes Material
  • Preis-Leistung top
  • Hoher Merino-Anteil
  • Mangelhafte Verarbeitung
Test besten Wandersocken: Woolrockers Merino Wandersocken
  • Sehr komfortabler Stoff
  • Wirken von der Verarbeitung her filigran
  • Relativ niedriger Schnitt
  • Dünnes Material
Test besten Wandersocken: Gipfelsport  Wandersocken Merinowolle
  • Gut für kurze Touren
  • Sehr weiches Material
  • Als Laufsocke bei kälteren Temperaturen geeignet
  • Für Wandersocken etwas zu dünn
Test besten Wandersocken: Dogma Mountain Lion
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Schöne Optik
  • Fasern schnell aus
  • Mittelmäßiger Tragekomfort
Test besten Wandersocken: Danish Endurance Merino Wandersocken
  • Weich und stretchig
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Zum Teil sehr dünne Materialzonen
  • Wirkt stellenweise zu filigran
  • Im Neuzustand unangenehmer Geruch
  • Sitzt zu locker
Test besten Wandersocken: Footnote  Gepolsterte Wandersocken
  • Weich und stretchig
  • Gute Wärmeleistung
  • Etwas labbrige Passform
  • Zweifelhafte Trocknungseigenschaften
Test besten Wandersocken: Splends  Merino Wandersocke dick
  • Ordentliche Passform
  • Kratzige Wolle
  • Fällt klein aus
  • Teuer
Test besten Wandersocken: Weekend Peninsula Wandersocken Trekkingsocken
  • Verarbeitung okay
  • Für einen Wandersocken zu niedrig
  • Fallen klein aus
  • Unausgewogene Passform
  • Zweifelhafte Trocknungseigenschaften
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Kurze Sockentheorie – Merinowolle und Bodymapping

Beim Thema Material streiten sich die Socken-Experten. Ein reiner Kunstfasersocken hat oft den Nachteil, dass er schnell zu müffeln beginnt. Ein Baumwollsocken trocknet schlecht bzw. nur sehr langsam. Ein reiner Merinowollsocken wäre sehr teuer in der Produktion – und ist nicht besonders stretchig und haltbar.

Deshalb wenden die Hersteller für ihre Sockenmodelle »das Beste aus allen Welten« an und kreieren Mischgewebe, die die geruchsmindernde, auch bei Feuchtigkeit wärmende Merinowolle mit den Stretch-Eigenschaften von Elasthan und den Trocknungseigenschaften und der Haltbarkeit von Kunstfasern wie Polypropylen oder Polyester kombinieren.

Das Thema Merinowolle ist schon seit längerem Reizthema. Kam die Verwendung der Wolle von Merinoschafen vor rund 25 Jahren einer kleinen Revolution gleich, ist sie heute keine Besonderheit mehr. Das hat zur Folge, dass die Nachfrage nach Merinowolle förmlich explodiert ist.

Billig-Hersteller kaufen die Merinowolle zu Preisen, dass man nur den Kopf schütteln kann – und zu Konditionen, bei denen das Tierwohl hintenansteht. Das berüchtigte »Mulesing« hat vor ein paar Jahren für Aufruhr gesorgt. Es bedeutet, dass Merinoschafen ohne Betäubung Teile der Haut am Hinterteil abgenommen werden, damit in den dortigen Hautfalten Fliegen keine Eier legen können – eine umstrittene Praxis.

Socken ohne Mulesing unterstützen keine Tierquälerei

Hersteller wie Smartwool werben damit, dass ihre Produkte ohne Mulesing produziert werden. Im Test werden laut Herstellerangabe die Socken von Smartwool, Sealskinz, Alpine Loacker, Gipfelsport und Danish Endurance mit Merinowolle hergestellt.

Bodymapping – dieses im Outdoorsportbereich »virale« Thema ist längst auch bei Socken angekommen. Es bedeutet, dass die Hersteller an unterschiedlichen Körperzonen unterschiedliche Gewerbearten anwenden, um den jeweiligen Anforderungen an das Material gerecht zu werden.

Im Falle von Socken bedeutet das: An stark beanspruchten Stellen wie der Ferse und den Zehen verfügen die Socken über Materialverstärkungen, an Zonen mit stärkerer Schweißproduktion wie z. B. dem Fußrücken werden atmungsaktivere Materialien angewendet. Einige Hersteller tangiert das Thema Bodymapping weniger, andere, darunter Testsieger Smartwool, sind wahre Bodymapping-Jünger.

Wandersocken Test: Smartwool5

Testsieger: Smartwool Men’s PhD Outdoor Light Crew

Smartwool ist im Bereich von Merino-Wollsocken ein alter Hase. Seit mehr als 25 Jahren fertigt das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Colorado Socken – das merkt man den Men’s PhD Outdoor Light Crew Socks auch an. Bei keinem anderen Sockenpaar hat sich das Reinschlüpf-Wohlgefühl so schnell eingestellt wie bei den Amerikanern.

Testsieger
Smartwool Men's Phd Outdoor Light Crew Socks
Test besten Wandersocken: Smartwool Herren Wandersocke
Weiche, mollig warme Wandersocken mit ausreichender Materialstärke auch für anspruchsvollere, längere Wanderungen. Sehr schöne Verarbeitung und Passform.

Die Passform der Socken ist ausgezeichnet, Fersen- und Zehenpartie sind schön verarbeitet und angenehm vorgeformt. Die Socken punkten zudem mit einem ausgezeichneten Sitz. Da ist nichts zu weit, nichts schlackert und vor allem verschiebt sich nichts, wenn man mit den Socken in einer Wanderstiefel schlüpft. Reibestellen werden somit schon im Vorhinein, zumindest was den Sockensitz angeht, verhindert.

Laut Verpackung sind 56 Prozent Wolle an Bord, den Karton ziert zudem der Hinweis »Merino Wool«. Ob die kompletten 56 Prozent Merinowolle sind, sei dahingestellt – in jedem Fall merkt man an der Flauschigkeit der Socken, dass hier jemand seine Hausaufgaben im Bereich »Fußschmeichelei« gemacht hat. Um diese »Weichheit« zu erhalten, sollte man allerdings den Waschhinweis beachten: Die Socken sollten nur im Spezialschonwaschgang bis 40 Grad gewaschen werden.

Wir waren vom Tragekomfort so begeistert, dass wir Kaufinteressenten trotz des hohen Preises die Anschaffung von zwei Paar empfehlen – so hat man auch bei geringem Schonwaschgang-Wäscheaufkommen immer ein Paar zum Anziehen bereit. Von der Einsatzjahreszeit können wir die Socken für kürzere Winterwanderungen bei leichten Minusgraden genauso empfehlen wie für Mehrtagestouren in den Übergangszeiten. Allein im Hochsommer könnte es mit diesem Modell auch mal zu heiß werden.

Smartwool Men’s PhD Outdoor Light Crew im Testspiegel

Auch in Tests zweier Fachmagazine haben die Smartwool PhD Outdoor Light Crew Socks überzeugt.

Das Outdoor-Magazin vergibt im Test 11/2013 5 von 5 Sternen und urteilt:

»Recht kräftig gepolstert und mit guter Stützwirkung sitzt die Smartwoolsocke perfekt. Sie ist weich zur Haut – und ein tolles Universaltalent.«

In der Ausgabe 6/2010 des Bergmagazins Alpin belegten die Smartwools unter fünf getesteten Paaren den ersten Platz. Im Fazit heißt es:

»Meshzonen für Durchlüftung, auf der Haut liegt immer Wolle auf, vier Bänder halten die Socke perfekt am Fuß.«

Sollten noch weitere Testberichte erscheinen, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Zwar konnten die Smartwool Men’s PhD Outdoor Crew Socks in unseren Augen in vielen Bereichen überzeugen. Doch es gibt auch sinnvolle Alternativen, die in einzelnen »Spezialbereichen« aufgrund ihres Materials oder wegen anderer Attribute punkten können.

Für lange Wanderungen: Falke TK2

Die Falke TK2 Wandersocken sind schlichtweg ein Genuss. Qualitätsverpflichtet könnte man sagen – oder auch »federleichter ist man nie gewandert«. Die vergleichsweise dünnen, mittel gepolsterten Socken tragen sich äußerst bequem, punkten mit einer für den Test geradezu einzigartigen Verarbeitung und haben einen hohen Wohlfühlfaktor. Fast möchte man die Socken schonen, so edel kommen sie einem vor.

Für lange Wanderungen
Falke TK2
Test besten Wandersocken: Falke TK2
Fein verarbeiteter, dicht gewebter Socken für längere Wanderungen oder Bergtouren bei wärmerem Wetter.

Wir haben sie bei Wanderungen aller möglichen Längen getestet – von Touren mit dem Nachwuchs auf dem Rücken bis zu schnellen Bergtouren in höhere Gefilde. Auffällig war die anatomische Passform. Die Falke-Socken passen sich wie kein anderer Socken im Test der Fußform an und bieten einen ausgezeichneten Tragekomfort.

1 von 5
Wandersocken Test: Falke2
Die Falke TK2 sind im Vergleich recht hoch geschnitten.
Wandersocken Test: Falke3
Von der Materialqualität her sind die Falkes nahezu konkurrenzlos.
Wandersocken Test: Falke4
Die Größenstaffelung ist klein, die Passform ausgezeichnet.
Wandersocken Test: Falke5
Der Bund ist angenehm breit und weich.
Wandersocken Test: Falke6
Wir empfehlen die Falke TK2 speziell für längere Wanderungen.

Der Unterschied zur Konkurrenz von Smartwool liegt in der etwas geringeren Polsterung. Wir empfehlen sie daher nur für Touren im Sommer und den Übergangszeiten mit leichterem Gepäck.

Auffallend ist, das Falke zum Großteil auf Kunstfasern setzt – Wolle spielt hier nur die zweite Geige. Erstaunlicherweise fällt das im Test gar nicht weiter auf: Der Falke trägt sich so weich wie eine Merinosocke und bringt ein ausgezeichnetes Klimamanagement mit. Schweiß wird schnell nach außen abtransportiert, der Fuß fühlt sich stets schön trocken an.

Kurzum: Die Smartwools haben den Test nur haarscharf und auch nur deswegen gewonnen, weil sie über ein etwas besseres Bodymapping verfügen.

Komforttipp: CEP Hiking Light Merino Mid Cut

Als wir die CEP Hiking Light Merino Mid Cut auspacken, wundern wir uns – das sollen Wandersocken sein? Die Socken des Kompressions-Experten aus Bayreuth sehen auf den ersten Blick aus wie Laufsocken! Befühlt man die schön verarbeiteten und sofort verlässlich wirkenden Socken etwas genauer, fällt jedoch die etwas höhere Materialstärke auf.

Komforttipp
CEP Hiking Light Merino Mid Cut
Test besten Wandersocken: CEP Hiking Light Merino Mid Cut
Die CEPs sind die am besten sitzenden Socken im Test. Perfekt für leichte Wanderungen bei wärmeren Temperaturen haben sie darüber hinaus leicht komprimierende Eigenschaften.

CEP setzt auf Polyamid als »Grundstoff«, dazu kommt eine Beigabe von 12% Merinowolle und ebenso viel Elasthan, was zu einem tollen Tragegefühl führt. Seine Herkunft als Hersteller medizinischer Fußmode kann CEP nicht verleugnen, bei diesen Socken ist jede Menge Technik an Bord. Gepolsterte Bereiche sorgen für etwas mehr Dämpfung, die man auch spürt – überfordern sollte man die relativ dünnen Socken trotzdem nicht.

1 von 6
Wandersocken Test: Cep Hiking Light Merino Mid Cut
Die CEP Hiking Light Merino Mid Cut Socks sind relativ dünne Wandersocken mit leichtem Kompressionseffekt.
Wandersocken Test: Cep Hiking Light Merino Mid Cut
Sie verfügen über einen ausgezeichneten Sitz.
Wandersocken Test: Cep Hiking Light Merino Mid Cut
An den Zehen...
Wandersocken Test: Cep Hiking Light Merino Mid Cut
...und der Ferse sind die CEPs angenehm gepolstert.
Wandersocken Test: Cep Hiking Light Merino Mid Cut
Die Bündchen sorgen für angenehmen Halt, sind aber nicht zu eng.
Wandersocken Test: Cep Hiking Light Merino Mid Cut
Das CEP-typische Größensystem: V steht für die Männergröße EUR 45-48.

Geradezu perfekt eignen sie sich für kürzere Wanderungen bei etwas wärmeren Temperaturen, hier können sie ihre Stärken voll ausspielen. Wie es mit langen Trekkings mit schwerer Beladung aussieht, konnten wir nicht testen – die Performance der Socken hängt hier nicht zuletzt stärker von der Schuhwahl ab. Wie dem auch sei – uns haben die Socken sehr gut gefallen, auch wenn sie mit einer Preisempfehlung von 24,95 Euro pro Paar zu den teuersten Socken im Test gehören. Aber wie sagt man so schön – Qualität hat ihren Preis.

Preistipp: Yuedge Wandersocken

Forstgrün kommen die Wandersocken von Yuedge aus der Packung. Ja, sind denn das Jägersocken? Nicht nur, würden wir sagen. Die mittelhohen Socken sind schön verarbeitet, angenehm stretchig und gerade so dünn, dass die zum Großteil aus herkömmlicher Baumwolle bestehenden Socken noch angenehm Luft durchlassen, ohne sich dabei zu sehr vollzusaugen. Damit eignen sie sich für Wanderaktivitäten im Freien, die von kurzer Bergtour im Sommer bis zu einer Mehrtageswanderung reichen.

Preistipp
Yuedge Wandersocken
Test besten Wandersocken: Yuedge Crewsocken Sportsocken Wandersocken
Für diesen Preis kann man wenig falsch machen. Ein Allrounder, der nicht nur beim Wandern für einen angenehmen Klima- und Gehkomfort sorgt. Schöne Passform.

Im Test ziehen wir die Yuedges auf eine relativ kompakte Familienwanderung an und sind angesichts der angenehmen, leicht stützenden Passform überrascht. Da zwickt nichts, die Socken sitzen an den Zehen und Fersen sehr angenehm, auch der halbhoch sitzende Bund schnürt nicht ein und sorgt doch für einen guten Halt. Das alles ist für rund 5,60 Euro pro Paar recht beeindruckend und einen Kauftipp wert!

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Wandersocken Test: Yuedge2
Die günstigen Yuedge waren im Test eine kleine Überraschung.
Wandersocken Test: Yuedge3
Auch hier kommt an stärker beanspruchten Zonen robusteres Material zum Einsatz.
Wandersocken Test: Yuedge4
Atmungsaktive Materialzonen treffen auf wärmere Bereiche.
Wandersocken Test: Yuedge5
Der Bund ist schmal, schneidet aber nicht ein.
Wandersocken Test: Yuedge6
Die Yuedge gibt es außer in olivgrün auch in anderen Farben.

Wer nicht so auf Forstgrün als Farbe stehen sollte, kann sich im Yuedge-Portfolio umschauen – die Marke aus Shenzhen hat auch einige andere Farben im Programm. Bleibt der etwas fade Beigeschmack und die große Frage, unter welchen Arbeitsbedingungen die Socken wohl in China hergestellt werden. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, kauft lieber einen »Made in EU«-Socken.

Allwettertipp: Sealskinz Waterproof Hiking Mid

Sealskinz: Den Namen haben viele Sportler schon einmal gelesen. Unter Radfahrern hat sich die Marke aus England bereits vor Jahren einen Namen gemacht.

Allwettertipp
Sealskinz Waterproof Hiking Mid
Test besten Wandersocken: Sealskinz Warterproof Hiking Mid
Diese Socken spielein einer eigenen Liga: Sie werden aus steifem, dicht gewebtem Material hergestellt und sind perfekt für eiskalte Temperaturen.

Keine Marke hat sich so auf das Spezialgebiet »Schlechtwetter« eingeschossen wie Sealskinz aus dem englischen Norfolk. Kann sein, dass es am englischen Wetter liegt, jedenfalls sind wir Sealskinz sehr dankbar. Die Firma hat zahllosen Fahrradfahrern – und zum Glück inzwischen auch Wanderern – trockene, warme Füße bei widrigsten Wetterbedingungen beschert.

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Wandersocken Test: Sealskinz2
Die Sealskinz-Socken spielen im Testvergleich eine Sonderrolle.
Wandersocken Test: Sealskinz3
Der Begriff "Seal" ist Programm – die Socken sorgen auch bei Regen für trockene Füße.
Wandersocken Test: Sealskinz5
Das Innenmaterial ist angenehm weich.
Wandersocken Test: Seaslkinz4
Socken oder Gummistiefel? Die Konstruktion der Sealskinz ist durchaus etwas kurios.
Wandersocken Test: Seaslkinz5
Trotz des dicken Materials haben die Sealskinz eine angenehme Passform.

Die Sealskinz Waterproof Hiking Mid Socks sind beim Anziehen ungewöhnlich steif, auch sind sie nicht so anschmiegsam wie die Socken von Smartwool. Stecken die Füße jedoch einmal drin und ist man bei niedrigeren Temperaturen und Niederschlag mit ihnen unterwegs, möchte man sie am liebsten nicht mehr ausziehen. Wo man in anderen Socken längst nasse Füße hätte, ist es hier immer noch schön kuschelig warm.

Somit sind die Sealskinz unser klarer Kauftipp für alle Schlechtwetterfans, die öfter unter kalten und nassen Füßen leiden und endlich Abhilfe suchen. Natürlich sollte man diese Socken je nach Einsatzbedingungen häufiger waschen – das kann man laut Hersteller im 40-Grad-Normalwaschgang auch problemlos tun. Während des Tests haben wir die Socken mehrmals gewaschen, was die Materialeigenschaften nicht negativ beeinflusst hat.

Außerdem getestet

UYN Herren Trekking Nature Merino Socke

Von allen Socken, die wir im Rahmen unseres Updates 02/2022 getestet haben, haben die UYN Herren Trekking die aufwändigste Verpackung – ein Verweis auf die aufwändige Verarbeitung. UYN versieht die Socken mit einem »Anti Impactor« und einem »Interior Ankle Guard«, auf gut deutsch gesagt sind das kleine, weiche Materialwülste, die sowohl den Fußrücken als auch den Knöchel vor Stößen, Druck bzw. Reibestellen schützen soll. Ob das nun in der Praxis bei zugeschnürtem Wanderschuh tatsächlich etwas bringt, ist schwer zu sagen.

Was klar ist – beim Tragekomfort sind die in Italien hergestellten UYNs ganz vorne mit dabei. Sie werden von den Falke nur knapp und auch nur deswegen geschlagen, weil uns das Material der Falkes etwas anschmiegsamer erschien. Ginge es allein um die Menge an Features und Technologien, die sich der Hersteller ausgedacht hat – die UYN hätten gewonnen. Nicht umsonst zählt die Marke in vielerlei (Winter-)Sportdisziplinen bei Profiteams zur ersten Wahl.

Am Ende ist es – wie so oft – ein wenig Geschmackssache. Die UYN haben mehr Technik an Bord, die Test-Gewinner von Smartwool und Falke gehen mehr Richtung »klassischer Wandersocken«.

Ortovox Alpinist Mid Socks

Ortovox kann auf eine lange Geschichte als Skitouren-Ausstatter, insbesondere als Hersteller von Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) zurückblicken. Schon früh befasste sich das Unternehmen aus der Münchner Peripherie mit der Verarbeitung von Wolle, insbesondere Merinowolle.

In dieser Tradition stehen auch die Ortovox Alpinist, die aus einer ausgeklügelten Woll-Polyamid-Elasthan-Mischung hergestellt werden. Zunächst einmal: Was Passform und Tragegefühl angeht, sind die Socken von Ortovox erste Sahne. Besonders bei ersterem bemerkt man den Routinier; die Socken verfügen darüber hinaus über eine leichte Stützfunktion. Was die Wander-Eignung angeht, haben uns die Socken nur halbwegs überzeugt. Man würde sich einen etwas höheren Schaft wünschen, außerdem ist die Polsterung für Mehrtageswanderungen mit schwerem Gepäck zu dünn.

Ortovox setzt viel daran, eine optimal auf seine Zielgruppe abgestimmte Bekleidung zu entwerfen. Wanderer waren, soweit wir das beurteilen können, bisher keine Fokusgruppe des Unternehmens, sonst würden die Socken ja auch »Hiker« und nicht »Alpinist« heißen. Die Socken wurden eben für dynamische, schnelle Bergtouren entworfen. Wer sie auch für Wanderungen einsetzen möchte – nur zu! Das Zeug zum komfortablen Wandersocken haben sie jedoch nicht ganz, dafür gibt es besser geeignete Modelle.

Alpin Loacker Wandersocken

Wir waren ehrlich hin- und hergerissen, was die Vergabe der Test-Trophäen angeht. Hätte sich der Hersteller Alpin Loacker nicht ganz so dreist und offensichtlich bei Smartwool bedient, was den Aufbau und das Design seines Wandersockens angeht, wäre ein Komfort-Tipp fällig gewesen. So sind wir hingegen gleich etwas skeptisch. Der Socken kommt für eine UVP von 15,99 Euro in den Handel – und ist damit für einen Socken mit 85 Prozent (!) Merinogehalt erstaunlich günstig. Beim Tragen zeigt sich: Der Socken der Firma aus Vorarlberg trägt sich sehr angenehm. Allerdings fällt auf, dass er relativ locker sitzt, auch wirkt das Material nicht ganz so wertig wie beim »Original«.

Zudem stimmt uns skeptisch, dass der Socken in China hergestellt ist. Zwar verkündet der Hersteller auf Amazon, sein Produkt sei »environmentally friendly«, wir ziehen diese Aussage jedoch vorsichtig in Zweifel und raten Merinofans, bei Kaufinteresse dann doch bei einem der großen Merino-Markenhersteller wie Smartwool, Icebreaker oder Ortovox einzukaufen, wo sich die Liefer- bzw. Produktionswege zum Teil sogar nachverfolgen lassen.

Allen, denen das egal ist, bietet Alpin Loacker mit diesen Socken jedoch einen sehr komfortablen Begleiter für einfachere Wanderungen und Bergtouren, der auch als warmer Winter-Haussocken Sinn macht. Der Preis ist für einen Socken mit diesem Merino-Gehalt jedenfalls unschlagbar.

Wool Rockers Merino Wandersocken

Die rund 16 Euro teuren Socken der Firma Wool Rockers sorgen auf den ersten Blick durchaus für Wohlwollen, haben jedoch ein entscheidendes Manko: Für einen Wandersocken, den man nicht nur im Hochsommer und nicht nur bei Schönwettertouren verwendet, sind sie etwas zu dünn.

Das hat zur Folge, dass sie den Fuß gerade auf langen Wandertouren, bei Kälte und bei schwerer Beladung nur bedingt vor Kälte oder Scheuer- und Druckstellen schützen. Eine Polsterung ist zwar durchaus vorhanden, aber eben nur eine vergleichsweise dünne.

Im Gegensatz zu z. B. den Splends haben die Wool Rockers zwar klar die Nase vorne – sie sind aus deutlich angenehmerem, weil weniger kratzigem Material hergestellt. Trotzdem sehen wir die Socken eher als warme Lauf- und Freizeitsocken denn als ernsthafte Wandersocken, die man auch gerne mal zu einer Mehrtageswanderung hervorzieht. Wer indes unter »Wandern« nur die ein- bis zweistündige Schönwetterwanderung in nicht allzu schwierigem Gelände versteht, kann auch die Wool Rockers getrost verwenden.

Gipfelsport Wandersocken Merinowolle

Will Gipfelsport Falke nachmachen? Betrachtet man den dezent gestalteten, dunkelblauen Socken aus der Ferne, könnte man fast auf die Idee kommen. Bei näherer Betrachtung zeigen sich dann aber doch einige Unterschiede. Ganz so wertig ist der zum Großteil aus Polyester bestehende Socken dann doch nicht – ja, im Vergleich zu allen anderen Socken macht der Gipfelsport fast den »gewöhnlichsten«, alltagstauglichsten Eindruck.

Damit erschließt sich für uns gleichzeitig der Nutzungsbereich des Wandersockens (auf Amazon wird er hochoffiziell als »Hiking Sock« bezeichnet). In unseren Augen ist er aufgrund seiner niedrigen Bundhöhe und seines eher dünnen Materials maximal für Flachland-Wanderungen geeignet, besser noch für den Alltagseinsatz in den Übergangszeiten oder gar für Winterläufe. Innerhalb der Testkonkurrenz hat er es in jedem Fall schwer – in Sachen Passform hinkt der Socken, dessen Herkunft sich nicht ergründen lässt, hinterher. Da haben Konkurrenzmodelle wie der Falke oder auch der Alpin Loacker hinsichtlich ihrer Wander-Tauglichkeit klar die Nase vorn!

Dogma Mountain Lion

Dogma Mountain Lion – der Name dieser 15,90 Euro teuren Socken verspricht viel! Bei Amazon werden die Socken nicht nur als »Wandersocken«, sondern auch als Trekkingsocken und Funktionssocken allgemein beschrieben, und daher sind wir so frei und ziehen die mitteldicken Socken auf einer kurzen Skitour an. Sie »performen« zunächst gar nicht schlecht, zumal sie ja nicht per se für Skitouren entworfen wurden. Der Sitz gefällt uns ganz gut, von Haptik und Tragekomfort kommen sie jedoch nicht ganz an die Top-Socken im Test heran.

Hand auf’s Herz: Auf unserer Tour überfordern wir die Dogma ein wenig, und die Nachteile, die aus dieser Überforderung entstehen, wollen wir der Fairness halber nicht in die Bewertung einfließen lassen. Trotzdem sticht eines heraus: Bereits nach einer Tour stehen aus den Socken die Fasern heraus, als hätten wir sie mit einer Stahlbürste bearbeitet. Grund mögen die immensen Reibungskräfte sein, die bei der Verwendung der Socken in einem Skistiefel auf den Schaft-, Vorfuß und Fersenbereich wirken. Das schnelle »Ausfasern« deutet in unseren Augen trotzdem darauf hin, dass es die Dogma in Sachen Materialqualität nicht ganz mit der Konkurrenz aufnehmen können. Diese Tatsache verweist die Socken – in Kombination mit dem eher mittelmäßigen Tragekomfort – auf die Plätze.

Danish Endurance Merino Wandersocken

Die Socken von Danish Endurance eilt ein gewisser Geruch voraus: Sie riechen nach Schaf! Der eine findet das toll, der andere weniger… uns hat es jedenfalls etwas irritiert, denn der Geruch ist ein Hinweis darauf, dass es bei der Wollverarbeitung offensichtlich schnell gehen musste. Nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal – und für Tierfreunde nicht unbedingt beruhigend. Immerhin: Die Socken sind angenehm hoch geschnitten, somit wird bei hochschaftigen Schuhen das Schienbein geschont. Was weniger gefallen hat, ist die Verarbeitung. Der Elf-Euro-Socken (UVP für drei Paar: knapp 33 Euro) hat im Vergleich mit Smartwool und Falke das Nachsehen.

An der Sockenoberfläche zeigen sich hier und da kleine Schlaufen, an Nahtstellen wie zum Beispiel über dem Knöchel wirkt das Material dünn und störanfällig. Der Sockenbund wirkt ungleichmäßiger verarbeitet als bei der Markenkonkurrenz. Stellt sich gleich die Frage: Wie viele Lastwechsel hält dieser Socken aus – insbesondere, wenn man einen schweren Rucksack schultert?

Beim Tragen fällt auf: Die Danish Endurance-Socken sitzen im Vergleich mit anderen Testsocken sehr locker. Das kann daran liegen, dass der Hersteller mit dem Socken sage und schreibe fünf Größen abzudecken versucht. Der Größenbereich des von uns getesteten Modells reicht von 43 bis 47. Wir liegen mit unseren 44.5 mittendrin, trotzdem sitzen die Konkurrenzmodelle, bei denen die Größenstaffelung etwas »enger« ist, deutlich besser.

Footnote Gepolsterte Wandersocken

Die Socken von Footnote machen auf den ersten Blick, oder besser ersten Schritt, einen ganz vernünftigen Eindruck. Angenehm weich, stretchig, anschmiegsam. Doch bald schon sitzen uns die Socken etwas zu locker und wir wünschen uns etwas mehr Unterstützung. Schnell werden die Socken zu gerne getragenen Zuhause-Wohlfühl-Socken. Allerdings gibt es für zu Hause schönere Socken – das Design mit dem roten Punkt und vielen anderen graphischen Elementen ist etwas gewöhnungsbedürftig und nicht unbedingt ein optischer Leckerbissen.

Wie dem auch sei – fürs Wandern empfehlen wir die Footnotes eher weniger. Das liegt sicher auch daran, dass sich die 60 Prozent Baumwolle im Gewebe zwar schön weich anfühlen, das Klimamanagement der Footnotes hinkt echten Woll- und erst recht Merinowollsocken aber gewaltig hinterher.

Im nassen Zustand trocknen sie deutlich langsamer und saugen sich wie die Socken von Weekend Peninsula schnell voll. Beides typische Baumwoll-Nachteile, die die meisten Wandersocken-Hersteller eigentlich längst durch andere Materialien in den Griff bekommen haben. So schaffen es die Footnote-Socken in diesem Test nicht unter die Top vier und bekommen von uns trotzdem einen kleine Empfehlung als Wohlfühl-Alltagssocken.

Splends Merino Wandersocke dick

Bei einem Wandersocken ist eines ganz entscheidend: Der Wohlfühlfaktor. Wenn es beim Reinschlüpfen schon »hakt«, nützt es alles nichts. Leider mussten wir bei der Splends Merino Wandersocke genau das feststellen – der Socken fühlt sich rau an, ein bisschen wie Omas alter Wollpulli. Hat man ihn angezogen, trägt er sich zwar deutlich komfortabler – das liegt aber primär daran, dass die Fußhaut etwas unempfindlicher ist.

Trotzdem hat uns der Socken, der mit 24,95 Euro empfohlenen Verkaufspreis eher zu den hochpreisigen Socken gehört, vom Tragekomfort nicht überzeugt. Irgendwann kommt der etwas kratzige Eindruck auch bei abgehärteten Füßen an. Was ebenfalls auffällt: Für Socken dieser Preisklasse sind die Splends erstaunlich einfallslos gestaltet. Okay, am Fußrücken baut der Hersteller etwas luftigeres Strickmaterial ein, trotzdem heben sich die anderen Socken im Test, die in der Splends-Preisklasse rangieren, durch etwas mehr »Fertigungsfinesse« ab. Smartwool hat zum Beispiel, was die Gestaltung von Zehen- und Fersenpartie sowie dem Bündchen angeht, klar die Nase vorne.

Im Test ziehen wir die Splends zu einer kleinen Wanderung bei nasskalten Bedingungen über ebene Wanderwege an. Auch hier werden wir insgesamt den Eindruck nicht los, dass das Socken-Startup keine genauere Konkurrenzbeobachtung im Wandersektor gemacht hat. Für diesen Preis gibt es, um es ganz simpel zu formulieren, deutlich bessere Wandersocken – besonders, was den Kuschelfaktor angeht.

Weekend Peninsula Wandersocken Trekkingsocken

Weekend Peninsula steht auf der Packung. Wie bitte? Wochenend-Halbinsel? Naja, die Chinesen waren immer schon etwas kreativer, wenn es um die Benennung von Outdoor-Bekleidung und anderer Ausrüstung geht. Wie dem auch sei, die Halbinsel-Wandersocken haben es innerhalb der Test-Konkurrenz schwer. Die zum Teil schrille Optik wird nicht jedermanns Sache sein, in der neongrünen Farbvariante werden sich farbbewusste Menschen etwas schwer tun, dazu passende Wanderschuhe im Schrank zu finden. Zudem sind sie etwas zu niedrig geschnitten. Trägt man einen hochschaftigen Schuh, schließt der Socken mit dem Schaft des Schuhs ab, was beim Wandern nicht unbedingt sinnvoll ist, schließlich soll der Socken auch die Wade bzw. den unteren Teil des Beins etwas wärmen und z. B. vor Gestrüpp schützen.

Der größte Nachteil der zugegebener Maßen günstigen Socken liegt in ihrem hohen Kunstfaseranteil. 77 Prozent Polyester sind schon eine Ansage – das merkt man auch beim Tragen. Die Woll- und erst recht die Merinowollsocken haben in Sachen Anschmiegsamkeit und Kuschelfaktor klar die Nase vorne. Bleibt noch hervorzuheben, dass die Socken zum einen klein ausfallen und zum anderen an der Fußoberseite, speziell in der Fußbeuge, zu viel Druck ausüben. Ob dieser Kompressionseffekt gewollt oder eher Zufall ist, bleibt dahingestellt. Im Test landen die Weekend Peninsula jedenfalls souverän auf dem letzten Platz.

So haben wir getestet

Alle 15 Sockenpaare wurden während eines rund zweimonatigen Testzeitraums bei den unterschiedlichsten Wanderaktivitäten getestet. Diese reichten von kurzen Bergtouren mit wenig Gepäck bis hin zu mehrtägigen Wandertouren mit schwerem Rucksack.

Einzelne Sockenmodelle testeten wir sogar beim Laufen, die meisten trugen wir, um einen besseren Überblick zu erhalten, auch im Alltag. Der Temperaturbereich reichte dabei von etwa minus 10 Grad Celsius bis 15 Grad. Deutlicher als erwartet zeichnete sich schnell ein Testsieger ab – und Testverlierer.

Die wichtigsten Fragen

Was sind die besten Wandersocken?

Unser Favorit sind die Smartwool Men’s Phd Outdoor Light Crew Socks. Die Socken sitzen toll, haben eine angenehme, mittlere Materialstärke und eignen sich damit für ein breites Spektrum an Outdoor-Aktivitäten: von kurzen Tagestouren bis zu Mehrtagestouren mit etwas mehr Gewicht auf dem Rücken.

Aus welchem Material sollten Wandersocken sein?

Beim Thema Material streiten sich die Socken-Experten. Ein reiner Kunstfasersocken hat den Nachteil, dass er schnell zu müffeln beginnt. Ein Baumwollsocken trocknet schlecht bzw. nur sehr langsam. Ein reiner Merinowollsocken wäre sehr teuer in der Produktion – und ist nicht besonders stretchig und haltbar. Deshalb wenden die Hersteller für ihre Sockenmodelle „das Beste aus allen Welten“ an und kreieren Mischgewebe, die die geruchsmindernde, auch bei Feuchtigkeit wärmende Merinowolle mit den Stretch-Eigenschaften von Elasthan und den Trocknungseigenschaften und der Haltbarkeit von Kunstfasern wie Polypropylen oder Polyester kombinieren.

Was macht gute Wandersocken aus?

Gute Wandersocken sitzen faltenfrei und eng am Fuß und verhindern so die Bildung von Blasen. Sie regulieren außerdem das Fußklima – am besten durch ein Mischgewebe, das Gerüche mindert, Feuchtigkeit schnell abtransportiert und trotzdem stretchig und lange haltbar bleibt.

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 Test: Artboard

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