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Die besten Wandersocken

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Wandersocken Test: Yuedge1
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 9 Paar Wandersocken getestet – vom Billigsocken aus Fernost im Dreierpack bis zur deutschen Qualitätssocke, bei der ein Paar auf eine höhere Summe kommt. Die besten sind für uns die Smartwool Men’s Phd Outdoor Light Crew Socks, aber auch andere Modelle sind empfehlenswert.

Merinowolle oder Kunstfaser? Dick oder dünn? Bis zur Wade oder nur bis knapp über den Knöchel? Wandersocken gibt es viele, die Preisspanne reicht dabei von rund 5 Euro bis 30 Euro für ein Paar Socken.

Im Test haben wir versucht herauszufinden, wo die Unterschiede zwischen Billigsocken aus Fernost und teureren Modellen sind, die in der EU oder den USA hergestellt werden. Trägt Merinowolle zum Tragekomfort bei? Worauf sollte man sonst beim Kauf achten? Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Smartwool Men's Phd Outdoor Light Crew Socks

Test besten Wandersocken: Smartwool Herren Wandersocke
Weiche, mollig warme Wandersocken mit ausreichender Materialstärke auch für anspruchsvollere, längere Wanderungen. Sehr schöne Verarbeitung und Passform.

Smartwool hat mit den Men’s Phd Outdoor Light Crew Socks einen Dauerbrenner am Start. Das Unternehmen aus Colorado stellt die Socken in den USA her – was man an der Qualität sofort merkt. Die Socken sitzen toll, haben eine angenehme, mittlere Materialstärke und eignen sich damit für ein breites Spektrum an Outdoor-Aktivitäten: von kurzen Tagestouren bis zu Mehrtagestouren mit etwas mehr Gewicht auf dem Rücken. Dass Smartwool über mehr als ein Vierteljahrhundert Erfahrung in der Sockenfertigung verfügt, merkt man an der überragenden Passform.

Allwettertipp

Sealskinz Waterproof Hiking Mid

Test besten Wandersocken: Sealskinz Warterproof Hiking Mid
Der Sealakinz spielt in einer eigenen Liga. Die warmen Socken werden aus steifem, dicht gewebtem Material hergestellt und sind perfekt für eiskalte Temperaturen.

Die Sealskinz Men’s Waterproof Hiking Mid Socks haben uns ehrlich überrascht. Mit einem herkömmlichen Wandersocken haben die wasserdichten und atmungsaktiven Socken wenig zu tun – eher mit einem Gummistiefel! Trotzdem punkten die Socken aus England. 38 Prozent Merinowolle sei Dank, mit einem erstaunlich angenehmem Tragekomfort und sind damit ein heißer Tipp für alle Allwetterwanderer, die auf warme Füße Wert legen. Dass die Socken rund 30 Euro teuer sind, wird da zu einer Randnotiz.

Für lange Wanderungen

Falke TK2

Test besten Wandersocken: Falke TK2
Fein verarbeiteter, dicht gewebter Socken für längere Wanderungen oder Bergtouren bei wärmerem Wetter.

Feiner Stoff! Die Falke TK2 Wandersocken fühlen sich einfach toll an und folgen damit ganz der Tradition des Qualitätsherstellers aus Schmallenberg. Sie sind etwas dünner gearbeitet und daher eher für wärmere Verhältnisse bzw. die Übergangszeiten gedacht. Die Passform ist ausgezeichnet, zudem haben die Falke-Socken im Test durch ihre überragendes Klimamanagement überzeugt. Das hat natürlich seinen Preis – der ist aber in unseren Augen absolut gerechtfertigt.

Preistipp

Yuedge Wandersocken

Test besten Wandersocken: Yuedge Crewsocken Sportsocken Wandersocken
Für diesen Preis kann man wenig falsch machen. Ein Allrounder, der nicht nur beim Wandern für einen angenehmen Klima- und Gehkomfort sorgt. Schöne Passform.

Fünf Paar Socken für rund 28 Euro – das sind gerade mal 5,60 Euro pro Paar. Der Preis ist heiß und auch die Qualität der China-Socken von Yuedge konnte im Test überzeugen. Die Socken fühlen sich vergleichsweise fest an, trotzdem tragen sie sich angenehm und eignen sich im Speziellen für Wanderungen bei wärmeren Bedingungen. Zwar kommt hier keine Schafs- sondern Baumwolle zum Einsatz, dennoch hat es Yuedge geschafft, für eine zufriedenstellende Luftzirkulation und Trocknung zu sorgen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAllwettertippFür lange WanderungenPreistipp
ModellSmartwool Men's Phd Outdoor Light Crew SocksSealskinz Waterproof Hiking MidFalke TK2Yuedge WandersockenAlpin Loacker WandersockenGipfelsport Wandersocken MerinowolleDanish Endurance Merino WandersockenFootnote Gepolsterte WandersockenWeekend Peninsula Wandersocken Trekkingsocken
Test besten Wandersocken: Smartwool Herren WandersockeTest besten Wandersocken: Sealskinz Warterproof Hiking MidTest besten Wandersocken: Falke TK2Test besten Wandersocken: Yuedge Crewsocken Sportsocken WandersockenTest besten Wandersocken: Alpin Loacker WandersockenTest besten Wandersocken: Gipfelsport Wandersocken MerinowolleTest besten Wandersocken: Danish Endurance Merino WandersockenTest besten Wandersocken: Footnote Gepolsterte WandersockenTest besten Wandersocken: Weekend Peninsula Wandersocken Trekkingsocken
Pro
  • Schöne Verarbeitung
  • Ausgezeichnete Passform
  • Weiches, anschmiegsames Material
  • Mulesing-freie Produktion
  • Wind- und wasserdicht
  • Atmungsaktive Merinowolle
  • Sehr warm
  • Regentauglich
  • Sehr anschmiegsam
  • Feine Verarbeitung
  • Tolles Klimamanagement
  • Ausgezeichnete Passform
  • Angenehme Haptik
  • Gute Atmungseigenschaften
  • Angenehme Passform
  • Angenehme Passform
  • Mollig warmes Material
  • Preis-Leistung top
  • Hoher Merino-Anteil
  • Gut für kurze Touren
  • Sehr weiches Material
  • Als Laufsocke bei kälteren Temperaturen geeignet
  • Weich und stretchig
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Weich und stretchig
  • Gute Wärmeleistung
  • Verarbeitung okay
Contra
  • Vergleichsweise teuer
  • Teuer
  • Relativ dick und steif
  • Vergleichsweise teuer
  • Etwas niedrig geschnitten
  • Verarbeitung nicht ganz so gut wie bei Smartwool
  • Für Wandersocken etwas zu dünn
  • Zum Teil sehr dünne Materialzonen
  • Wirkt stellenweise zu filigran
  • Unangenehmer Geruch
  • Sitzt zu locker
  • Etwas labbrige Passform
  • Zweifelhafte Trocknungseigenschaften
  • Für einen Wandersocken zu niedrig
  • Fallen klein aus
  • Unausgewogene Passform
  • Zweifelhafte Trocknungseigenschaften
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Kurze Sockentheorie – Merinowolle und Bodymapping

Beim Thema Material streiten sich die Socken-Experten. Ein reiner Kunstfasersocken hat oft den Nachteil, dass er schnell zu müffeln beginnt. Ein Baumwollsocken trocknet schlecht bzw. nur sehr langsam. Ein reiner Merinowollsocken wäre sehr teuer in der Produktion – und ist nicht besonders stretchig und haltbar.

Deshalb wenden die Hersteller für ihre Sockenmodelle »das Beste aus allen Welten« an und kreieren Mischgewebe, die die geruchsmindernde, auch bei Feuchtigkeit wärmende Merinowolle mit den Stretch-Eigenschaften von Elasthan und den Trocknungseigenschaften und der Haltbarkeit von Kunstfasern wie Polypropylen oder Polyester kombinieren.

Wandersocken Test: Yuedge1
Der perfekte Socken ist dünn, schnell trocknend, nicht geruchsbildend und atmungsaktiv.

Das Thema Merinowolle ist schon seit längerem Reizthema. Kam die Verwendung der Wolle von Merinoschafen vor rund 25 Jahren einer kleinen Revolution gleich, ist sie heute keine Besonderheit mehr. Das hat zur Folge, dass die Nachfrage nach Merinwolle förmlich explodiert ist.

Billig-Hersteller kaufen die Merinowolle zu Preisen, dass man nur den Kopf schütteln kann – und zu Konditionen, bei denen das Tierwohl hintenansteht. Das berüchtigte »Mulesing« hat vor ein paar Jahren für Aufruhr gesorgt. Es bedeutet, dass Merinoschafen ohne Betäubung Teile der Haut am Hinterteil abgenommen werden, damit in den dortigen Hautfalten Fliegen keine Eier legen können – eine umstrittene Praxis.

Socken ohne Mulesing unterstützen keine Tierquälerei

Hersteller wie Smartwool werben damit, dass ihre Produkte ohne Mulesing produziert werden. Im Test werden laut Herstellerangabe die Socken von Smartwool, Sealskinz, Alpine Loacker, Gipfelsport und Danish Endurance mit Merinowolle hergestellt.

Bodymapping – dieses im Outdoorsportbereich »virale« Thema ist längst auch bei Socken angekommen. Es bedeutet, dass die Hersteller an unterschiedlichen Körperzonen unterschiedliche Gewerbearten anwenden, um den jeweiligen Anforderungen an das Material gerecht zu werden.

Im Falle von Socken bedeutet das: An stark beanspruchten Stellen wie der Ferse und den Zehen verfügen die Socken über Materialverstärkungen, an Zonen mit stärkerer Schweißproduktion wie z.B. dem Fußrücken werden atmungsaktivere Materialien angewendet. Einige Hersteller tangiert das Thema Bodymapping weniger, andere, darunter Testsieger Smartwool, sind wahre Bodymapping-Jünger.

Wandersocken Test: Gesamt (1)
Die getesteten Socken aus dem Test 11/2020.

So haben wir getestet

Alle 9 Sockenpaare wurden während eines rund zweimonatigen Testzeitraums bei den unterschiedlichsten Wanderaktivitäten getestet. Diese reichten von kurzen Bergtouren mit wenig Gepäck bis hin zu mehrtägigen Wandertouren mit schwerem Rucksack.

Einzelne Sockenmodelle testeten wir sogar beim Laufen, die meisten trugen wir, um einen besseren Überblick zu erhalten, auch im Alltag. Der Temperaturbereich reichte dabei von etwa minus 10 Grad Celsius bis 15 Grad. Deutlicher als erwartet zeichnete sich schnell ein Testsieger ab – und Testverlierer.

Wandersocken Test: Smartwool5

Testsieger: Men’s PhD Outdoor Light Crew

Smartwool ist im Bereich von Merino-Wollsocken ein alter Hase. Seit mehr als 25 Jahren fertigt das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Colorado Socken – das merkt man den Men’s PhD Outdoor Light Crew Socks auch an. Bei keinem anderen Sockenpaar hat sich das Reinschlüpf-Wohlgefühl so schnell eingestellt wie bei den Amerikanern.

Testsieger

Smartwool Men's Phd Outdoor Light Crew Socks

Test besten Wandersocken: Smartwool Herren Wandersocke
Weiche, mollig warme Wandersocken mit ausreichender Materialstärke auch für anspruchsvollere, längere Wanderungen. Sehr schöne Verarbeitung und Passform.

Die Passform der Socken ist ausgezeichnet, Fersen- und Zehenpartie sind schön verarbeitet und angenehm vorgeformt. Die Socken punkten zudem mit einem ausgezeichneten Sitz. Da ist nichts zu weit, nichts schlackert und vor allem verschiebt sich nichts, wenn man mit den Socken in einer Wanderstiefel schlüpft. Reibestellen werden somit schon im Vorhinein, zumindest was den Sockensitz angeht, verhindert.

Laut Verpackung sind 56 Prozent Wolle an Bord, den Karton ziert zudem der Hinweis »Merino Wool«. Ob die kompletten 56 Prozent Merinowolle sind, sei dahingestellt – in jedem Fall merkt man an der Flauschigkeit der Socken, dass hier jemand seine Hausaufgaben im Bereich »Fußschmeichelei« gemacht hat. Um diese »Weichheit« zu erhalten, sollte man allerdings den Waschhinweis beachten: Die Socken sollten nur im Spezialschonwaschgang bis 40 Grad gewaschen werden.

Wir waren vom Tragekomfort so begeistert, dass wir Kaufinteressenten trotz des hohen Preises die Anschaffung von zwei Paar empfehlen – so hat man auch bei geringem Schonwaschgang-Wäscheaufkommen immer ein Paar zum Anziehen bereit. Von der Einsatzjahreszeit können wir die Socken für kürzere Winterwanderungen bei leichten Minusgraden genauso empfehlen wie für Mehrtagestouren in den Übergangszeiten. Allein im Hochsommer könnte es mit diesem Modell auch mal zu heiß werden.

Men’s PhD Outdoor Light Crew im Testspiegel

Andere Testportale haben sich den Socken noch nicht angeschaut, wenn allerdings weitere Testberichte zu unserem Favoriten erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Zwar konnten die Smartwool Men’s PhD Outdoor Crew Socks in unseren Augen in vielen Bereichen überzeugen. Doch es gibt auch sinnvolle Alternativen, die in einzelnen »Spezialbereichen« aufgrund ihres Materials oder wegen anderer Attribute punkten können.

Allwettertipp

Sealskinz Waterproof Hiking Mid

Test besten Wandersocken: Sealskinz Warterproof Hiking Mid
Der Sealakinz spielt in einer eigenen Liga. Die warmen Socken werden aus steifem, dicht gewebtem Material hergestellt und sind perfekt für eiskalte Temperaturen.

Sealskinz: Den Namen haben viele Sportler schon einmal gelesen. Unter Radfahrern hat sich die Marke aus England bereits vor Jahren einen Namen gemacht.

Keine Marke hat sich so auf das Spezialgebiet »Schlechtwetter« eingeschossen wie Sealskinz aus dem englischen Norfolk. Kann sein, dass es am englischen Wetter liegt, jedenfalls sind wir Sealskinz sehr dankbar. Die Firma hat zahllosen Fahrradfahrern – und zum Glück inzwischen auch Wanderern – trockene, warme Füße bei widrigsten Wetterbedingungen beschert.

Die Sealskinz Waterproof Hiking Mid Socks sind beim Anziehen ungewöhnlich steif, auch sind sie nicht so anschmiegsam wie die Socken von Smartwool. Stecken die Füße jedoch einmal drin und ist man bei niedrigeren Temperaturen und Niederschlag mit ihnen unterwegs, möchte man sie am liebsten nicht mehr ausziehen. Wo man in anderen Socken längst nasse Füße hätte, ist es hier immer noch schön kuschelig warm.

Somit sind die Sealskinz unser klarer Kauftipp für alle Schlechtwetterfans, die öfter unter kalten und nassen Füßen leiden und endlich Abhilfe suchen. Natürlich sollte man diese Socken je nach Einsatzbedingungen häufiger waschen – das kann man laut Hersteller im 40-Grad-Normalwaschgang auch problemlos tun. Während des Tests haben wir die Socken mehrmals gewaschen, was die Materialeigenschaften nicht negativ beeinflusst hat.

Für lange Wanderungen

Falke TK2

Test besten Wandersocken: Falke TK2
Fein verarbeiteter, dicht gewebter Socken für längere Wanderungen oder Bergtouren bei wärmerem Wetter.

Die Falke TK2 Wandersocken sind schlichtweg ein Genuss. Qualitätsverpflichtet könnte man sagen – oder auch »federleichter ist man nie gewandert«. Die vergleichsweise dünnen, mittel gepolsterten Socken tragen sich äußerst bequem, punkten mit einer für den Test geradezu einzigartigen Verarbeitung und haben einen hohen Wohlfühlfaktor. Fast möchte man die Socken schonen, so edel kommen sie einem vor.

Wir haben sie bei Wanderungen aller möglichen Längen getestet – von Touren mit dem Nachwuchs auf dem Rücken bis zu schnellen Bergtouren in höhere Gefilde. Auffällig war die anatomische Passform. Die Falke-Socken passen sich wie kein anderer Socken im Test der Fußform an und bieten einen ausgezeichneten Tragekomfort.

Der Unterschied zur Konkurrenz von Smartwool liegt in der etwas geringeren Polsterung. Wir empfehlen sie daher nur für Touren im Sommer und den Übergangszeiten mit leichterem Gepäck.

Auffallend ist, das Falke zum Großteil auf Kunstfasern setzt – Wolle spielt hier nur die zweite Geige. Erstaunlicherweise fällt das im Test gar nicht weiter auf: Der Falke trägt sich so weich wie eine Merinosocke und bringt ein ausgezeichnetes Klimamanagement mit. Schweiß wird schnell nach außen abtransportiert, der Fuß fühlt sich stets schön trocken an.

Kurzum: Die Smartwools haben den Test nur haarscharf und auch nur deswegen gewonnen, weil sie über ein etwas besseres Bodymapping verfügen.

Preistipp

Yuedge Wandersocken

Test besten Wandersocken: Yuedge Crewsocken Sportsocken Wandersocken
Für diesen Preis kann man wenig falsch machen. Ein Allrounder, der nicht nur beim Wandern für einen angenehmen Klima- und Gehkomfort sorgt. Schöne Passform.

Forstgrün kommen die Wandersocken von Yuedge aus der Packung. Ja, sind denn das Jägersocken? Nicht nur, würden wir sagen.

Die mittelhohen Socken sind schön verarbeitet, angenehm stretchig und gerade so dünn, dass die zum Großteil aus herkömmlicher Baumwolle bestehenden Socken noch angenehm Luft durchlassen, ohne sich dabei zu sehr vollzusaugen. Damit eignen sie sich für Wanderaktivitäten im Freien, die von kurzer Bergtour im Sommer bis zu einer Mehrtageswanderung reichen.

Im Test ziehen wir die Yuedges auf eine relativ kompakte Familienwanderung an und sind angesichts der angenehmen, leicht stützenden Passform überrascht. Da zwickt nichts, die Socken sitzen an den Zehen und Fersen sehr angenehm, auch der halbhoch sitzende Bund schnürt nicht ein und sorgt doch für einen guten Halt. Das alles ist für rund 5,60 Euro pro Paar recht beeindruckend und einen Kauftipp wert!

Wer nicht so auf Forstgrün als Farbe stehen sollte, kann sich im Yuedge-Portfolio umschauen – die Marke aus Shenzhen hat auch einige andere Farben im Programm. Bleibt der etwas fade Beigeschmack und die große Frage, unter welchen Arbeitsbedingungen die Socken wohl in China hergestellt werden. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, kauft lieber einen »Made in EU«-Socken.

Außerdem getestet

Alpin Loacker Wandersocken

Test besten Wandersocken: Alpin Loacker Wandersocken

Keine Preise gefunden.

Wir waren ehrlich hin- und hergerissen, was die Vergabe der Test-Trophäen angeht. Hätte sich der Hersteller Alpin Loacker nicht ganz so dreist und offensichtlich bei Smartwool bedient, was den Aufbau und das Design seines Wandersockens angeht, wäre ein Komfort-Tipp fällig gewesen. So sind wir hingegen gleich etwas skeptisch. Der Socken kommt für eine UVP von 15,99 Euro in den Handel – und ist damit für einen Socken mit 85 Prozent (!) Merinogehalt erstaunlich günstig. Beim Tragen zeigt sich: Der Socken der Firma aus Vorarlberg trägt sich sehr angenehm. Allerdings fällt auf, dass er relativ locker sitzt, auch wirkt das Material nicht ganz so wertig wie beim »Original«.

Zudem stimmt uns skeptisch, dass der Socken in China hergestellt ist. Zwar verkündet der Hersteller auf Amazon, sein Produkt sei »environmentally friendly«, wir ziehen diese Aussage jedoch vorsichtig in Zweifel und raten Merinofans, bei Kaufinteresse dann doch bei einem der großen Merino-Markenhersteller wie Smartwool, Icebreaker oder Ortovox einzukaufen, wo sich die Liefer- bzw. Produktionswege zum Teil sogar nachverfolgen lassen.

Allen, denen das egal ist, bietet Alpin Loacker mit diesen Socken jedoch einen sehr komfortablen Begleiter für einfachere Wanderungen und Bergtouren, der auch als warmer Winter-Haussocken Sinn macht. Der Preis ist für einen Socken mit diesem Merino-Gehalt jedenfalls unschlagbar.

Gipfelsport Wandersocken Merinowolle

Will Gipfelsport Falke nachmachen? Betrachtet man den dezent gestalteten, dunkelblauen Socken aus der Ferne, könnte man fast auf die Idee kommen. Bei näherer Betrachtung zeigen sich dann aber doch einige Unterschiede. Ganz so wertig ist der zum Großteil aus Polyester bestehende Socken dann doch nicht – ja, im Vergleich zu allen anderen Socken macht der Gipfelsport fast den »gewöhnlichsten«, alltagstauglichsten Eindruck.

Damit erschließt sich für uns gleichzeitig der Nutzungsbereich des Wandersockens (auf Amazon wird er hochoffiziell als »Hiking Sock« bezeichnet). In unseren Augen ist er aufgrund seiner niedrigen Bundhöhe und seines eher dünnen Materials maximal für Flachland-Wanderungen geeignet, besser noch für den Alltagseinsatz in den Übergangszeiten oder gar für Winterläufe. Innerhalb der Testkonkurrenz hat er es in jedem Fall schwer – in Sachen Passform hinkt der Socken, dessen Herkunft sich nicht ergründen lässt, hinterher. Da haben Konkurrenzmodelle wie der Falke oder auch der Alpin Loacker hinsichtlich ihrer Wander-Tauglichkeit klar die Nase vorn!

Danish Endurance Merino Wandersocken

Die Socken von Danish Endurance eilt ein gewisser Geruch voraus: Sie riechen nach Schaf! Der eine findet das toll, der andere weniger… uns hat es jedenfalls etwas irritiert, denn der Geruch ist ein Hinweis darauf, dass es bei der Wollverarbeitung offensichtlich schnell gehen musste. Nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal – und für Tierfreunde nicht unbedingt beruhigend. Immerhin: Die Socken sind angenehm hoch geschnitten, somit wird bei hochschaftigen Schuhen das Schienbein geschont. Was weniger gefallen hat, ist die Verarbeitung. Der Elf-Euro-Socken (UVP für drei Paar: knapp 33 Euro) hat im Vergleich mit Smartwool und Falke das Nachsehen.

An der Sockenoberfläche zeigen sich hier und da kleine Schlaufen, an Nahtstellen wie zum Beispiel über dem Knöchel wirkt das Material dünn und störanfällig. Der Sockenbund wirkt ungleichmäßiger verarbeitet als bei der Markenkonkurrenz. Stellt sich gleich die Frage: Wie viele Lastwechsel hält dieser Socken aus – insbesondere, wenn man einen schweren Rucksack schultert?

Beim Tragen fällt auf: Die Danish Endurance-Socken sitzen im Vergleich mit anderen Testsocken sehr locker. Das kann daran liegen, dass der Hersteller mit dem Socken sage und schreibe fünf Größen abzudecken versucht. Der Größenbereich des von uns getesteten Modells reicht von 43 bis 47. Wir liegen mit unseren 44.5 mittendrin, trotzdem sitzen die Konkurrenzmodelle, bei denen die Größenstaffelung etwas »enger« ist, deutlich besser.

Footnote Gepolsterte Wandersocken

Die Socken von Footnote machen auf den ersten Blick, oder besser ersten Schritt, einen ganz vernünftigen Eindruck. Angenehm weich, stretchig, anschmiegsam. Doch bald schon sitzen uns die Socken etwas zu locker und wir wünschen uns etwas mehr Unterstützung. Schnell werden die Socken zu gerne getragenen Zuhause-Wohlfühl-Socken. Allerdings gibt es für zu Hause schönere Socken – das Design mit dem roten Punkt und vielen anderen graphischen Elementen ist etwas gewöhnungsbedürftig und nicht unbedingt ein optischer Leckerbissen.

Wie dem auch sei – fürs Wandern empfehlen wir die Footnotes eher weniger. Das liegt sicher auch daran, dass sich die 60 Prozent Baumwolle im Gewebe zwar schön weich anfühlen, das Klimamanagement der Footnotes hinkt echten Woll- und erst recht Merinowollsocken aber gewaltig hinterher.

Im nassen Zustand trocknen sie deutlich langsamer und saugen sich wie die Socken von Weekend Peninsula schnell voll. Beides typische Baumwoll-Nachteile, die die meisten Wandersocken-Hersteller eigentlich längst durch andere Materialien in den Griff bekommen haben. So schaffen es die Footnote-Socken in diesem Test nicht unter die Top vier und bekommen von uns trotzdem einen kleine Empfehlung als Wohlfühl-Alltagssocken.

Weekend Peninsula Wandersocken Trekkingsocken

Weekend Peninsula steht auf der Packung. Wie bitte? Wochenend-Halbinsel? Naja, die Chinesen waren immer schon etwas kreativer, wenn es um die Benennung von Outdoor-Bekleidung und anderer Ausrüstung geht. Wie dem auch sei, die Halbinsel-Wandersocken haben es innerhalb der Test-Konkurrenz schwer. Die zum Teil schrille Optik wird nicht jedermanns Sache sein, in der neongrünen Farbvariante werden sich farbbewusste Menschen etwas schwer tun, dazu passende Wanderschuhe im Schrank zu finden. Zudem sind sie etwas zu niedrig geschnitten. Trägt man einen hochschaftigen Schuh, schließt der Socken mit dem Schaft des Schuhs ab, was beim Wandern nicht unbedingt sinnvoll ist, schließlich soll der Socken auch die Wade bzw. den unteren Teil des Beins etwas wärmen und z.B. vor Gestrüpp schützen.

Der größte Nachteil der zugegebener Maßen günstigen Socken liegt in ihrem hohen Kunstfaseranteil. 77 Prozent Polyester sind schon eine Ansage – das merkt man auch beim Tragen. Die Woll- und erst recht die Merinowollsocken haben in Sachen Anschmiegsamkeit und Kuschelfaktor klar die Nase vorne. Bleibt noch hervorzuheben, dass die Socken zum einen klein ausfallen und zum anderen an der Fußoberseite, speziell in der Fußbeuge, zu viel Druck ausüben. Ob dieser Kompressionseffekt gewollt oder eher Zufall ist, bleibt dahingestellt. Im Test landen die Weekend Peninsula jedenfalls souverän auf dem letzten Platz.

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