Wanderstöcke Test: Wanderstöcke
test
Veröffentlicht: 9.2.2021

Die besten Wanderstöcke

Wir haben 12 Trekking- und Laufstöcke getestet, vom günstigen Billo-Stock bis zum 120 Euro teuren Luxusmodell aus Carbon. Die besten für die meisten sind die Trail Trekking Poles von Black Diamond. Sie punkten mit vielen Details, einem guten Gewicht und ihrem fairen Preis. Und dank mitgelieferter Schneeteller kann man mit ihnen auch im Winter auf Touren gehen.

Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Mitte der 70er des letzten Jahrhunderts kam der erste Teleskopstock auf den Markt. Er punktete durch eine viel bessere Verstaubarkeit am Rucksack als herkömmliche Stöcke. Teleskop- und Klappstöcke haben sich daraufhin im Wander-, Trekking- und Skitourenbereich schnell durchgesetzt. Welcher Wanderer will heute schon umständliche, nicht faltbare Stöcke mitführen?

Teleskop- und Klappstöcke sind zudem günstiger geworden. Für Weitwanderer, Bergsteiger, Trekker und alle anderen Outdoor-Fans, die die »Trekkingstock-Szene« seit Anfang der 80er-Jahre verfolgen, war noch bis vor kurzem klar: Für ein neues Paar Teleskopstöcke muss man mindestens 60 Euro investieren. Das hat sich in den letzten Jahren, getrieben durch viele neue Hersteller primär aus Fernost, deutlich verändert. Günstige Modelle bekommt man jetzt für unter 20 Euro – man kann aber nach wie vor auch 150 Euro und mehr in hochwertige Carbonstöcke investieren.

Im Test haben wir 12 Modellen aufs Gestänge geschaut, neben den drei größten Player im deutschsprachigen Outdoor-Business konnten auch andere Hersteller überzeugen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Black Diamond Trail Trekking Poles

Test besten Wanderstöcke: Black Diamond Trail Trekking Poles
Ein leichter, schön ausgestatteter und elegant designter Stock mit sehr komfortablem Griff und Griffband. Auch als Skitourenstock sehr gut geeignet.

Die Black Diamond Trail Trekking Poles haben uns durch ihr Gesamtkonzept voll überzeugt. Die schön designten Stecken punkten mit einer leicht bedienbaren Klemmung, einer langen Grifffläche, die aus einem Stück hergestellt wird, einem absolut annehmbaren Gewicht und einem fairen Preis. Was sie für das Wandern besonders gut geeignet macht, ist ihr breites, flexibles, aber trotzdem angenehm gepolstertes Griffband. Mit den mitgelieferten Schneetellern lassen sich sie auch gut im Winter einsetzen.

Wenn Geld egal ist

Leki Micro Vario Carbon

Test besten Wanderstöcke: Leki Micro Vario Carbon
Leichter, ausgezeichnet verarbeiteter Trekkingstock mit detailverliebten Funktionen. Exklusive Materialien, exklusiver Preis. Technisch jedoch unschlagbar.

Am Leki Micro Vario Carbon ist alles dran, was man sich nur wünschen kann. Der sehr hochwertig gefertigte Carbonstock glänzt mit dem wohl besten Griff im Test, einem hohen Maß an Zuverlässigkeit und einer Fertigung, bei der die Toleranzen gefühlt im Nullbereich liegen müssen. Da scheppert und klappert nichts, der Stock liegt bombenfest in der Hand und der Verstellbereich geht voll in Ordnung. Das alles hat natürlich seinen Preis.

Der Ganzmetaller

Komperdell Explorer Contour Power Lock

Test besten Wanderstöcke: Komperdell Explorer Contour Power Lock
Robuster, schön ausgeführter Stock mit Ganzmetall-Klemmungen und weit nach unten gezogenem Griff. Zuverlässigkeit in Reinform!

Wäre nur jeder Stock so grundsolide wie der Komperdell Explorer Contour Power Lock! Die Stöcke aus Österreich sind die perfekten Begleiter für alle, die sich auf ihre Ausrüstung verlassen wollen. Dabei sind sie noch angenehm leicht, lassen sich leicht bedienen und punkten mit einem komfortablen Griff. Wie bei anderen Markenstöcken gilt auch bei Komperdell: Geht mal was kaputt, kann es ausgetauscht werden – ein klarer Vorteil gegenüber der Billig-Konkurrenz!

Gut & günstig

Asanmu Wanderstöcke

Wanderstöcke Test: Asanmu Wanderstöcke
Günstiger, gut funktionierender und komfortabler Wander- und Trekkingstock mit umfassendem Zubehör.

Die Stöcke der Fernost-Firma Asanmu heimsen den Preistipp ein. Sie bieten eine umfassende Ausstattung, ein kleines Packmaß und einen bequemen Griff für weniger als 40 Euro. In der Praxis unterscheiden sie sich kaum von teureren Stecken der Markenhersteller Komperdell, Black Diamond und Leki. Da fragt man sich zwangsläufig, warum man als Gelegenheitswanderer eigentlich mehr ausgeben soll.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istDer GanzmetallerGut & günstig
Black Diamond Trail Trekking Poles Leki Micro Vario Carbon Komperdell Explorer Contour Power Lock Asanmu Wanderstöcke Komperdell C3 Carbon Pro Leki Makalu Lite Trekology Trek Z Rothwild Faltstöcke Aluminium Black Diamond Distance Carbon Z Alpen Bears Teleskop-Wanderstock Gipfelsport Teleskop-Trekkingstöcke Bilisder Outdoor-Wanderstöcke
Test besten Wanderstöcke: Black Diamond Trail Trekking PolesTest besten Wanderstöcke: Leki Micro Vario CarbonTest besten Wanderstöcke: Komperdell Explorer Contour Power LockWanderstöcke Test: Asanmu WanderstöckeTest besten Wanderstöcke: Komperdell C3 Carbon ProTest besten Wanderstöcke: Leki Makalu LiteTest besten Wanderstöcke: Trekology  Trek ZWanderstöcke Test: Rothwild WanderstöckeTest besten Wanderstöcke: Black Diamond Distance Carbon ZTest besten Wanderstöcke: Premium Premium Wanderstöcke Teleskop leichtTest besten Wanderstöcke: Gipfelsport Wanderstöcke Teleskop mit TascheWanderstöcke Test: Bilisder Wanderstock
Pro
  • Schöne, robuste Verarbeitung
  • Größter Verstellbereich im Test (100-140 cm)
  • Sehr komfortables Griffband
  • Weit nach unten gezogener Griff aus einem Stück
  • Exakte Passform
  • Geringe Fertigungstoleranzen
  • Metallhülsen an Steckverschlüssen
  • Bequemer, sehr weit nach unten reichender Griff
  • Bombenfest fixierbares Griffband
  • Schöne Verarbeitung
  • Für einen Alustock leicht
  • Robust und langlebig
  • Ganzmetall-Klemmmechanismus
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Weit nach unten gezogener Schaumgummigriff
  • Umfangreiches Zubehör
  • Angenehm leicht
  • Schöne Verarbeitung
  • Großer Verstellbereich
  • Schöne Verarbeitung
  • Leicht
  • Fein einstellbarer Klemmechanismus
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Weit nach unten gezogener Kombigriff
  • Schön konturierter Kork-Schaumstoff-Griff
  • Kleinstes Packmaß im Test
  • Robuste Segmente
  • Leichtester Stock im Test
  • Geringe Schwungmasse
  • Bequemer, weit nach unten reichender Griff
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Umfassendes Zubehör
  • Relativ günstig
  • Integrierte Federung
  • Großer Verstellbereich
  • Robuste Verarbeitung
  • Umfassendes Zubehör
  • Werkzeuge integriert
  • Interessantes Konzept
Contra
  • Plastikklemmungen
  • Klemmmechanismus nur mit Schraubenzieher nachziehbar
  • Hoher Preis
  • Konturlose Griffe
  • Kleiner Verstellbereich
  • Plastikelemente am Fixiermechanismus
  • Wenig konturierter Griff
  • Wirkt etwas filigran
  • Kurze Griffläche
  • Klemmstift störanfällig
  • Sehr kleiner Verstellbereich
  • Plastikelemente am Fixiermechanismus
  • Relativ schwer
  • Kleiner Verstellbereich
  • Plastikelemente am Fixiermechanismus
  • Nicht längenverstellbar
  • Sehr filigran
  • Für Wanderungen oder Trekkings mit Gepäck ungeeignet
  • Fixierter Teller
  • Fragwürdige Verarbeitung (speziell am Klemmmechanismus)
  • Kurzer Griff
  • Antiquierte Drehklemmung
  • Hohes Gewicht
  • Unbequemer, kurzer Griff
  • Zum Wandern ungeeignet
  • Sehr schwer
  • Wackelige Konstruktion
  • Miserabler Griff
Bester Preis
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Gewicht (mit Sommertellern)500 g500 g472 g588 g452 g464 g608 g616 g300 g588 g672 g430/490 g (Einzelstecken mit 6/7 Elementen)
MaterialAluminiumCarbonAluminiumAluminiumCarbon, AluminiumAluminiumAluminiumAluminiumCarbonAluminiumAluminiumAluminium
GriffmaterialSchaumgummiFester, langlebiger SchaumgummiSchaumgummiSchaumgummiSchaumgummiHartplastik, SchmaumgummiKork- und SchaumgummiHartplastik, Kork, SchaumgummiSchaumgummiHartplastik, Kork, SchaumgummiGummi, HartplastikGummi
EinsatzbereichTrekking, Bergwandern, SkitourSchnelle, gewichtsoptimierte Trekkings und BergwanderungenTrekking, Wandern, Bergsteigen, (Skitour)Trekking, Bergwandern, SkitourTrekking, Wandern, Bergsteigen, (Skitour)Trekking, Wandern, Bergsteigen, (Skitour)Trekking, Wanderungen, SkitourenTrekking, Bergwandern, SkitourLaufen, TrailrunningTrekking, Bergwandern, SkitourBergwandern, Skitouren, SkifahrenSurvival
FixiersystemKlemmhebel für Längenverstellung (Flick Lock)Fixiermechanismus (External Locking Device - ELD), Speed Lock 2 KlemmhebelKlemmhebel für Längenverstellung (Power Lock 3.0)Fixiermechanismus mit Metallstift, Klemmhebel für LängenverstellungKlemmhebel für Längenverstellung (Power Lock 3.0)Klemmhebel für Längenverstellung (Speed Lock 2)Fixiermechanismus mit Metallstift, Klemmhebel für LängenverstellungFixiermechanismus mit Metallstift, Klemmhebel für LängenverstellungFixiermechanismus mit MetallstiftKlemmhebel für LängenverstellungDrehklemmungSegmente mit Schraubgewinde
Längenverstellung100-140 cm110-130 cm105-140 cm120-135 cm105-140 cm100-135 cm120 - 135 cm115-135Fixlänge (in 100, 105, 110, 115, 120, 125 und 130 cm erhältlich)105-135 cm110-135 cmDurch Wegnahme von Segmenten
Anzahl Segmente353533554337
Packmaß65 cm42 cm68 cm42 cm68 cm66,5 cm40 cm37 cm40 cm63 cm67 cm25,5 x 15 cm (in Tasche)
Spitze austauschbarJaJaJak.A.JaJak.A.k.A.Jak.A.k.A.k.A.
LieferumfangStockpaar, Trekkingteller, WintertellerStockpaar, TrekkingtellerStockpaar, TrekkingtellerStockpaar, Trekkingteller, Winterteller, Nordic-Walking-Aufsätze, Kappen für harten UntergrundStockpaar, TrekkingtellerStockpaar, TrekkingtellerStockpaar, Trekkingteller, Winterteller, Nordic-Walking-Aufsätze, Kappen für harten UnterrgrundStockpaar, Trekkingteller, Winterteller, Kappen für harten UntergrundStockpaar, Gummi-Austauschspitzen für harten UntergrundStockpaar, Trekkingteller, Winterteller, Nordic Walking-Aufsätze in zwei Varianten, Kappen für harten UntergrundStockpaar, Trekkingteller, Winterteller, Nordic Walking-Aufsätze in zwei Varianten, Kappen für harten UntergrundEinzelner Segmentstock mit anbringbarer Säge, Messer, Kreuzschlitz- und Standardschraubendreher; Trekkingteller

Kurze Stocktheorie: Von Korkgriff bis Schneeteller

Man kann aus (fast) allem eine Wissenschaft machen, so auch aus Wanderstöcken. War zu Uromas Zeiten noch Bambus (!) eines der am häufigsten verwendeten Stockmaterialien, speziell bei Ski- und Langlaufstöcken, kommt heute vermehrt auch Carbon zum Einsatz. Aluminium ist längst zum Standardmaterial geworden.

Billige Stöcke nutzen oft Hartplastikgriffe

Auch bei den Griffmateralien hat sich einiges getan. Müssen Billigstöcke mit einfachen Hartplastikgriffen auskommen, sind es bei den etwas teureren Stöcken oft Mischkonstruktionen. Auffallend viele Hersteller setzen auf Mischungen aus (Kunst-)Kork im unmittelbaren Griffbereich, festem Schaumgummi an der Griffverlängerung sowie Hartplastik am oberen Griffende. Bei sehr leichten Stöcken kommt fast ausschließlich dünner, geschlossenzelliger Schaumgummi zum Einsatz. Welches Griffmaterial man bevorzugt, ist Geschmackssache. Geschlossenzelliger Schaumgummi, der aus einem Stück gefertigt ist, ist mit den Jahren sehr langlebig geworden. Kommt ein Korksegment zum Einsatz, entsteht zwangsläufig eine (unter Umständen störanfällige) Nahtstelle.

Wanderstöcke Test: Wanderstöcke
Wandern ist eine sehr alte Tätigkeit, aber Wanderstöcke haben sich seitdem stark verändert.

Ein zentrales Thema bei Wander- und Trekking-Stöcken ist der Klemmmechanismus. Noch vor einigen Jahren waren Drehverschlüsse mit einer Konusklemmung die Regel, heute haben Außenklemmungen mit Hebel das Regiment übernommen. Das fällt auch im Testfeld auf: Nur ein einziger Stock hat noch eine Konusklemmung, alle anderen werden per Hebel geklemmt – bis auf den Ultraleichtstock Distance Carbon Z von Black Diamond, der in verschiedenen Fixlängen geliefert wird. Der Vorteil der Hebel-Klemmungen wird schnell klar: Sie sind schneller bedienbar und bei Nässe deutlich zuverlässiger. Rutscht eine Konusklemmung gerne mal durch und wird mit zunehmendem Alter unzuverlässig, lässt sich eine Hebelklemmung wie beispielsweise Black Diamonds Flick-Lock-System nachstellen, falls sie mal zu locker sitzen sollte.

Günstige Stöcke kommen oft mit viel Zubehör

Was das Stock-Zubehör angeht, geben sich die Hersteller – größtenteils – keine Blöße. Die großen Marken, wie Leki, Komperdell und Black Diamond, müssen sich angesichts des umfangreichen Zubehörs bei den Kleinen bzw. No-Names jedoch warm anziehen. Auffällig ist, dass diese durch die Bank mehr Zubehör beilegen. So sind bei Rothwild & Co neben den kleinen »Trekking-Tellern« meist auch Schneeteller (neudeutsch: Powder Baskets) im Lieferumfang, dazu kommen Nordic-Walking-Aufsätze und Endkappen für sportliche Betätigungen auf hartem Untergrund wie Asphalt. Der Grund für diese Divergenz: Die großen Markenhersteller können es sich leisten, für jede Sportart eine eigene Modellreihe anzubieten, die kleinen Fernost-Firmen wollen mit ihren Modellen ein möglichst breites Einsatzspektrum abdecken.

Ein letztes Wort noch zu den Gurtmaterialien beim Griffband. Flexible, weiche und zum Teil dünne Bandmaterialien sind hier auf dem Vormarsch. Anstatt steifer, einschneidender Griffbänder schmiegen sich die Griffbänder bei den meisten getesteten Stöcken besser der Hand an und sind so schlichtweg komfortabler. Auch hier hat sich in jüngster Zeit in Sachen Komfort einiges zugunsten der Käufer getan.

Wanderstöcke Test: Gesamt (2)
Zwölf Trekking- und Wanderstöcke im Test: Welcher ist der beste?

So haben wir getestet

Alle 12 Stockmodelle wurden entsprechend ihrem Einsatzbereich getestet – einfache Trekkingstöcke wie das gefederte Modell von Gipfelsport eher auf leichten Trekking-Touren, leichte Trailrunning-Stöcke wie die Black Diamond Distance Carbon Z während anspruchsvoller, höhenmeterreicher Laufeinheiten. Wir haben uns dabei insbesondere die Stabilität der Stöcke, die Handhabbarkeit der Höhenverstellung/Stockfixierung und den Komfort der Griffe bzw. Riemen angesehen.

Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail (1)
Die Black Diamond Trail Trekking Poles haben uns vom Griff bis zur Carbid-Spitze voll überzeugt.

Testsieger: Black Diamond Trail Trekking Poles

Es war knapp, denkbar knapp. Und doch haben die Amerikaner von Black Diamond am Ende den Europäern von Leki und Komperdell und den Fernost-Firmen mit ihren Trail Trekking Poles den Rang abgelaufen.

Testsieger

Black Diamond Trail Trekking Poles

Test besten Wanderstöcke: Black Diamond Trail Trekking Poles
Ein leichter, schön ausgestatteter und elegant designter Stock mit sehr komfortablem Griff und Griffband. Auch als Skitourenstock sehr gut geeignet.

Black Diamond hat sich insbesondere in der Skitourenszene in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Namen gemacht. Während andere Hersteller lange noch auf Klemmsystemen mit Konusklemmung beharrten, erkannte Black Diamond früh die Vorteile von Klemmverschlüssen mit Hebel. »Flick Lock« nennt sich dieses System, das auch beim von uns getesteten Stöcken zum Einsatz kommt. Zwar kommt in diesem Fall viel Plastik zum Einsatz, die Klemmung hält jedoch auf Anhieb bombenfest.

1 von 5
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Black Diamond hat seinen Trail Trekking Poles ein elegantes Design verpasst.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Die Trail Trekking Poles richten sich an Weitwanderer und Fans robuster Konstruktionen.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Die Flick-Lock-Klemmung funktioniert sehr zuverlässig.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Wie bei den meisten Stöcken im Test kommt auch bei Black Diamond eine hochfeste, austauschbare Carbid-Spitze zum Einsatz.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
In Sachen Griffkomfort mischt das Modell ganz vorne mit.

Der Stock begeistert darüber hinaus durch seine stimmige Ausstattung. Das bequemste Griffband im Test trifft auf den größten Verstellbereich – 100 bis 140 Zentimeter sind möglich. Damit lässt sich der Stock für besonders viele Personenkreise einsetzen. Der lang gezogene Griff erlaubt ein schnelles Umgreifen, wenn man traversieren muss, der Schaumgummi macht einen langlebigen Eindruck (mehr dazu im Langzeittest). Auch der Preispunkt von rund 80 Euro ist fair und angesichts einem Stockgewicht von 500 Gramm angemessen.

Der Black Diamond gibt sich unprätenziös, macht einen robusten Eindruck und wird mit Schneetellern ausgeliefert, einem Einsatz auf einer Schneeschuh- oder Winterwanderung steht also nichts im Wege. Auch für Skitouren kann man den Black Diamond verwenden. Für Skitourengeher hat »BD« jedoch eigene Stöcke im Programm.

Last but not least kann man einzelne Teile der Stöcke auch austauschen, wenn sie defekt sein sollten. Mit dem im Vergleich zur China-Konkurrenz etwas höheren Preis erwirbt man also auch einen besseren Kundenservice.

Black Diamond Trail Trekking Poles im Testspiegel

Das Magazin Bergsteiger hat die Black Diamond Trail Trekking Poles ebenfalls getestet und urteilt:

»Der günstige Klassiker bietet ein super Verhältnis zwischen kurzem Einschub und langem Auszug. Die Größe ist für jeden passend, top für kleine Hände. Optimal für Wandern über Bergtour bis Hütten-Trekking, im Winter Schneeschuh- und Skitour«

Alternativen

Zwar haben uns die Black Diamond Trail Trekking Poles am besten gefallen – doch auch andere Modelle konnten im Test überzeugen.

Vom Feinsten: Leki Mikro Vario Carbon

Okay, zugegeben: 150 Euro (UVP) für einen Stock sind schon eine Hausnummer. Was man dann in Form des Leki Mikro Vario Carbon in den Händen hält, übertrifft jedoch alle Erwartungen. Sofort fällt das exakte Verstellsystem auf: Ein Handgriff, und die für uns passende Länge von 125 Zentimetern ist dank des Speed-Lock-2-Klemmsystems fixiert. Lekis hauseigenes Arrettiersystem, das External Locking Device (ELD), das die drei Elemente des Stocks fixiert, lässt sich durch eine komfortable Metallwippe mühelos bedienen. Ausgezogen, eingerastet, fertig! Bei anderen Modellen geht speziell der Faltvorgang etwas umständlicher vonstatten, da man mitunter sehr kleine Metallstifte betätigen muss.

Wenn Geld egal ist

Leki Micro Vario Carbon

Test besten Wanderstöcke: Leki Micro Vario Carbon
Leichter, ausgezeichnet verarbeiteter Trekkingstock mit detailverliebten Funktionen. Exklusive Materialien, exklusiver Preis. Technisch jedoch unschlagbar.

Der Stock fasst sich wertig an, hier haben die Produktentwickler des Unternehmens aus Kirchheim/Teck gezeigt, was sie können. Geringe Fertigungstoleranzen sorgen für ein exaktes Ineinandergleiten der Stocksegmente. Allein das schön definierte »Klack-Geräusch« beim Einrasten weckt Vertrauen, ganz zu schweigen vom perfekt dimensionierten Aergon Thermo Schaumgummi-Griff, der sich als echter Handschmeichler entpuppt. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten, bei denen das Griffband dann und wann durchrutscht, hält das dünne, flexible und trotzdem komfortable Leki-Band bombenfest.

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Wanderstöcke Test: Leki Vario Mikro Carbon (1)
Der Leki Micro Vario Carbon lässt sich mit wenigen Handgriffen aufklappen.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Der Leki Micro Vario Carbon ist eine echte Augenweide.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Längenverstellung und Arrettierung sind sehr verlässlich.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Der Micro Vario Carbon wurde primär als Sommerstock konstruiert.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Auch die Metallabschlüsse zwischen den Segmenten machen einen bombenfesten Eindruck.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Der Griff des Leki Micro Vario Carbon ist im Test unübertroffen.

Einmal unterwegs, macht der Leki einen hochgradig verlässlichen Eindruck. Er ist angenehm steif, die Kraftübertragung ist toll, und angesichts von 500 Gramm Paargewicht lässt er sich für Trekkings genauso gut einsetzen wie zum Laufen. Für uns wäre der Leki der beste Stock im Test – wenn der Preis nicht wäre. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen und einen Stock erwerben möchte, bei dem man sicher sein kann, dass man jahrelang Freude damit hat, kommt am feinen Leki Mikro Vario Carbon nicht vorbei.

Leicht & stabil: Komperdell Explorer Contour Power Lock

Während Leki seine Meriten mitunter als Sponsor und Ausrüster großer Profiskiteams verdient, setzt Komperdell im Outdoor-Bereich auf zugstarke Testimonials wie Gerlinde Kaltenbrunner, die als erste Frau alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff bestieg.

Der Ganzmetaller

Komperdell Explorer Contour Power Lock

Test besten Wanderstöcke: Komperdell Explorer Contour Power Lock
Robuster, schön ausgeführter Stock mit Ganzmetall-Klemmungen und weit nach unten gezogenem Griff. Zuverlässigkeit in Reinform!

Echte Hochtouren-Credibility ist auch dem Komperdell Explorer Contour Power Lock anzumerken. Der Wander- und Trekking-Stock wird aus robustem, langlebigem Aluminium gefertigt und kommt in einem erfrischenden Silber-Eisblau-Ton daher. Der dreiteilige Stock hat einen weit nach unten gezogenen Griff, bei dem das Umgreifen eine Freude ist und überzeugt mit seinem sehr robusten, komplett aus Metall gearbeiteten Power Lock 3.0-Klemmsystem. Da kommt sofort ein verlässlicher Eindruck auf! So schnell gibt dieser Stock nicht den Geist auf  – es sei denn, man geht grob fahrlässig damit um.

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Wanderstöcke Test: Komperdell (1)
Robust und geringes Gewicht: Der Komperdell Contour Power Lock.
Wanderstöcke Test: Komperdell Contour Power Lock
Die Marke aus Österreich gehört zu den alten Hasen im Wanderstockgeschäft.
Wanderstöcke Test: Komperdell Contour Power Lock
Der Stock kommt in dezentem Eisblau-Silber daher.
Wanderstöcke Test: Komperdell Contour Power Lock
Der Power Lock 3.0-Klemmmechanismus ist mit der robusteste im Test.
Wanderstöcke Test: Komperdell Contour Power Lock
Der Griff ist etwas konturlos, aber weit nach unten gezogen und bequem.
Wanderstöcke Test: Komperdell Contour Power Lock
Trekkingteller befinden sich Lieferumfang, Schneeteller können ebenfalls montiert werden.

Besonders gefallen hat uns der Gewichtsfaktor. Der Komperdell ist, besonders wenn man seine Grifflänge und die Metallklemmung im Hinterkopf behält, mit seinen 472 Gramm noch angenehm leicht. Außerdem geht er für einen noch vertretbaren Preis über den Ladentisch – fair, wenn man bedenkt, dass Komperdell eine österreichische Markenfirma ist und man mit dem Erwerb europäische Arbeitsplätze sichert, wie bei Leki übrigens auch. Der Komperdell wird somit insbesondere Käufer begeistern, bei denen Zuverlässigkeit an erster Stelle steht und der Preisfaktor eine Rolle spielt.

Für Sparfüchse: Asanmu Wanderstöcke

Wir waren gespannt, was man im preislichen Mittelsegment für 40 Euro bekommt und haben die Trekkingstöcke von Asanmu getestet (sie ziert übrigens die Aufschrift »Basalt«, also bitte nicht verwirren lassen!). Gestartet wird mit einem Trockentest im heimischen Wohnzimmer. Die umfangreiche Grundausstattung macht gleich mal einen guten Eindruck, und auch die Details. Asanmu spendiert jedem Stock ein unter dem Griff befestigtes Klettbändchen, mit dem im gefalteten Zustand ein ungewolltes Auseinanderklappen der Segmente verhindert wird. Der anatomisch geformte Griff besteht aus feinporigem Kork, das durch einen schaumstoffummantelten, tieferen Grifbereich ergänzt wird. Die Handschlaufen sind aus ca. zwei Zentimeter breitem, recht dünnem und weichem Gurtband gefertigt.

Gut & günstig

Asanmu Wanderstöcke

Wanderstöcke Test: Asanmu Wanderstöcke
Günstiger, gut funktionierender und komfortabler Wander- und Trekkingstock mit umfassendem Zubehör.

Wie bei faltbaren Stöcken üblich, sind die drei Segmente mit einem innenliegenden kunststoffummantelten Stahldraht verbunden. Griff halten, Rest hängen lassen, Teleskopelement im Griffsegment nach unten schieben, einsatzbereit! Die sauber gearbeiteten Stahlfittings zwischen den Segmenten fügen sich leicht, aber ausreichend passgenau ineinander, bis der Verriegelungsknopf erscheint und einrastet. Die Längenverstellung erfolgt jetzt über den Schnellspannhebel aus Aluminium. Die Klemmkraft kann über eine kleine Rändelschraube feinjustiert werden.

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Wanderstöcke Test: Asnamu (1)
Billig und gut: Die Asanmu kosten nicht viel und begeistern mit einer tollen Performance.
Wanderstöcke Test: Asanmu (1)
Alles nur geklaut? Die Stöcke aus China stehen den Markenstöcken nur im Detail nach.
Wanderstöcke Test: Asanmu (2)
Die Stöcke bestehen komplett aus Aluminium.
Wanderstöcke Test: Asanmu (3)
Die Asanmus haben Trekkingteller, Carbidspitzen und reichliches Zubehör.
Wanderstöcke Test: Asanmu (4)
Die Arretierung funktioniert mit einem kleinen Metallstift.
Wanderstöcke Test: Asanmu (5)
Die Klemmhebel sind nachstellbar und funktionieren ausreichend zuverlässig.
Wanderstöcke Test: Asanmu (6)
Das bequeme Griffband sorgte im Test für Begeisterung.

Die erste Testaufgabe für die neuen Stöcke ist eine flotte Frühtour auf den Hausberg. Die Einsatzbereitschaft wird am Berg und im Schein der Stirnlampe genauso einfach und problemlos hergestellt wie im Wohnzimmer. Was uns überrascht, ist der enorm hohe Komfort der recht dünnen Handschlaufen – das gilt übrigens für die meisten Stöcke im Test. Hier gibt es kein Scheuern und keinerlei Druckstellen. Von den drei sehr ähnlich konstruierten Stöcken von Asanmu, Trekology und Rothwild hat uns der Asanmu am besten gefallen und bekommt daher einen Preistipp.

Außerdem getestet

Komperdell C3 Carbon Pro

Beim Komperdell C3 Carbon Pro können wir (leider) nur sagen: Leki hat dem österreichischen Unternehmen mit dem Leki Micro Vario Carbon in der »Carbon-Klasse« test-intern den Rang abgelaufen. Zwar ist der Komperdell ein durchaus ein hübsch designter und mit 452 Gramm auch fast 50 Gramm leichterer Stock als die Leki-Konkurrenz, trotzdem liegt im Leki eine Detailliebe, die der Komperdell ein wenig vermissen lässt.

Der Griff ist etwas schwammiger und weniger konturiert als bei der Konkurrenz, insgesamt fühlt sich der Komperdell etwas weniger wertig an – so als würde man eine Mercedes S-Klasse fahren und danach einen Passat. Das Einrast-System mit Längenverstellung beim Leki ist schneller zu bedienen als die Klemmhebel beim Komperdell. Dem exklusiven Werkstoff Carbon wird Komperdell bei diesem Stock, der ansonsten ähnlich konstruiert ist wie sein günstiger, prämierter Bruder Explorer Contour Power Lock, in unseren Augen nicht ganz gerecht.

Am Ende bleibt uns zu betonen: Wäre der Test in engere Preisklassen aufgeteilt worden, hätte der C3 Carbon Pro in der Klasse »Carbonstöcke bis 120 Euro« gewonnen. So rutscht er knapp vom Stockerl und wird firmenintern vom Alu-Kollegen Explorer Contour Power Lock geschlagen, der nicht viel mehr wiegt, dafür aber deutlich weniger kostet.

Black Diamond Distance Carbon Z

Die Black Diamond Distance Z Carbon sind schon einige Jahre auf den Markt. Sie richten sich an Trailrunner – sprich: Läufer – die für das Laufen im Gelände einen extrem leichten Stock zum Abstützen und Abstoßen suchen. Sämtliche Features sind möglichst minimalistisch gehalten. Der Stockdurchmesser ist im Vergleich zu den Testkollegen sehr dünn, das Griffband sehr filigran, der Griff selbst aus vergleichsweise sparsam dimensioniertem Schaumgummi. Der nicht auswechselbare Teller hat den kleinsten Durchmesser im Test.

Mit 300 Gramm/Paar sind die Black Diamonds dann auch die mit Abstand leichtesten Stöcke im Testfeld. In der von uns getesteten Version sind die Stöcke nicht längenverstellbar, jedoch in unterschiedlichen Fixlängen erhältlich. In der von uns getesteten Länge von 120 Zentimetern passten sie hervorragend (Testergröße: 1,88 Meter). Beim Laufen fühlen sich die Stöcke nahezu schwerelos an. Sie wirken eher wie ein leichtes Trainingsgewicht an den Händen denn als vollwertige Stöcke! Die Schwungmasse reduziert sich auf ein Minimum. Was allerdings passiert, wenn man mit diesen Leichtgewichten mal »einfädelt«, haben wir vor wenigen Jahren in den Julischen Alpen erlebt. Bei einem Einfädler unter einem Felsen machte es »Knack« und einer der Stöcke war gebrochen. Also Vorsicht bei der Verwendung, diese Modelle sind Präzisionswerkzeuge!

Im Rahmen eines anderen Tests sind uns die Stöcke direkt am Arretierstift gebrochen. Der Grund: Der Metallstift rastet in eine Bohrung im Carbonmaterial ein, die nicht durch eine Metall-Öse oder Ähnliches verstärkt ist. Wirken größere Kräfte auf den Stift, gibt das ihn umgebende Carbon nach. Speziell bei hohen Belastungen, z. B. Torsionskräften und hohen Nutzergewichten, hat der Stock unter Umständen das Nachsehen.

Daher unser gut gemeinter Tipp: Der Black Diamond Distance Z Carbon mag ein Leckerbissen für Gewichtsfreaks sein, für schwerere Nutzer über 80 Kilo und Grobmotoriker ist er aber nicht die optimale Wahl. Wir empfehlen ihn ausschließlich als Hilfsmittel zum Lauftraining in hügeligem bzw. gebirgigem Gelände oder als Begleiter auf Ultra-Läufen. Zum Trekking mit viel Gepäck ist er viel zu filigran und für Skitouren sowieso ungeeignet, da keine Schneeteller befestigt werden können.Trotzdem hat uns der Stock durch seinen minimalistischen Ansatz derart begeistert, dass wir ihm einen Platz auf dem »Stockerl« schlichtweg nicht verweigern dürfen.

Leki Makalu Lite

Ähnlich wie dem C3 Carbon Pro ergeht es Leki mit dem Makalu Lite. Ohne Zweifel ist der Makalu Lite ein schön verarbeiteter und vor allem gut funktionierender Stock, im Detail wird er jedoch vom Explorer Contour Power Lock geschlagen. Die Komperdell-Konkurrenz ist etwas leichter, kostet etwas weniger und hat einen längeren Griff, der ein Umgreifen ermöglicht.

Zwar ist der Stock etwas leichter als der Explorer Contour Power Lock, der kurze Griff schränkt die Nutzung jedoch etwas ein. Die Makalu-Serie ist im gesamten Testfeld der Wanderstock-Klassiker schlechthin und schon Jahrzehnte auf dem Markt. Was also Verarbeitung, Klemmmechanismus und Verstellbereich angeht, haben die Produktentwickler ihre Hausaufgaben mehr als gemacht. Wäre da nicht dieses kleine Detail »Griff«, hätte der Makalu weiter vorne mitgespielt.

Trekology Trek Z

Die Trekology Tek-Z gleichen den prämierten Asanmus fast wie ein Ei dem anderen. Wie viele andere China-Produkte scheinen sie aus ein und der gleichen Firma zu stammen. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch Unterschiede. Die Trekologys haben einen anatomisch geformten Mischgriff, bei dem Kork und Schaumgummi verwendet werden, das Packmaß ist etwas länger und auch die Segmente sind anders aufgebaut.

Glaubt man der Website, wurde Trekology in Oregon, USA gegründet, der jetzige Firmensitz liegt in Wyoming, USA. Hergestellt werden die Trek-Z hingegen in China. Für sein Geld bekommt man neben den Stöcken je ein Set Sommer- und Winterteller, Gummipuffer für die Nutzung auf Teer und eine Verstau- bzw. Transporttasche. Umfangreich! Der dreiteilige, falt- und längenverstellbare Skitouren- und Trekking-Stock wird aus robustem 7075er Aluminium hergestellt.

Wir haben das Modell auf etlichen Touren verwendet und sind nach wie vor sehr zufrieden. Fazit: Mit den Trek-Z bekommt man sehr gute, gut ausgestattete und wertig gefertigte Trekking- beziehungsweise Tourenstöcke, die den Vergleich mit deutlich teureren Modellen namhafterer Hersteller nicht scheuen müssen. Innerhalb des Tests werden sie jedoch von den Asanmus geschlagen, was am Ende primär an den etwas stimmigeren Griffen liegt.

Rothwild Faltstöcke Aluminium

Die Wanderstöcke mit dem Namen Rothwild erinnern stark an die Konkurrenz in Form von Trekology. Kork- und Schaumstoffgriff, ähnliches Klemmgebelsystem, ähnlich filigrane, aber durchaus komfortable und einstellbare Griffbänder. Und doch gibt es Detailunterschiede. Die Segmente sind bei diesen Stöcken offensichtlich etwas kürzer. Rothwild kann so ein Packmaß von nur 37 Zentimetern Länge realisieren – das ist Testrekord!

Im Praxiseinsatz bewähren sich die Rothwilds auf Anhieb. Während einer Familienwanderung fällt vor allem der komfortable Griff auf, bei dem auch das Umgreifen zum Vergnügen wird. Uns hat der Kork-Schaumgummi-Griff des Rothwild besser gefallen als der sich sehr künstlich und, wenn man schwitzt, glitschig anfühlende Griff des Trekology. Die Rändelschrauben an der Klemmung müssen zwar etwas nachgezogen werden, dann klemmen die Stöcke aber anständig und rutschen nicht ineinander.

Durch das kurze Packmaß hätten die Rothwilds eigentlich einen Preis verdient. Allerdings wiegen die Stöcke mit rund 620 Gramm etwas mehr als die ähnlich konstruierten Trekologys und sind vor allem etwas teurer. Der Grund für die Teuerung ist nicht ersichtlich. Weder ist Rothwild ein Markenprodukt – nebenbei bemerkt: Hier haben die Chinesen recht dreist den Namen und das Logo eine deutschen Fahrradfirma geklaut und leicht abgewandelt – noch unterscheiden sie sich und unseren Augen maßgeblich von der internen China-Konkurrenz. Das ist letztendlich auch der ausschlaggebende Grund, warum es der Rothwild nicht weiter nach vorne schafft.

Alpen Bears Teleskop-Wanderstock

Die Wanderstöcke von Alpen Bears stellen für uns weder Fisch noch Fleisch dar. Mit 588 Gramm pro Paar siedeln sich die dreiteiligen Stöcke eher im oberen Gewichtssegment an. Ihr Griff ist zwar recht komfortabel, aber sehr kurz. Ein Umgreifen ist hier nicht möglich, und der Bedienkomfort damit etwas eingeschränkt. Die Klemmhebelmechanik besteht zudem zum Teil aus Plastik und macht einen weniger verlässlichen Eindruck als die der hundert Gramm leichteren Komperdell Explorer Contour Power Lock.

Zwar legt Alpen Bears den Stöcken ein recht umfangreiches Zubehör bei, die Konkurrenz in Form von Trekology bzw. Asanmu und erst recht Komperdell ist jedoch zu gut aufgestellt, als dass die Fernost-Stöcke eine Chance hätten. Für sich genommen wären sie gar nicht schlecht und auch nicht überteuert, im Test rutschen die »Alpenbären« jedoch nach hinten.

Gipfelsport Teleskop-Trekkingstöcke

Der Gipfelsport Wanderstock ist das einzige Modell im gesamten Testfeld, das mit einer Konusklemmung funktioniert und mit einer integrierten Federung ausgestattet ist. Soll bedeuten: Um die drei Stocksegmente zu fixieren, müssen sie in entgegengesetzter Richtung gedreht werden. Im Idealfall blockiert die Klemmung nach wenigen Drehungen im Inneren des Stocks.

Wie eingangs erwähnt, verschwinden diese Konusklemmungen jedoch (mit Recht) langsam vom Markt. Der Grund dafür ist primär, dass Konusklemmungen, speziell wenn der Stock in die Jahre kommt, unzuverlässig werden. Es gleicht mitunter einem Glücks- und Geduldsspiel, die Stocksegmente zum Blockieren »zu überreden«. Auf der anderen Seite klemmen die Stocksegmente im Worst Case manchmal derart gut ineinander, dass man sie kaum mehr auseinanderbekommt. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Stock mal bei Nässe benutzt wurde und die Bauteile Korrosion angesetzt haben. Stöcke mit Klemmhebelsystem lassen sich in der Regel ungleich einfacher bedienen und neigen nur in Ausnahmefällen zu ärgerlichen Sperenzchen.

Die blockierbare Federung ist Alleinstellungsmerkmal – aber Geschmackssache. Wir halten von gefederten Stöcken nicht viel. Der Grund ist einfach erklärt – das vermeintliche Plus an Komfort wird durch ein Minus an Sicherheit zunichte gemacht. Im Zweifel sorgt eine integrierte Federung nur für eine Gewichtserhöhung – wie im Fall des Gipfelsport. Für uns eine nette Spielerei, aber mehr nicht.

Wäre nun der Gipfelsport-Wanderstock besonders günstig, besonders leicht oder besonders komfortabel würden wir trotz seiner antiquierten Technik ein Auge zudrücken. Mit mehr als 650 Gramm ist er jedoch der zweitschwerste Stock im Test, hat einen unbequemen, glitschigen und vor allem sehr kurzen Griff aus Gummi und Hartplastik und kostet fast so viel wie die technisch ausgereifteren Modelle von Trekology oder auch Alpen Bears.

Den einzigen Einsatzbereich, bei dem wir uns den Gipfelsport ganz gut vorstellen können, ist Skifahren oder Skitourengehen – hier allerdings nur bei Einsteigern. Verwendet man den Stock mit Skihandschuhen, ist ein flexibler Griffgummi nicht von Nachteil. Zwar konnten wir die Robustheit dieses Modells nicht beim Skifahren auf die Probe stellen, grundsätzlich macht er aber einen recht widerstandsfähigen Eindruck.

Bilisder Outdoor-Wanderstöcke

Was zum Teufel ist das denn? Der Bilisder-Stock aus China ist anders als alle anderen. Er ist dick, unförmig und schwer. Auf die Idee, damit zum Wandern zu gehen, muss man überhaupt erst mal kommen. Zudem ist nur ein einzelner Stock im Lieferumfang. Dieser wird in einer rechteckigen Camouflage-Tasche geliefert und ist in sieben (!) einzelne, verschraubbare Alu-Segmente zerlegt. Mit einem Gewicht von deutlich mehr als 400 Gramm – wohlgemerkt für einen einzelnen Stock – ist er darüber hinaus mit Abstand der schwerste Stock im Sortiment.

Der bei Amazon unter den Wanderstock-Bestsellern gelistete Stock ist, ganz ehrlich gesagt, eher ein Adventure-Tool als ein ernstzunehmender Wander- oder Trekkingstock. Entgegen der Abbildung bei Amazon hat das kuriose Gerät keinen ergonomisch geformten Griff, sondern einen simplen, schlichtweg unergonomischen Gummigriff, der an einen BMX-bzw. Dirt-Fahrradgriff erinnert. Außerdem sind im Lieferumfang eine Säge, eine Notsignalpfeife, ein Kreuzschlitz-/Schlitzschraubendreher sowie ein Multifunktionsmesser mit Flaschenöffner enthalten. Die einzeln mitgelieferten, nicht sonderlich wertigen, aber leidlich scharfen Schneid- und Survival-Geräte können in das (einzelne) Griffsegment eingeschraubt und so eingesetzt werden.

Das alles funktioniert in der Praxis ganz gut, doch was hat das alles in bzw. an einem Gehstock zu suchen? Daher unser Tipp: Dieses etwas kuriose Stock-Modell aus China ist eine ganz witzige Idee für Survival-Freaks. Für den sportlichen Einsatz ist das Teil zu unhandlich, zu schwer, zu instabil in der Konstruktion, zu kompliziert im Handling und damit schlichtweg ungeeignet.

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