Wanderstöcke Test: Wandernstöcke Copyright: Andreas P / Adobe Stock
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Die besten Wanderstöcke

Wir haben 19 Wanderstöcke getestet, vom günstigen Billo-Stock bis zum teuren Luxusmodell aus Carbon. Die besten für die meisten sind die Trail Trekking Poles von Black Diamond. Sie punkten mit vielen Details, einem guten Gewicht und ihrem fairen Preis. Und dank mitgelieferter Schneeteller kann man mit ihnen auch im Winter auf Touren gehen.

Arnold Zimprich
Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 25. Juli 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

1. April 2022

Wir haben sechs weitere Wanderstöcke getestet, zwei davon sind neue Empfehlungen: Der Rothwild Steinbock überzeugt mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis, der Helinox Passport TL130 ist eine teurere Alternative für anspruchsvolle Wanderer oder Trailrunner.

Der Frilufts Zimba und der Komperdell Explorer Contour Power Lock wurden aus den Empfehlungen verdrängt und sind ab sofort unter „Außerdem getestet“ zu finden.

30. Juni 2021

Wir haben den Frilufts Zimba getestet. Er bekam prompt eine Empfehlung von uns.

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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Mitte der 70er des letzten Jahrhunderts kam der erste Teleskopstock auf den Markt. Er punktete durch eine viel bessere Verstaubarkeit am Rucksack als herkömmliche Wanderstöcke. Teleskopstöcke und Faltstöcke haben sich daraufhin im Wander-, Trekking- und Skitourenbereich schnell durchgesetzt. Welcher Wanderer will heute schon umständliche, nicht faltbare Stöcke mitführen?

Teleskopstöcke und Faltstöcke sind zudem günstiger geworden. Für Weitwanderer, Bergsteiger, Trekker und alle anderen Outdoor-Fans, die die »Trekkingstock-Szene« seit Anfang der 80er-Jahre verfolgen, war noch bis vor kurzem klar: Für ein neues Paar Teleskopstöcke muss man mindestens 60 Euro investieren. Das hat sich in den letzten Jahren, getrieben durch viele neue Hersteller primär aus Fernost, deutlich verändert. Günstige Modelle bekommt man jetzt für unter 20 Euro – man kann aber nach wie vor auch 150 Euro und mehr in hochwertige Carbonstöcke investieren.

Im Test haben wir 19 Modellen aufs Gestänge geschaut, neben den größten Playern im deutschsprachigen Outdoor-Business konnten auch andere Hersteller überzeugen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Black Diamond Trail Trekking Poles

Test besten Wanderstöcke: Black Diamond Trail Trekking Poles
Ein leichter, schön ausgestatteter und elegant designter Stock mit sehr komfortablem Griff und Griffband. Auch als Skitourenstock sehr gut geeignet.

Die Black Diamond Trail Trekking Poles haben uns durch ihr Gesamtkonzept voll überzeugt. Die schön designten Stecken punkten mit einer leicht bedienbaren Klemmung, einer langen Grifffläche, die aus einem Stück hergestellt wird, einem absolut annehmbaren Gewicht und einem fairen Preis. Was sie für das Wandern besonders gut geeignet macht, ist ihr breites, flexibles, aber trotzdem angenehm gepolstertes Griffband. Mit den mitgelieferten Schneetellern lassen sich sie auch gut im Winter einsetzen.

Viel Stock fürs Geld

Leki Micro Vario Carbon

Test besten Wanderstöcke: Leki Micro Vario Carbon
Leichter, ausgezeichnet verarbeiteter Trekkingstock mit detailverliebten Funktionen. Exklusive Materialien, exklusiver Preis. Technisch jedoch unschlagbar.

Am Leki Micro Vario Carbon ist alles dran, was man sich nur wünschen kann. Der sehr hochwertig gefertigte Carbonstock glänzt mit dem wohl besten Griff im Test, einem hohen Maß an Zuverlässigkeit und einer Fertigung, bei der die Toleranzen gefühlt im Nullbereich liegen müssen. Da scheppert und klappert nichts, der Stock liegt bombenfest in der Hand und der Verstellbereich geht voll in Ordnung. Das alles hat natürlich seinen Preis.

Budget-Carbonstock

Rothwild Modell Steinbock

Test besten Wanderstöcke: Rothwild Modell Steinbock
Hier stimmt das Gesamtpaket! Die Carbonstöcke bringen für überschaubares Geld alles mit, was man für anspruchsvolle Touren braucht.

Was Rothwild mit seinem Modell Steinbock für rund 70 Euro auf die Beine stellt, hat uns ehrlich erstaunt. Die Carbonstöcke sind angenehm leicht und machen einen recht robusten Eindruck, bei den Griffen kombiniert der Hersteller feinporigen Schaumgummi mit Kork. Ein schön gemachter Stock, der speziell Pfennigfuchser, denen bei Preisen von 100 Euro und mehr für teurere Carbonstöcke schwindlig wird, überzeugen dürfte!

Wenn Geld egal ist

Helinox Passport TL130

Test besten Wanderstöcke: Helinox Passport TL 130
Stöcke von Helinox sind teuer – aber man bekommt auch was fürs Geld. Tolle, bequeme Griffe, leichtes Gewicht, schöne Verarbeitung – für Qualitätsbewusste ein Must-Have.

Helinox macht die aktuell wohl optisch ansprechendsten und technisch ausgereiftesten Wanderstöcke auf den Markt, das merkt man auch dem Passport TL130 an. In Sachen Funktion und Materialwahl geht man hier keine Kompromisse ein. Der Passport TL130 ist ganz einfach ein Topstock, auch wenn er mit 165 Euro zu den teuersten Modellen im Test gehört.

Gut & günstig

Asanmu Wanderstöcke

Wanderstöcke Test: Asanmu Wanderstöcke
Günstiger, gut funktionierender und komfortabler Wander- und Trekkingstock mit umfassendem Zubehör.

Die Wanderstöcke der Fernost-Firma Asanmu heimsen den Preistipp ein. Sie bieten eine umfassende Ausstattung, ein kleines Packmaß und einen bequemen Griff für weniger als 40 Euro. In der Praxis unterscheiden sie sich kaum von teureren Stecken der Markenhersteller Komperdell, Black Diamond und Leki. Da fragt man sich zwangsläufig, warum man als Gelegenheitswanderer eigentlich mehr ausgeben soll.

Vergleichstabelle

TestsiegerBlack Diamond Trail Trekking Poles
Viel Stock fürs GeldLeki Micro Vario Carbon
Budget-CarbonstockRothwild Modell Steinbock
Wenn Geld egal ist Helinox Passport TL130
Gut & günstigAsanmu Wanderstöcke
Helinox Ridgeline LBB135
Komperdell Carbon FXP.4 Summit Vario
Frilufts Zimba
Komperdell Explorer Contour Power Lock
Black Diamond Trail Sport 2
Trekology Trek Z
Rothwild Modell Luchs
Leki Makalu Lite
Komperdell C3 Carbon Pro
Trail Buddy Wanderstöcke
Alpen Bears Teleskop-Wanderstock
Black Diamond Distance Carbon Z
Gipfelsport Teleskop-Trekkingstöcke
Bilisder Outdoor-Wanderstöcke
Test besten Wanderstöcke: Black Diamond Trail Trekking Poles
  • Schöne, robuste Verarbeitung
  • Größter Verstellbereich im Test (100-140 cm)
  • Sehr komfortables Griffband
  • Weit nach unten gezogener Griff aus einem Stück
  • Plastikklemmungen
  • Klemmmechanismus nur mit Schrauben­zieher nachziehbar
Test besten Wanderstöcke: Leki Micro Vario Carbon
  • Exakte Passform
  • Geringe Fertigungs­toleranzen
  • Metallhülsen an Steck­verschlüssen
  • Bequemer, sehr weit nach unten reichender Griff
  • Bombenfest fixier­bares Griff­band
  • Hoher Preis
Test besten Wanderstöcke: Rothwild Modell Steinbock
  • Leichtes Gewicht
  • Komfortable Griffe
  • Robuste Klemmung
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Verstellung der Handschlaufe etwas fummelig
Test besten Wanderstöcke: Helinox Passport TL 130
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Große Grifffläche
  • Schnelle Fixierung
  • Hochwertiges Griffmaterial
  • Sitzt im fixierten Zustand etwas locker
  • Teuer
Wanderstöcke Test: Asanmu Wanderstöcke
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Weit nach unten gezogener Schaum­gummi­griff
  • Umfangreiches Zubehör
  • Kleiner Verstellbereich
  • Plastikelemente am Fixier­mechanismus
Test besten Wanderstöcke: Helinox Ridgeline LBB135
  • Einfach bedienbar
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Hochwertiges Griffmaterial
  • Sehr robust
  • Zubehör muss dazugekauft werden
Test besten Wanderstöcke: Komperdell Carbon FXP.4 Summit Vario
  • Schneller Fixiermechanismus
  • Für die gebotene Ausstattung sehr leicht
  • Komfortabler Griff
  • Schöne Verarbeitung
  • Teuer
Wanderstöcke Test: Wanderstock Frilufts Zimba
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schönes Design
  • Funktionale Verarbeitung
  • Flexibles Griffband
  • Spitze nicht austauschbar
Test besten Wanderstöcke: Komperdell Explorer Contour Power Lock
  • Schöne Verarbeitung
  • Für einen Alustock leicht
  • Robust und langlebig
  • Ganzmetall-Klemm­mechanismus
  • Konturlose Griffe
Test besten Wanderstöcke: Black Diamond  Trail Sport 2
  • Sehr robust
  • Verwindungssteif
  • Vergleichsweise günstig
  • Relativ schwer
  • Einfache Handschlaufe
  • Großes Packmaß
Test besten Wanderstöcke: Trekology  Trek Z
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Weit nach unten gezogener Kombigriff
  • Klemmstift störanfällig
  • Sehr kleiner Verstell­bereich
  • Plastikelemente am Fixier­mechanismus
Wanderstöcke Test: Rothwild Wanderstöcke
  • Schön konturierter Kork-Schaumstoffgriff
  • Kleinstes Packmaß im Test
  • Robuste Segmente
  • Relativ schwer
  • Kleiner Verstellbereich
  • Plastikelemente am Fixier­mechanismus
Test besten Wanderstöcke: Leki Makalu Lite
  • Schöne Verarbeitung
  • Leicht
  • Fein einstellbarer Klemm­mechanismus
  • Kurze Griffläche
Test besten Wanderstöcke: Komperdell C3 Carbon Pro
  • Angenehm leicht
  • Schöne Verarbeitung
  • Großer Verstell­bereich
  • Wenig konturierter Griff
  • Wirkt etwas filigran
Test besten Wanderstöcke: Trail Buddy Wanderstöcke
  • Günstiger Preis
  • Robuste Konstruktion
  • Hohes Gewicht
Test besten Wanderstöcke: Premium Premium Wanderstöcke Teleskop leicht
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Umfassendes Zubehör
  • Fragwürdige Verarbeitung (speziell am Klemm­mechanismus)
  • Kurzer Griff
Test besten Wanderstöcke: Black Diamond Distance Carbon Z
  • Leichtester Stock im Test
  • Geringe Schwung­masse
  • Bequemer, weit nach unten reichender Griff
  • Nicht längenverstellbar
  • Sehr filigran
  • Für Wanderungen oder Trekkings mit Gepäck ungeeignet
  • Fixierter Teller
Test besten Wanderstöcke: Gipfelsport Wanderstöcke Teleskop mit Tasche
  • Relativ günstig
  • Integrierte Federung
  • Großer Verstell­bereich
  • Robuste Verarbeitung
  • Umfassendes Zubehör
  • Antiquierte Dreh­klemmung
  • Hohes Gewicht
  • Unbequemer, kurzer Griff
Wanderstöcke Test: Bilisder Wanderstock
  • Werkzeuge integriert
  • Interessantes Konzept
  • Zum Wandern ungeeignet
  • Sehr schwer
  • Wackelige Konstruktion
  • Miserabler Griff
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Von Korkgriff bis Schneeteller: Wanderstöcke im Test

Man kann aus (fast) allem eine Wissenschaft machen, so auch aus Wanderstöcken. War zu Uromas Zeiten noch Bambus (!) eines der am häufigsten verwendeten Stockmaterialien, speziell bei Ski- und Langlaufstöcken, kommt heute vermehrt auch Carbon zum Einsatz. Aluminium ist längst zum Standardmaterial geworden.

Billige Wanderstöcke nutzen oft Hartplastikgriffe

Auch bei den Griffmateralien hat sich einiges getan. Müssen Billigstöcke mit einfachen Hartplastikgriffen auskommen, sind es bei den etwas teureren Stöcken oft Mischkonstruktionen. Auffallend viele Hersteller setzen auf Mischungen aus (Kunst-)Kork im unmittelbaren Griffbereich, festem Schaumgummi an der Griffverlängerung sowie Hartplastik am oberen Griffende. Bei sehr leichten Wanderstöcken kommt fast ausschließlich dünner, geschlossenzelliger Schaumgummi zum Einsatz. Welches Griffmaterial man bevorzugt, ist Geschmackssache. Geschlossenzelliger Schaumgummi, der aus einem Stück gefertigt ist, ist mit den Jahren sehr langlebig geworden. Kommt ein Korksegment zum Einsatz, entsteht zwangsläufig eine (unter Umständen störanfällige) Nahtstelle.

Wanderstöcke Test: Wanderstöcke
Wandern ist eine sehr beliebte Tätigkeit – und Wanderstöcke haben sich im Laufe der Zeit stark verändert.

Ein zentrales Thema bei Wander- und Trekking-Stöcken ist der Klemmmechanismus. Noch vor einigen Jahren waren Drehverschlüsse mit einer Konusklemmung die Regel, heute haben Außenklemmungen mit Hebel das Regiment übernommen. Das fällt auch im Testfeld auf: Nur ein einziger Stock hat noch eine Konusklemmung, alle anderen werden per Hebel geklemmt – bis auf den Ultraleichtstock Distance Carbon Z von Black Diamond, der in verschiedenen Fixlängen geliefert wird. Der Vorteil der Hebel-Klemmungen wird schnell klar: Sie sind schneller bedienbar und bei Nässe deutlich zuverlässiger. Rutscht eine Konusklemmung gerne mal durch und wird mit zunehmendem Alter unzuverlässig, lässt sich eine Hebelklemmung wie beispielsweise Black Diamonds Flick-Lock-System nachstellen, falls sie mal zu locker sitzen sollte.

Günstige Wanderstöcke kommen oft mit viel Zubehör

Was das Stock-Zubehör angeht, geben sich die Hersteller – größtenteils – keine Blöße. Die großen Marken, wie Leki, Komperdell und Black Diamond, müssen sich angesichts des umfangreichen Zubehörs bei den Kleinen bzw. No-Names jedoch warm anziehen. Auffällig ist, dass diese durch die Bank mehr Zubehör beilegen. So sind bei Rothwild & Co neben den kleinen »Trekking-Tellern« meist auch Schneeteller (neudeutsch: Powder Baskets) im Lieferumfang, dazu kommen Nordic-Walking-Aufsätze und Endkappen für sportliche Betätigungen auf hartem Untergrund wie Asphalt. Der Grund für diese Divergenz: Die großen Markenhersteller können es sich leisten, für jede Sportart eine eigene Modellreihe anzubieten, die kleinen Firmen wollen mit ihren Modellen ein möglichst breites Einsatzspektrum abdecken.

Ein letztes Wort noch zu den Gurtmaterialien beim Griffband. Flexible, weiche und zum Teil dünne Bandmaterialien sind hier auf dem Vormarsch. Anstatt steifer, einschneidender Griffbänder schmiegen sich die Griffbänder bei den meisten getesteten Wanderstöcken besser der Hand an und sind so schlichtweg komfortabler. Auch hier hat sich in jüngster Zeit in Sachen Komfort einiges zugunsten der Käufer getan.

Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail (1)
Die Black Diamond Trail Trekking Poles haben uns vom Griff bis zur Carbid-Spitze voll überzeugt.

Testsieger: Black Diamond Trail Trekking Poles

Es war knapp, denkbar knapp. Und doch haben die Amerikaner von Black Diamond am Ende den Europäern von Leki und Komperdell und den Fernost-Firmen mit ihren Trail Trekking Poles den Rang abgelaufen.

Testsieger
Black Diamond Trail Trekking Poles
Test besten Wanderstöcke: Black Diamond Trail Trekking Poles
Ein leichter, schön ausgestatteter und elegant designter Stock mit sehr komfortablem Griff und Griffband. Auch als Skitourenstock sehr gut geeignet.

Black Diamond hat sich insbesondere in der Skitourenszene in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Namen gemacht. Während andere Hersteller lange noch auf Klemmsystemen mit Konusklemmung beharrten, erkannte Black Diamond früh die Vorteile von Klemmverschlüssen mit Hebel. »Flick Lock« nennt sich dieses System, das auch beim von uns getesteten Wanderstöcken zum Einsatz kommt. Zwar kommt in diesem Fall viel Plastik zum Einsatz, die Klemmung hält jedoch auf Anhieb bombenfest.

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Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Black Diamond hat seinen Trail Trekking Poles ein elegantes Design verpasst.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Die Trail Trekking Poles richten sich an Weitwanderer und Fans robuster Konstruktionen.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Die Flick-Lock-Klemmung funktioniert sehr zuverlässig.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
Wie bei den meisten Stöcken im Test kommt auch bei Black Diamond eine hochfeste, austauschbare Carbid-Spitze zum Einsatz.
Wanderstöcke Test: Black Diamond Trail Trekking
In Sachen Griffkomfort mischt das Modell ganz vorne mit.

Der Stock begeistert darüber hinaus durch seine stimmige Ausstattung. Das bequemste Griffband im Test trifft auf den größten Verstellbereich – 100 bis 140 Zentimeter sind möglich. Damit lässt sich der Stock für besonders viele Personenkreise einsetzen. Der lang gezogene Griff erlaubt ein schnelles Umgreifen, wenn man traversieren muss, der Schaumgummi macht einen langlebigen Eindruck (mehr dazu im Langzeittest). Auch der Preispunkt von rund 80 Euro ist fair und angesichts einem Stockgewicht von 500 Gramm angemessen.

Der Black Diamond gibt sich unprätenziös, macht einen robusten Eindruck und wird mit Schneetellern ausgeliefert, einem Einsatz auf einer Schneeschuh- oder Winterwanderung steht also nichts im Wege. Auch für Skitouren kann man den Black Diamond verwenden. Für Skitourengeher hat »BD« jedoch eigene Stöcke im Programm.

Last but not least kann man einzelne Teile der Wanderstöcke auch austauschen, wenn sie defekt sein sollten. Mit dem im Vergleich zur China-Konkurrenz etwas höheren Preis erwirbt man also auch einen besseren Kundenservice.

Black Diamond Trail Trekking Poles im Testspiegel

Das Magazin Bergsteiger hat die Black Diamond Trail Trekking Poles ebenfalls getestet und urteilt:

»Der günstige Klassiker bietet ein super Verhältnis zwischen kurzem Einschub und langem Auszug. Die Größe ist für jeden passend, top für kleine Hände. Optimal für Wandern über Bergtour bis Hütten-Trekking, im Winter Schneeschuh- und Skitour.«

Alternativen

Zwar haben uns die Black Diamond Trail Trekking Poles am besten gefallen – doch auch andere Modelle konnten im Test überzeugen.

Vom Feinsten: Leki Mikro Vario Carbon

Okay, zugegeben: 150 Euro (UVP) für einen Stock sind schon eine Hausnummer. Was man dann in Form des Leki Mikro Vario Carbon in den Händen hält, übertrifft jedoch alle Erwartungen. Sofort fällt das exakte Verstellsystem auf: Ein Handgriff, und die für uns passende Länge von 125 Zentimetern ist dank des Speed-Lock-2-Klemmsystems fixiert. Lekis hauseigenes Arrettiersystem, das External Locking Device (ELD), das die drei Elemente des Stocks fixiert, lässt sich durch eine komfortable Metallwippe mühelos bedienen. Ausgezogen, eingerastet, fertig! Bei anderen Faltstöcken geht speziell der Faltvorgang etwas umständlicher vonstatten, da man mitunter sehr kleine Metallstifte betätigen muss.

Viel Stock fürs Geld
Leki Micro Vario Carbon
Test besten Wanderstöcke: Leki Micro Vario Carbon
Leichter, ausgezeichnet verarbeiteter Trekkingstock mit detailverliebten Funktionen. Exklusive Materialien, exklusiver Preis. Technisch jedoch unschlagbar.

Der Stock fasst sich wertig an, hier haben die Produktentwickler des Unternehmens aus Kirchheim/Teck gezeigt, was sie können. Geringe Fertigungstoleranzen sorgen für ein exaktes Ineinandergleiten der Stocksegmente. Allein das schön definierte »Klack-Geräusch« beim Einrasten weckt Vertrauen, ganz zu schweigen vom perfekt dimensionierten Aergon Thermo Schaumgummi-Griff, der sich als echter Handschmeichler entpuppt. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten, bei denen das Griffband dann und wann durchrutscht, hält das dünne, flexible und trotzdem komfortable Leki-Band bombenfest.

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Wanderstöcke Test: Leki Vario Mikro Carbon (1)
Der Leki Micro Vario Carbon lässt sich mit wenigen Handgriffen aufklappen.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Der Leki Micro Vario Carbon ist eine echte Augenweide.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Längenverstellung und Arrettierung sind sehr verlässlich.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Der Micro Vario Carbon wurde primär als Sommerstock konstruiert.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Auch die Metallabschlüsse zwischen den Segmenten machen einen bombenfesten Eindruck.
Wanderstöcke Test: Leki Vario Carbon
Der Griff des Leki Micro Vario Carbon ist im Test unübertroffen.

Einmal unterwegs, macht der Leki einen hochgradig verlässlichen Eindruck. Er ist angenehm steif, die Kraftübertragung ist toll, und angesichts von 500 Gramm Paargewicht lässt er sich für Trekkings genauso gut einsetzen wie zum Laufen. Für uns wäre der Leki der beste Stock im Test – wenn der Preis nicht wäre. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen und einen Stock erwerben möchte, bei dem man sicher sein kann, dass man jahrelang Freude damit hat, kommt am feinen Leki Mikro Vario Carbon nicht vorbei.

Bietet viel fürs Geld: Rothwild Steinbock

Die Rothwild Steinbock sind eine kleine Überraschung im Test. Die aus Carbon gefertigten Wanderstöcke wiegen mit 440 Gramm angenehm wenig, haben eine gut funktionierende Klemmung mit Aluhebeln und Rändelschrauben aus Metall – dazu kommt noch ein recht komfortabler Griff, den Rothwild aus feinporigem Schaumgummi und Kork fertigt.

Budget-Carbonstock
Rothwild Modell Steinbock
Test besten Wanderstöcke: Rothwild Modell Steinbock
Hier stimmt das Gesamtpaket! Die Carbonstöcke bringen für überschaubares Geld alles mit, was man für anspruchsvolle Touren braucht.

Dieses auf Anhieb ansprechende Gesamtpaket kommt mit reichlichem Zubehör – große Schneeteller legt Rothwild ebenso bei wie Trekkingteller, Walking-Aufsätze und eine Transporttasche. Für all das nimmt Rothwild knapp 70 Euro – da gibt es nichts zu meckern!

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Wanderstöcke Test: Rothwild Modell Steinbock
Von oben bis unten ein guter Kauf: Die Rothwild bieten für 70 Euro sehr viel.
Wanderstöcke Test: Rothwild Modell Steinbock
Bei Klemmhebeln...
Wanderstöcke Test: Rothwild Modell Steinbock
...und Rändelschrauben setzt Rothwild auf hochwertiges Aluminium.
Wanderstöcke Test: Rothwild Modell Steinbock
Die Handschlaufen sind zwar recht dünn, aber bequem.

Im Test entführen wir die Stöcke auf eine kleine Speedhiking-Runde auf unseren Hausberg. Der Verstellmechanismus der Handschlaufen ist ab Werk etwas arg festgezurrt und das Gurtband der Schlaufen relativ schmal und dünn – ersteres hat sich aber mit einem kräftigen Ruck erledigt und lag eher an einer Fehlbedienung, letzteres ist, wie wir bei anderen Modellen gesehen haben, nicht unbedingt von Nachteil.

Alles in allem schnürt Rothwild beim Steinbock ein Gesamtpaket, das gefällt – und der Stock rutscht prompt auf die vorderen Plätze!

Fürs Trailrunning: Helinox Passport TL130

Beim Trailrunning sind leichte, stabile Wanderstöcke unabdingbar. Oftmals führt die Gewichtseinsparung jedoch zu Instabilität, speziell dann, wenn die Stöcke stark belastet werden, sei es durch anspruchsvolle Einsätze in schwierigem Gelände, sei es durch einen kräftig gebauten Nutzer, der die Stöcke stark belastet. Und ganz nebenbei: Was zum Trailrunning taugt, ist – zumindest im Falle des Helinox Passport TL130 – durchaus auch fürs Wandern geeignet.

Wenn Geld egal ist
Helinox Passport TL130
Test besten Wanderstöcke: Helinox Passport TL 130
Stöcke von Helinox sind teuer – aber man bekommt auch was fürs Geld. Tolle, bequeme Griffe, leichtes Gewicht, schöne Verarbeitung – für Qualitätsbewusste ein Must-Have.

Genau hier kommen die Helinox Passport TL130 ins Spiel. Von der Grundausstattung her richten sich die nur 368 Gramm schweren Wanderstöcke an Trailrunner und Speedhiker; erstaunlich ist – wie bei anderen Helinox-Modellen auch – die robuste Konstruktion.

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Wanderstöcke Test: Helinox Passport Tl 130
Die Helinox-Griffe gehören zu den besten im Test.
Wanderstöcke Test: Helinox Passport Tl 130
Der Hersteller fertigt sie aus hochwertigem DAC-Aluminium.
Wanderstöcke Test: Helinox Passport Tl 130
Die Passport TL 130 lassen sich sehr schnell verstellen.
Wanderstöcke Test: Helinox Passport Tl 130
Beim Griffband hat Helinox einen tollen Mittelweg zwischen Komfort und Festigkeit gefunden.

Anstatt zu viel abzuspecken, versteht es Helinox sehr gut, einen leichten, aber immer noch langlebigen Stock zu konstruieren. Helinox ist – nicht zuletzt durch den »Mutterkonzern« DAC – absoluter Alu-Profi. Anstatt also wie einzelne Konkurrenzfirmen Carbonstecken zu konstruieren, die durch eine hohe Materialersparnis zwar unglaublich leicht, aber auch zu filigran werden, geht Helinox mit dem Passport TL130 auf Nummer sicher und kreiert einen Stock, der Sportlern bei gewichtsoptimierten, schnellen Trainingseinheiten lange zur Seite stehen dürfte.

Für Sparfüchse: Asanmu Wanderstöcke

Wir waren gespannt, was man im preislichen Mittelsegment für 40 Euro bekommt und haben die Trekkingstöcke von Asanmu getestet (sie ziert übrigens die Aufschrift »Basalt«, also bitte nicht verwirren lassen!). Gestartet wird mit einem Trockentest im heimischen Wohnzimmer. Die umfangreiche Grundausstattung macht gleich mal einen guten Eindruck, und auch die Details. Asanmu spendiert jedem Stock ein unter dem Griff befestigtes Klettbändchen, mit dem im gefalteten Zustand ein ungewolltes Auseinanderklappen der Segmente verhindert wird. Der anatomisch geformte Griff besteht aus feinporigem Kork, das durch einen schaumstoffummantelten, tieferen Griffbereich ergänzt wird. Die Handschlaufen sind aus ca. zwei Zentimeter breitem, recht dünnem und weichem Gurtband gefertigt.

Gut & günstig
Asanmu Wanderstöcke
Wanderstöcke Test: Asanmu Wanderstöcke
Günstiger, gut funktionierender und komfortabler Wander- und Trekkingstock mit umfassendem Zubehör.

Wie bei Teleskopstöcken üblich, sind die drei Segmente mit einem innenliegenden kunststoffummantelten Stahldraht verbunden. Griff halten, Rest hängen lassen, Teleskopelement im Griffsegment nach unten schieben, einsatzbereit! Die sauber gearbeiteten Stahlfittings zwischen den Segmenten fügen sich leicht, aber ausreichend passgenau ineinander, bis der Verriegelungsknopf erscheint und einrastet. Die Längenverstellung erfolgt jetzt über den Schnellspannhebel aus Aluminium. Die Klemmkraft kann über eine kleine Rändelschraube feinjustiert werden.

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Wanderstöcke Test: Asnamu (1)
Billig und gut: Die Asanmu kosten nicht viel und begeistern mit einer tollen Performance.
Wanderstöcke Test: Asanmu (1)
Alles nur geklaut? Die Stöcke aus China stehen den Markenstöcken nur im Detail nach.
Wanderstöcke Test: Asanmu (2)
Die Stöcke bestehen komplett aus Aluminium.
Wanderstöcke Test: Asanmu (3)
Die Asanmus haben Trekkingteller, Carbidspitzen und reichliches Zubehör.
Wanderstöcke Test: Asanmu (4)
Die Arretierung funktioniert mit einem kleinen Metallstift.
Wanderstöcke Test: Asanmu (5)
Die Klemmhebel sind nachstellbar und funktionieren ausreichend zuverlässig.
Wanderstöcke Test: Asanmu (6)
Das bequeme Griffband sorgte im Test für Begeisterung.

Die erste Testaufgabe für die neuen Wanderstöcke ist eine flotte Frühtour auf den Hausberg. Die Einsatzbereitschaft wird am Berg und im Schein der Stirnlampe genauso einfach und problemlos hergestellt wie im Wohnzimmer. Was uns überrascht, ist der enorm hohe Komfort der recht dünnen Handschlaufen – das gilt übrigens für die meisten Wanderstöcke im Test. Hier gibt es kein Scheuern und keinerlei Druckstellen. Von den drei sehr ähnlich konstruierten Teleskopfstöcken von Asanmu, Trekology und Rothwild hat uns der Asanmu am besten gefallen und bekommt daher einen Preistipp.

Außerdem getestet

Helinox Ridgeline LBB135

Helinox, ein südkoreanisches Unternehmen, das aus dem Zeltgestänge-Hersteller DAC hervorgegangen ist, hat den Markt für Trekkingstöcke mit seinem Portfolio an exklusiven Modellen nach oben hin abgerundet. Gleich mit seinen ersten Produkten hatte die Firma Erfolg und brachte frischen Wind in den Outdoor-Ausrüstungsmarkt.

Der Ridgeline LBB135 überzeugt dann auch auf Anhieb durch seine hochwertige Verarbeitung, geringe Fertigungstoleranzen und die sehr detailverliebte Ausstattung. Dabei sticht die mit Handschuhen bedienbare Längenverstellung besonders heraus. Der vertikal angebrachte Klemmhebel lässt sich auch mit Skihandschuhen gut bedienen, bei der ebenfalls leicht verstellbaren Handschlaufe haben die Koreaner den fast idealen Mittelweg zwischen Polsterung und guter Kraftübertragung bzw. Kontrolle gefunden.

Was uns ebenfalls sehr gut gefallen hat: Helinox überlässt es dem Nutzer, wofür er den Stock verwendet. Ab Werk ist er mit kleinen Trekking-Tellern ausgestattet, optional können kleine oder große Tiefschnee-Teller angebracht werden. Der Griff der Helinox Passport besteht aus feinporigem Schaumstoff und ist weit nach unten gezogen. Hier spielt Helinox ohne Zweifel in der ersten Liga.

Man kommt nicht umhin, die Stöcke angesichts ihrer überragenden Qualität, dem detailverliebten Design und der einfachen Bedienbarkeit trotz der starken Konkurrenz weit oben in der Test-Rangliste einzuordnen. Allerdings muss man, um in das Nutzungs-Vergnügen dieses Stocks zu kommen, auch mehr als 150 Euro in die Hand nehmen.

Komperdell Carbon FXP.4 Summit Vario

Die Komperdell FXP.4 Summit Vario sind unter den teuersten Wanderstöcken im Test – sie stechen mit ihren 200 Euro UVP sogar die Helinox Passport TL130 aus. Was bekommt man dafür? Um es kurz zu machen: Einen fein verarbeiteten Faltstock aus exklusiven Materialien mit einem recht schmalen Einsatzbereich. Mit einem Paargewicht von 516 Gramm reiht er sich zwar nicht ganz, aber sehr weit oben im Testvergleich ein. Der Korkgriff gehört zu den besten Griffen im Test, allein ausgesprochene Grobmotoriker dürften ihn etwas skeptisch betrachten, schließlich sind Trekkingstöcke und Wanderstöcke bei längeren Trailruns nicht vor gelegentlichem Kontakt mit Felsen gefeit und Kork nicht das widerstandsfähigste Material.

Gut gefallen hat uns der FXP-Faltmechanismus. Mit nur einem »Wurf” ist der dreiteilige Stock entfaltet und arretiert, die Klemmung funktioniert, ohne dass man noch nachjustieren müsste – bis auf die Stocklänge natürlich, die sich in einem Längenbereich von 115 bis 135 Zentimeter vorjustieren lässt und dann auf die jeweilige Länge eingestellt bleibt.

Vom Einsatzbereich her richtet sich der FXP4 Summit Vario – so empfiehlt es auch Komperdell auf seiner Website – an anspruchsvolle Nutzer, die den Stock auf langen Trekking- und Speedhikes einsetzen wollen. Der Preis dürfte dabei einige abschrecken – mit dem leichten Carbonstock erwirbt man eben auch ein Stück weit Exklusivität.

Eigentlich wäre der FXP4 Summit Vario damit ein Kandidat für die »Wenn Geld egal ist”-Abteilung. Hier muss er sich jedoch mit dem eingangs erwähnten Helinox messen, der ihm dann doch das Wasser abgräbt – der Einsatzbereich des Komperdell ist unserer Meinung nach deutlich schmaler.

Frilufts Zimba

Ein Stock für alle Fälle – so in etwa lässt sich der Frilufts Zimba beschreiben. Der knapp 70 Euro teure Stock fällt durch ein hübsches Produktdesign auf – der China-Konkurrenz läuft der Stock aus dem Hause Globetrotter von der Gestaltung her locker den Rang ab. Frilufts kombiniert (wie beispielsweise Leki) eine Längenverstellung an den oberen Segmenten mit einem Schnappmechanismus unten. Mit einem Packmaß von lediglich 39 Zentimetern reiht sich der Stock im »kurzen Drittel« des Testfelds ein.

Was uns gefallen hat, sind der Griff und das Griffband. Der relativ harte Schaumstoff bietet einen angenehm festen, aber nicht zu harten Greif-Komfort. Das flexible Griffband passt sich allen Bewegungen problemlos an – wie bei vielen anderen Wanderstöcken im Test haben die dünnen Griffbänder, wie in den letzten Jahren von einigen Marken vermehrt eingesetzt werden, kaum einen Nachteil, zumindest im Sommereinsatz.

Was die Verarbeitung generell angeht, gefällt der Zimba durch relativ geringe Fertigungstoleranzen. Einige Wanderstöcke im Test schlackerten im zusammengesteckten Zustand deutlich mehr. Zwar besteht der Arretierhebel an der Längenverstellung aus Hartplastik, das ist jedoch eher die Regel als die Ausnahme – auch andere Marken setzen hier auf leichten Kunststoff als auf »schweres« Metall.

Im Praxiseinsatz nehmen wir die Zimbas auf eine Trailrunning-Runde in den Südalpen mit. Das ist zwar nicht unbedingt der Einsatzbereich, für den die Stöcke konzipiert wurden, sie performen jedoch erstaunlich gut. Mit einem Gewicht von 560 Gramm sind sie ausreichend leicht, um auch bei schnellen Sportarten wie Trailrunning Spaß zu machen. Trotzdem: Am wohlsten fühlen sie sich auf Wanderungen, beim Trekking und auf Bergtouren.

Komperdell Explorer Contour Power Lock

Während Leki seine Meriten mitunter als Sponsor und Ausrüster großer Profiskiteams verdient, setzt Komperdell im Outdoor-Bereich auf zugstarke Testimonials wie Gerlinde Kaltenbrunner, die als erste Frau alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff bestieg.

Echte Hochtouren-Credibility ist auch dem Komperdell Explorer Contour Power Lock anzumerken. Der Wander- und Trekking-Stock wird aus robustem, langlebigem Aluminium gefertigt und kommt in einem erfrischenden Silber-Eisblau-Ton daher. Der dreiteilige Stock hat einen weit nach unten gezogenen Griff, bei dem das Umgreifen eine Freude ist und überzeugt mit seinem sehr robusten, komplett aus Metall gearbeiteten Power Lock 3.0-Klemmsystem. Da kommt sofort ein verlässlicher Eindruck auf! So schnell gibt dieser Stock nicht den Geist auf – es sei denn, man geht grob fahrlässig damit um.

Besonders gefallen hat uns der Gewichtsfaktor. Der Komperdell ist, besonders wenn man seine Grifflänge und die Metallklemmung im Hinterkopf behält, mit seinen 472 Gramm noch angenehm leicht. Außerdem geht er für einen noch vertretbaren Preis über den Ladentisch – fair, wenn man bedenkt, dass Komperdell eine österreichische Markenfirma ist und man mit dem Erwerb europäische Arbeitsplätze sichert, wie bei Leki übrigens auch. Der Komperdell wird somit insbesondere Käufer begeistern, bei denen Zuverlässigkeit an erster Stelle steht und der Preisfaktor eine Rolle spielt.

Black Diamond Trail Sport 2

Der Black Diamond Trail Sport 2 ist etwas für Grobmotoriker. Aber gleich mal vorneweg: Um ganz vorne mitzuspielen, ist der zweiteilige Stock mit einem Paargewicht von 612 Gramm etwas zu schwer, außerdem ist er mit einem Packmaß von 82 Zentimeter auch zusammengefaltet etwas lang. Im Test nehmen wir den mit einem etwas weiter nach unten gezogenen Gummigriff ausgestatteten und mit rund 40 Euro für einen Markenstock relativ günstigen Wander-Kumpanen mit auf eine Trailrunningrunde – ja, richtig gelesen, Trailrunningrunde. So können wir auf einer relativ kurzen Strecke eine hohe Belastung erreichen.

Positiv überrascht sind wir von der Verwindungssteifigkeit. Nachdem der Faltstock »nur« zweiteilig ist, verbiegt und verwindet sich hier relativ wenig. Bei unserer Runde müssen wir durch bis zu knietiefen Nassschnee spuren, ein 1000 Höhenmeter-Downhill fordert die »Flex Tips«, wie Black Diamond die hier verbauten Stockspitzen nennt. Dieser Stock ist garantiert nichts für Gewichtsfüchse, dafür baut sich schnell Vertrauen auf. Im Wandereinsatz eignet er sich gut für kurze Distanzen; wer eine weitere Wanderung vorhat, wählt lieber ein etwas leichteres und vielleicht auch kleiner packbares Modell.

Um das Stichwort Trailrunning noch einmal aufzugreifen: Für schwere Trailrunner, die mehr als 85 Kilogramm auf die Waage bringen und kein Vermögen für einen robusten Stock ausgeben wollen, ist der Trail 2 ein kleiner Geheimtipp. Ist man entsprechend trainiert, fallen die rund 100-150 Gramm Mehrgewicht im Vergleich zu einem leichteren Trailrunningstock kaum auf. Dafür gibt der robuste Alu-Stock nicht so schnell den Geist auf wie so manches Leichtgewicht.

Trekology Trek Z

Die Trekology Trek-Z gleichen den prämierten Asanmus fast wie ein Ei dem anderen. Wie viele andere China-Produkte scheinen sie aus ein und der gleichen Firma zu stammen. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch Unterschiede. Die Trekologys haben einen anatomisch geformten Mischgriff, bei dem Kork und Schaumgummi verwendet werden, das Packmaß ist etwas länger und auch die Segmente sind anders aufgebaut.

Glaubt man der Website, wurde Trekology in Oregon, USA gegründet, der jetzige Firmensitz liegt in Wyoming, USA. Hergestellt werden die Trek-Z hingegen in China. Für sein Geld bekommt man neben den Stöcken je ein Set Sommer- und Winterteller, Gummipuffer für die Nutzung auf Teer und eine Verstau- bzw. Transporttasche. Umfangreich! Der dreiteilige, falt- und längenverstellbare Skitouren- und Trekkingstock wird aus robustem 7075er Aluminium hergestellt.

Wir haben das Modell auf etlichen Touren verwendet und sind nach wie vor sehr zufrieden. Fazit: Mit den Trek-Z bekommt man sehr gute, gut ausgestattete und wertig gefertigte Trekking- beziehungsweise Tourenstöcke, die den Vergleich mit deutlich teureren Faltstöcken namhafterer Hersteller nicht scheuen müssen. Innerhalb des Tests werden sie jedoch von den Asanmus geschlagen, was am Ende primär an den etwas stimmigeren Griffen liegt.

Rothwild Modell Luchs

Die Luchs-Wanderstöcke des Herstellers Rothwild erinnern stark an die Konkurrenz in Form von Trekology. Kork- und Schaumstoffgriff, ähnliches Klemmhebelsystem, ähnlich filigrane, aber durchaus komfortable und einstellbare Griffbänder. Und doch gibt es Detailunterschiede. Die Segmente sind bei diesen Wanderstöcken offensichtlich etwas kürzer. Rothwild kann so ein Packmaß von nur 37 Zentimetern Länge realisieren – das ist Testrekord!

Im Praxiseinsatz bewähren sich die Rothwilds auf Anhieb. Während einer Familienwanderung fällt vor allem der komfortable Griff auf, bei dem auch das Umgreifen zum Vergnügen wird. Uns hat der Kork-Schaumgummi-Griff des Rothwild besser gefallen als der sich sehr künstlich und, wenn man schwitzt, glitschig anfühlende Griff des Trekology. Die Rändelschrauben an der Klemmung müssen zwar etwas nachgezogen werden, dann klemmen die Stöcke aber anständig und rutschen nicht ineinander.

Durch das kurze Packmaß hätten die Rothwilds eigentlich einen Preis verdient. Allerdings wiegen die Wanderstöcke mit rund 620 Gramm etwas mehr als die ähnlich konstruierten Trekologys und sind vor allem teurer. Der Grund für die Teuerung ist nicht ersichtlich. Mit der fast gleichnamigen Fahrradmarke Rotwild hat der Hersteller übrigens nichts zu tun: Rothwild ist eine junge Firma aus Bochum, die sich auf Wanderstöcke spezialisiert hat.

Leki Makalu Lite

Ähnlich wie dem C3 Carbon Pro ergeht es Leki mit dem Makalu Lite. Ohne Zweifel ist der Makalu Lite ein schön verarbeiteter und vor allem gut funktionierender Stock, im Detail wird er jedoch vom Explorer Contour Power Lock geschlagen. Die Komperdell-Konkurrenz ist etwas leichter, kostet etwas weniger und hat einen längeren Griff, der ein Umgreifen ermöglicht.

Zwar ist der Stock etwas leichter als der Explorer Contour Power Lock, der kurze Griff schränkt die Nutzung jedoch etwas ein. Die Makalu-Serie ist im gesamten Testfeld der Wanderstock-Klassiker schlechthin und schon Jahrzehnte auf dem Markt. Was also Verarbeitung, Klemmmechanismus und Verstellbereich angeht, haben die Produktentwickler ihre Hausaufgaben mehr als gemacht. Wäre da nicht dieses kleine Detail »Griff«, hätte der Makalu weiter vorne mitgespielt.

Komperdell C3 Carbon Pro

Beim Komperdell C3 Carbon Pro können wir (leider) nur sagen: Leki hat dem österreichischen Unternehmen mit dem Leki Micro Vario Carbon in der »Carbon-Klasse« test-intern den Rang abgelaufen. Zwar ist der Komperdell ein durchaus ein hübsch designter und mit 452 Gramm auch fast 50 Gramm leichterer Stock als die Leki-Konkurrenz, trotzdem liegt im Leki eine Detailliebe, die der Komperdell ein wenig vermissen lässt.

Der Griff ist etwas schwammiger und weniger konturiert als bei der Konkurrenz, insgesamt fühlt sich der Komperdell etwas weniger wertig an – so als würde man eine Mercedes S-Klasse fahren und danach einen Passat. Das Einrast-System mit Längenverstellung beim Leki ist schneller zu bedienen als die Klemmhebel beim Komperdell. Dem exklusiven Werkstoff Carbon wird Komperdell bei diesem Stock, der ansonsten ähnlich konstruiert ist wie sein günstiger, prämierter Bruder Explorer Contour Power Lock, in unseren Augen nicht ganz gerecht.

Am Ende bleibt uns zu betonen: Wäre der Test in engere Preisklassen aufgeteilt worden, hätte der C3 Carbon Pro in der Klasse »Carbonstöcke bis 120 Euro« gewonnen. So rutscht er knapp vom Stockerl und wird firmenintern vom Alu-Kollegen Explorer Contour Power Lock geschlagen, der nicht viel mehr wiegt, dafür aber deutlich weniger kostet.

Trail Buddy Wanderstöcke

Die Stöcke mit dem hübschen Namen TrailBuddy sind zwar günstig – das reicht aber nicht, um in diesem Test vorne mithalten zu können. Ein Manko ist das vergleichsweise hohe Gewicht – mit ihren 560 Gramm holen sie niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

Dazu kommen die Gummi-Kork-Griffe, auch hier gilt: Es gibt inzwischen Besseres. Es mag zwar Nutzer geben, die die Griffigkeit von klassischem Gummi schätzen, wir ziehen jedoch festen Schaumgummi, ebenfalls in Kombination mit Kork, dem auf Dauer gerne klebrig werdenden Material Gummi vor. Zumal Billig-Gummi nach vielen Nutzungszyklen gerne seinen Aggregatzustand verändert und sehr weich wird. Wie dem auch sei – mehr als ein Platz auf den hinteren Rängen ist für die TrailBuddies angesichts der starken Konkurrenz einfach nicht drin.

Alpen Bears Teleskop-Wanderstock

Die Wanderstöcke von Alpen Bears stellen für uns weder Fisch noch Fleisch dar. Mit 588 Gramm pro Paar siedeln sich die dreiteiligen Stöcke eher im oberen Gewichtssegment an. Ihr Griff ist zwar recht komfortabel, aber sehr kurz. Ein Umgreifen ist hier nicht möglich, und der Bedienkomfort damit etwas eingeschränkt. Die Klemmhebelmechanik besteht zudem zum Teil aus Plastik und macht einen weniger verlässlichen Eindruck als die der hundert Gramm leichteren Komperdell Explorer Contour Power Lock.

Zwar legt Alpen Bears den Wanderstöcken ein recht umfangreiches Zubehör bei, die Konkurrenz in Form von Trekology bzw. Asanmu und erst recht Komperdell ist jedoch zu gut aufgestellt, als dass die Fernost-Stöcke eine Chance hätten. Für sich genommen wären sie gar nicht schlecht und auch nicht überteuert, im Test rutschen die »Alpenbären« jedoch nach hinten.

Black Diamond Distance Carbon Z

Die Black Diamond Distance Z Carbon sind schon einige Jahre auf den Markt. Sie richten sich an Trailrunner – sprich: Läufer – die für das Laufen im Gelände einen extrem leichten Stock zum Abstützen und Abstoßen suchen. Sämtliche Features sind möglichst minimalistisch gehalten. Der Stockdurchmesser ist im Vergleich zu den Testkollegen sehr dünn, das Griffband sehr filigran, der Griff selbst aus vergleichsweise sparsam dimensioniertem Schaumgummi. Der nicht auswechselbare Teller hat den kleinsten Durchmesser im Test.

Mit 300 Gramm/Paar sind die Black Diamonds dann auch die mit Abstand leichtesten Wanderstöcken im Test. In der von uns getesteten Version sind die Stöcke nicht längenverstellbar, jedoch in unterschiedlichen Fixlängen erhältlich. In der von uns getesteten Länge von 120 Zentimetern passten sie hervorragend (Testergröße: 1,88 Meter). Beim Laufen fühlen sich die Stöcke nahezu schwerelos an. Sie wirken eher wie ein leichtes Trainingsgewicht an den Händen denn als vollwertige Stöcke! Die Schwungmasse reduziert sich auf ein Minimum. Was allerdings passiert, wenn man mit diesen Leichtgewichten mal »einfädelt«, haben wir vor wenigen Jahren in den Julischen Alpen erlebt. Bei einem Einfädler unter einem Felsen machte es »Knack« und einer der Stöcke war gebrochen. Also Vorsicht bei der Verwendung, diese Modelle sind Präzisionswerkzeuge!

Im Rahmen eines anderen Tests sind uns die Stöcke direkt am Arretierstift gebrochen. Der Grund: Der Metallstift rastet in eine Bohrung im Carbonmaterial ein, die nicht durch eine Metall-Öse oder Ähnliches verstärkt ist. Wirken größere Kräfte auf den Stift, gibt das ihn umgebende Carbon nach. Speziell bei hohen Belastungen, z. B. Torsionskräften und hohen Nutzergewichten, hat der Stock unter Umständen das Nachsehen.

Daher unser gut gemeinter Tipp: Der Black Diamond Distance Z Carbon mag ein Leckerbissen für Gewichtsfreaks sein, für schwerere Nutzer über 80 Kilo und Grobmotoriker ist er aber nicht die optimale Wahl. Wir empfehlen ihn ausschließlich als Hilfsmittel zum Lauftraining in hügeligem bzw. gebirgigem Gelände oder als Begleiter auf Ultra-Läufen. Zum Trekking mit viel Gepäck ist er viel zu filigran und für Skitouren sowieso ungeeignet, da keine Schneeteller befestigt werden können.

Gipfelsport Teleskop-Trekkingstöcke

Der Gipfelsport Wanderstock ist das einzige Modell im gesamten Testfeld, das mit einer Konusklemmung funktioniert und mit einer integrierten Federung ausgestattet ist. Soll bedeuten: Um die drei Stocksegmente zu fixieren, müssen sie in entgegengesetzter Richtung gedreht werden. Im Idealfall blockiert die Klemmung nach wenigen Drehungen im Inneren des Stocks.

Wie eingangs erwähnt, verschwinden diese Konusklemmungen jedoch (mit Recht) langsam vom Markt. Der Grund dafür ist primär, dass Konusklemmungen, speziell wenn der Stock in die Jahre kommt, unzuverlässig werden. Es gleicht mitunter einem Glücks- und Geduldsspiel, die Stocksegmente zum Blockieren »zu überreden«. Auf der anderen Seite klemmen die Stocksegmente im Worst Case manchmal derart gut ineinander, dass man sie kaum mehr auseinanderbekommt. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Stock mal bei Nässe benutzt wurde und die Bauteile Korrosion angesetzt haben. Stöcke mit Klemmhebelsystem lassen sich in der Regel ungleich einfacher bedienen und neigen nur in Ausnahmefällen zu ärgerlichen Sperenzchen.

Die blockierbare Federung ist Alleinstellungsmerkmal – aber Geschmackssache. Wir halten von gefederten Wanderstöcken nicht viel. Der Grund ist einfach erklärt – das vermeintliche Plus an Komfort wird durch ein Minus an Sicherheit zunichte gemacht. Im Zweifel sorgt eine integrierte Federung nur für eine Gewichtserhöhung – wie im Fall des Gipfelsport. Für uns eine nette Spielerei, aber mehr nicht.

Wäre nun der Gipfelsport-Wanderstock besonders günstig, besonders leicht oder besonders komfortabel würden wir trotz seiner antiquierten Technik ein Auge zudrücken. Mit mehr als 650 Gramm ist er jedoch der zweitschwerste Stock im Test, hat einen unbequemen, glitschigen und vor allem sehr kurzen Griff aus Gummi und Hartplastik und kostet fast so viel wie die technisch ausgereifteren Modelle von Trekology oder auch Alpen Bears.

Den einzigen Einsatzbereich, bei dem wir uns den Gipfelsport ganz gut vorstellen können, ist Skifahren oder Skitourengehen – hier allerdings nur bei Einsteigern. Verwendet man den Stock mit Skihandschuhen, ist ein flexibler Griffgummi nicht von Nachteil. Zwar konnten wir die Robustheit dieses Modells nicht beim Skifahren auf die Probe stellen, grundsätzlich macht er aber einen recht widerstandsfähigen Eindruck.

Bilisder Outdoor-Wanderstöcke

Was zum Teufel ist das denn? Der Bilisder-Stock aus China ist anders als alle anderen. Er ist dick, unförmig und schwer. Auf die Idee, damit zum Wandern zu gehen, muss man überhaupt erst mal kommen. Zudem ist nur ein einzelner Stock im Lieferumfang. Dieser wird in einer rechteckigen Camouflage-Tasche geliefert und ist in sieben (!) einzelne, verschraubbare Alu-Segmente zerlegt. Mit einem Gewicht von deutlich mehr als 400 Gramm – wohlgemerkt für einen einzelnen Stock – ist er darüber hinaus mit Abstand der schwerste Stock im Sortiment.

Der bei Amazon unter den Wanderstock-Bestsellern gelistete Stock ist, ganz ehrlich gesagt, eher ein Adventure-Tool als ein ernstzunehmender Wander- oder Trekkingstock. Entgegen der Abbildung bei Amazon hat das kuriose Gerät keinen ergonomisch geformten Griff, sondern einen simplen, schlichtweg unergonomischen Gummigriff, der an einen BMX-bzw. Dirt-Fahrradgriff erinnert. Außerdem sind im Lieferumfang eine Säge, eine Notsignalpfeife, ein Kreuzschlitz-/Schlitzschraubendreher sowie ein Multifunktionsmesser mit Flaschenöffner enthalten. Die einzeln mitgelieferten, nicht sonderlich wertigen, aber leidlich scharfen Schneid- und Survival-Geräte können in das (einzelne) Griffsegment eingeschraubt und so eingesetzt werden.

Das alles funktioniert in der Praxis ganz gut, doch was hat das alles in bzw. an einem Gehstock zu suchen? Daher unser Tipp: Dieses etwas kuriose Stock-Modell aus China ist eine ganz witzige Idee für Survival-Freaks. Für den sportlichen Einsatz ist das Teil zu unhandlich, zu schwer, zu instabil in der Konstruktion, zu kompliziert im Handling und damit schlichtweg ungeeignet.

So haben wir getestet

Alle 19 Wanderstöcke wurden entsprechend ihrem Einsatzbereich getestet – einfache Trekkingstöcke wie das gefederte Modell von Gipfelsport eher auf leichten Trekking-Touren, leichte Trailrunning-Stöcke wie die Black Diamond Distance Carbon Z während anspruchsvoller, höhenmeterreicher Laufeinheiten. Wir haben uns dabei insbesondere die Stabilität der Wanderstöcke, die Handhabbarkeit der Höhenverstellung/Stockfixierung und den Komfort der Griffe bzw. Riemen angesehen.

Die wichtigsten Fragen

Warum sollte man Wanderstöcke verwenden?

Wanderer und Bergfexe, die noch nie mit Wanderstöcken unterwegs waren, mögen sich fragen, warum sie überhaupt Wanderstöcke verwenden sollten. Wer jedoch einmal mit Wanderstöcken unterwegs war, wird sie nicht mehr missen wollen. Wanderstöcke bieten mehr Sicherheit auf schwierigen Pfaden – egal ob bergauf oder bergab. Außerdem unterstützen sie die Beine – besonders bei schwereren Rucksäcken ist das von Vorteil. Nicht zuletzt werden die Arme beim Stockeinsatz zusätzlich trainiert.

Wie lang sollten Wanderstöcke sein?

Wanderstöcke lassen sich nahezu ausnahmslos in der Länge verstellen – bis auf Fixlängenstöcke, die in einer festen Länge geliefert werden. Egal ob nun verstellbar oder „fix“: Entweder man berechnet die richtige Stocklänge nach der Formel Körpergröße x 0,68 = Stocklänge (z.B. 189 cm x 0,68 =129 cm) oder man stellt die Stöcke genau so hoch ein, dass sich bei Verwendung des Stocks zwischen Ober- und Unterarm ein 90° Grad-Winkel ergibt.

Gibt es beim Material etwas zu beachten?

Bei Stöcken kommen in der Regel zwei Materialien zum Einsatz: Aluminium und Carbon. Aluminium hat einen entscheidenden Vorteil: Es kann sich verbiegen. Carbon ist zwar härter und leichter, bricht aber bei stärkerer Belastung. Wer also viel wiegt (über 90 Kilogramm) und im Gelände mit der Ausrüstung auch mal etwas grob umgeht, sollte im Zweifel zu einem Aluminiumstock greifen. Manchmal geben die Hersteller auch an, bis zu welchem Körpergewicht ihre Stöcke verwendet werden dürfen.

Wie sieht es mit dem Griff- und Schlaufenmaterial aus?

Bei hochwertigeren Stöcken besteht das Griffmaterial aus feinporigem Schaumgummi. Der hat den Vorteil, dass er Nässe nicht so leicht aufnimmt, angenehm dämpft und die Hand nicht so leicht abrutschen kann. Billighersteller verwenden am Griff teilweise Hartplastik – eigentlich ein absolutes No-Go bei Wanderstöcken. Denn Hartplastik hat keine dämpfenden Eigenschaften – und man rutscht bei schweißnassen Griffen leicht ab. Was das Griffband angeht, waren wir im Test von den dünnen Textilbändern, die zum Teil eingesetzt werden, positiv überrascht. Gegenüber den herkömmlichen, dicken Griffbändern sind diese flexibler und passen sich besser der Hand an.

Welche Verstellmechanismen sind bei Wanderstöcken empfehlenswert?

Die meisten Stöcke – bis auf Fixlängen – können in der Länge verstellt werden. Meist kombinieren die Hersteller einen Schnappmechanismus, mit dem sich die unteren Stocksegmente fixieren lassen, mit einer Kipphebel-Klemmung an den oberen beiden Segmenten, die der Längenverstellung dient. Hier gibt es qualitative Unterschiede. Markenhersteller setzen auf Metall- oder stark vorgeformte Composite-Klemmhebel, Billighersteller verwenden meist billig wirkendere Hartplastik-Hebel und -Klemmelemente. Gebrochen ist im Test übrigens kein einziger Klemmmechanismus.

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 Test: Artboard

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