Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.
last updateZuletzt aktualisiert:
Alle WLAN-Repeater, Powerline-Adapter und Mesh-Systeme im Test
Michael Seemann

Michael Seemann

interessiert sich für alle Geräte, die man in seinem Heimnetz sinnvoll einsetzen kann. Geweckt wurde sein spezielles Interesse für die Heimvernetzung schon 2004, als er die erste Fritzbox mit integrierter Internettelefonie zu Gesicht bekam. Michael schreibt und testet unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PCgo und Connect.

Alle WLAN-Mesh-Systeme im Test

Die besten WLAN-Mesh-Systeme

Im Gegensatz zu WLAN-Routern oder WLAN-Powerline-Sets wird bei Mesh-Systemen nicht nur die WLAN-Reichweite erhöht, sondern auch die Übertragungsrate verbessert. Das ist vor allem für größere Flächen sinnvoll oder wenn WLAN über mehrere Etagen übertragen werden soll.

Mesh-Systeme setzen sich aus zwei oder mehr Mesh-Stationen zusammen, die per WLAN miteinander verbunden sind. Alle Mesh-Stationen dienen gleichzeitig als Zugangspunkte für alle WLAN-fähigen Geräte im Haushalt. Die Geräte lassen sich relativ frei im Haushalt verteilen, man muss nur darauf achten, dass die WLAN-Verbindung der Mesh-Geräte untereinander nicht abreißt, beziehungsweise ausreichend stark ist.

In einem Mesh-System senden alle Mesh-Stationen dasselbe WLAN aus, sodass alle Clients immer mit denselben Zugangsdaten im Mesh eingebunden sind. Mit welcher Station man gerade verbunden ist oder wann ein (mobiler) Client auf eine andere, nähere Meshstation geschaltet wird, bekommt man als Nutzer in der Regel gar nicht mit.

Mehr Reichweite und verbesserte Übertragungsraten

Diese intelligente WLAN-Erweiterung mit mehreren Zugangspunkten unter einem WLAN-Konto ist nicht nur komfortabel und jederzeit erweiterbar, sondern erleichtert in der Regel auch die Einrichtung eines solchen Mesh-Systems. Man muss nur darauf achten, dass die Stationen nicht zu weit voneinander entfernt sind.

Bei einem WLAN-Mesh-System übernimmt eine der installierten Mesh-Station die Funktion eines Routers und stellt die Verbindung ins Internet her. Dieses Gerät wird deshalb auch als Mesh-Router bezeichnet.

Man benötigt also immer ein externes Modem (DSL, Kabel) für sein Mesh-System. Oder man verbindet das Mesh-System an dessen Internet-Anschluss (WAN-Port) einfach mit einem freien LAN-Port am eigenen Modem-Router. Dann allerdings sollte man auch alle seine Clients mit dem neuen Mesh-System verbinden und das WLAN im Modem-Router abschalten.

Einige Mesh-Systeme lassen sich auch im Access-Point-Modus betreiben und nutzen dann einen bereits vorhandenen Modem-Router als Netzwerkzentrale und Internet-Gateway. Allerdings sind dann einige interessante und nützliche Funktionen des Mesh-Systems nicht mehr verwendbar. Das gilt beispielsweise für Webfilter (Kindersicherung), Zeitkontingentierungen, spezielle Zugriffsregelungen, Informationen zur Bandbreitennutzung samt Bandbreitensteuerungen und so weiter.

Immerhin gibt es inzwischen auch eine Lösung, bei der der Heimnetz-Router samt integriertem (DSL- oder Kabel-) Modem Teil des Mesh-Systems ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser neuer Favorit

Netgear Orbi RBK20

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Netgear Orbi RBK20
Noch kleiner und noch besser: Das kleinste Orbi von Netgear ist unser neues bestes WLAN-Mesh-System.

Unser neuer Testsieger, das Orbi RBK20, ist ebenfalls von Netgear und sogar noch etwas günstiger als unser bisheriger Favorit. Das Orbi RBK20 kommt bereits ab Werk mit dem sehr guten Circle-Webfilter und ist ebenso wie das Orbi RBK30 mit einem Triband-WLAN (867/867/400 Mbit) ausgestattet, wobei eines der beiden 5-GHz-Bänder ausschließlich für die Verbindung zwischen den Mesh-Stationen reserviert ist. Und so leistet sich das kleine Mesh-System selbst bei unseren Messungen vom entfernten WLAN-Client keine spürbaren Übertragungsschwächen. Gut: Im Gegensatz zum Orbi RBK30 hat das RBK20 am Satellit zwei LAN-Ports und ist auch beim Stromverbrauch noch etwas sparsamer.

Unser alter Favorit

Netgear Orbi RBK30

Das Netgear Orbi RBK30 ist ein leistungsfähiges und gut ausgestattetes WLAN-Mesh-System, das wie alle Orbi-Produkte mit einem ausgezeichneten Webinhaltsfilter (Circle with Disney) ausgestattet ist. Die beiden Mesh-Zugangspunkte (Router und Satellit) werden durch ein separates, streaming-taugliches 5-GHz-Funkband verbunden, wobei der als Steckergehäuse designte Satellit keine LAN-Ports besitzt und deshalb nur drahtlose Clients einbinden kann. Trotz automatischer Update-Funktion mussten wir die Firmware für den nachträglich eingeführten Disney-Kinderschutz manuell installieren.

Schnell aber teuer

Netgear Orbi RBK50

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK50
Mit seiner 4x4-MIMO-Brücke verlegt das große Orbi-System ein "drahtloses Kabel" zwischen seinen Mesh-Stationen.

Das deutlich teurere Orbi RBK50 eignet sich für großflächige Haushalte oder Poweruser, die eine größere Anzahl von WLAN- und LAN-Clients ohne Kabel und mit möglichst hohen Übertragungsraten ins Heimnetz einbinden möchten. Für die schnelle drahtlose Verbindung zwischen den Mesh-Stationen wird hier ein separates 4×4-MIMO-Funkmodul mit Linkraten bis zu 1.733 Mbit/s eingesetzt. Damit ist das Orbi RBK50 das aktuell leistungsstärkste WLAN-Mesh-System. Auch hier mussten wir das Firmware-Update auf den neuen Disney-Kinderschutz einmal manuell durchführen.

Mesh mit Stil

Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD
Amplifi macht als Mesh-System richtig Spaß, wenn auf Webfilter und maximale Datenraten im Heimnetz verzichtet werden kann.

Das Ubiquiti Amplifi setzt sich aus drei Mesh-Stationen – einem Router und zwei MeshPoints – zusammen. Der hübsche würfelförmige Router sticht mit seiner schicken Bodenbeleuchtung und seinem informativen Touch-Display aus dem Testfeld heraus. Auch Einrichtung, Bedienung und Kontrolle des Systems über die Smartphone-App gefallen, zumal es sehr schöne Infos zur Bandbreitennutzung der Clients gibt. Die Datenraten reißen uns zwar nicht vom Hocker, doch für anspruchsvolles Videostreaming reicht es allemal. Schade, dass Amplifi auf einen Webfilter verzichtet.

Integriertes Mesh

AVM FritzWLAN Repeater 1750e (mit Fritzbox)

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM Fritz WLAN Repeater 1750E
Wer eine Fritzbox mit AC-WLAN besitzt, baut sich sein Mesh-System günstig mit dem FritzWLAN Repeater 1750E und zwei Firmware-Updates.

AVM bietet in seinen aktuellen Fritzbox-Modellen, FritzWLAN-Repeatern und den FritzPowerline-WLAN-Adaptern eine neue Mesh-Funktionalität, die per Firmware-Update aktiviert wird. Fritzbox-Besitzer, die sich unseren Testsieger bei den WLAN-Repeatern zulegen, können sich damit auch gleich ein besonders kostengünstiges WLAN-Mesh-System einrichten. Auf das zusätzliche Modem oder den zweiten (Modem-) Router kann hier verzichtet werden. Nun fehlt AVMs Mesh-System nur noch ein vernüftiger Fernzugriff und ein etwas besserer Webfilter (in der ansonsten sehr guten Kindersicherung).

Dualband-Alternative

Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01)

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01)
Das Linksys Velop Dualband lässt sich einfach einrichten, besitzt eine vorbildliche App-Steuerung und einen für ein Dualband-System annehmbaren WLAN-Durchsatz.

Zwar zeigt auch das kleine Linksys Velop Dualband eine für diese Klasse typische Übertragungsschwäche auf, doch dafür macht Linksys (Belkin) bei der Steuerung seines Mesh-Systems nahezu alles richtig. So ist beispielsweise auf einen Blick ersichtlich, welches Gerät im Heimnetz gerade wie (2,4Ghz-WLAN, 5GHz-WLAN, Ethernet) mit welchem Veop-Node verbunden ist. Auch die Priorisierung einzelner Geräte im Heimnetz ist simpel. Schade nur, dass das Linksys-Mesh nur eine zeitliche Kindersicherung, jedoch keinen richtigen Webfilter anbietet.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser neuer FavoritUnser alter FavoritSchnell aber teuerMesh mit StilIntegriertes MeshDualband-Alternative
Modell Netgear Orbi RBK20 Netgear Orbi RBK30 Netgear Orbi RBK50 Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD AVM FritzWLAN Repeater 1750e (mit Fritzbox) Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01) Google Wifi (Zweierpack)
Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Netgear Orbi RBK20Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK30Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK50Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HDTest WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM Fritz WLAN Repeater 1750ETest besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01)Test WLAN-Router: Google Wifi
Pro
  • Gute Übertragungsleistung zwischen den Mesh-Stationen
  • Sehr guter Webfilter
  • Access-Point-Modus
  • Funktionierender Fernzugriff (Genie-/Orbi-App)
  • Gute Übertragungsleistung zwischen den Mesh-Stationen
  • Sehr guter Webfilter
  • Access-Point-Modus
  • Funktionierender Fernzugriff (Genie-/Orbi-App)
  • Maximale Datenraten zwischen den Mesh-Stationen
  • Schnelle Anbindung von LAN-Clients (auch NAS)
  • Funktionierender Fernzugriff (Genie-/Orbi-App)
  • 4 Gigabit-Ports am Satellite
  • Sehr gute Kindersicherung
  • Ausgewogene Übertragungsleistung
  • Drei Mesh-Stationen (1 Router, 2 MeshPoints)
  • Informativer Touchscreen am Mesh-Router
  • Access Point Modus
  • Funktionierender Fernzugriff (Google-Konto)
  • Günstige Mesh-Lösung per Firmware-Update für Fritzbox-Besitzer
  • Kein zusätzliches/r Modem/Modemrouter erforderlich
  • Sehr gute, übersichtliche App
  • Priorisierung von Clients möglich
  • Funktionierender Fernzugriff
  • Bridge-Modus
  • 3 Jahre Garantie
  • Ausgezeichnete, sehr übersichtliche App (Google WiFi)
  • Tolle Bedienung mit ausgefeilten Funktionen
  • Günstig
  • 2 LAN-Ports je Mesh-Station
  • Funktionierender Fernzugriff (Google-Konto)
Contra
  • Handbuch englischsprachig
  • Handbuch englischsprachig
  • Kein LAN-Port an der zweiten Mesh-Station
  • Aktuelles Firmware-Update umständlich
  • Handbuch englischsprachig
  • Aktuelles Firmware-Update umständlich
  • Teuer
  • Kein Webfilter (nur Zeitbeschränkung)
  • Handbuch englischsprachig
  • Keine LAN-Ports an 2 Mesh-Stationen
  • Eingeschränkter Webfilter
  • Eingeschränkter Fernzugriff (klappt aktuell nur bei Anschlüssen mit öffentlicher IPv4-Adresse)
  • Kein Webfilter (nur Zeitbeschränkung)
  • Deutlich schwächere Datenrate bei WLAN-Clients am entfernten Node
  • Mäßige Verbindungsleistung zwischen den Mesh-Stationen
  • Kein Access-Point-Modus
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Testsieger: Netgear Orbi RBK20

Netgears neues Mesh-Einstiegsset, das Orbi RBK20, ist ein kleines und dennoch leistungsfähiges WLAN-Mesh-System, bei dem jede Mesh-Station mit insgesamt drei 2×2-MIMO-Funkmodulen (Triband-WLAN) ausgestattet ist. Die drahtlose Verbindung zwischen den Mesh-Stationen wird dabei über eine separate 5-GHz-Verbindung bei einer Linkrate von bis zu 867 Mbit/s hergestellt.

Unser neuer Favorit

Netgear Orbi RBK20

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Netgear Orbi RBK20
Noch kleiner und noch besser: Das kleinste Orbi von Netgear ist unser neues bestes WLAN-Mesh-System.

Orbi-Router und -Satellite des zweiteiligen Sets sind Standgeräte und sind mit jeweils zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen ausgestattet. Beim Satellit lassen sich beide Anschlüsse für LAN-Clients nutzen, beim Router dient einer der beiden Ports für den Internetzugang (WAN-Anschluss). Am Orbi-RBK20-Router kann also zunächst einmal nur ein Kabel-Client (PC, NAS etc.) angeschlossen werden.

Übertragungsleistung

Für die Einbindung der WLAN-Clients sorgt an jeder Orbi-Station ein separates Dualband-WLAN. Durch diese strikte Trennung der Funkfrequenzen für Client-zu-Orbi und Orbi-zu-Orbi-Verbindung verschafft sich das Orbi-System einen übertragungstechnischen Vorteil gegenüber anderen Mesh-Systemen, die ihre Funkmodule immer auf beide Verbindungen aufteilen müssen.

Dies hat sich auch in unseren Übertragungstests bestätigt. Über verschiedene Übertragungsstrecken haben wir zunächst die Datenrate zwischen einem am LAN-Port des Satellits angeschlossenen Clients und dem Orbi-Router gemessen. Dabei kommen wir auf Übertragungsraten zwischen 330 und 330 Mbit/s.

Danach haben wir auf denselben Messstrecken von einem am Satellite angeschlossenen WLAN-Client gemessen. Hier erreichen wir mit dem Orbi trotzdem noch sehr gute Datenraten von rund 260 Mbit/s, obwohl die Verbindung hier zunächst per WLAN vom Client zum Satellit und dann per WLAN vom Satellit zum Router läuft.

Getrennte Funkfrequenzen sorgen für schnelle Übertragungsraten

Zum Vergleich: Über dieselben Strecken erreichen wir mit dem Dualband-Mesh von Linksys Velop (ebenfalls 2×2-MIMO) bei einem LAN-Client an der entfernten Velop-Mesh-Station zwar auch bis zu 330 Mbit/s, doch bei der Messung von einem WLAN-Client am entfernten Velop bricht die Datenrate auf 100 Mbit/s ein. Das Problem: Velop verwendet sein Dualband-WLAN für die Anbindung der WLAN-Clients und gleichzeitig für die Verbindung der Velop-Mesh-Stationen untereinander. Hier ist das Orbi-System mit seinem dritten Funkband zur separaten Verbindung der Orbistationen klar im Vorteil.

Setup und Einrichtung

Das Setup des Orbi RBK20 lässt sich über die Netgear Orbi-App am Smartphone vornehmen. Doch wir empfehlen für die Ersteinrichtung ein per Kabel am Orbi-Router angeschlossenes Notebook. Das ist vor allem dann die bessere Wahl, wenn man die voreingestellten WLAN-Zugangsdaten von Orbi ändern möchte. Öffnet man im Browser mit http://orbilogin.net das Webmenü des Orbi-Routers, startet der Setup-Assistent automatisch.

Beim Setup wird der Orbi-Router mit dem bereits vorhandenen Heimnetz-Router oder Modem verbunden. Außerdem wird die Verbindung zwischen Orbi-Router und -Satellit hergestellt. Da man hierbei auf die oberseitig angebrachten LED-Ringe der beiden Orbi-Stationen achten muss (Farbe, Blinken), empfiehlt es sich beide Geräte in der näheren Umgebung aufzustellen – wenigstens für die Dauer des Setups.

Sind Router und Satellit miteinander synchronisiert und fertig eingerichtet, lassen sich über die Orbi-App die wichtigsten Einstellungen im Orbi-Mesh tätigen. Dort kann man beispielsweise in der Geräte-Liste jedes mit Orbi verbundene WLAN- oder LAN-Gerät bei Bedarf blockieren.

Apps und Funktionalität

Um den Zugriff auf Orbi auch von unterwegs am Smartphone nutzen zu können, sollte man sich auf jeden Fall ein kostenloses Netgear-Benutzerkonto anlegen. Als Alternative zur Orbi-App (oder parallel dazu) bietet Netgear mit »Genie« noch eine weitere App zur Steuerung von Orbi (und anderer Netgear-Router) an. Gut: Der Fernzugriff funktioniert auch bei Kabel- oder DSL-Anschlüssen, die von außen nur noch über das IPv6-Protokoll erreichbar sind (so genannte »DS-Lite«-Anschlüsse).

Tolle App-Anweisungen nach etwas langwieriger Anmeldung

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Netgears Orbi-Mesh ist die neue Kindersicherung »Circle with Disney«, die selbst in der kostenlosen Variante mit einem ausgezeichneten Inhaltsfilter für Webseiten überzeugen kann. Doch um »Circle with Disney« auf dem Orbi-System zu aktivieren, muss man sich noch eine weitere App aufs Smartphone laden und sich bei Circle registrieren. Danach allerdings wird Circle in der Orbi- oder Genie-App integriert und lässt sich dann auch darüber aufrufen. Die Anweisungen der Circle-App sind klar verständlich und helfen bei der schnellen Einrichtung einer äußerst effektiven Filterlösung.

Im erweiterten Webmenü von Orbi stehen dem versierteren Anwender dann zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Hier lassen sich beispielsweise Portweiterleitungen anlegen, port- und zeitbasierte Zugriffsregeln erstellen oder beispielsweise auch der Access-Point-Modus des Orbi-Systems aktivieren. In den erweiterten WLAN-Einstellungen lässt sich zudem auch die Qualität des Orbi-WLANs verbessern, indem man die MU-MIMO und Beamforming aktiviert. Diese Funktionen hat Netgear in den Werkseinstellungen von Orbi deaktiviert.

Nachteile?

Was man eventuell als Nachteil sehen könnte, ist die Tatsache, dass man wenigstens zwei Apps benötigt, um Orbi samt Kindersicheung vom Smartphone aus steuern zu können. Manche Feineinstellungen lassen sich nur über die Browser-Oberfläche im Webmenü des Orbi-Routers vornehmen.

Schade ist allerdings, dass Orbi inzwischen keine besondere Priorisierung einzelner Clients mehr anbietet. Mit dieser – auch als QoS für »Quality of Service« bezeichneten – Funktion kann man beispielsweise ein Gerät im Heimnetz benennen, dessen Datenverbindung mit dem Internet bevorzugt behandelt werden soll. Aktuell gibt es zwar im Webmenü von Orbi die Einstellung »QoS«, doch hier lässt sich nur die aktuelle Up- und Downstream-Geschwindigkeit zwischen Orbi-Router und dem Internet ermitteln.

Netgear Orbi RBK20 im Testspiegel

Auch andere Testmagazine und -Blogs bewerten das Orbi RBK20 überwiegend positiv. In einem Testbericht von SATVISION (07/2018) erhält das Orbi RBK20 mit einem Testresultat von 92,6 Prozent die Note »sehr gut«. Im Fazit heißt es:

»… Das dezent-elegante Tri-Band-WLAN-System für ac-WLAN bis 2,2 GBit/s bringt breitbandiges Internet in beinahe jeden Winkel des Hauses oder der Wohnung und sorgt mit hohen Geschwindigkeiten für stabiles Surfen, (U)HD-Streaming oder Gaming. Damit ist es flexibel einsetzbar und hebt sich dank Tri-Band-Funktionalität von herkömmlichen WLAN-Repeatern ab. …«

Die Kollegen von HardwareLuxx loben das Orbi RBK20 in ihrem Test vom Juli 2018 als kompaktes Meshsystem, das »überall plaziert werden kann, ohne besonders augenfällig zu sein«. Als weitere positive Aspekte gelten beispielsweise die einfache Installation und Inbetriebnahme, die gute Software, die gute Reichweite, die einfache Erweiterbarkeit und die beiden Ethernetschnittstellen am Orbi-Satelliten. Als einzigen negativen Aspekt nennen die Tester den »nicht ganz günstigen« Preis des kleinen Orbi-Systems.

Alternativen

Es gibt schnellere und auch schickere Meshsysteme als unseren Testsieger, wenn man ein wenig (oder ein wenig mehr) an der Preisschraube nach oben dreht. Andererseits geht es auch erheblich günstiger, wenn Sie bereits einen aktuellen Fritzbox-Router besitzen.

Unser alter Favorit

Netgear Orbi RBK30

Von der WLAN-Ausstattung her ist das Orbi RBK30 nahezu identisch bestückt wie unser Testsieger. Dass die Messung der Übertragungsraten in unserer Tabelle dennoch etwas abweicht, liegt an den beiden neuen WLAN-Messstrecken, mit denen wir die Update-Tests ab jetzt durchführen und die sich von den Messstrecken unseres ursprünglichen Tests vor einem Jahr geringfügig unterscheiden.

Die wichtigsten Unterschiede liegen beim Orbi RBK30 zum einen an der Router-Mesh-Station, die neben einem WAN-Port für die Verbindung ins Internet noch drei zusätzliche Gigabit-Ethernet-Ports besitzt, um Geräte wie PC, NAS oder andere LAN-Clients direkt per Kabel an das Mesh-System anschließen zu können.

Der Satellit des Orbi RBK30 ist hingegen ein Steckergehäuse ohne LAN-Ports, das man ohne zusätzliches Netzteil einfach in die gewünschte Steckdose steckt. Wer am Satellit sowieso nur WLAN-Geräte verbinden möchte, findet diese Lösung vielleicht sogar praktischer, zumal sich der Satellit auch bei Bedarf rasch umstecken lässt (wobei das erneute Hochfahren und Synchronisieren des Satelliten locker zwei bis drei Minuten dauert). Wer jedoch auch zusätzlich LAN-Geräte am entfernten Mesh-Punkt einbinden möchte oder sich zumindest die Option offenhalten möchte, sollte eher zum Testsieger (oder zum Orbi RBK50) greifen.

Schnell aber teuer

Netgear Orbi RBK50

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK50
Mit seiner 4x4-MIMO-Brücke verlegt das große Orbi-System ein "drahtloses Kabel" zwischen seinen Mesh-Stationen.

Beim größeren und deutlich teureren Orbi RBK50 von Netgear steckt auch der Satellit in einem Standgehäuse, das zudem mit vier Gigabit-LAN-Ports ausgestattet ist – und das macht auch Sinn: Denn der wichtigste Unterschied zum Orbi RBK30 besteht in der separaten WLAN-Verbindung zwischen Router und Satellit. Beim RBK50 werkelt nämlich anstelle eines 2×2-MIMO-Moduls in jeder Mesh-Station ein erheblich leistungsfähigeres 4×4-MIMO-Modul, das Linkraten bis 1.733 Mbit/s erzeugen kann.

Selbst über unsere ungünstige Teststrecke (Weg 2) erreichen wir zwischen Orbi-Router und einem Client am Orbi Satellite noch exzellente Datenraten von 400 Mbit/s (LAN-Client) und 320 Mbit/s (WLAN-Client).

Somit eignet sich der Orbi RBK50 vor allem für großflächige Haushalte oder anspruchsvolle Anwender, die häufig große Datenmengen in ihrem Heimnetz hin- und herschieben müssen aber keine Möglichkeit haben, das Haus oder die Wohnung entsprechend zu verkabeln. Auch die kabellose Anbindung eines Nebengebäudes wäre mit Orbi RBK50 durchaus realisierbar. Die vier LAN-Ports am Satellit ermöglichen auch die Anbindung von LAN-Clients wie NAS-Geräten mit ausreichend hohen Übertragungsraten.

Ansonsten sind der kleine und der große Orbi praktisch identisch. Sie besitzen dasselbe Webmenü mit denselben Funktionen, lassen sich über dieselbe Genie-App (fern-)steuern und besitzen natürlich denselben Circle-Kinderschutz.

Mesh mit Stil

Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD
Amplifi macht als Mesh-System richtig Spaß, wenn auf Webfilter und maximale Datenraten im Heimnetz verzichtet werden kann.

Ubiquiti Amplifi ist definitiv nicht so schnell wie unser Testsieger Orbi RBK30. Unsere gemessenen Übertragungsraten bewegen sich zwischen 130 Mbit/s (Weg 1) und 80 Mbit/s (Weg 2). Das ist wenig, zumal Amplifis Mesh-Stationen alle mit einem 3×3-MIMO-Dualband-WLAN ausgestattet sind und eigentlich mehr Übertragungsleistung bringen müssten. Trotzdem funktioniert unser Videostreaming-Test über Wegstrecke 2 problemlos.

Wir haben den Eindruck, dass Ubiqiti in seinem WLAN-Mesh-System andere Prioritäten setzt. Der Hersteller zielt eher darauf ab, den Internetzugang vom Amplifi-Router möglichst ausgewogen auf die MeshPoints und die daran angeschlossenen Clients im Haushalt zu verteilen – und diese Rechnung scheint aufzugehen – jedoch auf Kosten höherer Übertragungsraten zwischen den Clients im Heimnetz.

Der auf den ersten Blick recht hohe Preis für das Amplifi-Set relativiert sich wieder, denn schließlich bekommt man gleich drei statt nur zwei Mesh-Stationen – nämlich den Amplifi-Router und zwei Amplifi-MeshPoints. Interessant: Jeder dieser MeshPoints besteht aus einer Antenne und einem Steckernetzteil, die über ein raffiniertes, magnetisches Drehgelenk stabil miteinander verbunden sind. So lässt sich die Antenne eines eingesteckten MeshPoints bei Bedarf noch etwas ausrichten.

Der schicke Router in Form eines Würfels besitzt eine dimmbare LED-Bodenbeleuchtung und zeigt auf seinem Touch-Display den aktuellen Traffic im Netzwerk (Downstream/Upstream) und weitere Router- oder Netzwerkinfos an. Doch allein schon die Traffic-Anzeige macht das Display des Amplify-Router zu einem echten Mehrwert.

Cool: Drückt man etwas länger auf den Touchscreen, wird die WPS-Funktion des Amplifi-Routers aktiviert. Ansonsten wird Amplify komplett über eine sehr gelungene Smartphone-App gesteuert, mit der man das Mesh-System auch komfortabel einrichtet. Auch die abrufbaren Infos zu den einzelnen Mesh-Stationen und die Infos zur Bandbreitennutzung der eingebundenen Clients gefällt. Als Kindersicherung bietet Amplifi nur eine zeitliche Clientsperre an, einen Webfilter gibt es nicht.

Wer keinen besonderen Wert auf hohe Datenraten zwischen seinen Heimnetz-Clients legt und keine oder bereits erwachsene Kinder hat, erhält mit Amplifi ein schickes, raffiniertes Mesh-System, das die Internetanbindung ausgewogen im Haushalt verteilt. Zudem darf man sich auf die ein oder andere angenehme Überraschung freuen.

Integriertes Mesh

AVM FritzWLAN Repeater 1750e (mit Fritzbox)

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM Fritz WLAN Repeater 1750E
Wer eine Fritzbox mit AC-WLAN besitzt, baut sich sein Mesh-System günstig mit dem FritzWLAN Repeater 1750E und zwei Firmware-Updates.

Eine weitere sehr empfehlenswerte Mesh-Alternative erhalten alle Besitzer einer Fritzbox mit AC-WLAN-Access Point, wie zum Beispiel die Modelle 7490, 7590, 7580 oder entsprechende Modellvarianten mit Kabelmodem. Wer eine solche AC-WLAN-Fritzbox besitzt und diese – wie es sich gehört – auf die neueste Firmware aktualisiert hat, besitzt bereits einen Mesh-fähigen Router.

Nun muss man sich nur noch eine zweite (oder dritte) Mesh-Station besorgen, die dann mit der Fritzbox zusammen ein gemeinsames, einheitliches WLAN-Mesh bildet. Ein vorzüglicher Kandidat wäre beispielsweise unser Testsieger bei den WLAN-Repeatern. Mit aktueller Firmware ausgestattet, müssen Sie diesen nur per WPS-Knopf verbinden und schon wird die WLAN-Mesh-Funktion in beiden Geräten aktiviert. Auf diese Weise können sich Fritzbox-Nutzer zu einem unschlagbar günstigen Preis ein echtes WLAN-Mesh-System einrichten. Auf das zusätzliche Modem oder den zweiten (Modem-) Router kann hier verzichtet werden.

Schade nur, dass AVM in seinen Fritzboxen auch weiterhin keinen zufriedenstellenden Fernzugriff integriert hat. Auch der Webfilter, der auf dem Modul der Bundesprüfstelle für Jugendschutz basiert, ist nur bedingt tauglich. Doch wer den AVM-Router sowieso schon einsetzt, wird über diese Nachteile mit großer Wahrscheinlichkeit hinwegsehen.

Interessant: Auch das FritzPowerline-1260E-WLAN-Set lässt sich in Verbindung mit einer AC-WLAN-Fritzbox als Mesh-Station nutzen. Allerdings erfolgt in diesem Fall die Verbindung zwischen Fritzbox und FritzPowerline-Adapter nicht über WLAN sondern über das Stromnetz. Damit das Powerline-WLAN-Mesh funktioniert, muss die Fritzbox mit einem Fritz-Powerline-Adapter ans Stromnetz angebunden sein.

Dualband-Alternative

Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01)

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01)
Das Linksys Velop Dualband lässt sich einfach einrichten, besitzt eine vorbildliche App-Steuerung und einen für ein Dualband-System annehmbaren WLAN-Durchsatz.

Wie der Name schon andeutet, nutzt bei Linksys Velop Dualband jede Mesh-Station – die Linksys übrigens als »Node« bezeichnet – einen Dualband-Access-Point. Dieser wird sowohl für die Verbindung zwischen den einzelnen Nodes als auch für die Anbindung von WLAN-Clients an die Nodes verwendet. In unserem Test messen wir zunächst die Übertragungsrate von einem Client, der am entfernten Linksys-Node per LAN-Kabel angeschlossen ist. Unsere drahtlose Teststrecke bis hin zum ersten, als Router konfigurierten Node wird dabei mit guten 305 bis 330 Mbit/s überbrückt.

Wenn wir jedoch am entfernten Node keinen LAN-, sondern einen WLAN-Client anschließen, so sinkt die Verbindung zwischen den beiden Nodes auf etwa 100 Mbit/s ab. Der Grund: Der WLAN-Access-Point am entfernten Node muss sowohl die Verbindung zum WLAN-Client alsauch die Verbindung zum ersten Node bedienen. Trotzdem konnten wir bei unserem Praxistest gleichzeitig zwei FullHD-Videostreams über das Meshsystem streamen, ohne dass es zu Rucklern in der Übertragung kam.

Wer möchte, kann über die Linksys-App im Velop-System auch einzelne Geräte für Übertragungen im Heimnetz priorisieren. Alternativ zur App bietet Linksys nun auch wieder den Browser-Zugriff vom PC aus an. Allerdings dürfte diese Option nur im Ausnahmefall benötigt werden, da die Funktionaltät der App in der Regel keine Wünsche offen lässt.

Außerdem getestet

Google Wifi (Zweierpack)

Google WiFi wäre unsere Empfelung für die beste Mesh-Smartphone-App. Denn mit der Google-Wifi-App richtet man Googles Mesh-Stationen nicht nur komfortabel ein, sondern prüft auch deren Verbindung untereinander, die Online-Verbindung am Mesh-Router oder die Verbindung des Smartphone-Clients von seinem aktuellen Standort aus. Der Online-Zugriff von Kindern lässt sich zeitlich begrenzen und über Google SafeSearch filtern. Klasse: Im Gastnetz, das grundsätzlich vom Heimnetz getrennt ist, kann man Gästen auf Wunsch den Zugriff auf bestimmte Geräte oder Clients im Heimnetz erlauben – ohne gleich den kompletten Zugriff aufs Heimnetz erteilen zu müssen.

Der große Haken an Google Wifi ist jedoch seine schwache Verbindungsleistung. Über unsere zweite Teststrecke schafft das Set mit 50 Mbit/s gerade noch einen Videostream weitgehend ruckelfrei. Alle anderen Mesh-Systeme waren hier erheblich besser oder effizienter. Da hilft einem auch der verhältnismäßig günstige Preis für das Zweier-Set nicht weiter. Oder man investiert von Haus aus in das 3er-Pack von Google Wifi und rückt die Stationen näher zusammen.

1
Kommentare

avatar
Matze
Matze

Wie verhält es sich denn mit der Speed Home Bridge und den Airties? Sind das auch MESH Systeme? Was haltet ihr davon?

Seite 1Dämpfer für die WLAN-Verbindung
Seite 2Die besten WLAN-Repeater
Seite 3Die besten WLAN-Powerline-Sets
Seite 4Die besten WLAN-Mesh-Systeme