Zelte Test: Zelte September2022 Aufmacher
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Die besten Zelte

Wir haben 25 Zelte getestet. Weil es ganz unterschiedliche Zelttypen mit charakteristischen Stärken gibt, haben wir das beste Kuppelzelt, das beste Tunnelzelt, das beste Faltzelt und das beste Familienzelt gekürt. Außerdem haben wir noch eine Empfehlung für ein Zelt, das auch starkem Wind problemlos trotzt. Ganz vorne sind das Salewa Denali II, das Tatonka Rokua 2, das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black, das Coleman Castle Pines 4 sowie das Robens Starlight 2 gelandet, die sich alle flott aufbauen lassen, gut verarbeitet sind und ungetrübten Campingspaß ermöglichen.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 16. September 2022

Wir haben sechs zusätzliche Zelte getestet. Das Salewa Denali II ist nun unser bestes Kuppelzelt, das Tatonka Rokua 2 hat bei den Tunnelzelten die Nase vorne. Wer ein besonders windstabiles Zelt sucht, findet im Robens Starlight 2 eine neue Empfehlung. Als günstige Tunnelzelt-Alternative eignet sich das Nordisk Halland 2 PU. Das Vaude Campo 3, das High Peak Kite 2, das MSR Elixir 2 sowie das Vaude Mark L 2P finden Sie nun unter „Außerdem getestet“ – bei diesen Modellen handelt es sich weiterhin um ausgezeichnete Zelte für unterschiedliche Einsatzzwecke.

28. Mai 2021

Wir haben sechs weitere Zelte getestet, darunter sind drei neue Empfehlungen: Mit dem Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black haben wir eine neue Empfehlung für ein Faltzelt, es verdrängt das Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black. Das MSR Elixir 2 V2 hat als Rucksackzelt besonders gut abgeschnitten. Für Familien eignet sich das Coleman Castle Pines 4. Aber auch die leichten Modelle The North Face Talus Eco 3 und das Marmot Limelight 2 haben bei uns einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

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Ob beim Wandern oder Radfahren, auf dem Campingplatz, auf Festivals oder im eigenen Garten: Es gibt vielfältige Szenarien, in denen man die eigenen vier Wände vorübergehend gegen ein Zelt eintauscht. Schon vor tausenden von Jahren übernachteten Menschen in Zelten aus Holzgestellen, die mit Tierfellen überzogen waren.

Heute bestehen Zelte überwiegend aus leichten, strapazierfähigen und wasserdichten Kunststoffen, bei den Gestängen kommen überwiegend Glasfaser und Aluminium zum Einsatz. Für jede Art von Unternehmung gibt es das passende Zelt.

Wir haben 25 Modelle im Test unter die Lupe genommen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Das beste Kuppelzelt

Salewa Denali II

Test besten Zelte: Salewa Denali 2
Für preisbewusste Abenteurer ist das Salewa Denali II ein leichtes und stabiles Kuppelzelt mit zwei Eingängen, zwei Apsiden und geringem Packmaß.

Erschwinglich, stabil, geräumig, hochwertig verarbeitet, leicht und schnell auf- sowie abgebaut: Das Salewa Denali II ist das optimale Kuppelzelt für Camper, Wanderer und Radfahrer. Mit zwei Eingängen und zwei Apsiden bietet es ideale Voraussetzungen für zwei Reisende mit Gepäck.

Die Belüftung gelingt hervorragend, eine Leine im Innenraum erlaubt das Aufhängen von feuchter Wäsche und die gelb-grüne Farbe schafft einen freundlichen Innenraum. Mit nur 2.400 Gramm ist das Zelt im Rucksack keine Belastung für den Rücken, und der Packsack trägt mit 47 x 20 x 14 Zentimeter nicht dick auf.

Für um die 200 Euro gibt es wahrscheinlich kaum ein besseres Kuppelzelt als das Salewa Denali II, das auch noch mit zwei größeren Innenräumen angeboten wird.

Das beste Tunnelzelt

Tatonka Rokua 2

Test besten Zelte: Tatonka Rokua 2
Viel Platz, zwei Eingänge, zwei Apsiden, hochwertig verarbeitet und toll zu belüften: Das Tatonka Rokua 2 setzt als Tunnelzelt Maßstäbe.

Dieses Tunnelzelt macht richtig viel Spaß: Das Tatonka Rokua 2 glänzt durch eine geräumige Innenkabine, zwei Eingänge, zwei Apsiden, einfachen Auf- und Abbau, eine ausgezeichnete Belüftung und hochwertiges, silikonbeschichtetes Nylon-Ripstop-Gewebe. Zudem bringt es nur 2,6 Kilo auf die Waage und passt in jeden Rucksack.

Das beste Faltzelt

Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black

Zelte Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 Klein
Das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black steht innerhalb von Sekunden und ist genauso schnell wieder im Packsack verschwunden.

Nur Wurfzelte lassen sich noch einen Atemzug schneller als das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black aufbauen, haben dafür aber ein unpraktisches Packmaß. Das Faltzelt für zwei Personen begeistert durch ein geniales Auf- und Abbau-Konzept und lässt sich zusammengepackt auch problemlos im Rucksack oder auf dem Gepäckträger transportieren.

Für extremen Wind

Robens Starlight 2

Test besten Zelte: Robens Starlight 2
Das Robens Starlight 2 ist ein kompaktes und leichtes Tunnelzelt, das Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometer aushält.

Wenn es stürmt und bläst, bietet das Robens Starlight 2 als leichtes Tunnelzelt mit symmetrischer Doppelkeilform den optimalen Unterschlupf. Zum Aufbau braucht man nur eine Stange, Außenzelt und Innenkabine sind miteinander verbunden und innerhalb kürzester Zeit ist das Starlight bezugsfertig. Obwohl nur ein Eingang und eine Apside vorhanden sind, gelingt die Belüftung sehr gut.

Das beste Familienzelt

Coleman Castle Pines 4

Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4
Mit einer trennbaren Schlafkabine und einem separaten Wohnraum erwirbt man mit dem Coleman Castle Pines 4 eine eigene kleine Ferienwohnung.

Für vier Personen ist das Coleman Castle Pines 4 die richtige Unterkunft. Trotz seiner Größe lässt sich das Tunnelzelt recht flott aufbauen. Die separate und abgedunkelte Schlafkabine kann durch eine Trennwand geteilt werden, zudem steht ein zusätzlicher Wohnraum zur Verfügung. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Durchlüftung gelingt gut.

Vergleichstabelle

Das beste KuppelzeltSalewa Denali II
Das beste TunnelzeltTatonka Rokua 2
Das beste FaltzeltQuechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black
Für extremen WindRobens Starlight 2
Das beste FamilienzeltColeman Castle Pines 4
Marmot Limelight 2 Personen
The North Face Talus Eco 3
MSR Elixir 2 V2
Vaude Campo 3
Vaude Mark L 2P
Nordisk Halland 2 PU
High Peak Woodpecker 3
Wechsel Outpost 3
Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black
Coleman Kobuk Valley 3
Quechua 2 Seconds II
High Peak Kite 2
Jack Wolfskin Gossamer II
High Peak Nevada 4
Coleman Darwin 2
High Peak Kira 3.0
Coleman FastPitch Hub Drake
Lumaland Pop Up Wurfzelt
Zenph Pop Up Zelt
Qeedo Quick Pine 3
Test besten Zelte: Salewa Denali 2
  • Sehr gut verarbeitet
  • Einfacher Auf- und Abbau
  • Zwei Eingänge, zwei Apsiden
  • Kleines Packmaß, leicht
  • Tolle Belüftung
  • Helle Zeltfarbe zieht Insekten an
Test besten Zelte: Tatonka Rokua 2
  • Sehr geräumig
  • Tolle Verarbeitung
  • Zwei Eingänge, zwei Apsiden
  • Kleines Packmaß, leicht
  • Einfacher Auf- und Abbau
  • Sehr gute Belüftungsmöglichkeiten
  • Teuer
Zelte Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 Klein
  • Extrem schneller Auf- und Abbau
  • Wärmereduzierende Außenhaut
  • Zwei Apsiden
  • Sehr gute Durchlüftung
  • Ungemütlich durch schwarzen Innenraum
Test besten Zelte: Robens Starlight 2
  • Sehr windstabil
  • Hochwertig verarbeitet
  • Leicht
  • Kompaktes Abmaß
  • Einfacher Auf- und Abbau
  • Gute Durchlüftung
  • Für zwei Personen recht eng
Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4
  • Teilbare, verdunkelte Schlafkabine
  • Separater Wohnraum
  • Drei Fenster
  • Hochwertig verarbeitet
  • Teuer
  • Aufbau alleine schwierig
  • Großer Packsack, hohes Gewicht
Test  besten Zelte: Marmot Limelight 2 Personen
  • Sehr schnell auf- und abgebaut
  • Große Türen, geräumige Apsiden
  • Hochwertig verarbeitet
  • Bodenplane
  • Relativ leicht
  • Gute Sitzhöhe
  • Teuer
Zelte Test: The North Face Talus Eco 3 Stinger Yellow Meridian Blue
  • Sehr schnell auf- und abgebaut
  • Innovative Konstruktion
  • Sehr hochwertig verarbeitet
  • Zwei große Apsiden
  • Relativ leicht
  • Teuer
Test  besten Zelte: MSR  Elixir 2 V2
  • Sehr schnell auf- und abgebaut
  • Leicht
  • Kompaktes Packmaß
  • Hochwertig verarbeitet
  • Bodenplane
  • Zwei geräumige Apsiden
  • Sturmleinen müssen separat erworben werden
Zelte Test: Vaude Campo 3
  • Einfacher Auf- und Abbau
  • Hochwertig verarbeitet
  • Zwei Eingänge, zwei geräumige Apsiden
  • Gutes Platzangebot
  • Effektive Belüftung
  • Nur sechs Heringe mitgeliefert
Test Zelt: Vaude Mark L 3P
  • Sehr schnell auf- und abgebaut
  • Innovative Konstruktion
  • Sehr hochwertig verarbeitet
  • Zwei große Apsiden
  • Kleines Packmaß, leicht
  • Teuer
  • Helle Zeltfarbe zieht Insekten an
Test besten Zelte: Nordisk  Halland 2 PU
  • Einfach auf- und abzubauen
  • Kleines Packmaß
  • Gut verarbeitet
  • Apside
  • Nur ein Eingang
Test Zelt: High Peak Woodpecker 3
  • Einfacher Aufbau
  • Hochwertig verarbeitet
  • Zwei Eingänge, zwei Apsiden
  • Kleines Packmaß
  • Für Großgewachsene evtl. etwas zu kurz
Test Zelt: Wechsel Outpost 3
  • Sehr geräumig, Platz für drei Personen
  • Riesige Apside
  • Acht Innentaschen
  • Hochwertige Materialien
  • Einfacher Aufbau
  • Gestänge sitzt ziemlich fest in Gestängekanälen
  • Teuer
Test Zelt: Quechua 2 Second Fresh&Black
  • Extrem schnell auf- und abgebaut
  • Geräumig
  • Innen- und Außenzelt
  • Gutes Lüftungskonzept
  • Innenkabine gekühlt
  • Unpraktische Packmaße
  • Ungemütlich durch schwarzen Innenraum
Test Zelt: Coleman Kobuk Valley
  • Problemloser Auf- und Abbau
  • Große Apside mit Boden
  • Verdunkelte Kabine (heizt sich nicht ganz so stark auf)
  • Gute Durchlüftung
  • Recht schwer
  • Für Großgewachsene evtl. etwas zu kurz
Test Zelt: Quechua 2 Seconds II
  • Sehr schnell auf- und abgebaut
  • Gute Verarbeitung
  • Innen- und Außenzelt
  • Ordentliche Durchlüftung
  • Unpraktisches Packmaß
  • Für Großgewachsene evtl. etwas zu kurz
  • Keine Apside
Test Zelt: High Peak Kite 2
  • Schneller Auf- und Abbau
  • Geräumige Apside
  • Gute Verarbeitung
  • Kleines Packmaß, leicht
  • Ordentliche Durchlüftung
  • Bodenplane könnte etwas stärker sein
Test Zelt: Jack Wolfskin Gossamer II
  • Sehr leicht, sehr kleines Packmaß
  • Hochwertig verarbeitet
  • Innenzelt als Moskitoschutz nutzbar
  • Geräumiger Vorraum
  • Teuer
Test besten Zelte: High Peak Nevada 4
  • Geräumig
  • Ordentliche Apsidengröße
  • Gutes Packmaß
  • Lässt sich schnell auf- und abbauen
  • Belüftung nicht optimal
  • Defekte Naht
Test besten Zelte: Coleman  Darwin 2
  • Sehr kleines Packmaß, leicht
  • Lässt sich schnell auf- und abbauen
  • Innentaschen und Haken
  • Kleine Apside
  • Geringes Platzangebot
  • Für Großgewachsene zu kurz
  • Mittelmäßige Verarbeitung
Test  besten Zelte: High Peak Kira 3.0
  • Recht einfacher Auf- und Abbau
  • Sehr geräumige Apside
  • Aluminiumbeschichtung
  • Recht labiles Gestänge
  • Ungemütlich durch schwarzen Innenraum
  • Loch im Vorzelt, Nähte der Tragetasche gerissen
Test Zelt: Coleman  FastPitch
  • Problemloser Aufbau
  • Große Apside mit Boden
  • Gute Durchlüftung
  • Fenster im Eingangsbereich
  • Recht geringes Packmaß
  • Relativ schwer
  • Für Großgewachsene evtl. etwas zu kurz
Zelte Test: Lumaland Pop Up Zelt
  • Sehr schneller Auf- und Abbau
  • Innentasche und Haken
  • Riecht unangenehm
  • Verarbeitung und Materialien eher mittelmäßig
  • Kein Innenzelt
  • Keine Apside
  • Für Großgewachsene evtl. etwas zu kurz
  • Sehr lange Tasche (ein Meter)
Zelt Test: Zelttest Juni2020 Zenph Pop Up
  • Sehr schneller Aufbau
  • Belüftungsklappe
  • Gute Länge
  • Riecht unangenehm
  • Ungünstiges Packmaß
  • Verarbeitung und Materialien eher mittelmäßig
  • Keine Apside
Test Zelt: Queedo Quick Pine 3
  • Sehr schneller Auf- und Abbau
  • Apside
  • Ablagenetz
  • Einwandig, kein Innenzelt
  • Zu klein für Großgewachsene
  • Lange Tasche (75 Zentimeter)
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Unterkunft zum Mitnehmen: Zelte im Test

Ein einzelner Radfahrer benötigt ein anderes Zelt als eine ganze Familie, in extrem windreichen Gebieten werden an ein Zelt andere Anforderungen als in schneereichen Regionen gestellt. Während es dem Wanderer auf ein extrem kompaktes Packmaß und kurze Aufbauzeit ankommt, macht sich der Motorradfahrer möglicherweise nicht über jedes Gramm Zusatzgewicht Gedanken, bevorzugt dafür aber eine megastabile Zelt-Konstruktion.

Für jedes Einsatzszenario gibt es Zelttypen, die ihre individuellen Stärken haben und deshalb eher geeignet sind als andere Zelte. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Zeltarten mit Vor- und Nachteilen vor.

Tunnelzelte sind leicht und geräumig

Tunnelzelte sind echte Raumwunder, weil ihre Wände steil verlaufen. Sie bieten ein optimales Raum-Gewichts-Verhältnis und Platz von einer Person bis hin zur Großfamilie. Der Aufbau der halben Röhre erfolgt durch Gestängebögen, die zusammengesteckt werden. Tunnelzelte können aus nur einem Raum oder auch aus mehreren Kabinen bestehen, beispielsweise einem Wohnraum und einer separaten Schlafkammer. In vorgebauten Apsiden kann man kochen oder Gepäck verstauen.

Dieser Zelttyp steht jedoch nicht alleine, er benötigt Heringe und Sturmleinen, weshalb die Stellfläche in der Regel größer dimensioniert sein sollte. Aufgrund der großen Seitenfläche ist das Tunnelzelt zudem recht windanfällig. In Windrichtung aufgebaut und sicher verspannt, trotzt das Tunnelzelt aber auch hohen Windstärken ohne Probleme.

Zelte Test: Coleman Tunnelzelt
Tunnelzelte bieten reichlich Platz, zum Teil bestehen sie aus mehreren Kabinen.

Kuppel- bzw. Igluzelte sind sehr beliebt und weit verbreitet. Sie lassen sich schnell aufbauen und bestehen aus zwei sich kreuzenden Gestängebögen. Igluzelte sind mit angebauten Apsiden erhältlich, haben einen oder zwei Eingänge und bieten einen guten Kompromiss aus Gewicht, Platzangebot und Stabilität.

Eine der Stärken: Kuppelzelte stehen alleine auch ohne Heringe und Leinen und lassen sich problemlos verstellen. Bei Schnee und Sturm sind sie grundsätzlich stabiler als Tunnelzelte und beherbergen zwischen einer und fünf Personen. Kuppelzelte lassen sich sehr klein verstauen und sind die besten Allrounder.

Zelte Test: Coleman Igluzelt
Igluzelte stehen auch ohne Heringe und Leinen und sind sehr windstabil.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich so genannte Wurfzelte. Hier ist der Name Programm: Es genügt, das Zelt aus seiner Tasche herauszunehmen und vor sich auf die Wiese zu werfen, keine zwei Sekunden später hat sich das Zelt eigenständig entfaltet und aufgebaut.

Wurfzelte haben in der Regel eine Tunnelform und sind speziell bei Kindern und Jugendlichen beliebt, aber auch bei Erwachsenen, die ihre Behausung blitzschnell nutzen wollen, ohne sich erst noch um das Zusammenstecken und Einfügen von Gestänge sowie um den Aufbau des Zeltes kümmern zu müssen.

Wurf- bzw. Pop-up-Zelte stehen zwar extrem zügig und lassen sich mit etwas Übung auch ruckzuck verstauen, allerdings passen sie in keine klassische Transporttasche – sie werden vielmehr kreisrund verpackt, die Taschen haben einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern und können so beispielsweise nicht im Rucksack oder kaum auf dem Gepäckträger eines Fahrrads transportiert werden.

Zelte Test: Wurfzelt
In der Zeit, in der man »Wurfzelt« ausgesprochen hat, hat sich ein Wurfzelt auch schon aufgestellt.

Beim First- bzw. Giebelzelt, das ein klassisches Haus nachbildet, handelt es sich um einen sehr alten Zelttyp. Es lässt sich quasi in jeder beliebigen Größe konzipieren und eignet sich damit nicht nur für eine Person, sondern bei Bedarf auch für ganze Schulklassen.

Gegenüber modernen Zeltformen hat das Firstzelt jedoch viele Nachteile. Durch die schrägen Zeltwände ist die Raumausnutzung nicht optimal, zudem stören die Haltestangen im Eingangsbereich. Firstzelte sind zudem sehr windanfällig und verfügen häufig über kein zusätzliches Innenzelt, wodurch Kondenswasser ein Problem ist. Apsiden lassen sich nur separat anbauen.

Zelte Test: Firstzelt
Das klassische Firstzelt gilt mittlerweile als Auslaufmodell.

Mit der teuerste Zelttyp ist der so genannte Geodät, der in der Regel bei professionellen Expeditionen zum Einsatz kommt. Ein Geodät ähnelt einem Igluzelt, allerdings kreuzen sich die Gestänge hier nicht nur einmal, sondern mindestens zweifach. Dadurch wird das Zelt extrem stabil und kann hohe Windgeschwindigkeiten aushalten.

Geodätzelte stehen frei, richtig fest verankert und verzurrt ist man in ihnen selbst bei Schneefall und Sturm sicher. Dieser Zelttyp fühlt sich unter Extrembedingungen richtig wohl.

Zelte Test: Everest Geodaetzelt
Abenteurer, die unter Extrembedingungen unterwegs sind, nutzen bevorzugt ein Geodätzelt.

Neben Pyramidenzelten, die viel Platz dank großer Grundfläche bieten, werden seit einiger Zeit auch erste Luftzelte am Markt angeboten. Diese verwenden mit Luft gefüllte Schläuche als Gestänge. Der Auf- und Abbau gelingt dadurch relativ schnell, defekte »Gestänge« können problemlos repariert werden. Die Windanfälligkeit ist jedoch deutlich höher als bei Zelten mit Fieberglas- oder Aluminiumgestänge.

Darauf müssen Sie beim Zeltkauf achten

Die Frage, die Sie sich beim Zeltkauf zuerst stellen müssen: Für welchen Einsatzzweck benötigen Sie das Zelt? Brauchen Sie ein Familienzelt für den Camping-Platz, einen leichten Allrounder, der aufs Fahrrad und in den Rucksack passt, ein Festival-Zelt, das blitzschnell steht, oder ein Expeditionszelt für schneereiche oder sehr windige Gegenden? Je nachdem können Sie festlegen, ob Sie sich für ein Kuppel-, ein Tunnel-, ein Wurf- oder ein Geodätzelt entscheiden sollten. Mit Tunnel- und Igluzelt haben Sie die meisten Möglichkeiten und sind sehr flexibel.

Vergleichen Sie Gewicht und Packmaß

Der nächste Aspekt ist die Frage nach der Anzahl der Personen, die im Zelt schlafen will. Sind Sie alleine unterwegs, im Zweier-Team, mit Kind oder in größerer Runde, genügt ein Wohnraum oder macht eine separate Schlafkabine Sinn? Für Einzelpersonen gibt es zum Camping super Leichtgewichtszelte, die kaum Platz benötigen. Wenn Sie sich für den Zelttyp und die Größe entschieden haben, vergleichen Sie Gewicht und Packmaß. Die Unterschiede sind hier zum Teil erheblich. Beim Wandern macht sich jedes zusätzliche Kilo relativ schnell auf dem Rücken bemerkbar.

Lassen Sie sich bei Zelten nicht von den Außenmaßen täuschen. Die Innenkabinen sind immer kleiner. Vorbauten können hier enorm viel Platz schlucken. Planen Sie bei der Länge mindestens 30 Zentimeter zu Ihrer Körpergröße hinzu – nichts ist nerviger, als wenn Sie dauernd an der Zeltwand hängen. Pro Person sollte man eine Mindestbreite von 50 bis 60 Zentimeter einkalkulieren, sonst wird es wenig komfortabel.

Bevor wir uns dem Material widmen, zunächst noch einige allgemeine Aspekte. Falls Sie alleine unterwegs sind, genügt wahrscheinlich ein Eingang. Ab zwei Personen können zwei Eingänge sinnvoll sein, auch das Durchlüften gelingt dann effektiver. Wir finden Apsiden ein extrem nützliches Extra. Diese kleinen Anbauten eignen sich unter anderem zum Kochen bei schlechtem Wetter, hier können Sie auch Gepäck verstauen oder schmutzige Schuhe abstellen. Sie werden glücklich sein, wenn Sie diese nicht mit ins Zelt nehmen müssen. Eine Apside ist praktisch, zwei sind Komfort pur.

Innen- und Außenzelt sind Pflicht

Ebenfalls unabdingbar bei einem modernen Zelt sind Innen- und Außenzelt. So wird verhindert, dass Kondenswasser ins Zeltinnere tropft und beispielsweise den Schlafsack durchnässt. In sehr warmen und trockenen Regionen wird man es schätzen, wenn man das Außenzelt schnell demontieren kann, um sehr luftig zu übernachten, aber trotzdem vor Moskitos und Insekten geschützt bleibt.

Falls Sie im Winter reisen möchten, achten Sie darauf, dass sich das Außenzelt bis zum Boden hinunterziehen lässt. So wird das Hereinwehen von Schnee verhindert.

Auch wenn man es zunächst als unwichtig erachtet: Die Farbe des Zeltes entscheidet nicht nur darüber, ob man gut getarnt ist oder perfekt gesehen wird (wichtig, wenn man beispielsweise auf einer Expedition unterwegs ist, hier kann eine Signalfarbe im Notfall über Leben und Tod entscheiden). Farben sind auch mit dafür verantwortlich, ob sich der Innenraum schneller aufheizt, und haben zudem Auswirkungen auf die Psyche. Warme Farbtöne verschaffen eine freundliche und angenehme Atmosphäre, während Blau beispielsweise nachgesagt wird, eine eher etwas bedrückende Stimmung zu verursachen.

Nahezu jeder Hersteller gibt für seine Zelte eine Wassersäule an. Dieser Wert informiert darüber, ab welchem Wasserdruck das Gewebe wasserdurchlässig wird. Eine Zelthaut sollte mindestens 1.500 Millimeter Wassersäule aushalten, damit es als wasserdicht gilt. Ein höherer Wert ist ratsam. Beim Zeltboden empfehlen wir eine Wassersäule von mindestens 5.000 Millimetern. Alleine wenn man sich hinkniet, verursacht das Knie auf nassem Boden einen immensen Druck auf die Plane.

Bei den Materialien kommen heute überwiegend Nylon und Polyester für die Außenhaut der Zeltplanen zum Einsatz, im Idealfall mit Polyurethan oder Silikon beschichtet. Polyester ist leicht, reiß- und scheuerfest, dehnt sich nicht bei Nässe, trocknet schnell und ist zudem pflegeleicht. Polyamid (Nylon) hat ähnlich gute Eigenschaften, kann sich bei Nässe jedoch dehnen. Wurde ein Nylonstoff im so genannten RipStop-Verfahren durch stärkere Kett- und Schussfäden verarbeitet, dehnt er sich bei Nässe kaum noch und die Reißfestigkeit steigt. Eine Silikonisierung als Beschichtung steigert zudem die UV-Beständigkeit und die Scheuerfestigkeit.

Achten Sie darauf, dass Ihr neues Zelt einen wannenartigen Boden hat. Speziell in sehr regenreichen Gebieten wird Ihr Zelt nicht so leicht überschwemmt, außerdem wird verhindert, dass Schmutz in das Zeltinnere geweht wird.

Zelt Test: Zelttest Juni2020 Wannenboden
Ein hochgezogener Wannenboden schützt den Zeltinnenraum vor hereinlaufendem Wasser.

Kontrollieren Sie, ob die Nähte exakt sind. Bei hochwertigen Zelten sollten die Stiche präzise sein. Doppelkappnähte sind zu empfehlen, bei denen der Faden durch vier Gewebeschichten verläuft. Bei teuren Zelten sollten speziell behandelte bzw. mit Baumwolle ummantelte Polyesterfäden verarbeitet werden. Vorteil: Werden diese nass, quellen sie auf und verschließen die Nadelstichlöcher, wodurch das Eindringen von Feuchtigkeit erschwert wird.

Zelt Test: Zelttest Juni2020 Zenph Gruppenbild
Nicht der Himalaya, sondern ein Basislager mit unseren 13 Zelten im eigenen Garten.

Günstigere Zelte haben Gestänge aus Fiberglas. Diese Zeltstangen sind schwerer und nicht so haltbar wie Aluminiumgestänge, die deutlich weniger wiegen. Je glatter das Gestänge ist, desto leichter gleiten die Stangen durch die Kanäle im Stoff. Auch hier ist Aluminium deutlich im Vorteil. Falls Sie Gewicht sparen wollen, investieren Sie in Heringe aus Aluminium. Gegenüber billigeren Heringen aus Stahl können Sie einige Gramm weniger auf der Waage ablesen.

Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali

Das beste Kuppelzelt: Salewa Denali II

Ob beim Wandern, Radfahren oder Campen – das Salewa Denali II ist ein tolles Kuppelzelt mit zwei Eingängen und zwei Apsiden. Mit einem Gewicht von 2,4 Kilo und einem geringen Packmaß von 47 x 20 x 14 Zentimeter gibt es keinen Grund, das Salewa nicht überall dabei zu haben. Zudem ist die faltbare Unterkunft für rund 200 Euro erschwinglich.

Das Zelt ist auch als identisches Modell Denali III und Denali IV mit entsprechend mehr Platz erhältlich. Wem das Konzept dieses Zelts gefällt, muss sich nur noch für die optimale Größe entscheiden.

Das beste Kuppelzelt
Salewa Denali II
Test besten Zelte: Salewa Denali 2
Für preisbewusste Abenteurer ist das Salewa Denali II ein leichtes und stabiles Kuppelzelt mit zwei Eingängen, zwei Apsiden und geringem Packmaß.

Das Kuppelzelt ist für drei Jahreszeiten konzipiert – nur im Winter bei Schnee sollte man sich nach einer anderen Behausung umschauen. Das Außenzelt besteht aus beschichtetem 68D Polyester Ripstop, bei der Innenkabine setzt Salewa auf 50D Polyester Ripstop, und für den Boden kommt 70D Nylon zum Einsatz.

Die Materialien sind sehr reißfest, leicht und robust, die Nähte sitzen exakt. Für den Boden gibt es eine separate Plane, die wir empfehlen. Denn bei steinigem Untergrund ist dieser dann einfach besser geschützt.

Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Komplett
Robustes Zelt aus Nylon, Gestänge und Heringe aus Aluminium: Die Materialien des Salewa sind hochwertig.

Aluminium wird bei den Zeltstangen und bei den Heringen verwendet. So sind die drei mit Gummiband verbundenen Gestänge-Elemente ebenfalls sehr leicht. Auf sehr hartem Boden sollte man noch stabilere Heringe dabeihaben, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Salewa-Helfer verbiegen.

Im ersten Schritt baut man die Innenkabine auf. Dazu werden die Alu-Stangen durch kurze Gestängekanäle geschoben und außen in Metallösen fixiert. Die Stangen laufen über Kreuz. Jetzt wird das Innenzelt mit Kunststoffclipsen aufgehängt. Die kurze Alustange dient dazu, dem Dach die nötige Spannung zu geben.

Nach fünf Minuten steht das Denali II

Final wird nur noch das Außenzelt über das Innenzelt geworfen und unten an den Gestänge-Enden befestigt. Als Kuppelzelt steht das Salewa eigenständig. Die Sturmleinen optimieren lediglich die Standfestigkeit, zudem werden die beiden Lufteinlassöffnungen in Form gebracht. Auch die Apsiden erhalten erst ihre Form, wenn Sie mit Heringen abgespannt werden.

Ohne einen Blick in die Anleitung zu werfen ist das Denali II im Test nach fünf Minuten aufgebaut. Einen Helfer benötigt man nicht.

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Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Belueftung
Die Lüftungshauben lassen sich per Reißverschluss verschließen.
Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Dach
Das Dach wird durch eine Querstange gespannt.
Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Geschlossen
Beide Eingänge sind durch eine Apside geschützt.

Wer alleine reist, hat im 2,10 Meter langen und 1,20 Meter breiten Denali jede Menge Platz – für sich selbst und für sein Gepäck. Reist man zu zweit, profitiert man vom Privileg, dass jeder seinen eigenen Eingang und eine eigene Apside hat. 60 Zentimeter sind nicht üppig, reichen aber aus – wenn man das Gepäck in den beiden Vorräumen unterbringt. Das Denali III ist 1,80 Meter breit, das Denali IV kommt gar auf 210 x 220 Zentimeter.

Die Innenhöhe beim von uns getesteten Denali II beträgt einen Meter. So kann man entspannt sitzen, ohne den Dachhimmel zu berühren.

Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Innenzelt
In sehr warmen Nächten lässt sich auch nur das Innenzelt verwenden.

Die Apsiden sind jeweils 60 Zentimeter tief und haben eine Fläche von 0,7 Quadratmetern. Rucksäcke und Schuhe finden hier Platz – und wenn man vorsichtig ist, kann man sich in den Vorräumen auch eine Mahlzeit kochen. Ob man die linke oder die rechte Seitenplane der Apsiden aufrollt, bleibt einem selbst überlassen.

Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Innen
Die helle Innenkabine versprüht eine angenehme Atmosphäre.

Freundliche Atmosphäre

Im Innenraum des Zelts fühlt man sich pudelwohl. Die gelbe Farbe erzeugt eine sehr angenehme und freundliche Atmosphäre, auch an Regentagen wird man hier nicht depressiv.

Kleiner Nachteil: Das Gelb zieht Insekten an. Deshalb sollte man immer die Moskitonetze geschlossen halten. Die beiden Türen bestehen jeweils komplett aus einem Moskitonetz. Durch zwei Reißverschluss-Zipper kann man die Türen sehr flexibel öffnen.

Die Belüftung gelingt im Denali II vorzüglich. Neben den beiden Türen stehen zusätzlich zwei seitliche Belüftungen in der Zeltplane mit Reißverschlüssen parat. So kann man je nach Temperaturen und Witterungsbedingungen dezent oder radikal lüften und für frische Luft im Innenraum sorgen.

Wer Kleidung zum Trocknen aufhängen möchte, kann dazu die im Deckenbereich gespannte Schnur nutzen. Der Boden ist wannenförmig nach oben gezogen, damit kein Regenwasser hereinlaufen kann. Wir hatten unser Salewa-Zelt zwei Tage hintereinander im Dauerregen aufgebaut. In den Innenbereich drang keine Feuchtigkeit ein. Dank der Polyurethan-Beschichtung perlt Wasser effektiv von der Außenhaut ab.

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Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Tasche
Die beiden Innentaschen nehmen Smartphones und Kleinkram auf.
Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Leine
An der Schnur im Deckenbereich kann man Wäsche aufhängen.
Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Apside
Die Apsiden nehmen Schuhe und ein wenig Gepäck auf.

Für ein Zelt in der Preisklasse um die 200 Euro stimmen beim Denali II sowohl die Verarbeitung als auch die Materialien. Die Reißverschlüsse sind robust, die Nähte sitzen sauber, und auch das Gestänge macht einen stabilen Eindruck. Der qualitative Unterschied zu einem Zelt, das für 80 bis 100 Euro weniger angeboten wird, ist mehr als deutlich.

Zelte Test: Zelte September2022 Salewa Denali Sack
Der Gepäcksack ist 47 x 20 x 14 Zentimeter groß und passt damit problemlos in fast jeden Rucksack

Nach dem Abbauen verschwindet das Zelt wieder blitzschnell im Packsack – alles zusammen ist innerhalb weniger Minuten erledigt.

Für uns ist das Salewa Denali II ein tolles Kuppelzelt für vielseitige Einsatzzwecke, klassisches Camping ist genauso möglich wie eine Wanderung im Gebirge oder eine mehrtägige Trekking-Radtour. Preis, Qualität und Platzangebot stimmen – schließlich hat man mit Denali II, Denali III und Denali IV die freie Auswahl.

Das beste Tunnelzelt: Tatonka Rokua 2

Keine Frage, das Tatonka Rokua 2 ist kein günstiges Tunnelzelt, das man sich mal eben für den nächsten Wochenendtrip holt. Wer dieses Zelt besitzt, wird aber garantiert nicht enttäuscht: Platzangebot, Verarbeitungsqualität und Aufbau sind top und jeden Euro wert.

Das beste Tunnelzelt
Tatonka Rokua 2
Test besten Zelte: Tatonka Rokua 2
Viel Platz, zwei Eingänge, zwei Apsiden, hochwertig verarbeitet und toll zu belüften: Das Tatonka Rokua 2 setzt als Tunnelzelt Maßstäbe.

Das Rokua 2 bringt gerade mal 2,6 Kilo auf die Waage und benötigt verpackt lediglich 55 x 20 Zentimeter. Aufgebaut ist das Tatonka aber ein richtig großes Zelt mit zwei Eingängen und zwei geräumigen Apsiden. Das Außenzelt kommt auf stattliche 4,30 Meter in der Länge. Die Innenkabine ist angenehme 2,35 Meter lang und 1,50 Meter breit – zu zweit kann man es sich hier gutgehen lassen. Die Deckenhöhe des Zeltes von einem Meter reicht zum entspannten Sitzen aus.

Das Raumgefühl im Rokua 2 mit weißem Dachhimmel ist super angenehm und luftig. Hier hält man notfalls auch mal einen Regentag aus, ohne unter Platzangst leiden zu müssen.

Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua
4,40 Meter lang: Das Rokua 2 bietet Platz in Hülle und Fülle.

Das Zelt-Material macht einen extrem hochwertigen Eindruck, ist leicht und reißfest. Zum Einsatz bei der Zeltplane kommt fünffach silikonbeschichtetes Nylon 6.6-Ripstop-Gewebe mit 20 Denier Faserstärke. Das Innenzelt ist aus luftdurchlässigem Nylon-Ripstop-Gewebe gefertigt und der Zeltboden aus PU-beschichtetem Nylon schützt mit 10.000 Millimeter Wassersäule vor Nässe von unten. Das Außenzelt weist eine Wassersäule von 3.000 Millimeter auf.

Außenzelt und Innenzelt bereits miteinander verbunden

Das Außenzelt und die Innenkabine sind miteinander verbunden, der Aufbau erfolgt also in einem Arbeitsgang. Dazu müssen drei 8,6 Millimeter starke und sehr leichte Alustangen durch Gestängekanäle geschoben werden. Auf der einen Seite haben diese einen festen Anschlag, auf der anderen Seite werden diese jeweils in einen kleinen Kunststofffuß gesteckt. Die Mittelstange ist etwas länger als die beiden außenliegenden Gestängebögen, hier wäre eine farbliche Markierung hilfreich.

Als Tunnelzelt steht das Rokua 2 nicht alleine, deshalb muss es mit den Aluheringen am Boden befestigt und anschließend mit den reflektierenden Abspannleinen verspannt werden. Das gelingt alleine mühelos und ist eine Sache weniger Minuten. Für einen perfekten Stand muss man das Zelt nach dem Aufbau noch ein wenig nachspannen, was durch die Tatonka-Konstruktion aber sehr einfach zu realisieren ist. Klasse: Werden die Sturmleinen nicht benötigt, kann man diese sauber in kleinen Taschen am Außenzelt verstauen.

Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Plane
Außenzelt aus silikonbeschichtetem Nylon, Heringe und Gestänge aus Aluminium: Das Tatonka-Zelt ist teuer, dafür stimmt die Qualität.

Die beiden Apsiden vor den Eingängen sind jeweils knapp einen Meter tief: Schuhe und Rucksäcke finden hier Platz, und auf dem Gaskocher lässt sich bei Regen das Mittag- oder Abendessen zubereiten.

Der Eingangsbereich ist jeweils sowohl durch einen Reiß- als auch durch einen Klettverschluss gesichert. Das Innenzelt verfügt über großzügige Moskitonetz-Türen, eine hochgezogene Bodenwanne und vier Taschen zum Verstauen von Kleinigkeiten. An der Decke verlaufen zwei Schnüre, etwa um eine leichte Lampe oder Kleidungsstücke aufzuhängen.

Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Leine
Praktisch: Aufgewickelt verschwinden die Sturmleinen in kleinen Taschen.

An beiden Seiten sind im Außenzelt zwei Lüfter integriert. Zusammen mit den beiden Eingängen lässt sich das Tunnelzelt perfekt belüften. Selbst an heißen Tagen kann man einen Hitzestau vermeiden. Sind beide Türen geöffnet, zieht eine angenehme Brise durch das Innenzelt.

Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Innenraum
Der Innenraum ist sehr geräumig und hell, an der Decke verlaufen zwei Schnüre.

Tatonka bietet eine passende Zeltunterlage an. Auf steinigem Terrain ist diese Anschaffung sinnvoll. Ansonsten macht der Boden aus 70 den Nylon Taffeta 190T PU einen recht robusten Eindruck.

Falls man das Rokua 2 im Regen abbaut ist es möglich, das Innenzelt auszuhängen und trocken zu verstauen. Beim nächsten Zeltaufbau wird dann das Außenzelt zuerst errichtet, anschließend wird das trockene Innenzelt eingehängt.

Verstärkte Eckpunkte

Die Qualität des Tunnelzelts ist insgesamt absolut überzeugend. Schon wenn man das Außenzelt in der Hand hält merkt man die gute Verarbeitung und das hochwertige Material – günstigere Zelte können hier nicht mithalten.

Wasser perlt wunderbar an der Zeltplane ab, einen heftigen Regenschauer überstand das Zelt ohne geringste Schwierigkeiten.

Ein Plus sind auch die verstärkten Eckpunkte mit Gurtbandschlaufen. Die Sturmleinen sind massiv am Außenzelt befestigt, an der Belüftungshaube sitzen sogar drei Befestigungspunkte.

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Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Fenster
Moskitonetze verhindern das Eindringen von ungebetenen Gästen.
Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Haube 2
Zwei große Lufteinlässe optimieren die Belüftung.
Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Apside
Die Apsiden bieten viel Platz für Gepäck.
Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Seite
Zum Aufbau müssen drei Gestängebögen in das Außenzelt gefädelt werden.

Abgebaut verschwindet das Tunnelzelt blitzschnell wieder im Packsack, das Material lässt sich wunderbar stopfen. Der Packsack landet anschließend im Rucksack oder auf dem Gepäckträger des Fahrrads, durch das geringe Gewicht macht er sich hier kaum bemerkbar.

Zelte Test: Zelte September2022 Tatonka Rokua Sack
Nur 55 x 20 Zentimeter groß: Das 2,6 Kilo leichte Tunnelzelt ist ruckzuck wieder verpackt.

Verarbeitung, Platzangebaut, Gewicht, Material, zwei Eingänge, zwei Apsiden sowie einfacher Auf- und Abbau – das Tatonka Rokua 2 liefert viele Argumente zum Kauf. Ja, das Zelt ist teuer. Aber wir sind sicher, dass sich die Investition über die Jahre amortisiert.

Das beste Faltzelt: Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black

Bislang hatten wir an dieser Stelle das Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black als Empfehlung: Wir halten das 2 Seconds 3 auch weiterhin für ein tolles Zelt, finden das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black aber noch praktischer.

Das beste Faltzelt
Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black
Zelte Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 Klein
Das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black steht innerhalb von Sekunden und ist genauso schnell wieder im Packsack verschwunden.

Denn während klassische Wurfzelte wie das 2 Seconds 3 mit 77 Zentimeter im Durchmesser ein sehr ungünstiges Packmaß haben und sich kaum für Wanderer oder Radfahrer eignen, lässt sich das 2 Seconds Easy 2 mit 59 × 20 Zentimeter auch ganz bequem am/im Rucksack oder auf dem Gepäckträger verstauen. Das Zelt ist damit für Outdoor-Einsätze noch vielseitiger zu verwenden. Mit 4,7 Kilo ist das Quechua freilich kein Leichtgewicht.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2
Macht seinem Namen alle Ehre: Das Quechua 2 Seconds Easy 2 ist schnell und einfach aufgebaut.

Als Hauptmaterial kommt beim Faltzelt 100 Prozent Polyester zum Einsatz, zusätzlich verwendet der Hersteller Polyoxymethylen und Glasfaser. Das Außenzelt hat eine Wassersäule von 2.000 Millimeter, der Kabinenboden von 5.000 Millimeter. Decathlon hat das Zelt im Windkanal getestet und gibt eine Empfehlung bis 50 Stundenkilometer, was Windstärke 6 entspricht.

Vom Aufbau sind wir absolut begeistert. Nach dem Herausholen aus dem Packsack muss man lediglich an zwei roten Schlaufen ziehen – das Zelt entfaltet sich dann wie ein Regenschirm. Die Bezeichnung »2 Seconds« trägt das Quechua damit absolut zu Recht in seinem Namen. Es ist selbsttragend, Heringe sind lediglich erforderlich, um die beiden Apsiden abzuspannen. Das Kuppelzelt ist von beiden Seiten durch geräumige Türen zugänglich. Die Eingänge der Innenkabine bestehen zur Hälfte aus einem Moskitoschutz und zur anderen Hälfte aus einem atmungsaktiven Mesh-Material.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 Aufbau
Das Faltzelt wird wie ein Regenschirm aufgezogen.

In den beiden Vorzelten kann man Schuhe und kleinere Rucksäcke verstauen. Die Innenkabine ist komplett schwarz. Das muss man mögen, wir stehen eher auf frische und helle Farben. Quechua verspricht eine 99-prozentige Dunkelheit selbst bei Tageslicht. Kann man beispielsweise aufgrund starken Regens die Türen nicht öffnen, muss man auch tagsüber im Inneren mit Taschenlampe hantieren, um etwas zu sehen. Langschläfern dürfte die Dunkelheit im Zelt jedoch gefallen.

99-prozentige Dunkelheit auch am helllichten Tag

Das silberne Außenzelt soll Sonnenlicht reduzieren und ein zu starkes Aufheizen des Innenbereichs verhindern. Die Kabine ist 205 x 145 Zentimeter groß – sehr große Personen, die sich richtig lang machen, berühren wahrscheinlich mindestens eine der Wände. Die Nutzhöhe von 110 Zentimeter ermöglicht entspanntes, aufrechtes Sitzen.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 Innen
Die dunkle Schlafkabine muss man mögen.

Eine Person mit richtig viel Gepäck kann sich platzmäßig im 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black so richtig austoben. Bei zwei Personen sollte man checken, ob man sich hier auch mit Equipment noch wohlfühlt. Eine Version für drei Personen ist Decathlon zufolge angedacht.

Die Durchlüftung gelingt problemlos – einerseits durch zwei geräumige gegenüberliegende Türen, andererseits durch zwei mechanische Belüftungsöffnungen. Die Bodenwanne ist etwas hochgezogen und verhindert hereinlaufendes Regenwasser. An den beiden Kopfenden befindet sich jeweils eine Tasche, eine Schnur in der Mitte des Zelts erlaubt das Aufhängen von Gegenständen.

Die Materialqualität ist insgesamt für diese Preisklasse um die 100 Euro absolut in Ordnung. Decathlon wirbt auf seiner Homepage damit, dass alle Quechua-Zelte zu 100 Prozent reparierbar sind. Die Schlafkabine ist übrigens am Fiberglasgestänge eingehakt. Bei Bedarf kann man diese entfernen, um nur das Außenzelt zu nutzen.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 Detail
Ein Druck auf die beiden Knöpfe, und schon fällt das Kuppelzelt in sich zusammen.

Die gute Nachricht: Das Faltzelt lässt sich genauso schnell abbauen und verstauen, wie es sich aufbauen ließ. Ein Druck auf zwei Knöpfe in der Außenhülle genügt, und das 2 Seconds Easy 2 faltet sich zusammen. Mit wenigen Handgriffen verschwindet das Zelt im geräumigen Packsack. Per Gummizug kann man diesen komprimieren, sodass sich das Volumen effektiv verkleinert.

Wer Angst hat, dass Unbekannte nachts auf die beiden Knöpfe drücken und so das Zelt zum Einsturz bringen: Wickelt man die Schnur jeweils rundherum um den jeweiligen Knopf, ist es nicht mehr möglich, diesen zu betätigen.

Wer zum gelegentlichen Übernachten beispielsweise auf Konzerten oder für Kurztrips ein Zelt sucht, das auch noch in den Rucksack oder auf den Gepäckträger passt, findet im Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black ein extrem spannendes Modell. Schneller lässt sich ein vollwertiges Zelt mit zwei Eingängen, vernünftiger Verarbeitungsqualität und solidem Platzangebot nicht aufbauen.

Für extremen Wind: Robens Starlight 2

Wer alleine oder zu zweit in sehr windigen Regionen unterwegs ist und ein leichtes Zelt sucht, findet im Robens Starlight 2 eine interessante Lösung. Das kleine Tunnelzelt ist dank symmetrischer Doppelkeilform so konstruiert, dass es auch bei Sturm sicher stehenbleibt.

Für extremen Wind
Robens Starlight 2
Test besten Zelte: Robens Starlight 2
Das Robens Starlight 2 ist ein kompaktes und leichtes Tunnelzelt, das Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometer aushält.

Gerade mal 2,5 Kilo leicht und verpackt nur 43 x 16 Zentimeter groß ist das Zelt zu Fuß oder per Fahrrad der ideale Begleiter. Für klassische Camper ist das Starlight 2 wahrscheinlich nicht die erste Wahl, bietet es doch vergleichsweise wenig Platz. Das Zelt richtet sich speziell an Outdoor-Freaks, die einen sicheren und windgeschützten Unterschlupf für die Nacht beim Trekking benötigen.

Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight
Das besondere Merkmal des Robens Starlight 2 ist die symmetrische Doppelkeilform.

Besonderheit: Für den Aufbau des Tunnelzelts benötigt man lediglich eine Stange. Dem Set liegt eine 8,5 Millimeter starke mit Gummischnüren verbundene Alustange bei. Diese Hauptstange ist vorgebogen.

Alle anderen vier kurzen Eckstangen sind bereits mit dem Zelt verbunden. Diese Eckstangen haben die Aufgabe, im Kopf- und Fußbereich für mehr Platz zu sorgen.

Das Gewebe schmilzt, aber brennt nicht

Die Innenkabine und das Außenzelt sind bereits miteinander verbunden. Das Zelt besteht aus Polyester, welches bei direktem Kontakt mit Feuer nicht brennt, sondern schmilzt. Über die Nähte des Überzeltes wurde ein flexibles Tape geklebt und hitzeversiegelt.

Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight Plane
Außer der Hauptstange sind alle anderen Elemente des Starlight 2 bereits beim Auspacken miteinander verbunden.

Zum Aufbau des Robens wird die Hauptstange quer durch den Gestängekanal in der Mitte des Außenzelts geschoben. Anschließend werden die Stangenenden in den Ösen der mittleren Abspannschlaufen platziert, sodass sich ein Bogen bildet. Die Ecken des Zelts werden straff gespannt und mithilfe der verstellbaren Schlaufen und Heringe befestigt. Jetzt müssen nur noch die Kunststoffhaken an die Mittelstange geclipst werden, wodurch sich das Zelt komplett aufrichtet. Im finalen Schritt sollte man die Sturmleinen am Boden verankern.

Beim ersten Versuch dauert der Aufbau des Starlight 2 maximal zehn Minuten, beim nächsten Mal lässt sich diese Zeit problemlos unterbieten. Auch alleine bereitet es nicht die geringsten Probleme, das Tunnelzelt zu errichten.

Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight Hering
Durch kleine eingearbeitete Stangen hat man im Kopf- und Fußbereich mehr Platz.

Sind alle Schnüre stramm gespannt, macht das Starlight 2 einen sehr stabilen Eindruck. Der Hersteller hat es einer dauerhaften Windgeschwindigkeit von 145 Stundenkilometer ausgesetzt, Spitzenwerte von 160 km/h sollen dem Zelt ebenso nichts ausgemacht haben.

Der Eingang zum Zelt ist seitlich angebracht. Ist die Tür hochgerollt, ergibt sich ein breiter Eingangsbereich. Die Apside mit einer maximalen Tiefe von 50 Zentimeter in der Mitte fällt nicht besonders groß aus, eignet sich aber zum Abstellen von schmutzigen Schuhen.

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Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight Eingang
Der seitliche Eingang ist geräumig und ermöglicht einen unkomplizierten Zugang ins Zelt.
Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight Tange
Das Robens wird mit Kunststoffclipsen an der Hauptstange befestigt.
Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight Innen 2
Die Belüftungsöffnungen oben und unten verfügen über einen Reißverschluss.
Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight Apside 2
Die Apside ist nicht sonderlich groß, reicht aber zum Abstellen von Schuhen aus.

Mit 2,10 Meter eignet sich die Liegefläche auch für größere Personen. Die Breite fällt mit 90 Zentimeter eher schmal aus. Alleine fühlt man sich hier pudelwohl, zu zweit muss man ein wenig zusammenrücken. Das geht auch, allzu viel Gepäck sollte man dann allerdings nicht dabei haben.

In der Mitte ist das Starlight einen Meter hoch, hier kann man gut sitzen. Nach außen fällt das Zelt jedoch auf beiden Seiten ab, hier platziert man am besten Füße oder Kopf.

Vorzügliche Belüftung

Ausgeklügelt zeigt sich das Campingzelt beim Thema Belüftung. Hier hat der Hersteller sehr gute Arbeit geleistet. An beiden Enden sind Lüftungsöffnungen integriert, die man per Reißverschluss öffnen kann. Eine zusätzliche Öffnung befindet sich im Dachhimmel – sowohl im Innen- als auch im Außenzelt. Je nach Intensität der gewünschten Frischluftzufuhr kann man diese jeweils separat mit Reißverschlüssen schließen. So wird einem Hitzestau im Zelt effektiv vorgebeugt, obwohl nur ein Eingang vorhanden ist.

Zelte Test: Zelte September2022 Robens Starlight Sack
Das Robens Starlight 2 hat ein rucksackfreundliches Packmaß.

Die Verarbeitung ist klasse, das leichte Gestänge ist stabil, alle Nähte des Campingzelts sind sauber verarbeitet. Hinzu kommen fluoreszierende Reißverschlüsse. Trotz der insgesamt recht flachen Bauweise ist das Raumgefühl noch ordentlich. Hierfür sorgen die Eckstangen im Kopf- und Fußbereich. Auch die Konstruktion überzeugt: Weil Außenzelt, Stangen und Spannseile durch Fixierungsschlaufen miteinander verbunden sind, wird die Druckbelastung bei starken Windböen gleichmäßig auf das gesamte Zelt verteilt.

Nicht zum Wohnen, aber zum Übernachten und als perfekter Wetter- und Windschutz ist das Robens Starlight 2 eine Empfehlung. Auf- und Abbau sind simpel, die Verarbeitung ist hochwertig, und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Für Familien: Coleman Castle Pines 4

Wenn Familien zwei Wochen an der Nordsee oder in den Bergen im Zelt verbringen möchten, brauchen sie Platz, im Idealfall getrennte Kabinen zum Schlafen. Für solche Einsätze ist das Coleman Castle Pines 4 ein interessantes Campingzelt.

Das beste Familienzelt
Coleman Castle Pines 4
Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4
Mit einer trennbaren Schlafkabine und einem separaten Wohnraum erwirbt man mit dem Coleman Castle Pines 4 eine eigene kleine Ferienwohnung.

Dass das Coleman mit einem kompakten Igluzelt nicht zu vergleichen ist, fällt schon an der Tragetasche auf. Mit 70 x 30 x 30 Zentimeter ist diese deutlich voluminöser als bei vielen anderen Zelten, das Gewicht von satten 16,8 Kilo verdeutlicht: Diese portable Herberge, konzipiert als Tunnelzelt, transportiert man am besten im Auto und nicht auf dem Fahrrad oder gar im Rucksack.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Groß
Zum Aufbauen des Familienzelts und zum Verspannen der Leinen braucht man etwas Platz.

Gefertigt ist das Außenzelt des Castle Pines 4 aus Polyester mit PU-Überzug, der Boden aus Polyethylen ist verschweißt. Die Wassersäule beträgt 6.000 Millimeter. Den Aufbau sollte man zu zweit durchführen, sonst wird es schwierig. Vier Stangen aus Fiberglas – drei richtig lange und eine kurze – werden durch Schächte im Außenzelt gezogen. Das Gestänge wird nacheinander in Bogenform gebracht und in kleine Metallstifte eingehängt. Dadurch richten sich Außen- und Innenzelt von alleine auf.

Das Tunnelzelt steht nicht eigenständig. Es genügt jedoch, die äußeren Spannleinen mit Heringen am Boden zu befestigen, schon haben die drei Bögen ausreichend Halt. Das kleine Vordach, das durch die kurze Fiberglasstange seine Form bekommt, wird ebenfalls verspannt. Nach maximal 15 Minuten ist alles erledigt, mit etwas Übung klappt das sogar noch schneller. Spannleinen und Gurte sind bereits in großer Zahl am Coleman festgenäht, sodass man dieses auch gegen Sturm effektiv schützen kann.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Vorzelt
Der Wohnraum ist durch einen Front- und einen Seiteneingang zu erreichen, insgesamt drei Fenster lassen Licht in den Vorbau.

Das Zelt besteht aus dem 5 Quadratmeter großen Wohnraum sowie der 5,9 Quadratmeter großen Schlafkabine. Praktisch: Diese lässt sich durch eine Stoffwand in der Mitte trennen – eingezogen wird diese über einen Reißverschluss. Inklusive Sonnendach kommt das Tunnelzelt auf eine stattliche Länge von 4,70 Meter. Der Innenbereich ist 2,80 Meter breit, das Vorzelt hat eine Länge von 1,65 Meter, die Schlafkabine von 2,10 Meter. Das reicht aus, um sich entspannt hinzulegen. Sehr komfortabel: Die Höhe beträgt mit bis zu 1,90 Meter Stehhöhe, sodass sich die meisten Camper aufrecht im Zelt bewegen können.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Innen3
Der Wohnraum hat eine Länge von 1,65 Meter.

Zugang zum Wohnbereich verschafft man sich entweder über den vorderen Eingang oder rechts über die Seitentür. Beide haben jeweils ein separates Moskitonetz. Die Verarbeitungsqualität des Campingzelts ist gut, die Nähte sind abgeklebt, alle verwendeten Materialien wurden mit einer feuerhemmenden Beschichtung versehen.

Die Schlafkabine ist innen komplett schwarz gehalten, um besser schlafen zu können. Zudem soll das Obermaterial die Sonneneinstrahlung auffangen und für eine angenehmere Innentemperatur sorgen. Sowohl in der Kabine als auch im Eingangsbereich findet man Taschen in Hülle und Fülle. Im Vorzelt sitzen insgesamt drei Fenster mit durchsichtiger Folie, die sich abdecken lassen. Auch um die Durchlüftung muss man sich keine Sorgen machen. Hinter der Schlafkabine kann man die Intensität der Frischluftzufuhr individuell anpassen.

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Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Innen1
Die Schlafkabine nutzt man entweder komplett ...
Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Innen2
... oder in zwei getrennten Bereichen, indem man die Trennwand einzieht.
Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Details
Die Schlafkabine ist nur eingehängt und lässt sich bei Bedarf auch entfernen.

Der Abbau ist prinzipiell einfach. Heringe aus dem Boden raus, Leinen einwickeln und Gestänge zerlegen. Jetzt sollte man das Zelt recht präzise zusammenlegen, damit man es ohne Anstrengung wieder in die Tragetasche reinbekommt.

Das Coleman Castle Pines 4 ist kein Schnäppchen: Dafür bietet es aber vier Personen in bis zu drei Bereichen Platz, ist relativ schnell aufgebaut und hochwertig verarbeitet. Die Sommerferien können kommen!

Außerdem getestet

High Peak Kite 2

Preiswert, einfach aufzubauen, stabil, gut verarbeitet und mit ordentlichem Platzangebot: Das High Peak Kite 2 ist ein Tunnelzelt, das sich auf vielen Unternehmungen als idealer Begleiter herausstellen dürfte.

Mit einem Gewicht von gerade mal 2,8 Kilo und einem Packmaß von 52 x 15 Zentimetern erfüllt das Campingzelt alle Voraussetzungen, um zu Fuß, per Fahrrad, auf dem Motorrad oder im Auto mitgenommen zu werden. Zudem eignet es sich für ein breites Einsatzspektrum: Auf dem Campingplatz fühlt es sich genauso wohl wie in freier Natur oder bei einem Festival. Das Kite 2 ist damit ein perfekter Allrounder.

Vor dem Aufbau kann man sich den Blick in die Anleitung fast sparen. Die beiden Gestänge aus 7,9 Millimeter starkem Fiberglas sind unten rot und blau gekennzeichnet, genauso wie die beiden Einschubschächte am Zelt, in die man die Stangen einschieben muss. Diese werden zunächst auseinandergefaltet und ineinandergesteckt, durch einen inneren Gummizug halten die einzelnen Elemente fest zusammen.

Außen- und Innenzelt des High Peak sind bereits bei Auslieferung miteinander verbunden, das Innenzelt ist an Gummibändchen aufgehängt. Die grüne Außenhaut besteht aus Polyester, das mit Polyurethan beschichtet wurde. Wasser perlt hier gut ab, nach einem Regenguss ist das Tunnelzelt schnell wieder trocken. Die Wassersäule gibt der Hersteller mit 3.000 Millimetern an, die Nähte sind zusätzlich versiegelt. Beim Innenzelt kommt ebenfalls atmungsaktives Polyester zum Einsatz.

Nach dem Durchschieben der beiden Stangen werden diese mit ein wenig Kraftaufwand gebogen und außen in Ösen eingeklemmt. Als Tunnelzelt steht das Kite 2 nicht selbstständig. Es muss mit Heringen am Boden festgesteckt und verspannt werden. Das dauert rund fünf Minuten, schon ist das High Peak bezugsfertig.

Der Innenraum ist 230 Zentimeter lang. So kann sich auch eine Zwei-Meter-Person ausstrecken, ohne die Außenwand zu berühren. Bei einer Breite von 120 Zentimetern ist das Kite 2 für zwei Personen konzipiert. Sollte mehr Platz erforderlich sein: Das Kite 3 ist 40 Zentimeter breiter und mit 105 Zentimetern 15 Zentimeter höher – auch das kann von Vorteil sein, denn bei 90 Zentimetern Deckenhöhe lassen sich Berührungen mit dem Kopf nicht vermeiden.

Der rote Polyester-Boden wirkt frisch und ansprechend. Er fällt recht dünn aus, auf steinigem Untergrund ist es sinnvoll, eine Schutzplane dabei zu haben. Zwei Taschen sind dazu gedacht, um Kleinkram zu verstauen. Ein Haken dient zur Befestigung einer Lampe. Die hochgezogene Bodenwanne hält Wasser und Schmutz vom Innenzelt fern.

Das Innenzelt lässt sich wahlweise mit einem Moskitonetz oder einer Polyestertür verschließen. Die Reißverschlüsse sind hochwertig und leicht zu bedienen. Vor dem Eingang sitzt eine geräumige Apside mit einer Tiefe von 90 Zentimetern – bei Regen kann man sich hier eine Mahlzeit zubereiten und Kleider trocknen. Am Innenzelt ist ebenfalls ein roter Boden angenäht, der sich in das Vorzelt auslegen lässt – damit verringert sich das Risiko, Schmutz mit in das Zelt hineinzutragen.

Der ein Meter breite Eingangsbereich hat ein Folienfenster integriert. Die beiden Reißverschlüsse sind abgedeckt. Faulstreifen an allen drei Seiten der Apside halten ebenfalls Schmutz und Feuchtigkeit ab.

Mit der Verarbeitung des Tunnelzelts sind wir für diese Preisklasse sehr zufrieden. Die Nähte sind sauber, der Innenraum blieb bei unseren Tests von eindringendem Wasser verschont, und das Außenzelt trocknet schnell – Regen perlt hier effektiv ab. Der große Abstand zwischen Außen- und Innenzelt sorgt zudem dafür, dass kein Kondenswasser nach innen gelangt. Die Belüftung des Tunnelzelts ist gut, dafür sorgen zwei Dauerventilationen mit Abstandshalter.

Der »Bedienkomfort« des Kite 2 ist hoch. So muss man die Türen nicht erst aufrollen, sondern kann diese in eine festgenähte Tasche falten. Die mitgelieferten roten Sturmleinen lassen sich flexibel in der Länge verstellen und ermöglichen es, das Zelt fest und sturmsicher zu verankern. Für Reinigungszwecke kann man das Innenzelt, das an Gummibändern aufgehängt ist, problemlos entfernen.

Genauso schnell, wie das High Peak aufgebaut ist, ist es auch wieder zerlegt. Die beiden Fiberglasstangen kann man mühelos aus den Gestängekanälen herausziehen. Anschließend genügt es, das Zelt mehrmals zu falten und die Luft herauszupressen. Die Tasche ist groß genug, um Zelt, Gestänge und Stahlheringe (jeweils in eigenen Säckchen) ohne Mühe zu verstauen.

Mit dem High Peak Kite 2 erhält man für rund 100 Euro ein gut verarbeitetes Tunnelzelt mit großer Apside, vernünftigem Innenraum, kleinem Packmaß und geringem Gewicht, das sich schnell auf- und abbauen lässt, qualitativ aber nicht mit dem Tatonka Rokua 2 oder dem Vaude Mark L 2P mithalten kann.

Vaude Campo 3

Für Wanderer, Radfahrer und Camper ist das Vaude Campo 3 ein sehr gutes Kuppelzelt. Die beiden Apsiden schlucken viel Gepäck, und der Aufbau ist schnell erledigt. Der 55 x 22 Zentimeter große Packsack lässt sich problemlos im Rucksack verstauen oder daran festbinden, mit 3,6 Kilo macht es sich auf dem Rücken oder dem Gepäckträger kaum bemerkbar, wiegt aber 1,2 Kilo mehr als das Salewa Denali II.

Das Außenzelt besteht aus Polyester, das zusätzlich mit Polyurethan behandelt wurde. Schon wenn man den leichten Zeltstoff in der Hand hält, spürt man, wie robust und strapazierfähig dieser ist. Die Nähte sitzen super exakt. Nässe perlt von der Außenhaut sofort ab, die Wassersäule liegt hier bei 3.000 Millimetern. Beim Innenzelt setzt Vaude ebenfalls auf Polyester, beim Zeltboden mit einer Wassersäule von 5.000 Millimetern kommt Polyurethan zum Einsatz.

Innenzelt- und Außenzelt werden beim Campo 3 separat aufgebaut. Zuerst breitet man das Innenzelt auf dem Boden aus, fixiert es mit den leichten Aluminiumheringen und befestigt die beiden Gestängebögen außen in den Schlaufen. Am Kreuzungspunkt werden die Stangen zusammengebunden. Diese sind einerseits sehr robust, weil 10,3 Millimeter stark, aber andererseits auch sehr leicht, weil aus Aluminium. In das Gestänge wird das Innenzelt auf jeder Seite mit zwei Kunststoffclips eingehängt.

Im nächsten Schritt wird die dritte kurze Aluminiumstange in das Außenzelt eingeführt. So wird die Dachpartie gespannt, außerdem entsteht vor beiden Eingängen ein kleines Vordach. Das Außenzelt wird nun über die Gestängebogen gelegt und mit Klettverschlüssen befestigt. Zum Schluss werden alle vier Seiten in die Schlaufen geklickt, die bereits am Boden verankert sind. Fertig! In fünf Minuten ist der Aufbau locker zu realisieren.

Das Vaude-Zelt steht eigenständig, die beiden Apsiden muss man noch nach außen ziehen und an jeweils einem Punkt ebenfalls mit einem Hering am Rasen fixieren. Sturmleinen können, müssen aber nicht angebracht werden. Dann benötigt man jedoch noch zusätzliche Heringe, zum Lieferumfang gehören nämlich nur sechs.

Die von uns getestete Version des Campo 3 in Orange (Terracotta) macht im Innenraum ein sehr angenehmes und warmes Licht. Hier fühlt man sich wohl. Das Innenzelt, das bei großer Hitze auch mal separat ohne Außenhaut genutzt werden kann, hat schön straff gespannte Wände. Für zwei Erwachsene mit Gepäck ist die 215 x 165 Zentimeter große Fläche perfekt. Übernachtet man zu dritt, wird es schon recht eng. Großgewachsene können entspannt ohne Berührung mit einer der Seitenwände liegen, sitzen funktioniert gerade noch ohne Deckenkontakt (1,05 Meter).

Der Boden ist stabil und als Wanne hochgezogen, damit sich beispielsweise nach Starkregen kein Rinnsal den Weg durch das Vaude-Kuppelzelt bahnen kann. Im Inneren gibt es zwei Taschen und praktische Schlaufen. Zieht man durch diese eine Schnur, kann man eine Taschenlampe oder Kleidungsstücke aufhängen.

Ein Leckerbissen sind die beiden Apsiden, jeweils mit einer Tiefe von 90 Zentimetern. Hier kann man bei schlechtem Wetter kochen, schmutzige Schuhe abstellen oder Gepäck deponieren. Zudem wird das Leben auf vergleichsweise wenig Raum mit zwei Ein- und Ausgängen enorm vereinfacht, so muss niemand über den anderen klettern.

Sämtliche Reißverschlüsse lassen sich ohne Kraftaufwand butterweich öffnen und schließen, die an den Außentüren sind vor Regen geschützt und mit Klettverschlüssen abgedeckt sowie wasserdicht abgetapet. Im oberen Fensterbereich befinden sich Moskitonetze. Die Türen der Apsiden können wahlweise einzeln oder komplett geöffnet werden, je nach Wind und Witterung.

Dank der beiden Eingänge gelingt das Lüften des Campo 3 vollkommen problemlos. Eine Hutze ermöglicht zudem eine regengeschützte Belüftung. Unseren Regentest hat das Kuppelzelt mit Bravour bestanden, die Außenhaut trocknet sehr flott. Auch der Abbau ist zügig erledigt. Außen- und Innenzelt sowie Gestänge und Heringe landen zudem ohne Anstrengung nach einer Minute im Packsack.

Wir können das Vaude Campo 3 auf ganzer Linie empfehlen. Es ist hochwertig verarbeitet, steht sicher, lässt sich schnell auf- und abbauen, bietet Platz für zwei bis drei Personen und überzeugt mit zwei geräumigen Apsiden. Darüber hinaus ist es so leicht und kompakt, dass man das Kuppelzelt überall dabeihaben kann.

Wer mehr Platz wünscht, kann auch zum Vaude Campo Grande greifen. Hier ist die Grundfläche auf 220 x 185 Zentimeter gewachsen, außerdem ist dieses Igluzelt 130 Zentimeter hoch.

MSR Elixir 2 V2

Wer sein Zelt nicht im Auto, sondern im Rucksack oder auf dem Gepäckträger seines Fahrrads transportiert, benötigt ein leichtes Zelt mit kompaktem Packmaß. Beides trifft auf das MSR Elixir 2 V2 zu.

Das in Grau und Grün erhältliche Kuppelzelt, das ein wenig an ein Geodät erinnert, wiegt gerade mal 2.240 Gramm und braucht zusammengefaltet nicht mehr als 56 x 17 Zentimeter. So gibt es kein Argument, das Elixir 2 nicht mit auf den nächsten Trip zu nehmen.

Das Außenzelt besteht aus 68D Ripstop Polyester, beim Innenzelt kommt 40D Ripstop Nylon zum Einsatz. Sehr gut: MSR liefert eine zusätzliche Bodenplane aus 70D Taffeta Nylon mit aus, alle Materialien sind mit PU/DWR beschichtet. Der Zeltboden hat eine Wassersäule von 3.000 Millimeter, die Außenhaut des Zelts von 1.500 Millimeter. Das sehr leichte und stabile Gestänge wurde aus Aluminium gefertigt.

Beim Auspacken des Gestänges bekommt man strahlende Augen: Das Konzept ist durchdacht, die Materialqualität überzeugt. Faltet man die einzelnen Aluminiumstangen mit einem Durchmesser von 8,5 Millimeter auseinander, so entstehen zwei lange Gestängebögen, die miteinander verbunden sind. Der Aufbau ist jetzt ein Kinderspiel: Man legt das Innenzelt auf den Boden und hakt die Gestänge-Enden in die Metallösen ein, wodurch sich die beiden Bögen aufrichten.

Jetzt klipst man nur noch die Kunststoffhalterungen des Innenzelts in das Gestänge, fertig! Nach zwei Minuten steht zumindest ein provisorischer Unterschlupf. Für mehr Stabilität wird im oberen Bereich eine zusätzliche kurze Aluminiumstange eingesetzt. Im finalen Schritt wird das leichte Außenzelt über die Bögen gelegt und an vier Punkten festgeklipst.

Dabei kann man nichts falsch machen, da man sich nur an der farbigen Markierung orientieren muss. Nach maximal fünf ganz gemütlichen Minuten ist das Elixir 2 V2 aufgebaut. Das Zelt ist selbsttragend, lediglich die beiden Türen der Apsiden muss man mit zwei Heringen aufspannen. Die roten Heringe bestehen ebenfalls aus leichtem und stabilem Aluminium.

Im Innenraum fühlt man sich extrem wohl. Der rote und der weiße Stoff sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Der Boden ist leicht hochgezogen, um das Innere vor hereinlaufendem Wasser zu schützen. Selbst mit einer Körpergröße von 1,88 Meter kann man entspannt sitzen (Innenhöhe 100 Zentimeter) und sich gemütlich hinlegen (Länge 210 Zentimeter).

Die beiden Apsiden jeweils mit einer Tiefe von 65 Zentimeter schlucken ausreichend Gepäck oder nasse Schuhe. Das Innenzelt des MSR ist nicht riesig, bietet aber zwei Personen mit Gepäck ausreichend Platz. Kleinkram verschwindet in zwei geräumigen Taschen, an der Decke kann man beispielsweise eine Lampe aufhängen.

Durch zwei große Türen lässt sich das Elixir perfekt lüften, zudem befinden sich im Dach zwei Lüfter. Alle Nähte unseres Zelts sind sauber verarbeitet, dieses steht sehr stabil und dürfte auch stärkerem Wind mühelos trotzen. Unseren Regentest besteht es ohne Probleme.

Leider gehören zum Lieferumfang keine Abspannleinen. In windstillen Gebieten kann man sich diese sparen, zur Sicherheit sollte man aber lieber welche dabei haben.

Praktisch: Wer will, kann auch das Außenzelt separat ohne Innenzelt aufbauen – tagsüber als schattiges, aber luftiges Plätzchen für eine Pause mag das eine Option sein.

Der Abbau und das Einpacken des Kuppelzelts sind genauso schnell zu realisieren wie der Aufbau. Nach fünf Minuten ist alles erledigt. Zelt, Boden, Gestänge und Heringe verschwinden glücklicherweise ohne Anstrengung im knallroten Packsack.

Wer ein relativ leichtes Zelt für zwei Personen mit geringem Packmaß, toller Verarbeitung und sehr kurzer Aufbauzeit sucht, findet im MSR Elixir 2 V2 einen interessanten Begleiter für Rucksack oder Gepäckträger.

Vaude Mark L 2P

Ein so genanntes Hybridzelt hat uns in unserem Test besonders gut gefallen. Es richtet sich zum Preis von rund 400 Euro jedoch nicht an die breite Masse. Wer aber auf ausgefeilte Technik und hochwertige Materialien steht, findet im Vaude Mark L 2P eine spannende und absolut empfehlenswerte Alternative.

Schon beim Auspacken von Zelt und Gestänge stechen die bronzefarbenen Aluminiumstangen des Vaude Mark L 2P ins Auge, die sehr leicht und stabil sind. Eine Besonderheit: Es handelt sich lediglich um eine Stange, deren einzelne Glieder durch ein Gummiband miteinander verbunden sind. An jeweils zwei Kreuzungspunkten verlaufen die Stangen ungefähr im 90-Grad-Winkel auseinander.

Zum Aufbau wird das Zelt – das Innenzelt ist bereits im Außenzelt eingehängt – auf dem Boden ausgebreitet. Das Gestänge wird an sechs Punkten eingehakt und aufgespannt. Jetzt kommt der besondere Clou, die sogenannte flexible »Mark Leine«. Sie wird an mehreren Stellen um das Gestänge gelegt und jeweils in einen Kunststoffhaken eingehakt. Vorteil: Spannungsbelastungen, etwa bei Wind, Regen oder Schneelast, werden so selbstständig ausgeglichen.

Vaude charakterisiert das Mark L 2P als Hybridkonstruktion und eine Mischung aus Tunnel- und Firstzelt. Vorteil: Abgespannt werden müssen lediglich die beiden Apsiden, das Hauptzelt steht alleine. Der First erhöht die Schnee- und Windlast und ermöglich darüber hinaus größere Apsiden und regengeschützte Belüftungsmöglichkeiten. Ordentlich verspannt steht das Vaude-Zelt extrem stabil, was wir während eines heftigen Gewitters feststellen konnten.

Das Außenzelt aus Polyester ist dreifach mit Silikon beschichtet. Was das bewirkt, konnten wir sehen: Selbst nach einem Starkregen perlte das Wasser einfach ab, das Zelt war sehr schnell wieder trocken. Zudem wird durch die Beschichtung die UV-Reflektion erhöht. Der Eingangsreißverschluss ist auf beiden Seiten wasserdicht abgetapet.

Die Innenfläche ist mit 230 x 130 Zentimetern groß genug für zwei Personen, die Höhe fällt mit 110 Zentimetern ebenfalls angenehm aus. Selbst wenn es bewölkt ist, strahlt der Innenraum eine angenehme Stimmung aus. Wände und Decken sind stramm gespannt. Der stabile Zeltboden hat eine Wassersäule von 7.000 Millimetern, die Außenhaut von 3.000 Millimetern.

Praktisch: Direkt an der Decke verläuft eine Leine, die zum Aufhängen von Lampe oder Kleidung dient. Zudem findet man drei Taschen vor. Nähte, Moskitonetze und Reißverschlüsse sind von höchster Qualität, der hohe Anschaffungspreis macht sich hier bezahlt.

Auf jeder Seite des Zeltes befindet sich eine ein Meter tiefe Apside – perfekt für Schuhe, Gepäck und Schlechtwetterköche. Die Seitenwand lässt sich aufrollen, der Eingangsbereich ist schön groß. Eine hochgezogene Bodenwanne schützt vor Nässeeinbruch.

Genauso schnell, wie das Vaude Mark L 2P aufgebaut ist, hat man es auch wieder zerlegt. Wir lieben den Packsack. Dieser hat keinen Reißverschluss und ist recht geräumig dimensioniert. So finden Zelt, Alu-Heringe und Gestänge spielend leicht ausreichend Platz. Anschließend wird der Sack eingerollt und an den Seiten über zwei Klickverbinder verschlossen. Die Maße von 55 x 20 Zentimeter sind kompakt, das Gewicht fällt mit 3 Kilo niedrig aus.

Keine Frage, das Vaude Mark L 2P dürfte das Budget vieler Hobby-Camper sprengen. Aber die Investition lohnt sich. Das Hybridzelt ist leicht, geräumig, sehr hochwertig verarbeitet und begeistert durch sein Gestängekonzept. Das teurere Mark L 3P bietet auf 230 x 165 Zentimetern noch mehr Platz.

The North Face Talus Eco 3

Auch wenn das The North Face Talus Eco 3 nur bei unseren »Alternativen« auftaucht: Es ist ein super Kuppelzelt, das wir Ihnen ohne Einschränkungen empfehlen können. Preislich liegt es über dem Vaude Campo 3, ansonsten gibt es keinen Grund, mit diesem mobilen Schlafplatz nicht auf Tour zu gehen.

Überzelt, Zeltdach und -boden bestehen aus recyceltem Polyester und sind zudem PU-beschichtet und speziell imprägniert. Der 3.360 Gramm leichte und 56 x 16,5 x 19 Zentimeter große Zeltsack lässt sich auch zu Fuß mühelos transportieren. Die hohe Qualität des Zelts wird sichtbar, wenn man das leichte, aber sehr stabile Gestänge auspackt (Durchmesser unten 8,7, Mitte 9,5 Millimeter). Genau wie beim Vaude Mark L 2P steckt man durch Gummibänder verbunden eine lange Stange mit Kreuzungselementen zusammen. Das Innenzelt wird einfach eingeklipst, nach nicht mal zwei Minuten steht die vorläufige Behausung eigenständig, über die noch das Überzelt gezogen wird. Dieses wird an den Seiten durch Steckverbindungen befestigt – durch eine farbige Markierung weiß man, wie die Zeltplane korrekt ausgerichtet werden muss.

Der Kraftaufwand beim Aufbau liegt bei null, hier ist alles selbsterklärend. Das Ambiente ist durch die Farbwahl Blau und Gelb im Inneren sehr angenehm, die Bodenwanne ist hochgezogen, vier Taschen bewahren Geldbeutel, Uhr und anderen Kleinkram sicher auf.

Zwei geräumige Apsiden vor beiden Eingängen schlucken ordentlich Gepäck, im Inneren haben bis zu drei Personen Platz – paradiesisch ist es zu zweit, dann gerne mit jeder Menge Gepäck. Auch Großgewachsene können bequem liegen, ohne an die Seitenwände zu stoßen. Die Sitzhöhe ist gut.

Die Reißverschlüsse sind verdeckt, dank Klettverschlüssen sind sie sehr schnell zugänglich. Eine Hoch-Tief-Belüftung sorgt für einen regen Frischluftaustausch. Das Talus Eco 3 macht einen sehr stabilen Eindruck. Der Abbau ist ebenfalls ein Kinderspiel. Nach drei Minuten liegt alles bereit, um die Zeltbahnen, die leichten Aluheringe und das Gestänge in den Packsack zu stopfen.

Wer ein hochwertiges Kuppelzelt mit hervorragender Verarbeitung, zwei Eingängen mit Apsiden und super schnellem Aufbau sucht: Mit dem The North Face Talus Eco 3 machen Sie alles richtig.

Nordisk Halland 2 PU

Falls Sie ein Tunnelzelt suchen und Ihnen das Tatonka Rokua 2 zu teuer ist und Sie etwas mehr Qualität als beim preiswerten High Peak Kite 2 wünschen, sollten Sie sich mal das Nordisk Halland 2 PU näher anschauen. Dieses Tunnelzelt für etwas mehr als 200 Euro ist ebenfalls eine interessante Behausung für unterwegs für zwei Personen.

Der Name Halland bezeichnet eine schwedische Provinz an der Westküste Schwedens, die man mit diesem Zelt problemlos besuchen könnte. Konzipiert ist das Halland 2 PU als zwei Stangen-Konstruktion. Damit man die beiden leichten und hochwertigen Aluminium-Stangen an der richtigen Stelle einfädelt sind diese unterschiedlich in silber und rot lackiert. Auch die roten Aluminium-Heringe machen optisch was her.

Im Auslieferungszustand wird zunächst das Außenzelt aufgebaut, anschließend gut geschützt vor Regen das Innenzelt. Dies erfolgt per Haken und über Klickverschlüsse. Nach fünf bis zehn Minuten ist alles erledigt. Wer will kann Außenzelt und Innenkabine zusammen ab- und anschließend wieder im Verbund aufbauen.

Das 3 Kilo schwere Zelt braucht im 50 x 15 Zentimeter großen Säckchen nicht viel Platz. Auch das Einpacken ist schnell wieder erledigt.

Im Gegensatz zum teureren Tatonka Rokua 2 hat das Halland 2 lediglich einen Eingang und eine Apside. Mit einer Tiefe von weit mehr als einem Meter bietet diese ausreichend Platz für Gepäck, im Notfall kann man hier auch wettergeschützt kochen. Praktisch: Öffnet man die vordere Tür, die mit Reißverschluß und Klettverschlüssen vor Regen und Zugluft gesichert ist, kann man diese in die Innentasche der Apside stecken. Jetzt stört diese nicht und wird auch nicht schmutzig.

Tunnelzelt-spezifisch steht auch das Nordisk nicht eigenständig. Es muss folglich mit Heringen und am besten noch zusätzlich mit Sturmleinen gesichert werden. Dann trotzt es dem Hersteller zufolge problemlos Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 Meter pro Sekunde, was 90 Stundenkilometern entspricht.

Mit einer Kabinenhöhe von 100 Zentimeter – zumindest im Eingangsbereich – ist das Halland 2 genauso hoch wie das Tatonka Rokua 2. Entspanntes Sitzen ist möglich, je nach Körpergröße berührt man im Knien jedoch die Decke. Denn diese fällt zum Ende des Zelts auf 75 Zentimeter ab. Dank einer Länge von 2,15 Meter kann man ganz bequem liegen, die Breite von 130 Zentimeter eignet sich für zwei Personen, alleine kann man im Nordisk natürlich fürstlich wohnen und jede Menge Platz genießen.

Zum Verstauen von Kleinigkeiten findet man im Zelt vier und in der Apside zwei Taschen. Die Tür kann man wahlweise komplett öffnen oder ein Moskitonetz zum Schutz vor ungebetenen Gästen eingezogen lassen. Zwei Lampenhalter sind im Deckenbereich befestigt. Für eine ordentliche Luftzirkulation sorgen zwei Belüftungsöffnungen vorne und hinten. Die sandfarbene und damit angenehm helle Innenkabine bildet einen schönen Kontrast zum braunen Boden.

Die Reißverschlüsse lassen sich problemlos ziehen und sind ebenso wie die Nähte gut verarbeitet. Das Zelt besteht aus Polyester – während Über- und Innenzelt eine Wassersäule von 3.000 Millimeter aufweisen, kommt der Zeltboden auf 8.000 Millimeter. Unseren Bewässerungstest hat das Halland 2 problemlos bestanden.

Im Vergleich bietet das deutlich teurere und etwas leichtere Tatonka Rokua 2 einen größeren Innenraum mit zwei Eingängen und zwei Apsiden. Wem ein Eingang reicht, erhält mit dem Nordisk Halland 2 PU ein gut verarbeitetes und einfach aufzubauendes Tunnelzelt für Trekkingtouren und Ausflüge auf den Campingplatz.

Marmot Limelight 2 Personen

Beim ebenfalls überzeugenden Marmot Limelight 2 handelt es sich um ein leichtes und schnell aufzubauendes Kuppelzelt mit sehr guter Verarbeitung, zwei großen Eingängen und zwei Apsiden. Das Packmaß ist mit 46 x 18 Zentimeter gering, das Gewicht mit 2,55 Kilo ebenfalls. Praktisch: Mitgeliefert wird eine passgenaue Bodenplane.

Das Zelt besteht aus Polyester, beim leichten und gleichermaßen robusten Gestänge kommt 8,5 bzw. 9 Millimeter starkes Aluminium zum Einsatz. Klasse: Das über Kreuz verlaufende Gestänge ist eine Einheit, die blitzschnell zusammengesteckt ist. Die vier Enden werden am Innenzelt befestigt, zu zweit gelingt das noch einfacher. Das Innenzelt wird wiederum am Gestänge eingeklipst. Fertig! Die Montage des Außenzelts, das über Klickverbinder am Innenzelt justiert wird, ist ebenfalls ein Kinderspiel.

Zwei Dinge fallen positiv auf: Beide D-förmigen Türen sind angenehm groß, eine ist sogar überdimensioniert, wodurch das Ein- und Aussteigen oder das Hantieren am Gepäck in den Apsiden enorm erleichtert wird. Zudem verläuft das Gestänge bis auf Schulterhöhe senkrecht und macht dann erst eine Bogenform, wodurch man auch weiter außen und nicht nur in der Mitte des Zelts aufrecht sitzen kann.

Mit einer Länge von 2,21 Meter können auch größere Reisende bequem im Zelt liegen, reist man zu zweit mit viel Gepäck, kann man sich über jede Menge Platz freuen. Erhältlich ist das Limelight 2 in leuchtendem Orange und einer Grün-/Grau-Variante. Letztere hatten wir im Test, ein besonderes Wohlfühlambiente kommt bei dieser Farbgebung nicht auf.

Im Innenzelt findet man drei Taschen, an der Decke hängt ein Haken, etwa für eine Lampe. Die Wassersäule liegt bei 1.500 Millimeter, in unserem Test blieb der Innenraum trotz mehrerer Starkregen komplett trocken. Durch die großen Türen und zusätzliche Lufteinlässe gelingt die Durchlüftung problemlos.

Das gilt auch für den Abbau – selbst ohne große Übung ist nach rund fünf Minuten wieder das komplette Zubehör mit den leichten Aluheringen im Packsack verstaut. Damit ist das Marmot Limelight 2 das ideale Zelt ohne nennenswerte Schwächen für Outdoor-Freunde, das allerdings kein Schnäppchen ist.

High Peak Kira 3.0

Das High Peak Kira 3.0 ist ein Kuppelzelt mit geräumiger Apside. Innenzelt und Außenzelt sind aus Polyester gefertigt, die Außenhaut ist mit einer Aluminiumschicht überzogen, die bis zu 17 Prozent wärmereduzierend sein und den UV-Sonnenschutzfaktor 80 aufweisen soll. Das Gestänge besteht aus 7,9 Millimeter starkem Fiberglas, das sehr flexibel und nicht sonderlich stabil wirkt.

Auch das Außenzelt macht qualitativ nicht den hochwertigsten Eindruck, schon direkt nach dem Auspacken entdecken wir ein Loch im Vorzelt. Der Aufbau gestaltet sich glücklicherweise recht problemlos. So müssen die beiden Gestängebögen nicht durch einen Kanal geführt werden, vielmehr wird das Zelt eingehängt, was eine Menge Zeit spart. Anschließend wird das Außenzelt drübergezogen. Hier muss im Eingangsbereich eine dritte Stange durchgefädelt werden. Damit die Apside steht, sind zwei Heringe erforderlich.

Die Apside hat eine Tiefe von 1,20 Meter und schluckt reichlich Gepäck, außerdem lädt sie zum Kochen ein. Zutritt verschafft man sich entweder seitlich oder von vorne. Obwohl das Zelt nur einen Eingang hat, lässt es sich relativ gut lüften, hierzu tragen auch zwei Dauerventilationen bei. Im Vorbau ermöglichen zwei Klarsichtfolienfenster den Blick ins Freie.

Das Innenzelt ist komplett schwarz gehalten. Das dürfte alle freuen, die morgens länger schlafen wollen und sich von Sonnenlicht gestört fühlen. Wir empfinden die Atmosphäre jedoch als wenig gemütlich und zu düster. Drei Innentaschen nehmen Kleinkram auf, ein Lampenhalter eignet sich zum Befestigen einer Leuchte. Die neongrünen Reißverschlüsse sind gut sichtbar, die Bodenwanne ist hochgezogen.

Ideal ist das Zelt für zwei Personen mit viel Gepäck, Großgewachsene können gerade so liegen, ohne anzustoßen. Die Sitzhöhe fällt mit 1,20 Meter ordentlich aus. Der Abbau geht relativ flott. Beim Einpacken sind bereits zwei Nähte der Tasche gerissen, die Qualität macht hier nicht den allerbesten Eindruck.

Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black

Wurfzelte haben oft den Charakter von Spielzeug. Ganz anders das Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black: Dieses verfügt über Innen- und Außenzelt, ist toll verarbeitet und vereint trotzdem die Vorteile eines Wurfzelts.

Während der Nachbar auf dem Campingplatz noch das Gestänge zusammenfummelt und die Anleitung studiert, liegt man schon lange im Quechua 2 Seconds 3 und gönnt sich ein Nickerchen. Denn dieses Wurfzelt macht fast alles alleine.

Einziger echter Nachteil, den aber alle Wurfzelte eint, ist die unhandliche Tragetasche. So kommt das 2 Seconds 3 auf ein Packmaß von 77 Zentimetern im Durchmesser und eine Höhe von 10 Zentimetern. Den Transport am oder im Rucksack kann man vergessen, auch der Gepäckträger kann dieses Monstrum kaum schultern. Mit 4,2 Kilo gehört das Wurfzelt zudem nicht zu den absoluten Leichtgewichten.

In diesen sauren Apfel müssen Wurfzeltbesitzer beißen. Dafür brauchen sie sich nicht um Außenzelt, Innenzelt und Gestänge kümmern: Beim Quechua ist bereits alles miteinander verbunden. Die einzige Aufgabe nach dem Herausnehmen aus der kreisrunden Tragetasche besteht darin, einen orangefarbenen Gurt sowie zwei rote und zwei orange Klips zu lösen. Jetzt genügt es, das Zelt auf die Wiese zu werfen, es entfaltet sich von alleine. Mit vier Heringen sollte man das Zelt am Boden fixieren, außerdem kann man zwei Sturmleinen spannen. Das alles ist eine Sache weniger Sekunden.

Die Außenhaut des 2 Seconds 3 besteht glücklicherweise nicht aus so dünnem und billig anmutendem Material wie bei vielen No-Name-Mitbewerbern. Vielmehr kommt hier stabiles und reißfestes Polyester zum Einsatz. Das gilt auch für das Innengewebe, während die Bodenplane aus Polyethylen besteht. Beim Gestänge hat sich Quechua für Glasfaser entschieden.

Hinter der großen Eingangstür, die man einfach aufrollen und verzurren kann, befinden sich eine zusätzliche abdunkelnde Tür und ein schwarzes Moskitonetz. Die Bodenwanne ist eine Handbreit hoch, damit der Innenraum vor Überschwemmungen geschützt ist. Die Reißverschlüsse lassen sich sauber und ohne Hakler bedienen.

Was sofort auffällt: Der Innenraum ist sehr dunkel, aber trotz direkter Sonneneinstrahlung nicht so aufgeheizt wie erwartet. Für die Wärmereduzierung sorgt das spezielle Fresh&Black-Gewebe. Außerdem verspricht der Hersteller selbst am helllichten Tag eine Verdunkelung von 99 Prozent. Hat man alle Fenster und Türen geschlossen, ist es in der Tat so dunkel im Zelt, dass man eine Taschenlampe zur Orientierung benötigt. Aber auch wenn man Restlicht hereinfallen lässt, dominiert die Farbe Schwarz. Das ist für denjenigen praktisch, der nur bei Dunkelheit schlafen kann und gerade im Sommer nicht schon in aller Frühe von den ersten Sonnenstrahlen geweckt werden möchte. Andererseits schlägt die dunkle Atmosphäre doch ein wenig aufs Gemüt, und egal, ob man lesen will oder Kleider sucht, eine Lampe ist fast immer erforderlich. Wen das stört, der kann das 2 Seconds 3 auch in Grün oder Blau erwerben, die Temperaturen im Innenraum sind dann jedoch etwas höher.

Auf der Grundfläche von 180 x 210 Zentimetern haben drei Personen Platz. Da es keine Apsiden gibt, sollte man sich mit Gepäck jedoch auf zwei Reisende beschränken, sonst wird es sehr eng. Die Höhe von 104 Zentimetern reicht zum entspannten Sitzen ohne Deckenberührung. Zwischen Außen- und Innenzelt ist minimal Platz, hier kann man zumindest seine Schuhe deponieren.

Im dunklen Innenraum findet man zwei Taschen und einen Haken, um eine Taschenlampe aufzuhängen. Pfiffig und gleichermaßen gelungen ist das Lüftungskonzept. An der Rückseite kann man das Außenzelt mit einem Clip am Innenzelt befestigen, dadurch liegt dieses eng über dem Boden auf. Löst man diese Verbindung, so hebt sich das Außenzelt an, wodurch die Frischluftversorgung sichergestellt ist. Durch das Ziehen an einer Kordel kann man zudem das gesamte hintere Außenzelt anheben und so das Innenzelt freilegen.

Möchte man die Luftzirkulation im Innenzelt aktivieren, kann man die seitlichen Abdeckungen aufrollen und die inneren Moskitonetze öffnen. Auf beides hat man von innen Zugriff. Zwei seitliche Öffnungen zwischen Außenzelt und Boden unterstützen zusätzlich die Luftzirkulation und reduzieren die Kondensation.

Unserer künstlichen Beregnung hielt das Quechua 2 Seconds 3 problemlos stand. Der Hersteller testet seine Zelte nach eigener Angabe vier Stunden lang im Labor bei 200 Litern Wasser pro Stunde und Quadratmeter. Die Außenhaut hat eine Wassersäule von 2.000 Millimetern. Alle Nähte sind mit thermogeklebtem Band versiegelt. Darüber hinaus werden die Zelte auf einer Drehscheibe in einem Windkanal gecheckt. Die Scheibe sorgt dafür, dass jede Seite des Zeltes dem Wind ausgesetzt wird. Das komplett entfaltete, gut gespannte Zelt muss seine Schutzfunktion bei einer Windgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde (Windstärke 6) am Boden beweisen. Wir waren mit der Standfestigkeit des Wurfzelts sehr zufrieden.

Das Zusammenlegen des Quechua muss man zwei-, dreimal üben, dann ist das Zelt nach einer Minute wieder in der Tasche. Zunächst zieht man ein rotes Band von hinten durch den Eingang. Noch einige Clips verbinden, das Zelt nochmal falten und ab in die Tasche. Das ist wirklich ein Kinderspiel.

Insgesamt sind wir mit dem Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black sehr zufrieden und überrascht, wie praktikabel ein Wurfzelt sein kann. Platzangebot und Verarbeitungsqualität überzeugen, Auf- und Abbau sind ein Klacks, und auch bei Regen und Sturm fühlt man sich sicher. Blöd ist nur die riesige Tasche. Falls man ein Wurfzelt mit Stauraum sucht: Das 2 Seconds 3 XL Fresh & Black bietet eine 210 x 210 Zentimeter große Innenkabine und eine 70 Zentimeter tiefe Apside.

Wechsel Outpost 3

Das Wechsel Outpost 3 ist ein wirklich interessantes Tunnelzelt mit innovativem Schnitt der Grundfläche, diese fällt asymmetrisch aus. So ist eine Seite der Kabine 2,90 Meter, die andere nur 2,10 Meter lang. Dank einer Breite von 173 Zentimetern finden hier drei Personen Platz. Die Apside vor dem Eingang fällt sehr groß aus, auch sie ist asymmetrisch geschnitten und je nach Seite 110 bzw. 195 Zentimeter tief. Hier lässt sich jede Menge Gepäck verstauen, auch Kochen ist kein Problem. Im vorderen Zeltbereich kann man bei einer Höhe von 1,20 Meter angenehm sitzen, nach hinten reduziert sich diese jedoch auf nur noch 93 Zentimeter.

Zum Aufbau werden drei Gestängebögen benötigt. Das sehr leichte und hochwertige Aluminiumgestänge ist farblich markiert, so findet man im mit Polyurethan beschichteten Ripstop Polyester 68D sofort die richtigen Gestängekanäle, die ebenfalls entsprechend markiert sind. Der Aufbau gelingt schnell und ist keine Herausforderung, Außen- und Innenzelt sind fest miteinander verbunden. Praktisch sind die einstellbaren Heringsschlaufen, auch bei den Heringen setzt Wechsel auf Aluminium.

Im orangefarbenen Innenraum fühlt man sich wohl. Insgesamt acht Taschen ermöglichen die Aufnahme von Kleinigkeiten wie Armbanduhr oder Taschenlampe. Im Eingangsbereich kann man entweder die Seiten oder die Mitte öffnen, darüber hinaus lässt sich im breiteren Bereich der Apside der komplette Türbereich öffnen. Die Belüftung des Outpost 3 gelingt sehr gut. Die Wassersäule liegt bei 5.000 Millimetern.

Vorzüglich fällt die Verarbeitung aus. Die Nähte sind getapet, die Abspannpunkte verstärkt, die Abspannleinen reflektieren und lassen sich problemlos aufrollen. Mit 4.100 Gramm ist das Wechsel Outpost 3 kein absolutes Leichtgewicht, das Packmaß fällt mit 54 x 21 Zentimetern aber handlich aus. Lediglich das Herausziehen des Gestänges aus den engen Gestängekanälen erwies sich als etwas fummelig. Ansonsten bietet das Tunnelzelt viel Platz und eine sehr geräumige Apside, ist jedoch nicht ganz preiswert.

Jack Wolfskin Gossamer II

Das Jack Wolfskin Gossamer II ist ein idealer Begleiter für alle Radler und Wanderer, die nicht viel Gepäck mit sich herumschleppen möchten. So wiegt das Tunnelzelt gerade mal 2.280 Gramm, der 57 x 17 Zentimeter große Packsack lässt sich im Rucksack gut verstauen.

Mit einer Innenraumhöhe zwischen 60 und 90 Zentimetern ist das Gossamer II keine Behausung, um sich hier tagsüber stundenlang drin aufzuhalten. Das Tunnelzelt eignet sich primär zum Schlafen. Zum Aufbau wird zunächst das Innenzelt mit zwei Bögen errichtet. Das Aluminiumgestänge ist sehr leicht. Pfiffig: Es ist bereits dezent vorgebogen. In warmen Nächten kann man auf das Außenzelt aus Polyester verzichten. Das feine Moskitonetz beschert dann eine wunderbare Rundumsicht. Der Aufbau gelingt schnell, das Außenzelt wird eingehakt und zusätzlich mit Klettverschlüssen gesichert.

Das Innenzelt ist im Kopfbereich 125, an seiner schmalsten Stelle 105 Zentimeter breit. Man sollte die Person also schon mögen, mit der man unterwegs ist. Soloreisende hingegen haben im Gossamer II sehr viel Platz für Gepäck, zwei Taschen nehmen Kleinkram auf. Auch im 80 Zentimeter tiefen Vorraum kann man deutlich mehr als nur seine Schuhe verstauen.

Zugang zum Tunnelzelt verschafft man sich wahlweise von links oder rechts. Die Reißverschlüsse sind geschützt, die Aluminiumheringe super leicht. Gut verspannt steht das Gossamer mit einer Wassersäule von 4.000 Millimetern bombenfest. Abgebaut ist es ruckzuck und lässt sich auch blitzschnell wieder in den Packsack stopfen. Für Puristen auf Achse ist das Jack Wolfskin Gossamer II ein qualitativ sehr hochwertig verarbeiteter Schlafplatz, der unterwegs kaum Platz beansprucht.

Coleman FastPitch Hub Drake

Beim Coleman FastPitch Hub Drake handelt es sich um ein Kuppelzelt für zwei Personen mit Tunnelanbau. Zum Aufbau sind drei Gestängebögen erforderlich, die farblich eindeutig identifizierbar sind. Die 9 Millimeter starken Fiberglasstangen werden in kleine Einsteckfüße gesteckt und anschließend gespannt. Zuerst wird das Außenzelt eingeclipst, dann wird das Innenzelt eingehängt.

Eine Besonderheit ist die Art der Kunststoffkreuzung, ein vormontierter Mittelpunkt, der alle kreuzenden Stangen sicher verbindet. Die dritte Stange spannt den Eingangsbereich auf. Insgesamt ist das FastPitch 4,54 Kilo schwer, für den Rücksack ist das beinahe schon zu viel. Im Inneren steht den Reisenden eine Fläche von 210 x 140 Zentimetern zur Verfügung – ab einer Körpergröße von knapp 1,90 Meter wird es längentechnisch ein bisschen knapp. Die Innenhöhe von 110 Zentimetern ist hingegen ordentlich.

Highlight ist die 1,10 Meter tiefe Apside mit jeder Menge Platz und Bodenplane. Insgesamt ist die Verarbeitung solide. Coleman vertraut auf Polyester und 9 Millimeter starkes Fieberglas, die Wassersäule liegt bei 3.000 Millimetern. Zwei große Lüftungsklappen sorgen für ausreichend Frischluft. Die Nähte sind verschweißt.

Das Coleman FastPitch Hub Drake ist ein Igluzelt ohne echte Schwäche, Material und Aufbau gefallen uns beim teureren Vaude Campo 3 aber besser. Das Packmaß mit 59,1 x 21,6 Zentimeter ist gut und prädestiniert das Coleman damit auch für den Gepäckträger.

High Peak Woodpecker 3

Das High Peak Woodpecker 3 ist das Kuppelzelt-Pendant zum Tunnelzelt Kite 2 von High Peak. Farb- und Materialauswahl sind identisch. Zwei Gestängebögen richten das Zelt auf, ein dritter, kurzer verleiht dem Dach mehr Stabilität. Innen- und Außenzelt sind fest verbunden, nach fünf Minuten steht das Woodpecker 3. Abspannleinen und Heringe sind prinzipiell nicht erforderlich, da das Kuppelzelt selbsttragend ist.

Zu den Vorteilen gehören die beiden Eingänge und die zwei recht geräumigen Apsiden mit einer Tiefe von jeweils 60 Zentimetern. Die Bodenwanne ist hochgezogen. Wahlweise kann man die Eingänge komplett öffnen oder die Bereiche links bzw. rechts geschlossen lassen. So ist man flexibel und kann auf die jeweilige Windrichtung reagieren.

Die Innenzelthöhe von 1,10 Meter reicht aus, um bequem knien zu können. Die Schlafkabine ist 220 Zentimeter lang und 180 Zentimeter breit. Bis zu drei Personen haben hier Platz, paradiesisch ist es zu zweit mit Gepäck. Wer großgewachsen ist und im Schlaf die Beine ausstreckt, hat unter Umständen ein Rendezvous mit einer der Zeltwände. Hier sitzen zwei Taschen, am Haken der Decke kann man eine Lampe aufhängen. Dank der beiden Eingänge lässt sich das High Peak perfekt lüften, außen sitzen zudem zwei Luftöffnungen. Die Wassersäule liegt bei 3.000 Millimetern.

In der 50 x 18 Zentimeter großen Tasche verschwindet das 3,5 Kilo schwere High Peak Woodpecker 3 blitzschnell. Wir können es als Iglu-Alternative zum Kite 2 wärmstens empfehlen.

Zenph Pop Up Zelt

Aus der Tasche rausholen, auf den Boden werfen, fertig! Schon hat sich das Zenph Pop Up Zelt von alleine aufgebaut. Öffnet man die Tür und steckt den Kopf in den Innenraum, so merkt man, dass es hier unangenehm nach Plastik und Chemie riecht. Auch wenn das Wurfzelt für zwei bis drei Personen beworben wird: Bei einer Breite von gerade mal 157 Zentimetern sollte man nur zu zweit sein. Das Gepäck muss nämlich ebenfalls mit in das Zelt, da der einzige Eingang ohne Vorraum auskommt. Die Länge von 258 Zentimetern fällt allerdings stattlich aus.

Das Innenzelt ist eingehängt und hat zwei große Taschen. Das Fiberglasgestänge ist recht dünn, das Polyester der Außenhaut macht keinen allzu hochwertigen Eindruck. Mit 2.000 Millimetern liegt die Wassersäule im unteren Bereich. Nicht alle Nähte sitzen perfekt, und das Moskitonetz im Eingangsbereich spielt qualitativ ebenfalls nicht in der Champions League. Bei unserem Beregnungstest blieb das Zenph im Innenraum trocknen, diversen Rezensionen zufolge gibt es hier aber mitunter Probleme.

Mit 4 Kilo ist das Zenph Pop Up Zelt kein Leichtgewicht. Und der Taschendurchmesser von 86 Zentimetern ist beim Wandern und Radeln ein Problem. Zum gelegentlichen Übernachten mag das Wurfzelt geeignet sein, für längere und intensivere Einsätze ist es aber nicht konzipiert.

Lumaland Pop Up Wurfzelt

Das Lumaland Pop Up Wurfzelt wird wie ein Regenschirm nach oben gezogen und richtet sich dann selbstständig auf. Dazu muss man das Sicherungsseil ziehen und die Gelenkstangen auffalten. Fünf Sekunden, und das Igluzelt steht. Leider besteht es nur aus einer Schicht und verzichtet auf separates Innen- und Außenzelt. Lediglich ein größerer Überwurf verdeckt den cleveren Mechanismus.

Der Innenraum riecht unangenehm, Material (Polyester) und Nähte wirken einfach. Bei einer Höhe von 110 Zentimetern kann man knien und sitzen, ohne die Decke zu berühren. Die Grundfläche von 210 x 190 Zentimetern genügt notfalls für drei Personen, allerdings sind 2,10 Meter gerade für Großgewachsene schon arg kurz, hier lässt sich ein Kontakt mit der Zeltwand nicht vermeiden. Durch das fehlende Innenzelt wird der Schlafsack morgens durch das Kondenswasser dann garantiert nass.

Als Extras gibt es eine Tasche und einen Haken. Die Belüftung ist unterdurchschnittlich. Im einzigen Eingang ist die Polyester-Bahn innen angebracht, das Moskitonetz, das sich ebenfalls per Reißverschluss entfernen lässt, sitzt außen. Eine Apside fehlt. Die Demontage des Zeltest dauert nicht viel länger als der Aufbau, in der Tasche ist alles schnell verstaut. Mit einem Meter Länge fällt diese jedoch sehr wuchtig aus, für Rad- und Wandertouren scheidet das Lumaland damit eigentlich aus. Es wiegt 3,1 Kilo, die Wassersäule ist mit 2.000 Millimetern gering.

Qeedo Quick Pine 3

Auch das Qeedo Quick Pine 3 basiert, wie das Lumaland Pop Up Wurfzelt, auf dem Schirmprinzip, funktioniert aber nicht ganz so präzise. Beim Auseinanderziehen waren die Stangen teilweise verdreht und die Gelenke ploppten wieder auf. Wenn das Zelt steht – das dauert trotzdem nur wenige Sekunden – sieht der Boden so zerknittert aus wie ein Müllsack.

Das Pine 3 ist ebenfalls einwandig konzipiert, Kondenswasser und Feuchtigkeit im Inneren lassen sich somit nicht verhindern. Während die Höhe mit 130 Zentimetern angenehm ausfällt, sind die Maße der Grundfläche mit 200 x 200 Zentimetern problematisch – wer groß ist, kann hier nicht entspannt liegen, ohne die Wand zu berühren. Praktisch sind das einhängbare Ablagenetz, die vier Belüftungsöffnungen und die 90 Zentimeter tiefe Apside. Die Wassersäule beträgt 2.000 Millimeter.

Der Abbau des Qeedo Quick Pine 3 geht recht problemlos, punktuell muss man beim Zusammenfalten ein wenig nachhelfen. Ein kleinerer Kampf war es, das Zelt wieder in die Tasche zu bekommen. Mit einer Länge von 75 Zentimetern ist diese ebenfalls nicht gerade klein, zudem ist das Zelt mit 4,7 Kilo recht schwer.

Coleman Kobuk Valley 3

Mit dem Kobuk Valley 3 hat Coleman ein Igluzelt mit verdunkelter Schlafkabine im Portfolio, die bis zu 99 Prozent des Tageslichts absorbiert und die Temperatur tagsüber um bis zu 5 Grad Celsius reduzieren soll. Das Innenzelt wird an zwei Fiberglasstangen geclipst, das Außenzelt aus Polyester und Polyurethan-Beschichtung wird anschließend drübergezogen. Der Aufbau gelingt problemlos.

Der Eingangsbereich ist sehr groß, der Boden stabil, und selbst die 110 Zentimeter tiefe Apside kann mit der Bodenplane ausgeschlagen werden. Die Schlafkabine reicht mit 210 x 180 Zentimetern sogar für drei Personen, weil man das Gepäck im Vorzelt verstauen kann. Auch die Innenzelthöhe ist mit 120 Zentimetern angenehm. Ausgestattet ist der Wohn- und Schlafbereich mit drei Taschen sowie einer Öse zur Befestigung einer Lampe.

Wie das Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black hat auch das Kobuk Valley 3 eine Nachtschlafkabine. Hier ist es auch tagsüber extrem dunkel – letztendlich ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob einem das gefällt oder man lieber einen hellen Innenraum bevorzugt. Die Apside mit zwei Kunststofffenstern lässt bei Bedarf auch dann ein wenig Licht einfallen, wenn diese verschlossen ist. Angenehm fällt auf, dass sich das Coleman-Zelt nicht ganz so stark erhitzt. Für Frischluft sorgen zudem jeweils zwei Lufteinlässe im Vor- und Hauptzelt.

Die Wassersäule beträgt gute 4.500 Millimetern, die Nähte sind zusätzlich abgeklebt. Im Test hatten wir keine Feuchtigkeitsprobleme. Mit 5,1 Kilo ist das Coleman Kobuk Valley 3 leider recht schwer, das Packmaß fällt mit 58 x 16 x 16 Zentimetern jedoch kompakt aus.

Quechua 2 Seconds II

Beim Quechua 2 Seconds 2 handelt es sich um die kleinere Variante des 2 Seconds 3 Fresh & Black in einer anderen Farbgebung. Das Konzept des Wurfzelts ist absolut identisch, Auf- und Abbau gelingen genauso schnell. Der Innenraum schrumpft jedoch auf 210 x 120 Zentimeter und eignet sich damit nur noch für zwei Personen. Großgewachsene, die sich lang machen, berühren zudem entweder mit Kopf oder Füßen eine der Wände und im Sitzen die Decke (Höhe 98 Zentimeter).

Das Packmaß ist mit einem Durchmesser von 65 Zentimetern etwas geringer, das Gewicht beläuft sich auf 2,9 Kilo. Erhältlich ist das Quechua 2 Seconds 2 in Petrolblau und Lärchengrün. Im Innenraum ist es jetzt deutlich heller, was wir als angenehmer empfinden. Dafür heizt sich das Wurfzelt in der Sonne etwas stärker auf. Die Wassersäule beträgt ebenfalls 2.000 Millimeter.

Wer mit weniger Innenraum zurechtkommt und bei Packmaß und Gewicht sparen will, sollte das Quechua 2 Seconds 2 unbedingt mit dem 2 Seconds 3 vergleichen. Die positiven Kerntugenden sind gleich.

High Peak Nevada 4

Platz für bis zu vier Personen bietet das High Peak Nevada 4. Dabei handelt es sich um ein Kuppelzelt mit Vorbau. Das Innenzelt hat die Maße 205 x 240 x 130 Zentimeter. Die Sitzhöhe ist sehr angenehm, und auch als großgewachsener Camper kann man entspannt liegen, ohne mit dem Kopf oder mit den Füßen die Wände zu berühren. Natürlich kann man im Notfall auch mit vier Personen im Nevada schlafen. 60 Zentimeter Platz pro Person sind halt nicht besonders üppig. Mit drei Leuten fällt die Nacht deutlich entspannter aus, ist man zu zweit unterwegs freut man sich über jede Menge Stauraum für das Gepäck.

Hinzu kommt eine Apside mit einer Tiefe von 80 Zentimeter. Neben den Schuhen kann man hier auch die Rucksäcke lagern. Ein zweiter Eingang fehlt leider, was sich negativ auf die Belüftung auswirkt. Gerade wenn man tatsächlich zu viert unterwegs ist, wäre ein zusätzlicher Eingang hilfreich.

Zum Aufbau wird das Innenzelt in die beiden 7,9 Millimeter starken Fiberglasgestängebögen gehängt. Das Außenzelt wird mit Schlaufen und Heringen befestigt. Vorne zieht man einen zusätzlichen Gestängebogen ein, an den sich die Apside anschließt. Das Nevada 4 steht innerhalb weniger Minuten, der Aufbau gelingt auch alleine ohne Probleme. Das Außenzelt dürfte gerne einen Tick größer ausfallen, Außen- und Innenzelt haben bei unserem Modell nicht hundertprozentig perfekt zusammengepasst. Nach dem Abbau verschwindet das Zelt später wieder ruckzuck in seiner Tasche. Diese fällt mit dem Packmaß von 54 x 18 Zentimeter angenehm klein aus, mit 4.150 Gramm ist das High Peak kein absolutes Leichtgewicht.

Als Material kommt Polyester zum Einsatz, die Wassersäule beträgt 2.000 Millimeter. Zur Ausstattung gehören vier Innentaschen und eine Öse zum Aufhängen einer Lampe. Der olivfarbene Innenraum ist hell, die Bodenwanne ist hochgezogen.

Das Gestänge macht nicht den stabilsten Eindruck, an windigen Orten sollte man das Nevada deshalb unbedingt mit den Sturmleinen sichern. In der Tür befindet sich ein Fenster mit Moskitonetz. Auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite ist eine Lüftungshutze angebracht – einen perfekten Durchzug zum Lüften erzielt man hiermit jedoch nicht.

High Peak setzt auf Doppelnähte. Eine Naht unterhalb des Reißverschlusses war bei unserem Nevada 4 bereits defekt, das Garn war gerissen. Wir haben deshalb Zweifel, ob dieses Kuppelzelt für die Ewigkeit konzipiert ist.

Für gelegentliche Kurzeinsätze, einen Festival-Besuch oder einen Wochenendausflug ist es für etwas mehr als 100 Euro eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit für bis zu vier Personen. Wer regelmäßig unterwegs ist und sein Zelt auch härter beanspruchen möchte, sollte sich in einer anderen Preisklasse umschauen.

Coleman Darwin 2

Das Coleman Darwin 2 ist ein einfaches Zwei-Personen-Zelt für Festival-Besucher oder Kurzzeit-Camper ohne hohe Ansprüche und Platzbedarf. Die gute Nachricht: Das 2,8 Kilo leichte Kuppelzelt steckt in einer sehr handlichen Tasche, die gerade mal ein Packmaß von 14 x 44 Zentimeter aufweist. So lässt sich das Darwin 2 auch problemlos im Rucksack oder auf dem Gepäckträger transportieren.

Der Aufbau des Coleman ist ein Klacks und blitzschnell erledigt: Zwei Gestängebögen aus 8,5-mm-Fiberglas werden mit dem Innenzelt durch Clipse verbunden, anschließend wird das Außenzelt aus Polyester übergeworfen, durch Schlaufen am Gestänge befestigt und unten durch Heringe fixiert.

Das Innenzelt fällt mit 210 x 140 Zentimeter zumindest auf dem Papier halbwegs geräumig aus. Im Test stießen wir im Liegen mit einer Körpergröße von 1,88 Meter entweder mit den Füßen oder mit dem Kopf an die Seitenwände. Wir haben mit einem Zollstock die Angaben des Herstellers überprüft, diese stimmen. Der starke Neigungswinkel der Wände ist offenbar für das geringere Raumangebot verantwortlich. Die kleine Apside im Eingangsbereich nimmt Schuhe auf, Rucksäcke bekommt man hier allerdings nicht unter. Mit zwei Personen und Gepäck wird es im Inneren schnell kuschelig. Die Innenhöhe fällt mit einem Meter ordentlich aus.

Zwei Innentaschen nehmen Kleinigkeiten auf, ein Haken an der Decke eignet sich zum Aufhängen einer Lampe. Der Eingangsbereich lässt sich komplett durch ein Moskitonetz schützen. Die Bodenwanne ist hochgezogen. Zwei gegenüberliegende Lüftungshauben können für eine Dauerbelüftung aufgestellt werden. Durch nur einen Eingang ist eine vernünftige Klimatisierung schwieriger als bei zwei Eingängen.

Der Innenraum fällt durch den hellen Grünton recht freundlich aus. Als Wassersäule gibt Coleman 3.000 Millimeter an. Im Test perlte das Wasser sauber vom Darwin 2 ab. Qualitativ bekommt man das, was man für rund 75 Euro erwarten darf. Wir gehen davon aus, dieses Kuppelzelt ist nicht für Generationen konzipiert. Die Reißverschlüsse sind nicht von höchster Qualität. Teilweise mussten wir diese erneut öffnen und schließen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Nähte sind ebenfalls nicht immer Maßarbeit, an zwei, drei kleinen Stellen zogen sich bei unserem Darwin bereits Fäden, die Nähte waren jedoch noch dicht.

Für einen Kurztrip ohne viel Gepäck hält man es auch zu zweit im Coleman Darwin 2 aus – man sollte sich dann allerdings mögen. Viel Platz hat man nicht. Auf- und Abbau gelingen mühelos, das Zelt ist auch wieder ruckzuck in der Tasche verstaut. Die Apside fällt klein aus, die Durchlüftung gelingt mittelmäßig, und auch die Verarbeitung setzt keine neuen Standards. Für seinen Preis erfüllt das Darwin jedoch unsere Erwartungen. Anspruchsvolle Camper oder Trekkingfans sollten etwas tiefer in die Tasche greifen.

So haben wir getestet

Wir haben unsere Zelte zunächst für ein Gruppenbild in Szene gesetzt und anschließend jedes Zelt einzeln getestet. Die besten haben wir erneut ab- und noch einmal aufgebaut. Wichtige Aspekte waren, wie unproblematisch der Aufbau gelingt, wie einfach sich die Zelte wieder in den Taschen verstauen lassen, wie gut die Verarbeitung von Nähten, Stoffen und Gestänge ist und wie sicher die Zelte stehen.

Zelt Test: Zelttest Juni2020 Zenph Taschen
Alle 13 Zelte aus der ersten Testrunde verpackt – die Wurfzelte erkennt man sofort an den runden Tragetaschen.

Natürlich haben wir gecheckt, wie viele Personen im jeweiligen Zelt ohne gravierende Einschränkungen Platz haben, wie viel Gepäck die Apsiden schlucken, wie robust die Bodenplane konzipiert und wie angenehm der Wohnbereich gestaltet ist. Auch der Aspekt Wasserdichtigkeit spielt eine Rolle. Hierzu wurde jedes Zelt mit zwei Gießkannen beregnet. Zudem haben wir das Gewicht der Zelte und deren Packmaß überprüft.

Zelte Test: Zelte September2022 Gruppenbild
Die Zelte aus unserem Update im September 2022.

Wir haben zu allen getesteten Zelttypen jeweils Sieger gekürt. Unsere 25 Kandidaten sind zu Preisen zwischen rund 60 und 480 Euro erhältlich. Wenn wir mitunter über das überschaubare Platzangebot oder die geringe Höhe eines Zeltes schreiben, so ist das nicht immer als Kritikpunkt zu verstehen. Es gehört vielmehr zur Charakteristik des entsprechenden Zelttyps. Wer zu Fuß ein leichtes Zelt mit kompaktem Packmaß mitnehmen will, darf logischerweise kein Raumwunder erwarten. Im Gegensatz überrascht es nicht, dass das Campingzelt für sechs Personen in keinen Rucksack passt.

Die wichtigsten Fragen

Welcher Zelttyp eignet sich für welchen Einsatzzweck?

Kuppelzelte lassen sich schnell aufbauen und stehen im Gegensatz zu Tunnelzelten eigenständig. Tunnelzelte wiederum bieten mit das beste Platzangebot. Wurf- und Faltzelte stehen innerhalb von Sekunden, eignen sich aber eher für Freizeitaktivitäten und nicht für lange Einsätze unter Extrembedingungen. Hierfür sind Geodäte optimal, die zwar sehr teuer sind, aber auch hohen Windgeschwindigkeiten trotzen.

Worauf sollte man beim Zeltkauf achten?

Ein gutes Zelt sollte aus Außen- und Innenzelt bestehen, damit kein Kondenswasser in den Innenraum tropft. Praktisch sind zwei Eingänge, auch zum Lüften. Apsiden nehmen Gepäck auf und eignen sich bei schlechtem Wetter als Kochstelle. Das Außenzelt sollte mindestens eine Wassersäule von 1.500 Millimeter aushalten. Ein wannenartiger Boden schützt vor dem Eindringen von Wasser. Das Gestänge sollte stabil und leicht sein, Aluminium ist eine gute Wahl.

Wie groß sollte ein Zelt sein?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Ein Familienzelt, das im Auto transportiert wird, kann gar nicht genug Wohn- und Stauraum bieten, während einem Wanderer ein kleines Packmaß wichtiger als ein riesiges Innenzelt ist. Als grobe Faustformel gilt: Pro Person sollte man eine Mindestbreite von 50 bis 60 Zentimeter einplanen. Ideal ist eine Zeltlänge, die 30 Zentimeter über der eigenen Körpergröße liegt, um sich entspannt ausstrecken zu können, ohne permanent an eine Zeltwand zu stoßen.

Spielt die Farbe des Zelts eine Rolle?

Ja, dunkle Zelte heizen sich deutlich stärker auf als solche in heller Farbgebung. Einige Hersteller bieten speziell abgedunkelte Innenkabinen an, damit man besser schlafen kann. Die Zeltfarbe entscheidet auch darüber, ob es gut gesehen wird oder sich recht unauffällig der Landschaft anpasst.

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