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Der beste Schulranzen

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Schulranzen Test: Schulranzen Herlitzmidi
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin und Bloggerin und schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und die Huffington Post. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit Kindern.

Wir haben 29 Schulranzen getestet. Der beste ist für uns der DerDieDas ErgoFlex. Er ist eines der leichtesten Modelle im Test, lässt sich einfach auf verschiedene Größen einstellen und ist schön leicht auf dem Rücken. Aber es gibt auch andere empfehlenswerte Modelle. Das wichtigste ist, dass Sie die Ranzen mit Ihrem Kind anprobieren, denn nicht jeder sitzt bei jedem Kind gleich gut.

Update 14. Februar 2020

Wir haben zehn neue Schulranzen getestet. Unser neuer Testsieger ist wieder der DerDieDas ErgoFlex, der schon einmal unser Top-Favorit war. Unser neuer Preistipp ist der Herlitz Midi + und auch den Samsonite Sammies Ergofit können wir empfehlen.

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13. März 2019

Wir haben sechs neue Modelle getestet. Unser neuer Favorit ist der McNeill Ergo Primero McLight. Die anderen Ranzen waren ebenfalls gut, hatten aber hier und da ein oder zwei Schwächen.

Der Schuleintritt des Kindes bringt eine echte Veränderung im Familienalltag mit sich. Und der Schulranzenkauf kann ebenso nervenaufreibend werden, denn es gibt dabei einiges zu beachten.

Neben dem Gewicht des leeren Ranzens ist auch die Möglichkeit der Größenverstellung wichtig. Denn Kinder wachsen und ein Schulranzen sollte nach Möglichkeit einige Grundschuljahre überstehen. Die Strapazierfähigkeit ist dabei weitaus wichtiger als das Aussehen – auch wenn die Sprösslinge das vermutlich anders sehen.

Für unseren Schulranzentest haben wir 29 Modelle von preiswert bis ganz schön teuer getestet. Das günstigste Modell im Test kostet knapp 70 Euro, die Teuersten um die 250 Euro. Leider zeigt sich: Die ganz günstigen sind nicht empfehlenswert. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

DerDieDas ErgoFlex

Einer der leichtesten Schulranzen im Test hat unsere Testkinder und uns überzeugt – der DerDieDas ErgoFlex. Im Vergleich zur Konkurrenz wirkt der Ranzen auch gefüllt gar nicht so schwer. Die Größe lässt sich von XS bis XL einstellen und das kinderleicht. Das mögen Eltern, denn die fummelige Arbeit entfällt, was Nerven und Geduld der Kinder nicht strapaziert. Der ErgoFlex ist nur im Set erhältlich, wie die meisten unserer getesteten Ranzen.

Nicht gerade günstig aber sein Geld wert ist der Ergobag Pack, denn er wächst lange mit: Er lässt sich auf Körpergrößen zwischen 1 und 1,50 Metern problemlos einstellen. Der Klettverschluss hat einen enorm guten Halt und auch die vielen Reflektoren und die durchdachten Extras haben uns überzeugt. Außerdem wird sehr umweltfreundlich aus recycelten PET-Flaschen hergestellt – prima.

Leicht & groß

McNeill Ergo Primero

Schulranzen Test: Bildschirmfoto 2020 02 14 Um 15.12.13
Ein leichter Ranzen, der sich gut einstellen lässt und der gute Sichtbarkeit dank zahlreicher Reflektoren ermöglicht.

Unsere Testkinder waren ganz begeistert von den Reflektoren am McNeill Ergo Primero, den wir auch in der Variante McLight getestet haben. Der Schmetterling beim Modell »Butterfly« erstrahlt bei Kontakt mit Licht ziemlich hell. Das fanden die Kinder richtig gut. Uns Eltern hat vor allem die stufenlose Größeneinstellung im Rücken, das geringe Gewicht und der Boden aus Plastik überzeugt. Da ist es nämlich nicht so schlimm, wenn mal was ausläuft oder der Ranzen in den Dreck gestellt wird. Soll ja vorkommen.

Gut & Günstig

Herlitz Midi +

Test Schulranzen: Herlitz Midi +
Der Ranzen im preislichen Mittelfeld ist angenehm leicht und hat viele Reflektoren.

Ach mit dem Herlitz Midi+ wird Ihr Kind nicht übersehen. Es befinden sich Reflektorstreifen an der Rückseite, an den Seiten und an den Trägern. Zusätzlich wurde ein flouriszierendes Material benutzt, was die Sichtbarkeit erhöht. Die Testkinder und uns überzeugte der gute Sitz, die vielen Staufächer und dass der Ranzen auf dem Rücken sehr leicht war.

Lange nutzbar

Samsonite Sammies Ergofit

Test Schulranzen: Samsonite Sammies Ergofit
Ein Schulranzen der wie ein Rucksack daherkommt und für Grundschulklasse eins bis vier geeignet ist.

Beim Sammies Ergofit erinnert alles an einen Rucksack und weniger an einen Ranzen. Dennoch ist auch er für die ersten vier Grundschuljahre ausgelegt. Wenn Ihr Kind also dem klassischen Ranzen wenig abgewinnen kann, dann lohnt hier ein Blick. Einstellen lässt er sich etwas schwerfällig, dafür aber auch in mehreren Größen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutLeicht & großGut & GünstigLange nutzbar
ModellDerDieDas ErgoFlexErgobag PackMcNeill Ergo PrimeroHerlitz Midi +Samsonite Sammies ErgofitScout GeniusSammies by Samsonite ErgonomicScout AlphaDerDieDas ErgoFlex VarioDeuter OneTwoSchool Mood Timeless EcoStep by Step SpaceStep by Step 2in1McNeill Ergo ExplorerErgobag CuboMcNeill Ergo LightMcNeill Ergo Light PureSatch PackBeckmann of Norway 1. Klasse-Set ChampDeuter YpsilonDeuter StrikeHerlitz SoftflexSchool Mood Timeless AirMcNeill Ergo MACMcNeill Pure flex
Schulranzen Test: 54 Ex Ergoflex Led PinkrosesTest Schulranzen: Ergobag PackSchulranzen Test: Bildschirmfoto 2020 02 14 Um 15.12.13Test Schulranzen: Herlitz Midi +Test Schulranzen: Samsonite Sammies ErgofitSchulranzen Test: Image 1Schulranzen Test: Img Street SportsTest Schulranzen: Scout Alpha SetSchulranzen Test: 1130 Derdiedas Basic Schulranzenset Ergoflex Vario Ergoflex Vario Vo Rgb Gypsy PrincessTest Schulranzen: Deuter OneTwoTest Schulranzen: School of Mood Timeless EcoSchulranzen Test: 00138942awx3Schulranzen Test: 1240 Step By Step Hama Schulranzen Settlgin1abb2 Happy DolphinsSchulranzen Test: 3849340154r6y22hsr1gh2Test Schulranzen: Ergobag CuboTest Schulranzen: McNeill Ergo Light RescueTest Schulranzen: McNeill Ergo Light Pure LovelyTest Schulranzen: Satch PackTest Schulranzen: Beckmann of Norway Erste Klasse Set ChampSchulranzen Test: YpsilonSchulranzen Test: Strike 3082 17Test Schulranzen: Herlitz SoftflexTest Schulranzen: School Mood Timeless AirTest Schulranzen: McNeill Ergo MACTest Schulranzen: McNeill Pure flex
Pro
  • Leichtgewicht
  • Gut auf Kindergröße einstellbar
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Problemlos auf Körpergröße des Kindes einstellbar
  • Viele Reflektoren
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Leicht
  • Boden aus Plastik verhindert Nässe im Ranzen
  • Lässt sich gut auf die Größe einstellen
  • Viele Reflektoren
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele Reflektoren
  • Guter Sitz
  • Schön leicht
  • Viele Reflektoren
  • Hochwertiges Zubehör
  • Robuste Verarbeitung
  • Wasserdicht
  • Höhenverstellbarer Verschluss
  • Von S bis XL einstellbar
  • Superleicht auf dem Rücken
  • Größenverstellbar (erfordert aber etwas Fingersitzengefühl)
  • Tolle Designs
  • Robuste Verarbeitung
  • Wasserdicht
  • Höhenverstellbarer Verschluss
  • Von S bis XL einstellbar
  • Lässt sich sehr leicht von Größe XS bis XL einstellen
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Passt sehr gut
  • Hochwertig
  • Tolle Optik
  • Leicht
  • Guter Verschluss
  • Viele Reflektoren
  • Gute Stabilität
  • Magic Mags
  • Mit Bauch- und Brustgurt
  • Laut Hersteller mit reflektierendem Material, was die Sichtbarkeit erhöhen soll
  • Frontfach und Seitentasche mit Reißverschlüssen
  • Lässt sich gut auf Kindergröße einstellen
  • Turnbeutel lässt sich an Ranzen klippen
  • Innenbereich lässt sich mit Trennwand gut gestalten
  • Viele Reflektoren und ein Blinklicht, das Sichtbarkeit erhöht
  • Reflektoren und Blinklicht erhöhen die Sichtbarkeit
  • Boden aus Plastik hilft gegen Nässe
  • Für größere Kinder geeignet
  • Sehr hochwertig
  • Mit durchdachtem Regenschutz
  • Ergonomischer Rücken
  • Toller Stand (wie bei Schulranzen)
  • Zwei große Fächer für Schulmaterialien
  • Guter Stand
  • Belüftetes Rückensystem gegen Schwitzen
  • Geringes Gewicht
  • Drei große Fächer für Schulmaterialien
  • Lässt sich gut einstellen
  • Gutes beigefügtes Set
  • Sehr leicht
  • Größe lässt sich gut umstellen
  • Tolle Extras
  • Laut Hersteller nachhaltig produziert
  • Lässt sich gut auf die Größe einstellen
  • Viele Reflektoren
  • Lässt sich gut auf die Größe einstellen
  • Viele Reflektoren
Contra
  • Wirkt auf den ersten Griff etwas labberig
  • Turnbeutel anklippen braucht etwas Training
  • Eher schwer
  • Teuer
  • Verschluss wirkt billig
  • Kein Hüftgurt, nur Brustgurt
  • Kordel könnte schnell ausreißen
  • Größeneinstellung etwas fummelig
  • Teuer
  • Größenverstellung umständlich
  • Lässt sich nicht ganz so einfach Öffnen und Schließen
  • Eher schwer
  • Eher schwer
  • Größenverstellung umständlich
  • Fühlt sich auf dem Rücken eher schwer an
  • Wirkt etwas schwer
  • Kein Platz für Füller in der Stiftemappe
  • Beim Aufsetzen war er einigen Testkindern zu schwer
  • Größe lässt sich nur wie bei Rucksack einstellen, das hilft nicht so gut
  • Größeneinstellung konnte uns nicht ganz überzeugen
  • Wurde von den Kindern als etwas schwer empfunden
  • Größeneinstellung konnte uns nicht ganz überzeugen
  • Fällt beim Packen immer wieder um
  • Brustgurt wurde von den Testkindern nicht gemocht
  • Eher schwer
  • Verschluss eventuell nicht dauerhaft nutzbar
  • Sinnlose Reißverschlüße, an denen sich Haare eingeklemmt werden können
  • Rückenpolster taten den Testkindern weh
  • Kein Hüftgurt
  • Lässt sich nicht für verschiedene Körpergrößen einstellen
  • Hüftgurt lässt sich nicht von Kindern anbringen
  • Lässt sich nicht für verschiedene Körpergrößen einstellen
  • Rückenpolster drücken
  • Erstkläsler kommen nicht an den Boden
  • Eher schwer
  • Öffnen des Ranzens erfordert etwas Fingerspitzengefühl
  • Lässt sich nicht für verschiedene Körpergrößen einstellen
  • Wenige Reflektoren
  • Eher schwer
  • Für Schulanfänger nicht geeignet
  • Eher schwer
  • Testkinder bemängeln, dass er auf dem Rücken sehr schwer wirkt
  • Auf dem Rücken wird der Ranzen als schwer empfunden
  • Kippt leicht um
  • Zog den Kindern am Rücken
  • Die Bücherklappe sorgte für Frust
  • Nur ein Innenfach
  • Kinder bemängelten, dass sie sich nicht gut damit bewegen können
Bester Preis
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Das müssen Sie beim Schulranzenkauf wissen

Schulranzen werden täglich mit allerlei Ausstattung für den Schulalltag beladen, da kommt einiges an Gewicht zusammen. Daher ist es wichtig, dass das Gewicht des Schulranzens gut und gleichmäßig auf Schulter und Becken verteilt wird, sonst kann die Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen werden. Hilfreich hierbei: Ein breiter Hüftgurt und gepolsterte Träger.

Ebenfalls wichtig ist, dass sich der Ranzen an die jeweilige Körpergröße des Kindes anpassen lässt und zwar möglichst stufenlos und einfach. Hier zeigten sich im Test deutliche Unterschiede. Manche Ranzen ließen sich überhaupt nicht verstellen. Bei anderen Schulranzen geht das nur an den schmalen Schulterriemen. Ein wenig hilft das zwar, aber lange wachsen diese Modelle nicht mit.

Schulranzen Test: Schulranzen
Ein Schulranzen muss den stürmischen Alltag eines Kindes gut überstehen.

Im Allgemeinen waren wir aber zufrieden, denn bei den allermeisten Modellen im Test ließen sich sowohl der Rücken als auch die Schulterriemen auf die Größe des Kindes anpassen. Wenn Sie nicht nach den ersten beiden Jahren wieder einen neuen Ranzen kaufen möchten, sollten Sie solche mitwachsenden Modelle ins Auge fassen.

Kinder setzen mehr auf Optik als auf Funktionalität

An fast alle Modelle können verschiedene Klett- oder Magnetapplikationen angebracht werden. Unsere fünf Testkinder probierten sich dabei begeistert durch das Angebot und zeigten einmal mehr, das sie nach ganz anderen Maßstäben entscheiden als ihre Eltern. Für sie stand beim Test ausschließlich das Aussehen der jeweiligen Schulranzen im Vordergrund, was auch dazu führte, dass manche Modelle nur mit Überredungskünsten aufprobiert wurden.

Da sich dann aber beim Probieren herausstellte, dass auch die vermeintlich »hässlichen« Ranzen super bequem sein können, änderte sich die Meinung der Testkinder schnell. Es lohnt sich für Eltern also dran zu bleiben und um eine weitere Anprobe zu bitten. Im Anschluss kann ja immer noch das quietschbunte Teil probiert werden, dass Sie Ihrem Kind eh nicht kaufen wollen.

Ein kleiner Tipp: Wenn Sie sich mit Ihrem Kind im Geschäft ansehen möchten, was es zur Auswahl gibt, lassen Sie sich vom Verkäufer am besten gegengeschlechtliche Ranzen zeigen. Das soll heißen: Mädchen probieren am besten Jungsranzen an und umgekehrt. Der Sinn dahinter ist, dass sich die Kinder nicht so sehr auf das Design fixieren, sondern lediglich auf den Tragekomfort. Wenn Sie dann wissen, welcher Ranzen gut passt, kann anschließend auch die Auswahl der Mädchen- bzw. Jungenmodelle hinter dem Tresen hervorgeholt werden.

Das Gewicht

Für Eltern weitaus relevanter als das Aussehen ist das Gewicht der Ranzen. Schließlich sollen sich die kleinen ABC-Schützen nicht gleich zu Beginn der Schulzeit den Rücken kaputt machen. Die meisten Schulranzen wiegen zwischen 800 Gramm und 2,3 Kilogramm – wohlgemerkt im leeren Zustand. Die Herstellerangaben sind allerdings nicht immer ganz korrekt. Daher haben wir nachgemessen. Unsere Messergebnisse finden Sie in der Vergleichstabelle. 

Da auch in der ersten Klasse bereits Bücher, Hefte, Federmäppchen, Wasserflasche, Brotdose und Turnbeutel mitgenommen werden müssen, summiert sich das Gewicht ziemlich schnell – und plötzlich trägt der Nachwuchs jeden Schultag fünf bis sieben Kilogramm spazieren. Da macht es Sinn, dass wenigstens der Schulranzen selbst möglichst leicht ist.

Gefüllt wiegt ein Ranzen fünf bis sieben Kilo

Unsere Testkinder sind nicht nur mit den verschiedenen Schulranzen spazieren gegangen, sondern haben auch getestet, ob sie gut an die Inhalte herankommen. Denn für kleinere Kinder ist es nicht immer ganz einfach, den Boden der Taschen zu erreichen. Ebenfalls wichtig ist es, mit dem eigenen Kind zu testen, ob es in der Lage ist, den Verschluss alleine zu öffnen. Einige der Testkinder scheiterten an Verschlüssen.

Reflektoren sollten nicht fehlen

Die auf den Schulranzen aufgenähten Reflektoren sorgen für gute Sichtbarkeit – allerdings nur, wenn eben auch Licht darauf fällt. Es gibt aber auch Modelle, wie den Pack von Satch, bei dem die Reflektoren in den Stoff eingearbeitet wurden und damit – laut Hersteller – die Sichtbarkeit erhöht wird. Wir konnten das nicht überprüfen.

Manche Schulranzen kommen mit eingebauten Lämpchen, wir bezweifeln aber, ob das die Sichtbarkeit im Straßenverkehr wirklich verbessert. Wenn Ihr Kind einen Schulweg an einer gefährlichen Straße hat, können Sie auch einfach ein LED-Fahrradrücklicht am Rucksack befestigen. Die leuchten deutlich heller als eingebaute Lämpchen.

Schulranzen Test: Schulranzen Reflektor
Reflektoren am Schulranzen sind wichtig für die Sicherheit im Straßenverkehr.

Zwar sind für die Kinder die Klettverschlüsse, Magneten und Blinklichter ein echter Kaufanreiz, unseren Test beeinflusste das nicht. Allerdings finden wir es durchaus verständlich, dass die Kleinen sich wünschen, ihren täglichen Begleiter immer mal wieder neu zu verschönern. Wir empfehlen Eltern darauf zu achten, ob unterschiedliche Kletties angebracht werden können, oder ob die Form des Klettverschlusses es lediglich zulässt, nur die mitgelieferten Kletties zu befestigen.

Grundausstattung im Set

Viele Schulranzen kann man als Set kaufen, so hat man mit einem Streich die gesamte Grundausstattung zusammen. Mit dabei sind meist gefüllte Stiftemappen, Federmäppchen und Turnbeutel. Wir konnten feststellen, dass manche Turnbeutel sich intelligent einklippen lassen, so dass die Hände frei sind – eine sinnvolle Idee, wie wir finden. Andere Modelle sind so gearbeitet, dass der Turnbeutel über den Arm gehangen werden kann, dafür sind diese Beutel aber aus besonders leichtem Material.

Ein Set kommt unterm Strich oft günstiger

Die gefüllten Stiftemappen haben meist keinen Füllfederhalter im Gepäck, sondern in erster Linie Buntstifte. Manche kommen mit Bleistiften und Radiergummi, allerdings sollten Sie hier nicht zu viel erwarten.

Falls Sie immer noch Fragen haben oder nicht recht wissen, wie Sie beim Ranzenkauf vorgehen sollen, können Sie sich auf der DIN-Webseite, der Interessenvertretung der Verbraucher, einen Flyer herunterladen. Er informiert Sie über die DIN-Normen beim Ranzenkauf.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir fünf (Vor-)Schulkinder im Alter von fünf und sechs Jahren eingeladen, die alle Ranzen anprobiert und aus- sowie eingeräumt haben. Da die Kinder unterschiedlich groß waren, konnten wir dabei überprüfen, wie gut und einfach sich die verschiedenen Größen einstellen lassen. Um auszuschließen, dass die Kinder nur deswegen einen Ranzen zum Favoriten wählen, weil ihnen das Design gefällt, haben wir den Kindern die Ranzen im Blindtest aufgesetzt und so ihr Feedback zum Tragekomfort eingeholt.

Unsere Testkinder waren alle sehr aufgeregt, denn schließlich ist der Kauf des Schulranzens das ultimative Zeichen dafür, dass die Schule bald losgeht. Einige hatten bereits zuvor mit ihren Eltern nach einem Ranzen Ausschau gehalten. Das gemeinsame Auspacken sorgte für großes Staunen und sofort zeigten sich bei den Jungs und Mädchen eindeutige Präferenzen.

Obwohl alle Kinder alle Schulranzen aufprobierten, wollte jedes Kind mit seinem Favoriten beginnen. Und da wurde durchaus nach dem Design oder den Extras entschieden. So war der preiswerteste Ranzen, der Ylvi und die Minimoomis, vor allem deswegen beliebt, weil er als Einziger blinken konnte. Aber auch der Timeless Eco von School of Mood war sehr beliebt, das Design erinnerte die Kinder an eine Meerjungfrau. Außerdem waren die Kletties mit Wendepailletten bestückt, was zur Zeit bei Kindern sehr angesagt ist.

Testsieger: Ergoflex von DerDieDas

Viele Eltern achten darauf, dass das Grundgewicht des Ranzens eher gering ist, weil all die Dinge, die mit zur Schule genommen werden müssen schon schwer genug sind. Der Ergoflex bietet ein beeindruckend niedriges Startgewicht und bietet beste Voraussetzungen dafür, dass Ihr Kind sich nicht überhebt.

Testsieger

DerDieDas ErgoFlex

Der ErgoFlex von DerDieDas gefiel den Testkindern schon auf den ersten Blick. Auch die Haptik konnte überzeugen, unterschied sie sich doch deutlich von der Konkurrenz. Für uns wirkte der Schulranzen beim ersten Anfassen fast etwas weich, was sicher auch damit zu tun hat, dass er sehr leicht ist. Das geht jedoch nicht zu Lasten der Stabilität, denn auch dieser Schulranzen hat ein Gestänge, das ihn aufrecht hält.

Das vom Hersteller angegebene Gewicht von 800 Gramm konnten wir in unserem Test bestätigen, er fühlt sich wirklich an wie ein Fliegengewicht. Für uns ist der Ranzen, der vom Aussehen klar dem klassischen Schulranzen zugeordnet werden kann, eher ein Hybrid. Denn in Haptik und Aufbau erinnert der Ergoflex dann doch eher an einen Rucksack. Aber, wie geschrieben, das geht nicht zu Lasten der Stabilität.

Beim Aufsetzen freuten sich die Kinder darüber, dass der Ranzen schön leicht ist. Er war aber, wie alle anderen Ranzen auch, mit den gleichen Schulmaterialien gefüllt. Besonders für zierliche Kinder ist dieser Schulranzen damit eine gute Wahl und auch alle anderen freuen sich darüber, weniger Gewicht herumtragen zu müssen. Allgemein gilt, dass Kinder nicht mehr als 10 Prozent ihres Körpergewichtes tragen sollen. Beim ErgoFlex wird das Gewicht gut auf dem Rücken der Kinder verteilt und das Gesamtgewicht zieht die Kinder nicht nach hinten.

Schont den Rücken und kann lange verwendet werden

Der ErgoFlex wird mit einer gefüllten Federmappe, einem Mäppchen, einer Sporttasche und einer Sortierbox geliefert. Das ist mittlerweile guter Standard, besonders die Sortierbox erweist sich in dem eher weichen Ranzen als echte Wohltat. Denn so erhält der Schulranzen eine zusätzliche Stabilität und die Kinder freuten sich gleichzeitig darüber, dass alles so ordentlich sortiert ist – wenn das dann auch mal so bleibt. Für die unterschiedlich großen Testkinder war es auch ein Erfolgserlebnis, dass selbst das Kleinste unter ihnen den Schulranzen selbstständig ein- und ausräumen konnte.

Auch mit der Schließung gab es keinerlei Probleme, sodass unsere Schulanfänger in der Schule nicht nur den Ranzen alleine öffnen und ihre Schultische vorbereiten können, sondern auch bequem den Stift, der sich am Ranzenboden befindet, zu fassen bekommen. Da sich im Schulalltag so einiges am Ranzenboden sammeln kann, ist es gut zu wissen, dass auch die kleinen Verursacher die Sachen problemlos vom Boden beseitigen können, da gibt es keine Ausreden mehr.

Für rund 200 Euro bekommt man hier den ErgoFlex im Set, der Preis liegt im guten Mittelfeld.

DerDieDas Ergoflex im Testspiegel

Stiftung Warentest hat ein anderes Modell vom Ergoflex getestet und dabei bemängelt, dass der Haifischanhänger, der diesem Ranzen beilag, sehr spitz war. Für unser Modell hat diese Kritik natürlich keine Aussagekraft. Es wurde die Warnwirkung bei Tag bemängelt, und, dass der Ranzen bei starkem Regen innen nass werden kann. Um dies zu verhindern raten wir zur Aufrüstung mit Relektoren und einer Regenhülle.

Alternativen

Wenn Sie oder Ihr Kind unseren Testsieger nicht überzeugt hat, haben wir hier noch empfehlenswerte Alternativen für Sie.

Leicht & groß

McNeill Ergo Primero

Schulranzen Test: Bildschirmfoto 2020 02 14 Um 15.12.13
Ein leichter Ranzen, der sich gut einstellen lässt und der gute Sichtbarkeit dank zahlreicher Reflektoren ermöglicht.

Der McNeill Ergo Primero ist, genau wie der Testsieger, sehr leicht. Uns gefiel der Boden, der außen mit Plastik verkleidet ist. Wie oft stellen Kinder ihren Ranzen nach einem Schultag auf den Spielplatzboden? Gut, wenn da nicht alles durchweicht.

Was uns nicht so gut gefällt: Der Verschluss wirkt im Vergleich zu anderen Ranzenmodellen im Test recht billig. Die Fünf- und Sechsjährigen im Test konnten das Magnetschloss problemlos öffnen und schließen, das verarbeitete Plastik lässt uns nur zweifeln, ob es die ersten vier Schuljahre wirklich übersteht. Das ist aber auch das einzige Manko am McNeill.

Die Hüftgurte, die unsere Testkinder als positiv und angenehm zu tragen bewertet haben, lassen sich auch abnehmen. Das muss allerdings von Erwachsenen gemacht werden, die kleinen Karabinerverschlüsse sind für Kinder zu filigran zum Öffnen. Den Hüftgurt selbst konnten aber alle Kinder im Test öffnen und schließen. Ob sie das im Alltag dann auch wirklich jeden Tag nutzen, sei aber dahingestellt. Der Gurt soll das Gewicht von den Schultern der Kinder nehmen und zusätzliche Entlastung bringen. Nicht alle Kinder sehen hier aber den Sinn dahinter, da ist es an Ihnen als Eltern, hier gut zuzureden.

Der erste Schulranzen wird in der Regel vom ersten bis zum vierten Schuljahr getragen. Um das auch wirklich zu schaffen, muss der Ranzen größenverstellbar sein. Beim McNeill ist das kein Problem, er ist in den Größen S bis L verstellbar. Das wird in erster Linie über die Rückwand gewährleistet. Dazu drehen Sie einfach mit den Fingern am gelben Regler auf die für Ihr Kind aktuell passende Größe. Das geht innerhalb von Sekunden und ist für wirklich jeden problemlos durchführen. Auch die Brust und den Bauchgurt können Sie so verstellen.

Beim McNeill Ergo Primero gibt es zum Ranzen noch ein Federmäppchen, eine gefüllte Federtasche, einen Turnbeutel und einen Schlüsselanhänger dazu.

Wir wollen nicht unerwähnt lassen, dass es vom McNeill Ergo Primero auch eine Version namens McLight gibt, der mit LED-Streifen ausgestattet ist. Das erhöht die Sichtbarkeit, in der McLight-Version kostet der Ranzen aber, je nach Modell und Ausstattung, auch bis zu 70 Euro mehr. Hier müssen Sie entscheiden, ob Sie das investieren möchten oder beim Basismodell einfach eigenständig mit Reflektoren nachrüsten wollen.

Der Ergobag Pack ist mit knapp 250 Euro nicht gerade preiswert, kommt aber dafür mit jeder Menge durchdachten Extras im Set um die Ecke. Besonders ins Auge fällt dabei der anklippbare Turnbeutel. Wir müssen aber zu bedenken geben, dass Sie dieses Klippen mit Ihrem Kind üben sollten. Denn es erfordert nicht nur etwas Fingerspitzengefühl, die kleinen Klipper zu bedienen – auch das System, nach dem es befestigt wird, muss einstudiert werden.

Dann aber funktioniert es tadellos und die Kinder haben wirklich die Hände frei. Ist der Turnbeutel festgeklippt, kann er wenigstens nicht vergessen werden. Außerdem im Preis enthalten ist eine gefüllte Federtasche und ein Stiftemäppchen.

Der Pack von Ergobag lässt sich auf Körpergrößen von einem Meter bis 1,50 Meter problemlos anpassen. Auch das funktioniert mithilfe eines starken Klettverschlusses ganz einfach. Als eines der wenigen Modelle verfügt der Ranzen von Ergobag auch über einen zusätzlichen Schutz für Brust- und Bauchgurt, was von den Testkindern als sehr bequem und positiv befunden wurde. Viele Reflektoren und ein wasserdichter Stoff runden das Angebot ab.

Die Gurte an Brust und Bauch lassen sich gut öffnen, ebenso der Ranzen an sich. Da hatte keines der Kinder Probleme und die kleinen Tester freuten sich über die Möglichkeit, alles selbständig erledigen zu können. Mit 1,3 Kilogramm ist der Ranzen eher schwerer, was von einem Testkind auch bemängelt wurde. Wir empfehlen daher, den Ranzen gefüllt mit Ihrem Kind zu testen, um herauszufinden, ob das Modell das richtige ist.

Lange nutzbar

Samsonite Sammies Ergofit

Test Schulranzen: Samsonite Sammies Ergofit
Ein Schulranzen der wie ein Rucksack daherkommt und für Grundschulklasse eins bis vier geeignet ist.

Beim Anblick des Samsonite Sammies Ergofit brach große Freude bei den Testkindern aus. Wir schreiben aus eigener Erfahrung, auch was diesen Ranzentest angeht, immer wieder darüber, dass Kinder oft nach der Optik gehen und sich für etwas entscheiden, dass vielleicht weniger bequem aber »soooo schön« ist. Deswegen waren wir gespannt, ob die Erwartungen, die die Kinder in diesen Ranzen steckten, auch wirklich erfüllt werden konnten.

Der Ranzen ist eher ein Rucksack und weniger starr als die klassische Variante. Er lässt sich sogar mit Hilfe einer Kordel schließen. Das ist für uns tatsächlich eher ein Manko, keins der Testkinder war in der Lage das adäquat durchzuführen. Wir vermuten, dass im Alltag der Ranzen dann entweder nur mit dem Verschluss geschlossen wird oder der Gummi bald ausgerissen ist. Hier empfehlen wir, vor Schulbeginn mit dem Kind zu üben.

Den Eindruck, dass dieser Ranzenrucksack eher leicht ist, bestätigten die Testkinder als sie ihn auf den Schultern hatten. Kein Gemurre oder Gemecker, stattdessen Hüpfen. »Oh, der ist aber schön leicht« hören wir. Um sicherzugehen, dass nicht die Optik dafür verantwortlich ist, dass die Kinder den Ranzen empfehlen, testen wir blind und setzen den Kindern einen anderen Ranzen auf. Sofort beschweren sie sich. Zurück zum Sammies Ergofit und siehe da, die gleiche Reaktion. Die Testkinder erklären, dass sie das Gewicht kaum spüren.

Der Brustgurt lässt sich gut schließen und wird als einer der wenigen im Test an den Riemen geführt, das heißt, er passt sich wirklich der Größe der Kinder an und bewegt sich mit, wenn die Kinder sich bewegen. Der Bauchgurt ist angenehm und drückt nicht ein, nimmt gut das Gewicht von den Schultern.

Den Sammies Ergofit auf die richtige Größe einstellen erfordert etwas Geduld und Fingerspitzengefühl. Denn Sie müssen den Klettverschluss am Rücken lösen und neu positionieren. Da der Klett ein bisschen zu gut hält, brachte uns diese Aufgabe bei den fünf Testkindern mit unterschiedlicher Körpergröße zum Fluchen – aber in der Praxis werden Sie zuhause den Ranzen ja nicht allzu oft einstellen müssen. Dafür lässt sich der Ranzen besonders genau auf jede Größe einstellen.

Da der Sammies Ergofit eher wie ein Rucksack als wie ein Ranzen wirkt, wird er länger attraktiv für den Nachwuchs bleiben. Gedacht ist er für die Grundschulklassen eins bis vier. Für uns hat er ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis, weil wir davon ausgehen, dass der Ranzen wirklich so lange attraktiv bleibt.

Er besitzt viele Reflektoren und auch das beiliegende Set, bestehend aus gefüllter Federmappe, Mäppchen, Portemonaie, Heftordner, Kletties, Turnbeutel und Regenschutz, gefiel uns gut. Besonders der Turnbeutel, der eine richtige Tasche ist und auch für andere sportliche Aktivitäten genutzt werden kann, hob sich von der Konkurrenz ab. Das Regencover ist am Ranzen befestigt – eine äußerst sinnvolle Idee, die wir sehr positiv bewerten.

Gut & Günstig

Herlitz Midi +

Test Schulranzen: Herlitz Midi +
Der Ranzen im preislichen Mittelfeld ist angenehm leicht und hat viele Reflektoren.

Der Herlitz Midi+ sorgt dafür, dass Ihr Kind auf dem Schulweg gesehen wird. Er hat nämlich nicht nur Reflektoren am Ranzen, an den Seiten und an den Tragegurten, sondern es wurde auch ein fluoriszierendes Material benutzt, das zur Erhöhung der Sichtbarkeit beitragen soll. Gerade im Hinblick auf die Tests der letzten Jahre und die verheerenden Ergebnisse in der Sichtbarkeitsprüfung durch die Stiftung Warentest finden wir das eine gute Innovation. Wir müssen allerdings an dieser Stelle darauf hinweisen, dass andere Hersteller an der Sichtbarkeit ebenfalls nachgebessert haben.

Der Ranzen hat einen sehr guten Stand, auch bei hastigen Bewegungen und schnellem Ein- und Ausräumen stand er sicher. Mehrere Staufächer sorgen für Ordnung im Midi+, sofern Ihre Kinder darauf erpicht sind nicht alle Bücher wild durcheinander zu werfen. Unseren Testkindern war die Ordnung sehr wichtig.

Die recht dicken Rückenpolster empfanden unsere Testkinder als sehr angenehm und »nicht schwitzig«. Wir Eltern waren da skeptisch und haben die Kinder tatsächlich ein bisschen Sport machen lassen – mit dem Ranzen auf dem Rücken. Und siehe da, es war tatsächlich nichts feucht geschwitzt. Die Schultergurte lassen sich gut auf die Größe der Kinder einstellen. Das Öffnen des Ranzens gelingt ohne große Probleme, »einfach« (wie die Kinder befanden) die Schnalle eindrücken und schon ist er offen.

Auf dem Rücken spürten die Kinder wenig Gewicht. »Oh, leicht« und »angenehm«, beschrieben die Kinder das Tragegefühl. In Verbindung mit dem attraktiven Preis können wir den Herlitz Midi +  auch mit Blick auf Preis-Leistung sehr empfehlen.

Außerdem getestet

Wenn Sie auf der Suche nach einem besonders robusten Modell sind, riskieren Sie einen Blick auf den Scout Genius. Gut gefällt uns auch hier die wasserabweisende Beschichtung, die alle Scout Schulranzen haben, denn sicherlich wird doch mal die ein oder andere Flasche im Ranzen umkippen, schließlich nutzt nicht jedes Kind die dafür eigentlich vorgesehene Seitentasche. Der Rücken lässt sich von Größe S bis XL umstellen, was dem Schulranzen eine lange Nutzungsdauer garantiert. Sollten Sie also ein großes Kind haben, kann dieser Ranzen noch eine ganze Zeit lang mitwachsen. Mit im Gepäck sind eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen und eine Sporttasche. Eigentlich alles gut, aber obwohl er mit 1,1 Kilogramm Leergewicht eher leicht ist, war er unseren Testkindern auf dem Rücken gefühlt etwas zu schwer.

Der Scout Alpha weist wenige Unterschiede zum Genius auf. Auch er lässt sich von Größe S bis XL einstellen. Dafür benötigen Sie allerdings eine Münze und etwas Fingerspitzengefühl. Ganz so einfach ist das Einstellen nicht, aber trösten Sie sich, so oft muss das ja auch nicht erledigt werden. Die Einstellung von S, M, L und XL bezieht sich übrigens, laut Hersteller, auf kleine, mittlere und große Kinder. Eine genauere Angabe gibt es nicht. Die passende Einstellung muss durch Ausprobieren herausgefunden werden. Den höhenverstellbaren Verschluss am Ranzen fanden nicht nur die Testkinder sondern auch die Eltern richtig toll, denn so wächst der Ranzen eben als Ganzes mit und sieht nicht irgendwann ganz klein auf dem Rücken des großen Kindes aus.

Sammies by Samsonite Ergonomic

Ihr Kind ist eher groß gewachsen und wünscht sich einen Schulranzen, der mehr nach einem Rucksack aussieht? Dann ist der Sammies von Samsonite eine gute Wahl, denn sein Design fällt aus dem Rahmen. Der Sammies wirkt wie ein Schulranzen für die Großen, also mindestens für Viertklässler. Bei den Testkindern war dieses Modell sehr beliebt und sie ließen sich zu Aussagen wie »der sieht aber toll aus, nicht so wie für Kleine« hinreißen. Dabei empfiehlt Samsonite den Ranzen für die ersten drei Schuljahre, dann soll auf ein größeres Modell gewechselt werden.

Mit 1,2 Kilogramm liegt der Ranzen im guten Mittelfeld, was das Leergewicht angeht. Der Hersteller gibt das Versprechen, dass kein PVC verarbeitet wurde – eine Aussage, die wir leider nicht überprüfen konnten. Getestet haben wir hingegen die Größeneinstellung. Die funktioniert auch hier mithilfe von Klett. Der ist aber sehr fest, von den Erwachsenen wird etwas Fingerspitzengefühl verlangt. Durch den Klettverschluss lässt sich der Schulterbereich an die Größe des Kindes anpassen. Das ist etwas fummelig, behalten Sie hier einfach die Geduld, es ist wirklich kein Hexenwerk.

Zwei der Testkinder hatten Probleme beim Öffnen der Schnalle, was nach mehrmaligem Probieren im Kinderkreis aber auch gelöst wurde. Lassen Sie Ihr Kind beim Kauf also ruhig etwas damit rumspielen, denn spielerisch lernt es sich am besten. Als die Kinder den Dreh im wahrsten Sinne des Wortes heraus hatten, war das Öffnen und Schließen kein Problem mehr.

Beim Aufsetzen dachten die Kinder, dass das Füllmaterial weggelassen wurde: »Der ist ja superleicht auf dem Rücken«. Einige Kinder wollten dann auch den Brust- und Bauchgurt nicht benutzen, weil sie das Gewicht des Ranzens nicht spürten. Ein wirklich gutes Zeichen für einen Schulranzen.

Mit im Gepäck hat der Sammies eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen, ein Portemonnaie, eine Sortiermappe und einen Turnbeutel. Dem Start in den Schulalltag steht mit so vielen Extras nichts im Weg.

DerDieDas ErgoFlex Vario

»Das geht ja babyleicht auf« war die erste Reaktion der Testkinder auf den DerDieDas ErgoFlex Vario. Und zusätzlich ist er mit seinen 950 Gramm auch noch recht leicht. Die Testkinder freuten sich, dass sie nicht ewig warten mussten, bis der Ranzen auf ihre Größe eingestellt war, denn das geht innerhalb weniger Sekunden. Die Spannbreite reicht dabei von XS bis XL, was dafür spricht, dass auch dieser Ranzen lange mitwächst. Im Gepäck hat der ErgoFlex Vario eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen, eine Sortierbox und einen Sporttasche. Die Testkinder bemängelten allerdings, dass sich dieser Ranzen auf dem Rücken sehr schwer anfühlt. Auch wenn er eigentlich nicht viel wiegt, die Kinder müssen sich auf jeden Fall wohlfühlen.

Das Herstellerversprechen, dass sich der Deuter OneTwo besonders leicht tragen lässt, können unsere Testkinder leider nicht bestätigen. »Viel zu schwer«, lautet ihr Urteil nach dem Test. Er wiegt zwar mehr als andere Ranzen, ist mit 1,2 Kilogramm aber auch kein Schwergewicht – subjektiv fühlte es sich, vor allem im gefüllten Zustand, aber leider sehr viel schwerer auf den Kinderrücken an. Der OneTwo passt sich dem Kinderrücken tatsächlich gut an, allerdings konnte uns das Einstellen der Größe nicht so recht überzeugen. Gut gefiel den Testkindern, dass sich der Ranzen leicht öffnen und schließen lässt.

Mit im Gepäck hat der Deuter eine Sporttasche, eine gefüllte Stiftemappe, eine Federmappe und ein Portemonnaie. Uns fiel negativ auf, dass in der Stiftemappe kein Platz mehr für einen Füller ist – eine Ausnahme im Test.

Der Step by Step Space gefiel den Testkindern zunächst wegen der »Magic Mags« sehr gut. Das sind Magneten, die am Deckel und auf der Vordertasche des Ranzens frei angebracht werden können. Nach anfänglicher Begeisterung beschwerten sich die Testkinder dann aber: »Und was, wenn die Magneten verloren gehen? Die gehen so leicht ab!«. Im Zweifelsfall müssten die Eltern dann natürlich Nachschub besorgen, aber auch das will als Geldausgabe gut überlegt sein. Die vielen Reflektoren finden wir sehr gut, ebenso die Stabilität des Ranzens.

Der Step by Step steht wie eine Eins auf dem Boden. Das fanden wir gut. Er lässt sich leicht öffnen und die Kinder kommen gut an den Inhalt heran. Auch die Größeneinstellung funktioniert leicht. Die fürs Kind richtige Einstellung wird mittels Gurten erzielt, Sie müssen im Zweifelsfall etwas länger herumziehen bis es richtig passt, aber das ist kein Hexenwerk und gelang im Test sehr gut.

Die Testkinder monierten, dass ihnen der Ranzen schwer vorkommt – auch, wenn er nahezu das gleiche wiegt wie der 2in1, den wir ebenfalls im Test hatten.Andere bemängelten, dass die Schulterriemen sehr einschnitten. Ein Kind merkte an, dass es sich immer nach hinten gezogen fühlte. Alles in allem befanden alle Testkinder, dass ihnen der Ranzen zu schwer und zu unbequem sei.

Das Modell Step by Step 2in1 lässt sich mithilfe eines Rades auf die Größe des Kindes einstellen. Dreht man das Rad, kommt eine Größenskalierung zum Vorschein. Laut Hersteller kann man die Größeneinstellung vornehmen, während der Ranzen auf dem Rücken des Kindes sitzt. Bei uns hat das jedoch nicht gut funktioniert, vielleicht klappt es aber bei Ihnen besser. Als die Testkinder den Ranzen packten, fiel er leider immer wieder um. Magnete zur Verzierung gibt es bei diesem Modell nicht, hier muss man sich mit fest verarbeiteten Motiven begnügen.

Gut gefallen hat uns dennoch, dass er auf dem Rücken nicht als schwer empfunden wurde. Ein weiteres Plus gibt es für die Tatsache, dass sich der Ranzen mit einigen Handgriffen zum Rucksack umgestalten lässt und so eben auch außerhalb der Schule noch genutzt werden kann.

Der McNeill Ergo Light kommt ohne einen Hüftgurt daher. Die Kinder bemängelten, dass ihnen das Polster an den Rippen weh tun würde. Da sich der Rücken nicht auf die Größe der Kinder einstellen lässt und alle fünf Testkinder dies bemängelten, wurde dies negativ im Test vermerkt. Ein unbequemer Ranzen ist keine gute Idee für ein Schulkind. Uns zeigte dies einmal mehr, wie wichtig es ist, den Ranzen mit dem Kind gemeinsam anzuprobieren.

Was dagegen positiv bewertet wurde, und zwar von den Kindern und von uns: Es gibt viele Reflektoren und ein blinkendes Element. Das finden die Kinder spannend, für Eltern bedeutet es eine erhöhte Sicherheit, weil solche Blinkelemente in der Dämmerung auffallen. Im Inneren lässt sich ein Bereich für Bücher mit einer herausnehmbaren Trennwand nach Bedarf einrichten. Neben einem Flyer, der Eltern und Kinder über die Wichtigkeit von gesunder Ernährung aufklären soll, sind beim McNeill Ergo Light auch eine gefüllte Federtasche, ein Turnbeutel und eine Federmappe dabei.

McNeill Ergo Light Pure

»Der drückt hier so in den Rücken rein, das tut weh.« – Der McNeill Ergo Light Pure konnte unsere Testkinder auch nicht überzeugen. Dabei waren zunächst besonders die drei Mädchen im Test von diesem Schulranzen angetan. Denn der Ranzen kann blinken, er lässt sich leicht öffnen und schließen und es gibt einen glitzernden Schlüsselanhänger obendrauf. Aber es entscheidet letzlich eben doch die Bequemlichkeit. Und da konnte dieses Modell die Kinder nicht begeistern. Das liegt vor allem an dem starren Rückenpolster. Beim Test fiel dann auch noch der Hüftgurt ab, der mit einem Karabinerhaken eingeklickt wird. Die Kinder schafften es nicht, diesen wieder einzuklippen. Im schlimmsten Fall wäre das dann auf dem Spielplatz oder in der Schule passiert und der Hüftgurt wäre weg. Der Boden aus Plastik sowie die vielen Reflektoren gefielen uns dagegen sehr gut.

Der Schulranzen Ergobag Cubo eignet sich für Kinder zwischen einem und 1,50 Meter. Für die Einstellung der Größe brauchen Sie etwas Kraft, denn der Klettverschluss hält sehr gut. Das empfinden wir aber positiv, denn so wissen Sie, dass sich nichts einfach löst und Ihr Kind eventuell Probleme beim Rücktransport bekommt. Mit 1,1 Kilogramm ist auch dieser Ranzen recht leicht, die Testkinder empfinden ihn auf dem Rücken ebenfalls nicht als schwer, was für das Modell spricht. Leider kann uns der Verschluss nicht so richtig überzeugen, er lässt sich sehr leicht öffnen und schließen, wirkt allerdings, als könnte er der Kraft kleiner Kinder nicht mehrere Jahre standhalten. Im Set enthalten sind eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen und ein Turnbeutel.

Was uns nicht gefiel: Der Schulranzen hat überall Reißverschlüsse, die keinerlei Funktion haben. Die langen Haare der Kinder verfingen sich darin, was in einem Fall sogar für bittere Tränen sorgte.

School Mood Timeless Eco

»Den finde ich am tollsten!«, sagten die Testkinder, als sie den Schulranzen von School Mood erblickten. Und ja, auch die Eltern können sich gut mit dem Timeless Eco anfreunden, sticht das zurückhaltende Design doch angenehm zwischen all den Schmetterlingen, Blumen, Prinzessinnen, Fußbällen, Hubschraubern und Autos hervor. Das Leergewicht von knapp über einem Kilogramm kann ebenfalls überzeugen. Allerdings nur, solange wie der Ranzen vor den Testkindern stand. Beim Aufsetzen beschwerten sich drei Kinder, dass ihnen das jetzt zu schwer sei. Dabei waren alle Ranzen mit den gleichen Materialien gefüllt. Der »Timeless Eco« lässt sich auch nicht besonders gut auf die unterschiedlichen Kindergrößen einstellen. Hier wird mit verschiedenen Gurten eine Einstellung möglich, die eher an einen Rucksack erinnert. Das finden wir nicht optimal.

Was positiv auffällt ist auch hier die Hochwertigkeit der Materialien. Da schneiden viele andere Ranzen im Test deutlich schlechter ab. Es gibt hier viel Staufläche, viele seitliche Fächer und einen Drehverschluss, den alle Kinder gut öffnen und schließen konnten. Ein besonderes Highlight für die Kinder: Die mitgelieferten Kletties, mit denen der Ranzen verschönert werden kann, waren mit Wendepailletten bestickt. Uns Eltern freuen die vielen Reflektoren sowie die gefüllte Federtasche, das Portemonnaie, der Turnbeutel und das Federmäppchen.

McNeill Ergo Explorer

Der McNeill Ergo Explorer überzeugt uns, weil er sich schnell und einfach auf die Größe des Kindes einstellen lässt. Da wollen Eltern einfach nicht stundenlang herumfummeln, auch, weil Kinder keine Geduld dabei haben. Außerdem lassen sich Front- und Seitentaschen mit Reißverschlüssen öffnen und schließen, das minimiert das Verlieren von Kleinteilen immerhin ein wenig. Der Ranzen ist mit 1,3 Kilogramm auch einer der leichteren im Test. Er verfügt über weniger Reflektoren, ist dafür aber, laut Hersteller, mit Reflexmaterialien ausgestattet, was die Sichtbarkeit deutlich erhöhen soll.

Es gibt einen Brustgurt, der unsere Testkinder nicht überzeugen konnte. Wir fanden den allerdings vollkommen in Ordnung, vermutlich wollten die Kinder ihn nur einfach nicht benutzen. Im Set enthalten sind außerdem eine gefüllte Federtasche, ein Federmäppchen, ein Turnbeutel und ein Schlüsselanhänger.

Der McNeill Pure flex kann nur mit einem Innenfach aufweisen. Im Praxistest zeigte sich, dass unsere Testkinder besser zurecht kommen, wenn zwei Fächer im Ranzen vorhanden sind. Das ist aber natürlich Geschmackssache. Das Urteil der Kinder reichte von: »schön leicht« bis zu »ich kann mich nicht gut damit bewegen«. Für uns landet der McNeill Pure flex deswegen im guten Mittelfeld.

Überzeugen konnten uns die vielen Reflektoren, der gute Stand und, dass der Ranzen gut auf die Körpergröße eingestellt werden konnte. Mit einem Klick kann der Ranzen in Größe S, M oder L eingestellt werden. So kann der McNeill Pure flex lange mitwachsen. Den Brust- und Bauchgurt fanden wir ebenfalls sehr praktisch.

Auch im McNeill Ergo Mac gibt es nur einen großen Innenraum. Aber eine Bücherklappe. Die fanden die Testkinder doof und wir Erwachsene sind uns nicht sicher, wie viel Gezerre und Geziehe der Gummi an der Stelle wohl aushalten wird, bis er nachgibt. So war die größte Kritik der Kinder dann auch, dass die Bücher in diesem Ranzen durch die Gegend fallen. Wir weisen ja auch an anderer Stelle darauf hin, dass nicht alle Kinder soviele Wert auf Ordnung legen, aber auch für uns Eltern war die Bücherklappe nicht überzeugend.

Die Kinder fanden den Ergo Mac angenehm zu tragen und schön leicht auf den Schultern. Die vielen Reflektoren, der sichere Stand und das bekannte, gut nutzbare Größeneinstellungsrad gefielen uns sehr gut. Als Extra gibt es bei diesem Ranzen nur einen Schlüsselanhänger. Wenn Sie vorhaben die Federmappe und den Turnbeutel sowieso separat zu besorgen, dann ist dieser Ranzen ein guter Begleiter für die Grundschulzeit.

Der eher leichte Ranzen, der Herlitz Softflex hat eigentlich das Zeug zu einer Empfehlung.
Er ist eher weich, eher leicht und lässt sich sehr gut und schön einfach auf die jeweilige Größe des Kindes einstellen. Es gibt eine Heftbox, die für Ordnung im Ranzen sorgt, einen Turnbeutel, eine Brotdose, eine Federmappe (und als Ausnahme mal nicht das Mäppchen) sowie zwei Klettanhänger.

Es hätte also fast zur Empfehlung gereicht, wäre nicht das Urteil der Testkinder sehr entscheidend. Die beschwerten sich beim Aufsetzen durch die Bank alle, dass der Ranzen so schwer auf den Schultern sei. Wir probierten bei allen Kindern verschiedene Einstellungen durch, sie blieben bei ihrem Urteil. »Der tut weh«. Und deswegen wurde es trotz guter Startbedingungen leider nichts mit der Empfehlung.

School Mood Timeless Air

Was zunächst für Begeisterung sorgte, das Rad zum Öffnen des Ranzens, schlug schnell in Frust um. Beim School Mood Timeless Air Ranzen drehen die Kinder an einem Rad und öffnen so den Ranzen. Das gelingt leicht und probelmlos, jedenfalls solange wie Eltern den Ranzen festhalten. Als wir die Kinder allein probieren ließen, war der Frust groß. Der Ranzen fiel während des Packens mehrfach um, was mit Geschrei und Gemecker quittiert wurde. Wir haben deutlich standsicherere Modelle im Test erlebt, weswegen wir hier definitiv Punktabzug geben.

Der Ranzen selbst ist leicht, mit unserer Probefüllung, die für alle Ranzen gleich war, empfanden die Kinder ihn dann aber als sehr schwer auf dem Rücken. Die Größeneinstellung erfolgt über Gurte, das lässt sich mit etwas Fingerspitzengefühl und Geduld aber ohne Probleme realisieren. Das Gute ist ja: Ihr Kind wird Ihnen sagen wenn der Ranzen gut sitzt, weil sie dann das Gewicht weniger spüren. Für unsere Testkinder war der Ranzen aber auch trotz mehrmaligem Einstellen zu schwer.

Der mitgelieferte Turnbeutel, der eher an einen Rucksack erinnert, konnte uns überzeugen. Vermisst haben wir dagegen einen der eigentlich inkludierten Kletties. Es gibt drei mit Motiven auf Ranzen, Federtasche und Turnbeutel. Den vierten ohne Motiv haben wir leider nicht entdecken können. Das ist sicher kein Drama, weil Sie diese Klettdinge auch immer wieder nachkaufen können, wir möchten es aber dennoch erwähnen.

Haben Sie ein eher großes Kind? Dann ist der Satch Pack definitiv einen Blick wert. Es ist eher ein Rucksack als ein Ranzen, der, laut Hersteller, aus PET-Flaschen mit Reflexmaterial hergestellt wurde. Die Testkinder fanden den Rucksack optisch toll, allerdings auf dem Rücken eher unbequem. Das lag aber daran, dass er sich auf keinen Kinderrücken gut einstellen ließ, was sicher der Tatsache geschuldet ist, dass der Satch Pack nicht unbedingt für Erstklässler gedacht ist. Dazu passt auch, dass einige der Testkinder nicht bis an den Boden des Ranzens kamen, weil sie schlicht zu klein sind. Wir raten also zu diesem Modell nur, wenn Ihr Kind etwas älter ist.

Beckmann of Norway 1. Klasse-Set Champ

Auch etwas für größere Kinder ist der Ranzen von Beckmann of Norway. Das »1. Klasse Set Champion« ist eher ein Rucksack, als ein Ranzen. Obwohl er für die Kinder der ersten Klasse bereits gedacht ist, hatten unsere Testkinder hier einige Schwierigkeiten. So konnten zwei eher leichtgewichtige Kinder den Ranzen nicht öffnen. Er war für diese zwei Kinder auch zu groß. Da sich das Modell nicht individuell auf die Größe einstellen lässt, empfehlen wir diesen Schulranzen für größere Kinder oder ab der zweiten, dritten Klasse. Dann, wenn Rucksackmodelle plötzlich eh viel cooler sind, als der klassische Ranzen. Für diese Idee spricht auch, dass der Boden aus Stoff ist und Kleckereien aller Art eher weniger verziehen werden.

Was uns beim Schulranzen von Beckmann of Norway aber sehr positiv auffiel, ist die sehr gute Qualität. Die Materialien wirken sehr hochwertig, der Ranzen ist bis ins Detail durchdacht. Es gibt eine gefüllte Federtasche, einen zweiten Rucksack, der als Turnbeutel genutzt werden kann, ein Federmäppchen, ein kleines Portemonaie, und – einmalig im Test – eine Brotbüchse und eine Trinkflasche.

Der Turnbeutel lässt sich an den Rucksack anklippen. Außerdem ist im Ranzen ein Regenschutz integiert. Den über den Rucksack zu ziehen, schaffte keines der Testkinder, aber ein, zwei Jahre später klappt das sicher. Für uns ist der Ranzen von Beckmann of Norway aufgrund seiner Hochwertigkeit eine sehr gute Alternative für größere Grundschüler.

Der Deuter Ypsilon richtet sich an alle Kinder über 1,35 Meter, ein Körpermaß, das wohl nur die allerwenigsten Erstklässler erreichen. Auch unsere Testkinder waren dafür zu klein, dennoch haben wir auch dieses Modell auf Herz und Nieren untersucht. Der Ypsilon ist sehr robust und konnte mit einem tollen Rucksack-Design überzeugen. Der Rucksack ist dennoch wie ein Ranzen gearbeitet, so dass er gut steht und sich einfach befüllen lässt. Die Wirbelsäule wird gut entlastet und im Inneren gibt es zwei große Fächer für Bücher, Wasserflasche und Brotbüchse. Das Gewicht ist mit 1,2 Kilogramm vollkommen vertretbar.

Der Ypsilon konnte als Modell für die Zeit nach den ersten beiden Grundschuljahren durchaus überzeugen. Er wird empfohlen bis zu einer Körpergröße von 1,70m, kann also, je nachdem wie groß Ihr Kind wird sogar bis zum Ende der Schullaufbahn genutzt werden. Deswwegen raten wir dazu bei Design vor allem an die Langfristigkeit zu denken. Die Modelle sind alle eher zurückhaltend.

An Reflektoren wurde (vielleicht auch aufgrund der langen Nutzungsdauer) leider gespart, aber wir finden, auch wenn es vielleicht nicht mehr »cool« ist, solche Sichtbarkeit kann im Zweifelsfall Leben retten. Rüsten Sie hier doch gemeinsam mit ihrem Kind nach, beispielsweise mit einem Anhänger am Reißverschluss. Der Bauchgurt ist abnehmbar, was wir eine gute Idee finden. Es gibt ein Fach für eine Sonnenbrille, eine Mappe und die Kopfhörer. Das Kabel durch die vorgegebene Öffnung zu fummeln ist ein kleines Abenteuer, da braucht es Fingerspitzengefühl. Die Frontttasche für Brotdose oder Mütze finden wir nett, wissen aber nicht wie praktisch das Fach auf lange Zeit wirklich ist.

Der Deuter Strike ist für all die Kinder, die die Grundschule hinter sich haben. Deuter empfiehlt das Modell bei einer Körpergröße von 1,45 bis 1,80 Meter – und mit etwas Glück wäre dies eben das letzte Modell, das in der Schulzeit gekauft werden muss. Der Rucksack ist gut gepolstert und hat einen schönen stabilen Rücken. Auch das Belüftungssystem macht etwas her, wenn unsere Testkinder auch zu klein waren, um das dauerhaft zu testen. So hing der Brustgurt bei einigen Testkindern auf Bauchhöhe. Was Deuter gut durchdacht hat: Mit Ende der Grundschulzeit brauchen Schulkinder auch mehr Platz, deswegen hat der Strike auch drei Fächer. Für Fahrradhelm oder Jacke gibt es ein klippbares 3-Literfach. Hier wurden, im Gegensatz zum Ypsilon tatsächlich ein paar Reflektoren verarbeitet. Diese sind aber sehr dezent, trotzdem freuen wir uns, dass sie da sind. Die Größeneinstellung geht sehr einfach von der Hand, da wird Ihr Nachwuchs sicher Freude dran haben.

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