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Der beste Schulranzen

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Schulranzen Test: Schulranzen Gruppenfotos
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin und Bloggerin und schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und die Huffington Post. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit Kindern.

Der beste Schulranzen ist für uns der McNeill Ergo Primero McLight. Das geringe Gewicht von knapp einem Kilogramm, die Möglichkeit mit einfachen Handgriffen den Ranzen auf die Größe des Kindes anzupassen und die vielen Reflektoren überzeugten nicht nur die Testkinder sondern auch uns Erwachsene. Aber es gibt auch andere empfehlenswerte Modelle. Das wichtigste ist, dass Sie die Ranzen mit Ihrem Kind anprobieren, denn nicht jeder sitzt bei jedem Kind gleich gut.

Update 13. März 2019

Wir haben sechs neue Modelle getestet. Unser neuer Favorit ist der McNeill Ergo Primero Mclight. Die anderen Ranzen waren ebenfalls gut, hatten aber hier und da ein oder zwei Schwächen.

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5. Februar 2019

Wir haben den Testspiegel mit den neuesten Ergebnissen von Stiftung Warentest aktualisiert.

Der Schuleintritt des Kindes bringt eine echte Veränderung im Familienalltag mit sich. Und der Schulranzenkauf kann ebenso nervenaufreibend werden, denn es gibt dabei einiges zu beachten.

Neben dem Gewicht des leeren Ranzens ist auch die Möglichkeit der Größenverstellung wichtig. Denn Kinder wachsen und ein Schulranzen sollte nach Möglichkeit einige Grundschuljahre überstehen. Die Strapazierfähigkeit ist dabei weitaus wichtiger als das Aussehen – auch wenn das die Kinder anders sehen.

Für unseren Schulranzentest haben wir 23 Modelle von preiswert bis ganz schön teuer getestet. Das günstigste Modell im Test kostet knapp 30 Euro, die Teuersten um die 250 Euro. Leider zeigt sich: Die ganz günstigen sind nicht empfehlenswert.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

McNeill Ergo Primero McLight

Schulranzen Test: 384934304
Ein leichter Ranzen, der sich gut einstellen lässt und der gute Sichtbarkeit dank zahlreicher Reflektoren ermöglicht.

Unsere Testkinder waren ganz begeistert von den Reflektoren am McNeill Ergo Primero McLight. Denn z.B. der Schmetterling beim Modell »Butterfly« erstrahlt bei Kontakt mit Licht ziemlich hell. Das fanden die Kinder richtig gut. Uns Eltern hat vor allem die stufenlose Größeneinstellung im Rücken, das geringe Gewicht und der Boden aus Plastik überzeugt. Da ist es nämlich nicht so schlimm, wenn mal etwas ausläuft oder der Ranzen in den Dreck gestellt wird.

Leichter

DerDieDas ErgoFlex

Einer der leichtesten Schulranzen im Test hat unsere Testkinder und uns überzeugt – der DerDieDas ErgoFlex. Im Vergleich zur Konkurrenz wirkt der Ranzen auch gefüllt gar nicht so schwer. Die Größe lässt sich von XS bis XL einstellen und das kinderleicht. Das mögen Eltern, denn die fummelige Arbeit entfällt, was Nerven und Geduld der Kinder nicht strapaziert. Der ErgoFlex ist nur im Set erhältlich, wie die meisten unserer getesteten Ranzen.

Günstiger

Samsonite Sammies

Schulranzen Test: Img Street Sports
Dieser Ranzen kann mit tollen Designs und Leichtigkeit auf dem Rücken überzeugen.

Der Schulranzen Sammies von Samsonite überzeugte uns nicht nur mit seinem Aussehen, sondern ebenfalls mit relativ leichtem Gewicht auf dem Rücken. Obwohl es deutlich leichtere Modelle im Test gibt, waren die Kinder sich einig: Der drückt nicht und lässt sich einfach tragen. Und das ist für den täglichen Schulalltag eines der wichtigsten Kriterien. Das Einstellen der Größe erfordert allerdings etwas Fingerspitzengefühl, lässt sich aber in drei Stufen von S bis L durchführen.

Umweltbewusst

Ergobag Pack

Test Schulranzen: Ergobag Pack
Durchdachtes Design, viele Reflektoren und eine gute Größeneinstellung.

Definitiv sein Geld wert ist der Ergobag Pack. Er lässt sich auf Kinder zwischen einem und 1,50 Metern problemlos einstellen. Der Klettverschluss hat einen enorm guten Halt. Die vielen Reflektoren und die durchdachten Extras konnten uns überzeugen. Außerdem ist er sehr umweltbewusst, denn er ist aus recycelten PET-Flaschen hergestellt – prima.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerLeichterGünstigerUmweltbewusst
Modell McNeill Ergo Primero McLight DerDieDas ErgoFlex Samsonite Sammies Ergobag Pack Scout Genius Scout Alpha Herlitz Flexi Plus DerDieDas ErgoFlex Vario Ylvi und die Minimoomis Schulranzen Herlitz Motion Plus Deuter OneTwo School of Mood Timeless Eco Step by Step Space Step by Step 2in1 McNeill Ergo Explorer Ergobag Cubo McNeill Ergo Light Herlitz Loop Plus McNeill Ergo Light Pure Satch Pack Beckmann of Norway 1. Klasse-Set Champ Deuter Ypsilon Deuter Strike
Schulranzen Test: 384934304Schulranzen Test: 54 Ex Ergoflex Led PinkrosesSchulranzen Test: Img Street SportsTest Schulranzen: Ergobag PackSchulranzen Test: Image 1Test Schulranzen: Scout Alpha SetTest Schulranzen: Herlitz Flexi PlusSchulranzen Test: 1130 Derdiedas Basic Schulranzenset Ergoflex Vario Ergoflex Vario Vo Rgb Gypsy PrincessTest Schulranzen: Ylvi und die Minimoomis Ylvi und die MinimoomisTest Schulranzen: Herlitz Motion PlusTest Schulranzen: Deuter OneTwoTest Schulranzen: School of Mood Timeless EcoSchulranzen Test: 00138942awx3Schulranzen Test: 1240 Step By Step Hama Schulranzen Settlgin1abb2 Happy DolphinsSchulranzen Test: 3849340154r6y22hsr1gh2Test Schulranzen: Ergobag CuboTest Schulranzen: McNeill Ergo Light RescueTest Schulranzen: Herlitz Loop PlusTest Schulranzen: McNeill Ergo Light Pure LovelyTest Schulranzen: Satch PackTest Schulranzen: Beckmann of Norway Erste Klasse Set ChampSchulranzen Test: YpsilonSchulranzen Test: Strike 3082 17
Pro
  • Leicht (ca. 1 kg)
  • Boden aus Plastik verhindert Nässe im Ranzen
  • Lässt sich gut auf die Größe einstellen
  • Viele Reflektoren
  • Leichtgewicht
  • Gut auf Kindergröße einstellbar
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Superleicht auf dem Rücken
  • Größenverstellbar (erfordert aber etwas Fingersitzengefühl)
  • Tolle Designs
  • Problemlos auf Körpergröße des Kindes einstellbar
  • Viele Reflektoren
  • Vässt sich gut öffnen und schließen
  • Robuste Verarbeitung
  • Wasserdicht
  • Höhenverstellbarer Verschluss
  • Von S bis XL einstellbar
  • Robuste Verarbeitung
  • Wasserdicht
  • Höhenverstellbarer Verschluss
  • Von S bis XL einstellbar
  • Viele Reflektoren
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Lässt sich sehr leicht auf Kindergröße einstellen
  • Lässt sich sehr leicht von Größe XS bis XL einstellen
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Design gefällt den Kindern ausgesprochen gut
  • Geringes Gewicht
  • Lässt sich gut auf Kindergröße einstellen
  • Lässt sich gut öffnen und schließen
  • Passt sehr gut
  • Hochwertig
  • Tolle Optik
  • Leergewicht von knapp 1 kg
  • Guter Verschluss
  • Viele Reflektoren
  • Gute Stabilität
  • Magic Mags
  • Mit Bauch- und Brustgurt
  • Leicht (1,3Kg)
  • Laut Hersteller mit reflektierendem Material, was die Sichtbarkeit erhöhen soll
  • Frontfach und Seitentasche mit Reißverschlüssen
  • Lässt sich gut auf Kindergröße einstellen
  • Turnbeutel lässt sich an Ranzen klippen
  • Innenbereich lässt sich mit Trennwand gut gestalten
  • Viele Reflektoren und ein Blinklicht, das Sichtbarkeit erhöht
  • Sehr leicht auf dem Rücken
  • Reflektoren und Blinklicht erhöhen die Sichtbarkeit
  • Boden aus Plastik hilft gegen Nässe
  • Für größere Kinder geeignet
  • Sehr hochwertig
  • Mit durchdachtem Regenschutz
  • Ergonomischer Rücken
  • Toller Stand (wie bei Schulranzen)
  • Zwei große Fächer für Schulmaterialien
  • Guter Stand
  • Belüftetes Rückensystem gegen Schwitzen
  • Geringes Gewicht
  • Drei große Fächer für Schulmaterialien
Contra
  • Verschluss wirkt billig
  • Wirkt auf den ersten Griff etwas labberig
  • Lässt sich nicht ganz so einfach Öffnen und Schließen
  • Eher schwer
  • Turnbeutel anklippen braucht etwas Training
  • Eher schwer
  • Teuer
  • Teuer
  • Größenverstellung umständlich
  • Eher schwer
  • Größenverstellung umständlich
  • Fällt beim Ein- und Auspacken um
  • Wasserabweisendes Material überzeugt nicht
  • Fühlt sich auf dem Rücken eher schwer an
  • Lässt sich nicht auf die Größe einstellen
  • Kinder schwitzen am Rücken beim Tragen
  • Ranzen steht weit vom Rücken ab
  • Eher schwer
  • Kinder bekommen ihn nicht ohne Hilfe geöffnet
  • Wirkt eher schwer
  • Kinder kommen nicht gut an Inhalt ran
  • Wirkt etwas schwer
  • Kein Platz für Füller in der Stiftemappe
  • Beim Aufsetzen war er einigen Testkindern zu schwer
  • Größe lässt sich nur wie bei Rucksack einstellen, das hilft nicht so gut
  • Größeneinstellung konnte uns nicht ganz überzeugen
  • Wurde von den Kindern als etwas schwer empfunden
  • Größeneinstellung konnte uns nicht ganz überzeugen
  • Fällt beim Packen immer wieder um
  • Brustgurt wurde von den Testkindern nicht gemocht
  • Eher schwer
  • Verschluss eventuell nicht dauerhaft nutzbar
  • Sinnlose Reißverschlüße, an denen sich Haare eingeklemmt werden können
  • Rückenpolster taten den Testkindern weh
  • Kein Hüftgurt
  • Lässt sich nicht für verschiedene Körpergrößen einstellen
  • Kein Brust- und Bauchgurt
  • Lässt sich nicht neu einstellen
  • Lässt sich nicht gut öffnen
  • Hüftgurt lässt sich nicht von Kindern anbringen
  • Lässt sich nicht für verschiedene Körpergrößen einstellen
  • Rückenpolster drücken
  • Erstkläsler kommen nicht an den Boden
  • Eher schwer
  • Öffnen des Ranzens erfordert etwas Fingerspitzengefühl
  • Lässt sich nicht für verschiedene Körpergrößen einstellen
  • Wenige Reflektoren
  • Eher schwer
  • Für Schulanfänger nicht geeignet
  • Eher schwer
Bester Preis
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Wichtiges zum Schulranzenkauf

Schulranzen werden täglich mit allerlei Ausstattung für den Schulalltag beladen. Da kommt einiges an Gewicht zusammen. Daher ist es wichtig, dass alles gut und gleichmäßig auf Schulter und Becken verteilt wird, sonst kann die Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen werden. Hilfreich hierbei: Ein breiter Hüftgurt und gepolsterte Träger.

Ebenfalls wichtig ist, dass sich der Ranzen an die jeweilige Körpergröße des Kindes anpassen lässt und dies möglichst stufenlos und einfach. Hier zeigten sich deutliche Unterschiede. Manche Ranzen ließen sich überhaupt nicht einstellen. Bei anderen Schulranzen geht das nur an den schmalen Schulterriemen. Ein wenig hilft das zwar, aber lange wachsen diese Modelle nicht mit. Im Allgemeinen waren wir aber zufrieden, denn bei den allermeisten Modellen im Test ließen sich sowohl der Rücken als auch die Schulterriemen auf die Größe des Kindes anpassen. Wenn Sie nicht nach den ersten beiden Jahren wieder einen neuen Ranzen kaufen möchten, sollten Sie solche mitwachsenden Modelle ins Auge fassen.

Kinder setzen mehr auf Optik als auf Funktionalität

An fast alle Modelle im Test können verschiedene Klett- oder Magnetapplikationen angebracht werden. Unsere Testkinder probierten sich dabei begeistert durch das Angebot und zeigten einmal mehr, das sie nach ganz anderen Maßstäben entscheiden als ihre Eltern. Für sie stand beim Test ausschließlich das Aussehen der jeweiligen Schulranzen im Vordergrund, was auch dazu führte, dass manche Modelle nur mit Überredungskünsten aufprobiert wurden.

Da sich dann aber beim Probieren herausstellte, dass auch die vermeintlich »hässlichen« Ranzen super bequem sein können, änderte sich die Meinung der Testkinder schnell. Es lohnt sich für Eltern also dran zu bleiben und um eine weitere Anprobe zu bitten. Im Anschluss kann ja immer noch das quietschbunte Teil probiert werden, dass Sie Ihrem Kind eh nicht kaufen wollen.

Ein kleiner Tipp: Wenn Sie sich mit Ihrem Kind im Geschäft ansehen möchten, was es zur Auswahl gibt, lassen Sie sich vom Verkäufer am besten gegengeschlechtliche Ranzen zeigen. Das soll heißen: Mädchen probieren am besten Jungsranzen an und umgekehrt. Der Sinn dahinter ist, dass sich die Kinder nicht so sehr auf das Design fixieren, sondern lediglich auf Tragekomfort. Wenn Sie dann wissen, welcher Ranzen gut passt, kann ja anschließend auch die Auswahl der Mädchen- bzw. Jungenmodelle hinter dem Tresen hervorgeholt werden.

Das Gewicht

Für Eltern weitaus relevanter als das Aussehen ist das Gewicht der einzelnen Ranzen. Schließlich sollen die ABC-Schützen sich nicht gleich zu Beginn der Schulzeit den Rücken kaputt machen. Die meisten Schulranzen haben ein Gewicht zwischen 800 Gramm und 2,3 Kilogramm – wohlgemerkt im leeren Zustand. Unsere Messergebnisse weichen davon etwas ab. Da auch in der ersten Klasse bereits Bücher, Hefte, Federmäppchen, Wasserflasche, Brotdose und Turnbeutel mitgenommen werden müssen, summiert sich das Gewicht ziemlich schnell – und plötzlich trägt der eigene Nachwuchs fünf bis sieben Kilogramm tagtäglich spazieren. Da muss das Ausgangsgewicht des Ranzen auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Gefüllt wiegt ein Ranzen fünf bis sieben Kilo

Die Testkinder sind aber nicht nur mit den verschiedenen Schulranzen spazieren gegangen, sondern haben auch getestet, ob sie gut an die Inhalte herankommen. Denn für kleinere Kinder ist es nicht immer ganz einfach, den Boden der Taschen zu erreichen. Auch wichtig ist es, mit dem eigenen Kind zu testen, ob es in der Lage ist, den jeweiligen Verschluss alleine zu öffnen. Einige der Testkinder scheiterten an Verschlüssen und das könnte in der Schule unangenehme Folgen haben.

Reflektoren sollten nicht fehlen

Die auf den Schulranzen aufgenähten Reflektoren sorgen für gute Sichtbarkeit – allerdings nur, wenn eben auch Licht darauf fällt. Es gibt aber auch Modelle, wie den Pack von Satch, bei dem die Reflektoren in den Stoff eingearbeitet wurden und damit – laut Hersteller – die Sichtbarkeit erhöht wird. Wir konnten das nicht feststellen.

Weniger wichtig ist die Dekoration am Schulranzen. Zwar sind für die Kinder die Klettverschlüsse, Magneten und Blinklichter ein echter Kaufanreiz, unseren Test beeinflusste das nicht. Allerdings finden wir es durchaus verständlich, dass die Kleinen sich wünschen, ihren täglichen Begleiter immer mal wieder neu zu verschönern. Wir empfehlen Eltern darauf zu achten, ob unterschiedliche Kletties angebracht werden können, oder ob die Form des Klettverschlusses es lediglich zulässt, nur die mitgelieferten Kletties zu befestigen.

Grundausstattung im Set

Viele Schulranzen kann man als Set kaufen, so hat man mit einem Streich die gesamte Grundausstattung zusammen. Mit dabei sind meist gefüllte Stiftemappen, Federmäppchen und Turnbeutel. Wir konnten feststellen, dass manche Turnbeutel sich intelligent einklippen lassen, so dass die Hände frei sind – eine sinnvolle Idee, wie wir finden. Andere Modelle sind so gearbeitet, dass der Turnbeutel über den Arm gehangen werden kann, dafür sind diese Beutel aber aus besonders leichtem Material.

Ein Set kommt unterm Strich oft günstiger

Die gefüllten Stiftemappen haben meist keinen Füllfederhalter im Gepäck, sondern in erster Linie Buntstifte. Manche kommen mit Bleistiften und Radiergummi, allerdings sollten Sie hier nicht zu viel erwarten.

Die Stiftung Warentest hat aktuell Buntstifte für Kinder getestet, manche davon sind auch in den Federtaschen vorhanden.

Falls Sie immer noch Fragen haben oder nicht recht wissen, wie Sie beim Ranzenkauf vorgehen sollen, können Sie sich auf der DIN-Webseite, der Interessenvertretung der Verbraucher, einen Flyer herunterladen. Er informiert Sie über die DIN-Normen beim Ranzenkauf.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir fünf Vorschulkinder im Alter von fünf und sechs Jahren eingeladen, die alle Ranzen aufprobiert und aus- sowie eingeräumt haben. Da die Kinder naturgemäß unterschiedlich groß sind, konnten wir dabei auch überprüfen, wie gut und einfach sich die verschiedenen Größen einstellen lassen.

Unsere Testkinder waren alle sehr aufgeregt, denn schließlich ist der Kauf des Schulranzens das ultimative Zeichen dafür, dass die Schule bald losgeht. Einige haben bereits mit ihren Eltern nach einem Ranzen Ausschau gehalten. Das gemeinsame Auspacken sorgte für großes Staunen und sofort zeigten sich bei den Jungen und Mädchen eindeutige Präferenzen.

Obwohl alle Kinder alle Schulranzen aufprobierten, wollte jedes Kind mit seinem Favoriten beginnen. Und da wurde durchaus nach dem Design oder den Extras entschieden. So war der preiswerteste Ranzen, der Ylvi und die Minimoomis, vor allem deswegen beliebt, weil er als Einziger blinken konnte. Aber auch der »Timeless Eco«-Ranzen von »School of Mood« war sehr beliebt, das Design erinnerte die Kinder an eine Meerjungfrau. Außerdem waren die Kletties mit Wendepailletten bestückt – etwas, das zur Zeit bei Kindern sehr angesagt ist.

 Schulranzen Test: Mcneill Ergo Primero Mclight

Testsieger: McNeill Ergo Primero McLight

Der Name ist ein echter Zungenbrecher, der Ranzen an sich aber top. Da die Kinder im Test ja sehr viele Ranzen auf ihre Schulter gleiten ließen, fiel sofort auf, wie entspannt alle bei diesem Modell waren. Hieß es bei anderen Schulranzen des Öfteren »Das drückt hier!« oder »Es piekst da!«, wurde hier nicht gemurrt. Stattdessen kam die Rückmeldung, wie bequem er sich anfühlt. Das hat zum Einen sicher mit dem geringen Gewicht von knapp einem Kilogramm zu tun. Zum anderen aber ist auch der Hüftgurt bequem und nimmt zusätzliche Last von den Schultern.

Testsieger

McNeill Ergo Primero McLight

Schulranzen Test: 384934304
Ein leichter Ranzen, der sich gut einstellen lässt und der gute Sichtbarkeit dank zahlreicher Reflektoren ermöglicht.

Der McNeill Ergo Primero McLight ist, genau wie der ErgoFlex von DerDieDas, sehr leicht. Trotzdem wirkt er, im Vergleich zum DerDieDas stabiler. Deswegen wurde auch der McNeill unser Testsieger. Was uns außerdem sehr gut gefiel: Der Boden, der von außen mit Plastik verkleidet ist. Wie oft stellen Kinder ihren Ranzen nach einem Schultag auf den Spielplatzboden. Sie achten nicht auf Matsch und Pfützen. Das hat schon mancher Schultasche ein frühes Ende beschert, denn die Modelle wieder zu trocknen kann manchmal unmöglich sein. Und dann schimmelt das Material. Das kann beim McNeill nicht passieren. Natürlich sollte auch hier keine Wasserflasche kopfüber im Ranzen geleert werden, aber wenn dochmal was daneben geht, dann verzeiht der Ergo Primero McLight das leichter.

Kommen wir auf das »McLight« im Namen zu sprechen. Das steht tatsächlich für die erhöhte Sichtbarkeit, die der Ranzen liefert. Wie schon erwähnt, den Kindern fiel beim Modell »Butterfly« sofort der glitzernde Schmetterling ins Auge. Der funkelt, weil er Licht reflektiert. Was für die Testkinder einfach nur schön aussieht, hat einen ganz praktischen Nutzen. Die Kinder werden in der Dämmerung auf dem Schulweg besser gesehen. Dafür sorgen auch die zwei breiten Reflektorstreifen auf der Vorderseite. Auch die Seitentaschen sind mit Reflektoren ausgestattet. Stiftung Warentest bemängelte bei den meisten Schulranzen die fehlende Sichtbarkeit. Die meisten Modelle müssten hier nachbessern. Unser Testmodell wurde von Stiftung Warentest noch nicht unter die Lupe genommen, wir finden die Reflektoren aber überzeugend – vor allem, wenn wir sie mit den anderen Modellen im Test vergleichen.

Was uns nicht so gut gefällt: Der Verschluss wirkt im Vergleich zu anderen Ranzenmodellen im Test recht billig. Die Fünf- und Sechsjährigen im Test konnten das Magnetschloss problemlos öffnen und schließen, das verarbeitete Plastik lässt uns nur zweifeln, ob es die ersten vier Schuljahre wirklich übersteht. Das ist aber auch das einzige Manko am McNeill.

Die Hüftgurte, die unsere Testkinder als positiv und angenehm zu tragen bewertet haben, lassen sich auch abnehmen. Das muss allerdings von Erwachsenen gemacht werden, die kleinen Karabinerverschlüsse sind für Kinder zu filigran zum Öffnen. Den Hüftgurt selbst konnten aber alle Kinder im Test öffnen und schließen. Ob sie das im Alltag dann auch wirklich jeden Tag nutzen, sei aber dahingestellt. Der Gurt soll das Gewicht von den Schultern der Kinder nehmen und zusätzliche Entlastung bringen. Nicht alle Kinder sehen hier aber den Sinn dahinter, da ist es an Ihnen als Eltern, hier gut zuzureden.

Der erste Schulranzen wird in der Regel vom ersten bis zum vierten Schuljahr getragen. Um das auch wirklich zu schaffen, muss der Ranzen größenverstellbar sein, denn in vier Jahren wachsen Kinder stark.

Beim McNeill ist das kein Problem, denn er ist in den Größen S bis L verstellbar. Das wird in erster Linie über die Rückwand gewährleistet. Dazu drehen Sie einfach mit den Fingern am gelben Regler auf die für Ihr Kind aktuell passende Größe. Das geht innerhalb von Sekunden und ist für wirklich jeden problemlos durzuführen. Auch die Brust und den Bauchgurt können Sie so verstellen.

Eine positive Überraschung sind die Seitentaschen beim McNeill Ergo Primero McLight. Sie lassen sich mit einem Reißverschluss verschließen. Das ist nur bei wenigen Testmodellen der Fall. Wir bewerten das positiv, denn so bleiben die vielen Kleinigkeiten, die Kinder im Laufe eines Tages so sammeln, im Ranzen und gehen nicht verloren.

Beim McNeill Ergo Primero McLight gibt es zum Ranzen noch ein Federmäppchen, eine gefüllte Federtasche, einen Turnbeutel und einen Schlüsselanhänger dazu.

McNeill Ergo Primero McLight im Testspiegel

Da der Ranzen erst Anfang 2019 erschienen ist, gibt es noch keine weiteren Testergebnisse zum McNeill Ergo Primero McLight. Sobald wir neue Tests entdecken, werden wir sie hier anführen.

Alternativen

Wenn Sie oder Ihr Kind unseren Testsieger nicht ganz überzeugend finden, haben wir hier noch empfehlenswerte Alternativen für Sie.

Leichter

DerDieDas ErgoFlex

Der ErgoFlex von DerDieDas gefiel den Testkindern schon auf den ersten Blick. Auch die Haptik konnte überzeugen, unterschied sie sich doch deutlich von der Konkurrenz. Für uns wirkte der Schulranzen beim ersten Anfassen fast etwas weich, was sicher auch damit zu tun hat, dass er sehr leicht ist. Das geht jedoch nicht zu Lasten der Stabilität, denn auch dieser Schulranzen hat ein Gestänge, das ihn aufrecht hält. Das vom Hersteller angegebene Gewicht von 800 Gramm konnten wir in unserem Test bestätigen, er fühlt sich wirklich an wie ein Fliegengewicht.

Schön leicht und lange verwendbar

Beim Aufsetzen freuten sich die Kinder darüber, dass der Ranzen schön leicht ist. Er war aber, wie alle anderen Ranzen auch, mit den gleichen Schulmaterialien gefüllt. Besonders für zierliche Kinder ist dieser Schulranzen damit eine gute Wahl und auch alle anderen freuen sich darüber, weniger Gewicht herumtragen zu müssen. Allgemein gilt, dass Kinder nicht mehr als 10 Prozent ihres Körpergewichtes tragen sollen. Beim ErgoFlex wird das Gewicht gut auf dem Rücken der Kinder verteilt und das Gesamtgewicht zieht die Kinder nicht nach hinten.

Schont den Rücken und kann lange verwendet werden

Gute Handhabung

Der ErgoFlex wird mit einer gefüllten Federmappe, einem Mäppchen, einer Sporttasche und einer Sortierbox geliefert. Das ist mittlerweile guter Standard, besonders die Sortierbox erweist sich in dem eher weichen Ranzen als echte Wohltat. Denn so erhält der Schulranzen eine zusätzliche Stabilität und die Kinder freuten sich gleichzeitig darüber, dass alles so ordentlich sortiert ist – wenn das dann auch mal so bleibt. Für die unterschiedlich großen Testkinder war es auch ein Erfolgserlebnis, dass selbst das Kleinste unter ihnen den Schulranzen selbstständig ein- und ausräumen konnte.

Auch mit der Schließung gab es keinerlei Probleme, sodass unsere Schulanfänger in der Schule nicht nur den Ranzen alleine öffnen und ihre Schultische vorbereiten können, sondern auch bequem den Stift, der sich am Ranzenboden befindet, zu fassen bekommen. Da sich im Schulalltag so einiges am Ranzenboden sammeln kann, ist es gut zu wissen, dass auch die kleinen Verursacher die Sachen problemlos vom Boden beseitigen können, da gibt es keine Ausreden mehr.

Für knapp 200 Euro bekommt man hier den ErgoFlex im Set, der Preis liegt im guten Mittelfeld.

Günstiger

Samsonite Sammies

Schulranzen Test: Img Street Sports
Dieser Ranzen kann mit tollen Designs und Leichtigkeit auf dem Rücken überzeugen.

Ihr Kind ist eher groß gewachsen und wünscht sich einen Schulranzen, der mehr nach einem Rucksack aussieht? Dann ist der Sammies von Samsonite eine gute Wahl, denn sein Design fällt aus dem Rahmen. Der Sammies wirkt wie ein Schulranzen für die Großen, also mindestens für Viertklässler. Bei den Testkindern war dieses Modell sehr beliebt und sie ließen sich zu Aussagen wie »der sieht aber toll aus, nicht so wie für Kleine« hinreißen. Dabei empfiehlt Samsonite den Ranzen für die ersten drei Schuljahre, dann soll auf ein größeres Modell gewechselt werden.

Mit 1,2 Kilogramm liegt der Ranzen im guten Mittelfeld, was das Leergewicht angeht. Der Hersteller gibt das Versprechen, dass kein PVC verarbeitet wurde – eine Aussage, die wir leider nicht überprüfen konnten. Getestet haben wir hingegen die Größeneinstellung. Die funktioniert auch hier mithilfe von Klett. Der ist aber sehr fest, von den Erwachsenen wird etwas Fingerspitzengefühl verlangt. Durch den Klettverschluss lässt sich der Schulterbereich an die Größe des Kindes anpassen. Das ist etwas fummelig, behalten Sie hier einfach die Geduld, es ist wirklich kein Hexenwerk.

Zwei der Testkinder hatten Probleme beim Öffnen der Schnalle, was nach mehrmaligem Probieren im Kinderkreis aber auch gelöst wurde. Lassen Sie Ihr Kind beim Kauf also ruhig etwas damit rumspielen, denn spielerisch lernt es sich am besten. Als die Kinder den Dreh im wahrsten Sinne des Wortes heraus hatten, war das Öffnen und Schließen kein Problem mehr.

Beim Aufsetzen dachten die Kinder, dass das Füllmaterial weggelassen wurde: »Der ist ja superleicht auf dem Rücken«. Einige Kinder wollten dann auch den Brust- und Bauchgurt nicht benutzen, weil sie das Gewicht des Ranzens nicht spürten. Ein wirklich gutes Zeichen für einen Schulranzen.

Mit im Gepäck hat der Sammies eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen, ein Portemonnaie, eine Sortiermappe und einen Turnbeutel. Dem Start in den Schulalltag steht mit so vielen Extras nichts im Weg.

Umweltbewusst

Ergobag Pack

Test Schulranzen: Ergobag Pack
Durchdachtes Design, viele Reflektoren und eine gute Größeneinstellung.

Der Ergobag Pack ist mit knapp 250 Euro nicht gerade preiswert, kommt aber dafür mit jeder Menge durchdachten Extras im Set um die Ecke. Besonders ins Auge fällt dabei der anklippbare Turnbeutel. Wir müssen aber zu bedenken geben, dass Sie dieses Klippen mit Ihrem Kind üben sollten. Denn es erfordert nicht nur etwas Fingerspitzengefühl, die kleinen Klipper zu bedienen – auch das System, nach dem es befestigt wird, muss einstudiert werden. Dann aber funktioniert es tadellos und die Kinder haben wirklich die Hände frei. Ist der Turnbeutel festgeklippt, kann er wenigstens nicht vergessen werden. Außerdem im Preis enthalten ist eine gefüllte Federtasche und ein Stiftemäppchen.

Der Pack von Ergobag lässt sich auf Körpergrößen von einem Meter bis 1,50 Meter problemlos anpassen. Auch das funktioniert mithilfe eines starken Klettverschlusses ganz einfach. Als eines der wenigen Modelle verfügt der Ranzen von Ergobag auch über einen zusätzlichen Schutz für Brust- und Bauchgurt, was von den Testkindern als sehr bequem und positiv befunden wurde. Viele Reflektoren und ein wasserdichter Stoff runden das Angebot ab.

Die Gurte an Brust und Bauch lassen sich gut öffnen, ebenso der Ranzen an sich. Da hatte keines der Kinder Probleme und die kleinen Tester freuten sich über die Möglichkeit, alles selbständig erledigen zu können. Mit 1,3 Kilogramm ist der Ranzen eher schwerer, was von einem Testkind auch bemängelt wurde. Wir empfehlen daher, den Ranzen gefüllt mit Ihrem Kind zu testen, um herauszufinden, ob das Modell das richtige ist.

Außerdem getestet

Wenn Sie auf der Suche nach einem besonders robusten Modell sind, riskieren Sie einen Blick auf den Scout Genius. Gut gefällt uns auch hier die wasserabweisende Beschichtung, die alle Scout Schulranzen haben, denn sicherlich wird doch mal die ein oder andere Flasche im Ranzen umkippen, schließlich nutzt nicht jedes Kind die dafür eigentlich vorgesehene Seitentasche. Der Rücken lässt sich von Größe S bis XL umstellen, was dem Schulranzen eine lange Nutzungsdauer garantiert. Sollten Sie also ein großes Kind haben, kann dieser Ranzen noch eine ganze Zeit lang mitwachsen. Mit im Gepäck sind eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen und eine Sporttasche. Eigentlich alles gut, aber obwohl er mit 1,1 Kilogramm Leergewicht eher leicht ist, war er unseren Testkindern auf dem Rücken gefühlt etwas zu schwer.

Der Scout Alpha weist wenige Unterschiede zum Genius auf. Auch er lässt sich von Größe S bis XL einstellen. Dafür benötigen Sie allerdings eine Münze und etwas Fingerspitzengefühl. Ganz so einfach ist das Einstellen nicht, aber trösten Sie sich, so oft muss das ja auch nicht erledigt werden. Die Einstellung von S, M, L und XL bezieht sich übrigens, laut Hersteller, auf kleine, mittlere und große Kinder. Eine genauere Angabe gibt es nicht. Die passende Einstellung muss durch Ausprobieren herausgefunden werden. Den höhenverstellbaren Verschluss am Ranzen fanden nicht nur die Testkinder sondern auch die Eltern richtig toll, denn so wächst der Ranzen eben als Ganzes mit und sieht nicht irgendwann ganz klein auf dem Rücken des großen Kindes aus.

Der Schulranzen Flexi Plus von Herlitz kam bei den Testkindern nicht so gut an. Es ärgerte sie vor allem, dass er ständig umfiel, der Boden ist eher uneben und das sorgt für Instabilität. Leider haben sich die Kinder beim Testpacken nicht nur über das Umkippen geärgert, sondern dann (durch das Umkippen) auch noch die Verschlussschnalle ins Auge bekommen. Eine wirklich ärgerliche Testsituation. Mit 1,1 Kilogramm liegt auch dieser Ranzen im guten Mittelfeld, die vielen Reflektoren konnten uns überzeugen, auch wenn das für die Kinder selbst natürlich keine Rolle spielt. Der Schulranzen lässt sich mithilfe von Klett und viel Fingerspitzengefühl auf die richtige Größe anpassen.

Enttäuscht waren wir dennoch – bei anderen Modellen ging das wesentlich besser. Die Kinder bemängelten auch, dass sie den Ranzen nicht gut ein- und ausräumen konnten. Außerdem konnte uns das angeblich wasserabweisende Material nicht überzeugen, im Test erschien uns dies nämlich doch feucht zu werden.

DerDieDas ErgoFlex Vario

»Das geht ja babyleicht auf« war die erste Reaktion der Testkinder auf den DerDieDas ErgoFlex Vario. Und zusätzlich ist er mit seinen 950 Gramm auch noch recht leicht. Die Testkinder freuten sich, dass sie nicht ewig warten mussten, bis der Ranzen auf ihre Größe eingestellt war, denn das geht innerhalb weniger Sekunden. Die Spannbreite reicht dabei von XS bis XL, was dafür spricht, dass auch dieser Ranzen lange mitwächst. Im Gepäck hat der ErgoFlex Vario eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen, eine Sortierbox und einen Sporttasche. Die Testkinder bemängelten allerdings, dass sich dieser Ranzen auf dem Rücken sehr schwer anfühlt. Auch wenn er eigentlich nicht viel wiegt, die Kinder müssen sich auf jeden Fall wohlfühlen.

Ylvi und die Minimoomis Schulranzen

Der Schulranzen von Ylvi & the Minimoomis erfreute sich bei den Kindern enormer Beliebtheit. Das hat allerdings wenig mit Verarbeitung oder Bequemlichkeit zu tun, sondern einzig mit der Tatsache, dass dieser Ranzen blinken kann – als einziger in unserem Test. Außerdem hat er auch sogenannte Kletties im Gepäck – auswechselbare Klettbilder, die an verschiedenen Stellen am Ranzen angebracht werden können. Mit 1,2 Kilogramm ist der Ranzen mittelmäßig schwer, wir mussten im Test aber feststellen, dass er für Kinder unter 1,20 Metern wenig geeignet ist.

Er lässt sich nicht gut einstellen und steht bei einigen Kindern zu weit vom Rücken ab. Das bedeutet, dass das Gewicht einzig auf den Schultern lastet. Das ist nicht ideal, die Wirbelsäule wird dadurch zu stark belastet. Da wir im warmen Sommer getestet haben, schwitzten die Kinder auch entsprechend. Trotz »Anatomic Air System«, wie der Hersteller angibt, waren die Kinder am Rücken nass. Das passierte bei keinem anderen Ranzen im Test. Der Drehverschluss ließ außerdem einige Kinder ratlos zurück, sie schafften es nicht an den Inhalt des Ranzens zu gelangen.

Herlitz Motion Plus

Der Herlitz Motion Plus fiel bei unseren Testkindern durch. Zum Einen wegen der Optik, was wir aber für vernachlässigbar halten, denn Geschmäcker sind ja nun mal verschieden. Das Gewicht von einem Kilogramm ist völlig in Ordnung, die Testkinder beschweren sich aber, dass der Ranzen sowohl in der Hand als auch auf dem Rücken zu schwer ist – wohlgemerkt, bei gleicher Füllung wie bei all den anderen Schulranzen im Test. Keines der Testkinder kam gut an den Inhalt des Ranzens heran, nur einer war überhaupt in der Lage, diesen zu öffnen. Für Erstklässler empfehlen wir daher ein anderes Modell. Gut hat uns aber die sehr einfache Einstellung des Ranzens auf Kindergröße von S bis L gefallen.

Das Herstellerversprechen, dass sich der Deuter OneTwo besonders leicht tragen lässt, können unsere Testkinder leider nicht bestätigen. »Viel zu schwer«, lautet ihr Urteil nach dem Test. Er wiegt zwar mehr als andere Ranzen, ist mit 1,2 Kilogramm aber auch kein Schwergewicht – subjektiv fühlte es sich, vor allem im gefüllten Zustand, aber leider sehr viel schwerer auf den Kinderrücken an. Der OneTwo passt sich dem Kinderrücken tatsächlich gut an, allerdings konnte uns das Einstellen der Größe nicht so recht überzeugen. Gut gefiel den Testkindern, dass sich der Ranzen leicht öffnen und schließen lässt.

Mit im Gepäck hat der Deuter eine Sporttasche, eine gefüllte Stiftemappe, eine Federmappe und ein Portemonnaie. Uns fiel negativ auf, dass in der Stiftemappe kein Platz mehr für einen Füller ist – eine Ausnahme im Test.

Der Step by Step Space gefiel den Testkindern zunächst wegen der »Magic Mags« sehr gut. Das sind Magneten, die am Deckel und auf der Vordertasche des Ranzens frei angebracht werden können. Nach anfänglicher Begeisterung beschwerten sich die Testkinder dann aber: »Und was, wenn die Magneten verloren gehen? Die gehen so leicht ab!«. Im Zweifelsfall müssten die Eltern dann natürlich Nachschub besorgen, aber auch das will als Geldausgabe gut überlegt sein. Die vielen Reflektoren finden wir sehr gut, ebenso die Stabilität des Ranzens.

Die Größenverstellung hingegen kann uns nicht überzeugen, da wir im Vergleich zu anderen Systemen nicht so gut damit zurecht kamen. Die Testkinder monierten, dass ihnen der Ranzen schwer vorkommt – auch, wenn er nahezu das gleiche wiegt wie der 2in1, den wir ebenfalls im Test hatten. Möglicherweise lag das an einer falschen Einstellung des Ranzens, da die Einstellung der richtigen Größe von uns nicht als ganz so einfach empfunden wurde.

Das Modell Step by Step 2in1 lässt sich mithilfe eines Rades auf die Größe des Kindes einstellen. Dreht man das Rad, kommt eine Größenskalierung zum Vorschein. Laut Hersteller kann man die Größeneinstellung vornehmen, während der Ranzen auf dem Rücken des Kindes sitzt. Bei uns hat das jedoch nicht gut funktioniert, vielleicht klappt es aber bei Ihnen besser. Als die Testkinder den Ranzen packten, fiel er leider immer wieder um. Magnete zur Verzierung gibt es bei diesem Modell nicht, hier muss man sich mit fest verarbeiteten Motiven begnügen.

Gut gefallen hat uns dennoch, dass er auf dem Rücken nicht als schwer empfunden wurde. Ein weiteres Plus gibt es für die Tatsache, dass sich der Ranzen mit einigen Handgriffen zum Rucksack umgestalten lässt und so eben auch außerhalb der Schule noch genutzt werden kann.

Der McNeill Ergo Light kommt ohne einen Hüftgurt daher. Die Kinder bemängelten, dass ihnen das Polster an den Rippen weh tun würde. Da sich der Rücken nicht auf die Größe der Kinder einstellen lässt und alle fünf Testkinder dies bemängelten, wurde dies negativ im Test vermerkt. Ein unbequemer Ranzen ist keine gute Idee für ein Schulkind. Uns zeigte dies einmal mehr, wie wichtig es ist, den Ranzen mit dem Kind gemeinsam anzuprobieren.

Was dagegen positiv bewertet wurde, und zwar von den Kindern und von uns: Es gibt viele Reflektoren und ein blinkendes Element. Das finden die Kinder spannend, für Eltern bedeutet es eine erhöhte Sicherheit, weil solche Blinkelemente in der Dämmerung auffallen. Im Inneren lässt sich ein Bereich für Bücher mit einer herausnehmbaren Trennwand nach Bedarf einrichten. Neben einem Flyer, der Eltern und Kinder über die Wichtigkeit von gesunder Ernährung aufklären soll, sind beim McNeill Ergo Light auch eine gefüllte Federtasche, ein Turnbeutel und eine Federmappe dabei.

McNeill Ergo Light Pure

»Der drückt hier so in den Rücken rein, das tut weh.« – Der McNeill Ergo Light Pure konnte unsere Testkinder auch nicht überzeugen. Dabei waren zunächst besonders die drei Mädchen im Test von diesem Schulranzen angetan. Denn der Ranzen kann blinken, er lässt sich leicht öffnen und schließen und es gibt einen glitzernden Schlüsselanhänger obendrauf. Aber es entscheidet letzlich eben doch die Bequemlichkeit. Und da konnte dieses Modell die Kinder nicht begeistern. Das liegt vor allem an dem starren Rückenpolster. Beim Test fiel dann auch noch der Hüftgurt ab, der mit einem Karabinerhaken eingeklickt wird. Die Kinder schafften es nicht, diesen wieder einzuklippen. Im schlimmsten Fall wäre das dann auf dem Spielplatz oder in der Schule passiert und der Hüftgurt wäre weg. Der Boden aus Plastik sowie die vielen Reflektoren gefielen uns dagegen sehr gut.

Der Schulranzen Ergobag Cubo eignet sich für Kinder zwischen einem und 1,50 Meter. Für die Einstellung der Größe brauchen Sie etwas Kraft, denn der Klettverschluss hält sehr gut. Das empfinden wir aber positiv, denn so wissen Sie, dass sich nichts einfach löst und Ihr Kind eventuell Probleme beim Rücktransport bekommt. Mit 1,1 Kilogramm ist auch dieser Ranzen recht leicht, die Testkinder empfinden ihn auf dem Rücken ebenfalls nicht als schwer, was für das Modell spricht. Leider kann uns der Verschluss nicht so richtig überzeugen, er lässt sich sehr leicht öffnen und schließen, wirkt allerdings, als könnte er der Kraft kleiner Kinder nicht mehrere Jahre standhalten. Im Set enthalten sind eine gefüllte Stiftemappe, ein Federmäppchen und ein Turnbeutel.

Was uns nicht gefiel: Der Schulranzen hat überall Reißverschlüsse, die keinerlei Funktion haben. Die langen Haare der Kinder verfingen sich darin, was in einem Fall sogar für bittere Tränen sorgte.

Der Herlitz Loop Plus rief genau zwei Reaktionen bei den Testkindern hervor. Zum Einen: »Wow, der ist ja super leicht.« Zum Anderen: »Häh, wie geht der denn auf?« Und genau dieses Öffnen und Schließen wurde zu einem echten Problem im Test, denn es gelang keinem unserer Testkinder den Ranzen zu öffnen! Das Schieben und Drücken, was gleichzeitig geschehen muss, überfordert unsere kommenden Erstklässler und das wird spätestens im Klassenzimmer zum Problem. Klar, Kinder lernen alles, aber wenn es Alternativen gibt, ist ein anderes Modell vielleicht doch besser geeignet. Der superleichte Ranzen lässt sich am Rücken leider nicht verstellen und verfügt auch über keinen Brust- oder Bauchgurt.

School of Mood Timeless Eco

»Den finde ich am tollsten!«, sagten die Testkinder, als sie den Schulranzen von School of Mood erblickten. Und ja, auch die Eltern können sich gut mit dem Timeless Eco anfreunden, sticht das zurückhaltende Design doch angenehm zwischen all den Schmetterlingen, Blumen, Prinzessinnen, Fußbällen, Hubschraubern und Autos hervor. Das Leergewicht von knapp über einem Kilogramm kann ebenfalls überzeugen. Allerdings nur, solange wie der Ranzen vor den Testkindern stand. Beim Aufsetzen beschwerten sich drei Kinder, dass ihnen das jetzt zu schwer sei. Dabei waren alle Ranzen mit den gleichen Materialien gefüllt. Der »Timeless Eco« lässt sich auch nicht besonders gut auf die unterschiedlichen Kindergrößen einstellen. Hier wird mit verschiedenen Gurten eine Einstellung möglich, die eher an einen Rucksack erinnert. Das finden wir nicht optimal.

Was positiv auffällt ist auch hier die Hochwertigkeit der Materialien. Da schneiden viele andere Ranzen im Test deutlich schlechter ab. Es gibt hier viel Staufläche, viele seitliche Fächer und einen Drehverschluss, den alle Kinder gut öffnen und schließen konnten. Ein besonderes Highlight für die Kinder: Die mitgelieferten Kletties, mit denen der Ranzen verschönert werden kann, waren mit Wendepailletten bestickt. Uns Eltern freuen die vielen Reflektoren sowie die gefüllte Federtasche, das Portemonnaie, der Turnbeutel und das Federmäppchen.

McNeill Ergo Explorer

Der McNeill Ergo Explorer überzeugt uns, weil er sich schnell und einfach auf die Größe des Kindes einstellen lässt. Da wollen Eltern einfach nicht stundenlang herumfummeln, auch, weil Kinder keine Geduld dabei haben. Außerdem lassen sich Front- und Seitentaschen mit Reißverschlüssen öffnen und schließen, das minimiert das Verlieren von Kleinteilen immerhin ein wenig. Der Ranzen ist mit 1,3 Kilogramm auch einer der leichteren im Test. Er verfügt über weniger Reflektoren, ist dafür aber, laut Hersteller, mit Reflexmaterialien ausgestattet, was die Sichtbarkeit deutlich erhöhen soll.

Es gibt einen Brustgurt, der unsere Testkinder nicht überzeugen konnte. Wir fanden den allerdings vollkommen in Ordnung, vermutlich wollten die Kinder ihn nur einfach nicht benutzen. Im Set enthalten sind außerdem eine gefüllte Federtasche, ein Federmäppchen, ein Turnbeutel und ein Schlüsselanhänger.

Haben Sie ein eher großes Kind? Dann ist der Satch Pack definitiv einen Blick wert. Es ist eher ein Rucksack als ein Ranzen, der, laut Hersteller, aus PET-Flaschen mit Reflexmaterial hergestellt wurde. Die Testkinder fanden den Rucksack optisch toll, allerdings auf dem Rücken eher unbequem. Das lag aber daran, dass er sich auf keinen Kinderrücken gut einstellen ließ, was sicher der Tatsache geschuldet ist, dass der Satch Pack nicht unbedingt für Erstklässler gedacht ist. Dazu passt auch, dass einige der Testkinder nicht bis an den Boden des Ranzens kamen, weil sie schlicht zu klein sind. Wir raten also zu diesem Modell nur, wenn Ihr Kind etwas älter ist.

Beckmann of Norway 1. Klasse-Set Champ

Auch etwas für größere Kinder ist der Ranzen von Beckmann of Norway. Das »1. Klasse Set Champion« ist eher ein Rucksack, als ein Ranzen. Obwohl er für die Kinder der ersten Klasse bereits gedacht ist, hatten unsere Testkinder hier einige Schwierigkeiten. So konnten zwei eher leichtgewichtige Kinder den Ranzen nicht öffnen. Er war für diese zwei Kinder auch zu groß. Da sich das Modell nicht individuell auf die Größe einstellen lässt, empfehlen wir diesen Schulranzen für größere Kinder oder ab der zweiten, dritten Klasse. Dann, wenn Rucksackmodelle plötzlich eh viel cooler sind, als der klassische Ranzen. Für diese Idee spricht auch, dass der Boden aus Stoff ist und Kleckereien aller Art eher weniger verziehen werden.

Was uns beim Schulranzen von Beckmann of Norway aber sehr positiv auffiel, ist die sehr gute Qualität. Die Materialien wirken sehr hochwertig, der Ranzen ist bis ins Detail durchdacht. Es gibt eine gefüllte Federtasche, einen zweiten Rucksack, der als Turnbeutel genutzt werden kann, ein Federmäppchen, ein kleines Portemonaie, und – einmalig im Test – eine Brotbüchse und eine Trinkflasche. Der Turnbeutel lässt sich an den Rucksack anklippen. Außerdem ist im Ranzen ein Regenschutz integiert. Den über den Rucksack zu ziehen, schaffte keines der Testkinder, aber ein, zwei Jahre später klappt das sicher. Für uns ist der Ranzen von Beckmann of Norway aufgrund seiner Hochwertigkeit eine sehr gute Alternative für größere Grundschüler.

Der Deuter Ypsilon richtet sich an alle Kinder über 1,35 Meter, ein Körpermaß, das wohl nur die allerwenigsten Erstklässler erreichen. Auch unsere Testkinder waren dafür zu klein, dennoch haben wir auch dieses Modell auf Herz und Nieren untersucht. Der Ypsilon ist sehr robust und konnte mit einem tollen Rucksack-Design überzeugen. Der Rucksack ist dennoch wie ein Ranzen gearbeitet, so dass er gut steht und sich einfach befüllen lässt. Die Wirbelsäule wird gut entlastet und im Inneren gibt es zwei große Fächer für Bücher, Wasserflasche und Brotbüchse. Das Gewicht ist mit 1,2 Kilogramm vollkommen vertretbar.

Der Ypsilon konnte als Modell für die Zeit nach den ersten beiden Grundschuljahren durchaus überzeugen. An Reflektoren wurde leider gespart, aber wir finden, auch wenn es vielleicht nicht mehr »cool« ist, solche Sichtbarkeit kann im Zweifelsfall Leben retten. Rüsten Sie hier doch gemeinsam mit ihrem Kind nach, beispielsweise mit einem Anhänger am Reißverschluss.

Der Deuter Strike ist für all die Kinder, die die Grundschule hinter sich haben. Deuter empfiehlt das Modell bei einer Körpergröße von 1,45 bis 1,80 Meter – und mit etwas Glück wäre dies eben das letzte Modell, das in der Schulzeit gekauft werden muss. Der Rucksack ist gut gepolstert und hat einen schönen stabilen Rücken. Auch das Belüftungssystem macht etwas her, wenn unsere Testkinder auch zu klein waren, um das dauerhaft zu testen. So hing der Brustgurt bei einigen Testkindern auf Bauchhöhe. Was Deuter gut durchdacht hat: Mit Ende der Grundschulzeit brauchen Schulkinder auch mehr Platz, deswegen hat der Strike auch drei Fächer. Für Fahrradhelm oder Jacke gibt es ein klippbares 3-Literfach.

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