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Das beste Smartphone

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Das beste Smartphone im Test: iPhone 6
Thilo Röscheisen

Thilo Röscheisen

ist Autor und kann es als echter Gadgetfreak nicht ausstehen, schlechte Produkte zu kaufen. Für alle, denen es ähnlich geht, hat er AllesBeste gegründet.

Das iPhone ist und bleibt für uns das beste Smartphone. Es bietet erstklassiges Design, höchste Verarbeitungsqualität, top Performance und eine der besten Smartphone-Kameras, die zur Zeit auf dem Markt sind. Was will man mehr?

Update 14. Oktober 2015

ARCHIVIERT: Unser neuer Favorit als bestes Smartphone für die meisten Menschen ist das iPhone 6s. Hier ist der Testbericht.

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25. September 2015

Seit heute ist das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus im Verkauf. Unser Testgerät ist bereits bestellt – der Test wird zeigen, ob das neue Modell unser neuer Favorit wird oder diesmal ein anderer Hersteller die Nase vorn hat. Bis dahin: lieber abwarten!

3. September 2015

Auf der IFA werden zahlreiche neue Smartphones vorgestellt und auch ein neues iPhone lässt nicht mehr lange auf sich warten. Wir werden die neuen Modelle so schnell wie möglich testen. Bis dahin: lieber mit dem Kauf eines neuen Smartphones warten.

25. April 2015

Das Galaxy S6 ist unser neues bestes Android-Smartphone. Es ist in vielen Bereichen auf Augenhöhe mit dem iPhone 6 und übertrumpft es sogar in manchen Bereichen. Trotzdem hat für uns das iPhone 6 immer noch leicht die Nase vorn. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.

6. März 2015

Samsung und HTC haben ihre neuen Flaggschiff-Modelle vorgestellt: Samsung das Galaxy S6 und HTC das One M9. Aber auch andere Hersteller haben Neuigkeiten herausgebracht. Wir werden die neuen Modelle testen, sobald sie auf dem Markt sind. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.

12. Dezember 2014

Der Artikel wurde durch die aktuellen Testergebnisse der Stiftung Warentest ergänzt.

Das selbe gilt natürlich auch für das iPhone 6 Plus, das mit einem zusätzlichen optischen Bildstabilisator bei der Kamera nochmal eins oben drauf setzt. Den meisten Menschen wird das iPhone 6 Plus aber wohl zu groß sein. Daher ist das iPhone 6 unser Favorit.

Wichtigste Neuerung: die Größe

Nach dem 4-Zoll-Bildschirm des iPhone 5s verfügt das iPhone 6 nun über eine Bildschirmdiagonale von 4,7 Zoll, das iPhone 6 Plus kommt sogar auf 5,5 Zoll. Apple hat sich hier – ausnahmsweise – einmal den Kundenwünschen gebeugt und folgt dem Trend zu größeren Displays.

Welche Größe man bevorzugt, ist Geschmacksache und hat auch damit zu tun, wie groß die eigenen Hände sind. Denn so angenehm ein größerer Bildschirm auch ist, die Bedienung mit einer Hand wird dadurch eindeutig schwieriger. Das ist auch der Grund, warum sich Apple so lange gegen größere Modelle gesperrt hat: nach Apples Philosophie sollte der Daumen der haltenden Hand bis zur oberen Ecke des Bildschirms reichen, damit man das iPhone auch mit einer Hand komplett bedienen kann.

Das ist beim iPhone 6 Plus nun auch für Menschen mit außergewöhnlich großen Händen nicht mehr drin und wird für viele Menschen auch beim »kleinen« iPhone 6 schwierig. Aber Apple wäre nicht Apple, wenn sich die Firma aus Cupertino nicht auch für dieses Problem etwas einfallen ließe: ein doppeltes Tippen – nicht klicken – auf den Homebutton schiebt den Bildschirminhalt so weit nach unten, dass man mit dem Daumen die oberen Bedienelemente erreichen kann und verschwindet dann wieder.

Das ist okay, aber letztlich nur eine Notlösung. Jedem sollte klar sein, dass man sowohl das iPhone 6 als auch das iPhone 6 Plus öfter mit zwei Händen bedienen wird als nur mit einer. Solange der Menschheit nicht größere Hände wachsen, schließen sich der Wunsch nach einem möglichst großen Smartphone-Bildschirm und der nach möglichst einhändiger Bedienung leider weitgehend aus.

Wer das iPhone bislang schon wegen seines kleineren Formfaktors geschätzt hat, dem bleibt nur das iPhone 5s. Es ist zwar schon seit einem Jahr auf dem Markt, zeigt aber auch mit dem neuen iOS 8 keinerlei Anzeichen von Altersschwäche.

Was ist noch neu?

Ansonsten hat Apple beim iPhone 6 vor allem solide Produktpflege betrieben. Die Bildschirme sind nicht nur größer geworden, sondern haben auch eine höhere Auflösung, die Apple »Retina HD« nennt. Auch viele Android-Smartphones mit noch höherer Pixeldichte protzen – das ist letztlich Augenwischerei: die Anzeige der iPhones ist gestochen scharf, den Unterschied zu noch höheren Auflösungen sehen Sie nicht, dafür wirkt sie sich negativ auf Performance und Akkulaufzeit auf.

Auch in Sachen Farbdarstellung, Kontrast und Blickwinkelstabilität bewegt sich das Display des iPhone 6 auf dem Top-Niveau der OLED-Anzeigen von Samsung und Nokia. Da sind sich auch alle anderen Tester einig: der Bildschirm des iPhone 6 ist hervorragend.

Natürlich gibt es beim neuen iPhone außerdem schnellere und effizientere Prozessoren, bessere WLAN- und LTE-Chips und endlich den Funkstandard NFC – zumindest theoretisch, denn NFC bleibt beim iPhone auf Apples neues Bezahlsystem beschränkt und das ist bis auf weiteres in Deutschland nicht verfügbar.

In Sachen Performance ließ das iPhone 6 beim Marktstart die Konkurrenz mal wieder hinter sich. Trotz der auf den ersten Blick höheren Leistungswerte von Top-Android-Smartphones hat das iPhone 6 im Benchmark-Test von Netzwelt in fünf von zehn Tests die Nase vorn – ein Ergebnis das auch die Tester von Toms Hardware bestätigen. Grund dafür ist die gute Abstimmung von Hard- und Software und die ressourcenschonendere Arbeitsweise von Apples iOS. Das Fazit von Netzwelt:

»Das iPhone 6 ist damit der neue Benchmark-König und damit erst einmal das leistungsfähigste Smartphone am Markt.«

Inzwischen sind einige neuere Android-Smartphones auf den Markt gekommen, die die Leistung des iPhone 6 in den Schatten stellen – allen voran das Galaxy S6 von Samsung.

In der Praxis spürt man den nominiellen Leistungsvorsprung des Galaxy S6 aber kaum. Programme öffnen sich vielleicht einen Bruchteil einer Sekunde schneller, aber insgesamt bietet iOS immer noch eine um einen Tick flüssigere und rundere Benutzerfahrung als Android.

Sensationelle Kamera

Obwohl die Kamera des iPhone 5s ohnehin schon zu den besten gehörte, legt Apple beim iPhone 6 die Latte noch einmal deutlich höher. Während viele Hersteller sich immer höheren Megapixel-Zahlen verschreiben, bleibt Apple beim iPhone 6 bei der Auflösung von 8 Megapixeln und setzt auf bessere Kamerafunktionen.

So verfügen beide iPhone 6 Modelle nun über einen Phasen-Autofokus, wie er bislang nur bei System- und Spiegelreflexkameras zum Einsatz kommt. Das iPhone stellt damit wesentlich schneller scharf, was nicht nur beim Fotografieren sehr angenehm ist, sondern vor allem auch bei Videoaufnahmen einen riesigen Unterschied macht: kein unscharfes Fokus-Pumpen mehr, wenn das Kind auf einen zuläuft, sondern alles immer knackig scharf.

Toll ist auch die Serienbildfunktion: bleibt man mit dem Finger auf dem Auslöser, nimmt das iPhone 10 Bilder pro Sekunde auf – ungemein praktisch für Action-Fotos.

Neu ist auch die Möglichkeit neben Zeitraffer auch Zeitlupen mit 240 Bildern pro Sekunde aufzunehmen – Ihren alten Camcorder können Sie damit endgültig einmotten.

Zum Marktstart gehörte die Kamera des iPhone 6 fraglos zu den leistungsfähigsten Smartphone-Kameras auf dem Markt, wenn nicht gar zur besten überhaupt.

Mit dem Galaxy S6 ist allerdings inzwischen ein ernstzunehmender Konkurrent auf den Plan getreten. Einige Tester urteilen sogar, dass die Kamera des Galaxy S6 die des iPhone 6 übertrifft.

Tatsächlich liefert das Galaxy S6 bei wenig Licht und bei Blitzaufnahmen bessere Bilder als das iPhone 6. Auch die Detailschärfe ist aufgrund der doppelt so hohen Auflösung des S6 teilweise besser. Aber Megapixel sind nicht alles. Bei Landschafts- und Portraitaufnahmen hat das iPhone auch nach Meinung der meisten Tester nach wie vor die Nase vorn.

Insgesamt ist die Farbwiedergabe des iPhones natürlicher und ausgewogener, während das S6 die Bilder stark nachbearbeitet.

Aber am besten beurteilen Sie es selbst: Kamera-Vergleiche zwischen dem iPhone 6 und dem Galaxy S6 mit vielen Testbildern finden Sie bei Toms Guide, AreaMobile und CNET.

Verarbeitung: Was ist mit »Bendgate«?

Viel Spott und Häme musste Apple ertragen, als ein Blogger vorführte, dass sich das iPhone 6 Plus mit einigem Kraftaufwand verbiegen lässt. Doch in einem Test stellte die amerikanischen Partnerorganisation von Stiftung Warentest schnell fest, dass andere Top-Smartphones sich teilweise noch leichter verformen. Auch Samsungs Galaxy S6 verformt sich noch schneller als das iPhone 6.

Aber auf diese Sensationsmeldungen sollten Sie nicht allzu viel geben: Mehr als 30 Kilogramm Druck sind nötig, um ein iPhone 6 zu verbiegen, bei einem iPhone 6 Plus sind es sogar mehr als 40. Auch wenn das LG G3, das iPhone 5 und das Samsung Galaxy Note 3 sogar an die 60 Kilogramm Druck aushalten – ein echtes Problem sehen wir hier genauso wenig wie die Tester von Consumer Reports und Stiftung Warentest.

Im Gegenteil: die Verarbeitung des iPhone 6 ist nach wie vor unübertroffen, höchstens das HTC One (M8) kommt vielleicht an die Haptik des iPhone 6 heran, ansonsten sind die Kalifornier hier nach wie vor das Maß der Dinge.

Die Mischungs macht’s

Verarbeitungsqualität und technische Daten sind eine Sache – wie gut ein Smartphone benutzbar ist, eine ganze andere. Hier kommt es vor allem auf das Zusammenspiel von Hard- und Software an. Auch hier ist Apple nach wie vor top.

Das hat natürlich auch damit zu tun, dass Apple als einziger Smartphone-Hersteller sowohl Hard- und Software im eigenen Haus produziert und perfekt aufeinander abstimmt. Üblicherweise bringt Apple nur ein neues Smartphone pro Jahr auf den Markt, in diesem Jahr sind es ausnahmsweise zwei. Entsprechend mehr Aufmerksamkeit fließt in die kleinsten Details ein, sei es beim Gerät oder bei der Software. Und so sieht bei Apple eben alles einen Tick besser aus und funktioniert noch ein bisschen reibungsloser als bei der Konkurrenz.

Auch wenn Android inzwischen kräftig aufgeholt hat – im ausführlichen Smartphone-Betriebssystem-Vergleichstest von Connect ging Apples iOS als klarer Sieger hervor: einen höheren Bedienkomfort bietet derzeit kein anderes mobiles Betriebssystem. Kein Wunder, dass das iPhone bei der Kundenzufriedenheit immer noch alle anderen Smartphones übertrifft.

Apple bietet darüber hinaus mit iTunes und App Store das umfangreichste Ökosystem mit einem riesigen Angebot an Apps, Büchern, Musik und Filmen an. Der nahtlos integrierte Backup- und Synchronisierungsdienst iCloud macht es auch Nicht-Technikfreaks leicht, diese Angebote zu nutzen.

Dieser engen Integration ist es auch zu verdanken, dass iPhone-Besitzer immer schnell mit den neuesten Software-Updates versorgt werden – ganz im Gegensatz zu vielen Android-Smartphones.

Schwächen

Es gibt vor allem zwei Punkte, bei denen das iPhone 6 etwas enttäuscht. Da ist zum einen die Batterielaufzeit. Die ist gut, aber nicht überragend.

Bei normalem Gebrauch kommt man zwar mit einer Batterieladung gut über den Tag, spätestens am Nachmittag des zweiten Tages muss das iPhone 6 aber wieder an die Steckdose. Surft man den ganzen Tag im Internet oder guckt stundenlang Videos, muss man das iPhone möglicherweise schon vor dem Abend nachladen. Das gilt überraschenderweise auch für das iPhone 6 Plus, von dem man aufgrund seiner Größe eigentlich eine längere Batterielaufzeit erwartet hätte.

Der zweite Punkt ist die fehlende Möglichkeit, den Speicher zu erweitern. Zwar umgeht Apple damit das Problem des Speichermanagements – längst nicht alle Apps lassen sich bei Android-Smartphones mit Speichererweiterung auf die zweite Speicherkarte auslagern und auch unter Sicherheitsaspekten ist ein Speicherkartenslot bedenklich.

Ärgerlich ist aber, dass Apple das iPhone 6 in der Basisversion nur mit 16 Gigabyte ausliefert, die nächste Größe aber gleich den Sprung auf 64 Gigabyte macht. Die Zwischengröße von 32 Gigabyte hat Apple beim iPhone 6 überraschenderweise gestrichen. Wenn es schon keine Möglichkeit zur Speichererweiterung gibt, sollte die Basisversion zumindest mit 32 Gigabyte kommen.

Denn auch wenn bei älteren iPhone-Modellen 16 Gigabyte Speicherplatz noch gut ausreichten, bei den neueren Modellen mit der 8 Megapixel-Kamera ist das eigentlich nicht mehr der Fall. Die Fotos verbrauchen so viel Speicherplatz, dass das iPhone schnell voll ist, vor allem, wenn man noch etwas Musik und einige Apps darauf hat – und wer hat das nicht?

Aus diesem Grund raten wir davon ab, das iPhone 6 mit nur 16 Gigabyte Speicher zu kaufen. Für die Version mit 64 Gigabyte verlangt Apple allerdings leider gleich 100 Euro mehr auf den ohnehin nicht gerade günstigen Basispreis. Wobei wir beim größten Problem des iPhone 6 wären: dem Preis.

Größtes Manko: der Preis

Machen wir uns nichts vor: das iPhone ist teuer, eigentlich zu teuer. 700 Euro verlangt Apple für das iPhone 6 mit 16 Gigabyte Speicher, 800 Euro für die empfehlenswerte Version mit 64 Gigabyte Speicher. Beim iPhone 6 Plus sind es jeweils noch einmal 100 Euro mehr, womit man für die Version mit 64 Gigabyte Speicher 900 Euro auf den Tisch legen muss. Das ist happig.

Allerdings kosten auch die aktuellen Android-Flaggschiffe nicht weniger. Für Samsungs Galaxy S6 muss man in der kleinsten Version ebenso knapp 700 Euro hinlegen wie für das HTC One (M9). Allerdings bekommt man dafür bereits 32 Gigabyte Speicher.

Dafür fallen bei den Android-Smartphones die Preise schon bald nach Marktstart, während Apple die Preise erbarmungslos stabil hält. Das hat andererseits wiederum den Vorteil, dass der Wiederverkaufswert von iPhones wesentlich höher ist als der von Android-Smartphones. Und das macht den Umstieg für bisherige iPhone-Benutzer dann doch vielleicht ein wenig leichter.

Die Konkurrenz: Was gibt es sonst noch?

Das beste Android-Smartphone

Samsung Galaxy S6

Test: Smartphone: Samsung Galaxy S6
Für uns ist es nur fast so gut wie das iPhone, für andere sogar besser.

Der schärfste Konkurrent des iPhone 6 ist derzeit ohne Frage Samsungs Galaxy S6. Bei der radikalen Neuentwicklung des einstigen Verkaufsschlagers der Galaxy S-Klasse hat Samsung vieles richtig gemacht.

Das Galaxy S6 hat endlich ein schickes Design, eine solide Verarbeitung und einen funktionierenden Fingerabdrucksensor. Bei der Prozessorleistung und dem Display ist es dem iPhone sogar überlegen, bei der Kamera teilweise, teilweise nicht. Nach unserer Einschätzung ist die Kamera des Galaxy S6 etwa so gut wie die des iPhone 6, aber nicht ganz so gut wie des iPhone 6 plus.

Trotzdem hat für uns das iPhone leicht die Nase vorn. Zum einen gefällt uns die Kamera aufgrund der natürlicheren Farben besser, auch wenn das S6 bei wenig Licht teilweise bessere Fotos macht. Außerdem wirkt das iPhone doch noch einen Tick edler und ist noch besser verarbeitet als das Galaxy S6. Vor allem aber ist Apples iOS-Betriebssystem für uns mitsamt seiner AppStore-Integration nach wie vor das Maß aller Dinge.

Aber keine Frage – das Galaxy S6 kommt ganz nah an das iPhone 6 heran. Technisch nehmen sich die beiden Geräte letztlich nicht viel. Für welches Gerät Sie sich entscheiden, wird ohnehin weniger an den technischen Daten liegen, als vielmehr an der Frage, in welcher Welt Sie sich mehr zuhause fühlen: Apple oder Android.

Edler Androide

HTC One M9

Das zeitlose Design und die gute Software machen das HTC One M9 zur Alternative.

Das HTC One M9 überzeugt nach wie vor mit seinem zeitlosen, wunderschönen Aluminium-Design. Wie der Vorgänger M8 vom letzten Jahr ist und bleibt das HTC One ein wahrer Handschmeichler.

Toll ist auch der große Bildschirm des HTC One, der sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss und seine Lautsprecher sind vermutlich die besten, die ein Smartphone derzeit zu bieten hat. Und auch die schnörkellose, behutsam angepasste Android-Version von HTC gefällt uns besser als Samsungs TouchWiz-Variante.

Aber im Vergleich zum Vorjahresmodell hat HTC beim M9 technisch zu wenig nachgelegt. In fast allen Bereichen wird es von Samsungs Galaxy S6 um Längen übertrumpft. Auch wenn die Kamera des M9 die schlimmsten Defizite des M8 ausgemerzt hat – dem Vergleich mit iPhone und Galaxy S6 hält sie bei Weitem nicht Stand.

Während die ersten Bericht von Sonys neuem Xperia Z4 eher enttäuschend klingen, gibt es Gerüchte, dass Sony im Mai ein neues Flaggschiff-Smartphone vorstellen will. Wir sind gespannt.

Ein weiterer interessanter Konkurrent steht dagegen bereits in den Startlöchern: das LG G4. Nach allem, was man bislang gehört hat, könnte es eine ernstzunehmende Alternative sowohl für das Galaxy S6 als auch das iPhone 6 werden. Wir werden es sobald wie möglich unter die Lupe nehmen.

iPhone 6 im Test: Andere Meinungen

Wie bei Apple üblich scheiden sich auch beim iPhone 6 die Geister: für die einen ist es das Top-Smartphone schlechthin, für die anderen ist es ein überteuertes Design-Produkt, das zwar technisch solide ist, aber nicht an der Spitze steht.

Bei Computer Bild landeten iPhone 6 und iPhone 6 Plus zunächst souverän auf den ersten beiden Plätzen der Bestenliste, dann wurden sie vom Samsung Galaxy Note 4 überrundet, inzwischen stehen das Galaxy S6 Edge und das Galaxy S6 auf den ersten beiden Plätzen.

Bei Stiftung Warentest stehen fast schon traditionell zwei Samsung Smartphones an der Spitze der Testtabelle: angeführt wird die Bestenliste ebenfalls vom Galaxy Note 4, gefolgt vom Galaxy S5. Auf Platz drei und vier folgen dann aber schon iPhone 6 Plus und iPhone 6. Dass die meisten Mitarbeiter der Stiftung Warentest als Diensthandy trotzdem ein iPhone haben, obwohl in ihren Smartphone-Tests Samsung konsistent die Spitzenplätze belegt, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie.

Für CHIP Online war das iPhone 6 beim Markstart noch das »Bestes iPhone aller Zeiten«, in der Smartphone-Bestenliste landet es inzwischen aber nur noch auf dem 20. Platz. Die Stärken des iPhone 6 brachte CHIP Online so auf den Punkt:

»Im Test profitiert das neue Apple iPhone 6 vom hervorragenden Betriebssystem, der rasanten Performance sowie der sehr guten Kamera – und endlich ist das Display zeitgemäß groß.«

Computer Bild gefiel besonders der Bildschirm des iPhone 6:

»Neben dem schlanken Gehäuse fällt vor allem das Display auf. […] Die Farben wirken trotz LCD-Technik fast so knallig wie bei den AMOLED-Bildschirmen in Samsungs Galaxy S-Serie.«

Enttäuscht waren die Tester dagegen von der eher schwachen Akku-Laufzeit, die für Vielnutzer ein Problem sein könnte.

So ging es auch den meisten anderen Testern: fast alle fanden, die Batterielaufzeit des iPhone 6 könnte besser sein. Und auch das Fehlen einer Speichererweiterung wurde immer wieder bemängelt.

Ganz anders dagegen die Kamera. Nicht nur für Computer Bild zählte die Kamera des iPhone 6 »zum besten, was die Smartphone-Welt zu bieten hat«. Der selben Meinung war die Stiftung Warentest und auch CHIP Online stellte fest:

»Im Apple iPhone 6 steckt eine der aktuell besten Smartphone-Kameras.«

Computer Bild sah im Labortest der Kamera gar eine »kleine Sensation«:

»Trotz vergleichsweise niedriger Auflösung […] erreichen iPhone 6 und 6 Plus im Sichttest bei Tageslichtaufnahmen dieselbe gute Sichttestnote wie der Foto-Primus Nokia Lumia 1020 mit 41-Megapixel-Sensor. […] Zudem stellt die iPhone-6-Kamera noch flotter scharf als das schon schnelle iPhone 5S und schießt bei dauerhaftem Druck auf die Auslöser-Fläche so viele Fotos in Serie wie kein anderes Smartphone.«

Dass Megapixel bei einer Kamera nicht alles sind, beschrieb Computer Bild im Vergleich mit dem Galaxy S5:

»Gegenüber dem größten Konkurrenten Galaxy S5 zeigte sich im Test bei Tageslichtaufnahmen ein deutlich geringeres Bildrauschen. So wirken Detailvergrößerungen trotz der niedrigeren Pixel-Auflösung sogar schärfer als beim Galaxy.«

PC-Welt schrieb zum »sensationellen Autofokus«:

»Im Test hat uns vor allem der schnelle Autofokus begeistert […] Das typische Fokus-Pumpen – scharf, unscharf, scharf, unscharf – fällt komplett weg. Sie werden bereits in der Vorschau bemerken, wie fließend der Fokuswechsel funktioniert – bei Videoaufnahmen ist dieses Verfahren ein echtes Plus!

Aber nicht nur die Kamera des iPhone 6 kam einhellig hervorragend weg. Zur Performance des iPhone 6 schrieb PC-Welt kurz und bündig:

»Das Smartphone läuft einfach beeindruckend performant. Es braucht nicht mehr Leistung.«

Auch die Kollegen von Notebookcheck haben das iPhone 6 einem gründlichen Test unterzogen. Vor allem von der Web-Performance waren sie begeistert:

»Die Browser-Performance des Apple iPhone 6 sucht ihresgleichen. Rein subjektiv werden selbst komplexe Webseiten sehr schnell aufgebaut. Auch die Benchmarks bestätigen diesen Eindruck, beim Browsen im Web macht Apple niemandem etwas vor. Die Werte werden nur noch von vereinzelten Notebooks überboten.«

Neben der Prozessor-Leistung lobten die Wiener Notebook-Tester die Verarbeitung:

»Die Verarbeitungsqualität sucht ihresgleichen und ist hervorragend. Das iPhone 6 wirkt stabil, ist verwindungssteif und zeigt sich unempfindlich gegenüber Druck. […] Diesbezüglich gibt es also keinerlei Anlass zur Kritik. Großartig.«

Auch Netzwelt zeigte sich vom Design des iPhone 6 angetan:

»Die Verarbeitung rund um das nun zu den Ecken hin leicht gebogene Display und den Aluminiumrücken ist makellos und höchstens mit der Anfassqualität eines HTC M8 vergleichbar. Es finden sich weder Spaltmaße noch sonstige Auffälligkeiten.«

Tom’s Hardware sekundierte:

»Das Gehäuse ist wieder einmal eine Klasse für sich.«

Dass man ein Smartphone mitunter auch zum Telefonieren benutzt, haben die Tester von Tom’s Hardware nicht übersehen:

»Beeindruckt hat uns das iPhone 6 mit seiner tollen Sprachqualität. Wir konnten den Anrufer stets einwandfrei verstehen, auch auf der Gegenseite kamen Stimmen klar und deutlich an.«

Im Fazit fasste Notebookcheck die Qualitäten des iPhone 6 zusammen:

»Das iPhone 6 ist ein wirklich tolles Smartphone. Die Designänderung ist absolut gelungen und die verwendeten Materialien sind hochwertig. Die Verarbeitung ist auf einem hervorragenden Niveau und auch die Performance ist erstklassig. […] Zudem wird all dies durch ein sehr gutes Display und eine prima Sprachqualität abgerundet.«

Wer sollte es kaufen?

Wenn es Ihnen bei einem Smartphone darauf ankommt, die besten technischen Leistungswerte für möglichst wenig Geld zu bekommen, ist das iPhone 6 nicht die richtige Wahl für Sie. Zwar ist das iPhone auch technisch in vielen Bereichen Spitze, aber andere Smartphones bieten zumindest teilweise bessere technischen Daten für weniger Geld. Das ist und war noch nie Apples Philosophie.

Wenn Sie dagegen bereit sind, für besonders schöne und gute Dinge auch mal ein bisschen mehr Geld auszugeben, dann gibt es für Sie derzeit kein besseres Smartphone als das iPhone 6.

Auch wenn Sie einen Mac oder ein iPad besitzen, ist das iPhone für Sie die beste Wahl: beim Zusammenspiel verschiedener Geräte ist Apple nach wie vor unschlagbar.

Wenn Sie auf gute Fotos und Videos Wert legen, sind Sie mit dem iPhone 6 ebenfalls bestens bedient. Selten waren sich Testredakteure so einig: die Kamera des iPhone 6 gehört zur absoluten Spitzenklasse.

Kleiner Bruder

Apple iPhone 5s

Test: Außer Konkurrenz: iPhone – Testsieger Apple iPhone 5S
Keineswegs abgeschrieben: das iPhone 5s ist die richtige Wahl, wenn Ihnen das iPhone 6 zu groß ist.

Wenn Sie zur Zeit ein iPhone 5s haben und mit seinem kleinen Bildschirm gut zurecht kommen, macht es dagegen nicht wirklich Sinn aufs iPhone 6 umzusteigen. Denn auch unter iOS 8 läuft das iPhone 5s hervorragend und den neuen NFC-Chip des iPhone 6 kann man in Deutschland erstmal ohnehin nicht nutzen. Nur wenn Sie passionierter iPhone-Photograph sind und vor allem gern Videos aufnehmen, ist das iPhone 6 eine echte Verbesserung für Sie.

Für Besitzer älterer iPhone-Modelle lohnt sich der Umstieg dagegen auf jeden Fall – vorausgesetzt Sie können sich mit dem größeren Bildschirm anfreunden. Wenn Ihnen am iPhone bisher gerade die kleine Größe gefallen hat, ist das iPhone 5s die richtige Wahl für Sie.

Überhaupt entscheidet über die Frage, welches iPhone Sie kaufen sollten, letztlich vor allem, welche Größe Sie persönlich bevorzugen. Überraschenderweise scheinen sich mehr als die Hälfte der iPhone-6-Käufer für das große iPhone 6 Plus zu entscheiden. Der Trend geht klar zu größeren Smartphones – aber das heißt nicht, dass ein größeres iPhone für Sie das bessere ist.

Unser Tipp: probieren Sie’s im Laden aus, spielen Sie ein bisschen mit den verschiedenen Größen herum, stecken Sie es auch einmal in die Hosentasche – und probieren Sie vor allem die Einhand-Bedienung aus, die Sie im Alltag vermutlich öfter verwenden, als Sie denken.

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