Das beste Android-Tablet

Test: Android-Tablet – Testsieger Samsung Galaxy Tab S2

Das beste Android-Tablet ist für uns das Samsung Galaxy Tab S2. Es ist dünner und leichter als Apples iPad, bringt sehr viel Leistung, hat ein tolles Display und eine gute, wenn auch nicht sehr gute Akkulaufzeit. Zur Zeit gibt es kein anderes Android-Tablet mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Update 21. Juni 2017

Wir haben den Testbericht überarbeitet und aktualisiert.

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27. April 2017

Wir haben das neue Galaxy Tab S3 und das Zenpad 3 S 10 getestet. Das Galaxy Tab S3 ist zwar besser verarbeitet als Das Tab S2 und verfügt über einen Stift und eine leistungsfähigere Recheneinheit, ist aber aktuell noch vergleichsweise teuer. Für die meisten ist das Tab S2 daher zur Zeit die bessere Wahl.

Allen Bemühungen von Google, Samsung und Co. zum Trotz liegt Apple in der Tablet-Benutzererfahrung für uns nach wie vor vorne, weshalb wir das iPad (2017) auch als das beste Tablet sehen.

Zwar sind beide iPad-Modelle etwas schwerer und dicker als die Samsung-Flaggschiffe, in Sachen Performance, Akkulaufzeit und Verarbeitung halten sie aber locker mit oder liegen sogar vorne. Da Apple inzwischen auch immer mehr auf Multitasking setzt, sind die typischen Samsung-Vorteile mittlerweile ebenso verschwunden.

Doch bei der Frage »Android oder iPad?« geht es vor allem darum, welches Betriebssystem man bevorzugt und wie weit man schon in der jeweiligen Welt investiert ist. Schließlich gibt es gute Gründe, Apples abgeschottetes Ökosystem abzulehnen. Deshalb lassen wir in diesem Test das iPad außen vor und konzentrieren uns ganz auf die Frage: Was ist das beste Android-Tablet?

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Samsung Galaxy Tab S2

Das Galaxy Tab S2 überzeugt mit sehr guter Akkuleistung und einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Samsung Galaxy Tab S2 ist elegant, schnell und punktet mit einem hervorragenden Display – und das zu einem guten Preis. Es ist durch das schmale Gehäuse sehr leicht, jedoch geht das zu Lasten des Akkus. Der ist im Gegensatz zum Vorgängermodell leider etwas schwächer, was zu kürzeren Akkulaufzeiten führt. Trotzdem ist das Samsung Galaxy Tab S2 unsere Empfehlung für alle, die unbedingt ein Android-Tablet wollen, denn es ist wesentlich günstiger zu haben als der potentere Nachfolger Galaxy Tab S3, bietet aber für die meisten Tablet-Aufgaben nach wie vor mehr als ausreichend Leistung.

Wenn Geld egal ist: Samsung Galaxy Tab S3

Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S3
Beim aktuellen Galaxy Tab S3 hat Samsung noch mal nachgelegt – auch im Preis.

Das Samsung Galaxy Tab S3 ist in allen Punkten noch eine Nummer besser als das S2. Es ist hochwertiger gefertigt, hat mehr Rechenpower und einen stärkeren Akku mit längerer Laufzeit.

Doch das hat seinen Preis: Knapp 600 Euro muss man für Samsungs Top-Tablet auf den Tisch legen. Display und Auflösung haben sich dabei nicht geändert.

Die Frage ist: Braucht man die zusätzliche Leistung in einem Tablet? Wir glauben, für die meisten ist die Antwort nein. Warum sollte man dann mehr Geld ausgeben? Erfahrungsgemäß sinkt der Preis von Samsung-Tablets jedoch relativ schnell. Insofern kann das Tab S3 mit der Zeit interessant werden.

Auch gut: Asus ZenPad 3S 10

Test Android-Tablet: Asus ZenPad 3S 10
Das ZenPad 3S 10 ist, wie das Galaxy S3 auf Unterhaltung spezialisiert, den Stift hat man sich allerdings gespart.

Wer sein Tablet hauptsächlich zum Streamen von Musik verwenden will oder sich öfter mal Videos darüber ansehen möchte, der ist mit dem Asus Zenpad 3S 10 gut beraten. Audiodaten werden in Hi-Res-Qualität abgegeben und das Display gibt Farben sehr schön wieder. Qualitativ ist es ähnlich hochwertig gefertigt wie das S3, der Akku lässt allerdings mit nur sieben Stunden etwas zu wünschen übrig.

Gut & günstig: Lenovo Yoga Tab 3 Plus

Test Android-Tablet: Lenovo Yoga Tab 3 Plus
Mit Riesen-Akku und integriertem Standfuß liefert Lenovo viel Tablet für's Geld.

Das Lenovo Yoga Tab 3 Plus ist ein richtiges Akku-Monster. Der integrierte Akku im Standfuß liefert Saft für bis zu 18 Stunden. Leider ist es damit dann auch das schwerste Tablet in unserem Test. Der Preis ist mit 300 Euro sehr fair und die integrierten Boxen unterstützen sogar Dolby Atmos.

Vergleichstabelle

Unser FavoritWenn Geld egal istAuch gutGut & günstig
Modell Samsung Galaxy Tab S2 Samsung Galaxy Tab S3 Asus ZenPad 3S 10 Lenovo Yoga Tab 3 Plus Huawei MediaPad M2 64 GB Google Pixel C
Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S3Test Android-Tablet: Asus ZenPad 3S 10Test Android-Tablet: Lenovo Yoga Tab 3 PlusTest Android-Tablet: Huawei MediaPad M2 64 GB
Pro
  • Ausreichend Leistung, guter Bildschirm, toller Preis
  • Sehr leistungsstarker Prozessor und lange Akkulaufzeit
  • Hochwertiges Musikstreaming möglich; gute Auflösung
  • Toller Akku in integriertem Standfuß
  • Günstig und gut ausgestattet
  • Gute Verarbeitung und vor allem für Android-Liebhaber gemacht
Contra
  • Akkulaufzeit könnte besser sein und man muss lange auf Software-Updates warten
  • Noch sehr teuer
  • Mit lediglich 7 Stunden eine eher kurze Akkulaufzeit
  • Hohes Gewicht aufgrund des Standfußes
  • Nachfolgemodell angekündigt, daher eventuell nicht mehr lange verfügbar
  • Hoher Preis und nicht mit microSD erweiterbar
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Technische Daten  

Schwierige Lage

Der Markt für hochwertige Android-Tablets ist ein wenig eingeschlafen. Viele Hersteller konzentrieren sich eher auf die günstigeren Modelle und überlassen Apples iPad im Premium-Segment mehr oder weniger kampflos den Markt.

Samsung ist da eine rühmliche Ausnahme: Vor allem bei der Galaxy Tab S-Reihe betreiben die Koreaner nach wie vor kontinuierlich Modellpflege.

Zuletzt wurde das runderneuerte Galaxy Tab S3 vorgestellt, das allerdings sehr hochpreisig angesiedelt ist. Wie auch bei den Smartphone-Flaggschiffen bewegt sich Samsung mit seinen Top-Modellen auf dem Preis-Niveau des Erzkonkurrenten Apple – zumindest zur Markteinführung. Denn im Gegensatz zu Apple, das seine hohen Preise eisern beibehält, geben die Preise bei Samsung meist schon kurz nach dem Marktstart deutlich nach.

Der Boom ist vorbei: Tablet-Verkaufszahlen gehen zurück

Das wiederum ist mit ein Grund, warum sich immer mehr Hersteller aus dem Tablet-Markt zurückziehen: Aufgrund der großen Konkurrenz und des hohen Preisdrucks ist es sehr schwierig, mit Android-Tablets Geld zu verdienen.

Hinzu kommt, dass der Tablet-Boom inzwischen merklich abgeflaut ist. Nicht nur bei Android-Tablets, auch bei Platzhirsch Apple gehen die Tablet-Verkaufszahlen seit rund zwei Jahren merklich zurück. Da verwundert es nicht, dass nur noch selten neue Tablets auf den Markt kommen.

Auch auf große Innovationen wartet man seit geraumer Zeit vergeblich. Doch das ist nicht weiter schlimm, denn technisch sind Tablets inzwischen weitgehend ausgereizt. Schließlich benutzen die meisten ein Tablet nur zum Surfen, Lesen und Videos gucken. Für all das reicht die Leistung auch von zwei Jahre alten Tablets nach wie vor locker aus.

Mit ihren jüngsten, sehr rechenstarken Tablets versuchen Apple und Samsung das Tablet auch fürs produktive Arbeiten zu etablieren. Diese »Pro«-Tablets kommen daher meist auch mit einem Eingabestift und einer Tastatur. Ob das aufgeht, ist indes längst noch nicht ausgemacht. Die meisten bevorzugen zum Arbeiten nach wie vor ein Laptop.

Testsieger: Samsung Galaxy Tab S2

Wie in der ersten Modellreihe bietet Samsung sein Tablet mit zwei Displaygrößen an, nämlich mit 9,7 und 8,0 Zoll Bildschirm-Diagonale.

Beide Varianten verfügen über das nahezu identische Innenleben: Die Displays lösen jeweils mit 2048 mal 1536 Pixeln auf, das von einem Snapdragon 652 Octa-Core-Prozessor befeuert wird.

Unser Favorit: Samsung Galaxy Tab S2

Das Galaxy Tab S2 überzeugt mit sehr guter Akkuleistung und einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Beide Versionen können auf drei Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen, der interne Speicher ist in den derzeit erhältlichen Varianten 32 Gigabyte groß, bei Bedarf kann der Speicher per microSD-Karte um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Darauf können dann beispielswesie auch Fotos und Videos ausgelagert werden, die mit der Tablet-typisch durchschnittlichen 8 Megapixel-Kamera der Tablets aufgenommen werden.

Leistungstechnisch macht die Wahl zwischen dem Samsung Galaxy Tab S2 9.7 oder dem 8.0 also keinen nennenswerten Unterschied – außer bei der Akkulaufzeit. Die ist beim kleinen Modell in den meisten Szenarien ein gutes Stück länger, was vor allem am kleineren Bildschirm liegt.

Dünn, leicht und edel

Orientierte sich die Designsprache des ersten Galaxy Tab S noch an den damaligen Top-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S5 oder dem Galaxy Note 4 erinnert das aktuelle Modell erwartungsgemäß an die neueren Versionen. Das macht sich schon beim Home-Button bemerkbar: War dieser bei den älteren Tablets noch auf der Längsseite platziert, findet er sich in der neuen Version auf der kurzen Seite – Samsung geht nun also von der Hochkant-Bedienung des Tablets aus.

Tablets werden immer dünner – darunter leidet die Akkulaufzeit

Der Home-Button dient übrigens auch als Fingerabdrucksensor, über den Passworteingaben und das Entsperren des Tablets erledigt werden können. Das funktioniert durch einfaches Auflegen der registrierten Finger, eine Bewegung ist nicht nötig.

Anders als bei aktuellen Smartphones wie dem Galaxy S7 oder dem Galaxy S7 Edge setzt Samsung beim Galaxy Tab S2 weiterhin auf eine Rückseite aus Kunststoff statt aus Glas. Dafür wird das mit weniger als 6 Millimetern extrem dünne Gehäuse von einem Metallrahmen umspannt, der nicht nur für die nötige Stabilität sorgt, sondern auch für eine äußerst angenehme Haptik.

Im Zusammenspiel mit dem niedrigen Gewicht von rund 272 Gramm in der 8-Zoll-Version – der große Bruder ist mit 392 Gramm ebenfalls ein echtes Leichtgewicht – eignet sich das kleine Samsung Galaxy Tab S2 auch für längere Lese-Sessions, ohne dass der Arm erlahmt.

Das geringe Gewicht und das extrem dünne Gehäuse zeigen bei der Akkulaufzeit ihre Schattenseite, denn die hat gegenüber dem Vorjahresmodell leicht abgenommen. Und auch die Kamera ragt deshalb aus der Rückseite des dünnen Tablets leicht heraus.

Nichts zu meckern gibt es dagegen am Super-AMOLED-Display. Das ist zwar nicht ganz so hell wie die LCD-Konkurrenz von Sony oder Apple, lässt sich aber dennoch auch bei hellem Sonnenlicht gut ablesen. Mit einer Pixeldichte von 320 bzw. 303 ppi lassen sich einzelne Bildpunkte nicht mehr ausmachen. Da zudem der sRGB-Farbraum mit überaus ordentlichen 96 Prozent abgedeckt wird, werden Bilder und Videos sehr natürlich und mit kräftigen Farben abgebildet.

Über die Optionen lassen sich zudem verschiedene Bildmodi festlegen, sodass Fotos, Spiele und Filme jeweils optimal in Szene gesetzt werden.

Sinnvolle Extras mit Update-Bremse

Leider bleibt sich Samsung nicht nur bei der guten Hardware, sondern auch bei der überladenen Software treu. So läuft das Samsung Galaxy Tab S2 ab Werk noch unter Android 6.0 Marshmallow, ein Update auf die neuere Version 6.0.1 wurde immerhin mittlerweile veröffentlicht. Die aktuelle Version 7.0 Nougat soll erst nächstes Jahr für das Galaxy Tab S2 zur Verfügung stehen, eine offizielle Bestätigung dazu gibt es von Samsung aber leider nicht.

Ein allgemeiner Grund für die lahmen Updates ist Samsungs Bedienoberfläche TouchWiz. Diese bringt neben einer eigenen, erfrischend dezenten Optik auch eine Reihe zusätzlicher Funktionen und vorinstallierte Apps mit sich. Im Vergleich zu früheren Modellen hält sich Samsung aber einigermaßen zurück und macht die Installation der meisten Samsung-Apps über einen separaten App-Store für die Nutzer optional. Vorinstalliert sind hingegen die Office-Apps von Microsoft, beispielsweise Word, OneDrive und Skype – ein Ergebnis der strategischen Partnerschaft zwischen Microsoft und Samsung.

Schon lange, bevor Apple mit iOS 9 den Splitscreen-Modus auf dem iPad einführte, beherrschten Samsung-Tablets die Anzeige mehrerer Apps gleichzeitig. In der aktuellen Version von TouchWiz klappt das noch einfacher: Ein kurzer Druck auf dem Multitasking-Taste genügt, um Apps nebeneinander anzuordnen – ein Pluspunkt gegenüber anderen Android-Tablet-PCs.

Davon abgesehen ist die angepasste Android-Version auf dem Samsung Galaxy Tab S2 im Vergleich zur Konkurrenz zwar nicht komplett überlastet, angesichts der Update-Situation wäre uns ein »pures« Android aber lieber – wie es geht, beweist Google mit dem edlen Pixel C.

Schnell, aber kurzatmig

Die Sorge, dass TouchWiz zu einer langsamen Bedienung führt, können wir widerlegen: Das Samsung Galaxy Tab S2 arbeitet in jeder Situation flott, Ruckler im Alltag können wir nicht feststellen. Auch der Parallelbetrieb von zwei Apps macht dem Galaxy Tab S2 nicht zu schaffen, zudem Apps beim Multitasking durch den üppigen Arbeitsspeicher auch lange geöffnet bleiben.

Auch anspruchsvolle Spiele aus dem Google Play Store bewältigt der Snapdragon dank seiner flotten Grafikeinheit problemlos, Titel wie Modern Combat 5 oder Asphalt 8 laufen ruckelfrei und in voller Detailpracht über das schöne Display. Einbrüche in der Geschwindigkeit bei längeren Spielesitzungen, wie sie Notebookcheck beim Test der 9,7-Zoll-Version bemängelte, konnten wir nicht feststellen.

Akkulaufzeit könnte besser sein

Weniger schön ist die Akkulaufzeit des Samsung-Tablets: Gegenüber dem Vorgängermodell aus dem Jahr 2014 hat Samsung einen kleineren Akku verbaut, was sich in der Praxis leider bemerkbar macht. Rund sieben Stunden können wir mit dem Samsung Galaxy Tab S2 bei mittlerer Display-Helligkeit im Internet surfen, beim Vorgänger waren noch neun und mehr Stunden möglich.

Etwas besser sieht es bei der Video-Wiedergabe aus: wer dauerhaft Filme auf dem Tablet anschaut, kann das problemlos über zehn Stunden tun. Aber auch hier hielt der Akku des Vorgängers satte 14 Stunden durch. Ein Grund dafür könnten die schwarzen Ränder sein, die durch das 4:3-Format bei der Videowiedergabe unvermeidlich sind.

Durch die AMOLED-Technologie werden die schwarzen Bereiche des Displays komplett abgeschaltet und benötigen dementsprechend weniger Energie. Angenehmer Nebeneffekt: Die dunklen Bereiche scheinen nicht durch, wie es bei LCD-Tablets der Fall ist.

Die Lautsprecher klingen leider etwas dünn – ein weiterer Tribut an die Leichtbauweise – aber auch so ist das Samsung Galaxy Tab S2 ein exzellentes Multimedia-Tablet.

Auch bei der sonstigen Ausstattung kann das Samsung Galaxy Tab S2 voll überzeugen: Es verbindet sich mit schnellen AC-WLANs, beherrscht Bluetooth in der Version 4.1 und funkt wenn möglich mit LTE Cat-6, was für schnelle mobile Downloads sorgt.

Im Vergleich zum ersten Samsung Galaxy Tab S müssen aber auch Abstriche hingenommen werden. So hat Samsung die Unterstützung für NFC ebenso gestrichen wie den Infrarot-Sensor, der das Tablet zur Universalfernbedienung macht. Für die meisten Anwender dürfte dies ein vergleichsweise unbedeutender Verlust sein, unerwähnt bleiben soll es an dieser Stelle aber nicht.

Samsung Galaxy Tab S2 im Test: Was sagen die anderen?

Die meisten Testberichte zum Samsung Galaxy Tab S2 fallen ähnlich aus wie unserer, einige Tester kritisieren jedoch den geringen Fortschritt im Vergleich zum ersten Galaxy Tab S.

Ein Beispiel dafür ist der Test von Notebookcheck. Tester Andreas Kilian lobt zwar ebenfalls das hervorragende Display und die hochwertige Verarbeitung des Samsung Galaxy Tab S2, bemängelt aber den eher geringe Leistungszuwachs sowie die im Vergleich zum ersten Tab S schlechtere Akkulaufzeit. Dennoch erreicht das Galaxy Tab S2 8.0 im Test sehr gute 89 Prozent und kommt in der Tablet-Bestenliste hinter drei iPads und dem Google Pixel C auf den fünften Platz. Das Fazit von Notebookcheck:

»Wie schon beim großen Bruder, dem Galaxy Tab S2 9.7, konnte uns bei der kleineren Ausgabe das hochwertige, schlanke Design sowie der neue 4:3-Super-AMOLED-Bildschirm begeistern. […] Die Akkulaufzeiten haben sich im Vergleich zum Vorgänger etwas verschlechtert, wobei der Unterschied nicht so deutlich ausfällt, wie beim Galaxy Tab S2 9.7. Insbesondere beim praxisrelevanten WLAN-Test sowie beim Abspielen von Videos hat das Gerät durchaus brauchbare Laufzeiten zu bieten.«

Auch im Test von CHIP Online gehören das Display und die Performance des Samsung-Tablets zu den Highlights. Die flotte WLAN-Verbindung und die LTE-Unterstützung gefallen der Redaktion ebenfalls. Kritisiert wird hingegen die Akkulaufzeit des Samsung Galaxy Tab S2, die CHIP Online mit lediglich knapp fünf Stunden beim Surfen angibt.

Einen so schlechten Wert konnten wir im Alltag allerdings nicht nachvollziehen – möglicherweise ist hier der wenig praxisnahe Labortest von CHIP das größere Problem, der auch schon bei der Bewertung des iPhone 6 für Verwirrung sorgte.

Mit einer Bewertung von 90 Prozent und der Note »Sehr gut« reiht sich das Tablet aber dennoch auf dem vierten Platz der CHIP-Bestenliste ein – vor allen anderen Android-Tablet-PCs. Dazu heißt es im Fazit:

»Das Samsung Galaxy Tab S2 8.0 sichert sich im Test ohne Mühe einen Platz auf dem Treppchen in unserer Tablet-Bestenliste. Dank AMOLED-Display, flottem Handling und klasse Ausstattung liegt es vor allen anderen Android-Tablets in unserem Ranking.«

Im Vergleichstest von Computer Bild hat dagegen Sonys Xperia Z4 die Nase um einen Hauch vorne, auf dem Spitzenplatz liegt auch hier das iPad Air 2. Bei den kleineren Tablets findet Computer Bild das 2 Huawei MediaPad X2 einen Tick besser, das wir für ein Tablet aber mit seinen gerade mal 7 Zoll großem Bildschirm eigentlich zu klein finden. Das Fazit von Computer Bild:

»Wie die Tablets von Apple und Sony auf den vorderen Plätzen ist das Samsung ein dünnes Fliegengewicht. Das AMOLED-Display ist abgesehen von der geringen Helligkeit eine Wucht: Es zeigt Bilder mit tollen Farben, hoher Schärfe und immens hohem Kontrast. Haken: Die Akkulaufzeit ist die kürzeste im Test.«

Engdaget vergibt im ausführlichen Test ordentliche 8 von 10 Punkten, kritisiert Samsung aber dafür, dass sich die Koreaner zu sehr am Apple-Konkurrenten orientieren. so sei das Samsung Galaxy Tab S2 zwar grundsätzlich ein sehr gutes Tablet, im Vergleich zum Erstling aber eher Stillstand statt Fortschritt. Das liegt vor allem an der schlechteren Akkulaufzeit:

»Beim Ausstattungs-Rennen mit Apple lässt Samsung eine Stärke des Galaxy Tab S auf der Strecke: Die lange Laufzeit.«

Auch The Verge fehlen die Neuerungen im Samsung Galaxy Tab S2. Das bedeutet nicht, dass die Tester mit dem Tablet nicht zufrieden sind, denn auch hier gibt es gute 8 von 10 Punkten. Demnach sei das Galaxy Tab S2 zwar ein »wirklich hochwertiges Android-Tablet«, bei dem sich allerdings »viele Funktionen nach alten Neuigkeiten anfühlen«.

Alternativen

Auch wenn das Galaxy Tab S2 für uns zur Zeit die beste Wahl für die meisten ist – auch andere Mütter haben schöne Töchter. Das gilt bei Android-Tablets umso mehr, da hier letztlich alle Hersteller mit den selben Zutaten kochen. Ein Blick über den Tellerrand hinaus lohnt also.

Wenn Geld egal ist: Samsung Galaxy Tab S3

Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S3
Beim aktuellen Galaxy Tab S3 hat Samsung noch mal nachgelegt – auch im Preis.

Um es kurz zu machen, das Galaxy Tab S3 ist deutlich hochwertiger gefertigt als das mittlerweile schon weit mehr als ein Jahr alte Tab S2. Diesmal hat man geklotzt, wo seinerzeit gekleckert wurde, herausgekommen ist ein Prestige-Objekt, ganz nach Apple Manier.

Dabei hat sich am Display, respektive seiner Auflösung, nichts geändert. Am Preis im Grunde auch nur wenig, denn das Galaxy Tab S2 ging bei Markteinführung als LTE Version für gut 600 Euro über den Ladentisch. Das neue Galaxy Tab S3 kostet als LTE Version zwar weit über 700 Euro, bringt aber, neben dem hochwertigeren Gehäuse, gleich einen Stift mit.

Außerdem wurde die Recheneinheit aus Prozessor und Arbeitsspeicher an den aktuellen technischen Stand angepasst. Die Akkulaufzeit beträgt nunmehr immerhin 12,5 Stunden, gegenüber 10 Stunden des Vorgängers.

Ein deutlicher Sprung nach vorn also, wenn vielleicht auch ein klein wenig spät, denn mittlerweile hat ja auch Apple erkannt, dass der Boom des Tablets abebbt, und bietet das neue iPad weitestgehend unverändert, dafür aber zu einem sehr moderaten Preis an.

Es kann sich also durchaus lohnen, abzuwarten, denn sicher wird das Galaxy Tab S3 im Preis noch nachgeben. Bis dahin hat das Tab S2 das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auch gut: Asus ZenPad 3S 10

Test Android-Tablet: Asus ZenPad 3S 10
Das ZenPad 3S 10 ist, wie das Galaxy S3 auf Unterhaltung spezialisiert, den Stift hat man sich allerdings gespart.

Einen ähnlichen Ansatz, wie das Galaxy Tab S3 verfolgt auch das neue  Zenpad 3S 10.

Das Tablet von Asus ist nahezu ebenso hochwertig gefertigt wie das neue Galaxy, allerdings müssen sich auch die Taiwanesen vorwerfen lassen: Warum hat man nicht viel früher auf die Qualitäts-Schiene gesetzt, und sich lange Zeit nur auf Billig-Produktionen beschränkt?

Dabei hat das Asus neben seinen haptischen und optischen Qualitäten so einiges zu bieten: So ist es in der Lage, Audiodaten in Hi-Res Qualität per USB auszugeben, das ideale Tablet also für hochwertiges Musikstreaming.

Auch das Display bietet neben seiner hohen Auflösung von 267 ppi eine exzellente Farbreproduktion und gute Kontrastwerte, sodass Filme und Spiele eine gute Figur machen.

Kleines Manko des Multimedia-Spezialisten: Der Akku reicht maximal für ca. 7 Stunden Videoperformance in FullHD-Qualität – das Ladegerät sollte also in der Nähe sein.

Gut & günstig: Lenovo Yoga Tab 3 Plus

Test Android-Tablet: Lenovo Yoga Tab 3 Plus
Mit Riesen-Akku und integriertem Standfuß liefert Lenovo viel Tablet für's Geld.

Eine interessante Alternative zum Samsung Galaxy Tab S2 liefert Lenovo mit dem Yoga Tab 3 Plus.

Die neueste Version der ikonischen Yoga-Tablets bietet ein 10,1-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten. Damit bietet es eine ähnlich tolle Bildschärfe wie unser Testsieger.

Angetrieben wird es wie unser Favorit von einem Qualcomm Snapdragon 652. Ein absolutes Highlight ist der in den praktischen Standfuß integrierte Akku. Er liefert genug Strom, um das Lenovo-Tablet bis zu 18 Stunden ununterbrochen zu nutzen – hier hält kein anderer Hersteller mit. Im Gegenzug ist das Tablet mit rund 640 Gramm allerdings ein Schwergewicht.

Punkten kann Lenovo zudem bei den integrierten Boxen mit Unterstützung für Dolby Atmos. Zusammen mit dem tollen Display sorgt das Lenovo-Tablet für Kinoflair auf kleinem Raum. Da der Preis mit rund 300 Euro zudem überaus fair ausfällt, ist das Lenovo Yoga Tab 3 Plus eine tolle Tablet-Alternative, wenn rohe Leistung nicht die oberste Priorität darstellt.

Außerdem getestet

Huawei MediaPad M2 64 GB

Das Huawei MediaPad M2 ist zwar ein sehr gutes Tablet, bei vielen Händlern aber nicht mehr lieferbar. Das hat einen guten Grund: Huawei hat mit dem MediaPad M3 einen Nachfolger angekündigt. Der hört sich auf jeden Fall interessant an, wir müssen aber noch einen Test abwarten, bevor wir ein endgültiges Urteil fällen.

Google Pixel C

Keine Preise gefunden.

Eine Sonderrolle in Sachen Tablet-Alternativen spielt das Google Pixel C. Das direkt von Google gefertigte Tablet ist vor allem an Android-Entwickler gerichtet, eignet sich durch die Top-Hardware und der unveränderten Android-Oberfläche aber auch für Android-Puristen. Ob die schnellen Updates und die gute Verarbeitung aber den hohen Preis wert sind, ist aus unserer Sicht fraglich.

Da Google auch kein Pixel C mit LTE-Mobilfunk anbietet und es nicht per microSD-Karte erweitert werden kann, ist das Google-Tablet wohl nur für echte Enthusiasten interessant.

Kommentare

23 Kommentare zu "Das beste Android-Tablet"

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Sortiert nach:   neueste | älteste | beste

Ich bin für ipad pro

Hat android, ne?

Kein Blitz.

Huawei Mediapad 2

Müll

Du bist

Ich bin zu Frieden mitn vorgänger

Ich bin fürs ipad air 2

Läuft leider nicht mit android 😀

Shield 2 ist eindeutig das beste tablet am markt

Ich bin zufrieden

Ich habe GALAXY tab4 bin sehr zufrieden

Ich hab das tab 4

Ich kenne nur Geschirrspül – Tab S

Engin Ezdi

Sogar der s1 hat bessere hardware

Bestes ever. ..

Appel Air und Mini Tap 4 sind die allerbesten die habe ich

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