Gaming-PC Test: Gaming Pc Aufmacher Copyright: MuhammadSyafiq / Adobe Stock
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Der beste Gaming-PC

Wir haben uns 47 Gaming-PCs angeschaut. Der beste für die meisten ist der HP Victus 15L TG02-0004ng. Er ist mit einer RTX 3060 Ti von Nvidia und einem leistungsfähigen Core-i7-Prozessor ausgestattet. Damit bietet er nicht nur genug Leistung für kommende Spiele im Jahr 2023, sondern hat auch genug Reserven zum Nachrüsten. Obendrein ist er noch äußerst günstig zu haben.

Michael Beck
Michael Beck
ist leidenschaftlicher Gamer und Musiker. Schon als kleiner Knirps hat er den Toshiba T3200 seines Vaters zur Spielemaschine umfunktioniert. Er schreibt unter anderem für GameStar, Golem und Mobygames. Als langjähriger Pop-Kultur- und Videospiel-Experte bei Fandom hat er zudem viel Erfahrung mit Audio- und Videoproduktion gesammelt.
Mike Wobker
Mike Wobker
ist gelernter Fernmelde­anlagen-Elektroniker und studierter Wirtschafts­ingenieur und testet als freier Autor mobile Technik aller Art, unter anderem für Notebookcheck und Golem. Monitore, Speicher und IT im Allgemeinen gehören zu seinem Spezialgebiet.
Mario Petzold
Mario Petzold
hat Kurzgeschichten veröffentlicht und Physik studiert, was folgerichtig in die Tätigkeit als freier Technik-Redakteur mündete. Statt Transurane zu detektieren, sucht er lieber nach Stärken und Schwächen in Computerelektronik und smarten Technikspielereien. Er schreibt unter anderem für Notebookcheck und Testberichte.de.
Letztes Update: 11. November 2022

Wir haben uns zwölf neue, aktuelle Gaming-PCs für unseren Vergleich angeschaut. Dabei sind vier Empfehlungen inklusive neuem Favoriten herausgekommen. Der beste Gaming-PC für die meisten ist für uns nun der HP Victus 15L TG02-0004ng mit guter Spieleleistung, fairem Preis und guten Möglichkeiten zum preiswerten Nachrüsten. Für mehr Geld bekommt man mit dem Acer Predator Orion 7000 PO7-640 absolute Top-Leistung geboten. Der HP Pavilion TP01-3008ng eignet sich für ein kleineres Budget und der Intel NUC 11 Enthusiast packt Spieleleistung auf kleinsten Raum.

Unsere ehemaligen Empfehlungen Acer Predator Orion 3000, Lenovo Legion Tower 7i und MSI MAG Infinite 11TD sind auch weiterhin einen Blick wert und ab jetzt unter „Was gibt es sonst noch“ zu finden. Der HP Pavillion TG01-2005ng ist nicht mehr verfügbar und wurde aus dem Vergleich entfernt.

24. Februar 2022

Wir haben sechs neue PCs in den Vergleich aufgenommen. Der MSI MAG Infinite 11TD und der HP Pavilion TG01-2005ng sind neue Empfehlungen. Unsere ehemalige Empfehlung Alienware Aurora R11 wurde aus dem Bericht entfernt.

23. September 2021

Wir haben uns drei weitere Gaming-PCs angesehen. Eine neue Empfehlung war diesmal nicht dabei.

14. April 2021

Drei weitere Gaming-PCs ergänzen unseren Vergleich. Alienware Aurora R11 und Lenovo Legion Tower 7i sind neue Empfehlungen und verdrängen die Modelle Alienware Aurora R9 und HP Pavilion Gaming TG01, die nicht mehr erhältlich sind. Auch der Acer Predator Orion 9000 ist nun nicht mehr unter den Empfehlungen zu finden. Der Acer Predator Orion 3000 bleibt weiterhin unsere Nummer eins.

8. Januar 2021

Unser bisheriger Favorit Lenovo Legion T730 ist zur Zeit viel zu teuer. Daher haben wir mit dem Acer Predator Orion 3000 einen neuen Top-Favoriten gekürt.

29. Mai 2020

Wir haben sieben neue Gaming-PCs unter die Lupe genommen. Unsere neuen Empfehlungen sind der HP Omen Obelisk 875 und der Alienware Aurora R9.

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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Bei der Auswahl eines Gaming-PCs steht man vor unendlich vielen Möglichkeiten. Am wichtigsten ist aber die Frage, welche Spiele eigentlich laufen sollen.

Wer immer den neuesten Triple-A-Shooter auf maximalen Grafikeinstellungen und am besten auf einem 4K-Monitor zocken möchte, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen. Auch Fans von VR-Headsets sollten etwas mehr Geld in die Hardware investieren. Wir haben uns insgesamt 47 Gaming-PCs angeschaut – 20 davon sind aktuell noch verfügbar.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

HP Victus 15L TG02-0004ng

Test Desktop-PC: HP Victus  15L TG02-0004ng
Dank sehr starkem Prozessor und ordentlicher Grafikkarte für alle aktuellen Spiele einsetzbar. Auch bei QHD wird eine sehr gute Qualität geliefert. Dazu gibt immer viel Speicherplatz.

Mit starkem Prozessor und im Gaming-Segment durchschnittlicher Grafikkarte ist der HP Victus 15L TG02-0004ng für die meisten eine gute Empfehlung, die zwar aktuelle Spiele spielen, dabei aber nicht ihren finanziellen Rahmen sprengen wollen. 4K-Gaming mit hoher Framerate gibt es hier nicht, aber bei Full-HD und QHD kann sich das Ergebnis sehen lassen. Zum Vergleich: Die Leistung liegt in etwa auf dem Niveau eines High-End-Gaming-Notebooks, das durchaus doppelt so teuer ist. Top-Power gibt es bei unserer Leistungs-Empfehlung, dem Acer Predator Orion 7000.

Beste Leistung

Acer Predator Orion 7000 PO7-640

Test Desktop-PC: Acer Predator Orion 7000 PO7-640
Ein enorm leistungsstarker Prozessor und die schnelle Grafikkarte treibt auch bei 4K-Auflösung Spiele jederzeit voran. Die weitere Ausstattung mit Wasserkühlung und schnellen USB-Anschlüssen überzeugt ebenfalls.

Der leistungsstarke Acer Predator Orion 7000 PO7-640 mag so manches Budget sprengen. Für viel Geld gibt es hier aber mit dem 19-12900K und der Nvidia GeForce RTX 3080 nicht nur viel Leistung für 4K, viel FPS und VR. Auch die Ausstattung kann sich mit den besten messen. Viele und vor allem schnelle USB-Anschlüsse, viel RAM und eine Wasserkühlung hinterlassen einen starken Eindruck.

Gut & günstig

HP Pavilion TP01-3008ng

Test Desktop-PC: HP Pavilion Desktop PC TP01-3007ng
Ein aktueller Prozessor und die relativ einfache Grafikkarte sind für alle aktuellen Spiele zumindest bei Full-HD völlig ausreichend. Am Speicherplatz und der Gaming-Optik wurde aber etwas gespart.

Sparen lässt sich mit dem Desktop-PC HP Pavilion TP01-3008ng. Er verzichtet auf herausragende Spieleleistung und setzt auf eine etwas betagte Nvidia GeForce GTX 1660 Super. Die verfügt zwar nicht über Raytracing, kann aber selbst aktuelle Spiele wie Fifa 23 in ordentlicher Qualität darstellen. Einem späteren Tausch der Grafikkarte steht zudem nicht viel im Weg. Der Prozessor ist eine etwas langsamere, aber aktuelle i5-12400F Alder-Lake-CPU. Was ihm an Rechenleistung fehlt, macht er mit Energieeffizienz wett. Der Arbeitsspeicher ist mit 16 Gigabyte ausreichend und kann gegebenenfalls später durch schnelleren DDR-5-Speicher ersetzt werden. Auch die 512 Gigabyte große SSD reicht für den Anfang und lässt sich bei Bedarf ergänzen.

Ultrakompakt

Intel NUC 11 Enthusiast

Test Desktop-PC: Geek+ Intel NUC 11 Enthusiast
Statt High-End-Gaming-Laptop lässt sich dieses extra kompakte System verwenden. Nur der Prozessor ist etwas langsam, bietet aber eine starke Ausstattung.

Mit einem nur knapp 4 Zentimeter breitem Gehäuse 2 Kilogramm bleibt der Gaming-PC Intel NUC 11 Enthusiast weit unterhalb der Konkurrenz. Selbst viele Gaming-Laptops sind schwerer, von der Leistung aber nicht unbedingt besser. Die Nvidia GeForce RTX 2060 gerät zwar bei aktuellen Spielen an ihre Grenzen, liegt aber immerhin im Bereich einer mobilen RTX 2080. Nur der Preis ist enorm, zumal RAM, Festplatte und Betriebssystem gar nicht inklusive sind.

Vergleichstabelle

Unser FavoritHP Victus 15L TG02-0004ng
Beste LeistungAcer Predator Orion 7000 PO7-640
Gut & günstigHP Pavilion TP01-3008ng
UltrakompaktIntel NUC 11 Enthusiast
Joule Performance Force Gaming PC Nuke RTX3070Ti II7
MSI MEG Trident X 12VTE-208IT
HP OMEN GT22-0017ng
Acer Predator Orion 5000 (2022)
HP OMEN GT21-0011ng
Medion Erazer Engineer X10 MD35304
MSI MEG Infinite X 11TD
MSI Trident X 11TD
Lenovo Legion Tower 7i
Acer Predator Orion 3000
Lenovo Legion T5 26AMR
HP OMEN GT13-1017ng
Medion Erazer Engineer P10 MD35301
MSI MAG Infinite 11TD
Memory PC Gaming
shinobee Gaming-PC
Test Desktop-PC: HP Victus  15L TG02-0004ng
  • Starker Prozessor
  • Viel Speicherplatz
  • Viele USB-Anschlüsse
  • Optik zurückhaltend
  • Zweite Festplatte langsam
Test Desktop-PC: Acer Predator Orion 7000 PO7-640
  • Überragende Leistung
  • Viel RAM
  • Wasserkühlung installiert
  • Fünf schnelle USB-C-Anschlüsse
  • Teuer
Test Desktop-PC: HP Pavilion Desktop PC TP01-3007ng
  • Ausreichend schneller Prozessor
  • Gut für Full-HD-Gaming
  • Relativ preiswert
  • Viele USB-Anschlüsse
  • Wenig Speicherplatz
  • Optik zurückhaltend
Test Desktop-PC: Geek+ Intel NUC 11 Enthusiast
  • Grafikleistung auf hohem mobilem Niveau
  • Zweimal Thunderbolt
  • Sehr kleines Gehäuse
  • Hoher Preis
  • SSD und RAM nicht inklusive
  • Prozessorleistung begrenzt
  • Aufrüstung schwierig
Test Desktop-PC: Joule Performance Force Gaming PC Nuke RTX3070Ti II7
  • Starker Prozessor
  • Starke Grafikleistung
  • Wasserkühlung verbaut
  • Etwas teuer
Test Desktop-PC: MSI MEG Trident X 12VTE-208IT
  • Starker Prozessor
  • Starke Grafikleistung
  • Sehr viel Speicher
  • Flach gebaut
  • Hoher Preis
  • Schwierige Aufrüstung
Test Gaming-PC: HP OMEN GT22-0017ng
  • Enorm hohe Leistung
  • Starke Ausstattung
  • Wasserkühlung verbaut
  • Sehr teuer
  • Zweite Festplatte langsam
Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 5000
  • Aktuelle und schnelle Hardware
  • Modernes Design
  • Kompaktes Gehäuse
  • Schneller DDR5-RAM
  • Recht groß
  • Sehr schwer
Test Gaming-PC: HP OMEN GT21-0011ng
  • Starker Prozessor
  • Gute Grafikleistung
  • Viel Speicherplatz
  • Sehr viele USB-Anschlüsse
  • Zweite Festplatte langsam
Test Desktop-PC: Medion Erazer Engineer X10 MD35304
  • Starker Prozessor
  • Gute Grafikleistung
  • Nur langsame USB-Anschlüsse
  • Einfache Ausstattung
Test Gaming-PC: MSI MEG Infinite X
  • Sehr gute Spieleleistung
  • Wasserkühlung
  • Individuelles Front-Design
  • Gute Aufrüstbarkeit
  • Teuer
Test Gaming-PC: MSI Trident X 11TE
  • Schlankes Gehäusedesign
  • Gute Spieleleistung
  • Viel Speicherplatz (SSD + HDD)
  • Leise Kühlung
  • Relativ teuer
  • Wenig Anschlüsse vorne
  • Nur Wi-Fi 5
Test  Gaming-PC: Lenovo Legion Tower 7i
  • Sehr gute Spieleleistung
  • Kompaktes Gehäuse
  • Gute Wartungsmöglichkeiten
  • Nur ein USB-C-Port auf der Rückseite
Test  Gaming-PC: Acer Predator Orion 3000
  • Günstiger Preis
  • Viel Speicherplatz
  • Schmale Bauform
  • Gute Spieleleistung
  • Viele Anschlüsse
  • Kann recht laut werden
  • Kleine SSD
  • Nur ein USB-C-Port
Test Gaming-PC: Lenovo Legion T5 26AMR
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Spieleleistung
  • Recht laut
  • Nur mittelmäßige Kühlung
  • USB-C-Port nur an der Rückseite
Test  Gaming-PC: HP OMEN GT13-1017ng
  • Stärkste derzeit erhältliche Grafikkarte
  • Sehr hohe Leistung
  • Gute Wartungsmöglichkeiten
  • Vergleichsweise teuer
  • USB-C-Port nur an der Rückseite
  • Kann recht laut werden
Test Desktop-PC: Medion Erazer Engineer X10 MD35304
  • Solide Spieleleistung
  • Relativ preiswert
  • Nur langsame USB-Anschlüsse
  • Einfache Ausstattung
Gaming-PC Test: Msi Mag Infinite 11td
  • Gute Spieleleistung
  • Viel Speicherplatz (SSD + HDD)
  • Optionale Glasplatte
  • Geringerer Luftdurchzug
  • Nur ein USB-C-Port
Test Desktop-PC: Memory PC Gaming
  • Sehr günstig
  • Schwache Grafikkarte
  • Kaum Speicherplatz
  • Wenige Anschlüsse
Test Desktop-PC: shinobee Gaming-PC
  • Moderater Preis
  • Grafikleistung ausreichend
  • Langsame SSD
  • Langsame Anschlüsse
  • WLAN nur per Adapter
  • Aufrüstung schwierig
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Alles drin!

Ein moderner Gaming-PC soll aktuelle und möglichst auch kommende Spiele problemlos flüssig darstellen können. Bei der Grafik, die ein Spiel bieten kann, orientieren sich die Spielemacher oft an der modernen Konsolengeneration. Das sind derzeit die PlayStation 5 und Xbox Series X.

Für PC-Spieler sorgt diese Konzentration zum einen dafür, dass viele Spiele auch auf günstigerer Hardware noch super laufen und ein neuer PC auch auf längere Sicht mit aktuellen Games gut klar kommen wird. Gleichzeitig ermöglicht der technische Fortschritt auf dem PC aber eine weitaus bessere Grafik als auf den Konsolen. Dadurch kommen auch Spieler mit einem kleineren Geldbeutel in den Genuss einer zukunftssicheren Gaming-Maschine und wenn man bereit ist, mehr Geld auszugeben, kann man jedes Spiel in einer besseren Grafik als auf einer Konsole genießen.

Tolles Gaming, auch mit wenig Geld

Dabei stellt sich auch häufig die Frage, ob »richtige« Gamer ihren PC lieber selber zusammenbauen oder sich einfach ein fertiges System unter den Schreibtisch stellen sollten. Wer einfach nur Spielen möchte, kann getrost zu einem fertigen PC greifen. Die Unterschiede in der verbauten Hardware sind minimal und auch preislich ist oft kein großer Gewinn zu erwarten. Außerdem sind Garantieansprüche leichter durchzusetzen, wenn man nicht erst nachweisen muss, dass irgendetwas nicht von einem selbst kaputt gemacht wurde.

Auch aufgrund der Tatsache, dass einzelne Komponenten, wie Grafikkarten, Prozessoren oder Arbeitsspeicher, aufgrund der Marktlage oft zu horrenden Preisen verkauft werden, ist ein fertiger Komplett-PC derzeit eine bevorzugte Wahl im Vergleich zum Eigenbau. Man spart sich die Jagd nach den gewünschten Einzelteilen und wird in der Regel nicht über den Tisch gezogen. Dennoch hat auch bei Fertigsystemen der Preis dank der hohen Nachfrage ordentlich angezogen, oder es wird an anderen Stellen gespart.

Wie viel Leistung ist nötig?

Um die Frage nach der Leistung richtig einzuschätzen, sollte als erstes der Monitor, auf dem die Spiele letztendlich angezeigt werden, betrachtet werden. Kommt hier ein FullHD-Modell zum Einsatz, muss man keinen teuren PC kaufen, weil die Leistung gar nicht genutzt werden kann. Wer einen 4K-Monitor besitzt, sollte allerdings schon etwas mehr auf die Hardware-Power achten und auch der Einsatz von VR-Brillen setzt etwas höhere Ansprüche an die Leistung.

Extreme Leistung ist nicht immer nötig

Für nahezu alle derzeit erhältlichen Spiele sollte mindestens ein Intel-Core-i5- oder i7-Prozessor der elften Generation (Rocket Lake) mit mindestens sechs Rechenkernen zum Einsatz kommen. Besser sind acht CPU-Kerne oder gleich ein Intel-Prozessor der zwölften (Alder Lake) wie das auch bei unseren vorgestellten Gaming-PCs der Fall ist. Die aktuelle dreizehnte Intel-Prozessorgeneration (Raptor Lake), die noch einmal einen ordentlichen Leistungsschub bringt, wird in Fertigsystemen erst Ende 2022, Anfang 2023 zunehmend Verbreitung finden. AMD hat mit seinen Ryzen-Prozessoren ordentlich aufgeholt und viele CPUs herausgebracht, die denen von Intel in nichts nachstehen.

Bei der aktuellen Alder-Lake-Generation hat allerdings Intel deutlich die Nase vorn. Hier ist derzeit der Intel Core i7-12700(K) Spitzenreiter und hauptsächlich interessant für Gamer. Der größere i9-12900(K)-Prozessor bietet kaum Mehrleistung für Videospiele, da er über dieselbe Anzahl an P-Kernen verfügt, die für Games wichtiger sind als eine höhere Anzahl der effizienten E-Kernen. Die nächste Generation an leistungsfähigen AMD-Prozessoren, die 7000er-Reihe, erscheint Ende 2022 und wird auch Anfang 2023 vermehrt in Fertigsystem zum Einsatz kommen.

Mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ist mehr als genug RAM zum Zocken vorhanden. Richtig ab geht es außerdem mit den aktuellen DDR5-Modellen, die gemeinsam mit den neuen Prozessoren und Chipsätzen inzwischen in Komplett-PCs ab etwa 2.000 Euro häufig zu finden sind. Bei den Festplatten sind in der Regel ausreichend dimensionierte, schnelle SSDs verbaut, die für eine ordentliche Anzahl an Spielen anfangs ausreichen.

512 Gigabyte sollten es mindestens sein, aufgrund immer größer werdender Spieldateien sollte man aber eher mit einem Terabyte liebäugeln. Für weiteren Datenspeicher wie Dokumente, Bilder, Videos und Musik kommt oft noch eine riesige, herkömmliche HDD oben drauf oder kann nachträglich eingebaut werden. Während eine CPU heutzutage sehr lange ihren Dienst verrichten kann, müssen Arbeits- und Festplattenspeicher nicht direkt in enormen Größenordnungen bestellt werden und können nicht selten günstig nachgerüstet werden. Hier lässt sich sinnvoll etwas Geld einsparen, das sich besser in die Grafikkarte investieren lässt.

Auf die Grafikkarte kommt es an

Grafikkarten haben in den letzten Jahren einen enormen Sprung nach oben gemacht, allen voran Nvidia mit seinen GeForce-RTX-Grafikkarten, die Technologien wie Raytracing und DLSS salonfähig gemacht haben. Inzwischen haben Chiphersteller die Preisexplosion der vergangen Jahre einigermaßen in den Griff bekommen. Trotzdem muss man für eine aktuelle GPU weiterhin einiges an Geld auf den Tisch legen. Die besten Chancen, an eine bezahlbare, aktuelle Grafikkarte zu kommen, bieten derzeit Komplettsysteme wie die hier vorgestellten Gaming-PCs oder Gaming-Laptops.

Wenn man sich günstige RTX-Modelle wie 3050 oder 3060 sichert, sind moderne und zukünftige Spiele in FullHD und WQHD schon kein Problem mehr. Eine RTX 3080 oder sogar 3090 bringt 4K-Inhalte in hohen Details auf den Bildschirm und eignet sich hervorragend für anspruchsvolle VR-Anwendungen. Aber auch die 20er-Modelle von Nvidia bieten immer noch genug Leistung für aktuelle Games in 1080p. Die Radeon-RX-6000-Karten von AMD hinken der aktuellen GeForce-Linie etwas hinterher, eignen sich aber genauso fürs Mainstream-Gaming. Ende 2022 und Anfang 2023 kommt allmählich die RTX 4000er-Reihe von GeForce auf den Markt und bringt noch einmal einen weiteren Leistungsschub mit.

Test Desktop-PC: HP Victus 15L TG02-0039ns

Unser Favorit: HP Victus 15L TG02-0004ng

Der für Gaming-PCs konzipierte Prozessor Intel Core i7-12700F verfehlt auch im HP Victus 15L TG02-0004ng nicht seine Wirkung. Auf den integrierten Grafikchip wird zugunsten der minimal besseren Leistung verzichtet. Mit dem Grafikprozessor der Nvidia GeForce RTX 3060 Ti gelingen zwar keine Wunder, aber fast alle Spiele sehen zumindest bei einer QHD-Auflösung richtig gut aus.

Unser Favorit
HP Victus 15L TG02-0004ng
Test Desktop-PC: HP Victus  15L TG02-0004ng
Dank sehr starkem Prozessor und ordentlicher Grafikkarte für alle aktuellen Spiele einsetzbar. Auch bei QHD wird eine sehr gute Qualität geliefert. Dazu gibt immer viel Speicherplatz.

Ein weiterer großer Vorzug des schnellen Prozessors und der Grafikkarte, die dabei nicht ganz mithalten kann, liegt in der Möglichkeit, später nachzurüsten. Ein Ersatzmodell sollte in etwa den gleichen Stromverbrauch aufweisen, darf dann aber deutlich leistungsfähiger sein. In Kombination mit dem starken Prozessor kann der Gaming-PC so auf Jahre noch sehr gut verwendet werden.

Die Speicherausstattung geht absolut in Ordnung. 16 Gigabyte werden die nächste Zeit fast immer genügen. Die Konkurrenz setzt aber oft schon auf 32 Gigabyte und vor allem den schnelleren DDR5-RAM. Ähnliches gilt für den Speicherplatz. Aktuelle AAA-Titel, die schnell bis zu 100 Gigabyte groß werden, können die 512 Gigabyte umfassende M.2-SSD zügig füllen.

Desktop-PC Test: Hp Victus 15l 3

Eine Festplatte dient als zweiter Massenspeicher. Die HDD ist robust, preiswert und für Bilder, Musik oder Videos ausreichend. Geringe Übertragungsraten und langsame Zugriffszeiten würde speziell aktuelle Spiele aber ausbremsen.

Dafür gibt es mit WLAN und neun USB-Anschlüsse an der weiteren Ausstattung wenig auszusetzen. Schneller als 10 Gigabit pro Sekunde ist aber keiner der Anschlüsse.

Ebenfalls verzichtet werden muss am HP Victus 15L TG02-0004ng auf Lichteffekte, transparente Seiten oder eine Wasserkühlung. Insgesamt ist es aber ein preiswertes Gaming-System mit Potenzial.

HP Victus 15L im Testspiegel

Eine recht ausführliche Einschätzung zum HP Victus 15L findet sich bei artofpc.com:

»HPs Victus 15L ist ein solider Kauf (…), wenn du nach einem bezahlbaren Gaming-PC für 144 Frames pro Sekunde suchst.«

Alternativen

Gamer haben bei fertig zusammengebauten PCs die Qual der Wahl. Die Fülle am Markt ist fast nicht zu überschauen, weswegen wir an dieser Stelle ausgewählte Alternativen vorstellen. Dabei ist für jeden Geldbeutel etwas dabei und selbstverständlich gibt es auch eine sinnvolle Alternative zu unserem Favoriten.

Beste Leistung: Acer Predator Orion 7000 PO7-640

Ziemlich kompromisslos wirkt die Ausstattung des Acer Predator Orion 7000 PO7-640. Mit enorm starker CPU und schneller Grafikkarte wird es kaum Spiele geben, die nicht auf höchster Detailstufe und mit hoher Bildrate spielbar sind.

Beste Leistung
Acer Predator Orion 7000 PO7-640
Test Desktop-PC: Acer Predator Orion 7000 PO7-640
Ein enorm leistungsstarker Prozessor und die schnelle Grafikkarte treibt auch bei 4K-Auflösung Spiele jederzeit voran. Die weitere Ausstattung mit Wasserkühlung und schnellen USB-Anschlüssen überzeugt ebenfalls.

Wie beim Vergleichssieger HP Victus 15L TG02-0004ng erlaubt der enorm leistungsfähige Prozessor, den Gaming-PC später durch eine neue Grafikkarte aufzufrischen und so für ein paar Jahre ausreichend Gaming-Leistung für aktuelle Titel zur Verfügung zu haben – selbstverständlich auf deutlich höherem Niveau.

Mit dem Intel Core i9-12900K steht enorm viel Rechenleistung zur Verfügung. Die Nvidia GeForce RTX 3080 muss sich dahinter nicht verstecken, zählt aber nicht mehr zu den absoluten Top-Modellen. Dennoch ist hier 4K-Gaming in bester Qualität durchweg möglich.

Durchgehend hochwertiger Eindruck

Auch die weitere Ausstattung kann gehobenen Ambitionen standhalten. Mit 32 Gigabyte DDR5-RAM steht schneller Speicher in ausreichender Menge zur Verfügung. Die M.2-SSD fasst 1.000 Gigabyte, was auch bei umfangreicheren Spielesammlungen genügen kann.

Zehn USB-Anschlüsse, von denen fünf mit bis zu zehn Gigabit pro Sekunde arbeiten, also doppelt so schnell wie USB 3.0 beziehungsweise USB 3.2 Gen1, und WiFi 6E runden das tolle Gesamtbild ab.

Ebenfalls wurde großer Wert auf die Optik gelegt. Das System ist beleuchtet und kann von der Seite eingesehen werden. Der übertaktbare Prozessor wurde darüber hinaus mit einer Wasserkühlung versehen. Gerade bei einer derart starken CPU wäre ansonsten ein ziemlich gigantischer Tower-Lüfter nötig, der zugegebenermaßen nicht so gut aussehen würde.

Entsprechend viel muss für den Acer Predator Orion 7000 PO7-640 bezahlt werden, der zudem außerordentlich hoch und dick ausfällt.

Preistipp: HP Pavilion TP01-3008ng

Gerade noch ausreichend für Spiele zeigt sich der Desktop-PC HP Pavilion TP01-3008ng. Es gibt zwar noch schwächere Systeme, die als Gaming-PC vermarktet werden, aber hier lassen sich auch aktuelle Titel mit nur wenigen Einschränkungen spielen. Soll die Investition nicht zu hoch ausfallen, wird dieser Computer genügen.

Gut & günstig
HP Pavilion TP01-3008ng
Test Desktop-PC: HP Pavilion Desktop PC TP01-3007ng
Ein aktueller Prozessor und die relativ einfache Grafikkarte sind für alle aktuellen Spiele zumindest bei Full-HD völlig ausreichend. Am Speicherplatz und der Gaming-Optik wurde aber etwas gespart.

Die verbaute Nvidia GeForce GTX 1660 Super ist die schnellste Grafikkarte aus der »16er«-Serie, die jedoch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Entsprechend niedrig sollten die Erwartungen an die Leistungsfähigkeit ausfallen. Trotzdem werden aktuelle Spiele in der Auflösung Full-HD in guter oder sogar bester Qualität spielbar sein. Allenfalls bei komplexen Titeln müssen Details eingeschränkt werden.

Ein ähnliches Urteil lässt sich zum Prozessor Intel Core i5-12400F fällen. Er wird bei allen Spielen ausreichen, kann aber hin und wieder an seine Grenzen stoßen. Mit seiner modernen Architektur und der hohen Effizienz weiß er aber zu gefallen.

Die übrigen Ausstattungselemente fallen solide aus. 16 Gigabyte Speicher passen zum Einstiegssegment ebenso wie die 512 Gigabyte große M.2-SSD. Auf besonders schnelle USB-Anschlüsse wurde verzichtet. Dafür beläuft sich die Gesamtzahl auf neun, was fast immer ausreichen sollte.

Die Optik hält sich zurück. Eine Beleuchtung oder auch nur transparente Seitenteile finden sich nicht. Für ein kleineres Budget ist der HP Pavilion TP01-3008ng aber eine gute Empfehlung, um trotzdem ordentlich zocken zu können.

Mini-Format: Intel NUC 11 Enthusiast

Herausragend klein ist der Intel NUC 11 Enthusiast. Als Gaming-PC liegt er zwar allenfalls auf dem Niveau eines Gaming-Notebooks, ist gleichzeitig aber auch nicht viel größer.

Ultrakompakt
Intel NUC 11 Enthusiast
Test Desktop-PC: Geek+ Intel NUC 11 Enthusiast
Statt High-End-Gaming-Laptop lässt sich dieses extra kompakte System verwenden. Nur der Prozessor ist etwas langsam, bietet aber eine starke Ausstattung.

Rechen- und Grafikleistung des kleinsten Gaming-PCs im Vergleich befinden sich im unteren Mittelfeld. Der Prozessor Intel Core i7-1165G7 findet sich sonst in guten Business-Laptops. In diesen muss er jedoch keine Spiele bewältigen, obwohl das hier durchaus realistisch erscheint.

Parallel zum Mainboard ist mit der Nvidia GeForce RTX 2060 eine zusätzliche Grafikkarte verbaut. Es handelt sich um eine speziell angepasste Variante, sodass eine spätere Aufrüstung eher nicht infrage kommt. Trotz ihres Alters kann sie aktuelle Spiele bewältigen, auch wenn die Auflösung im Idealfall bei Full-HD verbleibt und bei anspruchsvollen Titeln auf ein paar Details verzichtet werden muss.

Mit WiFi 6 und zwei Thunderbolt-Anschlüssen bietet der kleine PC eine überraschend gute Ausstattung. Die extrem geringe Größe mit einer Dicke von nur 41 Millimetern und einem Gewicht von gerade einmal zwei Kilogramm müssen jedoch teuer bezahlt werden. Nimmt man Arbeitsspeicher für mindestens 50 Euro, Betriebssystem und M.2-SSD für je 100 Euro dazu, kratzt das System an 2.000 Euro. Bleibt am Ende die Frage: Gaming-Laptop oder der Intel NUC 11 Enthusiast als leistungsfähiger Mini-Gaming-PC?

Was gibt es sonst noch?

Memory PC Gaming

Kaum der Rede wert ist die Grafikleistung des Memory PC Gaming. Mit der besonders kleinen und sparsamen AMD Radeon RX 6500 XT muss selbst bei Full-HD mit Einschränkungen gerechnet werden. Sportsimulationen wie Fifa oder andere Titel, die auf einen möglichst große Verbreitung setzen, sollten problemlos spielbar sein. Mit komplexen Titeln ist die höchste Detailstufe in der Regel nicht erreichbar. Auch die schwache Anschlussausstattung und der geringe Speicherplatz der etwas langsamen SATA-SSD enttäuschen. Der Preis kann das halbwegs ausgleichen.

Medion Erazer Engineer P10 MD35301

Sowohl Prozessor als auch Grafikchip befinden sich auf guten, aber noch nicht ganz durchschnittlichem Niveau. Damit ist der Medion Erazer Engineer P10 MD35301 am besten bei Full-HD-Gaming eingesetzt, sollte hier aber mit allen Spielen und hohen Detailstufen gut zurecht kommt. Bis auf die Beleuchtung zeigt sich unser Vergleichssieger HP Victus 15L TG02-0004ng allerdings in jeder Hinsicht besser aufgestellt, ohne dabei deutlich teurer zu sein.

HP OMEN GT22-0017ng

Die absolute Spitzenleistung und auch den höchsten Preis weist der HP OMEN GT22-0017ng auf. Grafikkarte und Prozessor, dessen Übertaktbarkeit wohl eher selten ausgenutzt werden dürfte, erlauben 4K-Gaming in nahezu jeder Situation. Der Leistungsfähigkeit sind kaum Grenzen gesetzt. Die Entscheidung für DDR4-Arbeitsspeicher statt DDR5, eine langsame HDD als Zweitfestplatte und das Fehlen von Thunderbolt oder USB 3.2 Gen2x2 verhindern eine bessere Platzierung. Immerhin gibt es aber eine Wasserkühlung.

MSI MEG Trident X 12VTE-208IT

Teuer und außerordentlich flach präsentiert sich der Gaming-PC MSI MEG Trident X 12VTE-208IT. Sollen aktuelle Spiele in 4K-Auflösung gespielt werden, könnte bei anspruchsvollen Titel das eine oder andere Details verringert werden müssen. Ansonsten sind hier kaum Kompromisse nötig. Die Sinnhaftigkeit einer übertaktbaren CPU in einen so flachen Gehäuse und generell vorgefertigten PCs ist aber ein wenig in Zweifel zu ziehen. Dafür gibt es viel schnellen RAM und eine zwei Terabyte große M.2-SSD. Auch die Netzwerkanbindung befindet sich auf sehr hohem Niveau.

Joule Performance Force Gaming PC Nuke RTX3070Ti II7

Mit dem gleichen Prozessor wie unser Vergleichssieger kann der Joule Performance Force Gaming PC Nuke RTX3070Ti II7 dank besserer Grafikkarte durchweg überzeugen. 4K und hohe Bildraten stellen kein Problem dar. Der Preis liegt trotz kaum besserer Ausstattung aber sehr viel höher. Die Wasserkühlung gefällt allerdings.

Medion Erazer Engineer X10 MD35304

Gehobene Mittelklasse gibt es mit dem Desktop-PC Medion Erazer Engineer X10 MD35304. Hier ist Spielen in 4K durchaus realisierbar, nur nicht immer. Speicherplatz und Arbeitsspeicher, der noch den DDR4-Standard aufweist, genügen. Nur die Auswahl der USB-Anschlüsse ist sowohl knapp als auch langsam.

Lenovo Legion Tower 7i

Lenovo setzt mit dem Legion Tower 7i auf ein Design, das für Wiedererkennung sorgt. Dieses fällt zwar etwas schlichter, aber nicht weniger ansprechend aus. Das matte Schwarz und die integrierten Beleuchtungselemente werden zudem von einer transparenten Seitenscheibe abgerundet. So steht ein optisches Highlight auf dem Tisch, das aber auch ordentliche Leistung in sich stecken hat. Zahlreiche modernen Anschlüsse sind natürlich ebenfalls vorhanden.

Die verbaute RTX 3070 von Nvidia sorgt für eine hohe Spielleistung. Der Prozessor von Intel stemmt in Kombination mit dem großzügigen Arbeitsspeicher selbst anspruchsvollste Titel. Mit einer ein Terabyte fassenden SSD ist außerdem für viel Speicherplatz gesorgt. Wer möchte, kann diesen außerdem noch nachträglich erweitern. Da Lenovo beim Tower i7 ebenfalls auf leichte Zugänglichkeit setzt, kommt man ohne Hilfsmittel schnell an die entsprechenden Stellen im Inneren.

MSI MAG Infinite 11TD

Dank der optionalen Glasplatte, die dem MSI MAG Infinite 11TD beiliegt, kann jeder selbst entscheiden, ob man das Innenleben des Gaming-PCs zur Schau stellen möchte, oder es lieber dezent lässt. Egal wie man sich entscheidet: Die beleuchteten Ornamente auf der Front sind in beiden Fällen ein Blickfang. Mit der RTX 3070 und einem i7-11700-Prozessor ist das Gerät aktuellen Blockbustern wie Elden Ring gewachsen. Der Arbeitsspeicher ist mit 32 Gigabyte sehr großzügig dimensioniert.

Das Gehäuse ist recht abgeschlossen und verfügt vorn und an den Seiten nur über kleinere Lüftungsschlitze. Der hauptsächliche Luftdurchzug findet von unten (wo sich ein Staubfilter befindet) nach hinten statt. Die Kühlleistung ist für das verbaute System dennoch ausreichend. Einen weiteren USB-C-Port hätte MSI durchaus spendieren können, nur einer auf der Vorderseite ist etwas wenig. Der MAG Infinite 11TD von MSI ist dennoch ein gutes Spielesystem für einen fairen Preis.

Acer Predator Orion 3000

Der Acer Predator Orion 3000 war als einer der ersten Gaming-Komplett-PCs mit einer aktuellen Nvidia GeForce RTX 3070 lieferbar. Andere Hersteller sind nachgezogen und liefern zwar gute Pakete, aber auch zu einem höheren Preis. Acer verbaut hingegen vergleichsweise günstig beachtliche Hardware, die Blockbuster-Spiele für lange Zeit flüssig auf den Bildschirm bringen wird. Hohe Detailstufen, Gaming in 4K und auch VR stellen damit kein Problem dar.

Mit 16 Gigabyte RAM und einer schnellen sowie ein Terabyte großen SSD ist zudem für viel Speicher gesorgt, der sich später auch noch erweitern lässt. Das Gehäuse nimmt durch seine schlanke Bauform auch nicht viel Platz auf dem Tisch weg. Auf ein DVD-Laufwerk wurde allerdings verzichtet und auch das mitgelieferte Tastatur-und-Maus-Set ist eher für Einsteiger geeignet. Durch den günstigen Preis ist das aber in Anbetracht der restlichen Ausstattung überhaupt kein Problem.

Für seinen verhältnismäßig niedrigen Preis ist der HP Pavilion TG01-2005ng eine solide Wahl. Er bietet eine brauchbare Spielleistung, allerdings muss man ein paar Nachteile in Kauf nehmen. Das Gehäuse verfügt nur über ein paar kleinere Öffnungen, durch die sich der Luftstrom zur Kühlung zwängen muss. Das funktioniert zwar, dafür müssen die kleinen Lüfter aber auch ordentlich arbeiten und werden unter Last etwas lauter. Da HP gerne Programme vorinstalliert, ist der Pavilion vollgestopft mit Software, von der man sich als erstes getrost trennen kann, um auf der 512 Gigabyte großen SSD etwas Platz zu schaffen. Die zusätzliche ein Terabyte umfassende Festplatte sollte Platzproblemen allerdings vorbeugen.

Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit dem Pavilion TG01 für einen vernünftigen Preis aktuelle Hardware. Der Ryzen 7 5700G hat bei vergleichbaren Intel-Modellen die Nase vorne und auch die RTX 3060 Ti von Nvidia hat ausreichend Power für grafisch anspruchsvolle Titel, sofern man sich mit einer FullHD-Auflösung zufrieden gibt. Bei 4K müssen die Grafikdetails eventuell schon etwas heruntergeschraubt werden. In Sachen Preis und Leistung aber definitiv ein guter Griff.

MSI Trident X 11TD

Der Meg Trident X 11TD gehört zur High-End-Reihe von MSI und macht mit einem besonders schlanken Design auf sich aufmerksam. Dadurch ist das Gehäuse schmaler als bei anderen Gaming-PCs und die Hardware ist deutlich kompakter verbaut. Das dabei keine Probleme mit Hitze entstehen, ist den guten aber sehr leise laufenden Lüftern zu verdanken. Die sorgen dafür, dass die verbaute Nvidia GeForce RTX 3080 und der eingesetzte Intel Core i7-11700K ihre hohe Leistung voll entfalten können. Dadurch laufen aktuelle Spiele selbst in 4K oder auf einem VR-Headset problemlos und auch zukünftige Titel werden ohne Probleme auf hohen Grafikeinstellungen funktionieren.

Mit seinem 32 Gigabyte großen Arbeitsspeicher, einer ein Terabyte großen SSD sowie einer genauso großen Festplatte ist auch hier ausreichend vorgesorgt. Sollte aber dennoch irgendwann einmal etwas erweitert werden müssen, lässt sich das ebenfalls bewerkstelligen. Durch die kompakte Bauweise ist das Innenleben aber etwas verschachtelt, weshalb Zeit beim Aufrüsten mitgebracht werden sollte. Ein paar mehr Anschlüsse hätten auf der Vorderseite sein dürfen. Immerhin befinden sich hinten unter anderem zwei moderne Thunderbolt-4-Anschlüsse. Beim WLAN muss man sich mit WiFi 5 zufrieden geben. Ist aber ein leistungsfähiger Gaming-PC und extravagantem Design gesucht, sollte der MSI Meg Trident X 11TD auf jeden Fall in die engere Wahl.

Acer Predator Orion 5000 (2022)

Die brandneue 2022-Ausführung des Acer Predator Orion 5000 ist schon bei einigen Händlern gelistet, wird aber erst im Laufe des März 2022 weitläufig verfügbar sein. Wir wollten ihn trotzdem bereits in unsere Auswahl aufnehmen, da er unter den Komplettsystemen bisher als Ausnahme auf aktuellste Hardware setzt. Natürlich ist da auch eine Nvidia GeForce RTX 3080 an Bord. Highlight ist allerdings tatsächlich der neue Core-i7-12700-Prozessor von Intel, der einer der spannendsten neuen Prozessoren für Gamer ist. Mit dieser Prozessorreihe überholt Intel endlich wieder AMD und baut seinen Vorsprung aus.

Die neue Prozessorgeneration erlaubt außerdem die effiziente Nutzung vom neuen, schnellen DDR5-Arbeitsspeicher, von dem 32 Gigabyte verbaut sind. Mit dieser Ausstattung ist man bestens für die nächsten Jahre gewappnet. Die ein Terabyte große SSD bietet genug Speicherplatz, der sich mit zusätzlichen Festplatten noch erweitern lässt. Die großen, bunten Lüfter in Kombination mit der durchlässigen Front sorgen für einen guten Airflow und hervorragende Kühlung. Einziger Nachteil: Der Predator Orion 5000 ist recht groß und sehr schwer.

Eine Besonderheit des Corsair ONE i200 ist sein Design. Das turmförmige Gehäuse sieht sehr gut aus und nimmt nicht viel Platz weg. Dank eines durchdachten Konzepts findet im Inneren aber jede Menge leistungsfähig Hardware ihren Platz, die zudem noch mit einer Wasserkühlung vor Überhitzung geschützt wird. Alle Komponenten sind auch nachträglich erweiter- bzw. austauschbar. Durch die verschachtelte Bauweise muss hierfür aber etwas Zeit mitgebracht werden.

Die Leistung der eingesetzten Nvidia GeForce RTX 3080 und des verbauten Intel Core i9-11900K sind über jeden Zweifel erhaben. Sie bringen mühelos jedes aktuelle Spiel flüssig auf den Bildschirm und das wird sich auch in Zukunft nicht so schnell ändern. Hinzu kommt ein mit 32 Gigabyte sehr großzügiger Arbeitsspeicher. Für Spiele und Programme steht außerdem eine ein Terabyte große SSD bereit. Wenn man nicht nur auf der Suche nach leistungsfähiger Hardware, sondern auch nach einem besonders gut durchdachten Designkonzept ist, wird man mit dem Corsair ONE i200 auf jeden Fall zufrieden sein.

MSI MEG Infinite X 11TD

Der MSI MEG Infinite X 11TD ist der leistungsfähigere und teurere Verwandte unserer »Auch gut«-Empfehlung. Die Grafikkarte RTX 3070 ist zwar identisch und der Arbeitsspeicher umfasst mit 16 Gigabyte nur die Hälfte, aber der i7-1170KF-Prozessor hat etwas mehr Power. Außerdem ist eine Wasserkühlung vorhanden, die den Prozessor vor dem heißlaufen schützt und dadurch auch das ganze System etwas kühler hält. Dadurch lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt ohne größere Bedenken eine noch stärkere Grafikkarte einbauen, sofern diese wieder besser verfügbar sind. Weitere RAM-Riegel stellen auch kein größeres Problem dar, auch wenn man mit 16 Gigabyte vorerst sehr gut zurechtkommt.

Das Gehäuse ähnelt dem »Infinite ohne X«. Auf der Vorderseite ist das gleiche LED-Muster zu sehen und eine Glasscheibe zur optionalen Installation liegt bei. Da das Gehäuse recht abgeschlossen ist, macht sich die geräuschlose Wasserkühlung im Vergleich deutlich bemerkbar – indem man sie nicht hört. Wer also etwas mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt mit dem MSI MEG Infinite X 11TD nicht nur gute Hardware, sondern eine leise Flüssigkühlung obendrauf.

HP OMEN GT13-1017ng

Der HP OMEN GT13-1017ng kommt mit einer Nvidia GeForce RTX 3090, was die derzeit stärkste Grafikkarte auf dem Markt ist. Dementsprechend hoch ist aber auch der Preis, der vor allem wegen der recht lauten Lüfter etwas unausgewogen erscheint. Für das ausgegebene Geld gibt es aber auch einen leistungsstarken Prozessor und viel Arbeitsspeicher, sodass auch kommende Blockbuster-Spiele für längere Zeit problemlos flüssig laufen werden. Für genug Platz zum Speichern der Spiele sorgt eine zwei Terabyte große SSD. Wenn es einmal nötig sein sollte, lässt sich die Hardware später auch mühelos erweitern bzw. austauschen.

Obwohl der Gaming-PC von HP mit fast 13 Kilogramm recht schwer ist, nimmt das Gehäuse nicht viel Platz weg. Zwar ist der Tower mit 42 Zentimetern sehr hoch, aber mit nur 16 Zentimetern Breite vergleichsweise schmal. Wem der Preis nicht zu hoch ist, der erhält hier einen Gaming-PC mit High-End-Grafikkarte, die einzeln immer noch nur schwer zu bekommen ist.

Lenovo Legion T5 26AMR

Das kleinere Modell unserer »Etwas teurer«-Empfehlung ist der Lenovo Legion T5 26AMR und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dafür muss man aber natürlich auch ein paar Nachteile in Kauf nehmen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um die mittelmäßige Gehäusebelüftung, durch die die Lüfter gerne mal etwas lauter aufdrehen. Unabhängig davon bekommt man mit dem Legion T5 aber eine gute Spieleleistung. Der Ryzen 7 5800 schlägt nahezu jeden Intel-Prozessor der elften Generation (ein Grund, weshalb die Lüfter schnell überfordert sind) und die GeForce RTX 3070 kommt mit jedem aktuellen Spiel zurecht, egal ob New World oder Dying Light 2.

Der Arbeitsspeicher ist mit 16 Gigabyte ordentlich bemessen und die ein Terabyte große SSD bietet schnellen Zugriff auf das Betriebssystem, Programme und Spiele. Weiterer Speicher lässt sich bei Bedarf nachrüsten. Auf der Vorderseite sind leider nur zwei USB-A-Ports verbaut, den USB-C-Anschluss findet man nur auf der Rückseite. WiFi 6 und Bluetooth 5.1 befinden sich auf einem aktuellen Stand. Damit ist der Lenovo Legion T5 26AMR ein gutes Paket – trotz seiner Nachteile, denn die lassen sich ggf. durch etwas Nachrüstarbeit beheben.

Die wichtigsten Fragen

Worauf muss ich bei einem Gaming-PC achten?

Ein Gaming-PC soll Spiele flüssig ausführen. Daher ist es sinnvoll, als erstes die Anforderungen der Spiele zu überprüfen, die man zocken möchte. Laufen diese auf dem ausgesuchten PC, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Wenn man bereits Zubehör zu Hause hat, dann braucht der PC natürlich auch die entsprechenden Anschlüsse, von denen außerdem auch genug vorhanden sein sollten. Manchmal fallen alte Ports weg oder es kommen ganz neue hinzu, daher lohnt es sich hier zweimal hinzuschauen. Nicht das am Ende der alte Monitor nicht mehr funktioniert oder der Drucker keinen Anschluss mehr findet.

Was kostet ein guter Gaming-PC?

Der Preis entscheidet nicht zuletzt auch darüber, wie lange man neue Spiele flüssig zocken kann. Ein günstiger PC für circa 1.000 Euro reicht heute vielleicht aus, um ein Game mit mittleren Grafikdetails flüssig zocken zu können. In einem halben oder einem Jahr kann das schon ganz anders aussehen. Wem es reicht, dann vielleicht nur noch mit niedrigen Details spielen zu können, der spart Geld. Andernfalls sollte man lieber gleich etwas mehr ausgeben und kann dann länger mit einer Neuanschaffung warten.

Welches Zubehör brauche ich für einen Gaming-PC?

Im Grunde reichen ein Monitor, eine Tastatur und eine Maus vollkommen aus. Wer aber intensiv spielen möchte, der sollte sich nach spezialisierter Technik umsehen. Gaming-Monitore haben zum Beispiel sehr schnelle Reaktionszeiten, eine Gaming-Maus ist fast verzögerungsfrei und eine Gaming-Tastatur schaltet schnell und kommt mit speziellen Tastenbelegungen für Spieler daher. Hier lohnt sich also ein Blick, der aber auch vom eigenen Anspruch abhängt.

Wann brauche ich einen neuen Gaming-PC?

Spätestens wenn man sich ein neues Spiel kaufen möchte und dieses absolut nicht mehr funktioniert, wird es Zeit für einen neuen Gaming-PC. Wer sich für eines der hier empfohlenen Modelle entscheidet, wird aber mindestens drei Jahre lang problemlos zocken können. Für die höchsten Grafikeinstellung reicht es zwar irgendwann nicht mehr, aber für ein flüssiges Spielerlebnis allemal.

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 Test: Artboard

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