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Der beste Gaming-PC

Der beste Gaming-PC ist der Acer Predator Orion 3000. Er ist mit einer RTX-3070-Grafikkarte von Nvidia und einem starken Core-i7-Prozessor ausgestattet. Damit bietet er nicht nur genug Leistung für kommende Spiele im Jahr 2022, sondern wird auch mit Gaming in 4K und VR problemlos fertig. Obendrein ist er noch äußerst günstig zu haben.

Michael Beck
Michael Beck
ist leidenschaftlicher Gamer und Musiker. Schon als kleiner Knirps hat er den Toshiba T3200 seines Vaters zur Spielemaschine umfunktioniert. Er schreibt unter anderem für GameStar, Golem und Mobygames. Als langjähriger Pop-Kultur- und Videospiel-Experte bei Fandom hat er zudem viel Erfahrung mit Audio- und Videoproduktion gesammelt.
Mike Wobker
Mike Wobker
ist gelernter Fernmelde­anlagen-Elektroniker und studierter Wirtschafts­ingenieur und testet als freier Autor mobile Technik aller Art, unter anderem für Notebookcheck und Golem. Monitore, Speicher und IT im Allgemeinen gehören zu seinem Spezialgebiet.
Letztes Update: 14. Juni 2022

Wir haben den Vergleich überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

24. Februar 2022

Wir haben sechs neue PCs in den Vergleich aufgenommen. Der MSI MAG Infinite 11TD und der HP Pavilion TG01-2005ng sind neue Empfehlungen. Unsere ehemalige Empfehlung Alienware Aurora R11 wurde aus dem Bericht entfernt.

23. September 2021

Wir haben uns drei weitere Gaming-PCs angesehen. Eine neue Empfehlung war diesmal nicht dabei.

14. April 2021

Drei weitere Gaming-PCs ergänzen unseren Vergleich. Alienware Aurora R11 und Lenovo Legion Tower 7i sind neue Empfehlungen und verdrängen die Modelle Alienware Aurora R9 und HP Pavilion Gaming TG01, die nicht mehr erhältlich sind. Auch der Acer Predator Orion 9000 ist nun nicht mehr unter den Empfehlungen zu finden. Der Acer Predator Orion 3000 bleibt weiterhin unsere Nummer eins.

8. Januar 2021

Unser bisheriger Favorit Lenovo Legion T730 ist zur Zeit viel zu teuer. Daher haben wir mit dem Acer Predator Orion 3000 einen neuen Top-Favoriten gekürt.

29. Mai 2020

Wir haben sieben neue Gaming-PCs unter die Lupe genommen. Unsere neuen Empfehlungen sind der HP Omen Obelisk 875 und der Alienware Aurora R9.

19. Dezember 2019

Wir haben sieben neue Modelle in den Vergleich aufgenommen. Der HP Pavilion Gaming TG01 ist eine neue Empfehlung.

29. März 2019

Unser neuer Favorit ist der Lenovo Legion T730. Der MSI Infinite X ist eine neue Empfehlung.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Bei der Auswahl eines Gaming-PCs steht man vor unendlich vielen Möglichkeiten. Am wichtigsten ist aber die Frage, welche Spiele eigentlich laufen sollen. Wer immer den neuesten Triple-A-Shooter auf maximalen Grafikeinstellungen und am besten auf einem 4K-Monitor zocken möchte, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen. Auch Fans von VR-Headsets sollten etwas mehr Geld in die Hardware investieren.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Acer Predator Orion 3000

Test  Gaming-PC: Acer Predator Orion 3000
Mit dem Acer Predator Orion 3000 bekommt man für wenig Geld moderne Hardware, viele Anschlüsse und einen solides Komplettpaket.

Der Acer Predator Orion 3000 war als einer der ersten Gaming-Komplett-PCs mit einer aktuellen Nvidia GeForce RTX 3070 lieferbar. Andere Hersteller sind jetzt nachgezogen und liefern zwar gute Pakete, aber auch zu einem höheren Preis. Acer verbaut hingegen vergleichsweise günstig beachtliche Hardware, die Blockbuster-Spiele für lange Zeit flüssig auf den Bildschirm bringen wird. Hohe Detailstufen, Gaming in 4K und auch VR stellen damit kein Problem dar.

Mit 16 GB RAM und einer schnellen sowie 1 Terabyte großen SSD ist zudem für viel Speicher gesorgt, der sich später auch noch erweitern lässt. Das Gehäuse nimmt durch seine schlanke Bauform auch nicht viel Platz auf dem Tisch weg. Auf ein DVD-Laufwerk wurde allerdings verzichtet und auch das mitgelieferte Tastatur-und-Maus-Set ist eher für Einsteiger geeignet. Durch den günstigen Preis ist das aber in Anbetracht der restlichen Ausstattung überhaupt kein Problem.

Auch gut

MSI MAG Infinite 11TD

Gaming-PC Test: Msi Mag Infinite 11td
Der MSI MAG Infinite 11TD bietet gute Leistung für einen vernünftigen Preis, allerdings ohne viel Extravaganz.

Dank der optionalen Glasplatte, die dem MSI MAG Infinite 11TD beiliegt, kann man sich selbst entscheiden, ob man das Innenleben des Gaming-PCs zur Schau stellen möchte, oder es lieber dezent lässt. Egal wie man sich entscheidet: Die beleuchteten Ornamente auf der Front sind in beiden Fällen ein Blickfang. Mit der RTX 3070 und einem i7-11700-Prozessor ist das Gerät aktuellen Blockbustern wie Elden Ring gewachsen. Der Arbeitsspeicher ist mit 32 Gigabyte sehr großzügig dimensioniert.

Das Gehäuse ist recht abgeschlossen und verfügt vorn und an den Seiten nur über kleinere Lüftungsschlitze. Der hauptsächliche Luftdurchzug findet von unten (wo sich ein Staubfilter befindet) nach hinten statt. Die Kühlleistung ist für das verbaute System dennoch ausreichend. Einen weiteren USB-C-Port hätte MSI durchaus spendieren können, nur einer auf der Vorderseite ist etwas wenig. Der MAG Infinite 11TD von MSI ist dennoch ein gutes Spielesystem für einen fairen Preis.

Gut & günstig

HP Pavilion TG01-2005ng

Test Gaming-PC: HP Pavilion TG01
Einen preisgünstigen, aber leistungsfähigen Gaming-PC gibt es mit dem Pavilion TG01-2005ng von HP. Allerdings muss man bereit sein, ein paar Kompromisse bei der Austattung einzugehen.

Für seinen verhältnismäßig niedrigen Preis von unter 1.500 Euro ist der HP Pavilion TG01-2005ng eine solide Wahl. Er bietet eine brauchbare Spieleleistung, für den niedrigen Preis muss man jedoch ein paar Nachteile in Kauf nehmen. Das Gehäuse verfügt nur über ein paar kleinere Öffnungen, durch die sich der Luftstrom zur Kühlung zwängen muss. Das funktioniert zwar, dafür müssen die kleinen Lüfter aber auch ordentlich arbeiten und werden unter Last etwas lauter. Da HP gerne Programme vorinstalliert, ist der Pavilion vollgestopft mit Software, von der man sich als erstes getrost trennen kann, um auf der 512 GB großen SSD etwas Platz zu schaffen. Die zusätzliche 1 TB umfassende Festplatte sollte Platzproblemen allerdings vorbeugen.

Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit dem Pavilion TG01 für einen vernünftigen Preis aktuelle Hardware. Der Ryzen 7 5700G hat bei vergleichbaren Intel-Modellen die Nase vorne und auch die RTX 3060 Ti von Nvidia hat ausreichend Power für grafisch anspruchsvolle Titel, sofern man sich mit einer FullHD-Auflösung zufrieden gibt. Bei 4K müssen die Grafikdetails eventuell schon etwas heruntergeschraubt werden. In Sachen Preis und Leistung aber definitiv ein guter Griff, falls unser Favorit ein paar hundert Euro zu teuer ist.

Etwas teurer

Lenovo Legion Tower 7i

Test  Gaming-PC: Lenovo Legion Tower 7i
In der aktualisierten Version bietet der Lenovo Legion Tower 7i auch für 2022 genug Leistung in aktuellen und zukünftigen Spielen.

Lenovo setzt mit dem Legion Tower 7i auf ein Design, das für Wiedererkennung sorgt. Dieses fällt zwar etwas schlichter, aber nicht weniger ansprechend aus. Das matte Schwarz und die integrierten Beleuchtungselemente werden zudem von einer transparenten Seitenscheibe abgerundet. So steht ein optisches Highlight auf dem Tisch, das aber auch ordentliche Leistung in sich stecken hat. Zahlreiche modernen Anschlüsse sind natürlich ebenfalls vorhanden.

Die verbaute RTX 3070 von Nvidia sorgt für eine hohe Spieleleistung. Der Prozessor von Intel stemmt in Kombination mit dem großzügigen Arbeitsspeicher selbst anspruchsvollste Titel. Mit einer 1 TB fassenden SSD ist außerdem für viel Speicherplatz gesorgt. Wer möchte, kann diesen außerdem noch nachträglich erweitern. Da Lenovo beim Tower i7 ebenfalls auf leichte Zugänglichkeit setzt, kommt man ohne Hilfsmittel schnell an die entsprechenden Stellen im Inneren.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAcer Predator Orion 3000
Auch gutMSI MAG Infinite 11TD
Gut & günstigHP Pavilion TG01-2005ng
Etwas teurerLenovo Legion Tower 7i
MSI Trident X 11TD
Acer Predator Orion 5000 (2022)
Corsair One i200
MSI MEG Infinite X 11TD
HP OMEN GT13-1017ng
Lenovo Legion T5 26AMR
Test  Gaming-PC: Acer Predator Orion 3000
  • Günstiger Preis
  • Viel Speicherplatz
  • Schmale Bauform
  • Gute Spieleleistung
  • Viele Anschlüsse
  • Kann recht laut werden
  • Kleine SSD
  • Nur ein USB-C-Port
Gaming-PC Test: Msi Mag Infinite 11td
  • Gute Spieleleistung
  • Viel Speicherplatz (SSD + HDD)
  • Optionale Glasplatte
  • Geringerer Luftdurchzug
  • Nur ein USB-C-Port
Test Gaming-PC: HP Pavilion TG01
  • Vergleichsweise günstig
  • Solide Spieleleistung
  • Schlichtes Design
  • Laute Lüfter
  • Mäßige Belüftung
  • Nur WiFi 5
  • Viel Bloatware
Test  Gaming-PC: Lenovo Legion Tower 7i
  • Sehr gute Spieleleistung
  • Kompaktes Gehäuse
  • Gute Wartungsmöglichkeiten
  • Nur ein USB-C-Port auf der Rückseite
Test Gaming-PC: MSI Trident X 11TE
  • Schlankes Gehäusedesign
  • Gute Spieleleistung
  • Viel Speicherplatz (SSD + HDD)
  • Leise Kühlung
  • Relativ teuer
  • Wenig Anschlüsse vorne
  • Nur Wi-Fi 5
Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 5000
  • Aktuelle und schnelle Hardware
  • Modernes Design
  • Kompaktes Gehäuse
  • Schneller DDR5-RAM
  • Recht groß
  • Sehr schwer
Test Gaming-PC: Corsair One i200
  • Kompaktes Gehäuse
  • Viel Speicherplatz
  • Gute Spieleleistung
  • Anschluss für VR-Headset an der Vorderseite
  • Wartung etwas kompliziert
  • Recht teuer
Test Gaming-PC: MSI MEG Infinite X
  • Sehr gute Spieleleistung
  • Wasserkühlung
  • Individuelles Front-Design
  • Gute Aufrüstbarkeit
  • Teuer
Test  Gaming-PC: HP OMEN GT13-1017ng
  • Stärkste derzeit erhältliche Grafikkarte
  • Sehr hohe Leistung
  • Gute Wartungsmöglichkeiten
  • Vergleichsweise teuer
  • USB-C-Port nur an der Rückseite
  • Kann recht laut werden
Test Gaming-PC: Lenovo Legion T5 26AMR
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Spieleleistung
  • Recht laut
  • Nur mittelmäßige Kühlung
  • USB-C-Port nur an der Rückseite
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Alles drin!

Ein moderner Gaming-PC soll aktuelle und möglichst auch kommende Spiele problemlos flüssig darstellen können. Bei der Grafik, die ein Spiel bieten kann, orientieren sich die Spielemacher oft an der modernen Konsolengeneration. Das sind derzeit die PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

Für PC-Spieler sorgt diese Konzentration zum einen dafür, dass viele Spiele auch auf günstigerer Hardware noch super laufen und ein neuer PC auch auf längere Sicht mit aktuellen Games gut klar kommen wird. Gleichzeitig ermöglicht der technische Fortschritt auf dem PC aber eine weitaus bessere Grafik als auf den Konsolen. Dadurch kommen auch Spieler mit einem kleineren Geldbeutel in den Genuss einer zukunftssicheren Gaming-Maschine und wenn man bereit ist, mehr Geld auszugeben, kann man jedes Spiel in einer besseren Grafik als auf einer Konsole genießen.

Tolles Gaming, auch mit wenig Geld

Dabei stellt sich auch häufig die Frage, ob »richtige« Gamer ihren PC lieber selber zusammenbauen oder sich einfach ein fertiges System unter den Schreibtisch stellen sollten. Wer einfach nur Spielen möchte, kann getrost zu einem fertigen PC greifen. Die Unterschiede in der verbauten Hardware sind minimal und auch preislich ist kein großer Gewinn zu erwarten. Außerdem sind Garantieansprüche leichter durchzusetzen, wenn man nicht erst nachweisen muss, dass irgendetwas nicht von einem selbst kaputt gemacht wurde.

Auch aufgrund der Tatsache, dass aktuelle Grafikkarten weiterhin nahezu ständig vergriffen sind oder zu horrenden Preisen verkauft werden, ist ein fertiger Komplett-PC derzeit eine bevorzugte Wahl im Vergleich zum Eigenbau. Man spart sich die Jagd nach den gewünschten Einzelteilen und wird in der Regel nicht über den Tisch gezogen. Dennoch hat auch bei Fertigsystemen der Preis dank der hohen Nachfrage ordentlich angezogen, oder es wird an anderen Stellen gespart.

Wie viel Leistung ist nötig?

Um die Frage nach der Leistung richtig einzuschätzen, sollte als erstes der Monitor, auf dem die Spiele letztendlich angezeigt werden, betrachtet werden. Kommt hier ein FullHD-Modell zum Einsatz, muss man keinen teuren PC kaufen, weil die Leistung gar nicht genutzt werden kann. Wer einen 4K-Monitor besitzt, sollte allerdings schon etwas mehr auf die Hardware-Power achten und auch der Einsatz von VR-Brillen setzt etwas höhere Ansprüche an die Leistung.

Extreme Leistung ist nicht immer nötig

Für nahezu alle derzeit erhältlichen Spiele sollte mindestens ein Intel-Core-i5- oder i7-Prozessor der zehnten Generation (Comet Lake, Ice Lake) mit mindestens vier Rechenkernen zum Einsatz kommen. Besser sind sechs CPU-Kerne oder gleich ein Intel-Prozessor der elften (Rocket Lake, Tiger Lake) wie das auch bei unseren vorgestellten Gaming-PCs der Fall ist. Die aktuelle zwölfte Intel-Prozessorgeneration (Alder Lake), die noch einmal einen ordentlichen Leistungsschub bringt, wird in Fertigsystemen erst im Laufe des ersten Halbjahrs 2022 zunehmend Verbreitung finden. AMD hat mit seinen Ryzen-Prozessoren ordentlich aufgeholt und viele CPUs herausgebracht, die denen von Intel in nichts nachstehen.

Bei der aktuellen Alder-Lake-Generation hat allerdings Intel wieder deutlich die Nase vorn. Hier ist derzeit der Intel Core i7-12700(K) Spitzenreiter und hauptsächlich interessant für Gamer. Der größere i9-12900(K)-Prozessor bietet kaum Mehrleistung für Videospiele, da er über dieselbe Anzahl an P-Kernen verfügt, die für Games wichtiger sind als eine höhere Anzahl der effizienten E-Kernen. Mit der nächsten Generation an leistungsfähigen AMD-Prozessoren kann man wohl im zweiten Halbjahr 2022 rechnen.

Mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ist mehr als genug RAM zum Zocken vorhanden. Richtig ab geht es außerdem mit den neuen DDR5-Modellen, die gemeinsam mit den neuen Prozessoren und Chipsätzen aber erst im Laufe des Jahres 2022 weitere Verbreitung in Komplett-PCs finden werden. Bei den Festplatten sind in der Regel ausreichend dimensionierte, schnelle SSDs verbaut, die für eine ordentliche Anzahl an Spielen anfangs ausreichen.

512 Gigabyte sollten es mindestens sein, aufgrund immer größer werdender Spieldateien sollte man aber eher mit einem Terabyte liebäugeln. Für weiteren Datenspeicher wie Dokumente, Bilder, Videos und Musik kommt oft noch eine riesige, herkömmliche HDD oben drauf oder kann nachträglich eingebaut werden. Während eine CPU heutzutage sehr lange ihren Dienst verrichten kann, müssen Arbeits- und Festplattenspeicher nicht direkt in enormen Größenordnungen bestellt werden und können nicht selten günstig nachgerüstet werden. Hier lässt sich sinnvoll etwas Geld einsparen, das sich besser in die Grafikkarte investieren lässt.

Auf die Grafikkarte kommt es an

Diese haben in den letzten Jahren einen enormen Sprung nach oben gemacht, allen voran Nvidia mit seinen GeForce-RTX-Grafikkarten, die Technologien wie Raytracing salonfähig gemacht haben. Auch wenn die Chiphersteller versuchen, die immer noch vorherrschende Preisexplosion in den Griff zu bekommen, sind die Preise weiterhin nicht auf einem Normalniveau angekommen. Die besten Chancen, an eine aktuelle Grafikkarte zu kommen, bieten derzeit Komplettsysteme wie die hier vorgestellten Gaming-PCs oder Gaming-Laptops.

Wenn man sich günstige RTX-Modelle wie 3050 oder 3060 sichert, sind moderne und zukünftige Spiele in FullHD und WQHD schon kein Problem mehr. Die Nvidia Geforce RTX 3070 aus unserem Favoriten, dem Acer Predator Orion 3000, bringt auch 4K-Inhalte auf den Bildschirm und eignet sich für VR-Anwendungen. Aber die 20er-Modelle von Nvidia von 2018/19 bieten immer noch mehr als genug Leistung für aktuelle Games in 1080p. Die Radeon-RX-6000-Karten von AMD hinken der aktuellen GeForce-Linie etwas hinterher, eignen sich aber genauso fürs Mainstream-Gaming. 2022 kommen neue Radeon-Modelle auf den Markt, die die starke Nachfrage hoffentlich etwas besser bedienen können und Nvidia in Sachen Raytracing aufholen sollen.

 Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 3000 (1)

Unser Favorit: Acer Predator Orion 3000

Der Acer Predator Orion 3000 bietet ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Hardware überzeugt mit genug Gaming-Power für FullHD- und 4K-Inhalte. Das kompakte Gehäuse nimmt zudem nicht viel Platz weg, bietet aber dennoch Erweiterungsoptionen für die Zukunft.

Unser Favorit
Acer Predator Orion 3000
Test  Gaming-PC: Acer Predator Orion 3000
Mit dem Acer Predator Orion 3000 bekommt man für wenig Geld moderne Hardware, viele Anschlüsse und einen solides Komplettpaket.

Mit seinem kompakten Abmessungen nimmt der Gaming-PC von Acer nicht viel Platz auf dem Schreibtisch weg. In dem relativ kleinen Gehäuses steckt aber dennoch leistungsstarke Hardware, die mühelos mit aktuellen Spielen zurecht kommt. Eine RGB-Beleuchtung darf dabei natürlich genauso wenig fehlen wie eine transparente Seitenscheibe, durch die sich das Innenleben jederzeit begutachten lässt.

Viele Anschlüsse für Gamer

Auf einen DVD-Brenner muss man beim Acer Predator Orion 3000, wie bei nahezu allen modernen Gaming-Systemen, leider verzichten. Dafür befinden sich an der Vorderseite eine ausziehbare Halterung für Kopfhörer bzw. Gaming-Headsets und eine Klappe, hinter der sich Audioanschlüsse und USB-Ports verbergen. Auf der Rückseite sind die üblichen Ports für Monitore und weitere USB- sowie Audioanschlüsse vorhanden.

Für einen schnellen Spielbetrieb sorgt der Core-i7-11700F-Prozessor der elften Generation von Intel mit acht Kernen, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 512 Gigabyte große SSD, um Betriebssystem und Spiele schnell starten zu können. Für große Daten und ein besonders großes Spielearchiv ist zusätzlich eine Festplatte mit einem Terabyte Speicher, also 1.000 Gigabyte, vorhanden. In der hier empfohlenen Modellvariante ist außerdem eine Nvidia Geforce RTX 3070 mit acht Gigabyte Videospeicher verbaut. Diese bietet auch für zukünftige Spiele noch genug Reserven und erlaubt Gaming in 4K und mit VR-Brille.

Gehäuse und Optik

Im Gegensatz zu den großen Gaming-Towern anderer Hersteller fällt das Gehäuse des Acer-PCs mit einer Breite von knapp 18 Zentimetern äußerst schmal aus. Auch die Höhe und Tiefe halten sich mit jeweils etwas unter 40 Zentimetern in Grenzen. So kann der Acer Predator Orion 3000 auch locker auf dem Schreibtisch stehen, ohne dass dabei viel Platz verloren geht. An der Oberseite befindet sich zudem ein Tragegriff, mit dem sich das circa 11 Kilogramm schwere Gerät auch mal transportieren lässt.

Im Inneren des Gehäuses ist zwar nicht übermäßig viel Platz, für eine ausreichende Wärmeabfuhr ist aber gesorgt. Die Lüfter halten die Temperaturen gut im Zaum, aber gerade der CPU-Lüfter wird bei extremen Belastungen wie 4K-Gaming durchaus laut. Durch eine transparente Seitenscheibe lässt sich zudem immer ein Blick in das Innere werfen, welches genau wie das Äußere mit verschiedenen Farben zum Leuchten gebracht wir. Wer später einmal Festplatten- oder Arbeitsspeicher nachrüsten möchte, kann dies ebenfalls erledigen.

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Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 3000 (6)
Eine transparente Seitenscheibe erlaubt den Blick ins Innere.
Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 3000 (5)
Der Acer Predator Orion 3000 hat markante Linien.
Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 3000 (4)
Die Beleuchtung lässt sich anpassen.

Neben der schwarzen Farbe und einigen markanten Formen setzen auch Beleuchtungselemente effektvolle Akzente. Je nach eigener Vorliebe kann man diese in verschiedenen Farben selbst konfigurieren oder, wenn es einem zu bunt wird, auch einfach abschalten.

RGB-Beleuchtung und Tragegriff

Das Innenleben ist mit einem einfachen Kreuzschlitzschraubendreher erreichbar. Werden die Schrauben von der Seitenscheibe entfernt, lässt sich die Platte einfach abnehmen. Anschließend ist der Platz für bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und für eine weitere SSD im M.2-Format zu sehen. Für weitere Festplatten befindet sich leider keine gesonderte Halterung im Gehäuse.

Viel Leistung, gute Performance

In der hier empfohlenen Ausstattungsvariante des Acer Predator Orion 3000 arbeitet ein Intel Core i7-11700F. Dieser Prozessor hat sechs Kerne, die mit einem Basistakt von jeweils 2,5 GHz arbeiten. Unter starker Belastung kann dieser Wert auf bis zu 4,9 GHz ansteigen, was aber auch die Lüfter ordentlich in Bewegung bringt. Die verfügbare Leistung reicht dabei für alle aktuellen Games aus und lässt auch bei anspruchsvollen Titeln nicht nach.

Für grafische Inhalte ist hingegen die Nvidia GeForce RTX 3070 verantwortlich. Diese Grafikkarte gehört zu Nvidias aktueller Generation und zeichnet sich durch eine exzellente Leistung aus. Wer auf einem FullHD-Monitor, also mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten spielt, wird sich lange Zeit keine Gedanken um die Grafikeinstellung machen müssen. Einfach alle Regler aufs Maximum und schon kann es losgehen. Die RTX 3070 schafft auch 4K-Inhalte mühelos und liefert genug Leistung für ein flüssiges VR-Erlebnis. Dank der neuen Architektur werden auch Technologien wie Raytracing und DLSS für bessere Beleuchtungseffekte unterstützt.

Sollte die Grafikleistung der Nvidia Geforce RTX 3070 in einigen Jahren nicht mehr ausreichen, kann diese einfach ausgetauscht werden. Dasselbe gilt für den Arbeitsspeicher, der sich auf bis zu 64 Gigabyte erweitern lässt. Die Geschwindigkeit ist allerdings auf DDR4-Modelle beschränkt. Selbstverständlich lässt sich auch die schnelle SSD durch andere Modelle ersetzen. Vor allem die SSD sorgt nochmals für einen deutlichen Geschwindigkeitsschub. Das Solid-State-Drive kann wesentlich schneller auf gespeicherte Daten zugreifen als herkömmliche Festplatten. Darum werden das Betriebssystem und häufig verwendete Programme darauf installiert. Dank der schnellen Zugriffszeiten treten nahezu keine Ladezeiten mehr auf.

Anschlüsse und optisches Laufwerk

Durch die große Verbreitung von schnellen Internetanschlüssen sind DVD-Laufwerke bzw. DVD-Brenner mittlerweile fast überflüssig geworden. Daher verzichtet auch Acer auf ein solches Laufwerk im Predator Orion 3000. Wer das kritisiert, sollte sich fragen, wann er zuletzt mal eine CD/DVD am Computer benutzt hat. Auf Nummer sicher geht man allerdings, wenn man ein günstiges externes Laufwerk sein eigen nennt, das nur bei Bedarf aus der Schublade geholt wird.

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Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 3000 (2)
Hinter einer Klappe verbergen sich Anschlüsse.
Gaming-PC Test: Acer Predator Orion 3000 (8)
Der Großteil ist auf der Rückseite zu finden.

An der Vorderseite hat man beim Acer Predator Orion 3000 direkten Zugriff auf eine Klappe, hinter der sich ein USB-Typ-C- und ein USB-Typ-A-Port mit schnellem USB-3.2-Gen2-Standard befinden. Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon sind hier ebenfalls zu finden. Direkt über der Klappe kann eine Halterung herausgezogen werden, auf die sich bequem ein Gaming-Headset hängen lässt. So ist der Schreibtisch immer aufgeräumt und alles an seinem Platz.

Bis zu vier Monitore und schnelles WLAN

Die eigentliche Fülle an Verbindungsmöglichkeiten findet sich aber an der Rückseite. Hier stehen weitere vier USB-3.2-Gen2- und zwei USB-2.0-Ports zur Verfügung. Daran lassen sich Drucker, Scanner und vieles mehr anschließen. Freunde von vielen Bildschirmen dürfen zudem über einen HDMI- und drei DisplayPorts bis zu vier Monitore verwenden. Ein GigabitLAN-Anschluss sorgt für ein stabiles Netzwerk und drei weitere Audioanschlüsse erlauben die feste Verbindung von Lautsprechern und Mikrofon. Schnelles ax-WLAN, welches oft als WiFi 6 bezeichnet wird, ist ebenfalls vorhanden.

Viele Varianten

Acer bietet den Predator Orion 3000 in verschiedenen Konfigurationen an. Etwas billigere Modelle setzen auf sparsamere, aber auch günstigere Komponenten wie i5-11400F-Prozessor und eine RTX 3060 Grafikkarte, für alle, denen 4K nicht wichtig ist. Teurere Versionen setzen auf eine Nvidia RTX 3080, die noch mal einen Leistungsschub bringt, wenngleich keinen allzu großen. Im Laufe des Jahres 2022 erhält der Predator Orion 3000 von Acer eine Rundumerneuerung, die wir in unserem nächsten Update berücksichtigen werden.

Mehr Geld müssen Gamer nicht ausgeben

Die hier vorgestellte Variante bietet aber auch auf lange Sicht eine sehr gute Spieleleistung, weshalb man nicht mehr Geld ausgeben muss. Falls doch einmal der Speicherplatz etwas knapp wird, sind zudem auch Aufrüstungsmöglichkeiten vorhanden.

Acer Predator Orion 3000 im Testspiegel

Für Gamesradar (07/21) ist der Acer Predator Orion 3000 ein toller, bezahlbarer Gaming-PC, in dem aktuelle und zeitgemäße Hardware verbaut ist, die den meisten Spielern für die nächsten Jahre mehr als ausreicht:

»Acer hat bei der Abstimmung der Komponenten in diesem PC gute Arbeit geleistet. Kein einziges Teil dieses Builds bremst das System aus und es hält Sie nicht davon ab, in ein paar Jahren über Upgrades nachzudenken. Er bietet ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis und ist als vollwertiger RTX-3070-PC ein echter Leistungsträger und eine Verlockung für alle, die in die neueste Generation von Grafikkarten einsteigen wollen.«

TechRadar (08/21) kritisiert im Test die geringe Anzahl an Anschlüssen an der Front des Predator Orion 3000:

»Während wir mit der Vielzahl an Anschlüssen auf der Rückseite des Geräts zufrieden sind, lassen die Anschlüsse auf der Vorderseite leider etwas zu wünschen übrig. An der Vorderseite gibt es nur einen USB-3.2-Anschluss, dazu einen einzelnen USB-C-3.2-Anschluss und zwei 3,5-mm-Audiobuchsen für Kopfhörer und ein Mikrofon.«

Insgesamt betrachtet ist der Gaming-PC von Acer aber ein gelungenes Komplettpaket:

»Hinter der tollen RGB-Beleuchtung des Acer Predator Orion 3000 verbirgt sich ein Gaming-PC, der nicht nur eine hübsche Oberfläche hat. Die technischen Daten des Geräts machen es zu einem sehr fähigen 4K-Gaming-Rig, das für die nächsten Jahre zukunftssicher ist.«

Alternativen

Gamer haben bei fertig zusammengebauten PCs die Qual der Wahl. Die Fülle am Markt ist fast nicht zu überschauen, weswegen wir an dieser Stelle ausgewählte Alternativen vorstellen. Dabei ist für jeden Geldbeutel etwas dabei und selbstverständlich gibt es auch eine sinnvolle Alternative zu unserem Favoriten.

Auch gut: MSI MAG Infinite 11TD

Auch MSI setzt bei seinem MAG Infinite 11TD eigene Design-Akzente, wenngleich eher dezent. Das Gehäuse ist hauptsächlich schwarz, setzt sich auf der Front jedoch durch farbige LED-Ornamente ab. Er ist mit knapp 10 Zentimetern mehr in Höhe und Tiefe deutlich größer als unser Favorit, bietet dadurch aber auch etwas mehr Raum im Inneren und ist weniger beengt für zukünftige Aufrüstungen oder Umbauten.

Auch gut
MSI MAG Infinite 11TD
Gaming-PC Test: Msi Mag Infinite 11td
Der MSI MAG Infinite 11TD bietet gute Leistung für einen vernünftigen Preis, allerdings ohne viel Extravaganz.

Der MAG Infinite 11TD bietet einerseits eine Vielfalt an Anschlussports, allerdings überrascht die Auswahl ein bisschen. Auf der Vorderseite befindet sich neben einem USB-3.2-Typ-A- und einem alten USB-2.0-Anschluss auch ein USB-3.2-Typ-C-Port, der ist allerdings der einzige seiner Art. Auf der Rückseite finden sich weitere USB-A Ports (2x USB 3.2 & 4x USB 2.0) und überraschenderweise sogar ein PS/2-Kombiport. Wer also die in die Jahre gekommene, treue Tastatur weiterverwenden will oder diesen alten Anschluss anderweitig wertschätzt, wird sich freuen.

Neben einem herkömmlichen Netzwerkanschluss hinten ist natürlich auch WLAN mit an Bord. Dieses unterstützt allerdings nur den WiFi-5-Standard und ist damit etwas langsamer als das neuere WiFi 6. Letzteres verpufft aber ohnehin nur, wenn der eigene WLAN-Router nicht auf dem neuesten Stand ist. Bluetooth ist dafür in der aktuellen Version 5.2 vorhanden.

Im Inneren des MAG Infinite 11TD arbeiten eine Nvidia GeForce RTX 3070 und ein Intel Core i7-11700F. Die Grafikkarte ist zwar nicht mehr die jüngste, zählt aber weiterhin zu den Topmodellen, nicht zuletzt aufgrund der schlechten Verfügbarkeit, wenn man sie separat kaufen möchte. Der Intel-Prozessor gehört zur vorherigen Generation und ist kein High-End-Modell, aber noch immer aktuell und verfügt über mehr als ausreichend Leistung. Die acht Kerne werden mit jeweils 2,5 GHz befeuert und verfügen über 16 Threads. Der Turbo-Takt liegt mit bis zu 4,9 GHz sogar noch höher, wird meist aber nur kurzfristig aufrechterhalten. Mit der Grafikkarte einher gehen auch die Anschlüsse für Bildschirme. Für letztere gibt es einen HDMI- und drei DisplayPorts womit sich insgesamt vier Gaming-Monitore verwenden lassen. Das Mainboard verfügt sogar über einen VGA-Anschluss, der über die Onboard-Grafik der CPU angesteuert wird.

Da es neben Prozessor und Grafikkarte auch Speicher braucht, achtet man bei MSI ebenfalls auf diesen Punkt. Unsere Empfehlung kommt mit großzügigen 32 Gigabyte Arbeitsspeicher daher, die sich nachträglich auf bis zu 64 GB erweitern lassen. Für die Installation von Spielen braucht es natürlich ebenfalls Platz, wobei hier gleich zwei Optionen bereit stehen. Für den schnellen Systemstart und häufig genutzte Programme bzw. Spiele steht eine 1 Terabyte große SSD bereit. Große Daten und das Spielearchiv lassen sich hingegen auf einer 1 Terabyte großen herkömmlichen Festplatte speichern. Auch hier gilt, dass man diese sehr umfangreich erweitern kann, sollte der Speicherplatz einmal knapp werden.

Das Gehäusedesign ist relativ geschlossen gehalten. Der Luftstrom fließt hauptsächlich von unten nach hinten, da sich sonst keine größeren Öffnungen im Gehäuse befinden. Auf der Unterseite befindet sich praktischerweise ein Staubfilter, der Schmutz aus dem Gehäuse größtenteils fernhält. Für ausreichend Kühlung ist aufgrund des MSI-eigenen »Silent Strom Cooling«-Systems dennoch gesorgt. Somit sind alle Bauteile vor Überhitzung geschützt. Wer gerne durch eine Seitenscheibe auf die Komponenten des PCs blicken möchte, kann dies tun. Dem Gerät liegt eine optionale Glasscheibe bei, die sich mit einem einfachen Schraubenzieher austauschen lässt.

Der MSI MAG Infinite 11TD ist ein faires Gaming-Komplettsystem, das auf einen guten Mix aus potenter Hardware und praktischem Design setzt. Extravaganz gibt es hier zwar nicht, aber man ist dennoch locker für die Grafik-Blockbuster der nächsten Jahre gerüstet. Wem Prozessor und Grafikkarte am wichtigsten sind, greift dennoch besser zu unserem Favoriten, dem Acer Predator Orion 3000, die sind nämlich gleich.

Preistipp: HP Pavilion TG01-2005ng

Im Vergleich zur 11. Intel-Generation hatte AMD mit seinen Ryzen-Prozessoren das bessere Angebot: Meist leistungsfähiger und günstiger. Das kommt dem HP Pavilion TG01-2005ng zugute. Auch die etwas schwächere Grafikkarte drückt den Preis, die aber trotzdem für Spiele in FullHD absolut ausreichend ist. Das Design ist auf ein Minimum reduziert und HP hat etliche Software-Probeversionen vorinstalliert. Dafür bekommt man eine gute Spielemaschine für unter 1.500 Euro.

Gut & günstig
HP Pavilion TG01-2005ng
Test Gaming-PC: HP Pavilion TG01
Einen preisgünstigen, aber leistungsfähigen Gaming-PC gibt es mit dem Pavilion TG01-2005ng von HP. Allerdings muss man bereit sein, ein paar Kompromisse bei der Austattung einzugehen.

Im Vergleich zur 11. Intel-Generation hat AMD mit seinen Ryzen-Prozessoren das bessere Angebot: meist leistungsfähiger und günstiger. Das kommt dem HP Pavilion TG01-2005ng zugute, dessen Ryzen 7 5700G vor allem bei der Nutzung mehrerer Kerne etwas schneller als die beiden vorherigen Empfehlungen ist. Etwas kleiner fällt die Grafikkarte Nvidia GeForce RTX 3060 Ti aus. Die unterstützt zwar auch moderne Technologien wie Raytracing und Tensor, ist aber etwas langsamer und verfügt nur über 8 Gigabyte Videospeicher. Deshalb ist sie für den Einsatz an 4K-Monitoren eher weniger geeignet, wenn es um topaktuelle und anspruchsvolle Grafikkracher geht. Im FullHD- oder auch WQHD-Bereich ist sie aber gut aufgehoben und meistert jedes Game.

Mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ist der Pavilion TG01 gut aufgestellt und kann später sogar noch erweitert werden. Die SSD ist mit 512 Gigabyte ordentlich bemessen, allerdings wird einiges an Speicherplatz bereits durch vorinstallierte Software belegt. Nach etwas Aufräumarbeiten sollte der Platz aber zunächst ausreichen. Die SSD kann nachträglich aber auch durch eine größere getauscht werden. Für weiteren Speicherplatz sorgt eine zusätzliche, ein Terabyte große, gewöhnliche Festplatte und dient zum Beispiel als Datenarchiv.

Auf der Vorderseite befinden sich viele Anschlüsse, wenn auch nicht in der aktuellsten Version. Neben vier USB-3.0-Anschlüssen ist auch ein USB-C-Port vorhanden. An einem 3,5-mm-Klinkenanschluss können Kopfhörer eingesteckt werden, und sogar ein Kartenleser ist dabei. Auf der Rückseite befindet sich ein zweiter USB-C-Anschluss sowie vier USB-2.0-Ports. Die Grafikkarte erlaubt wie üblich den Anschluss von bis zu vier Monitoren über einen HDMI- und drei DisplayPort-Anschlüsse. Die kabellosen Verbindungen hinken mit WiFi 5 und Bluetooth 4.2 auch etwas hinterher, in dieser Preisklasse ist das aber zu verkraften.

Etwas unpraktisch ist das ziemlich geschlossene Gehäuse des HP Pavilion. Lediglich eine kleine Öffnung auf der Seite ermöglicht es der Luft, einmal durchs Gehäuse nach hinten zu ziehen. Die Lüfter haben dadurch ordentlich was zu tun und machen auch ohne großartige Belastung vergleichsweise viel Lärm. Hier lässt sich ggf. mit einem guten, günstigen Lüfterset etwas nachhelfen. Das Gehäuse ist eher dezent und beschränkt sich auf eine kleine Leuchteinheit im unteren Bereich, die ausschließlich grün leuchtet.

Der HP Pavilion TG01-2005ng hat also einige Nachteile. Allerdings wird es auch sehr schwer, für diesen Preis an ein vergleichbares Leistungspaket zu kommen. Wer also auf der Suche nach einem möglichst günstigen Rechner für aktuelle Spiele ist, bekommt von HP einen guten Kompromiss geliefert.

Etwas teurer: Lenovo Legion Tower 7i

Der Lenovo Legion Tower 7i ist ein wenig teurer als die vorgenannten Empfehlungen. Für den geringen Preisunterschied gibt es aber nicht nur ein sehr ansprechendes und zeitloses Design, sondern auch mehr Arbeitsspeicher. Mit einer Höhe von 48,3 Zentimetern ist der Legion Tower allerdings recht hoch gebaut, wirkt aber dennoch kompakt. Außerdem wiegt er mit circa 12 Kilo nicht übermäßig viel und findet daher auch auf einfacheren Tischen einen guten Platz.

Etwas teurer
Lenovo Legion Tower 7i
Test  Gaming-PC: Lenovo Legion Tower 7i
In der aktualisierten Version bietet der Lenovo Legion Tower 7i auch für 2022 genug Leistung in aktuellen und zukünftigen Spielen.

Außen überzeugen neben dem schlichten Design auch die konfigurierbaren Beleuchtungselemente sowie zahlreiche Anschlüsse. Während an der Vorderseite aber lediglich USB-A-Ports verbaut wurden, ist an der Rückseite zumindest auch ein USB-C-Anschluss zu finden. Neben entsprechenden Ausgängen für Kopfhörer und Lautsprecher werden außerdem noch eine LAN-Anschluss sowie WLAN mit dem aktuellem WiFi-6-Standard geboten. So kommen alle Daten ohne Verzögerung im Spiel an, sofern die Internetverbindung gut ist.

Für ausreichend Speicherplatz sorgt die 1 Terabyte große SSD. Alle darauf gespeicherten Programme, Spiele und auch das Betriebssystem starten äußerst schnell und verkürzen die Ladezeiten extrem. Wem dieser Platz nicht ausreicht, der kann ganz ohne Werkzeug ins Innere des Gaming-PCs von Lenovo gelangen. Dort lassen sich weitere Festplatten verstauen und auch der Arbeitsspeicher ist aufrüstbar. Da dieser aber mit 32 Gigabyte bereits ordentlich ausfällt, sollte das vorerst nicht nötig sein.

Die eigentliche Systemleistung wird aber durch eine Nvidia GeForce RTX 3080 und einen Intel Core i7-11700K bestimmt. Diese Kombination ist eine gute Wahl, da die Verfügbarkeit von Hardware immer noch sehr eingeschränkt ist. Vor allem bei Grafikkarten gibt es bereits seit längerem Lieferproblem. Für aktuelle und zukünftige Spiele wird aber auch so mehr als genug Leistung geboten. Wer möchte, spielt flüssig ohne Ruckler auf einem 4K-Bildschirm oder schließt bis zu vier PC-Monitore an den Lenovo Legion Tower i7 an.

Für den Lenovo Legion Tower 7i stehen momentan noch nicht viele Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. Spieler können diese Empfehlung aber bedenkenlos kaufen und werden damit äußerst zufrieden sein.

Was gibt es sonst noch?

MSI Trident X 11TD

Der Meg Trident X 11TD gehört zur High-End-Reihe von MSI und macht mit einem besonders schlanken Design auf sich aufmerksam. Dadurch ist das Gehäuse schmaler als bei anderen Gaming-PCs und die Hardware ist deutlich kompakter verbaut. Das dabei keine Probleme mit Hitze entstehen, ist den guten aber sehr leise laufenden Lüftern zu verdanken. Die sorgen dafür, dass die verbaute Nvidia GeForce RTX 3080 und der eingesetzte Intel Core i7-11700K ihre hohe Leistung voll entfalten können. Dadurch laufen aktuelle Spiele selbst in 4K oder auf einem VR-Headset problemlos und auch zukünftige Titel werden ohne Probleme auf hohen Grafikeinstellungen funktionieren.

Mit seinem 32 Gigabyte großen Arbeitsspeicher, einer 1 Terabyte großen SSD sowie einer genauso großen Festplatte ist auch hier ausreichend vorgesorgt. Sollte aber dennoch irgendwann einmal etwas erweitert werden müssen, lässt sich das ebenfalls bewerkstelligen. Durch die kompakte Bauweise ist das Innenleben aber etwas verschachtelt, weshalb Zeit beim Aufrüsten mitgebracht werden sollte. Ein paar mehr Anschlüsse hätten auf der Vorderseite sein dürfen. Immerhin befinden sich hinten unter anderem zwei moderne Thunderbolt-4-Anschlüsse. Beim WLAN muss man sich mit WiFi 5 zufrieden geben. Ist aber ein leistungsfähiger Gaming-PC und extravagantem Design gesucht, sollte der MSI Meg Trident X 11TD auf jeden Fall in die engere Wahl.

Acer Predator Orion 5000 (2022)

Die brandneue 2022-Ausführung des Acer Predator Orion 5000 ist schon bei einigen Händlern gelistet, wird aber erst im Laufe des März 2022 weitläufig verfügbar sein. Wir wollten ihn trotzdem bereits in unsere Auswahl aufnehmen, da er unter den Komplettsystemen bisher als Ausnahme auf aktuellste Hardware setzt. Natürlich ist da auch eine Nvidia GeForce RTX 3080 an Bord. Highlight ist allerdings tatsächlich der neue Core-i7-12700-Prozessor von Intel, der einer der spannendsten neuen Prozessoren für Gamer ist. Mit dieser Prozessorreihe überholt Intel endlich wieder AMD und baut seinen Vorsprung aus.

Die neue Prozessorgeneration erlaubt außerdem die effiziente Nutzung vom neuen, schnellen DDR5-Arbeitsspeicher, von dem 32 Gigabyte verbaut sind. Mit dieser Ausstattung ist man bestens für die nächsten Jahre gewappnet. Die ein Terabyte große SSD bietet genug Speicherplatz, der sich mit zusätzlichen Festplatten noch erweitern lässt. Die großen, bunten Lüfter in Kombination mit der durchlässigen Front sorgen für einen guten Airflow und hervorragende Kühlung. Einziger Nachteil: Der Predator Orion 5000 ist recht groß und sehr schwer.

Corsair One i200

Eine Besonderheit des Corsair ONE i200 ist sein Design. Das turmförmige Gehäuse sieht sehr gut aus und nimmt nicht viel Platz weg. Dank eines durchdachten Konzepts findet im Inneren aber jede Menge leistungsfähig Hardware ihren Platz, die zudem noch mit einer Wasserkühlung vor Überhitzung geschützt wird. Alle Komponenten sind auch nachträglich erweiter- bzw. austauschbar. Durch die verschachtelte Bauweise muss hierfür aber etwas Zeit mitgebracht werden.

Die Leistung der eingesetzten Nvidia GeForce RTX 3080 und des verbauten Intel Core i9-11900K sind über jeden Zweifel erhaben. Sie bringen mühelos jedes aktuelle Spiel flüssig auf den Bildschirm und das wird sich auch in Zukunft nicht so schnell ändern. Hinzu kommt ein mit 32 Gigabyte sehr großzügiger Arbeitsspeicher. Für Spiele und Programme steht außerdem eine ein Terabyte große SSD bereit. Wenn man nicht nur auf der Suche nach leistungsfähiger Hardware, sondern auch nach einem besonders gut durchdachten Designkonzept ist, wird man mit dem Corsair ONE i200 auf jeden Fall zufrieden sein.

MSI MEG Infinite X 11TD

Der MSI MEG Infinite X 11TD ist der leistungsfähigere und teurere Verwandte unserer »Auch gut«-Empfehlung. Die Grafikkarte RTX 3070 ist zwar identisch und der Arbeitsspeicher umfasst mit 16 Gigabyte nur die Hälfte, aber der i7-1170KF-Prozessor hat etwas mehr Power. Außerdem ist eine Wasserkühlung vorhanden, die den Prozessor vor dem heißlaufen schützt und dadurch auch das ganze System etwas kühler hält. Dadurch lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt ohne größere Bedenken eine noch stärkere Grafikkarte einbauen, sofern diese wieder besser verfügbar sind. Weitere RAM-Riegel stellen auch kein größeres Problem dar, auch wenn man mit 16 Gigabyte vorerst sehr gut zurechtkommt.

Das Gehäuse ähnelt dem »Infinite ohne X«. Auf der Vorderseite ist das gleiche LED-Muster zu sehen und eine Glasscheibe zur optionalen Installation liegt bei. Da das Gehäuse recht abgeschlossen ist, macht sich die geräuschlose Wasserkühlung im Vergleich deutlich bemerkbar – indem man sie nicht hört. Wer also etwas mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt mit dem MSI MEG Infinite X 11TD nicht nur gute Hardware, sondern eine leise Flüssigkühlung obendrauf.

HP OMEN GT13-1017ng

Der HP OMEN GT13-1017ng kommt mit einer Nvidia GeForce RTX 3090, was die derzeit stärkste Grafikkarte auf dem Markt ist. Dementsprechend hoch ist aber auch der Preis, der vor allem wegen der recht lauten Lüfter etwas unausgewogen erscheint. Für das ausgegebene Geld gibt es aber auch einen leistungsstarken Prozessor und viel Arbeitsspeicher, sodass auch kommende Blockbuster-Spiele für längere Zeit problemlos flüssig laufen werden. Für genug Platz zum Speichern der Spiele sorgt eine zwei Terabyte große SSD. Wenn es einmal nötig sein sollte, lässt sich die Hardware später auch mühelos erweitern bzw. austauschen.

Obwohl der Gaming-PC von HP mit fast 13 Kilogramm recht schwer ist, nimmt das Gehäuse nicht viel Platz weg. Zwar ist der Tower mit 42 Zentimetern sehr hoch, aber mit nur 16 Zentimetern Breite vergleichsweise schmal. Wem der Preis nicht zu hoch ist, der erhält hier einen Gaming-PC mit High-End-Grafikkarte, die einzeln immer noch nur schwer zu bekommen ist.

Lenovo Legion T5 26AMR

Das kleinere Modell unserer »Etwas teurer«-Empfehlung ist der Lenovo Legion T5 26AMR und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dafür muss man aber natürlich auch ein paar Nachteile in Kauf nehmen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um die mittelmäßige Gehäusebelüftung, durch die die Lüfter gerne mal etwas lauter aufdrehen. Unabhängig davon bekommt man mit dem Legion T5 aber eine gute Spieleleistung. Der Ryzen 7 5800 schlägt nahezu jeden Intel-Prozessor der elften Generation (ein Grund, weshalb die Lüfter schnell überfordert sind) und die GeForce RTX 3070 kommt mit jedem aktuellen Spiel zurecht, egal ob New World oder Dying Light 2.

Der Arbeitsspeicher ist mit 16 Gigabyte ordentlich bemessen und die ein Terabyte große SSD bietet schnellen Zugriff auf das Betriebssystem, Programme und Spiele. Weiterer Speicher lässt sich bei Bedarf nachrüsten. Auf der Vorderseite sind leider nur zwei USB-A-Ports verbaut, den USB-C-Anschluss findet man nur auf der Rückseite. WiFi 6 und Bluetooth 5.1 befinden sich auf einem aktuellen Stand. Damit ist der Lenovo Legion T5 26AMR ein gutes Paket – trotz seiner Nachteile, denn die lassen sich ggf. durch etwas Nachrüstarbeit beheben.

Die wichtigsten Fragen

Worauf muss ich bei einem Gaming-PC achten?

Ein Gaming-PC soll Spiele flüssig ausführen. Daher ist es sinnvoll, als erstes die Anforderungen der Spiele zu überprüfen, die man zocken möchte. Laufen diese auf dem ausgesuchten PC, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Wenn man bereits Zubehör zu Hause hat, dann braucht der PC natürlich auch die entsprechenden Anschlüsse, von denen außerdem auch genug vorhanden sein sollten. Manchmal fallen alte Ports weg oder es kommen ganz neue hinzu, daher lohnt es sich hier zweimal hinzuschauen. Nicht das am Ende der alte Monitor nicht mehr funktioniert oder der Drucker keinen Anschluss mehr findet.

Was kostet ein guter Gaming-PC?

Der Preis entscheidet nicht zuletzt auch darüber, wie lange man neue Spiele flüssig zocken kann. Ein günstiger PC für circa 1.000 Euro reicht heute vielleicht aus, um ein Game mit mittleren Grafikdetails flüssig zocken zu können. In einem halben oder einem Jahr kann das schon ganz anders aussehen. Wem es reicht, dann vielleicht nur noch mit niedrigen Details spielen zu können, der spart Geld. Andernfalls sollte man lieber gleich etwas mehr ausgeben und kann dann länger mit einer Neuanschaffung warten.

Welches Zubehör brauche ich für einen Gaming-PC?

Im Grunde reichen ein Monitor, eine Tastatur und eine Maus vollkommen aus. Wer aber intensiv spielen möchte, der sollte sich nach spezialisierter Technik umsehen. Gaming-Monitore haben zum Beispiel sehr schnelle Reaktionszeiten, eine Gaming-Maus ist fast verzögerungsfrei und eine Gaming-Tastatur schaltet schnell und kommt mit speziellen Tastenbelegungen für Spieler daher. Hier lohnt sich also ein Blick, der aber auch vom eigenen Anspruch abhängt.

Wann brauche ich einen neuen Gaming-PC?

Spätestens wenn man sich ein neues Spiel kaufen möchte und dieses absolut nicht mehr funktioniert, wird es Zeit für einen neuen Gaming-PC. Wer sich für eines der hier empfohlenen Modelle entscheidet, wird aber mindestens drei Jahre lang problemlos zocken können. Für die höchsten Grafikeinstellung reicht es zwar irgendwann nicht mehr, aber für ein flüssiges Spielerlebnis allemal.

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