OLED-Fernseher Test: Lg Oled C1 Copyright: LG
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Der beste OLED-Fernseher

Wir haben uns 37 OLED-TVs angesehen. Der beste ist der LG OLED C2. Er bietet ein ausgezeichnetes Bild und moderne Ausstattung zum insgesamt fairen Preis. Mit dem Samsung GQ S95B bekommt LG aber eine neue und überraschend starke Konkurrenz. Generell ist der OLED-Markt herausragend besetzt.

Boris Hofferbert
Boris Hofferbert
beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.
Letztes Update: 7. Juli 2022

Wir haben den OLED-TV-Markt 2022 umfangreich sondiert und den Vergleich überarbeitet. Unsere Empfehlungen wurden damit komplett umgewürfelt. Mit dem LG OLED C2 gibt es eine neue Top-Empfehlung, die wenige überraschen dürfte. Mit Samsung gibt es aber einen neuen und bockstarken Konkurrenten. Der Samsung GQ S95B kombiniert die Vorteile von OLED mit der Leuchtkraft von QLED-LCDs und überzeugt dabei auf Anhieb. Auch die neuen Alternativen Philips OLED806 und Sony A80K haben ihre Vorzüge.

9. Juli 2021

Wir haben uns das OLED-TV-Angebot 2021 angesehen und unsere Empfehlungen aktualisiert. Der LG OLED C1 ist die neue Top-Empfehlung für 4K-OLED-TVs. Neben der hauseigenen Alternative LG OLED G1 sehen wir vor allem den Sony A80J als Top-Alternative. Der Philips OLED805 überzeugt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Ambilight.

9. Juli 2020

Wir haben haben uns die Modellpalette von 2020 angesehen und eine Reihe neuer Empfehlungen gekürt: Der LG CX9 ist unser neuer Top-Favorit, es gibt aber auch interessante Alternativen mit dem Panasonic HZW1004, Sony AG9 und Philips OLED934.

31. Mai 2019

Der LG OLED C9 ist unser neuer Favorit. Sinnvolle Verbesserungen und zukunftssichere Anschlüsse machen die Empfehlung für die 2019er-Modelle leicht.

25. Februar 2019

Die 2019er-OLED-TVs von LG, Panasonic und Co. sind zwar schon angekündigt, kommen aber erst zwischen Frühjahr und Sommer auf den Markt. Bis dahin haben wir mit dem Grundig GOB 9990 und dem Panasonic FZW804 neue, interessante Optionen in den TV-Vergleich aufgenommen. Fans von Philips Ambilight sollten den Philips OLED803 ins Auge fassen, der sich als sehr gute Alternative zum Favoriten etabliert hat – und das zu einem fairen Preis.

11. Oktober 2018

Wir haben uns den Sony AF9 und den Panasonic FZW 954 angesehen und können für beide Geräte Empfehlungen aussprechen.

11. Mai 2018

Wir haben unsere Empfehlungen mit den neuesten Geräten aktualisiert und mit dem LG OLED C8 einen neuen Favoriten gekürt.

Weitere Updates
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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

OLED-Fernseher sind trotz aufkommender Alternativen wie Mini-LED nach wie vor nach wie vor die qualitative und preisliche Speerspitze im TV-Sektor dar. Das liegt an den hervorragenden Bildeigenschaften dank perfekter Schwarzwerte: Die selbstleuchtenden OLED-Pixel benötigen keine separate Hintergrundbeleuchtung wie traditionelle LCD-Fernseher. Das Ergebnis ist knackiges Schwarz und hohe Kontraste, die in Kombination mit ultrahochauflösenden 4K-Inhalten und HDR-Videos für ein grandioses Heimkinoerlebnis sorgen.

Preislich hat sich in den vergangenen Jahren zwar einiges getan, dennoch gehören vor allem aktuelle OLEDs nach wie vor zur TV-Luxusklasse. Immerhin ist der Einstieg mittlerweile schon ab der 1.000-Euro-Marke drin – zumindest bei den mittlerweile verfügbaren »kleinen« OLED-Fernseher mit 55, 48 oder sogar 42 Zoll Bildschirmdiagonale. Im Gegenzug bieten selbst die vermeintlich schwächeren OLED-Fernseher so gut wie immer ein tolles Bild. Nach wie vor kaufen die Hersteller von klassischen OLED-Fernsehern die Panels dafür übrigens bei LG ein. Doch mit Samsung und seiner QD-OLED-Technologie gibt es seit 2022 einen neuen Mitspieler, der den OLED-Markt durchaus aufmischen könnte, wie unsere neue Top-Alternative beweist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

LG OLED C2

Test OLED-Fernseher: LG OLED C2
Grandioses Bild, moderne Ausstattung und eine tolle Bedienung zum fairen Preis – was will man mehr?

Der LG OLED C2 ist der beste OLED-Fernseher für die meisten Menschen. Mit einem herausragenden Bild, Top-Ausstattung, sehr guten Gaming-Eigenschaften und einem durchdachten Betriebssystem zeigt LG erneut praktisch keine relevanten Schwächen, vom erneuten Verzicht auf HDR10+ abgesehen. Das Panel ist dank Einsatz der evo-OLED-Technologie sogar nochmals heller als beim sehr guten Vorgänger, sodass eine Empfehlung für den OLED C2 leicht fällt.

Auch gut

Samsung GQ S95B

Test OLED-Fernseher: Samsung GQ S95B
Das Modell des koreanischen Herstellers liefert kristallklare Bilder und eignet sich auch hervorragend fürs Gaming.

Mit dem Samsung GQ S95B kombinieren die Koreaner die Stärken ihrer QD-LED-Fernseher mit den perfekten Schwarzwerten von OLED-TVs. Das Ergebnis kann auf Anhieb überzeugen: Der GQ S95B liefert ein herausragendes Bild, tolle Gaming-Eigenschaften und eine sehr gute Bedienung. Leider verzichtet Samsung nach wie vor auf die Unterstützung von Dolby Vision, außerdem ist der QD-OLED-TV ein gutes Stück teurer als die LG-Alternative. Wer damit leben kann, erhält aber einen tollen Fernseher.

Preistipp

Phillips OLED806

Test OLED-Fernseher: Phillips  OLED806
Günstig, gut und mit einigen netten Extras: Philips liefert einen interessanten Allrounder

Der Philips OLED 806 liefert einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die Welt der OLED-Fernseher. Neben einem insgesamt sehr ordentlichen Bild überzeugt der Fernseher auch mit der Unterstützung von Dolby Vision und HDR10+, einem guten Klang und der tollen Ambilight-Beleuchtung. Abstriche müssen hingegen bei der Helligkeit und der nicht ganz eingängigen Menüsteuerung hingenommen werden.

Wenn Geld egal ist

Sony A80K

Test OLED-Fernseher: Sony A80K
Vor allem der Acoustic-Surface-Sound ist ein Pluspunkt des Sony-TVs.

Sony liefert mit dem A80K eine interessante Alternative für alle, die neben einem guten Bild auch guten Klang ohne Zusatzhardware möchten. Die bewährte Acoustic-Surface-Technologie sorgt dafür, dass Filme und Serien beeindruckend klingen. Auch für Besitzer einer PlayStation 5 ist der A80K interessant. Beim Bild muss sich der Sony-OLED aber auf einem hohen Niveau der Konkurrenz geschlagen werden.

Vergleichstabelle

Unser FavoritLG OLED C2
Auch gutSamsung GQ S95B
PreistippPhillips OLED806
Wenn Geld egal istSony A80K
LG G2
LG OLED G1
Sony A95K
LG OLED C1
LG OLED CS
Panasonic JZW984
Test OLED-Fernseher: LG OLED C2
  • Helles, farbechtes Bild
  • Ordentlicher Klang
  • Sehr gut fürs Gaming
  • webOS 22 mit ausgefeilter Bedienung
  • Kein HDR10+
  • Kleinere Modelle ohne OLED-evo-Panel
Test OLED-Fernseher: Samsung GQ S95B
  • Hervorragendes, helles OLED-Display
  • Satter Sound
  • Sehr gut für Gamer
  • Große App-Auswahl
  • Kein Dolby Vision
  • Fernbedienung ohne Zifferntasten
Test OLED-Fernseher: Phillips  OLED806
  • Gutes Bild
  • Breite HDR-Unterstützung
  • Clevere Klangfunktionen
  • Android TV mit verschachtelten Menüs
  • Kein Twin-Tuner
Test OLED-Fernseher: Sony A80K
  • Sehr gutes Bild
  • Toller Klang ohne externes Soundsystem
  • Gut für Gamer
  • Kein HDR10+
  • Nicht ganz so hell
  • Vergleichsweise teuer
Test OLED-Fernseher: LG  G2
  • Noch heller als der C2
  • Elegantes Design
  • Sehr gut fürs Gaming
  • webOS 22 mit ausgefeilter Bedienung
  • Kein HDR10+
  • Vergleichsweise teuer
  • Standfuß separat
Test  OLED-Fernseher: LG  OLED G1
  • Noch heller dank OLED-evo-Panel
  • Elegantes, dünnes Design
  • Tolle Bildeigenschaften
  • Gaming-tauglich
  • webOS 6.0 mit vielen Funktionen
  • Standfuß nicht inklusive
  • Etwas flacher Sound
OLED-Fernseher Test: Sony A95k
  • Grandioses Bild dank OD-OLED
  • Sehr guter Klang
  • Gute Bedienung
  • Sehr teuer
  • Kein HDR10+
Test  OLED-Fernseher: LG  OLED C1
  • Grandioses Bild
  • Sinnvolle Optimierungen
  • Guter Klang
  • Gaming-tauglich
  • webOS 6.0 mit vielen Funktionen
  • Kein HDR10+
  • Nicht so hell wie der LG G1
Test OLED-Fernseher: LG OLED CS
  • Sehr gutes Bild
  • Sehr gut fürs Gaming
  • webOS 22 mit ausgefeilter Bedienung
  • Kein HDR10+
  • Kein OLED-Evo-Panel
OLED-Fernseher Test: Panasonic Jzw984
  • Gutes Bild
  • Fairer Preis
  • Gaming-tauglich
  • Volle HDR-Unterstützung
  • Dünner Klang
  • App-Versorgung
  • Nicht ganz so hell
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OLED – was ist das?

OLED ist seit einigen Jahren die angesagteste TV-Bildtechnik, das Kürzel steht für »organic light-emitting diode«. Das Besondere an der Bildtechnik: Ein OLED-Bildschirm besteht aus Bildpunkten, die selbst leuchten und keine zusätzliche Lichtquelle benötigen, wie das bei LCD-Bildschirmen der Fall ist.

Das ermöglicht den größten Vorteil von der OLED-Technik: Schwarz ist bei der OLED wirklich schwarz und das führt zu sehr hohen Kontrastwerten. Ein Nachteil von OLED war bislang, dass die Panels nicht so hell leuchteten wie vergleichbare LC-Displays. Doch die Hersteller haben hier aufgeholt, inzwischen gibt es hier kaum mehr Unterschiede.

Echtes Schwarz auf dem Bildschirm

Flachbildfernseher mit OLED-Display sind damit aktuell ganz klar die Königsklasse im TV-Sektor, auch wenn sich mittlerweile neue Technologien wie MiniLED in Position bringen. Filmfans erwarten optimale Kontraste und eine absolut perfekte Schwarzdarstellung, zudem bietet die TV-Oberklasse fast durchgehend aktuelle Features wie moderne HDR-Standards.

Nachdem LG das OLED-Feld lange für sich alleine hatte, hat die Konkurrenz mittlerweile stark nachgelegt. Zwar kaufen auch die anderen Hersteller ihre Panels bei LG ein, dennoch gibt es teilweise qualitative Unterschiede. Vor allem die Ausstattung und die Bildaufbereitung durch unterschiedliche Modi und Bildprozessoren unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Doch grundlegend liefern mittlerweile praktisch alle OLED-TVs ein hochklassiges TV-Erlebnis. Unsere Empfehlung geht aber auch in diesem Jahr an die OLED-Spezialisten von LG. Wir konzentrieren uns im Vergleich auf Modelle mit 4K-UHD-Auflösung. Zwar gibt es auch schon hochpreisige OLED-Fernseher mit 8K-UHD-II-Panel, deren Mehrwert steht aber derzeit in keinem Verhältnis zum Preis – entsprechenden Content gibt es schlichtweg praktisch noch nicht.

Übrigens: Sie haben sich noch nicht ganz in die Materie eingelesen und die ganzen Bezeichnungen klingen verwirrend? Alles, was Sie über OLED, LCD, HDR, UHD und mehr wissen müssen, erfahren Sie in unserem ausführlichen TV-Technik-Ratgeber.

HDR: Dolby Vision setzt sich durch

Der größte Zankapfel beim TV-Kauf hörte lange auf die Abkürzung »HDR«. Die steht für »High Dynamic Range« und sorgt dafür, dass kompatibles Bildmaterial kräftigere Kontraste und feinere Helligkeitsabstufungen bietet. Viele Menschen empfinden den Wechsel von Nicht-HDR-Inhalten auf HDR-Material als größeren Fortschritt als den von Full-HD auf 4K.

Insgesamt vier unterschiedliche HDR-Formate buhlen um die Gunst der Kunden, der TV-Hersteller und der Filmstudios. Während die älteren Standards HDR10 sowie HLG (Hybrid Log Gamma) bei so gut wie allen aktuellen TV-Geräten Standard ist, wird es bei den aufwändigeren HDR-Standards kompliziert, namentlich Dolby Vision und das noch recht frische HDR10+. Beide HDR-Versionen machen es möglich, jeder Szene eines Films eigene HDR-Einstellungen zu verpassen. Die Variabilität sorgt für ein noch besseres Filmerlebnis.

Vier HDR-Formate konkurrieren

Das Problem: Nicht nur die Fernseher-Hersteller, sondern auch die Film- und Serienproduzenten setzen auf unterschiedliche HDR-Formate. In den vergangenen Jahren scheint das Pendel allerdings zugunsten von Dolby Vision auszuschlagen. Das liegt vor allem an den Streaming-Diensten: Netflix setzt bei seinen Eigenproduktionen ebenso auf das dynamische HDR-Format wie die Mitbewerber Disney+ und Apple TV+. Lediglich Amazon sträubt sich noch ein gegen die flächendeckende Einführung von Dolby-Vision-Content bei seinem Dienst Prime Video.

Die TV-Hersteller haben Dolby Vision mittlerweile auch fast durchgängig adaptiert – obwohl das Format anders als HDR10+ die Abführung von Lizenzgebühren verlangt. Lediglich Samsung setzt bei seinen Top-Fernsehern nach wie vor ausschließlich auf HDR10+ – die Koreaner waren maßgeblich an der Einführung des offenen HDR-Standards beteiligt.

Noch mehr Infos über die unterschiedlichen HDR-Technologien sowie weitere wichtige Hintergründe zum Fernseherkauf finden Sie in unserem TV-Ratgeber.

OLED-Fernseher Test: Lg Oled Tv

Unser Favorit: LG OLED C2

Der beste OLED-TV ist aus unserer Sicht LG OLED C2. Er kombiniert herausragende Bildeigenschaften für Filme, Serien und Gaming mit moderner Ausstattung und einer durchdachten Bedienung. Dank der Verbesserungen der OLED-Evo-Panels strahlt das Bild nochmals heller als bei den bereits sehr guten Vorgängern. Zusammen mit dem für das Gebotene durchaus fairen Preis hat sich LG mit dem OLED C2 erneut die Top-Empfehlung verdient.

Unser Favorit
LG OLED C2
Test OLED-Fernseher: LG OLED C2
Grandioses Bild, moderne Ausstattung und eine tolle Bedienung zum fairen Preis – was will man mehr?

Ein wichtiger Hinweis: LG bietet den OLED C2 auch als kompaktere Version mit 48- oder 42-Zoll-Bildschirmdiagonale an. Die kleineren Ausgaben liefern zwar immer noch ein sehr gutes Bild, bieten aber »nur” ein herkömmliches OLED-Panel ohne die OLED-evo-Verbesserungen. In Szenarien, in denen die maximale Helligkeit eine Rolle spielt, müssen bei den kleineren Versionen also ein paar Abstriche hingenommen werden. Von der 55-Zoll- bis hin zur gigantischen 83-Zoll-Variante sind die hochwertigen Panele verbaut.

Design und Anschlüsse

Die Designsprache hat sich gegenüber dem Vorgänger leicht verändert, liefert aber weiterhin ein schickes Gesamtbild. So ist das Panel von einem kantigen Rahmen umgeben, der etwas breiter ausfällt als beim OLED C1 – wohl auch aufgrund des neuen OLED-evo-Modells. Im Gegenzug reicht der Standfuß nicht mehr über die volle Gehäusebreite, sondern ist mittig ausgelegt. Bei einigen Modellvarianten bietet der Standfuß die Möglichkeit, den Fernseher zu drehen – ist dies erwünscht, sollte beim Kauf danach gefragt werden.

Bei den Anschlüssen präsentiert sich LG auf der Höhe der Zeit. Neben Twin-Tunern für Satellit, Kabel und Antenne finden sich an der Gehäuserückseite unter anderem mehrere USB-Ports sowie vier HDMI-Eingänge.

Mehrere USB-Ports sowie vier HDMI-Eingänge

Mittlerweile fast selbstverständlich, aber dennoch erwähnenswert: Alle HDMI-Anschlüsse arbeiten im HDMI-2.1-Standard und unterstützen 4K-Gaming mit bis zu 120 Hertz und Dolby Vision for Gaming. Auch G-Sync, VRR und AMD FreeSync werden ab Werk unterstützt, sodass sowohl Konsolen als auch PCs butterweiche Bilder auf den LG OLED C2 bringen können.

Noch heller dank OLED-evo-Panel

2021 verbesserte LG mit OLED-Evo-Technologie die Spitzenhelligkeit seiner OLED-Fernseher merklich, hielt das Upgrade für die teureren G-Modelle vor. In der 2022er-Iteration profitiert nun aber auch der OLED C2 von der neuen Panel-Lösung. Das Ergebnis: Im Vergleich zum bereits sehr guten Vorgänger ist die maximale Helligkeit nochmals gestiegen. Vor allem bei der Darstellung von HDR-Inhalten oder in Räumen mit ungünstigen Lichtbedingungen kann das ein echter Vorteil sein. Zusammen mit der gewohnt guten Farbdarstellung und den OLED-typisch perfekten Kontrasten rücken die LG-Fernseher damit ein weiteres Stück an die Perfektion heran.

Doch das Panel alleine ist nur ein Teil des Gesamtpakets. Auch die Bildverarbeitung ist dank des mittlerweile in der fünften Generation verbauten Alpha-9-Bildprozessors nochmals verbessert worden. Er kitzelt in verschiedensten Tests auf Basis umfangreicher KI-Berechnungen auch schlechten SD-Eingangssignalen das Optimum heraus, während HDR-Inhalte dank umfangreicher Dolby-Vision-Unterstützung samt Dolby Vision IQ ohnehin grandios zur Geltung kommen.

HDR-Inhalte kommen samt Dolby Vision IQ grandios zur Geltung

LG bietet über die TV-Einstellungen unzählige Möglichkeiten, das Bild an die eigenen Vorlieben anzupassen. Die Optionsvielfalt kann etwas überwältigend sein, in der Praxis liefern aber bereits die voreingestellten Modi wie Kino oder der auf Hollywood-Standard basierende »Filmmaker Mode« für die meisten Menschen überaus zufriedenstellende Ergebnisse.

WebOS 22 mit vielen Funktionen

Beim Betriebssystem hat LG einen ordentlichen Sprung von webOS 6 auf webOS 22 hingelegt. Trotz neuer Versionszählweise wurde das bewährte Bedienkonzept aber im Vergleich zum Vorgänger nur moderat überarbeitet. So lässt sich nun die Startseite noch einfacher an die eigenen Anforderungen anpassen, um beispielsweise Apps schneller zu starten. Auch die neue Möglichkeit, verschiedene Nutzungsprofile mit eigenen Einstellungen und App-Installationen anzulegen, ist für Familien oder auch Wohngemeinschaften ein Vorteil und im TV-Bereich immer noch eine Seltenheit.

Nach wie vor überzeugt webOS mit einem guten Mix aus modernen Funktionen und intuitiver Bedienung. Mit der leicht überarbeiteten Magic Remote funktioniert die Navigation durch die Menüs intuitiv, zumal Hilfstexte stets die wichtigsten Funktionen erklären.

Alle wichtigen Streaming-Dienste in aktuellen Versionen vorhanden

Auch bei der App-Auswahl kann LG insgesamt überzeugen, sind doch praktisch alle wichtigen Streaming-Dienste in aktuellen Versionen vorhanden. Die Verzahnung mit Smartphones oder Sprachassistenten ist dank Unterstützung von Apple AirPlay, Amazon Alexa und dem Google Assistant ist ebenfalls gut gelungen.

Schwächen?

LG liefert mit dem OLED C2 einmal mehr auf höchstem Niveau ab. Dennoch gibt es ein paar kleinere Kritikpunkte. Kopfhörer-Freunde werden den fehlenden Klinkenanschluss vermissen, den LG nur bei den kleineren Modellen mit 48 bzw. 42 Zoll Bildschirmdiagonale verbaut – vermutlich, weil Käufer dieser Varianten tendenziell näher am Gerät sitzen. Insgesamt ist der Klang des Fernsehers zudem für seine Bauweise durchaus brauchbar, klassentypisch lohnt sich aber für das volle Heimkino-Gefühl die Investition in eine Soundbar oder einen vollwertigen AV-Receiver.

Dass LG nach wie vor keine Unterstützung für HDR10+ bietet, ist angesichts der großen Verbreitung von Dolby Vision zwar kein Beinbruch, als lizenzfreies HDR-Format wäre die Implementierung dennoch wünschenswert. Etwas verwirrend sind zudem einige der Menüpunkte in ihrer deutschen Übersetzung. Exemplarisch sei hier der »Kinderpflege-Modus« genannt, der nicht etwa Jugendschutz für den Nachwuchs verspricht, sondern dabei helfen soll, das OLED-Display zu schonen.

LG OLED C2 im Testspiegel

Der LG OLED C2 schneidet in praktisch allen Tests hervorragend ab. So sieht ihn beispielsweise auch die Computer Bild als die aktuell »beste Wahl« beim TV-Kauf. Die tollen Kontraste, nahezu perfekten Farben und die nochmals verbesserten Helligkeitseigenschaften des OLED-evo-Panels sind hier ausschlaggebend. Auch die tolle Ausstattung, den für einen Flachbild-TV guten Ton sowie die Bedienung lobt CoBi in höchsten Tönen. Letztere sorgt aber auch für einen der wenien Kritikpunkte, etwa durch die verschachtelten und teils etwas unsauber übersetzten Bildschirmmenüs. Davon abgesehen schneidet der LG OLED C2 im Test der Computer Bild mit der Note »Sehr gut« (1,4) ab. Im Testfazit heißt es:

»Die Bildqualität ist makellos, die neue OLED-evo-Generation hat hier noch mal dezent, aber sichtbar zugelegt. Ob Spielfilme, Serien, Sport oder Gaming, der OLED C2 sorgt mit seinen perfekten Farben und dem gigantischen Maximalkontrast für optimale Bildeindrücke. Mit dem Ton kann man gut leben, günstige Soundbars sind da keinesfalls besser. Die Ausstattung bietet mit Gaming-tauglichen Anschlüssen, reichlich Streaming-Funktionen und innovativem Bedienkonzept kaum Anlass zur Kritik.«

Auch Herbert Bisges von HIFI.DE zeigt sich im Test des OLED C2 begeistert vom LG-Fernseher. Neben den »noch helleren und feineren Bildern« liegt das auch an den Verbesserungen in webOS 22 sowie der nochmals verbesserten Bildverarebeitung durch den Alpha-9-Prozessor der 5. Generation. Als größte Kritikpunkte nennt der Test den fehlenden Kein Kopfhörer-Ausgang sowie den Verzicht auf HDR10+. Auch das durch die etwas dickeren Ränder nicht mehr ganz so edle Äußere sorgt für Abzüge auf hohem Niveau. Dennoch erreicht der LG OLED C2 im Test mit 9,2 von 10 möglichen Punkte und die Note »Sehr gut«. Im Fazit heißt es:

»In der Bildqualität toppt der LG OLED C2 seinen Vorgänger um eine Nasenlänge. Er macht hervorragende Bilder für Filme, Serien und Gaming und erreicht eine vergleichbare Spitzenhelligkeit wie der Gallery-TV OLED G1 vom letzten Jahr, der zu den besten 4K-Fernsehern überhaupt zählt. Zusammen mit seiner erstklassigen Farbwiedergabe übertrifft er somit den LG C1 und macht z. B. der Bildqualität eines Panasonic OLED JZW1004 Konkurrenz. […] Unter dem Strich bekommen der 55- und 65-Zoll C2 trotz seiner gesteigerten Bildqualität eine sehr gute 9,2 als Endnote, da er ohne Kopfhörer- und Stereo-Ausgang und in einem etwas schlichterem Design als der 2021er OLED C1 daher kommt.«

Alternativen

Der einst recht exklusive Markt für OLED-Fernseher ist in den letzten Jahren unübersichtlicher geworden – doch die Auswahl kommt den TV-Käufern zugute. Mit Samsung bekommt LG zudem hochklassige Konkurrenz bei der Produktion von OLED-Panels für High-End-Fernseher. Doch auch die LG-Einkäufer haben interessante Alternativen im Programm.

OLED trifft QLED: Samsung GQ S95B

Nach einigen sehr frühen Gehversuchen mit OLED-Lösungen hat Samsung jahrelang recht erfolgreich auf seine QLED-Technologie gesetzt, um den OLED-Boliden von LG und Co. zu kontern. Mit dem GQ S95B gehen die Koreaner nun einen neuen Weg: Sie kombinieren die Vorzüge der perfekten Schwarzwerte von OLED-Panels mit der QLED-Technologie, die besonders helle und farbechte Bilder bietet. Die neue Lösung heißt QD-OLED und hat das Zeug dazu, den OLED-Markt nachträglich zu verändern.

Auch gut
Samsung GQ S95B
Test OLED-Fernseher: Samsung GQ S95B
Das Modell des koreanischen Herstellers liefert kristallklare Bilder und eignet sich auch hervorragend fürs Gaming.

Tatsächlich kann der Samsung GQ S95B nicht nur für einen ersten Versuch praktisch voll überzeugen. Der QD-OLED-TV liefert ein erstaunlich helles und farbechtes Bild, das dennoch die perfekten Schwarzwerte der selbstleuchtenden Pixel bietet. Je nach Content, verwendeten Bildmodus und Raumsituation erreicht der Samsung-Fernseher damit sogar eine bessere Bildqualität als die LG-Referenz.

Gelegentlich meint es der OLED-Neuling mit der Aufbereitung der Farben etwas zu gut und neigt in Tests zum leichten Überstrahlen – allerdings fällt das im Alltag nur sehr selten wirklich auf. Den Samsung-typischen Verzicht auf Dolby Vision sehen wir als Nachteil, auch wenn passende Inhalte beim Rückfall auf HDR10 immer noch sehr gut aussehen. Auch die Fernbedienung mit ihrer Handvoll an Tasten ist etwas zu minimalistisch. Dennoch funktioniert die Navigation durch das aufgeräumte und hervorragend mit Apps versorgte Tizen-System sehr gut.

Für Gamer hervorragend geeignet

Für Gamer ist der Samsung QD-OLED-TV hervorragend geeignet. Er unterstützt alle für aktuelle Konsolen relevanten Technologien wie G-Sync, VRR und 4K120-Gameplay, zudem erreicht er im zuschaltbaren Spielemodus besonders eine besonders niedrige Eingabeverzögerung. Auch App-seitig ist er dank Unterstützung von Streaming-Lösungen wie Xbox Cloud Gaming oder Google Stadia bestens aufs Zocken vorbereitet.

Trotz kleinerer Makel auf hohem Niveau darf Samsungs QD-OLED-Premiere mit Fug und Recht als überaus gelungen gewertet werden. Die Technologie bringt neuen Wind in das OLED-Segment und hat das Zeug dazu, dass bislang von LG gehaltene Panel-Monopol zu durchbrechen. Leider ist der Preis für die neue Bildtechnik noch vergleichsweise hoch, außerdem fehlen Bildschirmdiagonalen jenseits der 65 Zoll. Trotzdem ist der Samsung GQ S95B auf Anhieb zur Top-Alternative im OLED-Bereich avanciert.

Preisbrecher mit Ambilight: Philips OLED 806

Der Philips OLED 806 ist schon etwas länger auf dem Markt, aber immer noch eine Empfehlung wert. Er ergänzt das perfekte OLED-Schwarz mit der Philips-eigenen Hintergrundbeleuchtung Ambilight. Sie taucht die Wand hinter dem TV eine zum Bild passende Erleuchtung und sorgt damit für einen besonderen Tiefeneffekt, der in der TV-Welt durchaus viele Fans hat. Im OLED 806 ist zudem das vierseitige Ambilight verbaut, das den Effekt noch besser zur Geltung bringt. Über das Menü lässt sich die Beleuchtung leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen, mit Philips Lichtsystem Hue verknüpfen oder auch gänzlich abschalten.

Preistipp
Phillips OLED806
Test OLED-Fernseher: Phillips  OLED806
Günstig, gut und mit einigen netten Extras: Philips liefert einen interessanten Allrounder

Auch jenseits der Hintergrundbeleuchtung kann der Philips OLED 806 in vielen Details überzeugen. So liegt die Bildqualität des OLED-Panels auf einem sehr hohem Nivau, wenn auch die maximale Helligkeit nicht ganz mit LG und vor allem Samsung mit halten kann. Auch die Bildverarbeitung des P5-Prozessors ist top, was sowohl für hochskalierte als auch für native 4K-Inhalte gilt. Sehr schön ist, dass Philips nach wie vor alle HDR-Formate unterstützt und sich Käufer damit nicht zwischen Dolby Vision und HDR10+ entscheiden müssen.

Auch klanglich kann der Philips-Fernseher überzeugen. Neben einem im Gehäuse integrierten Tieftöner liegt das vor allem an smarten Zusatzfunktionen. So bietet die Fernbedienung ein integriertes Mikrofon, dass den Raum einmessen und den Klang entsprechend anpassen kann. Noch einen Schritt weiter geht die MIMI-Funktion. Über eine zugehörige Smartphone-App lassen sich damit individuelle Klangprofile erstellen, die vor allem Dialoge besser zur Geltung bringen können. Die Funktion richtet sich unter anderem an Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen und erfordert neben der App keine Konto-Einrichtung oder ähnliches.

Über die App lassen sich individuelle Klangprofile erstellen

Ein paar Abstriche gibt es aber dennoch. So ist das Betriebssystem Android TV nach wie vor Geschmacksache, viele Menüs zudem etwas überladen. Auch bieten nur zwei der vier HDMI-Eingänge alle HDMI-2.1-Funktionen, worauf Gamer bei der Verkabelung achten sollten. Wer ein zweites Programm aufnehmen möchte, sollte ist dank fehlendem Twin-Tuner zudem ebenfalls falsch.

Wenn diese Punkte kein Hindernis darstellen, ist der OLED-Fernseher mit Ambilight aber dennoch eine hochklassige Alternative. Preislich liegt Philips mit dem OLED 806 zudem je nach Angebotslage deutlich unter den Konkurrenten von Samsung und LG.

Klangkünstler nicht nur für PS5-Fans: Sony A80K

Der Sony A80K ist zwar angesichts des A95K mit seinem QD-OLED-Panel nicht das absolute Topmodell der Japaner, macht aber dennoch eine Menge richtig. So ist das OLED-Panel bereits ab Werk nahezu perfekt eingestellt und setzt Filme und Serien in 4K-HDR ausgezeichnet in Szene. Die maximale Helligkeit ist für ein vermeintliches Mittelklassemodell sehr ordentlich, die Bildaufbereitung und Farbdarstellung auf einem hohen Niveau.

Wenn Geld egal ist
Sony A80K
Test OLED-Fernseher: Sony A80K
Vor allem der Acoustic-Surface-Sound ist ein Pluspunkt des Sony-TVs.

Neben den insgesamt guten Bildeigenschaften zeigt sich Sony auch bei der Gaming-Tauglichkeit zeitgemäß, auch wenn nur zwei der vier HDMI-Ports HDMI-2.1-tauglich sind. Dafür bietet Sony vor allem Besitzern der hauseigenen PlayStation-5-Konsole einige Schmankerl. Nicht nur stellt der Fernseher die Gaming-Einstellungen automatisch um, auch die Funktion Auto Tone Mapping der PS5 wird direkt unterstützt. Sie soll die HDR-Einstellungen der Konsole für die optimale Darstellung optimieren, was nach einigen Firmware-Updates der PS5 ansehnliche Ergebnisse liefert. Wenn das Ergebnis nicht gefällt, lässt sich die Option ausschalten.

Ein Highlight des Sony A80K ist die Sony-eigene Acoustic-Surface-Klanglösung. Sie projiziert den Filmsound über die Oberfläche des Fernsehers, was selbst in größeren Wohnzimmern für einen beeindruckenden Raumklang sorgen kann. Je nach persönlichem Anspruch genügt die Soundtechnologie des Sony-Fernsehers, um die Investition in eine Soundbar oder einen AV-Receiver überflüssig zu machen.

Beeindruckender Raumklang dank Sound-Projektion über die Oberfläche des TVs

Die Bedienung des auf Android TV basierenden Google TV ist ebenfalls gut umgesetzt und geht flott von der Hand. Systemtypisch kann es etwas Eingewöhnung erfordern, bis alle Funktionen und Einstellungen in den verschachtelten Untermenüs gefunden sind. Die Nutzerinnen und Nutzer haben dabei die Wahl zwischen einer reduzierten Fernbedienung oder einer klassischen, aber recht altbackenen Fernbedienung mit vollem Nummerntastenfeld – das löst LG mit seiner Magic Remote etwas eleganter.

In Summe liefert Sony mit dem A80K einen sehr guten OLED-Fernseher ohne nennenswerte Schwächen. Vor allem klanglich kann er voll überzeugen, doch auch das Bild ist sehr gut – wenn auch nicht ganz auf dem Helligkeits-Niveau von LG oder auch der hauseigenen QD-OLED-Alternative.

Was gibt es sonst noch?

Sony A95K

Neben Samsung setzt auch Sony mit dem A95K auf die QD-OLED-Technologie. Der Top-Fernseher der Japaner liefert ein entsprechend hochwertiges Bild, das zum absolut besten gehört, was der Markt zu bieten hat. Auch bei der Ausstattung kann der Sony-Fernseher überzeugen, etwa durch den tollen Acoustic-Surface-Klang. Mit seinem günstigeren Verwandten, dem Sony A80K, teilt er sich allerdings auch die fehlende Unterstützung für die offene HDR-Lösung HDR10+ sowie die auf zwei der vier HDMI-Ports beschränkte HDMI-2.1-Kompatibilität. Angesichts des satten Preises, den Sony für sein QD-OLED-Flaggschiff verlangt, hätte man hier etwas mehr erwarten können. Spielt der Preis hingegen keine Rolle, gibt es hier einen der besten Fernseher überhaupt.

Panasonic JZW984

Der Panasonic JZW984 ist vergleichsweise günstig, ohne dabei große Abstriche zu machen. Das Bild ist exzellent, die Ausstattung angesichts des Preises angemessen und auch Gamer werden dank vier HDMI-2.1-Eingängen ordentlich versorgt. Die Helligkeit des OLED-Panels ist in taghellen Räumen etwas zu niedrig, in den meisten Situationen aber ausreichend. Dafür ist die Bildaufbereitung und Farbdarstellung auf Top-Niveau.

Nach wie vor etwas altmodisch wirkt das TV-Betriebssystem My Home Screen 6.0. Zwar ist die Navigation durch die Menüs gut gelöst, bei der App-Auswahl hinkt Panasonic aber der Konkurrenz von LG und Samsung hinterher. Auch klanglich ist der Einsteiger-TV von Panasonic etwas dünn und eignet sich daher für den Betrieb mit einem Heimkino-System. Wenn Apps und Top-Klang nicht so wichtig sind, ist der Panasonic dennoch eine gute Wahl.

LG G2

Der LG OLED G2 ist vor allem optisch ein Upgrade zum OLED C2. Wie seine Vorgänger ist er vor allem für die Wandmontage ausgelegt und wirkt in seinem (gegenüber den Vorgängergeneration etwas überarbeiteten) »Gallery Design« besonders edel. Ein Standfuß muss hier aber separat erworben werden. Etwas weniger drastisch als im Vorjahr sind die Unterschiede bei der Bildqualität zwischen OLED C2 und dem teureren OLED G2.

Durch den Einsatz des OLED-evo-Panels in beiden Modellen sind die Bilder in den meisten Praxissituationen nahezu gleich. Lediglich bei besonders hellen HDR-Bildhinhalten kann der OLED G2 punkten. Durch ein neues Kühlsystem konnte LG die ohnehin schon hohe Leuchtkraft hier nochmals um rund zwanzig Prozent erhöhen. In meisten Situationen fällt das aber nicht auf, sodass der Mehrpreis sich primär lohnt, wenn das Design eine Rolle spielt.

LG OLED C1

Das Vorgängermodell zu unserer Topempfehlung, der LG OLED C1, ist bei vielen Händlern immer noch verfügbar und mittlerweile ein gutes Stück günstiger zu haben. Auch ohne das verbesserte OLED-evo-Panel der 2022er-Generation liefert der C1 ein grandioses Bild und kann in vielen Aspekten locker mit seinem Nachfolger mithalten. Das gilt beispielsweise für die tolle Farbdarstellung, die breite Unterstützung von Gaming-Features und die durchdachte Bedienung von webOS 6, das trotz kleinerer Versionsnummer bei weitem noch nicht veraltet ist.

Wenn die maximale Helligkeit eine untergeordnete Rolle spielt, kann hier im Vergleich zum Nachfolgemodell gegebenenfalls ordentlich gespart werden.

LG OLED CS

Ein typischer Fall für kuriose Modellbezeichnungen ist die OLED-CS-Serie von LG. Dabei handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um eine Art Zwischenschritt aus den OLED-Generationen C1 und C2. So bieten die CS-Modelle zwar den verbesserten Alpha-9-Bildprozessor der fünften Generation, dafür aber nicht das hellere OLED-evo-Panel des OLED C2. Im Idealfall sollten sie damit zumindest deutlich günstiger zu haben sein als die Empfehlung, in der Praxis ist das beim Straßenpreis aber nicht unbedingt der Fall. Solange die CS-Versionen nicht preislich deutlich unter den C2-Ausgaben liegen, könnte der LG OLED C1 das bessere Schnäppchen sein.

Die wichtigsten Fragen

Sind einbrennende Bilder noch ein Problem für die OLED-Fernseher?

Eine Kehrseite der OLED-Technologie besteht darin, dass sich statische Bildinhalte mit der Zeit dauerhaft in das Panel “einbrennen” können. Dies resultierte in unschönen Geisterbildern, die dauerhaft im Bild zu sehen sind. Das passierte in der Frühzeit der OLED-TVs beispielsweise bei TV-Logos, die mittlerweile unter anderem deshalb nicht mehr unifarben, sondern transparent ausgestrahlt werden. Moderne OLED-TVs haben aber auch unabhängig davon eine ganze Reihe von Gegenmaßnahmen an Bord, mit denen das gefürchtete Einbrennen verhindert werden soll. Tatsächlich ist das Phänomen mittlerweile faktisch kein Problem mehr. TV-Experte Vincent Teoh hat auf dem YouTube-Kanal von HDTVTest schon 2019 bei einem Härtetest eines LG-Fernsehers mit 20 Stunden täglichen Gebrauch über sechs Monate keinerlei Burn-in-Probleme feststellen können. Der Autor dieser Zeilen hat seit 2017 einen OLED-Fernseher im täglichen Betrieb, der ebenfalls keine eingebrannten Bilder aufweist.

Wie steht es um die App- und Update-Versorgung der High-End-Fernseher?

Alle aktuellen Fernseher bieten einen App Store, in dem die wichtigsten Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ vertreten sind. Wer seine Inhalte also primär aus Online-Quellen bezieht, muss sich in der Regel keine Sorgen machen. Auch Online-TV-Dienste wie Zattoo, Waipu oder Joyn lassen sich meist gut einbinden. Allerdings neigen TV-Hersteller dazu, ihre Geräte nach einem oder zwei Jahren nicht mehr oder nur noch selten mit Software-Updates zu versorgen. Dann kann es passieren, dass neue Funktionen und Dienste den Nachfolgemodellen vorbehalten sind, was in der Vergangenheit beispielsweise bei der TV-Integration von Apples AirPlay 2 der Fall war. Eine Alternative bieten externe Streaming-Boxen wie Google Chromecast, Apple TV 4K oder der Amazon Fire TV Stick.

Brauche ich ein zusätzliches Soundsystem?

Imposante Kinobilder kommen mit einem dünnen Klang nur halb so gut zu Geltung. Die Hersteller fahren kreative Lösungen, aus den meist sehr dünnen TV-Gehäusen teils beeindruckenden Sound herauszukitzeln. Als Primus gilt hierbei Sony. Die Acoustic-Surface-Technologie der Japaner dürfte für so manches Wohnzimmer genügen, wenn es nicht unbedingt sehr laut sein muss. Dennoch lässt sich die Physik nicht unbegrenzt überlisten. Wer Wert auf echten Surround-Klang legt, der sich vielleicht sogar mit Dolby Atmos im ganzen Raum verteilen soll, ist die Investition in ein vollwertiges Soundsystem empfehlenswert. Einen Mittelweg aus komplexen Klangwelten und vergleichsweise einfachem Setup bieten Soundbars, die den TV-Sound unkompliziert aufwerten.

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