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Die beste CPU

Wir haben 26 Prozessoren für PCs miteinander verglichen. Der Intel Core i7-12700 liefert mit aktueller Technik, überzeugender Leistung und effizienter Architektur das beste Gesamtbild ab. Er ist in einem Gaming-PC ebenso gut aufgehoben wie in einem Computer für anspruchsvolle Mediengestaltung. Gleichzeitig bleibt er in einem bezahlbaren Rahmen.

Mario Petzold
Mario Petzold
hat Kurzgeschichten veröffentlicht und Physik studiert, was folgerichtig in die Tätigkeit als freier Technik-Redakteur mündete. Statt Transurane zu detektieren, sucht er lieber nach Stärken und Schwächen in Computerelektronik und smarten Technikspielereien. Er schreibt unter anderem für Notebookcheck und Testberichte.de.
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CPU, Prozessor, Rechenkern, Hirn des Computers: Wie leistungsstark, aber auch wie zukunftsfähig ein PC wird, entscheidet sich hier. Die CPU übernimmt nicht nur alle wichtigen Rechenaufgaben, sie verknüpft auch sämtliche Komponenten und ist verantwortlich dafür, wie schnell die Kommunikation untereinander stattfinden kann.

Auf die Taktfrequenz oder die Anzahl der Prozessorkerne allein zu schauen, hilft wenig bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit. Wirklich aussagekräftig dagegen sind praktische Tests, in denen unterschiedliche CPUs bei gleichen Bedingungen gegeneinander antreten. Genau davon haben wir eine große Vielzahl zusammengetragen, miteinander verrechnet, abgewogen und auf diese Weise 26 Prozessoren für den privaten Gebrauch von AMD und Intel verglichen.

Abgeschmeckt mit Preis und Effizienz ergibt das unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Intel Core i7-12700

Test CPU: Intel Core i7-12700
Bringt hohe Leistung für Spiele und Anwendungen bei moderatem Stromverbrauch. Dazu gibt es die Unterstützung für PCIe5 und DDR5.

Ein guter Ausgleich zwischen hoher Leistung und akzeptabler Preisgestaltung gelingt dem Intel Core i7-12700. Bemerkenswert ist dabei weniger, dass er die AMD-Ryzen-7-Prozessoren überflügelt, sondern vielmehr die überragenden Ergebnisse in den Spielebenchmarks. Hier wird typischerweise ein breiteres Spektrum an Aufgaben abverlangt als bei einem synthetischen Benchmark. Hinzu kommt die hervorragende Effizienz, da der Stromverbrauch nicht höher als bei der Konkurrenz ausfällt. Dank DDR5- und PCIe5-Unterstützung der Intel-Alder-Lake-Prozessoren sollte das zugehörige PC-System noch eine ganze Weile auf dem Stand der Technik und schnell genug auch für künftige Anforderungen sein.

Schnell und preiswert

Intel Core i5-12400F

CPU Test: 51v+malhmhl. Ac Sl1000
Technik auf aktuellem Stand mit DDR5 und PCIe5. Auch für einen guten Gaming-PC ausreichend schnell.

Der Mittelklasse-Alder-Lake-Prozessor Intel Core i5-12400F bietet weniger Kerne als ein Core i7. Vor allem fehlen die Effizienz-Kerne, die bei geringer Beanspruchung sicherlich von Vorteil wären. Bei der Spitzenleistung dagegen gibt es kaum Beanstandungen. Hinzu kommt auch hier die Unterstützung der neusten Standards. Vor allem aber der moderate Preis macht die CPU für einen guten, wenn auch nicht überragenden Gaming-PC interessant. Ohne integrierte Grafikeinheit muss schließlich stets eine zusätzliche Grafikkarte an Bord sein.

Mittelklasse von AMD

AMD Ryzen 5 5600X

Test CPU: AMD Ryzen 5 5600X
In der Ausstattung ohne echte Schwachpunkte und leistungsstark genug für fast jeden PC. Auch für Mainboards von 2017 noch nutzbar.

Fast immer die richtige Wahl für Spiele-PCs ist der AMD Ryzen 5 5600X. Mit unserem Vergleichssieger kann er nicht mithalten, erreicht aber bei Benchmarks und dem Preis ziemlich exakt das Niveau des Intel Core i5-12400F. Was fehlt, ist aber die Unterstützung für DDR5 und PCIe5. Da die CPU wie die meisten Modelle von AMD jedoch zum Übertakten freigeschaltet ist, lassen sich bei entsprechender Kühlung noch ein paar Reserven entfesseln.

Für Höchstleistung

Intel Core i9-12900K

CPU Test: 51+3ph2flol. Ac Sl1500
Beste Leistung über alle Benchmarks hinweg, sehr viele Kerne, sehr hoher Boosttakt und viel Stromverbrauch.

Weniger auf Preis und Effizienz sollte beim Intel Core i9-12900K geschaut werden. Dafür steht hier eine überragende Leistung zur Verfügung, die sich sogar aus den harten Fakten wie 16 einzelnen CPU-Kernen oder einer maximalen Taktfrequenz von 5,2 Gigahertz ablesen lässt. Bei Spielen fällt das Ergebnis aber fast überraschend aus, weil hier unser Favorit i7-12700 die Nase vorn hat. In Gaming-PCs ist aber die Grafikkarte hauptverantwortlich und mehr Kerne im Prozessor sind es oftmals nicht. Mit der freien Übertaktbarkeit, hohem theoretischen Stromverbrauch und einer enormen Spitzenbelastbarkeit steht die Leistungsfähigkeit in jedem Fall nicht infrage.

Exklusiv für Spiele

AMD Ryzen 7 5800X3D

Test CPU: AMD Ryzen 7 5800X3D
Ausgestattet mit einem enormen L3-Cache überflügelt der Prozessor die Konkurrenz in den Spiele-Benchmarks. Technisch nicht mehr ganz auf der Höhe.

Bei den Spiele-Benchmarks auf Platz 1 findet sich der AMD Ryzen 7 5800X3D. Das ist insofern überraschend, als dass die Gesamtleistung gut, aber keineswegs überragend ausfällt. Das ist aber auch gar nicht überraschend, weil AMD die CPU eben genau als eine solche Gaming-CPU entworfen hat. Verantwortlich dafür ist ein Übermaß an Cache, welches durch das Übereinanderstapeln erreicht wurde. So viel Zwischenspeicher bei komplexen Rechenaufgaben wirkt sich direkt auf die Geschwindigkeit von Spielen aus. Kritisch zu sehen sind dagegen der hohe Preis deutlich über unserem Vergleichssieger, die fehlende Übertaktbarkeit und leicht angestaubte Technik ohne DDR5 oder PCIe5.

Vergleichstabelle

Unser FavoritIntel Core i7-12700
Schnell und preiswertIntel Core i5-12400F
Mittelklasse von AMDAMD Ryzen 5 5600X
Für HöchstleistungIntel Core i9-12900K
Exklusiv für SpieleAMD Ryzen 7 5800X3D
AMD Ryzen 9 5950X
AMD Ryzen Threadripper 3970x
Intel Core i5-11400F
AMD Ryzen 7 5700X
Intel Core i5-12600K
Intel Core i7-12700K
AMD Ryzen 9 5900X
AMD Ryzen 7 5800X
Intel Core i5-12500
Intel Core i9-11900K
Intel Core i9-10900K
AMD Ryzen 7 5700G
Intel Core i5-12400
AMD Ryzen 7 3700X
AMD Ryzen 5 3600
AMD Ryzen 5 5500
Intel Core i3-12100F
Intel Core i3-10105F
Intel Core i5-9400F
Intel Core i5-10400F
AMD Ryzen 3 4100
Test CPU: Intel Core i7-12700
  • 12 Kerne
  • Hohe Rechenleistung
  • Effizient
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Etwas teuer
  • Niedriger Basistakt
CPU Test: 51v+malhmhl. Ac Sl1000
  • Relativ günstig
  • Leistung meist ausreichend
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Niedriger Basistakt
Test CPU: AMD Ryzen 5 5600X
  • Leistung passt meist
  • Großer Cache
  • Nicht zu teuer
  • Keine DDR5-Unterstützung
CPU Test: 51+3ph2flol. Ac Sl1500
  • 16 Kern
  • Sehr leistungsfähig
  • Übertaktbar
  • Großer Cache
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Teuer
  • Hoher Stromverbrauch
Test CPU: AMD Ryzen 7 5800X3D
  • Hohe Spieleleistung
  • 96 MB Cache
  • Hoher Basistakt
  • Nicht übertaktbar
  • Teuer
  • Erhöhter Strombedarf
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen 9 5950X
  • 16 Kerne
  • Sehr leistungsstark
  • Generell hohe Taktfrequenz
  • Sehr großer Cache
  • Teuer
  • Erhöhter Strombedarf
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen Threadripper 3970x
  • 32 Kerne
  • Riesiger Cache
  • Enorm leistungsfähig
  • Sehr teuer
  • Sehr stromhungrig
  • Schwache Spiele-Benchmarks
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: Intel Core i5-11400F
  • Relativ günstig
  • Kleiner Cache
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen 7 5700X
  • Solide Leistung
  • Großer Cache
  • Hohe Effizienz
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: Intel Core i5-12600K
  • Gute Leistung
  • Generell hohe Taktfrequenz
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Hoher Strombedarf
Test CPU: Intel Core i7-12700K
  • 12 Kerne
  • Sehr leistungsstark
  • Hoher Boosttakt
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Hoher Strombedarf
Test CPU: AMD Ryzen 9 5900X
  • 12 Kerne
  • Sehr leistungsstark
  • Generell hohe Taktfrequenz
  • Großer Cache
  • Erhöhter Strombedarf
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen 7 5800X
  • Hohe Leistung
  • Hoher Basistakt
  • Großer Cache
  • Erhöhter Strombedarf
  • Keine DDR5-Unterstützung
CPU Test: 51v+malhmhl. Ac Sl1000
  • Solide Leistung
  • Moderater Preis
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Basistakt etwas niedrig
CPU Test: 61zrfy6gz4l. Ac Sl1280
  • Sehr hoher Boosttakt
  • Gute Leistung
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: Intel Core i9-10900K
  • Hohe Taktfrequenzen
  • Solide Leistung
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen 7 5700G
  • Hoher Basistakt
  • Hohe Effizienz
  • Solide Leistung
  • Keine DDR5-Unterstützung
  • Grafik integriert
Test CPU: Intel Core i5-12400
  • Solide Leistung
  • Gute Effizienz
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Niedriger Basistakt
  • Begrenzter Cache
Test CPU: AMD Ryzen 7 3700X
  • Großer Cache
  • Effizient gestaltet
  • Leistung nicht optimal
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen 5 3600
  • Großer Cache
  • Leistung nicht optimal
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen 5 5500
  • Relativ günstig
  • Interessant zum Aufrüsten
  • Keine DDR5-Unterstützung
CPU Test: 51nittbfpnl. Ac Sl1500
  • Niedriger Preis
  • Stromverbrauch moderat
  • Für DDR5 und PCIe5 gerüstet
  • Wenige Kerne
  • Gesamtleistung könnte besser sein
Test CPU: Intel Core i3-10105F
  • Preiswert
  • Hoher Basistakt
  • Wenige Kerne
  • Geringe Leistung
  • Kleiner Cache
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: Intel Core i5-9400F
  • Für ältere Systeme geeignet
  • Geringe Leistung
  • Kleiner Cache
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: Intel Core i5-10400F
  • Relativ günstig
  • Kleiner Cache
  • Keine DDR5-Unterstützung
Test CPU: AMD Ryzen 3 4100
  • Relativ preiswert
  • Hoher Basistakt
  • Wenige Kerne
  • Sehr kleiner Cache
  • Geringe Leistung
  • Keine DDR5-Unterstützung
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Vom richtigen Sockel und falschen Stromverbrauch: CPUs im Vergleich

Von der Wahl des Prozessors ausgehend bestimmt sich meist, was für ein Computer am Ende entstehen soll. Nicht nur die Schnelligkeit des Systems selbst, sondern auch die Art und Technik der weiteren Komponenten, allen voran Mainboard und Arbeitsspeicher, werden hierüber bestimmt.

Grob gesagt, reicht beim Prozessor ein Blick auf Preis, Anzahl der Kerne und den Cache, um abzuschätzen, wie leistungsfähig er am Ende ist. Für verschiedene Anwendungsgebiete lohnt es sich aber, genauer auf die wichtigsten Eckdaten zu schauen.

CPU Test: Cpu Benchmark Alles Chart
Der Mittelwert aus sieben Benchmarks verschiedener Publikationen zeigt die Leistung über unterschiedlichste Anwendungen hinweg.

Einen ersten Überblick liefert unsere Rangliste zur gemittelten Leistungsfähigkeit über zahlreiche Benchmarks und Spieletests hinweg.

Werden nur die erzielten FPS bei Spielen betrachtet, ändert sich die Reihung, aber auch die Abstände insgesamt verkleinern sich etwas:

CPU Test: Cpu Benchmark Spiele Chart
Der Spiele-Benchmark setzt sich aus zahlreichen Spieletests verschiedener Magazine zusammen.

1151, 1200 oder 1700 gegen AM4: Der Sockel muss stimmen

Von besonderer Bedeutung für den Einbau der CPU ist der korrekte Sockel auf dem Mainboard. Nur so wird der Prozessor überhaupt funktionsfähig. Wirklich interessant ist die Frage nach dem Sockel allerdings nur beim Aufrüsten. Beim Neukauf muss lediglich darauf geachtet werden, dass das Motherboard auch zum Prozessor passt. Aktuell benötigen Intels CPUs den Sockel LGA1700, AMDs Prozessoren brauchen AM4.

So kann beim Thema der Nachhaltigkeit in jedem Fall ein Punkt an AMD vergeben, während Intel eher einer abgezogen werden sollte. Das liegt daran, dass in dem Zeitraum, in welchem Intel immerhin drei unterschiedliche Sockel verwendet hat, die untereinander natürlich nicht kompatibel sind, bei AMD stets der Sockel AM4 in Verwendung war und ist.

Somit lässt sich ein bereits vier oder fünf Jahre alter PC mit AMD-Prozessor noch immer mit einem aktuellen Prozessor aufrüsten, was bei einem Intel-Mainboard nicht möglich ist. Allerdings hat AMD bereits den Nachfolger AM5 angekündigt. Die Hoffnung bleibt jedoch, dass auch dieser Sockel länger überdauert. Und vielleicht schließt sich Intel bei der längeren Nutzung desselben Sockels sogar noch an.

Wie viele Kerne für die CPU sind genug?

Grundlegend steigt die Anzahl der Rechenkern im Prozessor mit dem Preis. Ein Intel i3 verwendet wie ein AMD Ryzen 3 vier Kerne. Ein Ryzen 7 oder Intel i7 dagegen nutzt acht Kerne oder mehr. Bei Intels aktueller Alder-Lake-Architektur werden darüber hinaus unterschiedliche Kern-Typen eingesetzt. Ein i7-12700 verwendet acht sogenannte Performance-Kerne und weitere vier Effizienz-Kerne.

Üblicherweise beherrschen diese Kerne in der CPU noch Multi-Threading oder Hyper-Threading. Das bedeutet, dass sie wiederum wie zwei getrennte Recheneinheiten arbeiten können und parallel zwei Aufgaben angehen können. Ein AMD Ryzen 7 mit acht Kernen kann 16 Operationen ausführen. Ein Intel Core i7 der 12. Generation schafft mit acht P-Kernen und vier E-Kernen 20 Operationen, weil die E-Kerne kein Multi-Threading beherrschen.

Auswirkungen des Multi-Threadings auf den PC

Ein Computer, der für Multitasking eingesetzt wird und damit verschiedene anspruchsvolle Aufgaben parallel ausführt, wird mit möglichst vielen Prozessorkernen und nutzbaren Threads schneller arbeiten. Ein einzelnes Programm wie ein Browser, ein Bildbearbeitungsprogramm oder ein Spiel profitiert davon jedoch kaum.

So werden einfache Office-PCs in der Regel mit einem Intel-Pentium-Prozessor oder ähnlichem ausgestattet. Zwei Kerne und vier Threads genügen für einfache Ansprüche und das System würde auch mit einer vielfach besseren CPUs kaum schneller agieren. Sollen ab und an komplexere Aufgaben gelöst werden, wären noch die Einsteiger-Prozessoren AMD Ryzen 3 oder Intel Core i3 eine gute Alternative.

Ganz anders sieht es in Workstations aus: Ein Computer für professionelle Anwender wie Programmierer, Grafiker etc. wird mit vielen unterschiedlichen Programmen und Anwendungen konfrontiert. Müssen außerdem virtuelle Umgebungen, sozusagen simulierte Computer auf dem Computer erzeugt werden, sind viele Kerne und Threads notwendig.

Hierfür werden spezielle Prozessoren angeboten wie ein AMD Ryzen Threadripper oder Intel Xeon. Mit mehr als 30 Rechenkernen lassen sich komplexe Aufgaben lösen oder beispielsweise Systeme simulieren, um gerade geschriebene Programme zu testen. Entsprechend hoch fallen auch die Preise für diese CPUs aus.

Gaming setzt Grenzen beim Multitasking

Bei Spielen handelt es sich ebenfalls um einzelne Anwendungen, die nur eine begrenzte Anzahl an Rechenoperationen parallel zulassen. Ein Grund hierfür dürfte sicherlich sein, dass vor allem populäre Spiele auf vielen unterschiedlichen Systemen gespielt werden sollen. Somit wäre es hinderlich, wenn die besten Grafikeinstellungen nur gelingen, wenn der Gaming-PC mit einem Workstation-Prozessor für einen vierstelligen Preis ausgestattet ist.

So ähnlich fällt auch der Blick auf unsere Sammlung von Spiele-Benchmarks aus. Unser Sieger Intel Core i7-12700 bietet hier einen Wert, der sogar über dem eigentlich schnelleren Intel Core i9-12900K liegt. Für einzelne Spiele und wahrscheinlich insbesondere neue Titel muss das natürlich nicht unbedingt gelten.

CPUs mit sechs bis acht Kernen erreichen häufig die beste Leistung beim Spielen

Allerdings zeigt sich mit Blick auf verschiedene Tests von Spielen und Hardware, dass eine CPU mit sechs bis acht Kernen bei Spielen häufig die beste Leistung erreicht. Mehr Rechenkerne scheinen keinen größeren Vorteil mehr zu bringen, schlagen aber finanziell deutlich zu Buche.

Cache hilft bei komplexen Aufgaben

Neben der Anzahl der Kerne spielt auch der Cache eine entscheidende Rolle. Dieser Zwischenspeicher wird verwendet, um die für Berechnungen nötigen Daten nicht erst vom Arbeitsspeicher auszulesen, sondern direkt im Cache vorzuhalten, um wesentlich schneller darauf zuzugreifen. Ausführlicher erklärt wird das zum Beispiel hier.

Je größer dieser Cache ausfällt, umso größer ist die Datenmenge, mit welcher gearbeitet werden kann, um eine Rechenoperation auszuführen. Mittlerweile bieten die Top-Modellen von AMD oder Intel einen L3-Cache von 30 Megabyte und mehr an.

Mittlerweile gibt es L3-Caches von 30 Megabyte und mehr

Der AMD Ryzen 7 5800X3D setzt darüber hinaus auf eine neue Form von L3-Cache. Der 3D-V-Cache ist dreidimensional angeordnet, um mehr Speicherplatz auf begrenztem Raum zu erhalten. Außerdem liegt die Anbindungsgeschwindigkeit bei 2 Terabyte pro Sekunde oder 2.000.000 Megabyte pro Sekunde. Das entspricht dem 50-fachen von DDR4-RAM.

So erklären sich aus der enormen Größe von 96 Megabyte und der hohen Geschwindigkeit des Caches auch die guten Ergebnisse der CPU von AMD bei Spielen über zahlreiche Benchmarks hinweg.

TDP und Stromverbauch: Was ist zu beachten?

Unter TDP (thermal design power) ist nicht der Stromverbrauch der CPU zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um den typischen Wert an Wärme, den der Prozessor auf Dauer abgeben kann, ohne zu überhitzen und Schaden zu nehmen.

Allerdings wird nahezu der gesamte aufgenommene Strom in Wärme umgewandelt, sodass zum Beispiel 65 Watt Stromaufnahme in etwa zu 65 Watt Wärmeabgabe führen. Es gibt aber noch Boost- oder Turbo-Einstellungen, mit denen kurzfristig die Energieaufnahme des Prozessors erhöht werden kann. Bei Intels Alder-Lake-Prozessoren liegt diese Grenze teils doppelt oder dreifach so hoch wie das TDP.

Der Strom­verbrauch der CPU liegt bei Dauer­belastung beim Wert des TDP

Bei längerer Belastung wird die Stromaufnahme aber stets in den genannten Bereich zurückkehren. Der Stromverbrauch der CPU liegt bei Dauerbelastung also etwa beim Wert des TDP, häufig auch etwas darunter. Daran orientiert sich zum Beispiel die Wahl des richtigen PC-Netzteils oder des passenden CPU-Kühlers.

Nomenklatur: Deshalb heißen die Prozessoren so

Um den Überblick über Prozessoren und deren Ausstattung nicht zu verlieren, hilft eine kurze Übersicht, wie genau Intel und AMD ihre CPUs benennen. Dies ist zumindest bei AMD Ryzen und Intel Core-i recht übersichtlich gestaltet.

Bei Einsteigersegment folgt eine »3«, bei der Mittelklasse eine »5«, die High-End-Modelle nutzen die »7« und für Enthusiaten gibt es noch die »9«.

Mit der nachfolgenden Zahl ist typischerweise die Generation der Chips bezeichnet. Bei Intel ist das aktuelle die »12«, bei AMD eine »5« (nur die mobilen CPUs haben eine »6«).

Die nächsten Ziffern können als eine Art Leistungsbenennung beschrieben werden. Die 100 steht für wenig Leistung, die 900 entsprechend für sehr viel.

In der Regel sind alle Prozessoren frei übertaktbar

Ansonsten bleibt bei AMD gar nicht mehr viel zu beschreiben. In der Regel sind alle Prozessoren frei übertaktbar und insbesondere die Modelle für Gaming-PCs verzichten auf eine integrierte Grafikeinheit. Modelle mit iGPU sind an einem »G« am Ende zu erkennen. Das »X« am Ende steht wohl für »extreme« und damit für einen etwas erhöhte Taktfrequenz im Vergleich zum Basismodell.

Bei Intel werden die CPUs in ganz unterschiedlichen Ausprägungen angeboten. Die klassische CPU mit integrierter Grafik und fest eingestelltem Multiplikator, also ohne Übertaktung, verwendet keine weiteren Buchstaben. Mit dem »F« am Ende sind Modelle ohne Grafikeinheit gemeint. Ein »K« am Ende bedeutet, dass die Prozessoren sich übertakten lassen. »KF« erklärt sich damit selbst.

Außerdem gibt es noch Modelle mit »KS«, die zusätzlich übertaktet sind und somit noch einmal mehr Leistung bereitstellen. Im Gegensatz dazu finden sich außerdem CPUs von Intel mit einem »T«, welche dank verringerter Leistungsaufnahme für besonders effiziente PC-Systeme gedacht sind.

Also wäre etwa ein Intel Core i5-9600KF ein Mittelklasse-Prozessor der 9. Generation mit relativ hoher Leistung, der übertaktbar ist und keine Grafikeinheit besitzt.

CPU Test: Gaming Pc Rig With Liquid Cooling Setup And Full Rgb Light Inside
Die CPU beeinflusst die Leistung eines Gaming-PCs, aber nicht so entscheidend wie die Grafikkarte.

Einfluss des Prozessors auf die Gaming-Leistung

Ein schneller Prozessor sorgt immer dafür, dass ein Gaming-PC besser läuft. Allerdings werden die aufwendigen grafischen Berechnungen von der Grafikkarte übernommen, der somit auch die Hauptlast beim Erreichen eines flüssigen Spielerlebnisses zufällt.

Hier lohnt ein Blick auf die von unser zusammengestellte Bewertung unterschiedlicher Gaming-Benchmarks. Fast alle Modelle liegen in einem Bereich von 80 bis 120 Prozent der von uns gewählten Referenz-CPU AMD Ryzen 5 5600X.

Während also beispielsweise ein Intel Core i9-12900K bei verschiedenen Spielen durchschnittlich 115 Bilder pro Sekunde erreicht, sind mit dem Intel Core i3-12100F für einen Bruchteil des Preises im identischen Gaming-PC noch immer etwa 80 Bilder pro Sekunde zu erwarten.

Beim Prozessor sparen und bei der Grafikkarte investieren?

Es kann somit durchaus Sinn ergeben, beim Prozessor ein wenig zu sparen und dafür bei der Grafikkarte zusätzlich zu investieren. Wird ein PC jedoch vielseitiger eingesetzt, spielt die schnellere CPU ihre höhere Leistungsfähigkeit beim Multitasking spürbar aus.

CPU Test: Intel Core I7 12700 Oben

Unser Favorit: Intel Core i7-12700

Die beste CPU ist für uns der Intel Core i7-12700. Die hohe Leistung überzeugt über alle Benchmarks hinweg und zudem in unserer separaten Berechnung zu den Spielebenchmarks. Außerdem werden neuste Standards beim Arbeitsspeicher und der Datenübertragung unterstützt. Dass die CPU nicht übertaktet werden kann, dürfte zudem häufig kein entscheidendes Kriterium sein.

Unser Favorit
Intel Core i7-12700
Test CPU: Intel Core i7-12700
Bringt hohe Leistung für Spiele und Anwendungen bei moderatem Stromverbrauch. Dazu gibt es die Unterstützung für PCIe5 und DDR5.

Werden alle von uns gesammelten Leistungstests zusammen genommen, erreicht der Core i7-12700 immerhin 80 Prozent der Leistung eines Intel Core i9-12900K und sogar 85 Prozent eines AMD Ryzen 9 5950X. Noch beeindruckender fällt der Blick auf die Spielebenchmark aus. Hier werden die Topmodelle von Intel und AMD sogar minimal übertroffen.

Erklärt werden könnte dies durch die moderate Anzahl an Kernen. Die acht Performance-Kerne werden nahezu vollständig ausgelastet. Die beiden größeren genannten CPUs hingegen können auf je 16 Kerne zugreifen. Lassen sich aber nur acht oder zehn davon voll belasten, können beide High-End-Prozessoren nicht ihr volles Potential ausschöpfen.

CPU Test: Intel Core I7 12700 Unten

Entsprechend ist der Core i7-12700 eine gute Wahl für Gaming-PCs. Steht dagegen die absolute Leistung im Vordergrund, gibt es sicherlich schnellere CPUs zur Auswahl.

Technisch überzeugend

Bemerkenswert ist unter anderem die Kombination zweier Rechenkern-Typen. Die P-Kerne mit hoher Leistung werden zusätzlich durch E-Kerne unterstützt. Tatsächlich werden unter Last alle Rechenkerne verwendet und sorgen gemeinsam für die hohe Leistung bei Spielen. Einfache Aufgaben im Alltag können dagegen allein von den E-Kernen übernommen werden, um Stromverbrauch und Wärmeentwicklung auf ein Minimum zu begrenzen.

P-Kerne werden zusätzlich mit E-Kernen unterstützt

Hinzu kommt die Unterstütztung für DDR5-RAM. Verwenden lassen sich Arbeitsspeichersteine bis DDR4-3200 oder DDR5-4800. Das bedeutet, dass sich beim Wechsel von Prozessor und Mainboard wahrscheinlich zunächst einmal der bisherige Arbeitsspeicher weiter verwenden lässt.

Die Unterstützung für PCIe5 ist noch nicht ganz so praktisch umsetzbar. Die aktuell schnellsten Grafikkarten und SSDs verwenden durchweg PCIe4. Aber zumindest besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt auf die schnellere Hardware zurückzugreifen.

Leistungsaufnahme begrenzt

Mit einem typischen Stromverbrauch von 65 Watt, was dem TDP entspricht, kann der i7-12700 von Intel bei der reinen Leistung unter Last nicht mit Modelle mithalten, die 105 oder sogar 125 Watt über lange Zeit verbrauchen können. Es gibt allerdings einen Turbo-Modus, der für kurze Zeit 180 Watt Stromzufuhr zulässt, aber nur für wenige Augenblicke.

Gleichzeitig werden durch diese moderate Stromaufnahme auch an das Netzteil beziehungsweise an den Kühlung deutlich geringere Ansprüche gestellt. Andersherum kann ein starker CPU-Kühler den Core i7 wesentlich besser kühlen als ein Modell mit höherer Leistung.

Potential der anderen Varianten

Auf der identischen Architektur und Ausstattung bauen auch die von Intel angebotenen Alternativen auf. Mit mehr Stromzufuhr und der Möglichkeit zu Übertaktung wartet der Intel Core i7-12700K auf, der sich ebenfalls in unserem Ranking findet. Bei Spielen schneidet dieser im Durchschnitt sogar minimal schlechter ab. Bei anspruchsvollen Anwendungen dagegen hat er seine Vorzüge.

In Ermangelung ausreichender Spiele-Benchmarks nicht gelistet, aber erwähnenswert ist zudem der Intel Core i7-12700F. Hier wird auf die integrierte Grafikeinheit verzichtet, was bei einem Gaming-PC im Grunde irrelevant ist. Typischerweise sorgt dies sogar dafür, dass unter Last leicht verbesserte Benchmark-Resultate erreicht werden. Auch der Preis liegt etwas unterhalb der Variante mit Grafikchip.

Intel Core i7-12700 im Testspiegel

Einen großen Test zum Core i7-12700 hat PCGH durchgeführt. Die begrenzte Leistungsaufnahme wird zwar kritisch gesehen, aber es heißt dort unter anderen:

»Im Vergleich zum i7-12700K erhält der Käufer einen Prozessor für einen geringeren Preis, der in Sachen Spielleistung dem großen Bruder in kaum etwas nachsteht.«

Auch bei Techspot war die CPU im Test. Mit einem eindeutigen Resultat (unsere Übersetzung):

»Unter dem Strich sehen der Core i7-12700 und im Speziellen die F-Variante nach einer preislich hervorragenden Wahl für High-End-Gaming aus.«

Alternativen

Bei einer derart großen Auswahl an CPUs haben wir weitere Varianten herausgesucht, die für sparsamere oder noch ambitionierte PC-Projekte infrage kommen.

Starke Mittelklasse: Intel Core i5-12400F

Ohne die besonderen Effizienz-Kerne muss der Intel Core i5-12400F auskommen. Das macht sich allerdings weniger bei der Leistungsfähigkeit bemerkbar als beim Preis.

Schnell und preiswert
Intel Core i5-12400F
CPU Test: 51v+malhmhl. Ac Sl1000
Technik auf aktuellem Stand mit DDR5 und PCIe5. Auch für einen guten Gaming-PC ausreichend schnell.

Auch mit »nur« sechs Kernen und zwölf Threads zeigt sich der i5 mit Alder-Lake-Architektur sehr leistungsfähig. Vor allem bei Spielen zeigt sich im Durchschnitt der Abstand zu den bestens CPUs mit unter 20 Prozentpunkten moderat.

Mit einem nicht zu hohen Stromverbrauch und den vergleichsweise günstigen Preis ist der i5-12400F genau die passende moderne CPU für einen preisbewussten Gaming-PC. In diesem dürfte es zudem nicht wirklich auffallen, dass kein integrierter Grafikchip vorhanden ist.

Nicht ganz ideal dagegen ist die recht niedrige Takfrequenz ohne Turbo. Dieser sorgt dafür, dass der Prozessor bei Anwendungen, welche nicht auf alle Prozessorkerne zugreifen, spürbar langsamer rechnet als viele Varianten von AMD.

Solide Wahl von AMD: Ryzen 5 5600X

Direkt auf Augenhöhe mit dem Intel Core i5-12400F befindet sich der AMD Ryzen 5 5600X. Das gilt neben der Leistungsfähigkeit auch für den Preis, sodass er für einen guten, aber noch nicht überragenden Gaming-PC bestens passt.

Mittelklasse von AMD
AMD Ryzen 5 5600X
Test CPU: AMD Ryzen 5 5600X
In der Ausstattung ohne echte Schwachpunkte und leistungsstark genug für fast jeden PC. Auch für Mainboards von 2017 noch nutzbar.

Ihn zeichnet vor allem der große Cache aus, der mit 32 Megabyte sogar einen Intel Core i9-12900 übertrifft. Sechs Kerne und zwölf Threads stellen ebenfalls eine gute Basis für aktuelle Spiele dar. Bei anspruchsvollen Anwendungen könnte es hingegen schon ein wenig knapp werden. Dazu bleibt die Stromaufnahme recht zurückhaltend, kann aber mit der möglichen Übertaktung genau wie die Leistung noch gesteigert werden.

Im Vergleich zum i5-12400F fehlt die Unterstützung für DDR5 und PCIe5. Gleichzeitig jedoch kann der Ryzen 5 5600X problemlos einen AMD Ryzen 3 1200 aus dem Jahr 2017 ersetzen. Er ist damit eine geradezu perfekte Wahl, um in einem vorhandenen System die Leistung deutlich anzuheben, ohne direkt einen ganzen Computer zusammenstellen zu müssen.

Da stört es auch nicht, dass zukünftige Hardware nicht erkannt oder zumindest nicht mit voller Leistung arbeiten kann.

Für Höchstleistung: Intel Core i9-12900K

Dass sich das derzeitige Flagschiff unter den Intel-Prozessoren, der Core i9-12900K, bei der Leistung annähernd an die Spitze setzt, dürfte kaum überraschen. Mit 16 Kernen, einem überragenden Boosttakt und ausreichend Cache gibt es im Grunde nicht zu bemängeln.

Für Höchstleistung
Intel Core i9-12900K
CPU Test: 51+3ph2flol. Ac Sl1500
Beste Leistung über alle Benchmarks hinweg, sehr viele Kerne, sehr hoher Boosttakt und viel Stromverbrauch.

Übertroffen wird Intels i9 zwar beispielsweise vom AMD Ryzen Threadripper 3970x. Dieser kostet aber das Dreifache und kann vor allem den Spiele-Benchmarks nicht einmal ansatzweise mithalten. Für den privaten Gebrauch, in einem besonders leistungsstarken Gaming- und Multimedia-PC, stellt der i9-12900K somit die potenteste Wahl dar.

Den variablen Einsatz verdankt die CPU der Ausstattung mit je acht P-Kernen und E-Kernen. Bei geringer Last bleibt das System vergleichsweise sparsam. Muss Leistung gebracht werden, stehen immerhin 24 Threads zur Verfügung. Dazu können die P-Kerne bereits standardmäßig bis zu 5,2 Gigahertz Taktfrequenz erreichen.

Diese lässt sich weiter erhöhen, da der Prozessor zudem übertaktet werden kann. Kurzzeitig lässt sich der auf 125 Watt ausgelegte Stromverbrauch auf bis zu 241 Watt erhöhen. Das ist zwar nicht mehr effizient. Wird aber beispielsweise für das Rendern großer Datenmengen viel Leistung benötigt, kann das die Wartezeit auf das Ergebnis deutlich reduzieren.

Spielt Übertakten dagegen gar keine Rolle, wäre auch die Variante i9-12900 eine interessante Wahl, die zudem noch etwas günstiger ist. Zusätzlich sparen lässt sich mit dem i9-12900F, der ohne Grafikeinheit kommt. Schließlich dürfte der i9 ohnehin nur mit einer zusätzlichen Grafikkarte in Verwendung sein. Dann wäre auch die übertaktbare Alternative i9-12900KF interessant.

Allgemein sollten alle Varianten des i9 der 12. Generation von der Leistung her vergleichbar sein. Die übertaktbaren Modelle verfügen natürlich über mehr Potential, erfordern aber zusätzliche Leistungsreserven und spezielle Kühllösung. Tendenziell können die CPUs ohne Grafikeinheit wenige Prozentpunkte mehr Leistung für etwas weniger Geld zur Verfügung stellen.

Die Spiele-CPU: AMD Ryzen 7 5800X3D

An der Spitze unserer Spiele-Benchmark-Sammlung thront der AMD Ryzen 7 5800X3D. Sein außergewöhnlich aufgebauter Cache in ungewohnter Größe sorgt für einen beeindruckenden Leistungsschub.

Exklusiv für Spiele
AMD Ryzen 7 5800X3D
Test CPU: AMD Ryzen 7 5800X3D
Ausgestattet mit einem enormen L3-Cache überflügelt der Prozessor die Konkurrenz in den Spiele-Benchmarks. Technisch nicht mehr ganz auf der Höhe.

Auf Basis des Ryzen 7 5800X hat AMD dank einer neuartigen Speicherarchitektur eine CPU mit stolzen 96 Megabyte Cache erstellt. Dieser Wert wird allenfalls von Prozessoren für Workstations oder Server noch übertroffen. Dazu kommt die enorm schnelle Anbindung, um Daten noch besser auszutauschen.

Damit liegt der 5800X3D nicht nur vor dem unveränderten Standardmodell, sondern speziell bei Spielen auch vor unserem Vergleichssieger, der mit nur einem Viertel des Caches das Nachsehen hat.

Der Blick auf die Gesamtleistung zeigt aber, dass der i7-12700 für Anwendungen die bessere Wahl ist. Auch beim Stromverbrauch, den möglichen Threads und natürlich dem Preis liegt der Intel-Prozessor vorn.

Abseits der hervorragenden Verwendbarkeit in einem Gaming-PC müssen ein paar Abstriche gemacht werden. Es fehlt an der Unterstützung von DDR5 und PCIe5. Außerdem kann die CPU, anders als sonst bei AMD üblich, nicht übertaktet werden.

Weitere Infos zu der interessanten CPU gibt es zum Beispiel hier.

Was gibt es sonst noch?

AMD Ryzen 7 5800X

Mit guter Gesamtleistung und großem Cache kann der AMD Ryzen 7 5800X überzeugen. Er liegt allerdings deutlich hinter unserem Vergleichssieger und verbraucht dabei auch deutlich mehr Strom.

AMD Ryzen 5 5500

Die gute Einsteiger-CPU AMD Ryzen 5 5500 enttäuscht bei der Spieleleistung, reicht aber vor allem für kleinere Systeme mehr als aus. Der kleine Cache und der recht neidrige Boosttakt verhindern eine bessere Platzierung.

AMD Ryzen 9 5900X

Eine starke Gesamtleistung zeichnet die CPU AMD Ryzen 9 5900X aus. Wo Rechenkraft für komplexe Anwendungen und Spiele gefragt ist, kann sie mit zwölf Kernen und dem großen Cache mit 64 Megabyte überzeugen – zu einem stolzen Preis.

Intel Core i7-12700K

Der sogenannte große Bruder unseres Vergleichssieger, der Intel Core i7-12700K, zeigt einen sehr hohen Leistungswert, fällt bei der Spieleleistung aber ein wenig ab. Das liegt teils an den vielen Kernen, die nicht gleichzeitig ihr volles Potential ausschöpfen können. Zum Übertakten aber die erste Alternative zum Sieger unseres Vergleichs.

Intel Core i5-12400

Im Vergleich zu F-Variante ohne eigene Grafikeinheit fehlt dem Intel Core i5-12400 nur ein kleines Detail für einen besseren Platz. Er ist ein paar Euro teurer. Ansonsten steht die Eignung für einen guten Gaming-PC nicht in Frage.

AMD Ryzen 9 5950X

Viele Kerne und viel Cache sorgen für das herausragende Gesamtergebnis des AMD Ryzen 9 5950X. Bei den Spielebenchmarks kann er jedoch trotz des hohen Preises nicht mit Intels Core i7 der 12. Generation mithalten. Für ein ambitioniertes System zum Arbeiten und Spielen ist er trotzdem eine sehr überzeugende Wahl.

Intel Core i5-12600K

Durchweg positiv zeigt sich der Intel Core i5-12600K. Der Cache der CPU könnte jedoch etwas größer sein. Außerdem zeigt sich der Prozessor im übertakteten Zustand recht ineffizient.

AMD Ryzen 7 5700X

Der AMD Ryzen 7 5700X ist im Grunde die sparsame Variante des Ryzen 7 5800X. Die Leistungswerte gehen in jedem Fall in Ordnung. Die Effizienz erreicht fast einen Topwert.

Intel Core i5-10400F

Für Gaming noch immer eine akzeptabel Wahl ist der Intel Core i5-10400F. Das gilt vor allem wegen des geringen Preises. Ansonsten kann die CPU kaum mithalten. Einen PC für Full-HD-Gaming treibt sie aber recht verlässlich an.

Intel Core i5-11400F

Wie der Vorgänger sorgt auch der Intel Core i5-11400F für passable Ergebnisse in einem Einsteiger-Gaming-PC. Auch für Medienbearbeitung wird es genügen. Die recht geringe Taktfrequenz und ein kleiner Cache bremsen aber.

Intel Core i5-9400F

Nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist der Intel Core i9-9400F. Ist er aber zu einem akteptablen Preis (um 100 Euro) anzutreffen, kann er dank des identischen Sockels einen Intel-Core-Prozessor der 6. Generation adäquat ersetzen und ein solches älteres System beschleunigen.

Intel Core i3-10105F

Irgendwo zwischen Office und Gaming findet sich der Intel Core i3-10105F. Soll der Bürorechner hin und wieder ein älteres Spiel auf mittleren Details starten können, reicht die Leistung der überraschend günstigen CPU aus.

AMD Ryzen 7 5700G

Müssen vor allem komplexe Berechnungen angestellt werden, zum Beispiel mit Matlab, ist ein AMD Ryzen 7 5700G gut eingesetzt. Die integrierte Grafikeinheit spart eine separate GPU und damit Geld. Ansonsten wäre etwa der AMD Ryzen 7 5700X in allen Belangen besser, abgesehen von der iGPU.

AMD Ryzen 5 3600

Für den AMD Ryzen 5 3600 gibt es kein Vorbeikommen am Intel Core i5-12400F – zu teuer, zu ineffizient. Als gebrauchtes Modell könnte er zum Aufrüsten eines PCs mit einem Ryzen der 1. Generation noch sinnvoll eingesetzt sein.

AMD Ryzen 7 3700X

Das Alter macht sich beim AMD Ryzen 7 3700X bemerkbar. Abgesehen von zwei Kernen weniger ist der AMD Ryzen 5 5600X durchweg besser und beim Neukauf günstiger.

AMD Ryzen 3 4100

Dem kleinen AMD Ryzen 3 4100 mangelt es an Cache, um ernsthaft für Spiele in Betracht gezogen zu werden. Einem Office-PC verleiht er allerdings Flügel und ein ältere AAA-Spieletitel werden flüssig laufen.

Intel Core i9-10900K

Viele Kerne, eine hohe Taktfrequenz und die Möglichkeit zum Übertakten sorgen für die gute Leistungsbewertung des Intel Core i9-10900K. Der hohe Preis, die hohe Stromaufnahme und die fehlende Unterstützung für DDR5 stehen einer besseren Platzierung im Weg.

Intel Core i9-11900K

Die leicht verbesserte Architektur im Vergleich zum Vorgänger erhöhen die Leistung des Intel Core i9-11900K noch etwas. Wären der Cache nicht kleiner und die Zahl der Kerne nicht niedriger als beim i9-10900K, hätte es für mehr reichen können. So ist aber unser günstigerer Vergleichssieger deutlich leistungsfähiger.

AMD Ryzen Threadripper 3970x

Eher als Referenz dient der AMD Ryzen Threadripper 3970x. Dessen üppige Ausstattung mit Rechenkernen und Cache sorgt für eine überragende Leistung, die bei den Spiele-Benchmarks umso deutlicher Schwächen offenbart. Die Workstation-CPU gehört genau dorthin und kann bei vielen parallelen Anwendungen ihre Stärken zeigen.

Intel Core i3-12100F

Gaming mit einer 100-Euro-CPU: So klingt die Zusammenfassung für den Intel Core i3-12100F. Für sein Geld bietet der Prozessor relativ gesehen am meisten Leistung. Mit einer passenden Grafikkarte lässt sich daraus für kleines Geld ein Spiele-PC konstruieren, er auch aktuelle Titel beherrscht – mit ein paar Abstrichen bei den Details.

Intel Core i5-12500

Erstaunlich schlecht kann sich der Intel Core i5-12500 vom eigentlich schwächeren i5-12400 absetzen. So sorgt allein der leicht erhöhte Preis für die schlechtere Bewertung. Sechs Kerne und ausreichend Cache gepaart mit aktueller Technik dürften aber fast immer zum gewünschten Ergebnis führen.

So haben wir bewertet

Für eine möglichst stichhaltige Rangfolge haben wir öffentlich zugängliche Benchmarks und Spiele-Test zu einer stets möglichst breiten Auswahl an unterschiedlichen Prozessoren gesucht. Dadurch fließen zahlreiche Messungen, Benchmarks aus Anwendungen und Spielen auf unterschiedlichen PC-Systemen in unsere Ranglisten ein.

Als Benchmarks verwenden wir die Daten von Passmark, 3DMark und Geekbench. Hinzu kommt ein Anwendungs-Benchmark von PCGH. Für die Beurteilung der Spieleleistung haben wir uns der Datensammlung von Computerbase, Tom’s Hardware und wiederum PCGH bedient.

Daraus haben wir einen ungewichteten Mittelwert aller sieben Messungen berechnet, um die Gesamtleistung der von uns betrachteten CPUs abschätzen zu können. Identisch sind wir mit den drei Spiele-Benchmarks vorgegangen. Für die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Werte und Angaben wurde die Messung für den AMD Ryzen 5 5600X auf 100 Prozent gesetzt.

Somit lässt sich jeder von uns angegebene Prozentwert zur Leistungsfähigkeit problemlos nachprüfen über die Mittelwertberechnung relativ zum Ryzen 5 5600X.

Außerdem flossen weitere Faktoren in die Beurteilung mit ein. Da wäre natürlich der Preis zu nennen. Aber auch die Ausstattung vom integrierten Grafikchip über den freien Multiplikator für die Übertaktung bis hin zum typischen Stromverbrauch oder der Abschätzungen der Langlebigkeit des CPU-Sockels spielen zumindest eine kleine Rolle.

Die wichtigsten Fragen

Welche CPU ist die beste?

Die beste CPU nach der reinen Leistungsfähigkeit ist in unserem Vergleich der Intel Core i9-12900K. Werden dagegen nur die Spiele-Benchmarks betrachtet, liegt der AMD Ryzen 7 5800X3D ganz vorn. Spielt der Preis eine Rolle, ist für uns der Intel Core i7-12700 der beste Prozessor. Spezielle Workstation-CPUs können allerdings noch viel schneller, aber auch viel teurer sein.

Was ist die beste CPU für Gaming?

Recht eindeutig erscheint der AMD Ryzen 7 5800X3D die beste CPU für einen Gaming-PC zu sein. Beachtet werden sollte hierbei jedoch, dass der Einfluss des Prozessors auf die Leistung in Spielen wesentlich geringer ist als die Wahl der passenden Grafikkarte. Auch der Griff zu einem weniger leistungsstarken Prozessor wird somit die Gesamtleistung eines Gaming-Computers nicht deutlich schmälern.

Welcher ist der beste Ryzen-Prozessor?

Der AMD Ryzen 9 5950X ist wenig überraschend der beste Ryzen-Prozessor. Werden allerdings nur die Spiele-Benchmarks herangezogen, liegt der speziell darauf ausgerichtete AMD Ryzen 7 5800X3D in Front. Ist der Preis nicht ganz egal, zeigt der AMD Ryzen 5 5600X ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Welche CPU hat die beste Single-Core-Performance?

Der Intel Core i9-12900K findet sich in den meisten Ranglisten zur Single-Core-Performance an der Spitze oder wenigstens in der Spitzengruppe. Das hängt davon ab, welche Software genutzt wurde und in welchem PC-System er eingesetzt war. Die Aussagekraft dieser Tests ist jedoch recht schwach, da fast jedes moderne Programm auf mehrere Prozessorkerne parallel zugreifen kann. So passiert es zum Beispiel, dass ein Intel Core i3-12100 für 100 Euro noch vor einem AMD Ryzen 9 5950X für 500 Euro platziert sein kann. Die praktische Bedeutung ist deshalb eher gering.

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