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Die beste Zahnzusatz­versicherung

Wir haben 20 Zahnzusatzversicherungen verglichen. Für eine optimale Leistung empfehlen wir den Tarif DZL von Berlin Direkt, für ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis den Tarif EZ+EZT der HanseMerkur und für einen guten Basisschutz den Tarif Zahn Classic (Z3U) von R+V.

Jörg Stroisch
Jörg Stroisch
Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger Wirtschaftsjournalist mit dem Schwerpunkt auf die Themen Versicherung, Vorsorge und Immobilien. Als Autor ist er unter anderem für den Haufe-Verlag tätig, schreibt für verschiedene Websites, unter anderem auch für WirtschaftsWoche Online.
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Die Zahnzusatzversicherung ist genauso unterschiedlich gestaltet, wie die möglichen Behandlungsformen beim Zahnarzt und Kieferorthopäden. Quasi ein Standardmodell bietet bereits die Gesetzliche Krankenkassen mit ihren Leistungen. Aber es können je nach Wunsch auch die Kosten für ein teures Fahrrad oder einen Kleinwagen zu Buche schlagen. Es gibt entsprechend private Zahnzusatzversicherungstarife, die den Standard etwas aufstocken, schon deutlich mehr bezahlen oder nahezu alle Kosten auch sehr teurer Behandlungen übernehmen.

»Eine private Zahnzusatzversicherung ist keine existenziell notwendige Versicherung«, sagt so Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. »Es entscheidet der eigene Geldbeutel und auch der Absicherungswunsch, ob ein Tarif und wenn ja, welcher sinnvoll ist.« Sprich: Auch mit dem »Standardmodell« der Gesetzlichen Krankenkassen fahren Sie als Patient bereits ausreichend gut. Wenn man aber mehr Wert auf Ästhetik und aufwändigere Behandlungen legt, kann eine private Zahnzusatzversicherung interessant sein. Da unterschiedliche Personengruppen unterschiedliche Tarife benötigen, gibt es unter unseren 20 untersuchten Zahnzusatzversicherungen auch verschiedene Empfehlungen für verschiedene Bedürfnisse.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Favorit

Berlin Direkt DZL

Zahnzusatzversicherung Test: Berlin Direkt
Wir bei der Versorgung keine Abstriche machen möchte, liegt mit dem Tarif DZL von Berlin Direkt richtig.

Wer gerne einen sehr umfassenden Versicherungsschutz für seine Zähne haben möchte, fährt mit dem Tarif DZL von Berlin Direkt sehr gut. Das hat natürlich auch seinen Preis. Sehr gute Testergebnisse, etwa bei der »Stiftung Warentest« mit »sehr gut«, dank umfassender Leistungen weist der Tarif DZL von Berlin Direkt auf. Eingeschränkt wird dies allerdings in den ersten Versicherungsjahren durch zahlreiche Deckelungen. Dennoch: Wer nicht auf die große Auswahl an zahnärztlichen Maßnahmen und Methoden verzichten will, für den ist diese Versicherung etwas.

Preistipp

HanseMerkur EZ+EZT

Reiserücktrittsversicherung Test: Hanse Merkur
Zwar ist beim Tarif EZ+EZT der HanseMerkur nicht alles abgesichert, aber man kriegt viel für den Beitrag.

Ein Kompromiss aus noch halbwegs bezahlbar und dennoch guten Leistungen bietet der Tarif EZ+EZT der HanseMerkur. Immerhin noch zu 90 Prozent werden viele zahnärztliche Leistungen hier übernommen. Prophylaktische Leistungen bietet der Tarif nicht, dafür beim Zahnersatz die Übernahme von 90 Prozent der Kosten auf »privatärztlichen Niveau«. Die guten Bewertungen machen den Tarif EZ+EZT zu einem guten Kompromiss zwischen »nur« Regelversorgung und höheren Kosten.

Basisschutz

R+V Zahn Classic (Z3U)

Zahnzusatzversicherung Test: R+v
Der Tarif Zahn Classic (Z3U) von R+V eignet sich bestens, um die finanziellen Lücken der Gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen.

Wer mit der Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenkassen zufrieden ist, aber lieber nicht die Lücke bezahlen will, der kann sich mit dem Tarif Zahn Classic Z3U der R+V-Versicherung einen guten Basisschutz zulegen. Es muss ja nicht immer das Feinste vom Feinen sein, zumal es dann auch sehr schnell auch bei den Versicherungen teuer wird. Aber der verpflichtende Eigenanteil etwa an den Kosten für den Zahnersatz bei der Gesetzlichen Krankenkasse kann dennoch eine Lücke reißen – und diese füllt dann zum Beispiel der Tarif Zahn Classic Z3U der R+V-Versicherung gut aus.

Vergleichstabelle

FavoritBerlin Direkt DZL
PreistippHanseMerkur EZ+EZT
Basisschutz R+V Zahn Classic (Z3U)
Barmenia Mehr Zahn 100+ Mehr Zahnvorsorge Bonus
Allianz Mein Zahnschutz 100 AR
Deutsche Familienversicherung DFV-ZahnSchutz Premium Plus
DA Direkt Zahnschutz Premium Plus
Allianz Mein Zahnschutz 100
Advigon Dental Luxus (AZL)
Continentale CEZE
Barmenia Mehr Zahn 100
Astra Zahn Sieger
Generali Plan Z2
Alte Oldenburger ZE 80
Barmenia Mehr Zahn 80
Continentale CEZP-U
Hallesche SMART.Dent
Generali Plan Z3
WGV Basis
Nürnberger ZR
Zahnzusatzversicherung Test: Berlin Direkt
  • Guter Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Professionelle Zahnreinigung eingeschränkt
Reiserücktrittsversicherung Test: Hanse Merkur
  • Viele Leistungen werden zu 90 Prozent übernommen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 6 Monate Wartezeit
Zahnzusatzversicherung Test: R+v
  • Keine Wartezeit
  • Lücken der Gesetzlichen Krankenversicherung werden geschlossen
  • Es werden lediglich die finanziellen Lücken der Gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen
Zahnzusatzversicherung Test: Barmenia Neu
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Relativ teuer
Zahnzusatzversicherung Test: Allianz
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Ab 73 Jahren ist Tarif nicht mehr möglich
Zahnzusatzversicherung Test: Deutsche Familienversicherung
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Relativ teuer
Zahnzusatzversicherung Test: Da Direkt
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Relativ teuer
Zahnzusatzversicherung Test: Allianz
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Ab 73 Jahren ist Tarif nicht mehr möglich
Zahnzusatzversicherung Test: Bildschirmfoto 2022 12 16 Um 14.56.59
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Relativ teuer
Zahnzusatzversicherung Test: E54cabd3 1306 4420 8a0a B926db0c0384f8557cce7c03
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Teuer für Leute unter 43 Jahren
Zahnzusatzversicherung Test: Barmenia Neu
  • Vergleichsweise günstig
  • Keine Wartezeit
  • Verminderter Leistungsumfang
Zahnzusatzversicherung Test: Astra
  • Hoher Leistungsumfang
  • Keine Wartezeit
  • Relativ teuer
Zahnzusatzversicherung Test: Generali
  • Beitrag bleibt über Altersstufen relativ stabil
  • Guter Leistungsumfang
  • 8 Monate Wartezeit
Zahnzusatzversicherung Test: Alte Oldenburger
  • Preis bleibt über Altersstufen relativ stabil
  • Akupunktur, Hypnose, Narkose und Funktionsanalytik werden abgedeckt
  • 8 Monate Wartezeit
Zahnzusatzversicherung Test: Barmenia Neu
  • Keine Wartezeit
  • Günstig über alle Altersstufen
  • Akupunktur, Hypnose, Narkose und Funktionsanalytik werden abgedeckt
  • Aufgrund des Preises eingeschränkte Leistungen
Zahnzusatzversicherung Test: E54cabd3 1306 4420 8a0a B926db0c0384f8557cce7c03
  • Einschränkungen der Leistungen nur bei Akupunktur, Hypnose, Narkose
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 8 Monate Wartezeit
Zahnzusatzversicherung Test: Hallesche
  • Keine Wartezeit
  • Günstig
  • Es werden lediglich die finanziellen Lücken der Gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen
Zahnzusatzversicherung Test: Generali
  • Guter Leistungsumfang, nur Einschränkungen bei Professioneller Zahnreinigung
  • Günstig über alle Altersstufen
  • 8 Monate Wartezeit
private Haftpflichtversicherung Test: Wgv
  • Günstig
  • 8 Monate Wartezeit
  • Es werden lediglich die finanziellen Lücken der Gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen
Zahnzusatzversicherung Test: Nuernberger
  • Keine Wartezeit
  • Günstig
  • Es werden lediglich die finanziellen Lücken der Gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen
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Zahnzusatzversicherungen im Vergleich: Eine Taxonomie der Tarife

Dass Zahnersatz in Deutschland auch ein Kostenthema ist, liegt auf der Hand. Die Gesetzlichen Krankenkassen bezahlen hierfür mehrere Milliarden Euro pro Jahr, Tendenz steigend. Und gerade der Zahnersatz ist auch ein wichtiges Thema für Patienten, ist er doch oft mit hohen Kosten verbunden.

Ein erfreulicher Trend übrigens: Immer mehr junge Senioren (im Alter zwischen 64 und 75 Jahren) haben immer mehr eigene Zähne, stellt die Bundeszahnärztekammer fest. So verfügten Sie im Durchschnitt über 16,9 eigene Zähne – ein Gebiss ohne Weisheitszähne besteht aus 28 Zähnen. Das ist ganz sicherlich auch auf die immer bessere zahnärztliche Prophylaxe zurückzuführen.
Zahnzusatzversicherung Test: Zahnzusatzversicherung

Und das ist dann auch das zweite, ganz große Thema rund um den Zahnarztbesuch: Was wird rund um die Zahnprophylaxe von der Gesetzlichen Krankenkasse bezahlt? Mehr, als mancher vielleicht denkt. Einige Kassen übernehmen so sogar die professionelle Zahnreinigung. Private Zahnzusatzversicherungen stocken hier noch einmal dauf.

Ganz ähnlich sieht es bei einer Zahnreparatur aus, also beispielsweise dann, wenn ein Loch im Zahn gefüllt werden muss. Hier übernehmen die gesetzlichen Kassen den Standard, bessere Füllungen bezahlt – je nach Tarif – die Zahnzusatzversicherung.

Generelle Leistungsunterschiede der Zahnzusatzversicherung

Die private Zahnzusatzversicherung unterscheidet sich grob zusammengefasst in drei Kategorien. Hier können die Tarife sehr stark variieren:

  • Höhe der Zuzahlung: Sicherlich der wesentliche Faktor ist, wie viel die private Zahnzusatzversicherung von der Zahnarztrechnung tatsächlich übernimmt. Das kann sich in der Höhe unterscheiden, aber auch in der Leistungsart – zum Beispiel in Bezug auf die Leistungen, die für den Zahnersatz, die Zahnreparatur oder die Prophylaxe bezahlt werden.
  • Wartezeiten: Viele Zahnzusatzversicherungen bieten Tarife ohne eine Wartezeit an. Sehr häufig gibt es aber Kostendeckel für bestimmte Leistungen während der ersten Versicherungsjahre.
  • Gesundheitsfragen: In aller Regel werden Gesundheitsfragen gestellt. Manchmal reduzieren sich sich einfach darauf, wie viele Zähne noch im Gebiss vorhanden sind. Manchmal sind sie komplexer.
  • Behandlung: Fast alle Zahnzusatzversicherungen zahlen nur dann, wenn eine Behandlung beim Zahnarzt nicht schon bereits angedeutet wurde. Sprich: Sie haben mit dem Zahnarzt beim letzten Gespräch bereits eine Gebisskorrektur besprochen und schließen erst im Anschluss eine Zahnzusatzversicherung ab? Dann zahlt diese meist nicht mehr.

Tatsächlich sind die verschiedenen Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung kaum direkt über den Preis miteinander vergleichbar. Zu unterschiedlich sind die jeweiligen Leistungsbestandteile.

Bei der Leistung rund um den Zahnersatz wird – auch bei der privaten Zahnzusatzversicherung – nach Leistungen der Gesetzlichen Krankenkasse, der Regelversorgung, und darüber hinausgehenden Leistungen unterschieden. Die Regelversorgung stellt eine funktionale Lösung dar. Darüber hinaus gehende Möglichkeiten haben oft einen eher ästhetischen Aspekt, und werden von der Gesetzlichen Krankenkasse in der Regel nicht übernommen wird.

Zahnzusatzversicherung Test: Zahnzusatzversicherung

Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse

Dass die Prophylaxe für die Zahngesundheit und ein gutes Gebiss wichtig ist, ist unbestritten. Deshalb legen die Gesetzlichen Krankenkassen auch Wert darauf und belohnen den regelmäßigen Zahnarztbesuch mit einer höheren Erstattung beim Zahnersatz. Leistungen sind hier unter anderem:

  • Zahnarztkontrolle: Bis zu zwei Mal im Jahr schaut der Zahnarzt in den Mund des Patienten und das bezahlt die Gesetzliche Krankenkasse anstandslos. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird der zweimalige Besuch auch empfohlen – und auch entsprechend im Bonusheft bescheinigt.
  • Zahnstein: Einmal im Jahr entfernt der Zahnarzt bei Bedarf den Zahnstein im Mund. Auch das gehört zur Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Dabei wird aber nur die Entfernung von harte Beläge erstattet.
  • Fluoridierung: Bei Kindern bis zum 17. Lebensjahr bezahlen viele gesetzliche Krankenkassen die Fluoridierung der Zähne zwei Mal im Jahr. Das hilft, Karies vorzubeugen.
  • Fissurenversiegelung: Die Versiegelung der Backenzähne 6 und 7 wird zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr ebenfalls von der Gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Damit soll Karies vorgebeugt werden.
  • Parodontitis-Früherkennung: Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnbelags, wodurch es zu Schmerzen und Zahnfleischbluten kommen kann. Sie führt auch zu einer Verschlechterung der Zahnhaltung im Mund. Alle zwei Jahre übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse hierfür eine Früherkennung.

Regelmäßige Zahnpflege ist die beste Prophylaxe!

Die allerwichtigste Vorsorgemaßnahme für gute Zähne und ein gutes Gebiss ist natürlich das Zähneputzen und das Reinigen der Zahnzwischenräume. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beim nächsten Besuch darüber aufklären, wie Sie dies bestmöglich gewährleisten.

Darüber hinaus übernehmen einige Gesetzliche Krankenkassen die professionelle Zahnreinigung in Teilen oder komplett. Beim Zahnersatz sieht es etwas anders aus. Bei der Gesetzlichen Krankenkasse spielt es eine große Rolle, ob Sie Ihr Bonusheft ordentlich geführt haben. Sprich: Als Erwachsener sind Sie einmal im Jahr beim Zahnarzt gewesen, als Kind und Jugendlicher zwei Mal. Dann wird der Grundzuschuss von 60 Prozent zur Regelversorgung nämlich aufgestockt, und zwar um 10 Prozent nach fünf Jahren bzw. um 15 Prozent nach zehn Jahren. Sprich: Auch mit Bonusheft müssen Sie im Regelfall noch 25 Prozent der Behandlung selbst bezahlen. Schon diese Lücke können Sie mit einer privaten Zahnzusatzversicherung füllen.

Die Regelversorgung umfasst dabei folgende mögliche Leistungen:

  • Zahnfüllung: Wenn ein Loch im Zahn ist, dann muss dieses gefüllt werden. Die Gesetzliche Krankenkasse übernimmt dabei nur die günstigeren Füllungen, also im Regelfall die Füllung aus Amalgam. Bei den sichtbaren Zähnen, also die oberen und unteren inklusive Eckzähne, wird auch eine Kunststofffüllung bezahlt. Bei allen anderen nicht-sichtbaren Fällen nur in Ausnahmefällen, nämlich bei schwerer Niereninsuffizienz, Amalgam-Allergie oder Schwangerschaft. Auch Kinder unter 15 Jahre erhalten häufig eine Kunststofffüllung. Hier gilt wieder: Die günstigste Variante wird bezahlt.
  • Zahnkronen und Brücken: Die Zahnkrone wird quasi auf den Restzahn aufgesetzt, eine Zahnbrücke überwindet eine entstandene Zahnlücke. Sie wird an den benachbarten Zähnen befestigt. Beide Behandlungen gehören zur Regelversorgung. Eine Verblendung an den sichtbaren Zähnen wird von der Gesetzlichen Krankenkasse in der Regel übernommen; eine Vollverblendung allerdings nicht.
  • Herausnehmbarer Zahnersatz: Voll- oder Teilprothesen ersetzen fehlende Zähne durch ein »Ersatzgebiss«, die berühmten »dritten Zähne«. Die Kosten dafür werden von den Gesetzlichen Krankenkassen nur noch in Form eines Festzuschusses beglichen. Alle darüber hinaus gehenden Kosten liegen im Verantwortungsgebiet des Patienten.

Das Gebiss wird also funktional wieder hergestellt. Ästhetisch ist das nicht unbedingt. Das kostet dann eben zusätzliches Geld.

Zahnzusatzversicherung Test: Zahnzusatzversicherung

Die Regelversorgung wird für Kinder und Jugendliche zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr von der Gesetzlichen Krankenkasse übernommen. In aller Regel wird nur das bleibende Gebiss behandelt und auch nur dann, wenn eine ausgeprägte Zahnfehlstellung oder Gebissanomalie vorhanden sind. Dazu werden die Zahnfehlstellungen in fünf Kieferorthopädische Gruppen (KIG) eingeteilt. Die Gesetzliche Krankenkassen zahlen ab KIG3. Bei Erwachsene wird die Behandlung nur in wenigen Ausnahmefällen bezahlt. Ein Überblick über mögliche Leistungen der Gesetzlichen Kassen:

  • Herausnehmbare Zahnspange: Herausnehmbare Zahnspangen werden auf Grundlage eines Zahnabdrucks individuell angefertigt. Sie kommt meistens bei leichten Zahnfehlstellungen und Kieferverschiebungen zum Einsatz.
  • Festsitzende Zahnspange: Hier werden Brackets mit Kunststoffkleber auf die Zähne geklebt und diese dann mit Metallringen fixiert. Sie kommen bei größeren Zahnfehlstellungen und Kieferverschiebungen zum Einsatz.
  • Retainer: Um die Zähne in der neuen Position zu halten, bezahlen die Gesetzlichen Krankenkassen im Anschluss zwei Jahre lang eine Stabilisierung mit einem Retainer.

Diese Leistungen in der »Standardausführung« übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse. Oftmals wechselt sich die herausnehmbare mit der festsitzenden Zahnspange ab.

Kinder sollten den Zahnarztbesuch üben!

Vor dem Zahnarzt gibt es viele Ängste, natürlich gerade auch bei Kindern. Eine Studie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege aus dem Jahr 2017 zeigt aber sehr deutlich, dass bei ihnen die Vorsorge sehr wichtig ist. So wiesen hier lediglich 53,8 Prozent der 6- bis 7-jährigen Schulanfänger naturgesunde Gebisse aus. Eine regelmäßige Kontrolle ist also umso wichtiger. Und die lässt sich auch sehr jung ganz einfach realisieren: Indem die Kleinen einfach beim Erwachsenen-Zahnarztbesuch mitgenommen werden und auch selbst untersucht werden. Dann verflüchtigen sich Ängste schneller.

Häufige Leistungen der privaten Zahnzusatzversicherung

Die private Zahnzusatzversicherung unterscheidet sich von Tarif zu Tarif sehr deutlich in den Leistungen. Neben einem Aufstocken der Regelversorgung können hierüber auch alternative Behandlungsmethoden beglichen werden. Das hängt vom Vertrag ab. Häufige Leistungsmerkmale sind:

  • Erstattung der Regelversorgung: Die Versicherung erstattet einen Teil oder den gesamten Eigenanteil an der Regelversorgung.
  • Zahnfüllungen: Manche Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung übernehmen auch die Kosten für höherwertige Zahnfüllungen. Manchmal werden diese dann als sogenannte Inlays im Zahnlabor hergestellt und dann vom Zahnarzt eingesetzt.
  • Kronen und Brücken: Bei Kronen und Brücken bezahlen die Gesetzlichen Krankenkassen in der Regelversorgung ausschließlich Nichtedelmetalllegierungen. Wer hier Edelmetalle oder Reinmetalle wünscht, muss diese selbst begleichen. Einige Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung übernehmen die Mehrkosten dafür.
  • Implantate: Hier bringt der Zahnarzt eine künstliche Verankerung im Kiefer an, auf der dann der Ersatzzahn angebracht wird. Die Kosten für die Anbringung übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse nicht. Sie werden aber von einigen Tarifen der privaten Zahnzusatzversicherung beglichen. Den Aufbau wiederum bezahlt die Gesetzliche Krankenkasse teilweise in Form eines Festzuschusses.
  • Zahnprothesen: Es gibt unterschiedliche Formen von Zahnprothesen, die in ihren Kosten auch über den Festzuschuss der Gesetzlichen Krankenkasse hinausgehen. Dann bezahlen dafür einige Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung.
  • Zusatzkosten: Als Begleitleistungen rund um den Zahnersatz gelten zum Beispiel Lokalanästhesien, Röntgenaufnahmen, parodontologische und konservierende Behandlungen. Diese darf die Gesetzliche Krankenkasse nur übernehmen, wenn sie im Zusammenhang mit der Regelversorgung erbracht worden wäre oder wird. Darüber hinaus gehende Leistungen oder andere Leistungen werden nicht übernommen. Einige Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung springen hier ein.
  • Verblendungen: Brücken und Kronen können zur sichtbaren Seite hin verblendet werden. Diese ästhetische Maßnahme wird von den Gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt, aber von einigen Tarifen der privaten Zahnzusatzversicherung übernommen.

»Welcher Tarif passt, hängt ganz konkret davon ab, wie umfangreich die Zahnzusatzversicherung die Leistungen aufstocken soll«, beschreibt Verbraucherschützerin Weidenbach. So ist eine Keramikverblendschale sehr viel teurer, als etwa eine nicht verblendete Krone oder Brücke. Entsprechend kosten auch Versicherungstarife, die solche Kosten übernehmen, deutlich mehr. »Der Verbraucher sollte auf jeden Fall sehr genau in die Leistungsbestandteile schauen und überlegen, welche Leistungen ihm tatsächlich wichtig sind.« Sprich: Sie müssen sich vor dem Abschluss einer Versicherung auch überlegen, was Ihnen – ganz individuell – der Unterschied etwa zwischen einer normalen Krone und einer Keramikverblendschale überhaupt Wert ist. Dazu müssen Sie wissen, was hier die Unterschiede sind.

»Es ist immer besser, sich hierüber außerhalb eines Zahnarztbesuches zusätzlich zu informieren«, so Weidenbach. Sie rät dazu, den Heil- und Kostenplan genau zu analysieren und im Zweifel einen Experten dazu zu befragen.

Eine zweite Meinung lohnt sich im Zweifelsfall immer

Immer wieder begegnen Ihnen beim Zahnarzt sogenannte IGeL-Leistungen. Diese Abkürzung steht für »Individuelle Gesundheitsleistungen«. Und bedeutet ganz konkret: Die Gesetzliche Krankenkasse bezahlt dafür häufig nicht. Sie müssen also die dabei aufgerufenen Beträge aus eigener Tasche begleichen – oder Ihre private Zahnzusatzversicherung übernimmt diese Kosten.

Zahnzusatzversicherung Test: Zahnzusatzversicherung

Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht so, dass die Gesetzlichen Krankenkassen hier nichts übernehmen, im Gegenteil: Sie bezahlen ganz wesentliche Leistungen der Vorsorge anstandslos. »Grundsätzlich sind auch die nicht von der Gesetzlichen Krankenkasse übernommenen Prophylaxe-Maßnahmen meistens nicht sonderlich teuer«, so Versicherungsexpertin Weidenbach. »Sie können, wenn gewünscht, also einfach auch bar bezahlt werden.«

Auch das ist sicherlich ein Grund, warum es keine private Zahnzusatzversicherung gibt, die ausschließlich die IGeL-Leistungen innerhalb der Prophylaxe bezahlt. Es sind immer auch andere Bereiche der Zahnmedizin versichert.

Über die Regelversorgung hinaus, erstatten viele Zahnzusatzversicherungen die Differenz zwischen der Zahnarztrechnung und der Leistung der Gesetzlichen Krankenkasse. Das gilt zum Beispiel für hochwertige Prophylaxe-Maßnahmen, wie der professionellen Zahnreinigung. Diese Leistungen können sehr vielseitig sein. Die Preise sind über Gebührenordnungen geregelt; die Angaben sind reine Orientierungspunkte. Ein Überblick:

  • Fluoridierung: Fluorid beugt gegen Karies vor. Deshalb ist sie natürlich auch bei Menschen über dem 17. Lebensjahr weiterhin sinnvoll, wird hier in der Regel aber nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten hierfür belaufen sich in etwa zwischen 6 und 8 Euro je Zahn. Entsprechende Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung übernehmen hierfür die Kosten.
  • Fissurenversiegelung: Kinder zwischen 6 und 18 Jahren können sich die Backenzähne 6 und 7 auf Kosten der Gesetzlichen Krankenkasse versiegeln lassen. Sollen weitere Zähne versiegelt werden, dann wird dies nicht übernommen. Dafür und generell auch bei Versiegelungen bei Erwachsenen zahlen entsprechende Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung. Es muss mit Kosten von 10 bis 15 Euro pro Zahn gerechnet werden.
  • Professionelle Zahnreinigung (PZR): Die professionelle Zahnreinigung ist sicherlich die bekannteste der Selbstzahlerleistungen beim Zahnarzt. Einige gesetzliche Kassen unterstützen diese auch (siehe FAQ), allerdings oft mit Einschränkungen. Laut Kassenzahnärtzlicher Bundesvereinigung müssen Sie hierfür mit Kosten von 80 bis 120 Euro rechnen. Hier werden nicht nur die harten Zahnbeläge, sondern auch die weichen entfernt. Darüber hinaus wird der Zahnzwischenraum gereinigt und der Zahn fluoridisiert. Die Kosten hierfür übernehmen viele private Zahnzusatzversicherungen – wenn auch häufig gedeckelt.
  • Erstellung von Kariesrisikodiagnostik: Natürlich wird bei jedem Zahnarztbesuch kontrolliert, ob sich Karies gebildet hat. Manchmal wird dafür auch ein Röntgenbild erstellt. Aber einen Speicheltest nimmt der Zahnarzt nur bei Selbstbezahlung. Anhand dessen kann dann festgestellt werden, ob der Speichel die für Karies wichtigen Säuren unschädlich machen kann. Eine Diagnostik kostet in etwa zwischen 60 und 70 Euro. Entsprechende Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung übernehmen die Kosten.
  • Erstellung von Mundhygienestatus: Wenn Sie ständig unter Mundgeruch leiden, Ihr Zahnfleisch blutet oder sich auch häufig unangenehme Aphthen bilden, dann lohnt sich vielleicht die Investition in einen Mundhygienestatus. Dieser kostet in etwa 20 bis 30 Euro und wird von entsprechenden Tarifen der privaten Zahnzusatzversicherung übernommen.
  • Weitere Methoden: Natürlich ist die Zahnmedizin auch im Bereich der Prophylaxe in der Entwicklungen. Mittlerweile sind so auch Bakterientests/DNA-Tests (Kosten: in etwa 50 bis 170 Euro) möglich, die eine Grundlage für eine Parodontitisvorsorge bilden können. Aber auch so gibt es hier immer wieder Innovationen. Entsprechende Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung übernehmen hierfür die Kosten.

Manchmal gilt bei den Leistungen der privaten Zahnzusatzversicherung eine Wartezeit oder eine Deckelung für die Leistungen, häufig aber nicht für prophylaktische Leistungen. Auch hier sollten Sie also schauen, was Ihnen wichtig ist und wie viel Sie bereit sind, dafür zusätzlich auszugeben. »Es ist ganz klar, dass eine zweimalige professionelle Zahnreinigung in ihren Kosten über die Jahresprämie abgebildet wird«, so Weidenbach. »Zu verschenken haben die Versicherungsgesellschaften nichts.«

Die kieferorthopädische Behandlung des Gebisses ist vor allem bei vielen Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Thema. Laut der groß angelegten KiGGS-Studie befinden sich 46,6 Prozent der Jugendlichen zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr in einer solchen Behandlung. Aber auch Erwachsene haben manchmal den Wunsch, eine Fehlstellung korrigieren zu lassen.

Sie sollten nicht naiv in eine kieferorthopädische Beratung gehen. Das zeigt folgendes reales Beispiel: Einem achtjährigen Jungen mit einer Gebissfehlstellung, die allerdings nicht so gravierend ist, dass die Krankenkasse hierfür die Behandlungskosten in diesem Alter übernehmen würde, wurde eine sehr teure und lang andauernde Behandlung mit einer transparenten Zahnschiene angeraten. Auf die Eltern wären Kosten in Höhe von etwa 4.000 Euro zugekommen.

Die erste Frage der Kieferorthopädin beim Gespräch war die nach einer privaten Zahnzusatzversicherung. Eine Zweitberatung bei einem andern Kieferorthopäden zeigte, dass diese Behandlung aber in diesem Wachstumsstadium unnötig ist. Daran ändert sich auch nichts, wenn eine private Zahnzusatzversicherung diese Kosten womöglich übernommen hätte. Holen Sie sich deshalb bei teuren Behandlungsvorschlägen besser eine Zweitmeinung ein.

Eigenvorleistung bedenken: Während der kieferorthopädischen Behandlung müssen die Eltern einen Eigenanteil von 20 Prozent für die Behandlung aufbringen. Wird die Therapie aber erfolgreich beendet, dann wird dieser Anteil zurückerstattet. Bei mehreren Kindern in gleichzeitiger Behandlung reduziert sich dieser Anteil auf 10 Prozent.

Mögliche Leistungen der privaten Zahnzusatzversicherung

Während die Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenkasse absolut dafür ausreichend ist, die Fehlstellungen und Verschiebungen zu korrigieren, übernehmen manche Tarife der Zahnzusatzsversicherung auch eher ästhetische Dinge oder auch alternative Behandlungsmethoden. Ein Überblick über mögliche Leistungen:

  • Niedriger Schweregrad: Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung bezahlen die kieferorthopädische Behandlung auch bei geringeren Schweregrad, also beispielsweise bei KIG 1 und KIG 2.
  • Zahnfarbende oder selbstligierende Brackets/Speziallegierungen: Bei der Standardbehandlung der Gesetzlichen Krankenkasse wird auf die Ästhetik keine Rücksicht genommen. Es gibt aber auch Brackets und Drähte, die ästhetisch anspruchsvoller gestaltet sind, so dass sie nicht ganz so störend wirken.
  • Lingualtechnik: Bei der Lingualtechnik wird die Zahnspange innen liegend angebracht. Es handelt sich hierbei um eine festsitzende Zahnspange.
  • Transparente Zahnschienen: Sogenannte Aligner sind herausnehmbare, transparente Kunststoffschienen. Hier wird nicht nur eine Version hergestellt, sondern für die unterschiedlichen Behandlungsschritte werden neue Schienen angefertigt.
  • Weitere Behandlungsmethoden: Auch weitere und alternative Behandlungsmethoden sind unter Umständen über Tarife der privaten Zahnzusatzversicherung abgedeckt.
  • Bei Unfall und schwerer Erkrankung: Kommt es infolge eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung zu Zahnfehlstellungen, dann bezahlen einige Tarife auch bei Erwachsenen die kieferorthopädische Behandlung.

Die Kostenübernahme durch die private Zahnzusatzversicherung unterscheidet sich je nach Tarif deutlich voneinander. So kann zum Beispiel die Gesamthöhe begrenzt sein. Oder es gibt eine mehr oder weniger lange Wartezeit. Kontrollieren Sie also vor Abschluss des Vertrags, welche Behandlungen Ihnen wichtig sind. Wichtig auch: Es darf nicht bereits eine Kieferfehlstellung diagnostiziert sein, bevor der Vertrag abgeschlossen wird.

Zahnzusatzversicherung Test: Bildschirmfoto 2022 12 16 Um 15.06.49

Favorit: Berlin Direkt DZL

Ein wahrer Leistungsmeister ist der Tarif DZL der Versicherungsgesellschaft Berlin Direkt. Damit müssen Sie sich – weitestgehend – keine Sorgen um eine Kostenerstattung beim Zahnarzt machen. Auch eine große Muttergesellschaft gibt Sicherheit.

Favorit
Berlin Direkt DZL
Zahnzusatzversicherung Test: Berlin Direkt
Wir bei der Versorgung keine Abstriche machen möchte, liegt mit dem Tarif DZL von Berlin Direkt richtig.

Bei der »Stiftung Warentest« sind sehr viele Zahnzusatzversicherungen mit der Note »sehr gut« (0,5) bewertet worden. BerlinDirekt stellt seine Versicherungsbedingungen gut auf der Website zur Verfügung, allerdings leider nur in den Zusammenfassungen. Das Unternehmen ist dabei sehr jung, existiert erst seit 2012. Aber es hat mit der HanseMerkur einen sehr starken Mutterkonzern im Rücken.

Die Analyse der Versicherungsbedingungen im Detail:

  • Wartezeit: Der Tarif hat keine Wartezeit. Allerdings gibt es zahlreiche Deckelungen der Kostenübernahme in den ersten Versicherungsjahren.
  • Prophylaxe: Die Versicherung übernimmt verschiedene zahnprophylaktische Maßnahmen. Pro Versicherungsjahr stehen bei der BerlinDirekt aber maximal 130 Euro an Leistungen und maximal je 65,00 Euro pro professionelle Zahnreinigung zur Verfügung.
  • Füllungen: Es werden Kunststofffüllungen übernommen.
  • Zahnersatz: Die Versicherung übernimmt sehr viele Leistungen rund um den Zahnersatz. Unter anderem sind Verblendungen zum Beispiel nur bis zum Zahn 8 inkludiert und eine Keramikverblendschale wird nur bei medizinischer Notwendigkeit gezahlt.
  • Kieferorthopädische Behandlung: Die Übernahme kieferorthopädischer Leistungen scheint nicht inkludiert zu sein.

Beschwerdestatistik über die Barmenia-Krankenversicherung

In der Beschwerdestatistik der BaFin wird das Unternehmen nicht geführt.

Natürlich nimmt die Versicherung auch an den Schlichtungsverfahren des Ombudsmannes für die Private Kranken- und Pflegeversicherung teil. Dieser nahm 2021 insgesamt 1.083 Anträge auf eine Schlichtung rund um die Zusatzversicherungen an, wobei nicht aufgeführt ist, welche Versicherungsgesellschaften mit welchen Tarifen betroffen sind.

Die BerlinDirekt-Versicherung wird zum Teil bei verschiedenen Bewertungsportalen schlecht bewertet, zum Beispiel bei Trustpilot mit etwa zwei von fünf möglichen Sternen. Einerseits ist die Kritik dort sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Produkten verteilt, andererseits ist die Berechtigung der Kritik kaum abschätzbar. Deshalb sind solche Bewertungen immer mit Vorsicht zu genießen, sowohl sehr positive als auch sehr negative. Die Versicherung reagiert aber häufig aktiv auf die Kommentare, was positiv ist.

Alternativen

Wenn Sie nur einen Basisschutz suchen oder eine etwas günstigere Alternative, dann sind vielleicht die folgenden Zahnzusatzversicherungen für Sie interessant.

Preistipp: HanseMerkur EZ+EZT

Wer lieber etwas weniger im Monat ausgeben möchte und dafür Leistungseinschränkungen inkauf nimmt, der fährt mit dem Tarif EZ+EZT der HanseMerkur sehr gut. Und hat auch noch eine sehr große Versicherungsgesellschaft im Rücken.

Preistipp
HanseMerkur EZ+EZT
Reiserücktrittsversicherung Test: Hanse Merkur
Zwar ist beim Tarif EZ+EZT der HanseMerkur nicht alles abgesichert, aber man kriegt viel für den Beitrag.

Der Tarif EZ+EZT der HanseMerkur wurde bei der »Stiftung Warentest« mit »sehr gut« (1,2) beurteilt. 2021 wies die Hanse Merkur eine Bilanzsumme von über 8 Milliarden Euro aus. Das Unternehmen hat eine sehr lange Tradition: Es besteht in seinen Vorläufern schon seit 1875.

Die Versicherungsbedingungen sind gut im Web auffindbar. Die Analyse im Detail:

  • Wartezeit: Es gibt keine Wartezeit, allerdings werden in den ersten Versicherungsjahren Deckelungen der Kosten vorgenommen.
  • Prophylaxe: Eine Prophylaxe ist in dem Tarif nicht enthalten.
  • Füllungen: Besondere Füllungen werden nicht bezahlt.
  • Zahnersatz: Zahnersatz, Inlays und Implantante werden zu 90 Prozent auf Privatarztniveau übernommen, wobei die Implantante auf 6 im Oberkiefer und 4 im Unterkiefer beschränkt sind.
  • Kieferorthopädische Behandlung: Kieferorthopädische Behandlungen werden nicht übernommen.

Beschwerdestatistik über die HanseMerkur-Krankenversicherung

Die Beschwerdestatistik der BaFin weist für 2021 für alle Krankenversicherungsprodukte der Hanse-Merkur-Krankenversicherung 52 Beschwerden bei insgesamt 1.556.807 Verträgen auf; sie liegt also im normalen Rahmen. Art und Ausgang der Beschwerden sind in der Statistik nicht genannt.

Natürlich nimmt die HanseMerkur auch an den Schlichtungsverfahren des Ombudsmannes für die Private Kranken- und Pflegeversicherung teil. Dieser nahm 2021 insgesamt 1.083 Anträge auf eine Schlichtung rund um die Zusatzversicherungen an, wobei nicht aufgeführt ist, welche Versicherungsgesellschaften mit welchen Tarifen betroffen sind.

Bei Bewertungsportalen wird die HanseMerkur-Versicherung eher durchschnittlich gut beurteilt, etwa bei Trustpilot mit 3 Sternen. Einerseits ist die Kritik dort sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Produkte verteilt, andererseits ist die Berechtigung der Kritik kaum abschätzbar. Deshalb sind solche Bewertungen immer mit Vorsicht zu genießen, sowohl sehr positive als auch sehr negative. Die HanseMerkur-Krankenversicherung reagiert aber immer aktiv auf die Kommentare, was positiv ist.

Basisschutz: R+V Zahn Classic (Z3U)

Vor allem die Leistungslücken der Gesetzlichen Krankenkasse gleicht der Zahnzusatztarif Zahn Classic Z3U der R+V-Versicherung aus. Dafür ist er auch recht günstig zu haben.

Basisschutz
R+V Zahn Classic (Z3U)
Zahnzusatzversicherung Test: R+v
Der Tarif Zahn Classic (Z3U) von R+V eignet sich bestens, um die finanziellen Lücken der Gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen.

Natürlich kann ein Tarif, der einfach die Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenkasse aufstockt, nicht so gut sein, wie ein Leistungsmeister, der auch jede noch so teure Zusatzmaßnahme versichert. So wurde der Tarif Zahn Classic (Z3U) auch bei der »Stiftung Warentest« nur mit »befriedigend« (3,3) bewertet. Eine vernünftige Inlay- und Implantatsversorgung gibt es hingegen nicht, aber das ist eben auch nicht die Regelversorgung. Dafür ist der Tarif aber auch deutlich günstiger abschließbar.

Der R+V-Tarif stellt ihre gesammelten Versicherungsbedingungen ohne Umstände im Web zur Verfügung. Die Analyse der Versicherungsbedingungen im Detail:

  • Wartezeit: Für den Tarif gelten keine Wartezeiten. Es sind auch keine Deckelungen in den ersten Versicherungsjahren vorhanden.
  • Prophylaxe: Eine Prophylaxe wird standardmäßig nicht übernommen, kann aber über den Zusatztarif ZV ergänzt werden.
  • Füllungen: Es werden keine besonderen Füllungen zusätzlich übernommen; auch diese können über den Zusatztarif ZV zusätzlich abgesichert werden.
  • Zahnersatz: Die Gesetzlichen Krankenkassen zahlen im Rahmen der Regelversorgung einen festgelegten Beitrag. Der Tarif verdoppelt diesen Beitrag, allerdings natürlich nur bis zu den maximal erstattungsfähigen Restkosten.
  • Kieferorthopädische Behandlung: Kieferorthopädische Behandlungen werden nicht übernommen.

Beschwerdestatistik über die R+V-Krankenversicherung

Die Beschwerdestatistik der BaFin weist für 2021 für alle Krankenversicherungsprodukte der R+V-Versicherung vier Beschwerden bei insgesamt 1.209.942 Verträgen auf; das ist in Anbetracht der Vielzahl der Verträge ein sehr gutes Ergebnis und zeigt, dass die Versicherungsgesellschaft versucht, Probleme auf anderen Wegen zu lösen. Art und Ausgang der Beschwerden sind in der Statistik nicht genannt.

Natürlich nimmt die Barmenia Krankenversicherung auch an den Schlichtungsverfahren des Ombudsmannes für die Private Kranken- und Pflegeversicherung teil. Dieser nahm 2021 insgesamt 1.083 Anträge auf eine Schlichtung rund um die Zusatzversicherungen an, wobei nicht aufgeführt ist, welche Versicherungsgesellschaften mit welchen Tarifen betroffen sind.

Bei Bewertungsportalen wird die R+V-Versicherung eher durchschnittlich gut beurteilt, etwa bei Trustpilot mit 3 Sternen. Einerseits ist die Kritik dort sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Produkten verteilt, andererseits ist die Berechtigung der Kritik kaum abschätzbar. Deshalb sind solche Bewertungen immer mit Vorsicht zu genießen, sowohl sehr positive als auch sehr negative. Die R+V-Krankenversicherung reagiert aber immer aktiv auf die Kommentare, was positiv ist.

Was gibt es sonst noch?

Barmenia Mehr Zahn 100+ Mehr Zahnvorsorge Bonus

Wer ein sehr leistungsstarke Zahnzusatzversicherung abschließen möchte, kann dafür auch den Tarif Mehr Zahn 100 + Mehr Zahnvorsorge der Barmenia-Versicherung nutzen. Hier werden sehr viele Kosten beim Zahnarzt übernommen.

Tatsächlich gibt es bei der »Stiftung Warentest« sehr viele Zahnzusatzversicherungen die mit der Note »sehr gut« (0,5) bewertet wurden. Die Barmenia ist eine sehr etablierte Versicherungsgesellschaft. Konkret: Sie existiert mit ihren Vorläufern bereits seit 1904 und die Barmenia Krankenversicherung AG hatte 2021 eine Bilanzsumme von etwa 13 Milliarden Euro. Was uns nicht gefällt ist, dass die Versicherungsbedingungen auf der Website nicht gut auffindbar sind. Die Leistungen im Überblick:

  • Wartezeit: Es besteht prinzipiell keine Wartezeit, aber es bestehen für verschiedene Leistungen Kostendeckel innerhalb der ersten Versicherungsjahre.
  • Prophylaxe: Es werden umfangreiche zahnprophylaktische Behandlungen übernommen. Prinzipiell sind sie in den Kosten und in ihrer Anzahl nicht begrenzt.
  • Füllungen: Es werden hochwertige Kunststoff-Füllungen bezahlt.
  • Zahnersatz: Zahnersatz wird ohne Höchstgrenze zu 100 Prozent erstattet. In den ersten beiden Kalenderjahren gibt es eine Kostenbeschränkung. Es wird eine Innovationsgarantie für auch noch nicht vorhandene neuere Zahnersatz-Maßnahmen übernommen.
  • Kieferorthopädische Behandlung: Bei Unfällen werden auch für Erwachsene kieferorthopädische Behandlungen bis 2.000 Euro übernommen. Bei Kindern und Jugendlichen werden ohne Begutachtung der Zahnfehlstellung alle Kosten bis zur Höhe von 2.000 Euro während der Vertragslaufzeit erstattet. Allerdings sind die Leistungen in den ersten beiden Kalenderjahren begrenzt.

Die Beschwerdestatistik der BaFin weist für 2021 für alle Krankenversicherungsprodukte der Barmenia Krankenversicherung 55 Beschwerden bei insgesamt 1.404.704 Verträgen auf; sie liegt also im normalen Rahmen. Art und Ausgang der Beschwerden sind in der Statistik nicht genannt.

Continentale CEZP-U

In die Kategorie »Gut und Günstig« fällt der Tarif CEZP-U der Continentale. Die Versicherungsgesellschaft ist ein bekannter Player im deutschen Markt und bietet viele unterschiedliche Tarife an.

Die Contintentale existiert in seinen Ursprüngen bereits seit 1871. Sie hatte 2021 eine Bilanzsumme von etwa 442 Millionen Euro. Mit ihrem CEZP-U wurde sie bei der »Stiftung Warentest« mit »sehr gut« (1,4) bewertet. Die Leistungen im Überblick:

  • Wartezeit: Es gilt eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten nach Abschluss der Versicherung, die sich bei Zahnersatz und anderen größeren Behandlungen auf 8 Monate verlängert. Zudem werden die Beträge in den ersten Versicherungsjahren gedeckelt.
  • Prophylaxe: Bis zum Gesamtpreis von 80 Euro werden die Kosten für die Zahnprophylaxe und die Fissurenversiegelung übernommen. Die Fissurenversieglung wird nur bis zum 18. Lebensjahr übernommen.
  • Füllungen: Es werden hochwertige Kunststoff-Füllungen bezahlt.
  • Zahnersatz: Ohne »privatzahnärztliche Vergütungsanteile« werden die Zusatzkosten für zahnärztliche Behandlung und zahntechnische Leistungen zu 100 Prozent erstattet. Sollte eine Kassenleistung gewählt werden, werden bis zu 90 Prozent der Leistungen erstattet, bei nicht vorhandener Kassenleistung werden 40 Prozent der Kosten übernommen. Je Kiefer werden maximal 6 Implantante bezahlt.
  • Kieferorthopädische Behandlung: Die Erstattung von kieferorthopädischen Behandlungen ist nicht vorgesehen.

Die Beschwerdestatistik der BaFin weist für 2021 für alle Krankenversicherungsprodukte der Contintentale-Krankenversicherung 28 Beschwerden bei insgesamt 1.321.827 Verträgen auf; also insgesamt ein normales Volumen.

Generali Plan Z2

Mehr als einen Basisschutz bietet auch der Tarif Plan Z2 von Generali an. Auch hier steht ein großer, bekannter Versicherer mit einer großen Tarifvielfalt zur Verfügung.

Die Generali existiert in seinen Ursprüngen bereits seit 1831. Sie hat eine Bilanzsumme von etwa 1,8 Milliarden Schweizer Franken. Mit ihrem CEZP-U wurde sie bei der »Stiftung Warentest« mit »gut« (2,2) bewertet. Die Leistungen im Überblick:

  • Wartezeit: Es besteht prinzipiell keine Wartezeit, aber es bestehen für verschiedene Leistungen Kostendeckel innerhalb der ersten Versicherungsjahre.
  • Prophylaxe: Für die Prophylaxe werden 100 Euro in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren beglichen.
  • Füllungen: Für plastische Füllungen und anderes werden bis zu 80 Prozent der Kosten unter Anrechnung der GKV-Vorleistungen übernommen.
  • Zahnersatz: Zahnersatz (auch Implantate) wird zu 80 Prozent erstattet. Sofern nur die Regelversorgung gewählt wird, werden 100 Prozent der Leistungen übernommen. Bei nicht vorhandener Kassenleistung werden 40 Prozent der Kosten übernommen. In den ersten beiden Kalenderjahren gibt es eine Kostenbeschränkung. Es wird eine Innovationsgarantie für auch noch nicht vorhandene neuere Zahnersatz-Maßnahmen übernommen.
  • Kieferorthopädische Behandlung: Bei Unfällen werden auch für Erwachsene kieferorthopädische Behandlungen bis 2.000 Euro übernommen. Bei Kindern und Jugendlichen werden ohne Begutachtung der Zahnfehlstellung alle Kosten bis zur Höhe von 2.000 Euro während der Vertragslaufzeit erstattet. Allerdings sind die Leistungen in den ersten beiden Kalenderjahren begrenzt.

Die Beschwerdestatistik der BaFin weist für 2021 für alle Krankenversicherungsprodukte der Generali-Krankenversicherung 52 Beschwerden bei insgesamt 1.770.416 Verträgen auf; also insgesamt ein normales Volumen.

So haben wir bewertet

Tatsächlich macht es bei der Zahnzusatzversicherung keinen Sinn, sehr teure Tarife mit sehr günstigen Tarifen zu vergleichen. Denn sie unterscheiden sich einfach gravierend in ihren Leistungen. Deshalb haben wir nach drei Faktoren unterschieden:

  • Aufstockung der Regelversorgung: Hier gibt es keine extra teuren Sonderbehandlungen, sondern die Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenkassen, die ja beim Zahnersatz maximal 75 Prozent beträgt, wird hier einfach aufgestockt. Diese Tarife sind für recht wenig Geld zu haben.
  • Leistungssieger: Wenn Geld keine Rolle spielt bzw. das individuelle Absicherungsbedürfnis sehr hoch ist, dann gibt es dafür sehr viele sehr gute Tarife. Hier werden auch sehr teure Sonderbehandlungen (nahezu) komplett von der privaten Zahnzusatzversicherung übernommen. Das hat dann auch seinen üppigen Preis.
  • Mittlerer Preis, mittlere Leistung: Ein Zwischending bilden Tarife, die zwar schon aufgestockte Leistungen bieten, aber dennoch auch recht preisgünstig sind. Naturgemäß ist hier die Varianz am Größten. Sie sollten wirklich sehr genau schauen, welche Leistungen Ihnen wichtiger oder weniger wichtig sind.

Im Detail haben wir für alle Tarife folgende Tarifeigenschaften genauer unter die Lupe genommen. Die jeweiligen Antworten sind in den Tarifdetails aufgeführt:

  • Wartezeit: Zahlt der Tarif erst nach einer Karenzzeit?
  • Prophylaxe: Welche Leistungen der Prophylaxe werden übernommen?
  • Füllungen: Welche Zahnfüllungen werden übernommen?
  • Zahnersatz: Welche Leistungen des Zahnersatzes werden übernommenen?
  • Kieferorthopädische Behandlung: Welche kieferorthopädische Leistungen werden übernommen?

Kein hervorgehobener Tarif hat dabei bei der »Stiftung Warentest« mit einer Note schlechter als »befriedigend« abgeschlossen. Wie immer war es für uns auch ein Kriterium, wenn die Versicherungsbedingungen nicht oder nicht gut auf den jeweiligen Websites der Versicherungsgesellschaften auffindbar sind.

Außerdem haben wir auch geschaut, was die Beschwerdestatistik der BaFin aussagt und wie die jeweiligen Versicherungsgesellschaften bei verschiedenen Bewertungsportalen abgeschnitten haben. Letztere Bewertungen beziehen sich aber oftmals nicht nur auf die Zahnzusatzversicherungstarife und die Aussagekraft der Kommentare sowie der Bewertungen an sich ist eingeschränkt.

Sofern recherchierbar haben wir zur Einordnung auch Details zur Bilanzsumme der Versicherungsgesellschaft und deren Historie beschrieben.

Die Preise wurden für eine 33-jährige Person ermittelt.

Die wichtigsten Fragen

Welche Zahnzusatzversicherung ist die beste?

Die beste Zahnzusatzversicherung für die meisten ist der Tarif Berlin Direkt DZL. Die Zahnzusatzversicherung zahlt in sehr vielen Fällen – so muss man sich keine Sorgen um Kostenrückerstattungen machen. Aber auch andere Tarife sind empfehlenswert.

Mit dem Zahnarzt bereits über Zahnersatz gesprochen – kann man noch eine Versicherung abschließen?

Wenn der Zahnersatz oder vielleicht auch eine Gebisskorrektur ansteht, warten hohe Kosten auf einen. Natürlich ist es ein naheliegender Gedanke, dann noch schnell eine Versicherung abzuschließen. Allerdings: Es ist praktisch unmöglich, von dieser dann noch die anstehende Behandlung bezahlt zu bekommen. Denn natürlich haben fast alle Versicherungstarife der Zahnzusatzversicherung einen Ausschluss definiert. Ob „angeraten“, „besprochen“, „geplant“ oder gar „begonnen“ ist dabei nebensächlich: Die Versicherung wird diese Leistung nicht mehr übernehmen.

Was kann man machen, wenn die Versicherung nicht zahlen will?

Als Erstes sollten Sie mal in Ihre Vertragsbedingungen schauen. Im Idealfall machen Sie das natürlich schon, bevor Sie eine Versicherung abschließen, kontrollieren also auch genau, welche Leistungen sie tatsächlich erbringt. Vielleicht verpufft dann Ihr Ärger bereits etwas, zumindest in Richtung der Versicherungsgesellschaft. Kann die Begründung aber nicht nachvollzogen werden, kann es Sinn machen, dass man sich mit einer Verbraucherzentrale in Verbindung setzt oder sich an den sogenannten Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung wendet. Der Ombudsmann wird versuchen, eine Schlichtung herbeizuführen. Natürlich können Sie auch Ihre Versicherungsgesellschaft verklagen. Ob das Sinn macht, kann pauschal nicht beurteilt werden.

Bezahlt die gesetzliche Krankenkasse die professionelle Zahnreinigung?

Interessant: Es gibt tatsächlich Gesetzliche Krankenkassen, die eine professionelle Zahnreinigung übernehmen. Nicht immer müssen Sie also dafür eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Die Kostenübernahme und Art und Weise fällt dabei sehr unterschiedlich aus. So gibt es Krankenkassen, die die Eigenleistung über ein Bonusprogramm bezuschussen, andere zahlen direkt. Manche zahlt einmal im Jahr, andere zwei Mal. Manchmal wird verlangt, dass die Zahnreinigung dann bei einem Vertragszahnarzt der Krankenkasse durchgeführt wird, manchmal haben Sie die freie Zahnarztwahl. Und auch die Höhe der Erstattung kann sehr unterschiedlich ausfallen. Natürlich wird die Leistung jeweils nur einmal erstattet. Sie können also die Rechnung nicht bei der gesetzlichen Krankenkasse und der privaten Zahnzusatzversicherung gleichzeitig einreichen.

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